Beiträge von nicigirl85

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Das Leben mit Teenagern...


    Da ich bereits die Bücher der Pubertier- Reihe sehr mochte, wollte ich natürlich wissen wie es um die Elterngeneration bestellt ist und begann neugierig zu lesen.


    In diesem Buch sind die Kids nun deutlich größer und gehen ihre eigenen Wege. Wie ist es als Elternteil den Kids beim flügge werden zuzuschauen? Nutzt man die frei gewordene Zeit, um sein Leben neu zu gestalten?



    Wieder einmal wird herrlich satirisch das Leben zwischen Eltern und Teenagern beleuchtet aus der Sicht des Vaters. Dabei werden Alltagssituationen beschrieben, die jeder wohl schon mal erlebt hat, egal ob man nun der Teenager oder ein Elternteil ist.



    Man kann die Geschichten einzeln oder in einem Rutsch lesen, je nachdem wie viel Lachen man benötigt, denn Schmunzeln wird man in jedem Fall.


    Ich mochte vor allem, dass beleuchtet wird wie es den Erwachsenen geht, wenn die Kinder sie nicht mehr als Unterstützung brauchen und was das Leben dann noch für einen parat hält.


    Fazit: In meinen Augen war es ein Vergnügen diese Geschichten zu lesen. Gern mehr davon! Ich spreche in jedem Fall eine Leseempfehlung dafür aus.


    Bewertung: 5ratten


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    Taschenbuch : 448 Seiten
    ISBN-10 : 3746635810
    ISBN-13 : 978-3746635811
    Größe und/oder Gewicht : 13.3 x 3.4 x 20.5 cm
    Herausgeber : Aufbau Taschenbuch; 1. Auflage (18. August 2020)


    Inhaltsangabe:


    New York, 1936: Erika hofft darauf, mit ihrem politischen Kabarett die Amerikaner für den Kampf gegen Hitler zu gewinnen. Dann lernt sie im Kreis der europäischen Exil-Künstler einen Mann kennen, der ihr mehr bedeutet, als sie jemals für möglich gehalten hätte – den Arzt und Lyriker Martin Gumpert, der fasziniert ist von ihrer Stärke und Unabhängigkeit. Bald muss sie sich entscheiden: Ergreift sie die Chance, sich als Kämpferin für Frieden und Freiheit zu etablieren, oder setzt sie ihr persönliches Glück an erste Stelle?


    Autoreninfo:


    Geboren und aufgewachsen im romantischen Mittelrheintal kam Heidi Rehn zum Studium nach München. Und blieb aus Liebe dort hängen, auch wenn ihr der Blick auf den Rhein und überhaupt einen vernünftigen Fluss sehr abgeht. Sie arbeitete als Dozentin an der Uni, PR-Beraterin in einer Agentur, freie Journalistin und Texterin. Pünktlich zur Jahrtausendwende erschien ihr erster Roman. 2014 erhielt sie den „Goldenen Homer“ für den besten historischen Gesellschafts- und Beziehungsroman.


    Meine Meinung:


    Titel: Im Schatten des Vaters...


    Dieser Roman gehört zu der Reihe "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe" und ist bereits der 14. Teil. Ich habe zwar viel von der Reihe gehört, lesen wollte ich diesen Titel allerdings, weil Heidi Rehn ihn geschrieben hat und ich über Erika Mann noch so gar nichts wusste.


    In der Geschichte geht es um Thomas Manns Tochter Erika, die mit ihrem Kabarett "Die Pfeffermühle" 1936 in New York Fuß fassen will. Wird ihre Crew nach Amerika einreisen dürfen? Welche Steine legt man ihr in den Weg und wird sie die überwinden können? Und was ist mit der Liebe?


    Der Roman schildert rund fünfzehn Monate aus dem Leben der wohl berühmtesten Tochter als sie in New York lebte. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass mir zwar die Mann Herren ein Begriff sind, ich aber vor der Lektüre noch nie etwas von Erika gehört habe. Dieser Roman konnte dies zum Glück ändern.

    Erika als Protagonistin ist so eine schillernde Persönlichkeit, dass man einfach nicht genug von ihr bekommen kann. Ich habe sehr bewundert wie sie ihren Mann steht, denn wie eine übrliche Frau der damaligen Zeit verhielt sie sich nun sicher nicht. Rauchen, Trinken, Auto fahren und Reden schwingen kann sie wie die Männer. Das fasziniert, schreckte sicher aber auch einige ab. Mir hat an ihr vor allem gefallen, dass die oberste Priorität immer ihre Familie hatte.

    Im Roman erfährt der interessierte Leser viel über die Kunstszene, berühmte Personlichkeiten tauchen auf und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Besonders die Liebeleien Erikas haben für reichlich Spannung gesorgt und es ist schon etwas anderes, ob man etwas zu einer fiktiven Figur liest oder zu einer Person, die tatsächlich mal gelebt hat.

    Frau Rehn gelingt es in jedem Fall diese beeindruckende Frau dem Leser nahe zu bringen. Ich habe während und auch nach der Lektüre reichlich recherchiert zur Familie Mann, Erika im Besonderen und den vielen Stars drum rum. Wenn das ein Buch schafft, dann hat es mich richtig gepackt.

    Der Schreibstil war wie gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Sich nach einem stressigen (Arbeits-)Tag zu entspannen und gleichzeitig noch etwas zu lernen, ist hier gegeben.

    Fazit: Ein fesselnder Roman, der noch ewig hätte weitergehen können. Gern spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus. Klasse! Aus der Reihe werde ich wohl jetzt öfter mal was lesen.

