Beiträge von Sagota

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    "Independance Day" schaue ich eigentlich nur noch wegen Will Smith und Jeff Goldblum ;) Den "Prinzen von Bel Air" hatte ich schon gar nicht mehr auf'm Schirm: Vor vielen Jahren gefiel mir das Intro - und einiges an der US-Serie (stellenweise schon so überdreht, dass es schon wieder gut ist ^^). Auf jeden Fall freut es mich für Will Smith, dass er es (Deiner Rezi nach zu urteilen) "geschafft" hat :daumen:

    Ich hatte gestern das Vergnügen, das chaotischste literarische Weihnachtsfest miterleben zu dürfen, von dem ich je gelesen hab: Die halbe "family" wurde nach einem Rieseneklat sofort am 1. Weihnachtstag vor die Tür gesetzt; hinauskomplimentiert (auf Nimmer Wiedersehen) - Das "Ganze" im letzten Band (6) der Serie "Downton Abbey in Hinterpommern" ^^ - kurz gesagt also: Ich war auf Gut Greifenau....

    Das ist eine sehr reale Frage, denn es gibt bei anderen Foren "Neueinsteiger", die sich z.B. noch nicht im Krimi-Genre auskennen ("was? Cosy-Crime? - Ich wusste gar nicht, dass es auch Sub-Genres gibt, danke!" ;))


    Eines meiner Lieblingsgenres sind Krimis - und einem newbie würde ich mit Sicherheit

    "Gott schütze dieses Haus" - von Elizabeth George (und alle 20 bzw. 21 Bd. danach) empfehlen;

    außerdem....

    "Es fährt noch ein Zug von der Gare du Nord" - "Die drei Evangelisten" und ALLE Krimis von Fred Vargas

    zudem (als "Schmankerl" sozusagen ^^ noch die Reihe um die "Slow Horses" von Mick Herron:love:


    Im Genre Historisches wäre es

    "Das Buch des Smaragds" von Agnes Imhof

    "Gut Greifenau" - Downton Abbey in Hinterpommern Bd. 1-6 und

    z.B. Tanja Kinkel - "Die Puppenspieler"


    Gegenwartsliteratur/Belletristik:

    - Offene See von Benjamin Myers

    - Jane Gardam's "Old Filth-Trilogie" (und die anderen auch ;))

    - J. Paul Henderson - "Der Vater, der vom Himmel fiel"

    Überflutungen


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    Die Leiterin der Pariser Drogenfahndung, Noémie Chastain, wird bei der geplanten Festnahme eines Dealers in dessen Wohnung schwer verletzt: Eine Salve aus dem Jagdgewehr des Kriminellen trifft sie "mitten ins Gesicht", wie auch der erste (von vier) Teilen dieses spannenden Kriminalromans untertitelt ist. Sie überlebt den Angriff, ist jedoch trotz mehrstündiger OP in einer Gesichtshälfte für ihr weiteres Leben entstellt. Adriel, ihr Assistent und Lebensgefährte, schafft es nicht, an ihrer Seite zu bleiben. Nur Melchior, der erfahrene Psychologe, hilft ihr mit seiner Ausdauer, seinem Sarkasmus, mit Geduld und Fürsorge, ihr neues Leben anzunehmen.


    Die Vorgesetzten Noémies, die baldmöglichst in den Polizeidienst zurück möchte, schieben sie in die Provinz ab: Noémie soll einen Monat im südfranzösischen Département Aveyron, genauer gesagt in Decazeville, eine ruhige Kugel schieben (und nebenbei herausfinden, ob das dortige Kommissariat geschlossen werden kann: Sparmaßnahmen stehen an!).

    So trifft sie auf ihre zukünftigen Kollegen, für Paris "Dorfpolizisten", für den Leser wird jedoch schnell klar, dass auch im französischen Hinterland kriminalistischer Spürsinn vorhanden ist. Bousquet, Milk und Romain Valant sowie der dortige Commandant Roze, der kurz vor seiner Pensionierung steht, freuen sich, eine solch gestandene Polizistin aus Paris in ihren Reihen zu wissen, sichert dies doch die weitere Existenz ihrer Jobs und des Kommissariats in Decazeville; wenn auch Kriminalfälle sehr selten sind.


    Doch ein Fischer findet eine Plastiktonne im Stausee, den es seit der Überflutung des alten Avalone seit 1994 gibt: Über den Inhalt erbricht er sich im nächsten Gebüsch: Ein zersetzter Leichnam, vermutlich der eines Kindes, findet sich im Inneren der Tonne, die in der Forensik untersucht wird: Handelt es sich etwa um eines der damals entführten drei Kinder, die seither spurlos verschwunden sind?


    Da Noémie ihrem Beruf mit Leidenschaft und Herz nachgeht, rollt sie mit ihrem neuen Team Bousquet, Milk und Romain, der durch sein sonniges Gemüt besonders positiv auffällt, den "Cold Case" neu auf: Was hat es mit den verschwundenen Kindern auf sich? Was passierte damals während der Bauarbeiten des Stausees und kurz vor der Überflutung des alten Avalone, das entsprechend in der Nähe wieder aufgebaut wurde, die Menschen umgesiedelt wurden? Hat der Entführer Fortin die drei Kinder auf dem Gewissen, der dann ebenfalls spurlos verschwand?


