Beiträge von nicigirl85

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Dieses Buch hat wirklich mein Leben verändert...


    Ich war schon länger nicht mehr zufrieden mit meinem Zu-Viel-An-Zeug, dass ich bei Youtube über die KonMari- Methode gestoßen bin und erst nach einigen Videos festgestellt habe, dass sie auch Bücher geschrieben hat. Und ich muss gestehen: "Magic Cleaning" ist meine neue Bibel.


    In diesem wundervollen Sachbuch beschreibt die Autorin sehr eindrücklich wie richtig aufräumen geht. Beim Lesen fühlt es sich so an als würde man sich mit Frau Kondo unterhalten, da sie einen direkt anspricht. Dadurch war es sehr unterhaltsam und leicht zu lesen.


    Ich hatte bereits vor der Lektüre angefangen mit dem Aussortieren und Aufräumen, kann aber nur jedem raten erst das Buch zu lesen und sich dann ans Werk zu machen, weil man es dann gleich richtig macht und nicht mehrfach anfängt.


    Die im Buch dargestellten Fallbeispiele zeigen einem, dass es vielen schwer fällt sich von ihren ungenutzten Dingen zu befreien und richtig aufzuräumen. Marie öffnet einem die Augen für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.


    Jedes Kapitel im Buch war für mich eine einzige Inspiration. Die Lektüre habe ich immer mal wieder unterbrochen, um frisch Gelerntes direkt im echten Leben auszuprobieren. Die Beispiele haben mich einfach angesprochen und Lust geweckt es selbst auszuprobieren und es klappt tatsächlich. Ich hatte irgendwann sogar richtig Spaß daran und nachdem die ersten Sachen die Wohnung verlassen hatten, durchströhmte mich ein regelrechtes Glücksgefühl.


    Noch nie hat ein Klappentext so viel versprochen und auch gehalten.


    Fazit: Sehr lesenswertes Sachbuch für alle, egal ob Aufräummuffel oder nicht. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen, denn dieses Buch hat mein Leben bereichert, Ich werde sicher weitere Titel von ihr lesen.


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

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    Gebundene Ausgabe: 768 Seiten
    Verlag: Heyne Verlag (9. September 2019)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3453272374
    ISBN-13: 978-3453272378
    Originaltitel: The Institute



    Inhaltsangabe:



    In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im "Hinterbau" verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen.



    Autoreninfo:



    „Carrie“, „The Shining“, „Misery“ - es gibt wohl nur wenige Leser oder Kinogänger, die nicht zumindest eine dieser drei Horrorgeschichten von Stephen King kennen. Einen internationalen Bestseller nach dem anderen legt der 1947 in Maine geborene Autor vor. Und nicht wenige davon wurden auch erfolgreich verfilmt. So spektakulär die Geschichten sind, so bürgerlich klingt Kings Werdegang. Nach Schule, Universität und früher Heirat arbeitete er zunächst als Englischlehrer. Seiner Passion fürs Schreiben ging er abends und am Wochenende nach, bis ihm der Erfolg seiner ersten großen Geschichte, „Carrie“, erlaubte, ausschließlich als Schriftsteller zu leben. Der Rest ist Legende. King hat drei Kinder und bereits mehrere Enkelkinder und lebt mit seiner Frau Tabitha in Maine und Florida.



    Meine Meinung:



    Titel: Nicht mehr mein Stephen King...

    Auf dieses Buch habe ich mich besonders gefreut, weil es zum Einen um Kinder in brenzlicher Lage geht und zum Anderen um paranormale Fähigkeiten. Leider konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden.

    In der Geschichte geht es um den Zwölfjährigen Luke, dessen Eltern in der Nacht getötet werden und in dieser wird Luke von den Tätern entführt. Was wollen die von ihm? Und warum kommt kein Kind aus dem Institut heraus?

    Der Roman startet sehr spannend und ich fand sehr eindrücklich beschrieben wie Lukes Eltern sterben müssen und wie Luke wegkommt und sich dann erstmal im Institut einleben muss. Dies dauert allerdings nicht sehr lang.

    Und dann kommt das was mich am Roman am meisten gestört hat. Es passiert nicht wirklich etwas und die Handlung zieht sich wie ein alter Kaugummi.

    Bis auf Luke blieben alle anderen Charaktere so blaß, dass ich sie beim Lesen teilweise verwechselt habe und nach dem Lesen auch schon wieder vergessen habe.

    Die Sache mit den Kindern und ihren Fähigkeiten fand ich cool, aber das allein reicht nicht aus für einen guten Roman.

    Das Buch und ich wollten einfach nicht zueinander finden. Es brauchte drei Anläufe, eh ich es dann endlich beenden konnte. Bis zum Schluss habe ich auf eine tolle Wende gehofft, die all die Quälerei rechtfertigt, aber dem war leider nicht so.

    Für meinen Geschmack war der Roman viel zu lang und mir fehlte einfach die Spannung. Wahrscheinlich fiel es mir deswegen so schwer konstant am Ball zu bleiben.

    Fazit: Für mich wird es wohl der letzte King gewesen sein, wenn er nicht zu seinen Wurzeln von "Es" und Co zurückfindet. Ich kann daher keine Leseempfehlung aussprechen.

    Bewertung: Gut gemeinte 2ratten

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    Gebundene Ausgabe: 112 Seiten

    Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (27. November 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3257071329

    ISBN-13: 978-3257071320


    Inhaltsangabe:


    Jim Sams hat eine Verwandlung durchgemacht. In seinem früheren Leben wurde er entweder ignoriert oder gehasst, doch jetzt ist er auf einmal der mächtigste Mann Großbritanniens – und seine Mission ist es, den Willen des Volkes in die Tat umzusetzen. Er ist wild entschlossen, sich von nichts und niemandem aufhalten zu lassen: weder von der Opposition noch von den Abweichlern in seiner eigenen Partei. Und noch nicht mal von den Regeln der parlamentarischen Demokratie. Ian McEwan verneigt sich vor Kafka, um eine Welt zu beschreiben, die Kopf steht.


    Autoreninfo:


    Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot, wurde als Literaturstudent von Angus Wilson und Malcolm Bradbury gefördert, von Philip Roth für ein Schriftsteller-Stipendium nominiert und für den ersten Erzählungsband mit dem Somerset-Maugham-Preis ausgezeichnet. Der Autor lebt und arbeitet in London.


    Meine Meinung:


    Titel: Ist das britischer Humor?


    Der Autor hatte mich mit "Kindeswohl" und "Abbitte" geflasht, weshalb ich gern wieder etwas von ihm lesen wollte. Und da die Inhaltsangabe mich an Kafkas "Die Verwandlung" erinnerte, war meine Neugier direkt groß.


    In der Geschichte geht es um Jim Sams, der plötzlich vom ehemaligen Ungeziefer zum wichtigsten Mann von Großbritannien wird. Wie wird sich sein Leben verändern? Und kann das gut gehen, wenn eine ehemalige Kakerlake an der Macht ist?


    Interessant fand ich noch zu lesen wie Jim seine Verwandlung wahrnimmt und was sich für ihn ändert. Da musste ich auch immer mal kurz schmunzeln.


    Die Aktionen im Parlament und die Erklärungen zu politischen Themen haben mich leider so gar nicht angesprochen und eher gelangweilt, leider.


    Die Anspielungen auf andere Politiker, die sehr viel Ähnlichkeit zu real existierenden Persönlichkeiten haben, waren eine nette Idee, aber von der Umsetzung her leider recht schwach, dass mir das nicht wirklich ein Lächeln entlocken konnte.


    Ich kann mir gut vorstellen was der Autor dem Leser damit vermitteln wollte, aber die Thematik des Brexit ist mittlerweile so durchgekaut wie ein alter Kaugummi, dass ich diesen Roman leider nicht gern gelesen habe.


    Fazit: Ich hatte mir mehr Satire erwartet und der Autor kann eindeutig besser schreiben als er hier gezeigt hat, weshalb ich keine Leseempfehlung aussprechen möchte.


    Bewertung: 2ratten

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    Broschiert: 208 Seiten

    Verlag: Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH; Auflage: 1. (1. Oktober 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3841906710

    ISBN-13: 978-3841906717


    Inhaltsangabe:


    Als ihr Großvater in ihren Armen stirbt, beginnt die deutsch-brasilianische TV-Moderatorin und Fitness-Ikone Fernanda Brandao, ihr Leben von Grund auf zu überdenken. Sie beschließt, sich auf die Suche nach ihren kulturellen Wurzeln zu begeben. Sie will verstehen, woher sie kommt – und damit auch eine Ahnung davon bekommen, wohin ihr Weg sie führen könnte. Nachdem sie ihren Werdegang bis jetzt immer rational geplant hat, möchte sie nun mehr über ihre Seele erfahren und dieser endlich eine eigene Stimme geben. In ihrem Buch nimmt Fernanda Brandao uns mit auf ihren Weg zu sich selbst. Alles beginnt mit einer Reise nach Brasilien zu einem indigenen Volk, das ohne Strom und fließendes Wasser im Amazonas-Regenwald lebt. Dort erlebt Fernanda Menschen, Rituale und Zeremonien, die sie nachhaltig verändern und ihr einen neuen Blick auf das Leben geben. Dabei bleibt die junge Frau, die als Einwandererkind in Deutschland eine Bilderbuchkarriere hinlegte, stets mit beiden Beinen auf dem Boden: positiv, tatkräftig und lebenshungrig.


    Autoreninfo:


    Fernanda Brandao, geboren 1983 in Belo Horizonte, Brasilien, ist nicht nur Sport- und Gesundheitsexpertin und Sängerin, sondern auch eine leidenschaftlich sozial egagierte Person, die sich für die Themen Nachhaltigkeit, Bewusstsein und Bildung einsetzt. Neben ihrer Tätigkeit als Moderatorin, setzt sie sich mit dem Projekt "Children of the Forgotten" für nachhaltige Infrastruktur und Bildung im Amazonasgebiet ein.


    Meine Meinung:


    Titel: Da geht es in den Urwald...


    Das außergewöhnliche Cover hat mich neugierig auf das Buch gemacht und ich war sehr interessiert daran, etwas über Fernanda zu erfahren, da ich eigentlich nichts über sie wusste, außer dass sie Teil der Band Hot Banditoz war.


    Im Buch geht es sowohl um das Leben der Autorin, als auch ihr Engagement für den Regenwald und die Indianer, die dort leben. Als typische Biografie, wie ich es erwartet hatte, kann man das Buch nicht bezeichnen.


    Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich den ersten Teil des Buches richtig spannend fand. Ich wusste wie gesagt nicht viel über Fernanda, aber sie spricht sehr offen über ihre Erlebnisse. Nie im Leben hatte ich erwartet, dass sie einen recht schweren Start hatte. Klasse fand ich auch, dass sie bereits als Teenager schon super fleißig war. Über ihre Fitnesssachen wusste ich bis dato noch gar nichts. Hier werde ich wohl noch intensiver zu recherchieren.


    Der Part über die Sinneserweiterungen bei einem Schamanen fand ich persönlich etwas verstörend, aber jeder wie er mag. Es las sich interessant, ist aber in meinen Augen definitiv nichts zum nachmachen.


    Der Teil über das Engagement im Regenwald hat mir ebenfalls ganz gut gefallen, weil man sich im Westen wirklich so gar keine Gedanken macht wie die Menschen im Regenwald leben und was für Entbehrungen sie aushalten müssen.


    Die große Schwäche des Buches ist leider, dass es keinen richtigen roten Faden hat, so dass sich vieles wiederholt, teils sogar sehr ausführlich wiederholt und anderes angesprochen wird wie z.B. Personen und Namen, aber erst zahllose Seiten später genauer erläutert werden. Dadurch war das Lesen anstrengend und recht holprig.


    Fazit: Gern spreche ich eine Empfehlung aus für all jene, die Sachbücher und Biografien mögen und sich für besondere Persönlichkeiten interessieren. Ansonsten ist hier noch Luft nach oben, da mehr Struktur sehr hilfreich wäre.


    Bewertung: 3ratten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Jubiläum für den Eberhofer...


    Da ich schon einige Eberhofer Bände, wenn auch nicht alle, gelesen habe, wollte ich unbedingt den Neusten lesen, zumal dieser bereits der 10. Band ist.


    In der Geschichte geht es dieses Mal um den Lotto Otto, der verfolgt wird und deswegen Franz seine Hilfe benötigt, obwohl dieser lieber mit seiner Susi schmusen will. Als der Lottoladen dann auch noch in die Luft geht, muss Franz nun aber wirklich in die Puschen kommen. Wird er den Fall lösen und dennoch sein Jubiläum genießen können?


    Gleich vorweg möchte ich betonen, dass ich die Eberhofer Fälle gern gelesen habe, aber hier hatte ich teils das Gefühl, dass die Luft einfach raus ist, da die Handlung des Öfteren nur so vor sich hin plätschert und im Fall nichts wirklich passiert, was vielleicht daran lag, dass der Fokus mehr auf dem Zwischenmenschlichen lag als auf dem Fall an sich.


    Positiv anmerken möchte ich, dass die Grundidee sehr stimmig ist, gerade was Spielschulden und entsprechende Verfolger betrifft, denn so etwas gibt es ja wirklich. Wäre das Buch wie die letzten fünfzig Seiten gewesen, dann hätte ich es als Knaller empfunden.


    Ich mochte nicht, dass sich Franz immer wieder um seine Vaterpflichten drückt. Klar ist es in vielen Teilen Deutschlands noch üblich, dass die Frau den Bärenanteil übernimmt, aber mit Susi hatte ich sehr oft Mitleid, die von ihrem Franz einfach mal im Regen stehen gelassen wird mit dem Kind. Schließlich haben sich beide dafür entschieden und dann müssen sich auch beide kümmern. Zum Schluss bekommt er ja noch die Kurve, aber mir hat das persönlich zu lange gedauert.


    Der Zwist zwischen Rudi und Franz hat mich leider sehr genervt. Rudi tut so viel für seinen Freund und hat nun wirklich auch mal Anerkennung verdient. Gut fand ich hier wirklich, dass Rudi Theresa als Ausgleich bekommt und diese dafür sorgt, dass Franz mal die Augen geöffnet werden.


    Der neue Hund an Franz Seite war süß beschrieben, hätte gern aber noch öfter auftauchen dürfen.


    Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich noch einen weiteren Band lesen wollen würde, da für meinen Geschmack so ein wenig die Luft raus ist. Klar mag ich die Figuren wie Oma, Sushi und Co, aber etwas mehr Spannung sollte schon im Fokus stehen.


    Fazit: Leider nicht so gut wie die ersten Bände, weshalb ich nur bedingt eine Leseempfehlung ausprechen kann. Das kann Frau Falk besser.


    Bewertung: 3ratten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Wenn deine Auszeit zum Horrortrip wird...


    Das Cover, welches aussieht wie ein Tablet, hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Da ich im Urlaub ohne Internet und andere digitale Kommunikation unterwegs war, erschien mir dies als passende Lektüre.


    In der Geschichte will eine Gruppe von Leuten fünf Tage auf ihr Handy verzichten und sehen was das mit ihnen macht. Womit sie nicht gerechnet haben: heftige Schneefälle und einem Mörder unter ihnen. Wem kann man noch trauen? Und vor allem: wer wird überleben?


    Gemächlich führt ein beobachtender Erzähler uns zunächst einmal in die Handlung ein. Wir lernen die Figuren kennen und merken schnell, dass davon jeder sein Päckchen und sein Geheimnis zu tragen hat.


    Das Hotel, in dem die Handlung spielt, gefiel mir als Setting wirklich sehr gut. Zum einen ist es groß genug und zum anderen bietet es aufgrund der Renovierungsarbeiten reichlich Verstecke und Möglichkeiten der Tarnung. Das hat der Autor wirklich sehr geschickt gemacht.


    Zu den Figuren selbst kann ich nur sagen, dass mir nicht eine wirklich sympathisch war. Alle sind so voller Vorurteile und Klischees, das ging für mich gar nicht. Andererseits bilden sie sehr schön die heutige Gesellschaft ab. Besonders heftig fand ich, dass einige immer sofort einen Schuldigen parat haben, nur um nicht selbst dran zu sein. Das war schon sehr beängstigend. Müsste ich mir jedoch eine Figur wählen, dann würde ich mich wohl für Jenny König entscheiden, die zumindest hilfsbereit ist und versucht einen klaren Kopf zu behalten.


    Die beschriebenen Taten waren schon sehr hart und haben mich ein ums andere Mal schlucken lassen. Und selbstverständlich hatte ich Gänsehaut.


    Die Spannung war eigentlich konstant vorhanden und aufgrund der kurzen, knackigen Kapitel und der schnellen Szenenwechsel liest sich der Thriler sehr flott.


    Die Auflösung erschien mir persönlich etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen, aber dennoch schlüssig. Mir persönlich ist es lieber, wenn man als Leser selbst auf die Lösung kommen kann, was hier in meinen Augen nicht der Fall war.


    Fazit: Solider Thriller mit etwas schwachem Ende. Trotzdem gibt es von mir eine Empfehlung, da ausreichend Nervenkitzel vorhanden war. Zudem sehr leicht und ohne Anstrengung zu lesen.


    Bewertung: 4ratten

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    Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
    Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1. (27. November 2019)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3737356963
    ISBN-13: 978-3737356961
    Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
    Originaltitel: A Very Large Expanse of Sea


    Inhaltsangabe:


    Eine Kleinstadt in den USA: Shirins Alltag ist zum Albtraum geworden. Sie hat genug von den unverschämten Blicken, den erniedrigenden Kommentaren und den physischen Attacken, die sie ertragen muss, weil sie Muslima ist. Sie flüchtet sich ins Musikhören und in das Breakdance-Training mit ihrem Bruder und dessen Freunden. Shirin hat beschlossen, niemandem mehr zu trauen. Bis sie an ihrer neuen High School den Jungen Ocean trifft. Er ist der erste Mensch seit langem, der Shirin wirklich kennenlernen möchte. Erschrocken weist Shirin ihn harsch zurück. Ocean ist für sie aus einer Welt, aus der ihr bisher nur Hass und Ablehnung entgegenschlugen. Aber dann kommt alles anders ...


    Autoreninfo:


    Tahereh Mafi wurde 1988 in einer Kleinstadt in Connecticut, USA, geboren. Sie ist iranischer Abstammung und die Jüngste von fünf Geschwistern neben vier älteren Brüdern. Ihr Debütroman "Ich fürchte mich nicht", der erste Band einer Trilogie, ist 2011 in den USA erschienen, wurde in über 30 Sprachen übersetzt und stand auf den Bestsellerlisten der New York Times und der USA Today. Mafi ist mit dem Filmemacher und Schriftsteller Ransom Riggs verheiratet und lebt mit ihrer Familie in Santa Monica, Kalifornien.


    Meine Meinung:


    Titel: Wenn Vorurteile dein Leben torpedieren...

    Das ungewöhnliche Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Von der Autorin hatte ich schon viel gehört, aber bisher noch kein Buch gelesen, weshalb ich mich unvoreingenommen an die Lektüre wagte.

    In der Geschichte geht es um Shirin, die gerade in eine neue Stadt gezogen ist. Sie ist schon sehr oft umgezogen und kennt die Vorurteile ihrer Mitschüler, weshalb sie versucht so unauffällig wie möglich zu sein. Doch dann tritt Ocean in ihr Leben und plötzlich ist alles so unfassbar kompliziert. Wie wird sie mit der neuen Situation umgehen? Und was machen die Vorurteile der anderen mit den Betroffenen?

    Die Handlung wird uns über Shirin als Ich- Erzählerin nahe gebracht, was dazu führt, dass wir als Leser live miterleben wie sich die erste Liebe anfühlt. Dies hat mir sehr gefallen, da man sich als erwachsener Leser direkt nochmal jünger fühlt. Die Gefühls- und Gedankenwelt von Shirin ist teilweise so intensiv, dass es manchmal nur schwer auszuhalten ist. Zum einen ist sehr hart was sie alles aushalten muss, zum anderen wird man daran erinnert, dass man als Jugendlicher so viel intensiver fühlt und schnell mal alles um sich herum vergisst, wenn man verliebt ist.


    Shirin als Figur war mir anfänglich komplett unsympathisch. Sie ist so aggressiv und voller Wut, was ich am Anfang einfach nicht verstanden habe. Fast hat man das Gefühl, dass sie ihre Probleme selbst verursacht. Erst mit der Zeit kann man hinter die Fassade blicken und spürt, dass sie sich einen enormen Schutzpanzer zugelegt hat, um nicht verletzt zu werden. Trotzdem hätte ich sie gern das ein oder andere Mal wachgerüttelt, dass sie doch bitte anders agieren soll als sie es tut.

    Ocean ist das komplette Gegenteil von Shirin. Ihn mochte ich auf Anhieb, weil er so offen und ohne Vorurteile ist. Mir gefiel, dass er beharrlich an seinen Zielen festhält und sich nicht von anderen beeinflussen lässt.

    Die Thematik Kopftuch wird sehr ansprechend und verständlich erklärt. Ich konnte nachvollziehen warum Shirin sich dafür entschieden hat und trotz der Probleme bei ihrer Wahl bleibt.

    Zudem mochte ich es, dass Breakdance eine Rolle spielt. Ich habe mich damit bisher noch nie beschäftigt, fand aber gut wie der Zusammenhalt der Crew ist und was so alles möglich ist bei dieser Tanzform.

    Die Sache mit den Vorurteilen und dem Hass hat mich doch sehr bestürzt. Meine Schulzeit war sicher auch nicht leicht, aber so furchtbar wie im Buch beschrieben war es ganz sicher nicht. Besonders schlimm fand ich, dass selbst die Erwachsenen dabei mitmachen.


    Fazit: Für mich war dieses Buch sehr augenöffnend, weshalb ich es gern anderen Lesern ans Herz legen möchte. Auch für Erwachsene lesenswert.

    Bewertung: 4ratten

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    Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
    Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (20. März 2019)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3257070586
    ISBN-13: 978-3257070583


    Inhaltsangabe:


    Es ist ein klirrend kalter Januar. In den prunkvollen Sälen des Geologischen Museums trinken sich die Größen der Modewelt warm für die Copenhagen Fashion Week, als draußen im Schnee der Designer Bartholdy unter Qualen zusammenbricht. Jeppe Kørner und Anette Werner ermitteln in dem Fall. Jeppe ist zurück von einem längeren Urlaub in Australien, doch die Erholung hält nicht lange an. Denn Jeppes bester Freund ist seit dem grausamen Mord an Bartholdy unauffindbar.


    Autoreninfo:


    Katrine Engberg, geboren 1975 in Kopenhagen, arbeitet für Fernsehen und Theater und ist als Tänzerin, Choreographin und Regisseurin landesweit bekannt. Mit "Krokodilwächter" hat sie in der Welt des skandinavischen Thrillers debütiert. "Blutmond" ist der zweite Fall für Kørner und Werner. Sie lebt mit ihrer Familie in Kopenhagen.


    Meine Meinung:


    Titel: Büßet für eure Taten...


    Nachdem ich bereits "Krokodilwächter" mit großer Begeisterung gelesen hatte, wollte ich nun wissen wie es mit Kørner und Werner weitergeht und begann neugierig zu lesen.

    Ich finde es im Übrigen schon sinnvoll, wenn man den ersten Band kennt, ein Muss ist es jedoch nicht.

    Der neue Fall spielt in der Modewelt, wo die Schönen und Reichen sich tagtäglich zeigen wie begehrenswert sie sind. Als einer von ihnen unter Qualen stirbt, schickt das unser Ermittlerteam aus der Mordkommission auf den Plan. Woran ist das Opfer gestorben? Und was für Hintergründe hat diese furchtbare Tat?

    Der Thriller besticht wieder durch zahlreiche Szenenwechsel, die ich sehr mag, da man so diverse Figuren serviert bekommt, von denen man nicht bei allen weiß wie sie zur Geschichte passen. Zudem sorgt dies für zusätzlich Spannung, da natürlich immer in besonderen Momenten die jeweilige Szene unterbrochen wird.

    Sehr ungewöhnlich für mich ist, dass ich mich mit der männlichen Hauptfigur deutlich mehr identifizieren kann als mit der weiblichen. Dies liegt daran, weil Jeppe ähnliches durchgemacht hat wie ich selbst und teilweise ähnlich agiert hat. Ich musste richtig schmunzeln wie er nach der Trennung verreist ist und dort eine deutlich jüngere Partnerin trifft, denn ganz ähnlich erging es mir auch. Da ist man dann auch nicht mehr neidisch auf das Babyglück der anderen. Zudem hat mir hier gut gefallen, dass Jeppe endlich wieder zu sich selbst gefunden hat und sein Leben in vollen Zügen genießt.

    Anette hingegen erinnert mich mit ihrer offenen und teilweise plumpen Art sehr stark an eine ehemalige Kollegin, die sich mehr wie ein Mann benahm und damit nicht immer gut ankam. Bei Anette ist dies ja ähnlich. Ehrlich gesagt hatte ich um sie echt Sorge, denn ihre Symptome klangen ja wirklich alles andere als gut. Die Auflösung hat mich dann aber echt gefreut. Sie ist das perfekte Gegenstück zu Jeppe.


    Richtig klasse fand ich, dass Gregers und Esther auch wieder eine Rolle spielen, denn damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Richtig schön, dass man hier erfährt wie es mit ihnen weitergeht.

    Der Fall an sich fängt bereits mit der ersten Szene gruselig an, wo ich erst einmal schlucken musste. Natürlich gelang es Frau Engberg mich auf die falsche Fährte zu locken, was sonst? Da denkt man endlich zu wissen wer es war und dann kommt es doch wieder anders. Mir hat das gefallen, weil das Miträtseln so noch interessanter war.

    Die Auflösung am Ende war überaus schlüssig und nachvollziehbar. Für mich blieb keine Frage offen. Die Figuren sind mir jetzt noch mehr ans Herz gewachsen, so dass ich dem nächsten Fall entgegen sehne.

    Fazit: Wer Gänsehaut benötigt und Winter wenigstens in Buchform erleben möchte, der sollte sich dieses Buch auf keinen Fall entgehen lassen. Spitzenklasse!

    Bewertung: 5ratten und :tipp:

    Broschiert: 288 Seiten
    Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth); Auflage: 7. Aufl. 2019 (30. September 2019)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3431041337
    ISBN-13: 978-3431041330


    Inhaltsangabe:


    Ob Forensik-Freak, Herr der Maden oder Käfer-Nerd - eines ist klar: Der Kriminalbiologe Mark Benecke hat eine ganz besondere Leidenschaft, nämlich Leichen. In seiner Autobiografie erfahren wir nun endlich, ob er sich bereits als Kind für Tatorte interessiert hat, was ihn an Insekten so fasziniert und warum er sich heute auch politisch engagiert. Dass spezielle Interessen kein Hindernis für ein erfülltes und glückliches Leben sind, zeigt er mit seinem Buch und macht damit allen Leser*innen Mut, den eigenen Weg zu gehen.


    Autoreninfo:


    Dr. Mark Benecke, geb. 1970, Kriminalbiologe, arbeitet als Molekularbiologe und Wirbellosenkundler an kriminalistischen und rechtsmedizinischen Fragen und der Biologie des Todes, ist Gastdozent und -professor an Universitäten in den USA, den Philippinen, Vietnam und Kolumbien sowie Ausbilder an Polizeiakademien und Gast u. a. an der FBI-Akademie und der "Body Farm".


    Meine Meinung:


    Titel: Das Leben des Dr. Made...

    Da ich Herrn Benecke als besondere Persönlichkeit empfinde, hat mich das Buch sehr interessiert. Ich lese gern mal eine Biografie, wenn sie gut gemacht ist.

    Im Buch erfahren wir als interessierte Leser natürlich mehr über Mark, angefangen in seiner Kindheit, über die Schulzeit und das Studium, sowie auch seine Arbeit an sich. Dies erfolgt im Buch sehr abwechslungsreich und durchaus unterhaltsam.


    Ich habe sehr viel Neues über diese Persönlichkeit gelernt und muss sagen, dass er mir nun noch einmal sympathischer ist als vor der Lektüre.


    Ich war bisher der Annahme, dass Dr. Benecke Rechtmediziner ist und dementsprechend Medizin studiert hat. Dass sein Weg aber ganz anders war und studientechnisch auch sehr vielfältig, das empfand ich als sehr interessant.


    Ich kann mir nicht vorstellen so einer Tätigkeit nachzugehen und weiß nun auch wieso: zu emotional. Mir hat gut gefallen, dass der Biologe beschreibt wie er seine Arbeit erledigt und wie er die Welt betrachtet. Dadurch wurde schnell klar, dass er die Welt mit anderen Augen betrachtet als beispielsweise ein Durchschnittsbürger.


    Über die Fotostrecke in der Mitte des Buches habe ich mich besonders amüsiert. Mir gefällt, dass Mark so absolut gar nicht mit dem Strom schwimmt, sondern einfach sein eigenes Ding macht.


    Gut gefallen hat mir außerdem, dass mittendrin immer mal wieder Fallgeschichten eingestreut sind, so dass das Buch keine chronologische Abhandlung seines Lebens ist.


    Mir hat das Buch gut gefallen und bis auf einige berufliche Abhandlungen, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte (z.B. Erklärungen zu Tieren und deren Leben) habe ich immer gespannt gelesen. Den Anhang hätte ich zum Beispiel auch nicht gebraucht.


    Fazit: Eine interessante Biografie, die mir Mark um einiges näher gebracht hat. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Gelungen!


    Bewertung: 4ratten

    Annette B. : Gern geschehen, dafür sind Rezensionen ja da. ;)


    Ich werde wahrscheinlich auch so bald kein Buch der beiden mehr lesen, denn an die Preußen- Trilogie und "Die steinerne Schlange" ist es definitiv nicht heran gekommen. Und ich glaube "Feuertochter" wird meine unangefochtene Nummer 1 bleiben.

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Die weiße Rose ist verflucht...


    Nachdem ich schon länger kein Buch mehr des Autorenduos gelesen hatte, hatte ich wirklich mal wieder Lust drauf und begann neugierig zu lesen.


    In der Geschichte geht es um Johannes und Maria, denen das Leben übel mitspielt, denn sie werden nicht bei ihren leiblichen Eltern groß. Während Johannes im Kloster aufwächst und zum Priester geweiht wird, gedeiht Maria bei ihrem Ziehvater, einem Fugger. Als die beiden sich begegnen, ist es um sie geschehen, denn ein Blick genügt. Doch darf diese Liebe sein? Vieles spricht dagegen, aber gibt es vielleicht doch einen Weg?


    Iny Lorentz führt uns sehr ausführlich in das Leben von Johannes und Maria ein. Wir erleben wie sie aufwachsen und was sie durchmachen müssen. Dies las sich wirklich sehr spannend und man konnte sich alles gut vorstellen. Doch sobald die beiden erwachsen sind, zieht sich die Geschichte etwas. Zudem passiert gerade im Mittelteil nicht so viel was die Handlung so richtig voranbringt.


    Maria und Johannes als Hauptfiguren sind natürlich die Lieblinge des Lesers. Man hat sie auf Anhieb gern und hätte gern solche Freunde an seiner Seite. Zudem war ihr Handeln immer komplett nachvollziehbar und ich mochte es sehr wie hilfsbereit sie mit ihrer Umgebung umgehen, selbst wenn sie dadurch einen Nachteil haben.


    Die Nebenfigur der Kesslerin und auch den alten Mönch, der Johannes aufzieht, mochte ich sehr. Hier hat man sehr gut gespürt, dass oft das einfache Volk, welches wenig hat, mehr Herz hat und gerne gibt als diejenigen, die in Geld schwimmen.


    Bruder Norbert ist nicht nur eine böse Figur, die man am liebsten immer wieder schütteln möchte, sondern nervte mich persönlich auch etwas. Zu oft war die Rede von einer großen Pfründe. Bereits nach den ersten drei Erwähnungen hatte ich verstanden, dass er geld- und machtgierig ist. Zudem fand ich seine sexuellen Gedanken mehr als erschreckend.


    Auf den letzten hundertfünfzig Seiten wird es dann aber wieder so richtig spannend und das Autorenpaar zeigt nochmal seine ganze Stärke. Ich hätte mir wirklich sehr gewünscht, dass der Roman komplett so gewesen wäre wie die letzten hundertfünfzig Seiten.


    Ich mochte sehr, dass sich am Ende alles zum Positiven wendet und die bösen Akteure ihre gerechte Strafe bekommen. Allerdings hatte ich erwartet, dass wir die Eheschließung von unseren Lieblingen noch miterleben werden. Das war leider nicht der Fall. Auch über deren weiteres Leben erfahren wir leider nichts, weshalb ich mir einen zweiten Band zu diesen Figuren sehr gut vorstellen könnte.


    Ansonsten bleibt noch zu erwähnen, dass man sich ein gutes Bild über die Umgebung und auch die Gebräuche der damaligen Zeit machen konnte.


    Fazit: Ein solider Roman über die Zeit der Fugger. Ich habe ihn gern gelesen, habe aber schon spannendere Romane von Iny Lorentz gelesen. Für Fans ein Muss, allen anderen Lesern rate ich erstmal zu den älteren Werken.


    Bewertung: 3ratten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Wenn Verführung zur Gefahr wird...


    Da ich ein Fan von komplizierten Beziehungsgeschichten bin, hat mich dieser Roman sehr gereizt. Ich bekam jedoch etwas gänzlich anderes serviert, was für mich eine Überraschung war.


    In der Geschichte geht es um die Frauen Orna, Emilia und Ella, die sich alle auf ein und denselben Mann einlassen. Jede spürt für sich, dass ihr dieser Mann nicht guttut und dennoch können sie nicht die Finger von ihm lassen. Was will er nur von diesen drei Frauen?


    Es fällt wirklich ungemein schwer etwas über dieses Buch zu schreiben ohne etwas zu verraten oder die Geschichte gar zu spoilern.


    Mich hat am meisten die Handlung um Orna gefesselt, einfach weil ich mich mit ihr am ehesten identifizieren konnte. Ich habe sehr gut nachvollziehen können wie sehr sie als Geschiedene noch an ihrem Mann hängt und es ihr schwer fällt die neue Situation zu akzeptieren, weil ich ähnliches durchgemacht habe.


    Gil als männlicher Part ist einfach nur unglaublich und das meine ich im negativen Sinne. Ich konnte kaum fassen wie sehr er des Lügens mächtig ist und sich immer alles so zurechtlegt, dass es für ihn passt. Rücksicht auf andere zu nehmen kennt er nicht, weshalb ich ihn als Figur natürlich so gar nicht mochte.


    Ansonsten kann ich jedem nur empfehlen das Buch erst dann zu lesen, wenn man emotional gefestigt ist, denn der Roman ist von der Grundstimmung her ungemein düster, fast schon depressiv.


    Nach dieser Lektüre kann ich nur sagen, dass ich deutlich besser aufpasse, wenn ich jemanden kennenlerne und genau in mich hineinhorche, ob mir eine Person gut tut oder nicht.


    Fazit: Völlig anders als erwartet und dennoch gut. Ich habe teils vor Staunen mit offenem Mund gelesen und spreche daher gern eine Leseempfehlung aus. Wirklich mal etwas anderes.


    Bewertung: 4ratten

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    Gebundene Ausgabe: 304 Seiten

    Verlag: Kiepenheuer&Witsch; Auflage: 1. (22. August 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3462052039

    ISBN-13: 978-3462052039

    Originaltitel: Jeg nekter å tenke


    Inhaltsangabe:


    Jung, ledig, selbstbestimmt – und ungewollt schwanger. Hedda ist nach einem One-Night-Stand ungewollt schwanger und möchte schnellstmöglich abtreiben. Doch sie hat die Rechnung ohne das norwegische Gesundheitssystem gemacht, das eine mehrtägige Bedenkzeit vorsieht. Und die setzt ihr unerwartet zu …


    Autoreninfo:


    Lotta Elstad, Jahrgang 1982, arbeitet als Autorin, Journalistin, Historikerin, Lektorin. Sie hat diverse Romane und Sachbücher auf Norwegisch veröffentlicht. "Mittwoch also" ist ihr erstes Buch, das auf Deutsch erscheint.


    Meine Meinung:


    Titel: Nicht irgendein Mittwoch...


    Ehrlich gesagt bin ich aufgrund der besonderen Optik auf das Buch aufmerksam geworden. Zudem interessierte mich die Thematik sehr, weshalb ich gespannt mit der Lektüre begann.
    In der Geschichte geht es um Hedda, die ungewollt schwanger wird und weiß, dass sie das Kind nicht haben möchte. Doch so einfach ist es nicht eine Abtreibung durchführen zu lassen. Die Bedenkzeit wird alles andere als leicht. Für welchen Weg wird sich Hedda entscheiden?


    Die Hauptakteurin fungiert als Ich- Erzählerin, weshalb man sehr nah an den Gefühlen dran ist. Dies finde ich gerade bei der Thematik sehr wichtig.


    Im Vordergrund stehen weder die Schwangerschaft noch der geplante Schwangerschaftsabbruch, sondern die komplizierten Beziehungen, die Hedda pflegt. Mich hat das persönlich nicht gestört, weil genau diese ja der Grund sind, weshalb sie erst in die Lage geraten ist. Die ungewollte Schwangerschaft wird immer mal wieder am Rande beleuchtet, was für meinen Geschmack absolut ausreichend war, um sich ein Bild zu machen, ohne gleich komplett runtergezogen zu werden.


    Am meisten emotional berührt hat mich die Internetrecherche zu Schwangerschaftsabbrüchen und die Laienvorschläge diesbezüglich. Das hat mich wirklich sehr traurig gemacht, dass Frauen so verzweifelt sind.


    Ebenfalls bedrückt hat mich, dass die Entscheidung offenbar nicht allein die Frau treffen darf, die betroffen ist, sondern andere mit ihr bestimmen und gegebenenfalls auch über sie hinweg entscheiden können. Dies war mir so nicht bewusst.


    Ich habe das Buch gern gelesen und finde es wichtig, dass man so etwas nicht tabuisiert. Vielleicht nicht gerade leichte Kost, aber trotzdem sehr unterhaltsam.


    Fazit: Ein mutiges Buch, welches ich jeder Frau ans Herz lege, weil es ein Thema beleuchtet, über das kaum jemand spricht. Gute Unterhaltung garantiert!


    Bewertung: 4ratten

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    Gebundene Ausgabe: 240 Seiten

    Verlag: Kiepenheuer&Witsch; Auflage: 2 (22. August 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3462052578

    ISBN-13: 978-3462052572


    Inhaltsangabe:


    Für sein Umfeld war Otto, der pensionierte Ingenieur, schon immer eine Heimsuchung. Aber als er aus dem Krankenhaus zurückkehrt, ist alles noch viel schlimmer. Nach wie vor ist er aufbrausend, manipulativ, distanzlos und von wahnwitzigen Einfällen beseelt – aber jetzt ist er auch noch pflegebedürftig. Seinen erwachsenen Töchtern macht er unmissverständlich klar: Ich verlange, dass ihr für mich da seid. Und zwar immer! Für Timna und Babi beginnt ein Jahr voller unerwarteter Herausforderungen, aber auch der Begegnung mit der eigenen Vergangenheit und Familiengeschichte, die so schräg ist, dass Außenstehende nur den Kopf schütteln können. Klug, liebevoll und mit sehr viel schwarzem Humor erzählt Dana von Suffrin, wie Timna versucht, ihre dysfunktionale Familie zusammenzuhalten, ohne selbst vor die Hunde zu gehen.


    Autoreninfo:


    Dana von Suffrin wurde 1985 in München geboren. Sie studierte Politikwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Komparatistik in München, Neapel und Jerusalem. Seit 2009 ist sie Museums- und Stadtführerin in München. 2017 Promotion mit einer Arbeit zur Rolle von Wissenschaft und Ideologie im frühen Zionismus, seitdem Postdoc an der LMU. Sie lebt in München.


    Meine Meinung:


    Titel: Papa also bitte...


    Die etwas ungewöhnliche Aufmachung des Romans hat mich auf ihn aufmerksam gemacht. Es ist schon seltsam wie einen die dunklen Augen da anschauen.


    In der Geschichte geht es um Timna und Babi, die seit Jahren von ihrem Vater tyrannisiert werden. Nun ist er krank und benötigt besondere Hilfe, was den jungen Frauen einiges abverlangt. Aber was soll man machen, wenn man den Vater trotz allem irgendwo noch lieb hat?


