Beiträge von gagamaus

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Zum Inhalt: Nur ein Jahr ist vergangen seit dem Ende von Buch eins über die Normannen. Gilbert hat die Trennung von Gerlaine noch immer nicht ganz verwunden und vertreibt sich die Zeit mit Kampfübungen, als er den Auftrag erhält die Schwägerin von Robert Guiscard de Hauteville mit deren Sohn zur Taufe nach Salerno zu eskortieren.
    Dort angekommen überreicht er Prinz Guaimar von Salerno ein Geschenk von Robert, welches die Regierungsgegner erzürnt und nicht nur gegen die Normannen aufbringt. Bald kommt es zum Eklat zwischen den zerstrittenen Parteien und zu einem Gefecht, in dessen Verlauf Gilbert und seine Männer aus der Stadt fliehen müssen.
    Gaitelgrima und die Frauen ihres Gefolges müssen sie bei den Aufrührern zurücklassen. Robert belagert daraufhin die Stadt und ersinnt einen schlauen Plan, um Salerno zu erobern und die Gefangenen zu befreien. Wieder ist Gilbert der Mann seiner Wahl für dieses gefährliche Abenteuer


    Meine Meinung:Es war schön, wie leicht man wieder in die Geschichte reinkam. Dank einiger kleiner unaufdringlicher Rückblicke waren die zurückliegenden Abenteuer schnell wieder präsent und die Personen zurückgekehrt wie gute alte Bekannte. In diesem einen Jahr hat Gilbert sich stark weiterentwickelt. Er hat bereits ein sehr gefestigtes Wesen, welches erste Führungsqualitäten erahnen lässt. Stets hat er auf seine Freunde ein Auge, hilft ihnen bei Problemen, berät sie und besitzt sogar schon so eine Art Weitsicht. War er im ersten Band noch ein unerfahrener Jungspund, der etwas gedankenlos durch alle Gefahren stolperte, so ist er jetzt auf dem besten Weg zu einem der einmal Großes vollbringen wird.
    Da Gilbert stets im Zentrum des Geschehens agiert, ist die Handlung sehr spannend und man kann das Buch kaum zur Seite legen. Es liest sich wie ein historischer Abenteuerroman. Die Personen sind durch die Bank liebevoll und facettenreich geschildert, handeln glaubhaft und zur Freude des Lesers auch mal überraschend und unvorhersehbar, was den Reiz der Geschichte ausmacht. Es kommt auch zu blutigen Auseinandersetzungen, da die damalige Zeit und die wilden Normannen natürlich rau und kämpferisch waren. Aber diese Szenen sind auch der Authentizität der Geschichte geschuldet, da ja die Rahmenhandlung ja auf wahren Begebenheiten beruht.


    Im Rahmen der Leserunde kam es zu einigen lebhaften Diskussionen über das Verhalten der Akteure und über die geschichtlichen Hintergründe und Fakten. Wie schon im ersten Teil gibt es ein paar Handlungsträger in der Geschichte, die die Leser durchaus polarisieren und deren Beweggründe so vielschichtig sind, dass man sie in Gesprächen beleuchten musste. Das hat großen Spaß gemacht. Ulf Schiewe hat hier sehr interessante Details eingestreut und uns allerlei geschichtliche Feinheiten nachgereicht, die „Die Rache der Normannen“ zu einem noch intensiveren Leseerlebnis gemacht haben.


    Mein Fazit: Ein tolles Buch einer spannenden Reihe – ich warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung.



    5ratten:tipp:

    Inhalt:


    Im Zweiten Teil der Reihe „Feuer und Glas“- Die Verschwörung, geht es ins ferne Konstantinopel. Milla ist auf der Suche nach ihrem Vater, der hier irgendwo gefangen gehalten wird. Mit Hilfe ihres Liebsten Luca und anderer Freunde versucht sie ihn zu befreien. Aber der Admiral ist ihr bereits dicht auf den Fersen.