    Meine Meinung:


    Olivier Norek hat einen sehr flüssigen, gut zu lesenden Schreibstil, der den Leser gleich abholt: Noémie, deren Verletztheit (physisch wie auch psychisch) während des ganzen Kriminalromans gefangen nimmt und die mit Hilfe eines Psychologen versucht, ihre Persönlichkeit so anzunehmen, wie sie jetzt ist, sich selbst zu mögen, trotz des entstellten Gesichts, hat mich zutiefst beeindruckt. Die Dialoge mit Melchior haben mich trotz der Schwere ihrer Verletzungen zuweilen sehr zum Schmunzeln gebracht, wie es auch an anderen Stellen nicht an Humor mangelte (entfernt erinnerte mich "la facon d'écrire" - der Schreibstil von Norek an meine Lieblingskrimiautorin, die ebenfalls Französin ist: Fred Vargas). Die Figuren und Hintergründe werden authentisch und nachvollziehbar beschrieben, besonders Noémie charakterlich sehr gut ausgeleuchtet: Sie ist lieber Kämpferin als Opfer und arbeitet daran, den Cold Case mit Erfolg abzuschließen, um Schlimmeres zu vermeiden (ihre Tätigkeit bei der Polizei ist ihr absolut wichtig) und evtl. sogar degradiert zu werden. Der "Fall" um das Verschwinden von Alex, Cyril und Elsa legt auch offen, durch welche Hölle Eltern gehen, deren Kind spurlos verschwunden ist oder entführt wurde. Wir lernen die Familien Dorin, Madame Saulnier und die Familie Casteran kennen, deren Leben auf die eine oder andere Weise im Jahre 1994 endete und die noch heute von dem Verlust und der Ungewissheit gezeichnet sind. Da auch die hinzugerufene Flussbrigade aus Paris unter dem erfahrenen Taucher Hugo Massey keine weiteren eindeutigen Beweise zutage fördert, trotz lebensgefährlicher Tauchgänge im See, wird der Stausee auf Weisung der Staatsanwaltschaft geleert: Nun wird sich zeigen, ob der See weitere Kinderleichen birgt - und auch, wer hier Blut an den Händen hat: Da Noémie, starrsinnig, stur und sehr vorsichtig in ihrem Job, in der weiteren Ermittlung niemandem trauen kann (es wurden mehrere Anschläge auf sie verübt), hält sie wichtige Informationen zunächst zurück, bis es zum shut down kommt, der absolut nicht vorhersehbar für mich war und mich überraschte.


    Viele sozialkritische Aspekte habe ich in dem Krimi gefunden (z.B. wie ausländische Arbeitnehmer als Billigkräfte zum Hungerlohn schuften, Sékour war mit die tragischste Figur in diesem Krimi!; aber auch Rassismus, Ausgrenzung und auch Vorurteile der Städter gegenüber der Provinz: Trottel gibt es auch (in allen Diensten, nicht nur bei der Polizei) in Haupt- und Großstädten! Insofern ist der spannende, im Plot stimmige und sehr unterhaltsame Kriminalroman aus der Feder von Olivier Norek auch eine Hommage an das Aveyron im Herzen Frankreichs: Der Autor ist selbst dort aufgewachsen und daher "ortskundig". "Das versunkene Dorf" weckt in mir das Bedürfnis, diesen schönen französischen Landstrich, der mir selbst unbekannt ist, auch einmal sehen zu wollen!


    Fazit:


    Spannend, sozialkritisch, psychologisch raffiniert und auch humorvoll. Norek gelingt es, den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten; ein sehr lesenswerter Kriminalroman, dessen knifflige Lösung bis zum Schluss den Leser in Spannung hält. Gelungen! Kleiner Kritikpunkt: Ich bin sicher, dass Noémie (oder eine andere Person) viel längere Zeit benötigt, um nach einer Gesichtsentstellung wieder zu sich selbst zu finden. Ja stärker aus der Verletzung hervorzugehen, sich selbst wieder annehmen und lieben zu können, wie sie dies zuvor konnte. Dennoch eine Empfehlung und 4,5 Sterne am Krimifirmament!


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Ich versuche ja meistens dann einfach zu akzeptieren, ok das nächste Buch ist eher ein Snack und dann kommt das nächste Highlight irgendwann später. Aber momentan bin ich gefühlsmäßig noch weiter in meiner letzten Lektüre und ich denke daher fällt es mir schwer, ein neues Buch zu beginnen.

    Ich glaube, mir ist soeben aufgegangen, dass genau das die Definition dafür ist, dass ich immer die Genres wechsele: Das Einzige, was mir hilft, wenn ein Buch mit mir "durch die Decke ging" :zwinker:

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    Ein Frühlingsfest für die Sinne!


