Beiträge von Sagota

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Da fällt mir gerade auf, dass der Pürierstab (anlässlich des Pürierens der Karotten vor Jahren gekauft - und heute bevorzugt für die Herstellung von Smoothies etc. eingesetzt) TATSÄCHLICH noch lebt: Es GIBT also noch nachhaltige Produkte, dieses versieht seinen Zweck über ein Vierteljahrhundert! :D

    Hebammen mischen sich vor allem beim Thema stillen teilweise sehr ein. Es gibt sicherlich auch andere, aber was ich teilweise von Freundinnen mitbekommen habe, war echt krass. Na ja. Ich habe das auch immer eher von mir abprallen lassen.

    Ich hab da eigentlich gegensätzliche, positive Erfahrungen gemacht: Ich hatte eine Stillbegleitung (ich glaube, es war eine Hebamme) und das hat in dieser - für mich neuen Situation - sehr geholfen.

    Bei einem ganz üblen, schmerzhaften Problem (Milchstau) hat letzten Endes mein Sohn selbst helfen können (was mir aber die Beraterin verraten hat ;-)

    Er lag völlig "verquer" - und schaffte es, den Stau zu beenden - lag mir fast mit den Beinchen auf dem Gesicht, hab ihn einfach anders anlegen sollen :-)

    Hat geklappt - wenn ich heute daran denke, muss ich (im Gegensatz zu dem Gefühl in der damaligen Situation) total schmunzeln....


    Gefragt hat mich eigentlich nie jemand (Fremdes), ob ich stille (ich hab 6 Monate voll gestillt), aber es war (so schön es auch war, diese Zeit) oft ein Wettlauf mit derselben: Ich hatte schon fast abgestillt, als ich endlich herausfand, dass es auch in der Stadt und in Kaufhäusern Stillräume gab :breitgrins:. Stattdessen bin ich immer fix nach Hause mit ihm :baby::zwinker:


    Da mein Sohn in Südhessen geboren wurde (genau DA ;-) kann ich mich noch heut erinnern, dass eine ältere Frau mal sagte:


    "Des Bübsche hat abber e schee Fabb - gell, das kriegt bestimmt viel Karotte?" (was nicht der Fall war, er war kein bleiches Baby - wohl der nordafrikanische Teint; wird auch schnell braun im Sommer). Aber ich fand die Frage köstlich :belehrerin::zwinker:

    (ich hab allgemein wenig bis keine Rituale, außer vielleicht daß ich nach dem Aufstehen erstmal einen großen Kaffee brauche um mit dem Tag zu beginnen). Ich lese wenn ich grad Zeit und Lust hab und wenn mich ein Buch gerade sehr gepackt hat, auch wenn ich eigentlich keine Zeit hab :engel:

    *unterschreib* :D

    dodo

    Die Kerzen habe ich vergessen...ich habe so eine Ablage über der Badewanne und da stehen immer Stumpenkerzen, die zünde ich beim Baden auch immer an.

    Die entzünde ich eher mal für Monsieur Sagota oder auch den Junior, wenn jemand von beiden baden will... Vielleicht gönne ich mir das im Winter auch mal - baden im Kerzenschein hat schon was ;) (und schöne Musik dazu - was Entspannendes, Leichtes, Klassisches... wie Ludovico Enaudi z.B.)

    Abends lese ich besonders gerne, wenn mein Mann daneben Fussball schaut. Denn Fussball interessiert mich so Null, dass ich da nicht abgelenkt werde.

    :boahnee: Wenn Sport läuft, ganz besonders Fußball und die Sportschau, kann ich nur das Weite suchen - ich könnte da nie und nimmer in Ruhe lesen - Hut ab, dass Du es kannst! :daumen:

    Ich mache dann zuweilen auch mal die Tür(en) zu, um in Ruhe woanders lesen zu können (in der Küche z.B., obgleich die ziemlich weit weg ist vom WoZi)..

    in der Wanne einzuschlafen und die ganze Zeit das Buch über Wasser zu halten :elch:

    Ist ja Wahnsinn. Ist das Wasser zwischenzeitlich zu kalt und der Arm steif geworden ^^

    Das sind vermutlich Kompetenzen, die nur "mermaids" haben :elch:


    Da ich lieber dusche und sehr selten bade (dann kann man mich nämlich nur noch ins Bett tra-gen.... - Wasser lieber nicht so warm ;-), geht die Gefahr bei mir gegen null, dass mir ein Buch ins Wasser fällt....


