Beiträge von dodo

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Mittlerweile bin ich bei den Göttern gelandet. Thor stelle ich mir nun so vor: Im besten Mannesalter (Lt. Autor), groß, aber nicht riesig, Sixpack und auch sonst Muskelbepackt, feuerroter Bart, schlägt zuerst zu, bevor er fragt, läuft immer mit einem Hammer durch die Gegend, ist nicht der hellste und mag Menschen, aber keine Riesen. Meine Lieblingssage war jene, als er sich als Braut verkleidet zu einem Riesen aufmachte, der seinen Hammer gestohlen hat. Der liebestolle Riese bemerkte gar nicht, wie männlich seine Braut war :smile:
    Da es sich um eine nordische Sage handelt, endet sie damit, dass die ganze Hochzeitsgesellschaft (bestehend aus Riesen) gemeuchelt wurde - natürlich von Thor, nachdem er seinen Hammer wieder hatte.
    Bei der Vorstellung von der Braut mit dem roten Bart musste ich bei diesem staubtrocken geschriebenen Sachbuch doch herzhaft lachen.

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    Beide schon vor Jahren gelesen und aus Nostalgiegründen günstig gebraucht gekauft :klatschen:

    Mein Uhrenbuch war im Hochformat, mit Zeichnungen im 70er-Jahre-Stil. Ich meine damit die pausbäckigen Kinder mit apfelroten Wangen und mit den knallbunten Kleidern. Leider hat es meinen Neffen nicht überlebt.


    Ich bin froh, dass ich das Buch fertig habe. Jetzt brauch ich erst mal was Schmusiges fürs Herz!


    Das kann ich verstehen. In meinem Handbuch der germanischen Mythologie geht es auch nicht wirklich zimperlich zu. Zum Beispiel töteten die Asen den Riesen Thjazi. Zur Wiedergutmachung (!) durfte sich seine Tochter Skadi einen der Götter zum Gatten wählen. Dazu verhüllten sie sich und zeigten ihr nur ihre Füße. So wählte sie aufgrund der schönen Füße Njodr in der irrigen Annahme, es sei der gut aussehende Baldr. Da sich die beiden nicht über den Ort ihrer Wohnstätte einigen konnten, hat ihre Ehe letztlich nicht lange gehalten.

    Ich kann mich eigentlich nicht erinnern, dass mir meine Eltern viel vorgelesen haben. Sie müssen es aber getan haben, denn "Mein erstes Uhrenbuch" konnte ich mit vier schon "mitlesen". Richtig gelernt habe ich das Lesen in der Schule, aber ab da war es mit mir geschehen. Meine Eltern haben mir in der ersten Klasse zu Weihnachten "Die Schneemänner" geschenkt. Im ungefähr gleichen Zeitraum ist meine Mutter auch mit mir einmal in die Buchhandlung gefahren und ich durfte mir dort zwei Bücher aussuchen. "Das kleine Ich bin Ich" und "Das kleine Städtchen drumherum" von Mira Lobe. Ich habe die Bücher immer wieder gelesen, bin aber gleichzeitig extrem sorgsam mit ihnen umgegangen. Als ich sie vor ein paar Jahren meiner Schwester zum Vorlesen für meinen Neffen geschenkt habe, war sie ganz überrascht, dass das meine alten Bücher waren, weil sie wie neu aussahen.
    Bei uns zu Hause ist immer viel gelesen worden, sowohl von meinen Eltern als auch von meiner älteren Schwester. Wir haben zu Geburtstagen und Weihnachten immer Bücher geschenkt bekommen. In der Zwischenzeit habe ich mich in der Schulbücherei mit Lesestoff eingedeckt. Ich bin schon neugierig, ob meine Kleine einmal gern lesen wird. Sie bekommt jeden Abend vor dem Schlafengehen eine Geschichte vorgelesen. Aktuell lesen wir zwei gerade "Der Elfenraub".

    Mungo: Als ich den Book Thief vor ein paar Jahren gelesen habe, hat ihn noch keiner gekannt. Ich war einfach überrascht, als ich vor ein paar Wochen zufällig den Kinotrailer und ein paar Tage später die Bücherstapel in den Buchhandlungen gesehen habe.

    So schlimm wie deine gereimten "germanischen Göttersagen" ist das Buch definitiv nicht. Ich habe Tränen gelacht als ich den Vers über Oserich und den "zwei Knaben lobelich" gelesen habe :lachen:


    Nachdem ich die staubtrockene Einleitung überstanden habe, gefällt mir das Sachbuch sogar sehr gut. Man kann es halt nicht zur reinen Unterhaltung lesen, sondern muss konzentriert bei der Sache sein. Das letzte Kapitel hat von Gestalten des Volksaberglauben, von Golthe auch als niedere Mythologie bezeichnet, gehandelt. Besonders interessant fand ich seine Verknüpfung von Albträumen mit Entstehung eines Geisterglaubens.

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    Das Werk ist 1895 geschrieben worden, dementsprechend sperrig gestaltet sich die Sprache. Zur Zeit bin ich noch in der Einleitung, in der er in einem kurzen Abriss die unterschiedlichen Schriften und Thesen bis 1895 in Bezug auf die Entstehung der germanischen Mythologie vorstellt und im selben Atemzug auch darauf eingeht. Die Einleitung selbst liest sich schwierig, weil Wolfgang Golther einfach zu viel an Information in einen einzelnen Satz packt, ist aber nicht uninteressant.


    Ein Beispiel gefällig? "So gewiss vieles aus unserem ältesten Heidentum noch in heutiger Sage und Sitte unverändert lebt, ebenso sicher treiben aus dem natürlichen volkstümlichen Keime fortwährend frische Sprossen, die anders als jene beurteilt werden müssen, weil Luft und Licht ihnen andre Beimischung gaben." Kapitel 4 "Volkssage und Heldensage in ihrem Verhältnis zur Mythologie", Seite 32

    Der Roman behandelt die Entstehungsgeschichte vom sagenumwobenen Schwert Excalibur, wie, wann und aus welchem Zweck es geschmieder wurde.
    Das Buch wurde eigentlich von Diana L. Paxson geschrieben, die es posthum nach den Aufzeichnungen von Marion Zimmer Bradley und in deren Auftrag verfasst hat. Sie hat natürlich einen anderen Schreibstil als MZB, schafft es aber ausgezeichnet die Welt von Avalon neu erstehen zu lassen. Die Geschichte ist mitreißend und spannend geschrieben, einzig die Charaktere der handelnden Protagonisten sind eher flach und eindimensional gezeichnet. Dies liegt sicher auch in den großen Zeitsprüngen begründet, die ungefähr zwei Drittel des Buches ausmachen. Erst das letzte Drittel behandelt einen Zeitraum von ein paar Wochen. Auch wenn sich dann die Geschehnisse überschlagen, haben Mikantor, Tirilan, Anderle und Velantos etwas Raum sich zu entfalten, so dass der Leser ihre Handlungen besser nachempfinden kann.
    Im Gegenzug versteht es die Autorin ausgezeichnet, die Lebensumstände von 1200 vor Christus zu erzählen. Sie beschreibt eingehend die Klimaveränderungen, die auf die Menschen selbstverständlich verunsichernd wirkten und die daraus resultierenden Völkerwanderungen. Der Umbruch der Kulturen im Übergang der Bronze- zum Eisenzeitalter wurde wirklich gut nachvollziehbar geschildert.


    Für Fans der Reihe und solche, die es noch werden wollen. Es kann aber auch sehr gut allein stehend gelesen werden.


    4ratten

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    Zum Inhalt:


    Großbritannien, 1200 v. Chr.: Immer wieder sieht die Hohepriesterin von Avalon ihn in ihren Träumen vor sich: Mikantor, den Prinzen und einzigen Retter des bedrohten Königreichs Azan. Noch ahnt er nichts von seiner Bestimmung und davon, dass sein Schicksal auch von Tirilan, Tochter der Hohepriesterin, abhängen wird. Den Kampf, der ihn erwartet, kann er nur mit Excalibur bestehen, dem mächtigsten Schwert der Welt.


    Eigentlich hat dieses Buch nicht Marion Zimmer Bradley geschrieben, sondern von Diana L. Paxson. Sie führt anhand von umfangreichen Aufzeichnungen und im Auftrag die Chroniken von Avalon fort.


    Ich habe gestern zu Lesen begonnen und bin mittlerweile auf Seite 179. Die Geschichte gefällt mir eigentlich sehr gut, ich bin sofort wieder in die Welt rund um Avalon gekippt. Leider sind die einzelnen Charaktere bis jetzt noch sehr flach, was vielleicht auch an den großen, teilweise mehrere Jahre überbrückenden Zeitsprüngen liegt, die Diana L. Paxson zwischen den einzelnen Kapiteln vornimmt. Da Mikantor, die Hauptperson des Romans, nun ungefähr 17 Jahre alt ist, hoffe ich, dass das im Laufe der weiteren Handlung besser wird und die Autorin ihren Protagonisten auch Raum zur Entfaltung gibt.

    Constance de Salms Briefroman nimmt den Leser von Anfang an gefangen. Man erlebt gemeinsam mit der Heldin hautnah ihr Gefühlschaos, spürt ihren Schmerz, die seltenen Momente der Hoffnung und die wenigen Ruhephasen dazwischen. Diese Achterbahn wird von der Autorin auf 24 Stunden komprimiert, trotzdem oder vielleicht deswegen hatte ich beim Lesen das Gefühl einer Liebesgeschichte vom Anfang bis zum ihrem Ende beizuwohnen. Die Briefschreiberin traktiert ihren abwesenden Geliebten nicht nur mit ihren unterschiedlichsten eifersüchtigen Fantasien, sie erinnert sich auch an den Beginn ihrer Affäre. Je länger sein unerklärliches Schweigen dauert, desto mehr steigert sie sich verängstigt in ihre Visionen. Sie droht, sie bettelt, sie weint, sie vergibt - in ihren Briefen findet sich jede Facette einer unglücklichen Liebe wieder.


    5ratten