    Bewertung: 5ratten und :tipp:

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Wenn Kindheitserinnerungen wach werden...


    Meine große Schwester ist mit diesem Buch aufgewachsen und hat es mir ans Herz gelegt, weshalb ich überhaupt dazu gekommen bin mal wieder ein Kinderbuch zu lesen. Und was soll ich sagen? Das sollte man als Erwachsener wirklich öfter tun.


    In der Geschichte geht es um Timm, der leider oft alleine ist. Als am Strand fremde Kinder zelten und ihn auf eine Reise einladen, ist er Feuer und Flamme, denn endlich hat er wen zum Spielen. Doch vorher muss noch einiges erledigt werden. Was wird ihm die Reise bringen?


    Bevor ich zur eigentlichen Geschichte komme, muss ich unbedingt die wundervollen Illustrationen von Hans Baltzer loben, denn diese unterstreichen die Geschichte perfekt.


    An Timm hat mir gefallen, dass er trotz seines Alters sehr selbstbewusst ist und ungemein hilfsbereit. Selbst wenn dies sein Leben durcheinander wirbelt, kann er nicht aus seiner Haut und hilft anderen. Das kam mir sehr bekannt vor, denn mir geht es ähnlich. Manchmal ärgert man sich dann über sein Helfersyndrom, aber irgendwie macht es ja auch glücklich für andere da zu sein.


    Da ich die Geschichte vorher noch so gar nicht kannte, war ich doch sehr überrascht wie spannend sie ist, denn man fiebert regelrecht mit, ob denn auch wirklich alles klappt was er sich vorgenommen hat.


    Ich habe mich jedenfalls sehr gut unterhalten gefühlt und fand die Botschaft, dass Helfen sich immer lohnt, enorm wichtig.


    Leider muss ich gestehen, dass ich mir sehr unsicher bin, ob Kinder der heutigen Zeit mit diesem schönen Kinderbuch überhaupt etwas anfangen können. Klar ist mir nur, dass Eltern es dennoch versuchen sollten, denn diese Geschichte ist mal was Anderes und sticht aus dem heutigen Einheitsbrei im jeden Fall hervor, da eben nicht immer alles eitel Sonnenschein ist.


    Timms Geschichte ist in meinen Augen mitten aus dem Leben gegriffen. Das kann jedem mal passieren, da es etwas Alltägliches ist. Ich konnte mich gut in ihn einfühlen und mich mit ihm identifizieren.


    Fazit: Ein tolles Kinderbuch, was trotz seines Alters immer noch zu überzeugen weiß, da es wichtige Werte vermittelt. Von mir eine klare Leseempfehlung. Klasse!


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

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    Originaltitel : Una Domenica

    Gebundene Ausgabe : 240 Seiten

    ISBN-10 : 3446267956

    ISBN-13 : 978-3446267954

    Größe und/oder Gewicht : 12 x 2.2 x 19 cm

    Herausgeber : hanserblau; 2. Auflage (17. August 2020)


    Inhaltsangabe:


    Einst reiste er als Ingenieur um die Welt und baute riesige Brücken. Nach dem Tod seiner Frau aber ist es still geworden in der Turiner Wohnung am Fluss. Sein Sohn lebt in Finnland, mit der jüngeren Tochter hat er keinen Kontakt, nur die älteste sieht er ab und zu mit ihrer Familie. An einem Sonntag kocht der ältere Mann ein traditionelles Mittagessen für sie. Doch sie sagt kurzfristig ab. Im Park lernt er Elena und ihren Sohn kennen und lädt sie spontan zum Essen zu sich ein. Diese zufällige Begegnung wird alle drei für immer verändern.


    Autoreninfo:


    Fabio Geda, 1972 in Turin geboren, arbeitete viele Jahre mit Jugendlichen und schrieb für Zeitungen. Bereits sein erster Roman „Emils wundersame Reise“ war in Italien ein Überraschungserfolg; das Buch „Im Meer schwimmen Krokodile“ brachte ihm auch international den Durchbruch.


    Meine Meinung:


    Titel: Wenn eine Begegnung dein Leben verändert...


    Aufgrund der hübschen Aufmachung bin ich über das Buch gestolpert und gespannt begann ich mit der Lektüre.


    In der Geschichte geht es um Giulias Vater, der von seinen Kindern am Mittagstisch versetzt wird, weshalb er einen Spaziergang macht und dort Elena begegnet. Ist der Tag gerettet? Und was für einen Einfluss haben die beiden auf ihr weiteres Leben?


    Das Besondere an dem Roman ist, dass nicht die Hauptfigur als Erzähler fungiert, sondern eine seiner Töchter. Zu Beginn weiß man noch gar nicht genau wer dort berichtet, bis dann klar ist, dass es sich um Giulia handelt.


    Richtig gut gefallen hat mir der Schreibstil, denn es gibt so viele sprachliche Bilder und schöne Formulierungen, dass es einem leicht fällt sich alles vorzustellen.


    Die Begegnung zwischen dem älteren Herren und Elena weiß zu berühren, denn sie geben einander Halt, wo sie es gerade am meisten brauchen, weil sie sich zum Zeitpunkt der Begegnung sehr einsam fühlen.


    Die große Schwäche des Romans ist jedoch die Erzählweise, denn während der eigentlichen Handlung wird dauernd abgeschweift, was das Lesen sehr anstrengend macht und den Lesefluss bei mir gestört hat. Viele Einschübe bringen die Haupthandlung nicht wirklich voran, sondern verwirren eher. Fast hatte man das Gefühl, dass hier Seitenfüller eingesetzt werden, obwohl die Geschichte das gar nicht nötig hat.


    Fazit: Süße Begebenheit mit einigen Schwächen. Kann man lesen, wenn einem der Schreibstil wichtiger ist als die Handlung. Ich kann nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen.


    Bewertung: 3ratten

    Meine Meinung zum Buch:

    Titel: Der Sheriff von Raufarhöfn im Einsatz...


    Nach Island wollte ich schon immer einmal reisen und da dies derzeit nicht geht, ist dieser Roman der perfekte Ersatz dafür.


    In der Geschichte geht es um Kalmann, der etwas anders ist als du und ich. Er liebt es zu Jagen und aus Haifischen echten isländischen Gammelhai zu machen. Doch dann verschwindet jemand aus dem Dorf. Kann Kalmann, der stets einen Sheriffstern trägt und amerikanisches Blut in sich hat, den Fall aufklären?


    Kalmann fungiert als Ich- Erzähler und zu Beginn ist man sich gar nicht so sicher wie alt er eigentlich ist. Durch die Erzählperspektive bekommt man intensive Einblicke in seine besondere Gefühls- und Gedankenwelt, die nicht ganz kompartibel mit mir war, aber trotzdem einfach nur liebenswert. Seine Sichtweise auf die Menschen hat mich sehr nachdenklich gestimmt, denn er sieht durch seine Beeinträchtigung mehr als manch anderer


    Dachte ich zunächst, dass es sich lediglich um einen Roman handelt, so entwickelt sich die Handlung sehr schnell zum Krimi, was mir gut gefallen hat. Als Leser kann man hervorragend miträtseln.


    Herrn Schmidt ist es im Übrigen sehr gut gelungen die Landschaften und den dortigen Menschenschlag zu beschreiben. Ich habe mich wie auf Reisen gefühlt, wo ich Neues entdecke.


    Am besten hat mir das Verhältnis zwischen Großvater und Enkel gefallen, denn Kalmann hat wirklich alles von seinem Opa gelernt und dies verinnerlicht. Die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden hat mich doch sehr berührt.


    Das Ende erschien mir schlüssig. Es wird nicht bis ins letzte Detail alles aufgeklärt, so dass dem Leser die Möglichkeit gegeben wird, selbst die Geschichte weiter zu spinnen.


    Fazit: Gute Unterhaltung, die einfach mal anders ist. Gern spreche ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus. Klasse!


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Zauberhafte Fortführung der Trilogie...


    Seit "Die Schmetterlingsinsel" lese ich diese Autorin mit Begeisterung, weshalb ich zu jedem ihrer Bücher greife. Bei dem vorliegenden Roman handelt es sich um den zweiten Teil einer Trilogie, weshalb ich jedem Leser dazu rate erst einmal Band eins "Sophias Hoffnung" zu lesen.


    Im vorliegenden Teil begleitet der Leser die Ich- Erzählerin Sophia in Paris und nach New York in den Jahren 1929 bis 1934 und dabei landet man mitten im Puderkrieg zwischen Elizabeth Arden und Helena Rubinstein. Was hält das Schicksal dieses Mal für Sophia parat?


    Der Folgeband schließt nahtlos an den ersten an, so dass man keine Einstiegsschwierigkeiten hat. Vielmehr fühlte es sich an wie ein Besuch bei alten Bekannten.


    Auch hier erlebt man wieder Höhen und Tiefen mit der sympathischen Sophia. Während ich im ersten Band noch so meine Schwierigkeiten mit ihr hatte, wuchs sie mir hier nun so richtig ans Herz. Aus Fräulein Krohn ist nun eine richtige Dame geworden, die ihre Ziele im Leben verfolgt. Der Autorin gelang es zu verdeutlichen wie sich die Hauptfigur entwickelt hat. Auf mich wirkte sie deutlich erfahrener und reifer, nicht mehr so naiv wie zu Beginn.


    Zudem trifft man auf alte Bekannte wie zum Beispiel Freundin Henny, die sich ebenfalls stark gewandelt hat.


    Das Besondere an dem Buch ist mal wieder, dass Frau Bomann geschichtliche Hintergründe so einfließen lässt, dass man bei der Lektüre etwas lernt und sich perfekt in der dargestellten Zeit wiederfindet. Im Fokus steht aber dennoch das Leben der Hauptfigur und nicht die politischen Ereignisse.


    Fazit: In meinen Augen der ideale Mix aus Zeitgeschichte und Liebe mit einer starken Frauenpersönlichkeit. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus und freue mich auf den Abschluss der Reihe.


    Bewertung: 4ratten

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    Broschiert : 448 Seiten

    ISBN-13 : 978-3736312777

    ISBN-10 : 3736312776

    Größe und/oder Gewicht : 13.6 x 3.9 x 21.5 cm

    Herausgeber : LYX; 3. Aufl. 2020 Auflage (26. August 2020)

    Sprache: : Deutsch


    Inhaltsangabe:


    449 entflohene Seelen. 449 Tage, um sie zurück in die Unterwelt zu schicken. Roxy weiß, dass ihre Mission so gut wie unmöglich ist. Dass sie jetzt auch noch ein Auge auf den mysteriösen Shaw haben soll, der von einem Geist besessen war und seitdem keinerlei Erinnerungen an seine Vergangenheit hat, passt ihr daher gar nicht. Vor allem weil das Kribbeln zwischen ihnen mit jedem Augenblick, den sie miteinander verbringen, heftiger wird. Und das ist nicht nur für Roxys Herz gefährlich - sondern auch für ihr Leben...