    Ich nutze bzgl. "Leserituale" jeden Moment, in dem ich Zeit habe zu lesen: Ruhe (relative, das Radio darf ruhig leise dudeln ;-) liebe ich schon und kann überall lesen, wo dies gegeben ist - oder zumindest einigermaßen.

    Als ich mal 1,5 Std. in der DB zum Job unterwegs war pro Tag, hab ich unglaublich gerne im Zug gelesen. Trotzdem war ich froh, nach 3 Monaten keinen 13 Stunden-Tag mehr zu haben... (7:30 Uhr weg und 20:30 Uhr wieder zu Hause - Horror pur...) Das BESTE war die Lesezeit im Zug :whistling:


    Abends lese ich eigentlich nach wie vor am allerliebsten - nach 3 Tagen ohne Buch (sehr selten, kam aber schon vor) habe ich ganz grauslige Entzugserscheinungen, kennt das jemand? (Bin dann echt sehr unausgeglichen, nicht gut drauf....) - halt die ganz normale Suchtproblematik :saint:

    ... und ich bin in einem Wein- bzw. Champagnerkeller in der Champagne, wo ich zusammen mit meinem Mann versuche, einige wertvolle Fläschlein vor den Deutschen zu verstecken (wir haben eine Art Tunnel System, das versteckt ist) - sie sind nämlich bereits im Anmarsch! (1940)

    Ich hab vorgestern spätabends eine E-Mail entdeckt, dass ich mein absolutes Wunschbuch (in einer Verlosung im newsletter meiner Buchhandlung) gewonnen hab' - knapp 600 Seiten sind also unterwegs zu mir :klatschen: und ich konnte es fast nicht glauben. Die Verlosung hieß "Ich wünsch mir ein Buch".... - und nichts leichter als das, konnte ich begründen, WESHALB ich mir dieses Buch sehr wünschte:


    Diane Setterfield - Was der Fluss erzählt :geil:


    War/bin ziemlich aus dem Häuschen - und liebe "die kleinen Glücke" ;-) - bis das große kommt... - und wenn es nicht kommt, hatte ich zumindest all' die kleinen (Glücke) :elch:

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    Der neue Roman von Karin Kalisa - Bergsalz - erschien 2020 im Droemer-Knaur Verlag (HC, gebunden) und wird von einem zum Romaninhalt sehr gut gewählten (und optisch sehr schönen) Cover, das die Bergwelt der Alpen in verschiedenen Blautönen zeigt, umhüllt.


    Karin Kalisa entführt ihre Leser in die karge Bergwelt der Voralpen, der Roman beginnt poetisch mit dem Wind, der seinen Weg ins Haus der 75jährigen Franziska Heberle findet: Er könnte für eine Metapher eines "frischen Windes" stehen, der das Leben der Dorfbewohner; zumeist ältere Frauen, deren Männer bereits verstorben sind - oder vor Zeiten das Weite suchten, grundlegend verändern sollte....


