Beiträge von HoldenCaulfield

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    ysa

    Das ist mir so tatsächlich noch nicht passiert (zumindest nicht wegen der Kopfhörer und nicht in Heidelberg :lachen: ). Aber ich kenne die Strecke die ich fahre auswendig, daher weiß ich, wann ich aufhören muss zu lesen^^ Und meine Kopfhörer haben kein Noisecancelling.

    :laola:


    Auch von mir Herzlichen Glückwunsch liebe Igela


    Bei mir steht noch in den Sternen ob ich meine Listen komplett schaffe. Ich bin aber an sich zufrieden. Die Hörbücher sind für mich vom SUB her nicht ganz so wichtig und wenn ich auf die keine Lust habe, dann ist das grad eben so. :)

    Und meine SUB-Auf und Abbau Strategie hat auch abseits der eigentlichen Liste ziemlich gut geklappt. Dieses Jahr hab ich meine neuen Bücher immer sehr zeitnah gelesen. Das hat sich also schön übertragen. :err:

    Valentine

    Diese Taschen waren eigentlich echt unpraktisch. :lachen: Ich hab davon noch die Ausklänge mit erlebt.

    Witzig fand ich, das einer meiner Mitschüler später in meiner Abizeit, so eine Ledertasche hatte, wie die meisten Lehrer. Wir waren ja alle schon älter und Erwachsen. Wegen dieser Tasche haben ihn eine Reihe von Sozialgymnasiumsschülerinnen (das waren in dem Jahrgang nur Mädchen, und die waren auch oftmals grad so 16 rum) ihn wochenlang gesiezt und gegrüßt, weil sie ihn für einen Lehrer hielten :lachen: Er fand das glaube ich super. Sie haben ihn nämlich auch ganz schön angehimmelt :lachen: Irgendwann hat sich dann jemand von unserer Klasse erbarmt und die Mädchen informiert, das er kein Lehrer ist :lachen:.

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    Titel: Ihr sollt wissen, das wir noch da sind
    Autorin: Esther Safran Foer


    Zitat von amazon

    Inhalt:

    Als Esthers Mutter beiläufig offenbart, dass ihr Mann eine frühere Frau und Tochter hatte, die beide im Holocaust ermordet wurden, beschließt Esther herauszufinden, wer sie waren und wie ihr Vater überlebt hat. Nur mit einem Schwarzweißfoto und einer handgezeichneten Karte reist sie zusammen mit ihrem Sohn in die heutige Ukraine, um das Shtetl zu finden, in dem sich ihr Vater während des Krieges versteckt hatte. Diese Reise wird ihr Leben für immer verändern und sie wird es Esther ermöglichen, endlich richtig zu trauern. Sie findet in der Ukraine tatsächlich die Nachfahren der Menschen, die ihren Vater versteckt hatten und erfährt sogar den Namen ihrer Halbschwester.


    Meine Meinung:

    Esther Safran Foers Buch ist eine Annäherung an ihre Familiengeschichte. Die Suche nach ihren ermordeten Verwandten, aber auch die Annäherung daran, wie Erinnerung funktionieren kann.

    Sie beschreibt dabei auch, wie schwierig es ist, Nachforschungen über Menschen an zustellen, die sie selbst nicht kannte, und über die sie im Grunde nur Bruchstückhaft Dinge weiß, die wiederum aus der Erinnerung ihrer Mutter oder anderer stammten. Gleichzeitig geht es auch um das Schweigen über die Shoa (jüd. Bezeichnung für den Holocaust) und wie die Nachfahren Überlebender mit diesem Trauma umgehen. Was das mit ihnen macht, was das mit ihr gemacht hat. Das Schweigen ist dabei ein besonders wichtiger Faktor. So hat auch ihre eigene Mutter kaum über ihre Erlebnisse gesprochen und wenn dann auch zu Esthers Überraschung erst mit den Enkelkindern und nicht mit ihrer Tochter. Nicht nur weil sie das Gefühl hatten, alles hinter sich lassen zu müssen um weiter machen zu können, sondern auch, weil niemand zu hören wollte.

    Auch Esther selbst hat sich dieser Geschichte erst gestellt, als ihr Sohn Jonathan begann Nachforschungen zu stellen. Im Grunde ist sein Roman "Alles ist erleuchtet", ein Startpunkt für Esther gewesen, sich den Geheimnissen ihrer Familie anzunehmen. Dabei geht es ihr gar nicht so sehr darum, alle Wahrheiten zu entschlüsseln, aber viel mehr einen eigenen Umgang mit der Vergangenheit zu finden. Daher ist das ihr ganz eigener Weg und für sie ihre Möglichkeit, sich an die Ermordeten zu erinnern, gerade weil es nur Massengräber als sonstige Erinnerungsorte gibt.


    In der jüdischen Tradition spielen Namen eine wichtige Rolle. Es ist ganz normal, die Vornamen der verstorbenen (z.B.Vorfahren, eigenen Eltern, Großeltern usw). an die eigenen Kinder weiter zu geben, dabei sind mehrere Namen keine Seltenheit. Auch deshalb spielen Namen in diesem Buch eine zentrale Rolle. Für Esther, aber auch in vielen offiziellen Veranstaltungen zu Erinnerung an den Holocaust, geben die Namen den Ermordeten ihre Würde, aber auch ihre Identität zurück. Sie werden sichtbar. Es gab sie, sie haben gelebt. Manchmal kann einen die Fülle an Namen etwas erschlagen. Das schreibt die Autorin sogar auch selbst. Nicht alle Verwandschaftsverhältnisse habe ich daher behalten. Das war zum Teil echt etwas überladen. Aber ich kann versehen, wie wichtig ihr dieser Punkt ist.


    Gerade über ihre Schwester Asya, die Halbschwester, die Tochter der ersten Ehefrau von Esters Vater, weiß man leider nichts. Es gibt kein Foto. Esther hat nur den Namen und weiß, wo sie ermordet wurde, in welchem Massengrab sie liegt. Es hat mich sehr berührt, das letztendlich einen Weg gefunden hat, auch durch dieses Buch die Erinnerung wach zu halten.

    Erschreckend ist dabei, wie in der Ukraine selbst mit der Erinnerung umgegangen wird. Hier weiß ich tatsächlich zu wenig, aber durch das Buch scheint schon durch, das dort keine wirkliche Aufklärung über den Holocaust zu herrschen scheint. Laut Foer gibt es z.B. keinen gezielten Schulunterricht über diese Zeit und vor allem über die Rolle der Ukraine. Die angebrachten Erinnerungstafeln werden oft zerrstört und es gibt z.B. oft keine Erwähnungen über den jüdischen Hintergrund verschiedener Städte in Broschüren die etwa Touristen erhalten. Lange gab es über Trochenbrod, der zentralen Stadt in der Esters Familiengeschichte beginnt, keine Informationen über das Shtetl. Die Informationen waren so dürftig, das Jonathan Safran Foer in seinem Roman, das Shtetl und das Leben dort komplett erfunden hat. Das führte sogar dazu, das manche Außenstehende dachten, die Stadt sei komplett erfunden.


    Gleichzeitig ist das Buch trotz des traurigen Themas so lebensbejahend. Die Familie ist trotz allem gewachsen und durch die Recherchen wurden neue Bande geknüpft, Verwandte gefunden und letztendlich ist das Buch auch ein Zeugnis darüber, das es den Nationalsozialisten nicht gelungen ist, alle Juden zu ermorden. Es gibt wieder jüdisches Leben in der Welt und sie haben große Familien, bilden Netzwerke, halte die Erinnerung hoch. Aber sind eben auch Teil unserer heutigen Geschichte und das jeden Tag aufs neue. Esther Safran Foer hat neben all der Traurigkeit, trotzdem auch Positives aus dem Trauma ihrer Familie ziehen können. Für mich ist das irgendwie so ein Sieg über die Nationalsozialisten, bei all dem Schmerz, bei all dem Hass,abgebrochenen Lebensläufen, Geschichten die für immer vorloren sind, gibt es auch Liebe, Erinnerung und Zukunft.


    :tipp:

    Minou76

    Manchmal lernt man es nur durch die Praxis 8o


    Lavendel vertrage ich irgendwie nich so. Von dem Geruch bekomm ich Kopfweh. Aber ich mag es auch total zu baden. Mache das aber nur wenn es draußen kalt ist. Da mag ich gerne alles was so ein bisschen winterlich/weihnachtlich riecht.


    Igela

    Deshalb hab ich mir nach und nach diese Stoffbüchertaschen angeschafft. Die haben die perfekte Größe für Taschenbücher und tatsächlich schützen sie ganz gut in der Tasche. Und ich mag die Taschen einfach gerne. (Klar könnte man sich das auch selbst nähen, aber das ist nicht so mein Ding^^)

    Igela

    Stimmt, ohne Buch geh ich nicht aus dem Haus. Auf die Idee bin ich noch nie gekommen :lachen: Das ist ja mit Ebooks noch viel einfacher geworden.


    Es gibt immer mal Wartezeiten. Vor allem die Warteschlange in dem Laden, bei dem ich immer meine Pakete abholen muss. :rolleyes:

    Ich habe es sogar mal geschafft, in der Wanne einzuschlafen und die ganze Zeit das Buch über Wasser zu halten

    :lachen: Das ist die wahre Leseratte.


    Ich hatte im Bad leider schon 2 mal einen Wasserschaden, bei dem jeweils ein Buch aus der Bücherei das zeitliche segnete und dann hatte ich da diesen klitzekleinenen Ins Wasser Plumpsvorfall dieses Jahr... (Und daraufhin haben meine Nachbarn mitten in der Nacht bei mir geklingelt, weil ein paar Tropfen an der Wand runterliefen und mich mit der Klingerei zu Tode erschreckt weil es halb 12 Abends war...)

    Das ist bei mir echt zu Riskant mit einem normalen Buch :lachen: