Beiträge von coco_90

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.


    Ich fand früher die Internatsidee total super und habe die Hanni-&-Nanni-Bücher regelrecht verschlungen.


    Ich wollte dank Hanni und Nanni auch unbedingt auf's Internat xD Das ging so weit, dass meine Mama einmal in Tränen ausgebrochen ist, weil sie nicht wusste, warum ich unbedingt von ihr weg wollte^^ Hätte sie mich allerdings wirklich dort hin gepackt, hätte ich es vermutlich auch nicht mehr gewollt ;)



    Danke für deine Sicht der Dinge, das fand ich gerade sehr interessant zu lesen. (...)


    Dem kann ich mich nur anschließen!


    Allerdings könnte das Internat für ihn wirklich besser sein, er kann sich ja auch dort einen geregelten Tagesablauf aufbauen und falls Caro real ist (wovon ich immer noch nicht überzeugt bin), hat er da schon mal eine Freundin. Caro ist sehr nett, aber außer Simon hat sie immer noch niemand gesehen. Er kann mit ihr offen reden, sie mag dasselbe Essen wie er, sie lässt ihn über Mathe reden - für eine reale Person fast zu perfekt.


    Oiiii...du vermutest das also auch? :breitgrins: Das hatte ich zuvor überlesen.



    Für mich klingt das ganz klar danach, dass er sich an Simon ranmachen will. Ein verängstigter, einsamer Schüler und ein pädophiler Lehrer mit einnehmendem Wesen - die Tante würde im Zweifelsfall eher dem Lehrer glauben... Ich hoffe, ich liege mit meiner Theorie falsch.


    Das hoffe ich auch. Allerdings halte ich deine Theorie für gar nicht so unwahrscheinlich.


    Was stinkt da so im Zimmer 19? Ich habe erst an Leichengeruch gedacht, aber das scheint es dann ja doch nicht gewesen zu sein. :entsetzt:


    Das war auch mein erster Gedanke.



    Was hat es wohl mit dem Bild des Ehepaars im Waldhotel auf sich? Woher kommen die Simon so bekannt vor?


    Oh, das hatte ich schon wieder ganz vergessen!



    Mich macht eigentlich nur eins stutzig: Simon ist ja autistisch veranlagt und da hatte ich angenommen, dass man dann niemanden traut bzw. ewig braucht um Vertrauen zu fassen. Caro kennt er aber erst kurz und trotzdem vertraut er sich ihr an. Ist das realistisch?


    Hmm...darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Er hat ja "nur" eine leichte Form von Autismus. Vielleicht bewirkt diese nur seinen Ordnungszwang?



    Meiner Meinung nach ist das schon realistisch. Autisten, die ich kenne, legen sich oftmals recht früh fest, ob sie jemanden mögen/vertrauen oder nicht, und inwieweit sie sich diesen Personen gegenüber öffnen. Es geht manchmal ganz schnell, manchmal dauert es etwas, aber als unrealistisch würde ich die Beziehung zwischen Caro und Simon nicht ansehen.


    Das finde ich interessant, vor allem, weil es durch Simons Verhalten so gut umgesetzt wurde.
    Caro mag er auf Anhieb. Der Schulleiter ist ihm sofort unsympathisch.



    Ich persönlich vermute, dass es hier mit Leonie zusammenhängt.


    Für mich muss es auch irgendwie mit Leonie (oder deren Verschwinden) zusammenhängen.



    Ja, das finde ich auch... aber Caro hat einige Veranlagungen, die er auch hat, z.B. mit dem Essen. Vielleicht hat sie auch eine autistische Veranlagung und deshalb vertrauen sie sich so...

    Das habe ich mir auch schon überlegt.


    Noch eine Sache zu Caro (ihr haltet mich nun vermutlich für verrückt^^):
    Vielleicht liegt es daran, dass "imaginäre Freunde" gerade groß in der Mode sind, aber ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, ob es Caro wirklich gibt. Bisher hat sie noch niemand anderes, abgesehen von Simon, gesehen. Als Simon sie zu sich nach Hause eingelud, lehnte sie ab. Simon erfährt, dass seine Tante ihn "abschieben" will, besucht das Grab seiner Eltern und prompt taucht dieses Mädchen auf, das ihm so ähnlich ist. Das zweite Mal sieht er sie, als er das Internat zum ersten Mal betritt und sich absolut unwohl fühlt.