    Franziska, von allen Franzi genannt, wird beim Kochen ihres Mittagessens gestört, als eine Nachbarin klingelt, deren Anliegen wohl tiefer geht als das, sich eine Kelle Mehl zu borgen. Nachdem Franzi Johanna hereingebeten hat, klingelt es gar ein zweites Mal an der Tür, dieses Mal ist es Elsbeth, deren Päckchen mit einer Aromalampe (deren Aroma das sinnliche Gefühl wie aus 1001 Nacht wiedergeben soll) versehentlich bei Franzi abgegeben worden ist (Toni, der Ehemann von Elsbeth, hat vor Jahren mit einer jüngeren Sizilianerin das Weite gesucht, so dass Elsbeth ihre Kinder alleine großziehen musste und sich nun auch mal ein sinnliches Vergnügen leisten mag). Was stockend beginnt, da normalerweise jede jede in Ruhe lässt und alleine lebt, man sich nur vom Sehen kennt, entwickelt sich dennoch: Reihum laden die Frauen sich zum Essen ein und stellen fest, dass die jeweilige Küche viel zu klein ist, denn vom Kochen "füreinealleine" wurde unmerklich ein "miteinanderzusammen". Da die Frauen allesamt praktisch veranlagt sind und Gefallen am zusammen essen finden, überlegen sie, dies im lange leerstehenden "Rössle", dem Dorfgasthof, weiter zu betreiben: Für die Geflüchteten, die in den oberen Stockwerken untergebracht wurden, wird eben gleich mitgekocht! So begegnen sich Franzi und Esma, eine Syrerin, die die Küche bereits zu kennen scheint (aber nicht benutzen durfte) und entdecken ein großes Gefäß voller Bergsalz, der dem Roman seinen Namen gab - und nun die Speisen würzen soll, die gemeinsam gekocht werden.


    Und es bleibt nicht bei der "Offenen Küche", in der für jedermann und kleines Geld gekocht wird, sondern man überlegt sich, den stillgelegten Dorfladen wiederzueröffnen und ein Repair-Café zu betreiben. Unterstützt werden diese Projekte von Ben, einem jungen Engländer, der wie Sabina, der Tochter von Elsbeth, einige Jahre in Krisengebieten war, um zu helfen. Beide finden durch diese Tätigkeiten im Dorf zueinander - und auch nach Traumatisierungen zurück ins Leben, was die Autorin wundervoll und ausdrucksstark schildert.


    In Rückblicken und in Form von Einschüben beschreibt Kalisa kurz das Leben der Bauernfamilie Endres zur Zeit der Bauernkriege im 16. Jahrhundert und des "Bundschuhs"; der Vereinigung der Bauern, die aufbegehrten und viele ihr Leben lassen mussten. Im "Einödle", einem alten Bauernhaus, in das eine der ProtagonistInnen einzieht, schließt sich der Kreis und es wird klar, dass beide Geschichten miteinander verwoben sind.


    Stilistisch ist der Roman sehr eingängig zu lesen und die Verwendung des alpenländischen Dialekts in den Dialogen steigert die Authentizität. Am Ende kommt auch Humor ins Spiel, etwa wenn sich der Sohn des Bürgermeisters auf eine "Internetschulung für Best Agers" vorbereitet und "Betreutes Skypen" anbieten möchte; sein Vater hingegen tief seufzt - und sich auf die neuen Aufgaben freut.


    "Bergsalz" ist ein anspruchsvoller und dennoch sehr gut zu lesender Roman, der in die Tiefe geht und mir sehr gut gefallen hat! Die Themen sind sehr vielschichtig; es geht um Vereinzelung und Einsamkeit, Freundschaft und Kooperation, Veränderungen durch das Aufbrechen verkrusteter Lebensweisen, Bauernkriege und auch Bürgerkrieg (Syrien), den Klimawandel, "Kulturelles über den Tellerrand blicken", um Gemeinschaftssinn und Solidarität.


    Die Figuren sind fein gezeichnet und Sympathieträger(Innen) - allen voran Franzi, Esma und Sabina sind mir sehr ans Herz gewachsen und ein positives Beispiel dafür, wie schön es sein kann, seinem Leben eine neue Richtung, einen neuen Sinn zu geben!


    Fazit:


    Ein sehr lesenswerter Roman, der auch kulturhistorische Aspekte im Voralpenland beleuchtet und im Sprachstil (poetisch, zuweilen humorvoll) in die Tiefe geht und die Figuren authentisch ausleuchtet. Gerade in Pandemiezeiten hat "Bergsalz" etwas ungeheuer Aktuelles: Gemeinsam statt einsam!


    Von mir erhält der Roman begeisterte 5* und eine absolute Leseempfehlung.


    5ratten:tipp:

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    "Teatime mit Lilibet" von Wendy Holden erschien (HC, gebunden) 2020 im List-Verlag. Die Autorin, selbst Journalistin, zeichnet hier den Weg der einstigen Gouvernante Marion Crawford nach und gibt einen kleinen "Einblick" hinter die Kulissen - oder die "Glaswand" der britischen Royals von den 30er bis Ende der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts, als Crawford oder von der königlichen Familie Crawfie genannt, als Hauslehrerin die beiden Prinzessinnen Elizabeth (Lilibet) und Margaret unterrichtet.


    Eigentlich war das berufliche Ziel von Marion Crawford, einer jungen angehenden Lehrerin aus Edinburgh, die sozial benachteiligten Kinder in den Slums zu unterrichten und somit für mehr Chancengleichheit zu sorgen. Doch ihre Mentorin erkennt (Marion ist ihre beste Schülerin) ihre Fähigkeiten und so begibt sich Marion nach London, um der Bitte der Herzogin von York, der Mutter von Lilibet und Margaret, zu entsprechen und die beiden kleinen Prinzessinnen (Lilibet ist 7 Jahre alt; geboren 1926) in den verschiedensten Fächern zu unterrichten. Was anfangs als ein "Probemonat" bei den Royals angedacht war, sollte viele Jahre andauern, obgleich Marion Crawford einige Male ernsthaft versuchte, ihre (sehr begehrte) Stelle im englischen Königshaus zu beenden (letzteres wurde besonders durch die Mutter der Prinzessinnen immer wieder vereitelt mit dem Hinweis, "man brauche sie").


    Somit führt uns der Roman in die königlichen Schlösser Balmoral, wohin sich Queen Elizabeth II noch heute im frühen Herbst gerne zurückzieht; auch in den Kensington Palace, nach Piccadilly 145, London - und in den Buckingham Palace. Auch viele einflussreiche Politiker und Adelige sowie reiche Familien kreuzen den Weg des Lesers; die königliche Familie selbst, zwei der Mitford-Schwestern, deren politische Ansichten weit auseinandergingen, die Kennedy's, Chamberlain und Winston Churchill, der eine wichtige Rolle für Großbritannien im 2. Weltkrieg spielen sollte. Es ist - abgesehen von den sehr üppigen Schilderungen der Feste, Bälle und Zeremonien, der Krönung (1937) und der Abdankung von Prinz Eduard, dem Onkel von Lilibet, wodurch ihr Vater König von England wurde, ein interessanter Spaziergang durch die (oftmals für die Völker Europas jedoch auch leidvolle) Geschichte des 20. Jahrhunderts; speziell der von Großbritannien, das gesellschaftliche Umbrüche verkraften musste und der Adelsstand einem gewissen Niedergang folgte.


    Wendy Holden beschreibt also das Leben, den Alltag (und auch einige Intrigen) innerhalb "der Glaswand", des Palastes und fängt hierbei die Gefühle von Marion Crawford ein, die aus einfachen Verhältnissen stammt und all der Pracht erst einmal staunend gegenübersteht. Einerseits verfolgte sie andere berufliche Ziele, andererseits schließt sie schon bald besonders die ältere Prinzessin, Lilibet, sehr ins Herz und erhält auch von den Mädchen und der royalen Familie selbst eine gewisse Zuneigung. Diese erschweren es Marion Crawford, nach einigen Jahren die Royals zu verlassen und ihre Tätigkeit als Gouvernante zu beenden - was sich zum Teil als Tragik für sie selbst lesen lässt, denn sie verzichtet auf vieles - und es gibt auch Enttäuschungen, mit denen zu leben muss. Ivy, eine Bedienstete und Freundin von Marion, rät ihr zu einer Beziehung "innerhalb der Glaswand", da alles andere unmöglich ist. So sind ihre Erfahrungen mit Männern eher negativ und sie fühlt sich oftmals einsam. Einzig die Liebe zu den Prinzessinnen, die sie wie eine zweite Mutter beschützt, macht vieles wieder wett....


    Sie versucht, den Mädchen einen Bezug zum ganz normalen Leben der BürgerInnen Englands zu geben; die sogenannte "Operation Normal", die sich jedoch als sehr schwierig gestaltet und oft von einem Privatdetektiv begleitet wird. Die Zwänge des Palasts sind durchaus spürbar und auch Marion kann dies nicht grundlegend verhindern. Dennoch fährt sie mit den Prinzessinnen U-Bahn, besucht ein Kino und macht einen Ausflug in einen Park, was die Mädchen sehr erfreut. Mrs. Knight, die alte Nanny der beiden, hat für solcherlei Dinge kaum etwas übrig und verkörpert das restringente Verhalten des alten Hochadels, wo sich bestimmte Dinge (wie z.B. Spielkleider) nicht geziemen. Die Autorin beschreibt auch die andere Seite der sozialen Schichten, die in konträrem Gegensatz zum Leben im Palast stehen: Millionen Arbeitslose, Hungermärsche, Hunger und auch Elend, das im Lande grassiert. Marion Crawford ist lange Zeit hin- und hergerissen, ob es ihre wirkliche Berufung ist; Anfang 20, als sie ihre Stellung bei Hofe antritt - und fast 40, als Lilibet Prinz Philip von Griechenland heiratet (und wie man weiß, noch heute Prinzgemahl von Elizabeth II. ist - sie stolze 94, Prinz Philip 99 Jahre alt). Aber sie ist loyal und - selbst kinderlos geblieben - überwiegt ihre Liebe gegenüber den Prinzessinnen immer wieder in der Entscheidung, zu gehen - oder zu bleiben.


    Der Stil von Wendy Holden ist eingängig zu lesen; jedoch fand ich viele Beschreibungen sehr langatmig, sich wiederholend und inhaltlich etwas ausufernd, so dass es nach einiger Zeit ermüdete. Auch die Schriftgröße des Romans ist sehr klein, was die Lesefreundlichkeit leider etwas mindert. Ausser einigen Nebensächlich- bis hin zu Nichtigkeiten habe ich zumindest erfahren können, dass "Lilibet" als Kind bereits sehr willensstark war; ein hohes Empathievermögen, besonders gegenüber Tieren hatte; einen fast zwanghaften Ordnungssinn (Sicherheit gebend) und Uniformen mochte.

    Es fehlen genauere Angaben über Wahrheit und Fiktion, wobei sich der Roman jedoch an reale historische Begebenheiten weitgehend hält. Auch basiert der Roman auf dem Buch von Marion Crawford selbst ("The Little Princesses"), dessen Inhalt mich noch mehr interessieren würde. Denn die Gouvernante ist eine tragische Figur: Sie hatte eine sehr wichtige Aufgabe im Königshaus der Windsors zu erfüllen - und darüber ihre Lebenswünsche und ihr eigenes Glück hinten angestellt, sich den Wünschen besonders der Königinmutter gebeugt. Zeitgeschichtlich muss man diese Entscheidungen Marions jedoch auch im Beginn der Zeit sehen, zu der es Frauen überhaupt erst möglich war, ihren Unterhalt selbst zu verdienen und sich zu emanzipieren. Letzteres ist Marion Crawford auf jeden Fall gelungen, ich habe nur den betroffenen Eindruck, dass es ihr nicht gedankt wurde.


    Für LeserInnen, die sich für Her Majesty, Queen Elizabeth II und der Kindheit der beiden Prinzessinnen im Hause Windsor interessieren und mehr über Marion Crawford, der Gouvernante von Lilibet und Margaret erfahren möchten, kann ich das Buch bedingt empfehlen. Gänzlich überzeugt hat es mich leider nicht, daher von mir 3,5 *



    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Ich war gestern in Balmoral und im Nachbarstädtchen gab es einen Süßwarenladen: Die Augen von meinem Schützling glänzten, als sie sich was zum Naschen aussuchen und selbst bezahlen durfte (einiges kannte sie zuvor gar nicht)... Inzwischen sind wir wieder in London, piccadilly 145......

    Ich bin von Aberdeen nach London gereist, um im Hause York zwei kleine Prinzessinnen zu unterrichten (ich studiere am ersten Institut, das Frauen zulässt und möchte Lehrerin werden). Vor allem möchte ich der kleinen Lilibet mal einen Einblick vom wahren Leben geben ;)