Beiträge von dodo

    illy --> Perfekt! Das Buch ist selbstverständlich genehmigt.

    HoldenCaulfield --> E-mails sind selbstverständlich genehmigt.

    Igela --> Das Cafe in Rosecabury Hall ist genehmigt. Beim Tagebuch muss ich noch in mich gehen, denn ein Tagebuch ist nun einmal kein Brief. :gruebel:*

    Lilli33 --> Selbstverständlich ist das Brief genug.

    yanni --> Ohne Briefträger kein Brief. Deswegen ist deine Wahl natürlich mit dabei.

    Valentine --> Toll eine Briefsammlung.

    Doris --> Tobe dich nur aus. Ich freue mich schon auf deine Meldungen.


    *Ach egal. Ich mag kreatives um die Ecke denken. Dein Tagebuch ist dabei. :breitgrins:

    Holly erhält von ihrem verstorbenen Mann Gerry plötzlich Briefe, in denen er ihr über ihr gemeinsames Leben schreibt und ihr Aufgaben stellt, die sie zu erfüllen hat.


    Briefe sind in Zeiten von E-Mails etwas besonderer geworden. Deswegen soll sich dieser Monat rund um Briefe drehen. Ob ein kompletter Briefroman wie das sehr empfehlenswerte "Gefährliche Liebschaften" von Choderlos de Laclos oder ob ein Brief die Handlung erst ins Rollen brachte, bleibt euch überlassen. Wichtig ist, dass einem Brief in eurem Buch eine wichtige Rolle zukommt. So und nun harre ich gespannt auf eure Vorschläge und hoffe, dass das Thema nicht zu speziell ist. :mail:


    dodo Jojo Moyes - Eine handvoll Worte
    HoldenCaulfield Amie Kaufmann & Jay Kristoff - Illuminae
    Igela Ann O`Loughlin - Das Cáfe in Roscarbury Hall
    Jennifer Weiner - Die Tagebücher einer Mami
    illy Mary Ann Shaffer - Deine Juliet
    Lilli33 Bernhard Schlink -Olga
    Valentine Harry Rowohlt - Der Kampf geht weiter
    yanni Charlotte Weize - Vom Glück ein Briefträger zu sein

    Allerdings denke ich, dass man den Tanz unbedingt ein zweites Mal lesen muss, um ihn wirklich auskosten zu können

    Der Meinung bin ich auch. Je länger ich mich mit dem Tanz beschäftige, desto größer wird das Bedürfnis, ihn zu gegebener Zeit noch einmal zu lesen. Generell bemerke ich bei mir die Tendenz, dass mir der Zyklus von Band zu Band besser gefällt. Mit dem ersten Teil habe ich eigentlich gar nicht so viel angefangen, ich war nur neugierig, wie es weiter geht und darum bin ich zum Glück am Ball geblieben.

    Ich denke, ich werde eines Tages auch mal grob nach Genre sortieren, und dann vielleicht nach Autor, das klingt gut. Und dann hier und da "Inseln" lassen: DIe Leatherbounds, Discworld, lange Reihen.

    Diese "Inseln" habe ich natürlich auch. Was zusammen gehört, bleibt zusammen, keine Frage. Es gibt ein paar Reihen, bei der mehrere Autoren beteiligt sind, die reiße ich auch nicht auseinander. Meine englisch-sprachigen Bücher stehen extra. Derzeit sind sie nur alphabetisch geordnet, wobei ich gerade am Überlegen bin, ob ich hier nicht auch irgendwann eine Unterteilung nach dem Genre vornehmen soll. Bis jetzt habe ich noch davon Abstand genommen, da ich den Inhalt von vielen davon noch nicht kenne, weil zwei Drittel meines Englisch-Bestands ein Geschenk von einer älteren Dame war, die bei sich zu Hause Platz schaffen wollte.

    Mittlerweile bin ich fertig. Leider konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, mittlerweile hat Powell eine süchtig machende Wirkung auf mich. Evelyn Waughs Beschreibung: "Das Werk ist wie trockener Sekt, kühl, humorvoll, durchdacht und genau gebaut." trifft es für mich auf den Punkt. Dem ist nichts hinzuzufügen.


    Powell schafft es, Jenkins Militärzeit in diesem Band wie ein weiteres gesellschaftliches Ereignis zu präsentieren. Noch befindet er sich nicht im Krieg, die von ihm geschilderten Härten des Soldatenlebens wie den Lagerkoller im Schloss sind Peanuts im Vergleich zur Front. Irgendwie beschleicht mich so eine Ahnung, dass Jenkins komplette Militärlaufbahn in der vergleichsweise sicheren Heimatfront statt finden wird. Es wird im Laufe des Romans mehrmals betont, dass er eigentlich zu alt für seinen Rang ist und es gibt immer wieder die Hinweise, dass ältere Offiziere gerne in die Verwaltung abgeschoben werden, wo sie nichts "anstellen" können.


    Das dritte Kapitel bringt mal wieder einen erzählerischen Höhepunkt, insofern als sich bei Lady Frederica ein repräsentativer Querschnitt des bisherigen Romanpersonals trifft und wieder auf wunderbare Weise die Tolland-Familie sowie deren alte und neue Satelliten aufeinander treffen und es erzählerische Funken sprüht.


    Da hast du recht, das dritte Kapitel war definitiv ein Höhepunkt im Roman. Powell schafft es immer wieder, den Leser über den weiteren Verlauf von lieb gewordenen Charakteren auf den Laufenden zu halten, ohne dass es aufgesetzt wirkt.


    Dabei fällt mir gleich Gwatkin ein, der so hohe Ansprüche an sich stellt, dass ihn eine Niederlage gleich aus der Bahn wirft. Wobei ich es gut fand, wie er sich beispielsweise bei Jenkins entschuldigt und ihm als Entschädigung für das entgangene Essen eine Tafel Schokolade mitbringt.

    Gwatkin ist für mich das Paradebeispiel eines unfähigen Offiziers, eine Fehlbesetzung auf seinem Posten. Er versteift sich auf Äußerlichkeiten und kann sein immenses Lehrbuchwissen nicht umsetzen. Das mag in Übungssituationen zu amüsanten Episoden führen, kann aber bei echten Manövern in einer Katastrophe enden. In "The Wars" von Timothy Findley kommt als Nebenfigur auch so ein Offizier vor, dessen Entscheidungen auf dem Papier sehr gut wirken, die aber völlig an der tatsächlichen Sitution in den Schätzengräben vorbei gehen. Die Konsequenzen für die Soldaten sind fatal. Es ist ein unglaublich starkes Buch, das auf knapp 200 Seiten eine beeindruckende Kritik am Krieg an Hand eines Einzelschicksals darstellt.



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    Wenn die Schlafensgehenzeit überschritten war, habe ich auch gerne heimlich gelesen. Zumindest dachte ich das - meine Mutter wusste immer ganz genau, warum ich an so manchen Morgen mehr einem Zombie und weniger ihrer Tochter glich.


    Als Teenager habe ich ab und an einen Nackenbeißer heimlich gelesen. Nicht wegen dem Inhalt, sondern weil mir die Cover so furchtbar peinlich waren. Es waren wirklich nur die Cover schuld, denn meine Oma hatte ein paar Hardcover-Ausgaben von Kathleen E. Woodiwiss mit dezenten Umschägen, die ich mir von ihr ausgeliehen und nach dem Lesen mit ihr darüber geredet habe.

    Ich habe eine viel einfachere Interpretation von Popkiss Predigt: In meinen Augen will er den Blick der Männer auf Gottes Größe richten. Einerseits beinhaltet diese Stelle das Versprechen der fleischlichen Auferstehung: Ob man im Kampf fällt oder nicht ist letztlich einerlei, da Gottes Macht den Tod besiegt. Andererseits ist ein Heer ohne Gottes Segen saft- und kraftlos und damit zum Untergang verdammt. Ohne Gott an ihrer Seite sind sie bereits tot, nur von Fleisch umhüllte Knochengerüste.


    Sardis musste ich erst einmal googeln, denn mir sagte der Begriff gar nichts. Powell hat hier einen genialen Einstieg gewählt - einerseits ein real existierender Ort in Wales und andererseits eine Stadt in Lydien, die eine der ersten urchristlichen Gemeinden beherbergte und eine der sieben Gemeinden der Offenbarung des Johannes darstellt und somit einen starken Bezug zur kommenden Apokalypse herstellt.

    In meinem Elternhaus wurde viel gelesen. Meine Mutter las die gängigen Bestsellerautoren aus den 80ern und 90ern (Konsalik, Simmel, Grisham, Zimmer Bradley etc.), mein Vater vor allem Zeitungen. Außerdem war meine Oma ebenfalls eine Vielleserin und ich kann mich an Unterhaltungen der Erwachsenen erinneren, wo sie sich über das eine oder andere Buch austauschten. Meine Eltern hatten eine Mitgliedschaft im Donauland-Buchklub, es gab damit mindestens alle 3 Monate ein neues Buch.


    Meine große Schwester hat ebenfalls sehr viel gelesen und liest auch heute noch gern. Ich konnte also in meiner Kindheit aus dem Vollen schöpfen und mich sowohl an den eigenen als auch an den Büchern meiner Schwester bedienen. Später (mit 11/12) habe ich mich auch querbeet durch die Regale meiner Eltern und meiner Oma gewühlt. Selbstverständlich hatte ich da schon lange einen Büchereiausweis, weil die hiesige Stadtbücherei eine Zweigstelle in unserer Schule eingerichtet hatte.


    Es gab auch immer mindestens ein Buch zum Geburtstag und zu Weihnachten, wobei meine Eltern darauf achteten, unsere Interessen zu treffen und zu fördern. Ich kann mich noch an das ersten zwei Bücher erinnern, die ich mir selbst aussuchen durfte. Meine Mutter war mit mir in den Schreibwarenladen der benachbarten Kleinstadt gefahren. Es war in der zweiten Klasse Volksschule, wahrscheinlich brauchte ich irgendetwas für die Schule. Jedenfalls hatte ich dort "Das kleine Ich bin Ich" und "Das Städtchen Drumherum" von Mira Lobe entdeckt und war sofort doppelt verliebt. Obwohl das Geld eigentlich knapp war, hat mir meine Mama beide Bücher gekauft. Ich habe sie wie meinen Augapfel gehütet und sie immer wieder gelesen. Als mein Patenkind in das Alter für Mira Lobe Bücher kam, habe ich beide Bücher als Geschenk überreicht. Meine Schwester konnte es gar nicht glauben, dass das meine Exemplare waren und nicht Neuausgaben.


    tári : Ich kenne Gulla - ich habe sie mehrmals verschlungen. Leider besitze ich kein einziges Gulla-Buch - sie waren alle geliehen.