    Ich kam die letzten Tage leider nur wenig zu Lesen, habe den zweiten Abschnitt nun aber auch beendet :smile:


    Den Besuch des Schulleiters fand ich irgendwie merkwürdig.
    Ist es wirklich normal, dass ein Schulleiter bei seinem Schüler zuhause vorbei schneit und ihn zum Rudern einläd?
    Und dann dieses aufgesetzte Grinsen...


    In diesem Abschnitt wurde explizit erwähnt, dass Simon sich das Leben nehmen wollte. Das hatte ich im ersten Abschnitt ja überlesen.
    Ich finde es seltsam, dass er nun nach fünf Monaten "einfach so" entlassen wurde. Er wirkt (verständlicher Weise) immer noch labil und es gibt keine ambulante Behandlung? Dass der Junge dann auch noch abgeschoben werden soll (oder man ihm zumindest das Gefühl gibt) ist mit Sicherheit auch nicht optimal.


    Das Hotel war wirklich sehr gruselig. Am liebsten mochte ich Passagen wie bspw. auf S. 152 "Er bemerkte nicht, wie sich hinter ihm das Tuch über einem der Tische bewegte." oder auf S. 177 "Hätte er sich umgesehen und genau hingeschaut, wäre ihm vielleicht der geschlossene Rolladen von Zimmer 17 ins Auge gefallen. (...)" Na, wenn es einem da nicht eiskalt den Rücken runter läuft :entsetzt:


    Wer wohl im Hotel war? Der Schulleiter? Der Entführer von Leonie? Oder doch jemand ganz anderes?


    Am Ende des Abschnittes zeigt Mike Simon das selbe Auto, wie das ihrer Eltern. Das war das erste Mal, dass er sich für Simon zu interessieren scheint.


    Das Buch gefällt mir bisher wirklich gut, aber einen kleinen Kritikpunkt habe ich. Auch wenn mir Simon und Caro sehr sympathisch sind: Ich finde nicht, dass sie sich wie 16-Jährige verhalten. Das "Promi-spielen", die Dünnschisswitze...auf mich wirkt das eher wie das Verhalten deutlich jüngerer Teenager.


    Melina ist zwar noch nicht oft aufgetaucht, ist mir aber auch nicht sonderlich sympathisch.. noch eine andere Frage zu ihr. Die Person mit der sie reden sollte, denkt ihr, dass es sich um ihren Vater oder einen Exfreund handelt? Das sind meine bisherigen Vermutungen :)


    Das liegt vermutlich auch daran, weil wir sie durch Simons Augen sehen. Mir ist sie nämlich auch unsympathisch, dabei hat sie in diesem Abschnitt noch gar nicht agiert. Ich tippe auf ihren Exfreund. Und ich gehe sogar noch weiter und behaupte, dass dieser Exfreund noch nicht so lange der Ex ist, wie sie mit Mike zusammen ist. :breitgrins:



    Ich dachte er wäre "nur" wegen dem Unfall in der Klinik? Das mit dem Selbstmordversuch habe ich nicht mitgekriegt? Stand das irgendwo? Simon kommt mir auch nicht besonders selbstmordgefährdet vor :/

    Mir geht wie dir. Die Verletzungen habe ich auf den Unfall geschoben und von einem Selbstmordversuch habe ich nichts mitbekommen :redface:



    Und neben der rätselhaften Tür finde ich auch interessant, dass Simon nur seinen Vater als Monster im Auto gesehen hat, nicht die Mutter. Vielleicht ist das für das Rätsel von Bedeutung.. Wie in dem Märchen aus dem Prolog, musste die Großmutter für Rotkäppchen's Fehler büßen. In meinem Kopf hat sich deshalb die fixe Idee zusammengebraut, dass vielleicht der Vater etwas getan hat, wodurch seine Familie büßen musste?

    Eine interessante Theorie!


    Der Schreibstil ist für mich sehr angenehm und zügig zu lesen. Die kurz gehaltenen Kapitel gefallen mir persönlich sehr gut, hab ich immer lieber, als Kapitel die sich ewig lang ziehen.


    Stimmt, das mag ich auch sehr gerne. Das Buch liest sich wirklich total schnell, da die Schrift auch recht groß und auf manchen Seiten kaum Text ist.



    Doch was haben seine Eltern da gesehen, dass sie beide gleichzeitig aufschreien???


    Was genau den Unfall verursacht hat würde mich auch interessieren.



    In diesem Moment denken sie mit Sicherheit, dass es besser für ihn wäre, ich persönlich finde das keine gute Idee, vor allem nicht mit dieser Erkrankung.

    Zum einen deshalb, zum anderen aber auch, weil er gerade die wichtigsten Menschen in seinem Leben verlor. Gerade da ist doch die Unterstützung der restlichen Familienmitglieder besonders wichtig.



    Keiner mag Krankenhäuser, aber da muss man halt manchmal durch.


    Genau meine Meinung. Zumal es in diesem Fall meines Erachtens auch nicht um Mikes Bedürfnisse, sondern die seines kleinen Bruders gehe sollte.



    Ich weiß nicht, ob man jemanden mit einer depressiven Verstimmung und einem gemachten Selbstmordversuch je als geheilt ansehen kann!?


    Ich bin mir sicher, dass es auch hier mal wieder verschiedene Formen von Depressionen gibt. Diejenigen die "situationsbedingt" sind, können sicherlich auch geheilt werden.



    Da bin ich auch sehr gespannt... Mir wäre es auch lieber, dass die Bedeutung durch was psychologisches aufgeklärt wird, statt etwas übersinnlichem, aber irgendwie hab ich noch keine Idee in welcher Richtung es weitergehen wird.

    Das würde mir auch besser gefallen.



    Hab vorhin mal weitere Bücher von Wulf Dorn gegoogelt, denn ich muss gestehen, dass dies mein erstes Buch von ihm ist und ich ihn bisher auch nicht kannte.

    Ich kenne bislang nur "Trigger" aber das war eins der besten Bücher, das ich in dem Genre je gelesen habe. Und jetzt frag mich bloß nicht, wieso es dann bei dem einen Buch bleib. Ich habe nämlich selbst keine Ahnung :zwinker:

    Ich stoße nun auch zu euch :smile:


    Zuerst meine Meinung zu Cover und Klappentext: Ich finde beides hervorragend :smile: Der Wolf kam im ersten Abschnitt ja schon recht häufig vor, weshalb bisher alles perfekt miteinander harmoniert. Außerdem mag ich es, wie sich das Buch anfühlt. Und bei einer Klappenbroschur finde ich es immer toll, wenn unter der Klappe weitergestaltet wurde. Hier also schon mal ein großes Lob an die Gestalter.


    Auch in der Geschichte habe ich mich sofort zurecht gefunden. Wulf Dorn's Schreibstil ist einfach super :) Simon ist mir sehr sympathisch, im Besonderen, weil er leicht autistische Züge aufweist. Ich finde das sehr spannend. Wie schlimm muss es sein, seine Eltern auf diese Art zu verlieren? Ich mag mir das gar nicht vorstellen. Was hat es mit diesen wirklich schrecklichen Träumen und Halluzinationen auf sich. Was bedeutet die Tür? Und weshalb ist auf einmal ein Bild von Leonie auf der Tür abgebildet? Gibt es vielleicht einen Zusammenhang? Interessant finde ich den immer wiederkehrenden Satz "Du hättest ebenfalls sterben sollen." War der Unfall vielleicht gar kein Unfall?


    Ich bin gespannt wie ausgeprägt Simons Erinnerungslücken sind. Momentan habe ich es so aufgefasst, dass er sich nur an weniges nicht erinnern kann, bspw. wie er aus dem Auto gelang.


    Tilia macht auf mich einen sympathischen Eindruck. Sie scheint Simon wirklich helfen zu wollen. Dennoch finde ich es nicht richtig von ihr, ihn bei wichtigen Entscheidungen außen vor zu lassen. Gerade bei der Wohnungsauflösung hätte sie Simon doch fragen müssen, ob er eine Erinnerung an seine Eltern behalten möchte. Bezüglich des Internats erlaube ich mir mal noch kein Urteil. Einerseits sollte auch hier Simon mitentscheiden dürfen, andererseits möchte ich hier noch nicht von Abschieben sprechen. Schade finde ich hingegen, dass Mike nicht wirklich Interesse an seinem kleinen Bruder zeigt. Er scheint ihn weder besucht noch geschrieben zu haben. Und auch jetzt, wo er Simon nach vielen Monaten das erste Mal wieder sieht, scheint seine Freundin Vorrang zu haben.


    Caro mochte ich auf Anhieb. Sie könnte ein sehr interessanter Charakter werden. Ich lese nun gleich noch ein wenig weiter :)

    Das Cover ist schlichtweg ein Traum. Es war Liebe auf den ersten Blick und passt meines Erachtens, ebenso wie der Titel, perfekt zum Inhalt des Buches. Auch wenn der Klappentext ebenfalls gut passt, könnte er dennoch ein falsches Bild von dem Buch vermitteln. "Das Licht der letzten Tage" ist keineswegs eine Dystopie im klassischen Sinne und beinhaltet weder eine rasante noch eine actionreiche Handlung. Vielmehr lebt dieses Buch von den ruhigen Tönen der Autorin.


    Der Schreibstil von Emily St. John Mandel ist ein wahrer Genuss. Eindringlich, poetisch, malerisch und teilweise anspruchsvoll erzählt die Autorin die Geschichte einer Welt, in welcher 99% der Menschheit an der georgischen Grippe starb. Vor allem aber trägt sie den Leser an verschiedene Orte, zwingt ihn, aus verschiedenen Perspektiven zu sehen und hüllt ihn in eine dichte Atmosphäre, sodass der Leser sich fühlt, als lebe er selbst in der Welt, welche die Autorin in "Das Licht der letzten Tage" zeichnete.


    Die Charaktere sind allesamt authentisch. Manche sind sympathisch, andere weniger, doch insgesamt hat Emily St. John Mandel auch hier einen sehr guten Job gemacht.


    Das Buch umfasst 55 recht kurze Kapitel und ist in neun Teile unterteilt. Hierbei wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Und hier kommen wir auch schon zum Knackpunkt, weshalb ich dem Buch keine vollen fünf Sterne gebe. Ich kann die Anzahl der verschiedenen Perspektiven leider nicht benennen und so gerne ich Perspektivenwechsel auch mag: Hier waren es für mich ein paar zu viel davon.


    Einen klaren Protagonisten gibt es nicht, auch wenn sich in dem Buch alles um den Schauspieler Arthur Leander dreht. Den Handlungsstrang um Miranda mochte ich, auch wenn er in der Zeit vor der georgischen Grippe spielte, am liebsten. Mit dem Handlungsstrang von Kirsten, einer jungen Frau aus der Zeit nach der georgischen Grippe, die völlig fasziniert von Arthur Leander und die Comics "Das Licht der letzten Tage" von Miranda ist, mochte ich hingegen leider weniger. Sie zieht mit einer Symphonie, in der die Charaktere lediglich die Namen ihrer Instrumente tragen (Tuba, Geige, etc.), durch das Land. Zwar konnten mir diese Kapitel ein gutes Bild von der Welt nach der Grippe vermitteln, doch der Funke sprang bei mir einfach nicht über. Oftmals geriet ich sogar in Versuchung Passagen oder sogar ganze Seiten zu überspringen, weil mich einfach nicht interessierte, wie es mit der Synphonie weiter ging.


    Fazit: Wie bewertet man ein Buch, dass man stellenweise für seine Poesie, seine Charaktere und die Atmosphäre liebte und sich dann wieder seitenlang langweilte? Ich weiß es nicht. Ich gebe dem Buch 3,5 Sterne, weil sich diese am ehesten "richtig" anfühlen. Dennoch möchte ich dieses Buch jedem empfehlen, der einen guten Schreibstil und eine tolle Atmosphäre zu schätzen weiß.

