Beiträge von Sagota

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Ich lese gerade "Ferien vom Ich" von Paul Keller. Es gibt noch eine kleine zusätzliche Herausforderung - das Buch ist in Sütterlinschrift gedruckt.

    Du meinst sicher Fraktur, oder? Sütterlin ist eine Schreibschrift.


    Ich habe eine Zeit lang nach Büchern in Sütterlin gesucht, damit meine Schwester üben konnte. Aber außer Kinderbüchern habe ich nichts gefunden.

    In Fraktur habe ich auch einige Bücher im Regal stehen. Schade, dass einige diese Schrift kaum lesen können.

    Ich konnte mal Sütterlin lesen; habe das abc dieser Schriftart - ich finde sie wirklich schön - wenn natürlich auch sehr antiquiert. Ich bedaure es aber auch, dass die heute so gut wie kein Mensch mehr lesen kann... Ich glaube, ich habe noch ein paar wenige (1-2??) Bücher in dieser früheren Schriftart.

    Ich finde es aber wirklich klasse, dass DerFuchs sich daran probieren will - viel Erfolg gewünscht!

    Edit: Ist Deine Ausgabe die von 1916? (Gerade nachgeschaut, ET erster war 1916...)

    Eigentlich kann ich die Frage gar nicht beantworten, da ich Bücher nur einmal lese - aber wenn es darum geht in der Frage, wie sehr und ob ein Buch mich jemals sehr tief berührt hat, so kann ich natürlich (auch wenn ich es noch dreimal lesen würde) bejahen. Meist sind es historische Romane, die mich zu Tränen rühren - vor allem, wenn es um den Zweiten Weltkrieg geht..... Da habe ich schon des öfteren eine bzw. mehrere Tränen verdrücken müssen.

    Aber auch Marita Spang's "Hexenliebe" war harter Tobak für mich; da war es teils schwierig weiterzulesen - soviel Gewalt gegen kräuterkundige Frauen.... :traurig:

    (bin R.L. Stevenson-Fan

    Da hätte ich eine kleine Geschichte für Dich :): https://biografischerblog.blogspot.com/search?q=catriona

    Was für eine schöne Geschichte (Deine persönliche ;) und ein schöner Trailer - die Musik kenne ich auch bzw. speziell dieses Stück und hatte mir auch "Die Abenteuer des David Balfour" mal ausleihen wollen in der Biblio - allerdings war die dvd "verschollen" - ich denke, ich probiere es nochmal (mit dem Film) - lieben Dank für die Geschichte! :winken:

    Tut mir leid für ihn.

    Muss aber ehrlich sagen, dass mir seine Schreibe nicht gefallen hat. Ich weiss nicht mehr wieviele Bücher von ihm, ich abgebrochen habe...3?...4?

    Mir tut es so leid, dass er nur 55 Jahre alt wurde... - er hätte mit Sicherheit noch einiges zu "erzählen" gehabt. Auch wenn es mir eher so ging wie Dir (habe aber nur eins mal begonnen - und konnte irgendwie leider nichts mit dem Text anfangen - will ihm aber evtl. noch ne zweite Chance geben).

    Mich hat das Stickfieber gepackt. Komme mit dem Lesen nicht vorwärts.

    Bei mir ist es ähnlich mit dem Fieber - es ist nur eher das "Strickfieber" :breitgrins: - auch ich komme irgendwie mit Büchern nicht recht 'vorwärts' :ichweissauchnicht:

    Das Buch zu diesem Film kenne ich auch nicht - will ich auch gar nicht kennen.

    Aber es ist ein so großartiger Film... und Robin Williams wurde nicht zuletzt durch diesen Film zu einem meiner Lieblinge!<3

    *vollunterschreib* - aber er gefiel mir auch besonders in "Jumanji" - auch einer meiner Lieblingsfilme mit Robin Williams. So schade, dass er nicht mehr ist - "das sind die Stärksten, die andere zum Lachen bringen"..... RIP

    Ich hab nen kleinen Artikel über ihn geschrieben: https://biografischerblog.blogspot.com/

    Ein wirklich toller blog, in den ich öfter mal reinschauen möchte!

    Ich habe die Nachricht heute auch gehört und es traurig gefunden, dass Zafón nur 55 Jahre alt wurde (meine Mutter wurde ebenso alt wie er, als sie starb). Viel zu früh....

