Beiträge von nicigirl85

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Gebundene Ausgabe: 192 Seiten

    Verlag: Community Editions (28. September 2018)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3960960514

    ISBN-13: 978-3960960515


    Inhaltsangabe:


    Riccardo lebt seinen Traum. Vom Außenseiter wurde er zum Superstar. Davon hat er jahrelang geträumt. In Klatschmagazinen bewunderte er die Stars und Sternchen, denen er sich so viel verbundener fühlte als seinem persönlichen Umfeld. Er wollte so sein wie sie und vor allem: Er wollte dabei ganz er selbst sein. Doch der Weg dahin war steinig. Riccardo schreibt über schwere Zeiten, in denen er viel Kritik, Hohn und Spott erntete. Er erzählt von den Anfängen als Blogger und Modemagazin-Praktikant, von seiner großen Liebe zu Hollywood, wo er sich Zuhause fühlt, und dem schillernden Leben, das er heute führt.


    Autoreninfo:


    Riccardo Simonetti gehört zu den gefragtesten männlichen Bloggern Deutschlands und ist erfolgreiches TV-Gesicht. Seine Fans lieben ihn für seinen extravaganten Stil und die täglichen Geschichten aus seinem Leben. In seiner Wahlheimat Berlin fühlt er sich zu Hause, auch wenn sein Herz für Hollywood schlägt. Riccardo steht aber für viel mehr als Mode und Styling: Er spricht über Schubladendenken, Selbstachtung und Anderssein und regt so zum Nachdenken an.


    Meine Meinung:


    Titel: Mehr als nur ein Influencer...


    Ehrlich gesagt kann ich gar nicht mehr genau sagen wann und wo ich über Riccardo seine Medienpräsenz gestolpert bin. Wahrscheinlich war es ein Bericht im TV, denn erst danach habe ich aktiv nach ihm gesucht und folge ihm seitdem auf Instagram.


    Mit großer Begeisterung verfolge ich seine Insta Storys, da sie einem auch den schlechtesten Tag nicht mehr ganz so grau sehen lassen und genau deswegen wollte ich auch sein Buch lesen.


    Richtig klasse finde ich die optische Gestaltung, die vielen tollen Fotos und dass die Buchseiten dick und hochwertig sind. Das Buch eignet sich hervorragend immer mal wieder drin zu blättern, sich einfach mal nur die Fotos anzuschauen oder auch mal das ganze Buch zu lesen. Man kann immer wieder eintauchen, egal wie viel Pause zwischen dem Lesen liegt.


    Ich fühlte mich dem Autor durch das Lesen nur noch näher und er ist mir jetzt noch mehr ans Herz gewachsen. Es ist einfach toll, dass er seine Gedanken, Gefühle und Erfahrungen mit uns teilt und zeigt, dass das Leben nicht immer schön und leicht ist. Zudem zeigt er wie das Leben eines "Stars" hinter den Kulissen aussieht und dass eben nicht alles toll und perfekt ist.


    Auch gut fand ich die "Leitsätze" und Anregungen wie man mit manchen Situationen umgehen soll und dass von Riccardo eben nicht nur kommt "Liebe dich selbst.", was ja schon sehr abgedroschen ist.


    Bedrückt hat mich ehrlich gesagt nur zu lesen, dass Riccardo in der heutigen Zeit immer noch angefeindet wird für seine sexuelle Orientierung und für das was er tut. In meinen Augen sollte jeder das machen dürfen was ihn glücklich macht. Ich liebe seine besonderen Outfits und bei seinen tollen Haaren wird glaube ich jede Frau leicht neidisch.


    Fazit: Ein Buch nicht nur für Fans. Jeder, der etwas für besondere Menschen übrig hat, der sollte einfach mal zu diesem Buch greifen.


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

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    Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
    Verlag: Eichborn; Auflage: 1. Aufl. 2019 (30. August 2019)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3847906658
    ISBN-13: 978-3847906650
    Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren


    Inhaltsangabe:


    Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler - und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar entkommt in einem selbst gebauten Luftschiff von der Plantage. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird.


    Autoreninfo:


    Esi Edugyan lebt im kanadischen Victoria. "Washington Black", Lieblingslektüre von Barack Obama, ist ihr dritter Roman und war 2018 eines der erfolgreichsten Bücher weltweit. Nominiert für den BOOKER PRIZE, die CARNEGIE MEDAL, den PEN-PREISund viele mehr. Ausgezeichnet mit dem GILLER-PREIS, dem wichtigsten kanadischen Literaturpreis.


    Meine Meinung:


    Titel: Das Leben ist voller Prüfungen...

    Dieses zauberhafte Buch durfte ich vorab in einer Leserunde lesen und ich kann nur sagen, dass es reichlich Diskussionsstoff bot und viel Interpretationsspielraum lässt.

    In der Geschichte geht es um den Sklavenjungen Washington Black, kurz Wash, der seit Jahren auf einer Zuckerrohrplantage schuftet. Als der Bruder des graumsamen Plantagenbesitzers ihn unter seine Fittiche nimmt, lernt Wash mehr als jemals zuvor. Doch dann passiert ein Unfall und beide müssen fliehen. Wird ihnen die Flucht im neumodernen Wolkenkutter gelingen?

    Zunächst einmal muss ich sagen, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist ein Bild der damaligen Zeit zu zeichnen mit all seinen Grausamkeiten und Vorurteilen, die damals herrschten. Ich hatte beim Lesen oft Gänsehaut, gerade wie man die Sklaven auf der Plantage behandelt, las sich ein ums andere Mal sehr schmerzhaft.

    Das Buch spielt in einem Zeitraum von sechs Jahren zwischen 1830 und 1836. Washington fungiert als Ich- Erzähler, so dass wir seine Gedanken und Gefühle hautnah miterleben dürfen. Gemeinsam mit ihm begibt sich der Leser nicht nur nach Barbados, sondern auch in die Arktis, England und einige Länder mehr.

    Bereits auf den ersten Seiten hatte mich das Buch direkt in seinen Bann gezogen und gespannt las ich wie sich da eine Freundschaft zwischen einem weißen Wissenschaftler und einem farbigen Jungen entwickelt, die gar nicht sein dürfte. Die Flucht im Wolkenkutter, bereits im ersten Viertel des Buches, stellt sich als schwieriger als gedacht heraus.

    Wash als Figur muss man einfach nur gern haben. Es ist nur schwer zu begreifen wie ein Mensch so viel Leid ertragen kann und dennoch an das Gute im Leben glaubt. Er hat so viel Mut und ist voller Stärke, dass man gern etwas mehr wie er wäre.

    Christopher, kurz Titch, hat mich zu Anfang für sich einnehmen können, weil er gänzlich anders denkt als seine Familie, aber mit der Zeit merkt man, dass er nicht nur gute Seiten hat, sondern oft eben auch nur an sich selbst denkt. Sein Bruder Erasmus war an Grausamkeit kaum zu überbieten. Ihn hatte ich mir wie einen jungen Mister Burns vorgestellt und niemals möchte ich so einer Person im echten Leben begegnen.

    Richtig klasse fand ich Tanna, die Wash trotz allem sehr faszinierend findet und sich von Standesdünkeln oder Hautfarbe nicht abschrecken lässt. Was sie will, das nimmt sie sich auch. Das muss man sich als Frau zu der damaligen Zeit erst einmal trauen.

    Während nach dem ersten starken Viertel die Handlung in den folgenden zwei Abschnitten mich nicht ganz so umhauen konnte, sorgen der letzte Part und das Ende dann doch noch für Überraschungen.

    Ich habe mir die Handlung in vielen Bereichen vor dem Lesen ganz anders vorgestellt. An einigen Stellen hätte ich gern mehr erfahren als die Autorin uns wissen lässt wie zum Beispiel in der Arktis. Auch lief es mir an einigen Stellen zu glatt ab, was ein wenig die Glaubwürdigkeit einschränkte.

    Dennoch kann ich nur sagen, dass mich dieser Roman sehr gut unterhalten hat und mich auch oft nachdenklich stimmte.

    Das Leben eines Sklaven mal nicht in Amerika, sondern auf Barbados zu erleben, hatte auch mal etwas Besonderes.

    Fazit: Schreiben kann Frau Edugyan auf jeden Fall. Wer sich vor Graumsamkeiten und Kaltblütigkeit nicht scheut und sich zudem für Geschichte interessiert, der sollte hier unbedingt zugreifen. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus.

    Bewertung: 4ratten

    Meine Meinung zum Buch:

    Titel: Die Natur ist ein Teil von uns...


    Die Leseprobe zum Buch war so genial, dass ich es einfach lesen musste. Und meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.


    In der Geschichte geht es um Kya Clark und ihre Familie, die abgeschieden im Sumpfland der Region leben, immer von der Hand in den Mund. Irgendwann ist Kya gänzlich allein, von allen verlassen. Wird sie als Kind in der Lage sein dies zu meistern? Was für Auswirkungen hat dies auf ihr späteres Leben?


    Zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich sehr lange für diesen Roman gebraucht habe. Dies lag aber nicht an der Qualität der Geschichte, sondern schlichtweg weil das Thema so ernst ist, dass man nicht fröhlich innerhalb weniger Tage liest.


    Kya hatte ich bereits nach den ersten Seiten bildlich vor Augen und es tat mir in der Seele weh wie sie vernachlässigt wird. Für mich grenzte es an ein Wunder, dass jemand sich noch so positiv entwickeln kann. Ihre Kindheit las sich äußerst interessant, wenn auch viele Passagen bei mir auf die Stimmung gedrückt haben, weil einiges echt tragisch ist. Ich kann mir als Erwachsene schon nicht vorstellen wie es ist, wenn die eigene Mutter von heute auf morgen spurlos verschwunden ist. Wie soll das da erst für ein Kind sein? Und nicht lesen zu können, das ist für mich unvorstellbar. Ich habe Kya jedenfalls sofort in mein Herz geschlossen und mit ihr gelitten.

    Mir hat gut gefallen, dass das Augenmerk mehr auf Kya lag und nicht auf dem Mordfall. Dieser wird am Rande immer wieder erwähnt mit allen Ermittlungen und erst zum Ende hin fügt sich wie der Fall mit dem Leben von Kya in Verbindung steht.

    Die große Kunst der Autorin hier war ganz klar aufzuzeigen was Vorurteile und Gerüchte für einen Einfluss auf das Leben der Menschen hat. Nichts ist wie es auf dem ersten Blick erscheint.

    Ebenfalls sehr gelungen empfand ich die Beschreibungen von Natur und Tieren, was für mich etwas sehr idyllisches hatte. Eigentlich nicht unbedingt das schlechteste Leben, wenn man so wie Kya im Einklang mit der Natur lebt.

    Das Ende hatte ich mir so gewünscht und auch bekommen, von daher bin ich mit der Lektüre überaus zufrieden.

    Fazit: Ein Roman, dessen Geschichte mir lange im Kopf bleiben wird, da sie mich sehr berührt hat. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Klasse!

    Bewertung: 5ratten und :tipp:

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    Broschiert: 384 Seiten

    Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (18. April 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3423262176

    ISBN-13: 978-3423262170


    Inhaltsangabe:


    Aufgeregt versteckt sich Zach mit seinen Klassenkameraden im Wandschrank. Es ist heiß und stickig und eng. Draußen fallen Schüsse − drinnen ahnt Zach, dass etwas Schreckliches geschieht. Er wird schließlich gerettet, aber sein älterer Bruder Andy stirbt, und nichts wird je wieder wie früher sein. Die Familie droht an dem Verlust zu zerbrechen. Doch es ist ausgerechnet der kleine Zach, der die Menschen, die er liebt, aus der Verzweiflung führt.



    Autoreninfo:


    Rhiannon Navin, aufgewachsen in Bremen, arbeitete in verschiedenen New Yorker Werbeagenturen, bevor sie Fulltime-Mutter und Autorin wurde. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihren drei Kindern, zwei Katzen und einem Hund außerhalb von New York City.


    Meine Meinung:


    Titel: Wenn ein Amoklauf dein Leben verändert...


    Auf dieses Buch bin ich eher zufällig in der Bahnhofsbuchhandlung aufmerksam geworden. Gespannt begann ich zu lesen und wurde völlig überwältigt.


    In der Geschichte geht es um Zach, der bei einem Amoklauf seinen älteren Bruder Andy verliert. Wie geht die Familie damit um? Was macht die Presse aus der ganzen Sache? Und was verdammt soll man mit sechs Jahren fühlen, wenn der eigene Bruder nicht mehr lebt?


    Die Handlung wird uns über den sechsjährigen Zach als Ich- Erzähler nahe gebracht. Deswegen ist man sehr nah an Zach als Figur dran und erlebt das Schlimmste was passieren kann aus der Sicht eines Kindes, was einige Gänsehautmomente parat hält.


    Mich hat vor allem beeindruckt, dass es der Autorin sehr glaubwürdig gelingt die Sichtweisen eines Sechsjährigen darzustellen. Dieser findet es nicht immer schlimm, dass der große Bruder nicht mehr lebt, hat er die Eltern doch nun für sich alleine.


    Jede aufgeführte Figur weiß den Leser für sich einzunehmen und jeder geht mit dem Verlust anders um. Während die Mutter des Jungen mittels der Presse gegen die Eltern des Täters wettert und ihre Trauer in Wut verpackt, versucht der Vater das alltägliche Leben am Laufen zu halten, was ihm mehr schlecht als recht gelingt. Auch Großmutter Mimi versucht klein Zach zu unterstützen wo sie kann und dennoch ist jeder für sich irgendwie in seiner eigenen Trauer gefangen.


    Mir hat unheimlich gut gefallen wie Zach den Fall beleuchtet und wie ihn das alles belastet. Besonders schön fand ich die Idee mit den Gefühlsblättern und dass jedes Gefühl seine eigene Farbe hat.


    Ich habe noch nie so einen derben Verlust erleiden müssen wie Zach und seine Familie und dennoch konnte man es regelrecht am eigenen Leib beim Lesen erfahren wie hart es sein muss ein sehr nahes Familienmitglied zu verlieren.


    Nachdem ich fast schon dachte, dass alles den Bach runtergehen wird, schafft Zach es dann doch noch seine Eltern zur Besinnung zu bringen. Das Ende hat mir daher unheimlich gefallen, da es doch so anders war als ich es erwartet hatte.


    Fazit: Ein Roman voller Gefühl, der jede Menge Emotionen im Leser weckt. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Klasse!


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

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    Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

    Verlag: Luchterhand Literaturverlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (22. Juli 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3630875416

    ISBN-13: 978-3630875415


    Inhaltsangabe:


    Frances und ihre Freundin Bobbi, Studentinnen in Dublin, lernen das gut zehn Jahre ältere Ehepaar Melissa und Nick kennen. Sie treffen sich bei Events, zum Essen, führen Gespräche. Persönlich und online diskutieren sie über Sex und Freundschaft, Kunst und Literatur, Politik und Genderfragen und, natürlich, über sich selbst. Während Bobbi von Melissa fasziniert ist, fühlt sich Frances immer stärker zu Nick hingezogen … Ein intensiver Roman über Intimität, Untreue und die Möglichkeit der Liebe, eine hinreißende, kluge Antwort auf die Frage, wie es ist, heute jung und weiblich zu sein.


    Autoreninfo:


    Sally Rooney wurde 1991 geboren, ist in Castlebar, County Mayo, aufgewachsen und lebt in Dublin. Ihre frühen Arbeiten sind erschienen in The New Yorker, Granta, The White Review, The Dublin Review, The Stinging Fly, Kevin Barrys Stonecutter und der Anthologie Winter Pages. Sie studierte am Trinity College Dublin, zunächst Politik, machte dann ihren Master in Literatur. Sie war dort 2013 die Nr. 1 bei den European University Debating Championships. Rooneys Debütroman "Gespräche mit Freunden" war Book of the Year in Sunday Times, Guardian, Observer, Daily Telegraph und Evening Standard. Der Roman kam auf die Shortlist des Sunday Independent Newcomer of the Year Award 2017, des International Dylan Thomas Prize und des Rathbones Folio Prize 2018. Rooney war die Gewinnerin des Sunday Times/Peters Fraser & Dunlop Young Writer of the Year Award 2017, den u.a. auch Zadie Smith und Sarah Waters gewannen. Rooney ist inzwischen Redakteurin des irischen Literaturmagazins The Stinging Fly. Ihr zweiter Roman "Normal People" kam auf die Longlist des Man Booker Prize 2018, war Waterstones Book of the Year, ist auf der Shortlist des Costa Novel Award und gewann den An Post Irish Novel of the Year Award.


    Meine Meinung:


    Titel: Was uns die Liebe antut...


    Klappentext und Aufmachung des Buches hatten mich aufmerksam werden lassen und so begann ich gespannt mit der Lektüre.


    In der Geschichte geht es um die beiden Studentinnen Frances und Bobbi, die als Teenager mal ein Paar waren und jetzt beste Freundinnen sind. Als sie ein Ehepaar kennenlernen, wird das ihre Welt gänzlich verändern. Was bedeutet Freundschaft? Was bedeutet Liebe? Werden es die beiden herausfinden?


    Zunächst einmal muss ich den recht nüchternen Schreibstil der Autorin loben, der sich eher so anfühlt als würde man Menschen belauschen als dass man ein Buch liest. Auch wenn man anfänglich denkt, dass diese Art der Schreibe keine Gefühle bei einem hervorruft, so tut sie es doch.


    Die Handlung wird uns aus der Sicht von Frances nahe gebracht, da sie hier als Ich- Erzählerin fungiert. Auch wenn sie mir nicht immer sympathisch war, so konnte ich ihr Handeln die ganze Zeit voll und ganz verstehen. Ihre unterkühlte Art hatte etwas sehr spezielles, bei der ich mir wirklich vorstellen kann, dass das andere Menschen anzieht.


    Bobbi mochte ich persönlich am liebsten, denn sie ist so unglaublich selbstbewusst und macht ihr Ding. Von ihr könnte man sich glatt eine Scheibe abschneiden.


    Bei Melissa und Nick dachte ich anfänglich, dass sie über vierzig sind, weil sie doch als recht konservativ beschrieben werden. Dass sie dann aber erst Anfang dreißig sind, erschien mir anfänglich etwas unglaubwürdig, aber wahrscheinlich hat jemand mit Anfang zwanzig genau diese Sicht auf jemanden in meinem Alter.


    Melissa mochte ich nicht sonderlich, da ich sie immer als sehr herrisch empfunden habe. Aber wahrscheinlich ist einem jedes Mittel recht um die eigene Ehe zu retten.


    Nick war hingegen sehr ambivalent. Klar konnte ich die Faszination verstehen, die er auf Frances ausübt, schlicht weil er Schauspieler ist und gut aussieht, aber das allein reicht ja kaum für eine feste Beziehung. Er war mir einfach zu fremdbestimmt, da er sich von den Frauen in seinem Leben so rumschubsen lässt. Andererseits hat ihn das auch sehr interessant wirken lassen, da man herausfinden will warum er so ist.


    Die letzten hundert Seiten hatten es dann nochmal echt in sich und konnten mich dann völlig für den Roman einnehmen.


    Mich hat sehr berührt, dass eine der Protagonistinnen Endometriose hat und wie sie damit umgeht. Da konnte ich sehr mitfühlen, weil ich dieselbe Erkrankung habe, die kaum einer kennt und doch sehr viele Frauen haben.


    In meinen Augen werden sich vor allem Leser angesprochen fühlen, die im Alter der Protagonisten sind und ähnliches durch haben in puncto Beziehungen.


    Fazit: Ein unterhaltsamer Roman, der die Arten der Beziehungsmöglichkeiten sehr interessant beleuchtet. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus.


    Bewertung: 4ratten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Sprachgewaltig und berührend zugleich...


    Ich habe sehr viel Gutes über den Film gehört, wollte aber zuerst das Buch lesen und so begann ich mit der Lektüre.


    In der Geschichte geht es um den jungen Franz, der nach Wien zieht, um Lehrling in einer Trafik zu werden. Schnell gewöhnt er sich an das Leben in der Stadt. Doch dann erlebt er zwei Begegnungen, die sein Leben für immer verändern: er begegnet Sigmund Freud und der Liebe in Form einer hübschen Böhmin. Wie wird er mit seinen neuen Erkenntnissen umgehen?


    Zunächst einmal muss ich den tollen Schreibstil des Autos loben. Er verwendet so gekonnt sprachliche Bilder, dass es einem leicht fällt sich alles vorzustellen und man regelrecht beschwingt die Seiten liest. Für mich schon allein aufgrund der Wortwahl ein Genuss.


    Franz als Figur hat mir immens gefallen. Man spürt seine Jugendlichkeit auf jeder Seite, denn er möchte was erleben und dafür geht er gern auch Risiken ein. Ich mochte, dass er seine Heimat vermisst auch wenn es ihm in der neuen Umgebung gut geht. Seine Entdeckung der Liebe hat mich an meine Jugend erinnert, was ich sehr mochte.


    Die Briefe zwischen Mutter und Sohn fand ich einfach nur schön, weil es so etwas heute schlichtweg nicht mehr gibt, was echt schade ist.


    Zudem fand ich, dass es Seethaler sehr gut gelungen ist die damalige Zeit darzustellen, die unterschwellige Feinseligkeit und wie sich die Lage für manche Menschen immer mehr zuspitzt.


    Die Treffen mit Freud habe ich als sehr realistisch empfunden, schließlich hat er ja wirklich dort gewohnt und warum sollte er nicht auch mal einem jungen Burschen einen guten Rat geben?


    Fazit: Ein toller Roman, der mich sehr gut unterhalten und zudem im Inneren berührt hat. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus und jetzt freue ich mich erst Recht auf den Film.


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    Broschiert: 416 Seiten
    Verlag: Penguin Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (10. April 2018)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 332810237X
    ISBN-13: 978-3328102373
    Originaltitel: The Shark Club



    Inhaltsangabe:



    An einem Sommermorgen erlebt die zwölfjährige Maeve an einem Strand in Florida zwei Dinge, die ihr Leben für immer verändern: Sie küsst Daniel, ihre erste große Liebe. Und sie wird von einem Hai gebissen. Achtzehn Jahre später reist Maeve als Meeresbiologin um die Welt und erforscht das Verhalten von Haien. Doch an ihrem dreißigsten Geburtstag kehrt sie zurück in das Hotel ihrer Großmutter, in dem sie aufwuchs. Und an den Strand, den sie noch immer mit Daniel verbindet. Als sie dort einem kleinen Mädchen begegnet, wird ihr klar, dass sie nicht ewig fliehen kann. Vor ihrer Vergangenheit, vor der Liebe – und vor dem Mann, der ihr Herz brach.



    Autoreninfo:



    Ann Kidd Taylor lebt mit ihrer Familie in Florida. Gemeinsam mit ihrer Mutter, der Bestsellerautorin Sue Monk Kidd, veröffentlichte sie bereits einen Reisebericht. Ihre Leidenschaft für Geschichten, ihre Heimat Florida und das Meer führten dazu, dass sie sich mit SHARK CLUB einen großen Wunsch erfüllte: ihren ersten Roman zu schreiben. Die Presse in den USA war begeistert, und für viele Leserinnen wurde es der Lieblingsroman des Sommers.



    Meine Meinung:



    Titel: Schöne Sommerlektüre...

    Der Klappentext zum Buch hatte mich so sehr angesprochen, dass ich unbedingt mehr wissen wollte. Und so begann ich mit der Lektüre und erhielt eine zauberhaft leichte Sommergeschichte.

    Im Roman geht es um Maeve, die sich mit 12 Jahren nicht nur verliebte, sondern auch zeitgleich von einem Hai gebissen wurde. Als sie mit 30 in ihre Heimat zurückkehrt, trifft sie auf ihre alte Liebe. Hat diese immer noch Bestand nach all den Jahren?

    Ich bin ja kein sonderlicher Fan von kitschigen Liebesromanen, aber da muss man hier keine Angst haben, denn Kitsch oder unrealistische, überzogene Vorstellungen von Liebe gibt es hier nicht. Zum Glück.

    Maeve als Figur hat mir gut gefallen, da sie eine taffe Frau ist, die ihren Weg geht auch wenn das Schicksal es nicht immer gut mit ihr gemeint hat. Ich mochte sehr, dass sie ein tolles Verhältnis zu ihrer Familie hat und dass sie sehr hilfsbereit ist. Etwas unnormal empfand ich ihre enorme Leidenschaft für Haie. Ich konnte ihre Arbeit und alles verstehen, aber das jeder Winkel ihres Zimmers mit Haien dekoriert ist und sich ihr ganzes Leben um Haie dreht, das war schon sehr viel.

    Richtig süß war Hazel. Also ich wäre auch an Maeves Stelle komplett schwach geworden bei so einem zauberhaften Kind. Mir hat gefallen, dass Hazel offen allem Neuen gegenüber ist.

    Daniel mochte ich ehrlich gesagt nicht sonderlich. Mir war seine dominante Art einfach zu viel. Man kann wohl kaum erwarten, dass sich der Partner für einen völlig aufgibt. Jeder muss immer noch eine eigenständige Person sein dürfen. Zudem war er mir zu Besitz ergreifend.

    Klasse fand ich, dass der Roman anders endet als man es erwarten würde. Gerade das hat Maeve sehr authentisch und die Handlung realistisch wirken lassen.


    Auch gut fand ich, dass man viel über Meeresbewohner und ihre Eigenheiten erfährt.

    Fazit: Für mich ein schöner, leichter Sommerroman, der perfekt für den Urlaub oder einen Schwimmbadbesuch ist. Gelungen!

    Bewertung: 4ratten

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    Broschiert: 352 Seiten

    Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (22. Juli 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3442205786

    ISBN-13: 978-3442205783


    Inhaltsangabe:


    Drei Jahre ist es her, dass Lelles Tochter in einem abgelegenen Teil Nordschwedens spurlos verschwand. Seither fährt er jeden Sommer im düsteren Licht der Mitternachtssonne die Straße ab, an der Lina zuletzt gesehen wurde. Nacht für Nacht sucht er verzweifelt nach seiner Tochter, nach sich selbst und nach Erlösung. Dann kommt eines Tages die siebzehnjährige Meja in der Hoffnung auf einen Neuanfang in Norrland an. Doch als sich die Dunkelheit des aufkommenden Herbstes über das Land legt, verschwindet ein weiteres Mädchen. Und Lelles und Mejas Leben werden durch dramatische Ereignisse miteinander verbunden, die sie nie wieder loslassen werden.


    Autoreninfo:


    Stina Jackson stammt aus Skellefteå in Nordschweden. Vor mehr als einem Jahrzehnt zog sie nach Denver, Colorado. Hier schrieb sie auch ihren Debütroman "Dunkelsommer", mit dem sie sich sofort als aufstrebender neuer Stern am Himmel der nordischen Spannung etablierte.


    Meine Meinung:


    Titel: Gib die Hoffnung nie auf!


    Nachdem mein letztes Buch, welches ich gelesen habe, nicht so der Knaller war, hoffte ich hier auf ganz viel Spannung. Und ja ich habe sie bekommen und meine Erwartungen wurden gänzlich übertroffen.


    In der Geschichte geht es um Lelle, dessen Tochter Lina seit drei Jahren spurlos verschwunden ist. Seine Ehe zerbrach daran und er kann sein Kind einfach nicht vergessen. Er sucht sie jeden Tag seitdem sie verschwunden ist. Wird er sie irgendwann finden?


    Das Besondere an dem Buch ist, dass wir die Geschichte aus zwei Perspektiven kennenlernen. Zum einen begleiten wir Lelle auf der verzweifelten Suche nach seiner Tochter, zum anderen erleben wir das kuriose Leben der jungen Meja, die gerade erst in die Gegend gezogen ist, in der Lelle wohnt. Durch die Szenenwechsel entsteht nochmal mehr Spannung, da meist eine Szene unterbrochen wird, wenn es gerade richtig interessant wird.


    Auch wenn Lelle als ziemlich abgerissen und verbraucht beschrieben wird, so fühlt man ihm sich bereits nach wenigen Seiten sehr nahe. Sein Schicksal ist hart, denn niemand sollte Sorge haben müssen, dass sein Kind verschwunden ist. Ich mochte seine Art und wie er daran glaubt das Rätsel lösen zu können.


    Ähnlich gebeutelt vom Schicksal ist Meja, deren alkoholkranke Mutter immer nur von einem Ort zum anderen tingelt. Meja will endlich mal ein normales Leben leben wie andere auch. Meja hat mehr als nur typische Teenagerprobleme. Auch sie muss man einfach gern haben.


    Das Setting in Nordschweden mit Wäldern, reichlich Dunkelheit und Abgeschiedenheit sorgte bei mir für das nötige Gänsehautfeeling. Es handelt sich hier um einen Spannungsroman, der alles hat was gute Unterhaltung braucht: sympathische Figuren, interessante Handlung und eine geniale Auflösung.


    Ich hatte ja schon fast nicht mehr damit gerechnet, dass es eine Auflösung geben wird. Bis zuletzt tappte ich im Dunkeln. Das Ende war enorm schlüssig und absolut realistisch. Ich glaube die letzten dreißig Seiten habe ich mit offenem Mund und Lauten des Erstaunens gelesen. Das Ende hat mir richtig gut gefallen, gern lese ich zukünftige Bücher der Autorin. Ich habe zu keiner Zeit gespürt, dass es sich hier um ein Debüt handelt.


    Fazit: Klasse Unterhaltung, die für Gänsehautmomente sorgt. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Spitze!


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Langweiliger Krimi statt spannender Thriller...


    Mir wurde schon des Öfteren Positives über die Bücher von Yrsa Sigurdardóttir berichtet, daher wollte ich jetzt auch endlich mal was von ihr lesen. Ich habe es leider bereut.


    Stella, der Liebling in der Schule, wird im Kino überfallen und verschleppt. Sie soll sich entschuldigen, weiß aber gar nicht wofür. Über Social Media wird ihre Entschuldigung in die Welt verbreitet. Wird sie dieses Martyrium überleben?


    Ich gestehe gleich vorweg, dass es mein erstes Buch der Autorin ist und das ich kein weiteres aus der Reihe kenne, aber ich glaube, dass das für das Verstehen der Geschichte nicht unbedingt wichtig ist.


    Ich hatte mich auf einen sehr spannenden und hoffentlich blutrünstigen Thriller gefreut, bekam aber leider einen langweiligen Krimi. Die ersten dreihundert Seiten passiert leider echt nicht wirklich viel. Am meisten hat mich gestört, dass es mehr um das Privatleben der unsympatischen Ermittler geht als um den eigentlichen Fall. Viel Ermittlerarbeit erlebt man nicht.


    Bis auf Psychologin Freyja mochte ich gar keine der Figuren. Gerade die Polizisten wie Huldar und seine Kollegen blieben mir fremd. Nie hatte ich das Gefühl, dass die Autorin einen als Leser richtig nah an die Figuren heranlässt. Auch identifizieren konnte ich mich mit niemanden.


    Freyja war mir jetzt auch nicht übermäßig sympathisch, aber sie schien noch recht normale Probleme zu haben wie die Suche nach einem passenden Partner und ihre Erfahrungen. Zum Thema Mobbing hätte ich gern mehr erfahren, was ihr denn als Jugendliche passiert ist. Die dauernden Andeutungen ohne etwas preis zu geben, fand ich ermüdend.


    Die einzig spannenden Momente sind wirklich als der Täter auf die Opfer los geht, aber das war meist nur ein bis zwei Seiten lang und daher viel zu kurz.


    Auf den letzten hundert Seiten wird dann aufgelöst wer hinter all dem steckt. Ich fand die Auflösung leider zu unrealistisch und an den Haaren herbeigezogen. Auch konnte man vieles bereits erahnen. War es anfänglich gähnend langweilig, war es zum Ende hin einfach zu viel und zu übertrieben.


    Ansonsten hat mich noch gestört, dass einiges dauernd wiederholt wird. Ich hatte bereits beim ersten Mal verstanden, dass sie den Psychologen für Mobbing aus dem Studium kennt.


    Das einzig Gute an dem Buch war, dass es um Mobbing geht. In meinen Augen ist das noch zu sehr ein Tabuthema und kaum wird Opfern davon geholfen.


    Fazit: Mein erstes und auch letztes Buch der Autorin. Ich kann keine Leseempfehlung aussprechen und war froh als es vorbei war.


    Bewertung: 2ratten und :flop:

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Märchen mit ganz viel Gänsehautpotenzial...


    Da "Pans Labyrinth" zu meinen Lieblingsfilmen zählt und ich die Reckless- Reihe der Autorin sehr gern gelesen habe, musste ich dieses Buch unbedingt lesen und ich wurde sehr belohnt.


    In der Geschichte geht es um Ofelia, die mit ihrer Mutter zu ihrem grausamen Stiefvater in einen finsteren Wald in eine Mühle zieht. Der neue Mann an der Seite ihrer Mutter ist an Grausamkeit kaum zu überbieten. Als ein Faun in Ofelias Leben tritt, bekommt sie wieder Hoffnung. Wird sie die gestellten Aufgaben erfüllen können?


    Zunächst einmal kann ich Eltern nur raten sich an die Altersvorgabe ab 14 Jahren zu halten, denn der Jugendroman ist doch mächtig gruselig gehalten. Gänsehaut ist hier garantiert, aber ich könnte mir vorstellen, dass das für Kinder unter 14 Jahren zu gruselig werden könnte.


    Bereits die ersten Worte des Buches sind märchengleich und haben mich direkt in den Bann gezogen. Ich konnte es mir nicht verkneifen immer mal wieder laut zu lesen, weil es mich wirklich an meine Kindheit erinnert hat, die mit Märchen zum Schlafengehen gefüllt war.


    Das Buch wird nicht nur durch ein wunderschönes Cover geziert, sondern innen trifft man auf zahlreiche bildhübsche Zeichnungen zur Geschichte, die die Fantasie nur noch zusätzlich anheizen.


    Die Handlung ist so gegliedert, dass wir als Leser zum einen Ofelia zur Zeit des zweiten Weltkrieges in Spanien begleiten und zum anderen lesen wir Märchen und Sagen, die eng mit der eigentlichen Geschichte verwoben sind.


    Die vom Faun gestellten Aufgaben empfand ich als sehr spannend und aufregend. Ich hätte mich nicht getraut eine Tür ins Ungewisse zu zeichnen.


    Mir hat Ofelia als Figur gut gefallen, denn trotz der Umstände gibt sie nicht auf. Ich stelle es mir schon schwer vor, wenn man einen Elternteil verliert, aber dann mit einem so fiesen Stiefvater wie Vidal gestraft zu sein, das hat es in sich.


    Vidal ist wirklich einer der bösesten Charaktere, die mir je in meiner Lesehistorie untergekommen ist. Seine Taten haben sich nur schwer lesen lassen. Auch wenn es hart klingt, so habe ich sein Schicksal zum Ende hin doch sehr genossen.


    Die Magd Mercedes mochte ich sehr gern, weil sie sich liebevoll um Ofelia kümmert, während es die eigene Mutter nicht so recht konnte. Sie war für mich ein Bildnis der starken Frau, die viel zu sehr unterschätzt wird. Solche tollen Frauenfiguren sollte es weit häufiger in der Literatur geben.


    Ich habe mich beim Lesen des Buches einfach nur wohl gefühlt und alles um mich herum vergessen können. Für mich eine gelungene Umsetzung des Filmstoffs.


    Fazit: Wer Märchen mag, der wird dieses Buch lieben. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Ein Must- Read 2019!


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Wenn Willkür das Leben verändert...


    Ich hatte sehr viele positive Stimmen zu dem Buch vernommen und wollte mir eine eigene Meinung bilden. Ich habe das Lesen dieses Buch nicht bereut, denn trotz der geringen Seitenzahl erzählt es von so viel mehr.


    In der Geschichte geht es um Elwood, der als Farbiger bald das College besuchen darf. Leider wird er durch Zufall wegen Autodiebstahls beschuldigt und landet im Nickel, einer Besserungsanstalt für Jugendliche. Wird das Nickel ihn brechen können?


    Zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich diesen Roman nicht in einem Rutsch lesen konnte. Für mich war das Geschilderte teils so bedrückend, dass ich beim Lesen immer mal wieder innehalten musste.


    Der Roman, der während der 60er Jahre in Amerika spielt, schildert sehr eindrücklich die Unterdrückung der Farbigen anhand des Anstaltslebens.


    Elwood als Figur ist wirklich jemand, den man gern hat. Von den Eltern verlassen, probiert er dennoch sein Bestes zu geben. Und trotz allen Einschränkungen versucht er immer wieder an das Gute im Menschen zu glauben, auch wenn er dauernd enttäuscht wird. Sein Schicksal hat mich zutiefst berührt.


    Beim Lesen hatte ich immer mal wieder eine Gänsehaut. Solche Grausamkeiten, die den Jungen dort passieren, kann man sich nicht wirklich vor Augen führen. Es ist schon erstaunlich wie Menschen mit etwas mehr Macht zu Gewalt den Unterdrückten gegenüber neigen und sich immer noch im Recht fühlen.


    Die Gewalttaten werden nicht beschönigt geschildert, aber auch nicht blutrünstig ausgemalt. Vieles bleibt der Fantasie eines jeden Lesers überlassen, was mir gut gefallen hat.


    Positiv hervorheben möchte ich zudem die Umschlaggestaltung, die es ermöglicht, dass das Buch ohne Plastik ausgeliefert werden kann.


    Fazit: Ein Roman der seinesgleichen sucht. Mich hat er mitten ins Herz getroffen, weshalb ich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen kann. Klasse!


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Wundervoller Jugendroman...


    Ich hatte so viel Positives über dieses Buch gehört, dass ich es unbedingt lesen wollte. Und ich kann nur die vielen positiven Meinungen bestätigen.


    In der Geschichte geht es um Simon, der sich zu einem Jungen hingezogen fühlt, den er nur durch Mails kennt. Kann man sich in jemanden verlieben, den man nie gesehen hat? Als Simon dann erpresst wird, muss er sich entscheiden...


    Simon fungiert als Ich- Erzähler, was ich hier als sehr passend empfand, da man so seine Gedanken und Gefühle nah miterleben kann. Mir gefällt so etwas besonders gut, weil man sich dann den Figuren näher fühlt und sich mit ihnen identifizieren kann.


    Simon ist ein liebenswerter Typ, den man sofort gern hat. Er kümmert sich um seine Freunde und ist auch sonst ungemein aufgeschlossen.


    Das Thema Homosexualität schneidet die Autorin sehr angenehm an. Es wird nichts kitschig oder romantisiert dargestellt, sondern alles ist völlig normal und easy. Das mochte ich gern, denn ich finde man darf lieben wen man möchte.


    Der Wechsel zwischen echter Handlung in der Gegenwart und den Mails fand ich abwechslungsreich und so noch unterhaltsamer. Auch in den Nachrichten kamen die Gefühle der beiden Jungs sehr gut rüber.


    In meinen Augen hat dieser Roman zu Recht den Jugendliteraturpreis gewonnen und auch die Verfilmung ist nachvollziehbar. Ich kenne den Film noch nicht, werde ihn aber gewiss bald schauen, denn gekauft ist er bereits.


    Fazit: Ein tolles Jugendbuch mit Herz. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Must- Read, klasse!


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Familiengeheimnisse werden aufgedeckt...


    Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich bereits um den vierten Fall für Herrn Eberhofer. Neugierig begann ich mit der Lektüre.


    In der Geschichte steht dieses Mal unser Franz selbst unter Mordverdacht, wurde schließlich ein sehr verhasster Kollege in Landshut um die Ecke gebracht und Franz war der Letzte, der ihn lebend gesehen hat. Heimlich beginnt er zu recherchieren, kann ja nicht angehen, dass ihm ein Mord angehängt wird.


    Nach dem etwas schwächeren dritten Band "Schweinskopf al dente" war dieser hier wieder besser, konnte aber an die beiden tollen Erstlinge nicht ganz anknüpfen.


    Die Krimihandlung nimmt hier auch eher einen recht kleinen Part ein, was ich sehr schade fand. Ich hätte mir mehr Ermittlerarbeit gewünscht.


    Im Fokus stand dieses Mal überraschend Oma, der die Autorin eine Liebelei gönnt, was für mich sehr überraschend kam. Ich hab es dem Lenerl wirklich von Herzen gegönnt, dass sie das nochmal erleben durfte.


    Die Enthüllung eines Familiengeheimnisses fand ich super, denn ich habe alles erwartet, aber das ganz sicher nicht. Zudem hat man deutlich gesehen wie sehr die Familie zusammenhält trotz aller Differenzen. Ludwigs Frau passt auch prima zu den Eberhofers, sie ist eben auch eine gute Seele.


    Franz hat mir auch hier nur so mittel gefallen. Irgendwie mag ich es nicht so recht, dass er und seine Kumpane so oft fremdgehen und ständig dem Alkohol frönen. Okay er ist mit der Susi nicht so richtig verbandelt, aber er sollte sich echt mal langsam entscheiden was er möchte.


    Die Frauen im Buch sind wirklich nicht zu beneiden und trotz allen Vorkommnissen sehr gutherzig. Das muss man erstmal schaffen.


    Fazit: Deutlich besser als der Vorgänger. Für Fans natürlich ein Muss. Ich spreche eine Leseempfehlung aus.


    Bewertung: 4ratten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Wenn der Psychopath sein Unwesen treibt...


    Nachdem mir die ersten beiden Fälle rund um Franz Eberhofer sehr gefallen haben, musste ich auch den Folgeband lesen.


    In der Geschichte geht es dieses Mal dem ehrenwerten Richter Moratschek an den Kragen, denn ein entflohener Psychopath ist hinter ihm her. Kann Franz die Gerechtigkeit schützen und den Flüchtigen fangen?


    Leider muss ich gestehen, dass dies der bisher schlechteste Fall war und mich die Handlung nicht wirklich fesseln konnte.


    Der vermeintliche Fall ist sehr aufgebläht, denn eigentlich passiert nicht wirklich viel. Das war bei den Vorgängern deutlich besser.


    Auch fand ich es hier sehr anstrengend zu lesen wie oft Franz mit seinen Kumpels nicht nur reichlich dem Alkohol frönt, sondern sich auch regelmäßig maßlos mit Essen unnötig vollstopft. Da hat der Franz für mich einiges an Charme verloren.


    Lustig hingegen fand ich wieder die liebe Oma. Ihr Friseurbesuch war der Knaller und auch die Fahrt nach Italien war amüsant. Toll ist auch wieder zu lesen wie sehr sie sich um ihre Jungs kümmert.


    Nichte Uschi hat einem auch wieder das Herz erwärmt. Es war schön zu lesen wie sie sich entwickelt. Diese Jahre gehen nur zu schnell ins Land.


    Übrigens ist mir aufgefallen, dass immer so viel erklärt wird, dass man den Band auch ohne Kenntnis der Vorgänger lesen kann. Wenn man sie kennt, ist dies dennoch von Vorteil, weil man nur so die Entwicklung der Figuren spürt.


    Fazit: Leider kann dieser Band mit den Vorgängern nicht mithalten. Für Fans ein Muss, alle anderen sollten sich eher den Vorgängern widmen. Für mich zu wenig Krimi hier, daher nur eine bedingte Leseempfehlung von mir.


    Bewertung: 3ratten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Der Eberhofer ermittelt wieder...


    Kaum waren die "Winterkartoffelknödel" genossen, wollte ich natürlich wissen wie es weitergeht. Und cool war, dass der Roman da anfängt, wo der Letzte aufgehört hat.


    In der Geschichte geht es selbstverständlich wieder um unseren Dorfgendarme Franz Eberhofer. Dieses Mal wird der Rektor der örtlichen Schule bedroht. Nur bedroht oder will ihm da einer ans Leder? Franz hat da wieder so einen Instinkt und beginnt zu ermitteln.


    Bei diesem Fall stach besonders hervor, dass man nun als Leser ein noch innigeres Verhältnis zu den Protagonisten hat. Man freut sich regelrecht an den kleinen Zankereien zwischen Oma, Papa und Franz teilhaben zu dürfen.


    Die Oma mit ihrem Gespür für den richtigen Moment Gutes zu tun und immer das passende Essen parat zu haben, ist sie mir nun noch mehr ans Herz gewachsen.


    Mit unserem Stoffel Franz und seinen Frauenproblemen habe ich sehr mitfühlen müssen. Es war schön zu lesen, dass ihm die Susi scheinbar doch nicht so einerlei ist. Da geht doch noch was, oder?


    Und auch toll fand ich die kleine Uschi mit ihrem coolen Spitznamen. Es las sich sehr niedlich wie sie immer wieder dem lieben Onkel auf die Pelle rückt, der sie dann aber auch immer mehr ins Herz schließt, obwohl er das gar nicht will.


    Den zweiten Fall habe ich persönlich als intensiver und emotionaler empfunden. Da nun ein ehemaliger Freund vom Eberhofer betroffen ist, ging einem das Ganze dann doch etwas näher als beim letzten Mal.


    Der Fall endete in meinen Augen schlüssig und nachvollziehbar. So ein klein wenig konnte ich den Täter sogar verstehen.


    Herrlich fand ich zudem vom Neuzugang der Fußballmannschaft zu lesen. Herrlich wie die Protagonisten mit ihren Vorurteilen umgehen. Vom Superkicker würde ich gern noch mehr lesen.


    Fazit: Dieser Fall stand dem Ersten in nichts nach, weshalb ich auch hier gern wieder eine absolute Leseempfehlung auspreche. Klasse!


    Bewertung: 5ratten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Eberhofers erster Fall...


    Bei den knalligen Temperaturen will man auch lesetechnisch etwas leichtere Kost und so begann ich mit dem überaus lustigen ersten Fall vom Eberhofer Franz.


    In der Geschichte geht es um den Dorfpolizisten Franz, der von München strafversetzt worden ist in seine alte Heimat. In Niederkaltenkirchen passiert eigentlich nie was und dann das: die Neuhofers sterben wie die Fliegen. Was steckt hinter der Familientragödie?


    Zunächst einmal muss ich den locker, leichten Schreibstil der Autorin loben, denn man merkt gar nicht wie die Seiten nur so inhaliert werden. Da ist man gerade mitten drin und liebt den Franzl, da ist der erste Fall auch schon vorbei.


    Mir hat vor allem das Ländliche und der bayrische Dialekt gefallen. Ob bayrische Mundart oder nicht, ich glaube jeder kennt so ein Dorf und dessen Bewohner wie Niederkaltenkirchen. Ich bin auch auf dem Dorf groß geworden und hab mich bei der Lektüre sehr heimisch gefühlt.


    Der bayrische Dialekt war für mich anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig, nimmt aber nur so viel Raum ein, dass es immer noch witzig und keinesfalls zu viel ist. Über die zahlreichen bayrischen Begriffe konnte ich mich einfach nur totlachen. Das ein oder andere Wort sollte ich wirklich in meinem Wortschatz aufnehmen.


    Der erste Fall für Franz war spannend und unterhaltsam, hat aber noch genügend Platz gelassen, dass die dargestellten Charaktere sich entwickeln können und man sie kennenlernen kann. Die Auflösung war schlüssig und nachvollziehbar.


    Franz mit seinem Hund fand ich sehr liebenswert. Ich glaube gerade seine leicht trottelige und gleichzeitig treue Art lässt ihn so charmant erscheinen.


    Fazit: Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und freue mich schon auf den zweiten Band. Perfekte Lektüre für den Sommer oder nächsten Urlaub.


    Bewertung: 5ratten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: In jedem von uns kann ein Mörder stecken...


    Dies war mein erster Ani, aber gewiss nicht mein letzter. Auf Empfehlung bin ich damit durchgestartet und ich habe es nicht bereut.


    In der Geschichte geht es um eine sehr spannende Ermittlertruppe bestehend aus einem ehemaligem Mönch, einem Detektiv, der verloren Geglaubte wieder aufspürt, ein pensionierter Kommissar, dessen Passion es ist Todesbotschaften zu übermitteln und zu guter Letzt eine gebrandtmarkte, syrische Polizistin. Sie alle haben ihren eigenen Ermittlerstil und auch wenn sie rein gar nichts gemeinsam haben, können nur sie als Team die mysteriösen Mordfälle klären. Oder etwa nicht?


    Zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich den Stil Friedrich Anis als sehr besonders empfunden habe. Es fühlte sich nicht wirklich an als würde man einen Krimi lesen, sondern eher als würde man direkt neben den Kommissaren stehen und einfach mit ermitteln. Oder zumindest so als würde man eine sehr reale Polizeidoku schauen mit Fällen zum Greifen nah.


    Die dargestellten Ermittler fand ich jeden für sich recht spannend. Besonders gefangen genommen hat mich jedoch Fariza Nasri. Ich mochte einfach ihre taffe Art und wie sie sich in der Männerdomäne Polizei durchsetzt. Die Passagen über sie habe ich wirklich am liebsten gelesen. Ihr Handeln zum Schluss des Romans war heftig, aber als Leser hatte ich Verständnis für sie. Zudem zeigte sie ja Reue, so dass klar wurde, dass sie nicht kaltblütig oder abgebrüht ist.


    Die Herren Ermittler hatten auch jeder ihr Päckchen zu tragen, allerdings blieben sie mir nicht so prägend im Gedächtnis wie Fariza. Ich gestehe, dass ich deren Schicksal nicht immer spannend fand, gerade alles rund um unseren Detektiv Tabor Süden war mir manchmal etwas zu viel.


    Außer dem spannenden Fall zeigt uns der Autor ein Bild der heutigen Gesellschaft auf, welche leider nicht sehr zimperlich gegenüber Minderheiten ist. Die Gesellschaftskritik empfand ich hier als sehr passend.


    Mir hat gut gefallen, dass man lange Rätseln musste wie denn alles zusammenpasst und ich habe den Roman gespannt und gern gelesen.


    Fazit: Spannung und gute Unterhaltung sind hier garantiert. Gern spreche ich eine Lesempfehlung aus.


    Bewertung: 4ratten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Eine Freundschaft, die alles übertrifft...

    Dieses Buch wurde mir empfohlen, weshalb ich mit der Lektüre begann und ich habe es zu keinem Zeitpunkt bereut.

    In der Geschichte geht es um Dottie und ihre beste Freundin Mary. Sie werden im Alter von 8 Jahren zufällig Freundinnen und sind von daher unzertrenntlich. Doch dann geschieht etwas, dass die Freundschaft auf eine harte Probe stellt. Werden sie diese Komplikation meistern können?

    Dottie fungiert in der Handlung als Ich- Erzählerin und sie ist ein herzensguter Mensch. Ich kann verstehen, dass man sie als beste Freundin haben möchte, einfach weil sie sich kümmert und immer für einen da ist. Mir tat es sehr weh zu lesen wie sie im Schatten ihrer besten Freundin steht, denn eigentlich hätte sie das Spotlight verdient. Ich konnte mich sehr gut mit dieser Figur identifizieren, tolle Persönlichkeit.

    Mary hingegen war schon ein wenig schwer zu ertragen. Am liebsten hätte ich sie gern ein ums andere Mal geschüttelt, damit sie merkt, was sie an Dottie hat und dass Jungs nicht alles sind. Ihr Schicksal hat mich dann aber doch enorm berührt.

    Der Autorin ist es sehr gut gelungen das Brighton der damaligen Zeit realistisch darzustellen. Man spürte förmlich die ersten Veränderungen in der Gesellschaft. Dass geschichtliche Ereignisse wie der Tod von Kennedy in die Handlung verwoben wurden, das hat mir richtig gut gefallen.