    Huhu :smile:


    Diese tolle Leserunde hatte ich noch gar nicht gesehen!
    Ich möchte schon lange ein weiteres Buch von Wulf Dorn lesen, nachdem mir "Trigger" so gut gefallen hatte.
    Und "Die Nacht gehört den Wölfen" klingt wirklich super!
    Ich würde sehr gerne an dieser Leserunde teilnehmen, gerne mit FE.

    Das Cover von "Der Winter der schwarzen Rosen" ist traumhaft schön. Die bronzefarbenen Blätter sowie die Schrift glitzern und es passt alles einfach super zusammen und ebenso gut zum Inhalt. Doch auch unter dem Schutzumschlag wurde die liebevolle Gestaltung fortgeführt, denn den Buchrücken zieren ebenfalls eine wunderschöne bronzefarbene Schrift und Rosenranken.


    Nachdem ich bereits "Faunblut", "Ascheherz" und vor Kurzem auch "Der dunkle Kuss der Sterne" von Nina Blazon gelesen habe, waren die Erwartungen an ihr neustes Werk gigantisch. Gerade dann, wenn die Erwartungen so hoch sind, schwingt immer eine leichte Angst mit, dass diese nicht erfüllt werden. Doch diese Angst war auch hier wieder völlig unbegründet.


    In diesem Buch geht es um Zwillingsschwestern, Liljann und Tajann, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Tajann, weiß genau was sie will. Sie ist mutig, offen und wild, während Liljann eher ruhig und zurückhaltend ist. Doch ausgerechnet Liljann muss als Erstgeborene ein neues Land erobern. So lautet das Gesetz. Mehr möchte ich über den Inhalt gar nicht verraten, da meiner Meinung nach schon der Klappentext ein wenig zu viel verrät.


    Das Buch ist abwechselnd aus der Perspektive von Liljann und Tajann geschrieben. Beide Perspektiven mochte ich sehr gerne. Der Perspektivenwechsel wird durch einen Wechsel in der Schriftart angekündigt. Obwohl man die Schriften klar voneinander unterscheiden kann, habe ich diesen Wechsel zunächst nicht bemerkt, weil ich mich eben nur auf die Handlung konzentriert habe. Eine zusätzliche Überschrift ist nicht gegeben. Wenn man über den Schriftwechsel Bescheid weiß, kann man die Perspektiven sehr gut voneinander unterscheiden. Ansonsten merkt man es eben beim Lesen ;)


    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Schnell machte ich mir Gedanken über das Schicksal der Schwestern, ihr Handeln und auch über verschiedene Geschehnisse, die nicht lange auf sich warten lassen. Das Buch wird sehr schnell spannend und diese Spannung nimmt stetig zu, bis sie ca. 150 Seiten vor Schluss ihren Höhepunkt erreicht. Die verschiedenen Entwicklungen und Plottwists waren für mich nachvollziehbar und doch überraschend, sodass mich auch dieses Buch in seiner Handlung wieder voll überzeugen konnte.


    Am meisten begeistern konnten mich jedoch die Charaktere. Auch wenn die Schwestern sehr unterschiedlich sind und ich mich besser mit Liljann identifizieren konnte, konnte ich die Handlungsweisen von beiden verstehen und mich in sie hineinversetzen. Beide Schwestern machen Fehler und werden vor allem durch diese authentisch und greifbar. Doch auch die Nebencharaktere wurden einfach perfekt beschrieben und detailliert ausgearbeitet, ohne dadurch konstruiert zu wirken. Denn alles an diesem Buch ist "echt". Aus einigen Charakteren wird man erst zum Ende schlau, aus manchen auch gar nicht. Und das ist genau das, was gute Buchcharaktere für mich haben müssen: Tiefe und Authentizität.


    Der Schreibstil ist, wie man es von Nina Blazon gewohnt ist, wunderschön und beinahe poetisch. Jeder Satz ist für sich etwas ganz besonderes und ich genoss das Lesen sehr.