    Ich habe mich mal am "Schatten des Windes" versucht, aber mein literarisches Gusto hat er wohl leider nicht getroffen. In deinem blog habe ich unter #frauenlesen auch Gisela Steineckert angetroffen: Ich habe, glaube ich, schon viele tolle Gedichte von ihr gelesen - kann das sein? (Ich kenne ihr literarisches Repertoire ansonsten nicht, wohl aber ihren Namen).

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    Susanne Oswald - Der kleine Strickladen in den Highlands

    Ein wirklich "nur schönes" Buch. Ein Roman, der trotz "Cover" - eigentlich schön, aber auf manch eine wirkt es evtl. wie ein Roman für "Liebesgedöns" ;-) - und dabei wirklich viel mehr ist; nicht schwülstig - einfach zum nach Schottland träumen:

    Der Nachfolger liegt bei meinem Buchhändler schon im Körbchen :zwinker:

    (ET 27.10.2020)


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    Psychothriller gehören u.U. auch zu meinen Lieblingsgenres: Dieser hört sich sehr interessant an (eure Meinungen mal nur überflogen, bevor ich ein Buch lese, behalte ich mir Rezis vor) - aber Heidi Perks ist schon notiert! :zwinker::winken:

    Das verlorene Kind (Originaltitel The Lost Child)


    1960, Seaview Cottage, Sussex, England:


    Rebecca Waterhouse wächst auf Seaview Cottage bei ihrer Mutter Harriet auf. Der Vater, der an Kriegstraumata leidet und ein gewalttätiger Trinker ist, prügelt seine Frau nach seiner Heimkehr (er verbrachte einige Jahre in der Psychiatrie) jeden Abend. Rebecca flüchtet dann regelmäßig zu Harvey, einem Nachbarjungen und Freund, in dem Wissen, dass sie ihrer Mutter nicht helfen kann. Als Harriet eines Nachts von Rebecca blutend und mit schwersten Verletzungen im Vorzimmer liegt, findet man die Leiche des Vaters in der Nähe; er hat sich mit seiner Pistole selbst gerichtet...


    2014, Chichester:


    Jessica, eine der zwei Töchter von Rebecca, schwanger und durchleidet eine schlimme Schwangerschaft: Sie glaubt, dass man ihr Baby stehlen, ihr fortnehmen wird und flieht mit der neugeborenen Elisabeth aus dem St. Dunston's Hospital.

    Iris, die Schwester von Jessie, wird von Rebecca gebeten, Jessica und das Baby zu finden und Rebecca muss sich erstmals seit Jahrzehnten der Frage stellen und ihren Töchtern erzählen, was sich in der schicksalhaften Nacht auf Seaview Cottage ereignet hat, denn das Auffinden von Jessica ist eng mit dieser Frage verwoben.....


    Meine Meinung:


    Emily Gunnis gelingt es auf einzigartige Weise auch in diesem Roman (der erste hat mich so sehr begeistert, dass ich sehr gespannt auf "Die verlorene Frau" wartete), den Leser durch unterhaltsame und tiefgründige Spannung zu fesseln. Nach und nach lernt man die vielschichtigen Charaktere der Hauptpersonen dieses Romans, der tragische Ereignisse in der Nachkriegszeit Englands um ein Familiengeheimnis schildert, kennen: Da ist Harriet, die Mutter von Rebecca, die auf taube Ohren stößt, als sie sich Hilfe vor ihrem gewalttätigen Ehemann holen will und Rebecca selbst, die das Ereignis 1960 auf Seaview Cottage ihr ganzes Leben, das sie als Ärztin führt, um anderen Menschen zu helfen, begleitet und unausgesprochen ist, bis Jessica, ihre Tochter, die von Liz, deren Stiefmutter, systematisch von Rebecca getrennt wurde, schwanger ist und mit ihrer kleinen Tochter aus der Klinik flieht: Die postpartalen Depressionen scheinen in der Familie zu liegen und wiederholen sich auf schmerzhafte Weise.


    Iris, die Schwester Jessicas, macht sich auf die schwierige Suche nach Jessie und dem Baby (sie selbst glaubt, keine Kinder haben zu können und ist frisch geschieden), wohl wissend, dass "die Zeit läuft", sollte die kleine Elisabeth, die Medikamente benötigt, am Leben bleiben können....


    Die Suche nach dem Baby, aber auch Rückblicke in die Vergangenheit und das unglückliche Leben Harriets, einer sehr sympathischen Figur, die wie viele andere Frauen damals keine Möglichkeiten hatte, sich von einem gewalttätigen Ehemann zu trennen, sind die Kernzentren dieses unter die Haut gehenden Romans. Harvey, der Vater von Jessica, geht dabei stets den "Weg des geringsten Widerstandes" und erkennt dies am Ende des Romans, dennoch ist auch er ein Sympathieträger.