    Toll an der Geschichte war zudem, dass es sowohl lustige als auch dramatische Momente gab. Man fühlt und leidet mit den Figuren wirklich mit.

    Fazit: Ein unglaublich intensiver Roman über den Wert wahrer Freundschaft, den ich gern weiterempfehle. Gute Unterhaltung!

    Bewertung: 4ratten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Das Leben im Tal beginnt...


    Die komplette Reihe habe ich seit seinem Erscheinen bei mir im Regal stehen und nun dachte ich mal, dass ich langsam mal einsteigen sollte. Auch wenn das Buch schon 9 Jahre alt ist, so schienen mir die Probleme der Jugendlichen dennoch aktuell.


    In der Geschichte geht es um Julia und Robert Frost, die mit anderen Freshman neu an das Grace College kommen. Das College liegt in einem abgeschiedenen Tal, in dem seltsame Dinge passieren. Was geschah damals und warum verändern sich die Bewohner des Grace?


    Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um den ersten Teil eine 8- bändige Reihe rund um das College im Tal, welches umgeben ist von gefühlt unbezwingbaren Bergen.


    Ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Handlung, welcher zumeist Julia Frost als Hauptfigur begleitet.


    Leider habe ich mich sehr schwer getan in die Geschichte zu finden, da bei dem gut 300 Seiten starken Roman einfach ewig nichts passiert. Vielmehr wird mit zahlreichen Adjektiven und Adverben versucht eine mysteriöse Stimmung aufzubauen, dabei fühlte es sich für mich eher so an als wolle die Autorin die Seiten einfach nur voll bekommen. Erst die letzten hundert Seiten konnten dann mit Spannung aufwarten, so dass ich froh war doch weiter gelesen zu haben.


    Mit Julia als Figur wurde ich nicht so recht warm, einfach weil sie sehr unnahbar ist. Schlecht fand ich sie nicht, aber ich konnte mich nicht in sie einfühlen.


    Deutlich besser hat mir da ihr Bruder Robert gefallen mit seiner Cleverness und seiner konzentrierten Art Lösungen zu finden. Für mich erschien er deutlich stärker als seine Schwester, obwohl er der kleine Bruder ist.


    Ansonsten fand ich den Charakter der Katie noch sehr spannend. Hier hätte ich zu gern gewusst was ihr Geheimnis ist.


    Debbie war mir als Figur viel zu überzeichnet, da ich mir kaum vorstellen kann, dass jemand mit ihrer Statur wirklich so nervig ist. Ihr hätte der Posten als Außenseiterin besser gestanden als der des Großmauls.


    Über alle anderen Figuren wie Chis, David, Rose und Co erfuhr man hier noch zu wenig, um sich über diese eine Meinung zu bilden.


    Da es sich hier um den Startband der Reihe handelt und die Autorin die jugendlichen Leser erstmal in die Welt des Tales einführen wollte, sehe ich es mal nicht als ganz so dramatisch an, dass hier noch nicht so viel passiert. Sicherlich möchte sie damit auch erreichen, dass die anderen Teile ebenfalls gelesen werden.


    Etwas schwach fand ich aber dennoch, dass gerade beim spannendsten Teil, als sie dem Spiel auf die Schliche kommen, sofort die Lösung da ist. Hier hätte ich es besser gefunden, wenn Frau Kuhn den Leser noch zwei bis drei Seiten hätte rätseln lassen anstatt alles auf einer Seite zu verraten.


    Das Alter des Romans spürt man nur an wenigen Stellen, so benutzen die Schüler noch Handys und MP3- Player statt ihrer Smartphones. Und etwas unglaubwürdig fand ich, dass in einem College ein Starbucks für etwas mehr als 300 Schüler dort seinen Standort hat. Ein schlichtes Cafe hätte ich glaubwürdiger gefunden.


    Gut gefallen hat mir, dass einige Fragen beantwortet werden und der Schluss nicht komplett offen ist. So erfahren wir zum Beispiel etwas aus der Vergangenheit der Frosts.


    Fazit: Recht guter Startband, so dass ich mir vorstellen kann auch die anderen Bände zu lesen. Meine Erwartungen wurden aber nur zum Teil erfüllt, weshalb ich nur bedingt eine Leseempfehlung ausspreche.


    Bewertung: 3ratten

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    Taschenbuch: 224 Seiten

    Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 8. (8. Juni 2018)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3548290582

    ISBN-13: 978-3548290584

    Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


    Inhaltsangabe:


    Ein heißer Sommer. Vier Jungs in den Hochhausschluchten der Großstadt. Eine folgenschwere Entscheidung. In seinem von der Kritik gefeierten Debütroman erzählt Felix Lobrecht in schnellen Dialogen voller Witz eine Geschichte mitten aus der sozialen Realität der Häuserblocks, wo Gewalt und Langeweile den Alltag prägen.


    Autoreninfo:


    Felix Lobrecht, geboren 1988, wuchs mit zwei Geschwistern bei seinem alleinerziehenden Vater in Berlin-Neukölln auf. Er ist Autor, Stand-Up-Comedian und einer der erfolgreichsten Slampoeten.


    Meine Meinung:


    Titel: Hart wie Stahlbeton...


    Ich mag Felix Lobrecht als Slampoeten unheimlich gern, weshalb ich großes Interesse an seinem Buch hatte, das so ganz anders war als ich es erwartet habe.


    In der Geschichte geht es um Lukas und seine Kummels, die in Neukölln leben und versuchen dort klar zu kommen. Eine falsche Entscheidung bringt die Jungs in Schwierigkeiten. Wie sollen sie nur aus dieser Klemme wieder raus kommen?


    Ehrlich gesagt habe ich einen lustigen Roman über das Leben dort erwartet, doch ich bekam eine Geschichte voller Gewalt, Kraftausdrücken und Einblicke in eine Gesellschaft, die mich sehr hart hat schlucken lassen. Ich bin absoluter Berlin- Fan und hatte mir vor der Lektüre noch nie Gedanken darüber gemacht, dass Berlin auch anders kann.


    Der Autor gibt uns schonungslose Einblicke in einen Wohnbezirk, in dem man weder wohnen, geschweige denn aufwachsen möchte.


    Am Anfang haben mich die Jungs, allen voran Julius ziemlich genervt mit ihrer derben Sprache und ihrem Gehabe, aber woher sollen sie es besser wissen bei dem was sie täglich erleben?


    Am ehesten konnte ich mich noch mit Lukas, der hier als Ich- Erzähler fungiert, identifizieren. Er macht sich wenigstens noch Gedanken über die Konsequenzen, die ihn da erwarten könnten bei dem Mist, den er mit seinen Kumpels verzapft hat. Zudem hat mir bei ihm gut gefallen, dass er große Stücke auf seinen großen Bruder hält, denn genauso ergeht es mir mit meiner großen Schwester.


    Das Berlinern fand ich noch irgendwie cool, aber die recht derbe Sprache und das ewige "Dings" waren dann doch eine Herausforderung.


    Die Handlung an sich hat mich sehr mitgenommen, da in meiner Kleinstadtrealität so etwas schlichtweg nicht stattfindet, weshalb mich der Roman ein wenig sprachlos zurückgelassen hat.


    Fazit: Ein augenöffnendes Buch über das etwas andere Großstadtleben. Wer sich an der derben Sprache nicht stört, dem wird das Buch gefallen. Bedingt spreche ich eine Leseempfehlung aus.


    Bewertung: 3ratten