    Meine Meinung:


    Milla und Luca sollte man schon aus dem ersten Teil kennen, denn es macht einfach Spaß ihre Entwicklung weiter zu verfolgen. Vor allem das Mädchen lernt seine wachsenden Kräfte immer besser zu bändigen und neue Fähigkeiten kommen hinzu, mit denen sie ihren Freunden und am Ende auch ihrem Vater wird helfen können.


    Wie immer ist sie mutig, manchmal unvorsichtig und auf liebenswerte Art spontan, wenn es darum geht ihre Wünsche und Pläne durchzusetzen. Furchtlos begibt sie sich in einige gefährliche Situationen, die die Spannung beim Lesen hoch halten. Ihre Zuneigung zu Luca ist wie all ihre Gefühle ungebärdig und voll jugendlicher Kraft und man muss über ihr sprühendes Temperament oftmals schmunzeln.


    Schön fand ich, dass die historischen Fakten mit leichter Hand in die Fantasy-Geschichte verwoben sind und dank der Autorin auch am Ende mit einem aufschlussreichen Nachwort belegt und in den geschichtlichen Kontext gebracht werden.


    Das Buch gehört für mich in die Kategorie Jugend-Buch, man sollte also als erwachsener Leser auf eine kurzweilige und leicht zu lesende Geschichte gefasst sein, in der die Protagonisten so handeln, wie junge Menschen es manchmal eben tun und zu der auch ein harmonisches Ende dazu gehört. Die Fantasy-Effekte sind moderat und unaufdringlich und es wird auf Gewaltdarstellungen weitgehend verzichtet. Meiner Ansicht nach also eine unbedenkliche Leseempfehlung auch für zarte Gemüter.


    Autor: Brigitte Riebe
    Buch: Feuer und Glas - Die Verschwörung

    Zum Inhalt:
    „Mord in Babelsberg“ ist der inzwischen vierte Fall mit dem Berliner Kriminalkommissar Leo Wechsler. Man findet aber auch ohne große Vorkenntnisse gut in den Roman. Wir schreiben das Jahr 1926. Leo steht kurz vor einer Beförderung, ist glücklich verheiratet mit Clara. Ein neuer Mordfall beschäftigt ihn diesmal auch persönlich in ganz neuen Dimensionen, bringt zeitweise sogar sein Privatleben etwas aus dem Tritt. Aber gewohnt zielstrebig und mit dem Blick fürs Detail sucht er nach dem Mörder einer Frau, die nachts mit einer roten Scherbe brutal getötet wurde. Ihm zur Seite wie immer sein eingeschworenes Team aus Sonnenschein und Walther.


    Meine Meinung:
    Es hat wieder großen Spaß gemacht mit Leo zu ermitteln. Der Plot ist fein und detailreich gestrickt. Über eine weite Strecke weiß der Leser nicht, wer der Mörder ist, kann aber mit dem Kommissar mitpuzzeln und erfährt, wie er, Stück für Stück die wahren Hintergründe für die Tat, die diesmal interessanter Weise in der noch jungen Filmindustrie spielen. Neben den bereits lieb gewonnenen Akteuren sind auch die Verdächtigen und sämtliche anderen Nebendarsteller gut gezeichnet, haben Charakter und werden mit sämtlichen Schattierungen der menschlichen Abgründe ausgelotet.


    Eine große Stärke von Susanne Goga ist es auch, dass sie dem Leser neben der spannenden Krimihandlung immer wieder einfühlsame Einblicke in die Entwicklung der Beziehung von Leo und Clara gewährt. Leo’s Familien- und Liebesleben macht ihn mir noch sympathischer, bringt ihn mir noch näher. Dabei wird es nie kitschig sondern wird immer ein heiterer Ton beibehalten, dem man anmerkt, dass auch die Autorin ihre Helden liebt und ihnen das Glück zu zweit gönnt.


    Schön war auch wieder, mühelos in die damalige Zeit eintauchen zu dürfen, die durch kleine Anekdoten und historische Fakten und Persönlichkeiten vor dem geistigen Auge des Lesers entsteht. Ich bekam ein Gefühl für das Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts; im Aufbruch was die Gesellschaft und die technischen Entwicklungen betrifft, noch weitgehend unberührt von den nahenden Schrecken 10 Jahre später.
    :tipp:

    Inhalt:
    Im neuen-Roman „Phantasmen“ von Kai Meyer erscheinen plötzlich auf der ganzen Welt die transparenten Geister der Verstorbenen dort, wo der Tod sie einst ereilt hatte. Sie strahlen ein überirdisch helles Licht aus und wenden sich wie Blumen immer der Sonne zu.
    Die Schwestern Rain und Emma machen sich auf in die spanische Wüste, um dort noch einmal ihre bei einem Flugzeugabsturz verunglückten Eltern zu sehen. Dort angekommen geht aber mit den Geistern eine Veränderung vor und sie fangen zu Lächeln an. Und wer ihnen zu nahe kommt begibt sich in tödliche Gefahr. Von dem unbekannten Motorradfahrer Tyler gerettet beginnt erst eine überstürzte Flucht und dann die Suche nach den Ursachen für den ganzen Horror und der Versuch, sich selbst und die ganze Welt vor den bösen Geistern zu retten.


    Meine Meinung:
    Ich will auf keinen Fall zu viel verraten, denn es macht einfach großen Spaß die ganzen Geheimnisse der Geschichte Stück für Stück selbst zu erlesen. Die drei Hauptdarsteller waren mir sympathisch. Ihre ganz speziellen Macken und Eigenheiten haben sie für mich interessant und glaubwürdig gemacht. Die Bösen sind manchmal in ihren Handlungen etwas überspitzt dargestellt und agieren ziemlich menschenverachtend. Daraus resultieren jede Menge Tote und bei einigen Szenen musste ich werklich heftig schlucken. Das Buch ist nicht immer etwas für zarte Gemüter, bekommt aber durch sein hohes Tempo und aufblitzenden Humor immer wieder die Kurve.


    In die Story sind einige Fragen verpackt, die das Buch für mich aus der Masse der vergleichbaren Literatur positiv herausheben. Es geht um den Tod, um Gott, um Menschlichkeit, aber auch um die Liebe und wie weit man für sie zu gehen bereit ist. Denn einige kämpfen hier um einen geliebten Menschen und es sind nicht nur Rain, Emma und Tyler.


    Zwei, drei kleinere Ungereimtheiten habe ich gerne in Kauf genommen, denn „Phantasmen“ erzählt eine ungewöhnliche Geschichte klug, spritzig und mit kinotauglichen Spezialeffekten, die im Kopf einen spannenden Film zum Laufen bringen und den Leser bis zum Schluss mitfiebern und um ein positives Ende bangen lassen. Ich finde es positiv, dass es sich um einen Stand-Alone-Roman handelt und war mit dem Abschluss und den Auflösungen zufrieden.


    :tipp:

    Inhalt:
    Ein Bote bringt Katharina Orsini die Unglücksbotschaft, ihr Mann wäre im fernen Arabien verstorben und hätte vor seinem Tod ihr ganzes Geld für eine große Ladung Weihrauch ausgegeben. Da sie ohne ein Erbe völlig mittellos wäre, entschließt sie sich zu einer gefährlichen Reise in dieses ferne Land, in der Hoffnung, entweder den Mann noch lebend oder den Weihrauch als gewinnbringendes Erbe zu finden.
    Faliero, der Schwager des Statthalters von Candia, bietet ihr die nötigen Geldmittel für die weite Reise an, unter der Bedingung, dass sie als Führer den geheimnisvollen Massimo engagiert und dessen Aktivitäten die nächsten Monate ausspioniert. Faliero vermutet in ihm einen Verräter, der mit Informationen über Handel und Politik der Venezier bei den Arabern hausieren gehe.
    So kommt es, dass im Verlauf der Reise einer den anderen ausspioniert, jeder seine Geheimnisse vor dem anderen verbirgt und eine Menge Missverständnisse und falsche Verdächtigungen zu Verwirrung und seelischem Aufruhr führen. Denn natürlich fühlen die beiden, Katharina und Massimo, sich ziemlich bald zueinander hingezogen. Das Wechselbad der Gefühle lässt auch den Leser nicht kalt und garantiert einen hohen Unterhaltungswert.


    Meine Meinung:
    Es war nicht mein erstes Buch von Charlotte Thomas. Aber es sticht durch den ungewöhnlichen Ort der Geschehnisse aus der Masse der historischen Bücher hervor. Dabei schafft es die Autorin, dass man vom anfänglich Interessierten schnell zu einem Bewunderer des abwechslungsreichen Landes und seiner freundlichen Bewohner wird. Zwischen Dattelpalmen und Weihrauch-Hainen wird hier von einem Land erzählt, welches reich ist an Naturschätzen und Naturschönheit, welches trotz seiner kargen Landstriche auch über satte Felder und Wiesen und große irdische Schätze verfügt. Der Erzählstil ist gefühlvoll ohne kitschig zu werden, kraftvoll mit zarten Zwischentönen, in schillernden Farben die dieses ferne Land eindringlich schildern und bebildern.
    Das Ensemble der Protagonisten ist hervorragend besetzt. So einige Charakterköpfe sind darunter, die man schnell liebgewinnt auch wenn sie nicht alle menschliche Schwächen verbergen können und durchaus Fehler machen und für Erheiterung sorgen. Ich habe mit ihnen mitgelitten, mich mit ihnen gefreut und mit ihnen geschimpft. Innerhalb der fast einjährigen Reise erleben die „Helden“ so manches Abenteuer und der Spannungsbogen wird wirklich bis zum Schluss stetig angezogen.
    Eine rundherum gelungene Geschichte um Liebe und Hass, Vertrauen und Verrat., eingebettet in interessante Einzelheiten der Landesgeschichte und historische Schmankerl.


    5ratten

    Zum Inhalt:
    „Der Kuss der Sterne“ ist eine in sich abgeschlossene Geschichte aus der fremden Welt Ghan. In ihr herrscht ein strenges Kastenwesen und viele Menschen der obersten Kaste verfügen über geheimnisvolle übermenschliche Gaben, die sie zu etwas Besonderem machen. So besitzt auch Canda am Vorabend ihrer Hochzeit vier solche Gaben. Als sie am Morgen aufwacht, ist nicht nur ihr Verlobter Tian spurlos verschwunden, sondern sie besitzt auch nicht mehr ihre wichtigste Gabe, den „Glanz“, der sie zu einer überirdischen Schönheit machte, die mit ihrem Liebreiz und ihrer wunderschönen Stimme alle menschlichen Herzen zutiefst bezaubern konnte.


    Wurde Tian geraubt oder ist er davongelaufen? Und wer hat ihre Gabe gestohlen und wie war so etwas überhaupt möglich?
    Canda kann die herrschende Mégana überzeugen, ihr die Suche nach Tian zu erlauben. Der ungewöhnliche Sklave Amad wird ihr zur Seite gestellt und sie begibt sich mit ihm in die Wüste, wohin Tian scheinbar verschwunden ist. Auf ihrer Suche erlebt sie so einige Gefahren und Abenteuer, findet Freunde und erkennt nach und nach, dass viele Dinge ganz anders sind, als sie geglaubt hatte und ihre kleine behütete Welt gerät gewaltig ins Wanken.


    Meine Meinung:
    Mehr darf man nicht verraten, denn diese Geschichte enthält so viele Rätsel, so viele Purzelbäume und Kehrtwendung, überrascht mit einer solchen Fülle an gelösten Geheimnissen, dass es eine Freude ist sich von Kapitel zu Kapitel tiefer in diese verzauberte Welt ziehen zu lassen. Es gibt sehr viele große und kleine Aha-Erlebnisse und das Miträtseln macht riesigen Spaß.


    Nina Blazon schafft es, dieses Jugendbuch in einem Stil zu schreiben und zu erzählen, der anspruchsvoll und unterhaltsam zugleich ist. Sie spielt mit ihren Figuren, gibt ihnen Farbe und Tiefe. Jeder noch so „unwichtige“ Charakter wird von ihr mit wenigen Worten zum Leben erweckt. Die Akteure verhalten sich zutiefst menschlich, mit all ihren Stärken und Schwächen, machen im Laufe des Buches zum Teil einen Reifeprozess oder gar eine Wandlung durch. Ihre Handlungen und Beweggründe sind nachvollziehbar und treiben die Geschichte stetig voran, so dass der Spannungspegel hoch ist. Schnell findet man Charaktere die einem sympathisch sind und solche an denen man sich reiben kann. Für mich war auch das Ende stimmig und alle wichtigen Fragen wurden zu meiner Zufriedenheit geklärt.


    Dies war für mich ein spannender All-Age-Roman mit liebenswerten Darstellern, einer bis ins Kleinste hervorragend ausgefeilten Story und überraschenden und glücklich machenden neuen Fantasy-Ideen, die viel Spielraum für das eigene Kopfkino lassen.

    Zum Inhalt:
    Mord in Babelsberg“ ist der inzwischen vierte Fall mit dem Berliner Kriminalkommissar Leo Wechsler. Man findet aber auch ohne große Vorkenntnisse gut in den Roman. Wir schreiben das Jahr 1926. Leo steht kurz vor einer Beförderung, ist glücklich verheiratet mit Clara. Ein neuer Mordfall beschäftigt ihn diesmal auch persönlich in ganz neuen Dimensionen, bringt zeitweise sogar sein Privatleben etwas aus dem Tritt. Aber gewohnt zielstrebig und mit dem Blick fürs Detail sucht er nach dem Mörder einer Frau, die nachts mit einer roten Scherbe brutal getötet wurde. Ihm zur Seite wie immer sein eingeschworenes Team aus Sonnenschein und Walther.

    Meine Meinung:

    Es hat wieder großen Spaß gemacht mit Leo zu ermitteln. Der Plot ist fein und detailreich gestrickt. Über eine weite Strecke weiß der Leser nicht, wer der Mörder ist, kann aber mit dem Kommissar mitpuzzeln und erfährt, wie er, Stück für Stück die wahren Hintergründe für die Tat, die diesmal interessanter Weise in der noch jungen Filmindustrie spielen. Neben den bereits lieb gewonnenen Akteuren sind auch die Verdächtigen und sämtliche anderen Nebendarsteller gut gezeichnet, haben Charakter und werden mit sämtlichen Schattierungen der menschlichen Abgründe ausgelotet.


    Eine große Stärke von Susanne Goga ist es auch, dass sie dem Leser neben der spannenden Krimihandlung immer wieder einfühlsame Einblicke in die Entwicklung der Beziehung von Leo und Clara gewährt. Leo’s Familien- und Liebesleben macht ihn mir noch sympathischer, bringt ihn mir noch näher. Dabei wird es nie kitschig sondern wird immer ein heiterer Ton beibehalten, dem man anmerkt, dass auch die Autorin ihre Helden liebt und ihnen das Glück zu zweit gönnt.


    Schön war auch wieder, mühelos in die damalige Zeit eintauchen zu dürfen, die durch kleine Anekdoten und historische Fakten und Persönlichkeiten vor dem geistigen Auge des Lesers entsteht. Ich bekam ein Gefühl für das Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts; im Aufbruch was die Gesellschaft und die technischen Entwicklungen betrifft, noch weitgehend unberührt von den nahenden Schrecken 10 Jahre später.
    Die Leserunde hat viel Spaß gemacht. Es war meine erste hier in diesem Forum und mir hat besonders gefallen, dass sie so klein und übersichtlich war und ich dadurch die Beteiligten bereits ein klein wenig kennenlernen konnte. Und die Autorin hat die Runde charmant und amüsant begleitet und alle Fragen schnell und erschöpfend beantwortet.


    Meine Empfehlung: Unbedingt Lesen . 5ratten