    Die Themen dieses emotionalen, aufwühlenden, tragischen und zuweilen schmerzhaft-schockierenden, aber auch sehr berührenden Romans sind jedoch vielschichtiger Natur: Er beschäftigt sich mit den Traumata des 2. Weltkrieges, die teils gewalttätige, jedoch oft psychisch gestörte Männer in ihre Familien zurückbrachte, die damals keinerlei Therapie oder Hilfe bekamen (im Gegensatz zu heute); mit ungewollter Kinderlosigkeit und postpartaler Depression, häuslicher Gewalt, Vergewaltigung, aber auch Liebe und Vertrauen in der Familie. Dramatik kommt durch die Geschichte Harriets ins Spiel, die für mich eine der stärksten Charaktere des Romans und die eigentlich "verlorene Frau" ist: Sie opfert sich in gewisser Weise, um Rebecca zu retten.


    Fazit:


    Trotz aller Tragik, Familiengeheimnissen und der Verschleierung von Wahrheiten, die familiäre Dramen wie diese am Leben halten - sie sich manchmal sogar wiederholen lassen, steht dieser Roman für mich für Offenheit, Klarheit und Ehrlichkeit in der Familie. Auch dafür, sich nicht an eine unglückliche Vergangenheit zu klammern, sondern loslassen zu können, frei zu sein - zu leben! Zugleich ist es für mich ein literarisches "Denkmal" für all die Frauen (hier personifiziert durch Harriet Waterhouse), die Gewalt von kriegstraumatisierten Männern nach dem 2. Weltkrieg (und auch davor) erleben mussten - und ihr nicht entkommen konnten. Ein starker Roman mit authentischen, sympathischen Figuren (besonders Harriet, Rebecca und Iris), den ich gerne weiterempfehle und selbst gelesen habe! 4*


    4ratten

    Wenn alte Geheimnisse lange Schatten werfen....


    Carcassone, 1526:

    Die neunzehnjährige Minou Joubert, Tochter eines katholischen Buchhändlers, erhält eines Tages einen versiegelten Brief mit nur fünf Worten: "Sie weiß, dass Ihr lebt." Doch noch bevor sie herausfinden kann, was hinter der mysteriösen Botschaft steckt, wird die Begegnung mit dem Protestanten Piet Reydon ihr Leben für immer verändern. Denn der junge Hugenotte hat eine gefährliche Mission. Als er zu Unrecht des Mordes beschuldigt wird, verhilft ihm Minou zur Flucht aus der Stadt. Erst in einem einsamen Bergdorf kommen sie dem Rätsel um den geheimnisvollen Brief auf die Spur. (Quelle: Buchrückentext)


    "Die brennenden Kammern" von Kate Mosse ist ein farbenprächtiger, spannender und oftmals abenteuerlicher Auftakt um das Schicksal der Hugenotten, die besonders im Frankreich des 16. Jhd. eine unsägliche Verfolgung durch die katholische Kirche erleben mussten, der sich die Autorin hier widmet.


    Der Roman gliedert sich in 3 Teile und ist in stetigem Wechsel in Carcassonne, Wassy (Nordost-Frankreich), Toulouse und Puivert (ein kleines Bergdorf, in dem die Familie Joubert einst lebte und wo Minou geboren wurde). In unruhigen Zeiten lernen wir die beiden sympathischen Hauptprotagonisten kennen; Minou Joubert, ein unerschrockenes und mutiges junges Mädchen, das seinem Vater in dessen Buchhandlung hilft, seit die Mutter starb und ihre kleine Schwester Alis und ihren Vater aufrichtig liebt - und Piet Reydon, ein junger Hugenotte, der auf einer Mission ist, die sehr gefährlich ist und er mit seinem einstigen Weggenossen und Freund Valentin zusammentrifft, der katholischer Priester ist und von der Gier nach Macht zerfressen; ebenso wie seine heimliche Geliebte, die Herrin der Burg von Puivert... Es geht zum einen um ein verschollenes Testament und zum anderen um das Grabtuch Christi, das das heiligste Relikt der katholischen Kirche darstellte und dem Wunder nachgesagt werden; dass der Besitzer mit Macht gestärkt wird, lautet die Kunde. Valentin, der seine Macht mehren will und der ein dunkles Herz hat, würde alles dafür tun, um an dieses Tuch zu gelangen... Ist er der Fälschung oder dem wahren Grabtuch auf der Spur?


