Beiträge von gagamaus

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Liebe MitleserINNEN,


    bitte denkt daran, dass ein wichtiger Teil der Leserunden Eure Rezensionen sind und stellt diese am Ende der Runde zeitnah zumindest hier im Forum ein.


    Es wäre schön, wenn Ihr hier lediglich Eure Rezensionslinks gesammelt postet, nicht aber Euer Fazit selbst. So haben wir und auch Nina am Ende einen guten Überblick. Danke!

    Hallo liebe MitleserINNEN, hallo liebe Nina,


    hier startet am 06.12.2019 die Leserunde zu "Rabenherz & Eismund". Ich begrüße alle Teilnehmerinnen herzlich und ganz besonders Nina Blazon. Schön, dass es mit unserer Runde geklappt hat und Du Dir die Zeit nimmst, uns bei der Lektüre Deines neuen Romans zu begleiten!


    Bitte postet erst, wenn Ihr mit der Lektüre begonnen habt und etwas zum Buch zu schreiben oder zu fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Hier könnt Ihr zum ersten Abschnitt - bis einschließlich Seite 90 - schreiben.

    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Uns allen wünsche ich nun ganz viel Spaß beim Lesen und Austauschen!


    Fröhliche Lesegrüße :winken:

    Claudia





    :lesen:

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    zum Inhalt (lt. Amazon):

    Das Ruhrgebiet im Sommer 1943. Die junge Lehrerin Barbara soll eine Gruppe Mädchen im Rahmen der sogenannten Kinderlandverschickung begleiten. Angst, aber auch gespannte Unruhe beherrschen die Gedanken der Kinder, denn sie wissen nicht, was sie erwartet. Das Heim, das ihr zeitweiliges Zuhause werden soll, erweist sich zunächst als angenehme Überraschung, doch dann muss dieses geräumt werden.

    Es beginnt eine Odyssee, die nicht nur die Kinder, sondern auch Barbara an ihre Grenzen führt, denn mehr und mehr wird sie, die sich bisher aus der Politik herauszuhalten versucht hat, mit den grausamen Methoden und Plänen der Nationalsozialisten konfrontiert – und mit Menschen, die für ihre Ideologie vor nichts zurückschrecken.

    Als schließlich ein Mädchen verschwindet und ein polnischer Zwangsarbeiter verdächtigt wird, kommt für die Lehrerin die Stunde der Entscheidung.


    zur Autorin (lt.Amazon):

    Michaela Küpper wurde im niederrheinischen Alpen geboren und ist in Bonn aufgewachsen. In Marburg studierte sie Soziologie, Psychologie, Politik und Pädagogik. Dann zog es sie zurück ins Rheinland, wo sie nach einem Volontariat viele Jahre lang als Projektmanagerin in einem Verlag tätig war.

    Heute arbeitet sie als freie Autorin, Redakteurin und Illustratorin.


    meine Meinung:


    Die Kinderlandverschickung in den Jahren des Zweiten Weltkrieges waren mir zwar bekannt aber der wirkliche Ablauf und vor allem die Probleme, die zum Ende des Krieges hin auftauchten, waren mir so nicht bewusst. Am Beispiel einer Mädchenklasse und ihrer Lehrer, die aus der Großstadt ins ländliche Usedom verschickt werden, wird eine lange Odyssee erzählt. Der heranrückende Feind und die Luftangriffe auf die Städte und Dörfer, treiben die Kinder von Ort zu Ort. Statt einigen Wochen verbringen sie Monat um Monat fern von Eltern und Familie, müssen immer wieder durch lapidare Briefe erfahren, dass ihre Liebsten bei Fliegerangriffen verletzt oder getötet wurden. Dazu kommt die immer schlechter werdende Versorgung mit Nahrung und Kleidung und die Angst, selbst den Bomben zum Opfer zu fallen.


    Die Lehrerin Barbara begleitet die Kinder durch all diese Widrigkeiten, bangt selbst um ihren Liebsten an der Front und wird von der wachsenden Verantwortung für ihre Schülerinnen niedergedrückt.