    "Frühlingserwachen" von Theresa Baumgärtner ist eines der bezauberndsten und hochwertigsten Bücher über die schönste Jahreszeit, den Frühling, das ich je in Händen hielt: Das (außen wie auch innen) wunderschön gestaltete und mit zahlreichen Fotografien versehene Sachbuch vereint viele hervorragende frühlingshafte Rezepte wie auch Inspirationen für Feste und Dekorationen. Es erschien (HC, geb.) im Brandstätter Verlag, Wien 2022.


    Das schöne Buch (das auch Bildband/Sachbuch in einem ist) umfasst 237 Seiten voller Rezepte, Geschichten, Poesie und auch kreativen Anregungen, die sich allesamt um den Frühling drehen (z.B. Frühlingserzählungen, Spaziergang durch den Bärlauchwald), Gedichte, Lieder, Zitate zum Frühling sowie Ideen zum Basteln und Schmücken. Es besitzt zwei Lesebändchen, um z.B. mühelos eins der zahlreichen Rezepte oder Ideen wiederfinden zu können. Die Fotos sind stimmungsvoll, sehr gelungen und inspirierend für alle Sinne.


    Wie der UT bereits verrät, geht es um "Blütenzauber und Rezepte aus dem Hazelnut House", dem Domizil und kleinem Hotel der Autorin, in Luxemburg gelegen und umgeben von zauberhafter Natur, in dem sie mit ihrer Familie lebt und arbeitet. An diesem magischen Ort (http://www.hazelnut-house.com) kann man private Events buchen, es werden auch Workshops zu besonderen Themen angeboten wie z.B. Jane Austen Tea Time, Automn Baking, Midsommer Festival; näher anschauen lohnt sich also, umso mehr nach dem Betrachten und Nachkochen und -backen der festlichen Rezepte, die Theresa Baumgärtner in diesem Band veröffentlicht hat (allesamt sehr gut beschrieben und gut umsetzbar, auch für Unerfahrenere). Thematisch ist der Frühlingsband in 4 Themenbereiche gegliedert:


    - Von Pusteblumen und Himmelsschlüsseln

    - Barfuss über Wiesen

    - Willkommen im Rosengarten und

    - wir feiern Mittsommer


    Die zahlreichen Rezepte mit Wildkräutern und saisonalem Gemüse wie z.B. dem Spargel eignen sich sehr gut z.B. für Oster- und Pfingstmenüs; so gibt es von Salaten und festlichen Suppen über Fingerfood, Hauptgerichte, Vegetarisches, Desserts und Getränken bis hin zu frühlingshaften Rezepten für die Kaffeetafel so viele leckere Rezepte, dass die Autorin keine Wünsche offen lässt. Das Register am Buchende (nach Kategorien) und die Vorstellung des Teams, die an diesem großartigen Werk mitgearbeitet haben, sind am Buchende zu finden und runden diesen bild- und sinnenfrohen Frühlingsband optimal ab.


    Fazit:


    "Frühlingserwachen", in hochwertiger Ausstattung und stimmungsvollen Bildern sowie vielen leckeren Frühlingsrezepten kann ich allen ans Herz legen und weiterempfehlen, die nach langen Wintermonaten Inspirationen für Feste, tolle Rezepte und viel Frühlings(vor)freude entdecken möchten. Auch auf das "Hazelnut House" bin ich nun sehr neugierig geworden, das gar nicht so weit entfernt von uns ist. Gerne gebe ich eine absolute Empfehlung und die höchste Bewertung, 5*


    5ratten

    Ich mag "Deine Juliet" sehr - und immer mal wieder gerne den HdR; vor langer Zeit gesehen und inzwischen da (weil es mir auch außerordentlich gefallen hat) "Picknick am Valentinstag" von Peter Weir - die Vorlage von 1967, auf der der Film basiert, kenne ich allerdings nicht.

    Generell mag ich Verfilmungen durch die BBC sehr :herz:

    "Grenzen sind die schlechteste Erfindung, die Politiker je gemacht haben" (Jean-Claude Juncker)


    "Für mich zählen nicht Grenzen und Territorien, sondern menschliche Schicksale" (Wladimir Putin) (:confused::entsetzt::traurig:) und auch

    "Die Grenzen (der UdSSR) wurden willkürlich gezogen" (Putin) (???????)


    aber auch: "Das Virus macht an Grenzen nicht halt" (Tedros Adhanom Ghebreyesus) und


    "Wer hat ein Interesse an Grenzen? Könige.

    Teile und herrsche! Zu einer Grenze gehört ein Schilderhaus, zu einem Schilderhaus ein Soldat.

    Hier kommt niemand durch! - Inbegriff für jedes Privileg, jedes Verbot, jede Zensur, jede Tyrannei.

    Grenze, Schilderhaus und Soldat sind die Wurzel allen Übels der Menschheit." (Victor Hugo)


    (bin ja selbst 50 m vor einer Grenze; der dt.-französischen, aufgewachsen. Daher war dieses beeindruckende Sachbuch ein must-read:; zudem mehr als aktuell: - man verzeihe mir daher das "Vorwort" in Form der Zitate:


    Delphine Papin/Bruno Tertrais - Atlas der Unordnung

    (60 Karten über sichtbare, unsichtbare und sonderbare Grenzen)


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