    Die Ich- Erzählerin Timna stellt uns in kleinen Anekdoten ihre verrückte Familie vor. Dies geschieht nicht unbedingt in chronologischer Reihenfolge, weshalb man beim Lesen durchaus Acht geben muss. Einige Geschichten sind traurig, andere lustig und manche doch recht seltsam und abgefahren, aber alle haben eins gemeinsam: sie sind unterhaltsam.


    Positiv anmerken möchte ich den schwarzen Humor, der sich durch das ganze Buch zieht. Ich habe wirklich sehr oft schmunzeln müssen bei der Lektüre. Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass die Autorin eine Familie darstellt, die sich eben nicht immer grün ist und auch manchmal so gar nicht leiden kann. Alle dargestellten Probleme wie Ehescheidung, Alkoholismus und ähnliches sind doch sehr aus dem Leben gegriffen.


    Auch wenn Papa Otto echt ein kleines Ungeheuer ist, so kann man ihm auf weiter Strecke einfach nicht böse sein, da er meist ja nur das Beste für seine Familie will. Mich hat er an meinen Großvater väterlicherseits erinnert, der auch jede Mark am liebsten fünf Mal umgedreht hätte.


    Sprachlich mochte ich den Roman ebenfalls gern, vor allem die Bilder, die die Autorin verwendet. So werden die Schwestern quasi wie reife Tomaten abgepflückt und ähnliche Vergleiche.


    Gestört hat mich im Text lediglich, dass immerzu Ergänzungen in Klammern stehen, welche den Lesefluss doch ganz schön gestört haben.


    Fazit: Eine Erzählung über eine durchgeknallte Familie, die doch gar nicht so unnormal ist. Wer spezielle Familiengeschichten mag, der wird sich hier wohl fühlen. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus.


    Bewertung: 4ratten

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    Broschiert: 352 Seiten

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 1. (20. August 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3499001861

    ISBN-13: 978-3499001864

    Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren


    Inhaltsangabe:


    Xiomara hat ihre Worte immer für sich behalten, so wie ihre strenggläubige Mutter es verlangt. In ihrem Viertel in New York übernehmen stattdessen Fäuste das Reden. Doch X hat Geheimnisse: ihre Gefühle für Aman aus ihrer Klasse; ihr Notizbuch voller Gedichte, das sie unter dem Bett versteckt – und ein Slam-Poetry-Club, der all diese Geheimnisse ans Licht bringen wird. Denn auf der Bühne bricht Xiomara schließlich ihr Schweigen und verlangt, von allen gehört zu werden.


    Autoreninfo:


    Elizabeth Acevedo wuchs in New York auf. Ihre Lyrik ist beeinflusst vom Dominikanischen Bolero und vom harten Sound ihrer geliebten Geburtsstadt. Sie ist eine gefeierte Poetry Slammerin. "Poet X" ist ihr erster Roman. Elizabeth Acevedo lebt und arbeitet in Washington DC.


    Meine Meinung:


    Titel: Meine Worte machen mich stark!


    Ich bin eher zufällig über dieses Buch gestolpert und ich kann nur sagen, dass der Klappentext nicht annähernd wiedergibt, was dieses tolle Buch dem Leser schenkt.


    In der Geschichte geht es um Xiomara, kurz X, die von ihrer strengen Mutter unterdrückt wird und eigentlich nur funktionieren soll ohne jegliche Emotionen. Doch welcher Mensch kann das? In ihren Texten und Gedichten kann sie ihre Gefühle verpacken und versuchen ihr Schweigen zu brechen. Wird ihr dies gelingen?


    Das Besondere an dem Buch ist, dass dem Leser die Handlung in Form von Gedichten aus der Ich- Perspektive von Xiomara nahe gebracht wird. So etwas hatte ich vorher noch nie in der Hand und ich habe die lyrischen Texte wirklich sehr genossen.


    Durch die Erzählform ist man unglaublich nah an X dran, ihre Emotionen haben mich teilweise überwältigt, da man wirklich sehr intensiv mitfühlen kann. Zudem ist X ein ganz normales Mädchen mit typischen Problemen und nicht der Typ Cheerleader, den andere beneiden würden. Ich habe mich bei ihr sehr wohl gefühlt.


    Am meisten bedrückt hat mich das Verhalten der Mutter. Wie kann man sich nur so sehr in seinem Glauben verlieren, dass man den Blick auf die Realität verliert?


    Die Autorin beschreibt wunderschön wie sich die erste Liebe anfühlt und wie einfach es manchmal sein kann Freundschaften zu schließen und zu wissen, dass die eigenen Freunde immer hinter einem stehen werden.


    Fazit: Ein Buch für jung und alt, welches ihr euch definitiv nicht entgehen lassen solltet. Nicht umsonst wurde es mit Preisen ausgezeichnet. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Spitze!


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

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    Broschiert: 512 Seiten

    Verlag: Penguin Verlag; Auflage: Originalausgabe (28. Oktober 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 332810402X

    ISBN-13: 978-3328104025


    Inhaltsangabe:


    Spätsommer 2018. Über Nacht ist Mona Lang reich. Ihre Großtante Klara hat ihr ein großes Haus in München-Schwabing vermacht, denn sie war sich sicher: "Mona wird das Richtige tun." Was damit gemeint ist, versteht Mona nicht. Doch kaum hat sie Klaras Erbe angetreten, kommt sie einer Intrige auf die Spur, die sich um die Vergangenheit des Hauses rankt – und um ihre Familie. München 1938. Die junge Klara belauscht an der Salontür ein Gespräch zwischen ihrem Vater und ihrem Vermieter, dem jüdischen Unternehmer Jakob Roth. Es geht um die bevorstehende Auswanderung der Roths – und ein geheimes Abkommen …


    Autoreninfo:


    Ellen Sandberg ist das Pseudonym der erfolgreichen Münchner Autorin Inge Löhnig. Ihre Krimis und Romane stehen regelmäßig in den Top Ten der SPIEGEL-Bestsellerliste. Sie arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Nach dem sensationellen Erfolg von "Die Vergessenen" befasst sich Ellen Sandberg auch in ihrem nächsten groß angelegten Spannungs- und Familienroman "Das Erbe" mit einem Thema, das ihr ein persönliches Anliegen ist: den Verbrechen der NS-Zeit und der Notwendigkeit, diese nicht zu vergessen.


    Meine Meinung:


    Titel: Wenn deine Familie die größte Strafe ist...


    Seit "Die Vergessenen" habe ich einen Narren an der Schreibe der Autorin gefressen und daher musste ich unbedingt dieses Buch lesen. Leider bekam ich nicht so ganz das was ich mir gewünscht hatte.


    In der Geschichte geht es um Mona, die von ihrer Großtante erbt und das nicht gerade wenig. Doch das Erbe scheint auf einer Lüge aufgebaut zu sein. Mona begibt sich auf Spurensuche und gerät dabei in einen Strudel von Missgunst und Neid. Ist das Erbe es wirklich wert?


    Die Autorin eröffnet drei Handlungsstränge, die anfänglich nichts miteinander zu tun haben. Zwei davon spielen in der Gegenwart rund um Mona und Sabine, der dritte in der Vergangenheit um Klara.


    Es fällt mir wirklich nicht leicht etwas über diesen Roman zu schreiben, da ich sehr zwiegespalten bin.


    Mona als Hauptfigur mochte ich anfänglich richtig gern, einfach weil sie eine gute Seele ist und mehr für andere tut als für sich selbst. Leider ist sie in einigen Belangen sehr naiv und ich wollte sie ein ums andere Mal wach rütteln. Moralisch ist sie eine tolle Persönlichkeit, aber ihr Handeln konnte ich nicht immer nachvollziehen, weshalb mir manchmal auch der Zugang zu ihr fehlte.


    Alle anderen Figuren, sei es nun Sabine mit ihrer Familie, Großtante Klara oder eben auch Monas Familie, sind alle einfach nur furchtbar. Beim Lesen musste ich mich daher des Öfteren aufregen, denn diese Personen sind alle so egoistisch und von Hass, Neid und Geldgier getrieben, dass es kaum noch auszuhalten war. Ich mochte wirklich niemanden und war entsetzt über deren Äußerungen und Taten.


    Als ich mit der Lektüre begann, war ich von den ersten 150 Seiten unfassbar gefesselt und glaubte fest an einen neuen Spitzentitel der Autorin, da ich regelrecht in die Handlung gesogen wurde. Der Mittelteil driftete dann leider furchtbar ins Kitschige ab und ich hatte eher das Gefühl einen Schicksalsroman aus der Feder von Hera Lind zu lesen. Im letzten Abschnitt wurde es dann zwar wieder deutlich besser, aber dieser war dann so voll gepackt mit Wendungen, dass es nicht mehr so realistisch wirkte wie am Anfang.


    Am Ende klärt sich nahezu alles auf und man kann als Leser alles nachvollziehen und verstehen, so dass ich mit dem Schluss zufrieden bin. Und dennoch bleibe ich nach der Lektüre geschockt zurück, da mich die vielen fiesen Persönlichkeiten und deren Äußerungen sehr mitgenommen haben.


    Fazit: Ein Buch mit zahlreichen Schwächen über ein interessantes Thema, welches noch öfter besprochen werden sollte. Fans der Autorin sollten zugreifen, Neulingen rate ich eher zu "Die Vergessenen" und "Der Verrat", da ich diese deutlich besser fand. Ich kann nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen.


    Bewertung: 3ratten

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    Gebundene Ausgabe: 464 Seiten

    Verlag: Dressler (23. September 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3791501305

    ISBN-13: 978-3791501307

    Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


    Inhaltsangabe:


    Es gibt drei Dinge, die die 18-jährige Sasha sich fest vorgenommen hat: Sie wird in diesem Leben ihre Bestimmung nicht annehmen. Sie wird niemanden wegen ihrer Gabe in Gefahr bringen und ihre Seelenmagie tief in sich verschließen. Auf der sturmumtosten Atlantikinsel Alderney ließen sich diese Vorhaben in die Tat umsetzen, aber dann taucht eines Nachts Cedric de Gray auf. Erst rettet er sie vor dem Ertrinken und dann vor einem Seelenjäger, der es auf Sashas kostbare Seele abgesehen hat. Doch diese übt auch auf Cedric einen unwiderstehlichen Reiz aus, denn mit nur einem Splitter davon, könnte er ewig leben.


    Autoreninfo:


    Marah Woolf wurde 1971 in Sachsen-Anhalt geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und drei Kindern lebt. Sie studierte Geschichte und Politik und erfüllte sich mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans 2011 einen großen Traum. Seitdem haben die Bücher sich als E-Book, Hör- oder Taschenbuch mehr als 1 Million Mal verkauft. Der erste Teil der vierteiligen MondLichtSaga "MondSilberLicht" wurde auf der Leipziger Buchmesse 2013 mit dem ersten Indie-Autoren-Preis ausgezeichnet. Der dritte Teil der BookLessSaga erhielt 2014 von den Lovelybookslesern, Deutschlands größter Leserplattform, den ersten Preis in der Kategorie Fantasy. Seit 2017 veröffentlicht Marah Woolf beim renommierten Dressler-Verlag. Jeder der drei Teile der GötterFunkeSaga schaffte den Sprung auf die Spiegelbestsellerliste. Ihre Bücher gibt es mittlerweile in französischer, englischer, polnischer, ungarischer und koreanischer Sprache.


    Meine Meinung:


    Titel: Die Magie der Seelenverwandten...


    Ich habe dieses Buch auf Empfehlung gekauft, da mir eine Freundin bereits mehrfach von der Autorin vorgeschwärmt hatte. Aufgrund seiner Optik hätte ich es gewiss nicht erstanden, was wirklich schade gewesen wäre, denn dann hätte ich richtig was verpasst.


    In der Geschichte geht es um Sasha, die vor ihrer Bestimmung fliehen will. Dieses Schicksal hat bereits für einen Unfall gesorgt, von dem sie eine Narbe im Gesicht davon trug, die sie nur zu gern versteckt. Doch hat sie überhaupt eine Wahl? Auf der Insel Alderney gelingt ihr dies recht gut, doch dann taucht Cedric de Gray auf und nichts ist mehr wie zuvor. Was soll Sasha nur tun?


    Ich lese eher selten Fantasy und Liebesgeschichten, aber diese hat mich regelrecht verzaubert und erinnerte mich an meine einstige Liebe zu der Twilight Saga.


    Die Handlung wird uns über Sasha als Ich- Erzählerin nahe gebracht, was mir gut gefiel, da wir ihre Gedanken und Gefühle so live miterleben können. Dies sorgte für den ein oder anderen Gänsehautmoment.


    Sasha als Hauptfigur gefiel mir enorm, da sie ein Mädchen wie du und ich ist mit Ecken und Kanten. Sie ist keine Schönheit, sondern weiß durch Charakter zu überzeugen. Ich mochte, dass sie in erster Linie an andere denkt und nicht ausschließlich an sich.


    Cedric de Gray als Protagonist lässt sicher einigen Leserinnen das Herz höher schlagen. Ich konnte ihn mir sehr gut vorstellen und verstehen, was für eine Faszination er auf Sasha ausübt. Bei mir hätte er auch direkt mein Helfersyndrom angesprochen.


    Die Idee mit der Seelenmagie war für mich etwas komplett Neues und das mochte ich sehr. Die Erklärungen zu Seelenmagierinnen, Seelenlosen, Seelenjägern und Co waren verständlich und nachvollziehbar. Ich persönlich würde es schön finden, wenn es so etwas tatsächlich gibt, ganz besonders die Seelenverwandtschaft zu einem geliebten Menschen.


    Der Roman bietet alles was ein gutes Buch braucht: Spannung, Liebe ohne extrem kitschig zu sein, tolle Fantasymomente und liebenswerte Figuren. Was will man mehr?


    Mein einziger Wunsch für dieses Buch an den Verlag wäre lediglich: eine Ausgabe für Erwachsene mit weniger mädchenhaften Einband und eben diese Ausgabe für die angesprochene Altersklasse. Ich denke so würden noch mehr Jugendliche und auch erwachsene Frauen das Buch lesen. Ich hab es öfter in der Bahn gelesen und wurde etwas komisch angeschaut, wahrscheinlich weil die meisten sich fragten was ich da für ein Kinderbuch lesen würde.


    Fazit: Ein wundervolles Buch, was ich gern jedem interessierten Leser ans Herz legen möchte, der etwas für Magie und Gefühle übrig hat. Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen.


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

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    Gebundene Ausgabe: 368 Seiten

    Verlag: Droemer HC; Auflage: 3. (23. Oktober 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3426281546

    ISBN-13: 978-3426281543


    Inhaltsangabe:


    Milan Berg steht an einer Ampel, als ein Wagen neben ihm hält. Auf dem Rücksitz ein völlig verängstigtes Mädchen. Verzweifelt presst sie einen Zettel gegen die Scheibe. Ein Hilferuf? Milan kann es nicht lesen – denn er ist Analphabet! Einer von über sechs Millionen in Deutschland. Doch er spürt: Das Mädchen ist in tödlicher Gefahr. Als er die Suche nach ihr aufnimmt, beginnt für ihn eine albtraumhafte Irrfahrt, an deren Ende eine grausame Erkenntnis steht: Manchmal ist die Wahrheit zu entsetzlich, um mit ihr weiter zu leben - und Unwissenheit das größte Geschenk auf Erden.


    Autoreninfo:


    Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt "Die Therapie" (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Seine Bücher wurden bereits 10 Millionen Mal verkauft, in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.


    Meine Meinung:


    Titel: Irrungen und Wirrungen eines Analphabeten...


    Fragt mich nicht wieso, aber ich greife immer wieder zu einem Fitzek, um dann doch nicht so recht das zu bekommen was ich will.


    In der Geschichte geht es um den Analphabeten Milan, der bei einer Autofahrt ein Mädchen vermeintlich in Not entdeckt. Leider kann er ihren Zettel nicht entziffern, da er nicht lesen kann. War sie wirklich in Not oder war das nur ein Scherz und auf dem Blatt Papier stand nur ein Witz? Milan begibt sich auf die Suche und setzt damit etwas in Gang, was sein Leben verändern wird und das nicht zum Guten.


    Über den Inhalt des Buches kann man nicht wirklich etwas schreiben, da man sonst zu viel verraten würde.