    Während des Lesens war ich durchgehend begeistert und schon fast euphorisch. Warum ziehe ich nun aber einen halben Stern ab? Wie schon erwähnt, habe ich die drei Bücher, die in der selben Welt wie "Der Winter der schwarzen Rosen" spielen, gelesen und geliebt. Die Bücher bauen nicht aufeinander auf und doch kann man immer wieder kleine Zusammenhänge und Details aus den anderen Büchern erkennen. So auch in "Der Winter der schwarzen Rosen". Da das Lesen von "Faunblut" und "Ascheherz" jedoch schon eine ganze Weile her ist, waren diese Zusammenhänge für mich zwar spürbar, aber ich konnte sie nicht einordnen. Und das machte mich verrückt, verwirrte mich und störte mich auch ein wenig im Lesefluss. Es war dieses Gefühl, das ich habe, wenn ich jemanden im Supermarkt treffe, mir aber partout der Name und dessen "Zugehörigkeit" nicht einfallen will. Es lies mir keine Ruhe.


    Fazit: Auch in "Der Winter der schwarzen Rosen" bewies mir Nina Blazon, dass sie es einfach drauf hat und zurecht zu meinen Lieblingsautorinnen zählt. Insbesondere die Charaktere konnten mich wieder zu 100% begeistern und mitreissen. Doch auch die Handlung hätte spannender nicht sein können. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

    Klappentext Sie sind aufgebrochen, um die verlorene Welt der Elfen wiederzufinden – doch was für Leána, Kayne und den Drachen Robaryon als mutiges Abenteuer begann, wird zum Kampf auf Leben und Tod. Denn die Elfenwelt Sharevyon liegt in Trümmern und wird beherrscht von den Mysharen, einem Volk, das von der Magie fremder Welten lebt. An der Seite der wenigen freien Elfen Sharevyons kämpfen Leána und ihre Freunde gegen die grausamen Besatzer. Die Mysharen müssen um jeden Preis daran gehindert werden, eines der magischen Portale zu durchschreiten und auch andere Welten zu unterwerfen. Und so nimmt ein verzweifelter Plan Gestalt an, für dessen Gelingen auch Leána, Kayne und Rob mit ihrem Leben zu zahlen bereit sind.


    Es ist nun ziemlich genau ein halbes Jahr her, dass ich Band zwei der Weltenmagie-Trilogie beendet habe. Bevor ich "Das Lied der Elfen" zur Hand nahm, hatte ich die Befürchtung, dass ich mich an manche Handlungsstränge und Charaktere nicht mehr erinnern kann. Ich hoffte einfach, dass dem nicht so ist, da ich mich schon lange auf diesen Abschlussband freute. Zum Glück gelang es Aileen P. Roberts mich sofort wieder nach Albany und Sharevyon zurück holen. Und dies ohne langwierige Wiederholungen! Gekonnt spann sie einige Hinweise ein, sodass die Geschichte zwar direkt weiter ging, mich aber nicht überforderte. So konnte mich das Buch wieder von der ersten Seite an fesseln und begeistern.


    Der Schreibstil von Aileen P. Roberts ist wie gewohnt, sehr angenehm und einfach zu lesen. Die Gefühle der Protagonisten werden perfekt wieder gegeben, sodass man ihr Handeln meist nachvollziehen kann. Auch der Humor, den ich schon an den Vorgängern sehr schätzte, kommt in dem Abschlussband nicht zu kurz.


    Es wurden alle Handlungsstränge weitergeführt, was für eine gewisse Abwechslung sorgte. Allerdings kristallisierte sich bei mir schnell ein Lieblingshandlungsstrang heraus, ebenso wie ein Handlungsstrang, der mich weniger interessierte. Doch auch dieser bekam im Fortlauf des Buches eine immer wichtigere Bedeutung, sodass ich wusste, weshalb dieser so viel Platz einnahm. Zum Ende hin, wurde das Buch unfassbar spannend. Die Autorin erwischte mich mehrfach eiskalt, sodass mir an einigen Stellen die Kinnlade hinunter klappte. Die Plottwists hatten es wirklich in sich und kamen für mich völlig unerwartet.


    Das Ende war für mich ein kleines bisschen zu viel des Guten. Allerdings wurden alle Fragen beantwortet, was bei einer komplexeren Handlung nicht immer selbstverständlich ist.


    Fazit: Das Lied der Elfen ist ein Muss für jeden Fan der Autorin und ein sehr gelungener Abschluss einer tollen Reihe.