    Autoreninfo:


    Schon seit frühester Kindheit ist Bianca Iosivoni, geb. 1986, von Geschichten fasziniert. Mindestens ebenso lange begleiten diese Geschichten sie durch ihr Leben. Den Kopf voller Ideen begann sie als Teenager mit dem Schreiben und kann sich seither nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören.


    Laura Kneidl schreibt Romane über alltägliche Herausforderungen, phantastische Welten und die Liebe. Inspiriert von ihren Lieblingsbüchern begann sie 2009 an ihrem ersten eigenen Roman zu arbeiten. Nach einem längeren Aufenthalt in Schottland lebt die Autorin heute in Leipzig, wo ihre Wohnung einer Bibliothek ähnelt.


    Meine Meinung:


    Titel: Solider Startband in eine Mystery Romance Story...


    Als kompletter Neuling im Bereich Romance und romantischer Fantasy wollte ich mal etwas Neues wagen und vertiefte mich in diese Lektüre. Von den Autorinnen habe ich zwar schon viel gehört, aber bisher kein Buch gelesen.


    In der Geschichte geht es um Roxy, die leider hunderte Seelen aus der Unterwelt befreit hat, die nun wieder dorthin zurück müssen. Sie hat dafür noch 299 Tage, ansonsten wird sie auf ewig in die Unterwelt verdammt. Wird ihr dies gelingen? Und werden ihre Hunter Kollegen sie bei diesem utopischen Vorhaben unterstützen können?


    Der Roman besticht in meinen Augen vor allem durch die unglaublich lustigen Dialoge. Ich mochte es sehr wie sich die männlichen und weiblichen Protagonisten kabbeln und damit deutlich wird, dass sie sich schon alle ganz schön gern haben. Ich habe sehr oft schmunzeln müssen und mich köstlich amüsiert.


    Ansonsten ist die Schreibe von Bianca Iosivoni, die diesen ersten Band geschrieben hat, eher einfach gestrickt. Das Geschriebene lässt sich unglaublich leicht lesen und es fühlt sich so an als würde man den Gedanken von Teenagern und jungen Erwachsenen folgen. Mir ist sauer aufgestoßen, dass einige Begrifflichkeiten wie "sie schluckte hart" unglaublich oft verwendet wurden. Hier hätte ich mir ein wenig mehr sprachliche Vielfalt gewünscht. Auch muss aus der Handlung nicht dauernd etwas wiederholt werden, denn wenn man das Buch aufmerksam liest, dann hat man das auf den vorherigen Seiten bereits mitbekommen und sich gemerkt.


    Roxy als Hauptfigur fand ich richtig klasse. Ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren, da sie mir nicht unähnlich ist. Ich mochte ihre taffe Art und ihren charmanten Sarkasmus, der mich sehr oft zum Lachen gebracht hat. Sie hat aber hinter der Fassade auch einen weichen Kern, das mag ich an ihr.


    Shaw lädt als männliche Figur schon zum Träumen ein. Seine verlorene Vergangenheit ist schon ein heftiges Schicksal und man wünscht sich sehr, dass er bald Erkenntnisse darüber erlangen wird. Sein Verhältnis zu Roxy habe ich sehr gern verfolgt. Für mich wären sie ein gutes Couple.


    Finn als Hunterkollege von Roxy hat mir ebenfalls sehr zugesagt. Er ist zwar ein Frauenheld, lässt dies aber nicht so raushängen. Die restlichen Nebenfiguren waren mir persönlich zu blass gezeichnet, weshalb ich da nur bedingt Zugang zu gefunden habe.


    Richtig klasse fand ich, dass die magischen Wesen mal ganz andere waren und eben nicht nur der Standard wie Vampir, Werwolf und Co. Auch mochte ich die unterschiedlichen Hunterarten und die damit verbundenen Fähigkeiten, die viel Spielraum für die weiteren Bände liefern. Die Kampfszenen waren auch sehr spannend beschrieben.


    Zum Glück gibt es am Ende keinen fiesen Cliffhanger, sonst wäre ich echt sauer gewesen. Dieser erste Teil von insgesamt 6 Bänden ist ein solider Einstieg, war für mich persönlich aber nicht das große Lesehighlight.


    Fazit: Ein ganz guter Startband, der noch Luft nach oben bietet in der Entwicklung der Story. Als leichte Lektüre für zwischendurch geeignet, der große Wurf war es für mich leider nicht. Daher kann ich nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen. Kann man lesen, muss man aber nicht.


    Bewertung: 3ratten

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    Originaltitel : Migrations

    Gebundene Ausgabe : 400 Seiten

    ISBN-10 : 3103974701

    ISBN-13 : 978-3103974706

    Größe und/oder Gewicht : 13.2 x 3.7 x 21 cm

    Herausgeber : S. FISCHER; 1. Auflage (26. August 2020)


    Inhaltsangabe:


    Franny hat ihr ganzes Leben am Meer verbracht, die wilden Strömungen und gefiederten Gefährten den Menschen vorgezogen. Als die Vögel zu verschwinden beginnen, beschließt die Ornithologin den letzten Küstenseeschwalben zu folgen. Inmitten der exzentrischen Crew eines der letzten Fischerboote macht sie sich auf den Weg in die Antarktis. Schutzlos ist die junge Frau den Naturgewalten des Atlantiks ausgeliefert, allein die Vögel sind ihr Kompass. Doch wohin die Tiere sie auch führen, vor ihrer Vergangenheit kann Franny nicht fliehen. Ihr folgt das Geheimnis eines Verbrechens, die Geschichte einer außergewöhnlichen Liebe. Und schon bald entwickelt sich die Reise zu einem lebensbedrohlichen Abenteuer.


    Autoreninfo:


    Charlotte McConaghy, Jahrgang 1988, hat irische Wurzeln und wuchs in Australien auf. Ihre Passion für die Natur und Tierwelt und ihre Erschütterung über die Auswirkungen des Klimawandels inspirierten sie zu "Zugvögel", ihrem literarischen Debütroman, mit dem sie den internationalen Durchbruch erreichte. Sie hat einen Abschluss als Drehbuchautorin der Australian Film Television and Radio School. McConaghy lebt heute in Sydney.


    Meine Meinung:


    Titel: Die Frau mit den Wanderfüßen...


    Auf das Buch bin ich durch die hübsche Aufmachung aufmerksam geworden und nach der Leseprobe war klar, dass ich diesen Zukunftsroman unbedingt lesen möchte.


    In der Geschichte begleiten wir Franny in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft, in der bereits zahlreiche Tierarten nicht mehr existieren. Sie beschließt den Küstenseeschwalben ein letztes Mal zu folgen. Wird diese Reise ihr Ende oder einen Neuanfang bedeuten?


    Zunächst einmal muss ich von dem unglaublich fesselnden Schreibstil der Autorin schwärmen. Sie hat so wundervolle sprachliche Bilder geschaffen, dass es einem sehr leicht fällt sich die Situationen vorzustellen.


    Während die erste Hälfte des Romans nur aus Mysterien und diversen Puzzlestücken eines Lebens besteht und man beim Lesen immer nur noch mehr Fragezeichen im Kopf tanzen hat, lösen sich diese nach und nach auf. Man beginnt zu verstehen, bekommt Vermutungen bestätigt oder widerlegt.


    Franny als Figur ist schon etwas anderes als du und ich. Ihre Kindheit war nicht die leichteste und die Vergangenheit verfolgt sie auf Schritt und Tritt. Ich brauchte recht lange, um emotional an sie heranzukommen und sie zu verstehen. Wahrscheinlich war dies von der Autorin so gewollt, dass die Hauptakteurin und der Roman an sich lange Zeit ein Rätsel bleiben.


    Die Crew auf dem Schiff war schon ein cooler, bunt gemischter Haufen, allerdings bleibt die Autorin bei diesen Nebenfiguren sehr an der Oberfläche.


    Als es zu den Auflösungen kommt, werden einem einige Überraschungen geboten, die man so in keinem Fall erwartet hat. Leider werden diverse Fragen gar nicht beantwortet, vieles auch recht unschlüssig aufgelöst. Irgendwie hat für mich so einiges logisch keinen Sinn ergeben.


    Zudem muss ich anmerken, dass ich beim Lesen zu keiner Zeit das Gefühl hatte, dass man sich in der Zukunft bewegt, da das Setting eher so dargestellt war wie unsere Gegenwart, wenn nicht sogar zwanzig Jahre zuvor.


    Fazit: Eine Roman, der mich sprachlich umgehauen hat, aber inhaltlich nicht vollends überzeugen konnte. Daher kann ich nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen.


    Bewertung: 3ratten

    Ja ich denke ein Großteil wird das gemacht haben, weil sie mussten, da sie durch irgendwas erpressbar waren, so wie Alice. Ich will jetzt nicht übermäßig Verständnis haben, aber es muss auch eine Belastung sein, wenn man der Spitzel ist und Freunde verrät und denen dann vielleicht auch was passiert.

    Ich weiß nicht, ob es ein Großteil war oder nicht - aber wenn man zwangsweise Spitzel war, so wie Alice, dann muss das eine enorme Belastung gewesen sein. Das wird ja auch im Roman thematisiert: Alice bricht den Kontakt zu Emma und ihren Freunden ab, weil sie sie nicht bespitzeln will oder kann.

    Keine einfache Entscheidung. Und auch sicher kein Einzelfall...

    Wie traurig!

    Also tauschen mag man mit ihr so gar nicht und ich bin froh, dass ich zu DDR Zeiten noch klein war und von der Spitzelei nichts mitbekommen habe.


    Ich bin ehrlich gesagt für den Mittelweg, ich finde es schon wichtig, dass Kinder auch Verantwortung in Maßen übernehmen, weil das am Ende auch ihr Selbstbewusstsein stärkt.

    Ja Mittelweg klingt gut. Da ich selbst keine Kinder habe, wollte ich die Frage mal in die Runde werfen. Hätte ich welche, dann wäre ich aufgrund meiner Erziehung wahrscheinlich ähnlich gestrickt wie meine Eltern.


    Je älter ich werde, desto mehr stelle ich fest, dass ich meine Mutter nochmal bin. ^^ Deswegen wissen sie und ich genau wie wir uns ärgern können und geraten gern mal aneinander. Mein Vater amüsiert sind dann immer köstlich über uns zwei.

    Ja, da gab es in der Tat riesige Unterschiede, auf dem Gebiet war die DDR der BRD einiges voraus.

    Zum Thema Frauen und Kindererziehung in der DDR wollte ich nochmal was los werden.


    Ich glaube in der DDR musste man da etwas voraus sein, weil man die Arbeitskraft der Frauen dringend brauchte, um halbwegs mit der BRD mitzuhalten. Ich fand die Zeit im Kindergarten schön, weil es da viel mehr gab an Spielzeug und Co als Zuhause, weil meine Eltern gerade kurz nach der Wende wenig Geld hatten um uns jetzt überreichlich mit irgendwas zu überschütten und eben weil man viel Kontakt zu anderen Kindern hatte.