    Für das Buch spricht in jedem Fall die Thematik Analphabetismus, denn viele sind betroffen und keiner macht sich wirklich Gedanken darüber wie eingeschränkt diese Menschen in ihrer Lebensentfaltung sind. Hier hat mir Herr Fitzek die Augen geöffnet. Zudem habe ich das Buch an einem Tag in einem Rutsch gelesen, so dass es mich ja irgendwie gefesselt hat.


    Beim vorliegenden Thriller merkt man sehr deutlich, dass er für den Mainstream geschrieben worden ist. Viele, kurze Kapitel, große Schrift, derbe Sprache und übertriebene Gewaltszenen sorgen für den nötigen Nervenkitzel. Wirklich anspruchsvoll ist die Lektüre nicht und mitdenken oder gar kombinieren muss man ebenfalls nicht.


    Gefühlt gibt es alle 30 Seiten eine Wendung, die man selten vorhersieht, da sie so aus der Luft gegriffen sind, dass sie selten realistisch und nachvollziehbar auf mich wirkten.


    Für die Figuren konnte ich mich ehrlich gesagt auch nicht erwärmen. Natürlich hat man Mitleid mit Milan, aber das reicht eben nicht um ihn sympathisch zu finden. Auch seine Freundin Andra blieb mir fast komplett bis zum Ende ein Rätsel. Die Auflösung um sie war dann aber durchaus interessant.


    Ganz zum Schluss hat mich Herr Fitzek dann aber doch gecatched mit seinem Verwirrspiel, denn ich bin ihm wirklich auf dem Leim gegangen. Kurz hat mich das verwirrt und ich fand es etwas albern, aber jetzt mit ein wenig Abstand von der Lektüre finde ich es dann doch gelungen.


    Fazit: Fitzek Fans werden dieses Buch eh lesen, aber in meinen Augen kann er das besser, weshalb ich nur bedingt eine Leseempfehlung ausspreche. Lest lieber "Noah" oder "Das Joshua-Profil", wenn ihr was richtig Gutes von ihm lesen wollt.


    Bewertung: 3ratten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Was danach geschah...


    Ich glaube ich zähle zu den vielen Lesern, die sich in "P.S. Ich liebe dich" verliebt haben und seitdem Cecelia Ahern mit großer Begeisterung lesen. Mit einer Fortsetzung der Geschichte hatte ich nicht gerechnet, aber umso neugieriger war ich darauf.

    Seit Hollys Mann vor sieben Jahren gestorben ist, hat sich ihr Leben gehörig verändert. Sie ist zufrieden und sogar wieder in einer neuen Partnerschaft. Als sie sich dazu überreden lässt an einem Podcast teilzunehmen, stellt das ihr Leben auf den Kopf, denn die Hörer wollen alles über sie und Gerry wissen. Wird dies alte Wunden aufreißen und sie wieder in den Abgrund ziehen?

    Zunächst einmal muss ich gestehen, dass es unheimlich schön war wieder von Holly zu lesen und dass sie diesen harten Verlust so gut verarbeitet hat. Ich glaube das gibt Lesern in einer ähnlichen Situation Hoffnung.

    Die Idee mit dem "P.S. Ich liebe dich"- Club fand ich gut und deren Mitglieder und ihr Schicksal berühren einen beim Lesen. Ich denke jeder Leser wird hier außer Holly eine weitere Lieblingsfigur finden.

    Ich mochte Ginika mit ihrer kleinen Tochter Jewel am liebsten. Das Schicksal hat es mit ihr nicht gut gemeint und dennoch gibt sie alles für ihr Kind und wächst über sich hinaus.

    Nun zu meinen Kritikpunkten. Klar konnte ich verstehen, dass Holly helfen will, aber sie gibt dafür gefühlt ihr eigenes Leben auf. Das mochte ich nicht und erschien mir auch etwas unrealistisch. Sicher kann sie durch den Job bei ihrer Schwester häufiger auf der Arbeit fehlen, aber wirklich fair ist das ja nun nicht. Auch ihr Verhalten ihrem neuen Partner gegenüber fand ich nicht angebracht.

    Zudem geht einfach alles viel zu glatt, was dazu führte, dass ich Spannung vermisst habe. Vielmehr plätschert die Geschichte vor sich hin und es ist immer klar, dass es gut ausgehen wird für Holly.

    Ich habe das Buch ganz gern gelesen, muss aber sagen dass ich diese Fortsetzung nicht gebraucht hätte. Irgendwie ist Hollys Geschichte für mich runder, wenn man nur "P.S. Ich liebe dich" liest.

    Fazit: Fans von Frau Ahern werden dieses Buch so oder so lesen. Ich kann nur bedingt eine Empfehlung aussprechen, da sowohl der erste Teil als auch andere Bücher von ihr deutlich besser sind.

    Bewertung: 3ratten

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    Broschiert: 208 Seiten

    Verlag: Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH; Auflage: 1. (6. September 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3841906842

    ISBN-13: 978-3841906847


    Inhaltsangabe:


    Zwischen Konsum- und Selfie-Wahn, Selbstoptimierung, Ichbezogenheit und dem Schwelgen in Luxusproblemen macht Michael Nast deutlich, wie zahlreich die Missverständnisse zwischen Ost und West im Alltag immer noch sind. Heiter, philosophisch und nachdenklich, zeigen uns seine Anekdoten eine Welt, in der das Miteinander immer mehr in den Hintergrund gerät.Wo sind eigentlich die Werte, nach denen wir leben wollen?


    Autoreninfo:


    Michael Nast, geboren 1975, landete mit "Generation Beziehungsunfähig" den Bestseller des Jahres 2016 und wurde zum Sprachrohr einer ganzen Generation. Mit seiner außergewöhnlichen Beobachtungsgabe ergründet er Situationen und Tatsachen wie kein anderer. 2018 erschien mit "#EGOLAND" sein erster Roman, der es zu Books at Berlinale schaffte, einem Forum für vielversprechende Filmstoffe aus dem Verlagswesen. Michael Nast lebt und arbeitet in Berlin als freier Kolumnist, Buch- und Drehbuchautor.


    Meine Meinung:


    Titel: Mehr als nur ein Buch über Ost und West...


    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich aufgrund der Aufmachung des Buches nie darüber gestolpert wäre, weil es einfach so unglaublich schlicht aussieht. Ich hab jedoch bei einer Freundin in das Buch reinlesen können und war sofort gefesselt. Optik allein ist eben doch nicht alles, was wohl nicht nur für Bücher gilt.


    Im Buch beleuchtet Herr Nast nicht nur witzige Anekdoten über die Unterschiede zwischen Ost und West, sondern auch wie unsere heutige Gesellschaft tickt mit ihrem Selfie- und Optimierungswahn.


    Der Autor findet die richtigen Worte und in seinen kleinen Geschichten findet man sich einfach wieder. Egal ob es dabei um das Finden oder Ausbleiben der Liebe geht, um Freundschaften oder die Anonymität in der Großstadt. Dabei schafft er immer wieder eine Brücke in die Vergagenheit, wie lief es damals und wie ist es heute.


    Aus vielen der Geschichten geht hervor, dass alles im Leben nur noch Konsum ist und genauso ist unsere aktuelle Gesellschaftt leider. Einen Klick entfernt ist die große Liebe, einen Klick entfernt das nächste tolle Smartphone oder die teure Designerjeans. Und dann kommt noch hinzu, dass viele nur noch an sich selbst denken. Wenn man anders ist und nicht die Ellenbogen ausbreitet, dann wird man komisch angeguckt und sorgt für Unverständnis.


    Ich habe das Buch über mehrere Abende genossen. Man kann die Geschichten in einem Stück lesen oder auch einzeln. Auch querlesen oder sich die ein oder andere Abhandlung heraussuchen ist ebenfalls möglich.


    Ich bin sonst eher kein Fan von Ostgeschichten, weil diese meist nicht von Menschen verfasst wurden, die die DDR selbst erlebt haben. Bei Herrn Nast ist das anders und das spürt man auch, denn er beschreibt ein Leben, was ich selbst erlebt habe.


    Gut gefallen hat mir zudem, dass nicht alles schlecht gemacht wird, sondern das Positives und Negatives beleuchtet wird, aber nie mit erhobenen Zeigefinger, sondern beobachtend und erfrischend.


    Fazit: Endlich mal ein Sachbuch, welches mit Witz und Charme aufklärt und gleichzeitig unterhält. Klasse!


    Bewertung: 5ratten und :tipp: