Beiträge von Sagota

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Ich bin noch immer in Paris und hatte eine Begegnung, die mich mit dem Thema Achtsamkeit bekannt machte: Jeden Tag verändert sich mein Leben (und das von meiner Frau Isabelle) - GsD zum Positiven :zwinker:
    Trotzdem bin ich gespannt, von wem diese "Botschaften" an der Windschutzscheibe, per E-Mail und jetzt mit einem Buch, das der Postbote brachte (Absender unbekannt, im 8. Arrondissement abgeschickt) stammen *grübel, grübel* Ich kenne nämlich niemanden im 8. Arrondissement.... *weitergrübel*.....

    - keine Bewerbung - nur ein kurzes statement zum Autor:


    Leider ist SF überhaupt nicht mein Genre; allerdings kenne ich den Autor und schätze seinen ersten Roman sehr (der ins Deutsche übersetzt wurde) "The Lamplighter" - "Der Hüter der Finsternis" sehr - es ist eines meiner Lieblingsbücher und ich werde es (nachträglich gekauft, da ich es in der Bibliothek ausgeliehen hatte) auf jeden Fall - als eine Ausnahme für mich - irgendwann noch einmal lesen.

    Ich habe einen gewaltigen Zeitsprung gemacht:
    Heute Nacht habe ich noch in letzter Sekunde das überspülte und dann versunkene Nordsee-Inselreich Rungholt des 14. Jhd. verlassen können (puuuuh :schwitz:)


    und bin heute Mittag wohlbehalten in Frankreich unserer Zeit gelandet: OmG, mein Schreibtisch ist voll und ich checke 40x mal am Tag meine E-Mails, wenn ich dann um 20.00 h nach Hause komme, geht das Spielchen weiter: Dann checke ich meine privaten E-Mails, mein fb und twitter account. Meine Frau sitzt währenddessen neben mir...... :rollen:

    Zank:
    HB beim Aufräumen hören finde ich schon genial :zwinker:
    Leider muss ich mich dieser anderen Art, Bücher zu lesen, noch immer 'annähern' (hatte mir vorgestellt, dass ich z.B. beim Stricken gut mal HB ausprobieren könnte, aber da höre ich dann lieber Radio :rollen:
    Trotzdem, ich denke, wenn die Zeit reif ist dafür, wird das noch klappen (hab einige da, die mich schon interessieren)....


    Heute Nacht hab ich bis spätabends/-nachts den "Fluch über Rungholt" zu Ende gelesen - und wie bei vielen guten Romanen wurd's am Ende noch ziemlich spannend und vor allem informativ.


    Heute hab ich mit
    Nicolas Fougerousse - Die Verseflüsterin

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    begonnen; aber weit bin ich bisher noch nicht gekommen... Trotzdem, der Anfang hat mir schon mal gefallen - bin gespannt, da die Meinungen zu diesem Buch auseinandergehen...

    Hallo zusammen :winken:


    Ich habe gestern Abend nach "Lewis" noch ein wenig lesen können und heute dann etwas mehr: Mein Rezensionsexemplar von
    Franziska Steinhauer - Fluch über Rungholt

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    Bin jetzt ca. in der Mitte des historischen Nordsee-Romans und es kommt jetzt mehr Spannung auf: Allerdings ist es schon seit Beginn schön und interessant zu lesen, da die Autorin sehr gut recherchierte, so dass man sich ins (versunkene) Rungholt des 14. Jhd. versetzt fühlt ;)
    Als Frau möchte ich zu dieser Zeit dort nicht unbedingt gelebt haben :rollen: rechtlos und immer am Herd und bereit, dem Manne untertan zu sein... Zudem wohnen recht üble Leute dort und es wurde gemordet: Ein orientalischer Gelehrter, Shahid, ermittelt zusammen mit Hauke, einem Weber: Bin gespannt, was die beiden noch alles herausfinden....


    Hasenpfote:
    Auch aus dem SW gute Genesungswünsche für Dich (ich hoffe, Du hast das richtige Buch zum wieder-gesund-werden :zwinker:

    Angesichts der Tatsache, dass eine Menge neuer Lesestoff da ist - und ich wohl auch Zeit habe am Wochenende, mach' ich gerne auch mit :winken:


    P.S. Ein büchernärrisches WE sozusagen :breitgrins:

    Interessant, danke!


    Alte Schreibmaschinen finde ich ja auch wunderbar :herz:


    Geht mir auch so :zwinker:


    Der Artikel über Hanks hat mir gut gefallen, besonders sein statement über alte Schreibmaschinen (.... fast wie Wörter in Stein gemeißelt) :breitgrins:


    Ich hab noch auf ner mechanischen SM gelernt und nie vergessen, dass mir fast die kleinen Finger abgefallen sind vom (nach außen) 'umgreifen' - aber schreibtechnische Fächer liebte ich - schon immer :winken:

    ... einfach "ungeheuerlich".....


    Habe mir gerade durchgelesen, worum es in den wissenschaftlichen Abhandlungen ging - und finde die Rezension der beiden Mitarbeiter sehr positiv, da sie sich auf die von Flachowsky bezieht und diese punktuell bestärkt.


    Da muss man sich als Rezensent ja vorsehen und am besten gleich überlegen, ob man eine Rechtsschutzversicherung hat, die diese evtl. Rechtsstreitigkeiten abdecken würde :rollen:


    Bisher bin ich noch mit einem 'blauen Auge' davon gekommen, aber die Frage, die sich hier stellt, ist für mich: Sollten AutorInnen, die nicht kritikfähig sind, überhaupt die Befugnis haben, zu veröffentlichen??? *grübel,grübel*

    Ich bin in Rungholt und untersuche gerade eine weibliche Leiche, die man nackt im Moor gefunden hat (ich bin eigentlich ein orientalischer Zeitreisender, der schon viel in der Welt herumgekommen ist und viel gesehen hat; meinen Beutel mit den Medicus-Instrumenten habe ich natürlich dabei, weil es mich interessiert, ob das Opfer umgekommen ist oder ermordet wurde, ich bin also ein Ermittler - das wissen aber nur Wenige, also: Nicht weitersagen :zwinker:)

    "Ich schreibe Ihnen im Dunkeln" von Jean-Luc Seigle ist im C.H. Beck-Verlag (2017, HC gebunden) erschienen und wurde von Andrea Spingler vom Französischen ins Deutsche übersetzt. Der Autor zeichnet wie in einem außergewöhnlichen, ja spektakulären Aufsatz das Leben von Pauline Dubuisson (1927 - 1963) nach. Das Leben dieser Frau, die hier in der Ich-Form zu Wort kommt und deren 'Beichte' man in Rückblicken in ihr Leben, das eine Kette tragischer Verstrickungen - und mehr - gewesen ist, versuchte Jean-Luc Seigle auf sehr empathische, zuweilen poetische Weise, gleichzeitig aber auch sehr nüchtern und realitätsbewusst, nachzuzeichnen. Meiner Meinung nach ist ihm dies überaus gut gelungen. Die Geschichte um den Prozess von Pauline, die danach 9 Jahre inhaftiert war, da sie im Affekt ihren Ex-Verlobten Félix tötete, wurde von Clouzot mit Brigitte Bardot in der Hauptrolle verfilmt ("La Vérité, Die Wahrheit", 1960).


    Pauline, die sich nach ihrer Haftstrafe Andrée nennt, flieht nach diesem Film nach Essaouire, Marokko und möchte nicht noch einmal von vorne anfangen, sondern ein neues Leben beginnen und schreiben...
    Der Film war eher des Gegenteil als "Die Wahrheit" über ihre Geschichte und besiegelte für sie die Tatsache, von der Gesellschaft geächtet und als Mörderin verdammt zu sein. Der Vater beging nach dem Urteil über die Tochter Selbstmord, was die Mutter, die hier als 'Ernährerin' und im Grunde starke Frau dargestellt wird, ihr niemals vorwirft, die Tochter aber auch nicht beschützen kann. Aufgewachsen ist Pauline mit 3 Brüdern, von denen zwei im Krieg fielen; was bei der Mutter verständlicherweise später zu Depressionen führte. Zum Vater hatte sie ein enges Verhältnis, ihn verehrte und vergötterte sie beinahe.


    Als Jean, in den sich Andrée (also Pauline) verliebte, sie heiraten möchte, holt das Schicksal sie abermals ein... Gegen Ende des 1. Heftes sind die Fragen der Ich-Erzählerin Pauline förmlich zu spüren, die sich in ihr auftun, wenn es um das Recht geht, ein glückliches Leben leben zu dürfen (und es auch zu können); ihre große innere Zerrissenheit und ihre Verletzungen sind sichtbar.


    Der Schreibstil von Jean-Luc Seigle gefällt mir sehr gut, er ist von großer Empathiefähigkeit geprägt, sehr intensiv und trotz der Sprachdichte und kurzer Sätze von großer Tiefe und Bedeutsamkeit. Gegliedert ist der Roman in drei Hefte, einem Vorwort und einem Epilog sowie Hinweisen, die Erklärungen zum Romaninhalt sind.


    Sehr ergreifend ist der Beginn des zweiten Heftes, in dem Pauline beschreibt, wie sie sich während ihres Prozesses und im Gefängnis fühlte; sie erlebt als angeklagte Mörderin Abscheuliches, hat das Gefühl, als werde sie (die Medizin studieren wollte und sehr intelligent sowie empfindsam ist) am lebenden Körper geöffnet, seziert - nur um nach Bösem zu suchen; nicht aber nach ihren Idealen, Tugenden, nichts, was Gutes in ihr und Menschlichkeit hätte zeigen können... In Rückblicken erzählt Pauline von ihrer Kindheit, von der Verehrung für ihren Vater und es wird deutlich, wie sehr die beiden Weltkriege das Familienleben bestimmte, z.B. was das Essen betraf und das Bedürfnis ihrer Mutter, die Familie zu bekochen. Ganz besonders berührt hat mich ihr Rückblick, in dem es um den Staatsanwalt und dessen Rolle geht, der "das Böse benutzt, um im Namen der Gerechtigkeit Rache zu üben" (Zitat, S. 80). Im Gefängnis helfen ihr Dostojewski und andere Bücher, wie sie sagt, nicht verrückt zu werden... Der dritte, jüngere Bruder wendet sich von ihr ab, stellt ihr jedoch einen integren Anwalt zur Seite: "Er kannte seine Grenzen. Das ist ein Vorteil im Leben". (Zitat, S. 101)


    Diese Sätze machen diesen unglaublich menschlichen, authentisch und sehr einfühlsam geschriebenen Roman für mich aus - schnörkellos und direkt. Aus dem erzählten Zusammenhang des Verlusts ihrer Brüder und dem familiären Trauerklima, das darauf folgt, sucht Pauline ein Pendant zu dieser Trauer und entdeckt ihre sexuelle Neugier, sieht darin das Leben und sehnt sich danach, auch dies wird ihr später zur Last gelegt. Der Vater sorgt dafür, dass die Tochter eine Stelle als Krankenschwester bekommt, um indirekt seine Frau glücklich zu machen: Der deutsche Arzt während der Besatzungszeit, an dessen Seite Pauline fortan arbeitet, erhält lukullinarische Delikatessen von den Klienten, die somit teilweise auf dem Küchentisch der Mutter landen, die sie in köstliche Mahle verwandelt.
    Pauline wird sowohl vom Vater als auch von der Mutter für deren Ziele und Zwecke benutzt; als Kind zum Jagen, als Jugendliche wird sie in Form von Naturalien entlohnt, die die Rolle der Mutter als 'Ernährerin' wiederaufleben lässt; alles wird für sie 'vorgezeichnet'. Die Wehrlosigkeit, Verlorenheit und unfassbare Demütigung durch das "Geschoren werden", das Frauen, die sich mit den deutschen Besatzern eingelassen hatten, zuteil wurde bis hin zu Vergewaltigungen mit berechtigter Todesangst symbolisieren auch die 'inneren Tode' von Pauline, die Befreiung war in ihrem Falle ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit - und gegen die Frau.


    Gegen Ende des Romans geht es um "Die Wahrheit", um den Tag des Geschehens, als Pauline auf Félix schoss - und den Auslöser, den es für sie dazu gab. An Tragik, aber auch an Zurückweisung und Verletzlichkeit ist diese Szene kaum zu überbieten. Besonders mutig und aufrichtig fand ich die Offenheit, ja die Ehrlichkeit der sensiblen Pauline, die ihr Haus des Glücks und der Liebe nicht auf Lügen aufbauen wollte und einen Weg der Wahrheit bis zum Schluss suchte - und erneut scheiterte....


    Nach dem Lesen dieses Buchs ist man fassungslos, auch ratlos - auch ein Gefühl der Wut machte sich in mir breit mit der Frage, wie viele Verletzungen, Zurückweisungen, Demütigungen, Gewalt ein Mensch ertragen kann; im Falle von Pauline Dubuisson war es viel zu viel, finde ich; auch die manipulativen Eingriffe des Vaters in ihr Leben ließen mich schaudern. Umso dankbarer bin ich Jean-Luc Seigle, ihre Geschichte aufgeschrieben zu haben, trotz meines Bedauerns, dass das 'cahier', das Originaldokument von Pauline unauffindbar verloren ist.


    Fazit:


    Eine zutiefst ergreifende, erschütternde Geschichte um die Biografie von Pauline Dubuisson, die auf wahren Begebenheiten beruht und von Jean-Luc Seigle nachgezeichnet wurde. Eine intelligente, starke und aufrichtige Persönlichkeit und angehende Ärztin wird m.E. das Opfer ihrer Zeit und all jener, die sie zu ihren Zwecken und Zielen benutzt - ja missbraucht haben. Die Verfilmung trug ihrerseits dazu bei, eine Frau zu verleumden und auszulöschen, die gerne ein glückliches und erfülltes Leben gelebt hätte! Eine tiefe Verneigung vor dem Autor sowie 5 * mit einer absoluten Leseempfehlung, besonders für Menschen mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn!


    :tipp: 5ratten

    Dieses Buch interessiert mich sehr, da es auf Amrum spielt - eine Insel, die ich sehr mag und auf der ich mal 4 Wochen war :zwinker:
    Gerade "Die Namenlosen von Amrum" gelesen, würde ich auch diesen Roman von Anna Rosendahl - die ich noch nicht kenne - sehr gerne lesen und mich auf die Insel zurückversetzt fühlen *hach* :smile:
    Deswegen bewerbe ich mich gerne für ein Exemplar.


    Meine Rezensionen würden hier im Forum, auf der LitSchock HS, bei Lovelybooks, was liest du, Lesejury und auf amazon veröffentlicht.

    Ich bin heute Nacht (ziemlich fassungslos - nach einer Biografie, die ich in nachgezeichneter Form gelesen habe) aus Frankreich, genauer Dunkerque und Lille, zurückgekommen und bin jetzt unterwegs in Richtung Nordsee, genauer nach Rungholt - mal sehen, was mich dort erwartet...

    Gleich drei kamen (dank an Literaturschock) zum Rezensieren die letzten Tage bei mir an:


    Franziska Steinhauer - Fluch über Rungholt
    Lesley Truffle - Hotel du Barry
    Jean-Luc Seigle - Ich schreibe Ihnen im Dunkeln


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