    Das Buch wirft aber auch einen Blick auf die Jungen und Teenager, die kontinuierlich auf ihre Rolle als fügige Soldaten vorbereitet werden und am Ende des Krieges blutjung und naiv an die Front geschickt und verheizt wurden.


    Wie die Jugend diese letzten Kriegsmonate erlebte und wie eine junge Lehrerin über sich hinauswächst, um ihre Schützlinge wohlbehalten zurück zu bringen, davon handelt „Der Kinderzug“. Die einfache klare Sprache der Autorin hat mich gefesselt. Die Art, wie sie unspektakulär aber detailverliebt schildert, passt gut zu den Ereignissen. Das Buch ist nicht reißerisch, lässt Raum für die kleinen und größeren Sorgen der Kinder und Jugendlichen. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird diese Zeit und die Geschehnisse betrachtet und auch sondiert, wie der Nazionalsozialismus den Alltag durchdrang und zur Normalität gehörte. Und am Ende wird es dann doch noch sehr spannend und dramatisch.


    Gerne ergebe ich 4rattenfür diese emotionale Geschichte.

    Es gibt eigentlich keine Bücher, die ich im Winter nicht lesen würde. Aber ich suche schon gerne nach solchen, die in Eis und Schnee spielen, wenn es bei uns ebenfalls schneit und gefriert. Für mich erhöht dass das Lesefeeling ungemein. Nie lesen würde ich richtige Weihnachtsbücher im Sommer. Wobei ich eigentlich überhaupt noch kein Buch gelesen habe, welches nur rund um Weihnachten spielt. :/:D

    Am Ende hatte mich das Schicksal der Kinder und Barbaras Schicksal gepackt und berührt.


    Erst rückte der Krieg ja unmerklich näher. Es waren eher Äußerlichkeiten wie fehlendes Essen und schlechte Unterkünfte. Und auch der Nationalsozialismus war natürlich präsent aber irgendwie wie etwas Überzogenes Unreales. Diese "Liebe" zum Führer, dass ist wie heute Fans von einem Künstler. Kann weder das Eine noch das Andere wirklich nachvollziehen. Kleine Details beschäftigen mich tagelang. Dass die Postkarten schon einen Vordruck hatten, um den man rumschreiben musste. =O Die Gehirnwäsche ist wirklich das Erschreckendste und ich hoffe wirklich, dass das bei uns nie mehr passiert. Beängstigend.


    Aber auch anderes hat mich aufgewühlt. Wie der tschechische Hausmeister erhängt wird von einem Mob, der ihn einer Tat beschuldigt, die es so nie gab. Auf ihrem Berg bekommen Barbara und die Mädchen wenig davon mit. Gott sei Dank.


    Dann müssen sie von ihrem Berg herunter und in den Zug. Die kleinen Jungs, die sie dort kennenlernen, meine Güte wie viele Kinder in diesem Krieg ohne Eltern durchs Land irrten. Und wahrscheinlich sind sie in dem Angriff gestorben. Da wollte ich gar nicht genauer drüber nachdenken.


    Erstaunt hat mich immer wieder, dass das Land eine Mischung aus Krieg, Zerstörung, verlorenen Menschen war und dennoch die Eltern rausfinden konnten, wo ihre Kinder untergebracht waren. Dass Ediths Tante sie finden und holen konnte - hart, dass sie die Schwester nicht mitnimmt aber sie musste natürlich auch an die eigenen zwei Kinder denken und dass sie alle ernähren musste.


    Ich bin froh, dass das Ende noch ein paar versöhnliche Töne hatte und dass Johann vor der Türe stand. Ein kleiner Lichtblick in einer zerstörten Welt.

    Lieber Ulf, ich denke mal, die Gruppe bleibt so klein. (Vielleicht auch deshalb, weil es andernorts auch Lese-Runden zu diesem Buch gibt.) Wäre das für Dich okay?


    Unsere Admins sind im Augenblick aus unterschiedlichen Gründen zeitlich nicht in der Lage, sich um FEs zu kümmern.

    Ich schlage vor, wir besorgen uns die Bücher selber. :)

    LG Claudia