    Ich hätte mir aber dennoch schon mal gewünscht, dass meine Eltern mehr Zeit für uns Kinder gehabt hätten anstatt wegen der Arbeit mit Abwesenheit geglänzt zu haben. Das ist schon sehr prägend. Meine Eltern sind so groß geworden und mussten immer mit anpacken und mir ging es genauso auch wenn ich erst 1985 geboren bin. Das hilft mir als alleinstehende Frau heute sehr, denn so kann ich auch mal was reparieren und komme ohne Probleme alleine klar, weil ich bereits im Grundschulalter zur Selbstständigkeit erzogen wurde. Mir gefällt das auch, aber es eckt eben auch an, wenn man so ist. Ich habe zum Beispiel echt Schwierigkeiten einen neuen Partner zu finden, weil meine offene Art und mein Selbstbewusstsein die meisten abschreckt. Und dieses: ich brauch dich weil du mir im Alltag helfen kannst, das fällt bei mir einfach weg. Viele kommen scheinbar nicht damit klar, dass man sie nur ihrer selbst Willen mag und sie nicht der Starke oder der Beschützende sein müssen. Und wahrscheinlich denken sie, dass ich sie eiskalt unterdrücke :D, was ich ja niemals tun würde.


    Und nochmal ein Beispiel aus meiner Kindheit: In der ersten oder zweiten Klasse ging es auf Klassenfahrt. Bereits hier hat mir meine Mutter beigebracht wie Betten beziehen geht und ich habe meinen Koffer selbst gepackt und hatte alles dabei im Alter von 7 oder 8 Jahren. Damals konnte das sonst keiner, so dass ich der halben Mannschaft die Betten bezogen habe und die restlichen Betten von dem begleitenden Elternteil und der Lehrerin gemacht wurden. :S Meine große Nichte ist heute 11 und muss das alles nicht machen und kann es teilwesie auch nicht. Und ich stelle mir die Frage, was besser ist. Was meint ihr? Eigentlich sollte man doch die Möglichkeit haben lange Kind zu sein, Erwachsenentätigkeiten lernt man doch noch früh genug und muss sie früh genug machen.

    Nun wissen wir auch, was Alice für einen Auftrag hatte. Sie sollte das Notizheft auf der Party stehlen. Das macht ihr später zwar zu schaffen, als sie erkennt, was sie damit angerichtet hat. Aber es hätte ihr doch gleich klar sein müssen.

    Ich fürchte - und hatte beim Lesen das Gefühl, dass sie wirklich keine andere Wahl hatte. Die Konsequenzen waren ihr zu dem Zeitpunkt, als sie das Notizbuch entwendete, nicht klar - glaube ich zumindest.

    Also ich denke auch, dass sie sich nicht klar war was der Inhalt des Notizbuches sein könnte. Vielleicht hat sie angenommen es sei eine Art Tagebuch und würde keinen Schaden anrichten. Ich glaube daher, dass sie nicht wusste was sie damit verursacht...

    Meine Meinung zum Buch:

    Titel: Sein letzter Sommer...


    Nachdem der Autor den interessierten Leser bereits mit "Unsere Seelen bei Nacht", "Lied der Weite" und "Abendrot" nach Holt entführt hat, geht es auch in diesem Roman an den gleichen zauberhaften Ort mit seinen besonderen Bewohnern. Dieser Teil kann von jedem gelesen werden, egal ob die Vorgänger bekannt sind oder nicht, aber einen Haruf kann man sich eigentlich immer gönnen.


    In der Geschichte geht es um Dad Lewis, dessen Leben langsam aber sicher ein Ende nimmt. Der Sommer wird sein letzter sein. Wie fühlen sich die letzten Lebenstage mit Krankheit an? Hat man alles richtig gemacht im Leben? Tut der Tod weh?


    Das Besondere bei Haruf ist gewiss die sehr gefühlvolle Erzählweise, die mich als Leser völlig in seinen Bann gezogen hat. Schon allein aufgrund des Schreibstils war ich emotional ergriffen und mitgenommen.


    Die Kleinstadt, in der sich jeder kennt, erinnerte mich stark an mein eigenes Umfeld und so kamen bei mir direkt Heimatgefühle auf. Man fühlt sich wohl beim Lesen und mag die dargestellten Figuren sehr.


    Dad Lewis hat einiges hinter sich im Leben. Die Päckchen, die er zu tragen hat, haben mich doch sehr erstaunt. Besonders berührt hat mich das Verhältnis zwischen Vater und Sohn. Egal wie viele Steine das Leben einem in den Weg legt, eine Familie sollte immer zusammenhalten. Mir hat gefallen, dass er vor seinem Ableben noch einiges klären will, sich aber wie im echten Leben nicht immer alles klären lässt und auch Wunden zurückbleiben.


    Die Sprünge zu anderen Figuren oder in andere Zeiten waren stets nachvollziehbar und schlüssig. Nie bin ich in der Handlung ins Schwimmen gekommen oder habe etwas nicht verstanden, eher fühlte es sich so an als wäre ich ein Teil der Geschichte.


    Der Roman hat sich für mich kurzweilig lesen lassen, aber mich emotional ganz schön aufgewühlt. Die Grundstimmung hatte für mich stets einen Hauch von Düsternis, was bei einem bevorstehenden Tod aber wahrscheinlich normal ist.


    Fazit: Der Ausflug nach Holt hat sich auf jeden Fall gelohnt, da mache ich gern wieder einen Abstecher hin. Klare Leseempfehlung von meiner Seite.


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

    Genau das meine ich auch. Lange Zeit hat man ja nur gehört, was "wir" Deutschen alles Schlimmes getan haben. Erst im Laufe der Zeit gab es auch Berichte über Menschen, die geholfen haben und einfach ihrem Herzen und Hirn gefolgt sind und nicht den Parolen und Befehlen. Ja, ich bin auch froh, dass ich das nicht erleben musste und hoffe sehr, dass das auch so bleibt - auch für unsere Kinder und Kindeskinder. Ich finde, man sollte oft und viel über die vergangenen Zeiten lesen und versuchen, daraus etwas zu "lernen", soweit das möglich ist.

    Da bin ich voll und ganz bei dir, dass man sich über unsere Geschichte informieren sollte und dann daraus etwas lernt, damit genau so etwas nie wieder passiert.


    Ich bin ja Fan von Kinderbüchern der damaligen Zeit und die sind wirklich so gemacht, dass die Kinder unfassbar beeinflusst worden sind. Das ist ja auch bei den sozialistischen Büchern so gewesen, von daher waren vielleicht die Lesenden die noch treueren Anhänger. Eine sehr gute Freundin und ich lieben ja Guido Knopp Dokus und auch generell alles rund um Geschichte und wir sind auch der Meinung, dass wir bei Hitler vielleicht auch Mitläufer gewesen wären und eben nicht im Widerstand, denn dazu gehört jede Menge Mut. Von daher bin ich sehr froh, dass ich in dieser Zeit nicht gelebt habe.

    das Vertrauen in die Menschen wird dadurch sehr getrübt und man ist vorsichtiger geworden. Eine Zeit lang haben wir so jeden in unserem engeren Umkreis verdächtig, ob sie auch für den MfS gearbeitet haben. Das kann einen schon zermürben. Aber nun nach so vielen Jahren und dem Wissen wie vieles gelaufen ist, ist alles gut.

    Das kann ich mir gut vorstellen, dass einen das mürbe macht. Meine Eltern meinten immer nur, dass man eh wusste wer das macht und dass man sich dann entsprechend verhalten hat.



    Alice ist ein richtiges Paradebeispiel, wer weiß wer schon freiwillig und wer unfreiwillig für die Stasi gearbeitet hat.

    Ja ich denke ein Großteil wird das gemacht haben, weil sie mussten, da sie durch irgendwas erpressbar waren, so wie Alice. Ich will jetzt nicht übermäßig Verständnis haben, aber es muss auch eine Belastung sein, wenn man der Spitzel ist und Freunde verrät und denen dann vielleicht auch was passiert.


    In Bernhard Schlinks neustem Erzählband "Abschiedsfarben" gibt es dazu auch eine Geschichte, die mich arg hat schlucken lassen. Da verrät auch ein Freund den anderen und hat dadurch dann auch einen Vorteil. Nach der Wende droht dieser Verrat ans Licht zu kommen.

    Diese nicht sehr schöne Erfahrung habe ich auch gemacht: Ich hatte zwei Brief- und Lesefreunde; einer aus (dem früheren) Ost-Berlin (älter als ich) und eine Brieffreundin aus dem Erzgebirge: Letztere hat sich dermaßen rassistisch über die hier ankommenden Flüchtlinge ausgelassen, dass ich die Brieffreundschaft (mit Erklärung, dass dies für mich nicht tragbar ist) beendet habe. Der "Ost-Berliner" hat mir dann wiederum auch die Brieffreundschaft aufgekündigt - vermutlich aus Solidarität... (die beiden kannten sich persönlich; ich kannte nur den Brief- und Lesefreund aus Berlin, wir hatten uns einmal getroffen, als hier eine Lese-Veranstaltung in der Nähe war). Das war 2015/16....

    Ich finde es wirklich sehr traurig, dass das immer noch so verbreitet ist und dass die meisten solche Aussagen treffen, die weder ein eingeschränktes Leben führen noch jemals mit einem Flüchtling Kontakt hatten.


    Auf einer Bahnreise Richtung Erfurt habe ich eine ganz tolle Familie aus Afghanistan kennengelernt, die zu dem Zeitpunkt bereits 2 Jahre in Deutschland lebten. Die Kinder 6 und 8 Jahre alt konnten schon richtig gut Deutsch, mit den Eltern habe ich mich auf Englisch unterhalten. Mein Herz erweicht hat folgendes: Die Kinder waren unglaublich artig und kontaktfreudig. Kein Rumgebrülle oder so, wie das sonst öfter passiert. Wir haben uns fast die ganze Fahrt über unterhalten. Zudem wollten sie ihr Essen mit mir teilen, weil ich so hilfsbereit war. Und als ich aussteigen musste, sind die Kids mit mir noch bis zur Tür und haben gewunken. Aber das Beste: die Mama hatte gerade noch ein drittes Kind geboren und die große Schwester sagte: "Mein kleiner Bruder ist der einzige Deutsche" von uns.

    Meine Meinung zum Buch:

    Titel: Ein scheidender Künstler...


    Aufgrund der Buchpreisnominierung und da mir "Der Trafikant" schon so gut gefallen hatte, wollte ich mir den neuen Seethaler nicht entgehen lassen. Ich begab mich auf die Spuren von Gustav Mahler.


    In der Geschichte geht es um den berühmten Musiker und Dirigenten Mahler, der schwer krank mehr oder weniger auf seinen Tod wartet. Was für Gedanken gehen da einem durch den Kopf? Wie weit plant man sein Leben noch oder gibt man gänzlich auf?


    Robert Seethaler hat mit diesem Buch mal wieder ein Meisterwerk geschaffen, denn sprachlich ist es einfach eine Wucht. Beim Lesen musste ich immer wieder innehalten und tolle Sätze herausschreiben.


    Man bekommt durch den Roman ein Gefühl für Menschen, die ihrem Lebensende nah sind und zeitgleich einen kleinen Einblick in das Leben des Künstlers. Ausführliche, biografische Informationen sollte der interessierte Leser nicht erwarten, denn das Meiste spiegelt sich in Gedanken und Gefühlen wider.


    Auch wenn das Buch nur 126 Seiten hat, so ist es doch so viel mehr, da Emotionen aus einem herausgelockt werden beim Lesen. Man konnte den Schmerz des Künsterls in jeder Zeile spüren.


    Fazit: Eine tolle Geschichte, die zu Recht für den Buchpreis 2020 nominiert worden ist. Ihr solltet euch dieses Kleinod nicht entgehen lassen. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Spitzenklasse!


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

    Danke für das Kompliment. Mein Dad wird sich nach seinem Urlaub sicher auf das Buch stürzen und dann tausche ich mich mit ihm aus. Ich kann dir dann gern schreiben via Instagram oder so, wie er das empfunden hat, der in der Zeit ja ähnlich alt war wie die Zwillinge. Und ich gucke natürlich auch gern immer nochmal in der Runde vorbei bis alle mit dem Lesen durch sind. Das Buch sollte wirklich gelesen werden.

    Ich selbst bin ja zum Teil in West-Berlin groß geworden und für mich ist es machmal im Nachhinein erschreckend wie normal die Mauer damals war. Wir sind manchmal übrigens auch für Tagesausflüge mit der Familie auch nach Ost-Berlin gefahren. Man musste dann Geld umtauschen, aber ich erinnere mich, dass wir z.B. zum Baden auch zum Müggelsee gefahren sind.

    Aber ist es nicht irgendwie speziell, dass ihr das mal eben so durftet und das Normalität war und die andere Seite durfte das nicht?


    Ach ja ich liebe den Mauerpark, vor allem wenn dort Karaoke ist. Da treten ganz normale Leute auf, die es teilweise echt richtig drauf haben. Ich guck mir das gerne an, würde mich da aber niemals hinstellen, was sicher nicht nur an meinem fehlenden Gesangstalent liegt.


    Eine sehr gute Freundin wohnt Prenzlauer Berg und wenn ich zu Besuch war, dann sind wir im Sommer auch gern mal dorthin gegangen. Ich finde ja auch den Wannsee genial, es gibt auch schöne grüne Ecken in Berlin, was man bei einer Großstadt immer gar nicht vermuten würde. Dennoch ist mir für jeden Tag meine Kleinstadt lieber, wo sich jeder kennt und die Kühe hinterm Haus grasen.

    Meine Kinder sind Zwillinge - allerdings ein Pärchen. Sie haben diese enge Verbindung nicht, auch wenn sie gut miteinander auskommen. Das liegt vielleicht daran, dass sie von Anfang an getrennt wurden (Spielgruppe, Kindergarten, Schule). Sie sollten nicht immer zusammenkleben, sondern sich eigenständig entwickeln.

    Falls du die Frage beantworten magst: Es ist doch sicher unfassbar mehr anstrengend sich gleichzeitig um zwei kleine Mäuse zu kümmern, oder? Oder hast du dich schnell in die Rolle gefunden und Lösungen gefunden, dass es keinen Unetrschied gemacht hat? Man kann ja nicht beide gleichzeitig versorgen.


    Ich vermute, dass Markov sein Wissen gegen Sergej einsetzt und dass Sergej Dinge tun muss, die ihm gegen den Strich gehen. Wie weit wird er gehen, um Alice zu schützen.

    Da er in Alice einen Tochterersatz gefunden hat, wird er wohl alles für ihr Wohlergehen tun, auch wenn man oft den Eindruck hat, dass dem nicht so ist.


    Mir fällt dazu übrigens gerade ein, dass es von Hitler auch den Befehl gab, die Stadt Paris im letzten Moment noch komplett zu zerstören und dass sich der deutsche Kommandant, General von Choltitz diesem Befehl glücklicherweise widersetzt hat. Das hat mich immer beeindruckt.

    Was da nicht am Ende alles verloren gegangen wäre. Ich bewundere ja immer Städte, in denen noch viel Altstadt vorhanden ist. Bei uns in der Region gibt es so etwas eher selten. Deswegen liebe ich zum Beispiel Wien so sehr, weil es da so unglaublich schöne Jugendstil gibt.

    Dann begegnet sie Irma per Zufall. Irma ist wütend, weil sie nie etwas von Alice gehört hat. Wer hat die Briefe nicht weitergeleitet? Das Heim von Irma oder hat sogar Sergej etwas damit zu tun? Ich bin gespannt. Zwischen Alice und Irma ist die alte Vertrautheit gleich da, umso schlimmer finde ich es, dass Irma sie verrät. Sergej kann nicht nachvollziehen, was Alice fühlt. Das ist schade, wo er sich doch so für sie eingesetzt hat.

    Na ja Irma wird sich komplett verlassen gefühlt haben und der Stachel saß noch tief, weshalb ihr der Verrat wahrscheinlich leicht fiel. Wenn man jahrelang glaubt im Stich gelassen worden zu sein, dann fällt es sicher schwer Vertrauen in die Person zu haben.


    Man merkt deutlich, wie unterschiedlich sich die Schwestern entwickelt haben.

    Ja das ist schon enorm, oder? Vor allem passt hier gut, dass es Zwillinge sind, die sich ja ähnlich entwickeln würden, wenn sie zusammen aufwachsen. So sieht man aber wie entscheidend äußere Einflüsse sind.