    Kate Mosse gelingt es von Anfang an, Spannung zu erzeugen und die Protagonisten, die sich ineinander verlieben, sehr authentisch darzustellen. Der gut recherchierte Roman zeigt auch reale historische Personen wie etwa Francois de Lorraine, den Herzog von Guise; seines Zeichens machthungrig und bei Hofe unerwünscht: Guise hasst die Hugenotten, die laut Edikt ihre Gebetshäuser außerhalb der Stadtmauern errichten durften. Gerade diese Unterdrückung religiös Andersdenkender und Intrigen sowie Angriffe, die mit päpstlicher Erlaubnis gegen die Hugenotten von der katholischen Kirche betrieben wurden (was in der Bartholomäusnacht gipfelte), machen den Leser mehr als betroffen und lassen mich diese Kirche kein Quentchen mehr sympathisch erscheinen als sie es m.E. ohnehin ist - historisch betrachtet. Auch die Katharer hatten 350 Jahre zuvor mit Verfolgung - und Abschlachtung zu kämpfen, bis sie regelrecht ausgelöscht waren. Einige Hugenotten und deren Nachfahren haben diese Verfolgungen zum Glück überlebt und konnten teils rechtzeitig ins Ausland fliehen - was sich noch heute an manchen Namen (z.B. Laval) zeigt.


    Diese Härte und Ungerechtigkeiten gegenüber einer andersdenkenden Minderheit hat Kate Mosse authentisch am Beispiel der Familie Joubert - besonders Minou und Piet Reydon, darstellen können. Auch die Verlogenheit der katholischen Kirche und Brutalität, die sich in "peinlichen Befragungen" äußerten - und seelisch gebrochene Menschen zurückließen, falls sie diese Folterprozeduren überhaupt überlebt hatten, kommt hier zum Tragen.


    Bei aller Unterhaltsamkeit und Spannung ist die Reise mit Minou und Joubert mit allerlei Schrecken gepflastert, die diese unruhigen Zeiten in Frankreich porträtieren.


    Am Romanende wird immer deutlicher, dass die boshafte Herrin der Burg von Puivert und der machtgierige Priester Valentin bzw. Vidal sich in ihrer Gier nach Macht und Reichtum gegenseitig überbieten, ebenso an verlogener Gläubigkeit und eiskalten Herzen....


    Ich fand die Anmerkungen der Autorin zur Sprache (Französisch, Okzitanisch) und zur Theologie sehr interessant; ebenso die Gemeinsamkeiten von Katharern und Hugenotten, die die Freiheit des Geistes und des Gedankens gemeinsam hatten.


    Ich empfehle den Romanauftakt zum Schicksal der Hugenotten gerne weiter und bin bereits gespannt auf die Fortsetzung!


    4ratten

    Mich hat der Roman so bewegt, dass ich nun auch gleich die anderen Bücher des leider 2014 bereits verstorbenen Autors auf meine Wunschliste gesetzt habe.


    Eine sehr gute Idee, bei mir war es genauso und ich habe es nicht bereut.:thumbup:

    Dem kann ich mich nur anschließen: Freue mich in Kürze auf "Kostbare Tage" und fand "Unsere Seelen bei Nacht" so grandios, dass ich wohl alle aus dem "Holt-Universum" von ihm lesen werde. Finde es auch sehr schade, dass der Autor vor einigen Jahren verstorben ist. Er hatte eine Erzählweise und eine Tiefe, die ich sehr mag.

    Einen sehr starken SuB hast Du da! Viele Klassiker habe ich erspäht, besonders die lange Reihe der Bücher von Honoré de Balzac, auch Böll ist dabei: Einige davon habe ich gelesen und mag Böll bis heute.

    Bei den Fred Vargas-Krimis wünsche ich Dir viel Spaß: Ich warte sehnsüchtig auf was Neues von ihr :herz:

    Tanis Gray - Harry Potter: Magisch stricken: Das offizielle Harry-Potter-Strickbuch


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    Das hat Mr. Sagota auch inzwischen aus der Bibliothek abgeholt - ich muss aber sagen, dass ich mir mehr davon versprochen hatte. Genauer gesagt gibt es nur ein einziges Muster, das mich interessiert (Eule)... die jedoch projektmäßig "abgewandelt" wird... :zwinker:

    Außerdem noch die dvd zum Buch Shaffer/Barrows: "Deine Juliet" :riesenpopcorn::zwinker: