Beiträge von Cait

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Verlag: Heyne
    ISBN: 978-3-453-53195-6
    Seiten: 640
    Ausgabe: Taschenbuch
    ET: 07.2006
    Preis: € 13,00


    Dies sind die Abenteuer von Agamemnon, Hektor, Achilles und der schönen Helena, dies ist die Geschichte des Falls der Stadt Troja – wie Sie sie noch nie gelesen haben! Denn „Der silberne Bogen“ ist keine gewöhnliche Nacherzählung des Homerschen Opus, sondern ein Epochen-Gemälde, das – ähnlich wie Wolfgang Petersens Film „Troja“ – den Leser die Ereignisse hautnah miterleben lässt. Der englische Bestsellerautor David Gemmell hat die alte Sage in eine neue, atemberaubend moderne Form gegossen. Ein einzigartiger historischer Roman!


    Meine Meinung


    Seit meiner Kindheit übt Troja eine große Faszination auf mich aus, so dass es nur eine Frage der Zeit war, bis ich mich an die große Troja-Trilogie von David Gemmell wagen würde. „Der silberne Bogen“ bildet den Auftakt, und auch wenn ich zu Beginn etwas irritiert war, war ich am Ende derart begeistert, dass ich zu gerne gleich die Fortsetzung gelesen hätte.


    Sprachlich gefiel mir das Buch auf Anhieb. Gemmell ist nicht überbemüht, sprachlich ein antikes Flair aufkommen zu lassen, verzichtet aber auch auf moderne Umgangssprache. So liest sich der Roman äußerst angenehm und flüssig, Beschreibungen und Dialoge wirken natürlich und nicht krampfhaft erzwungen und durch seine bildgewaltige Sprache erschafft er wie von selbst eine ungemein dichte Atmosphäre.


    Erzählt in der dritten Person, hat sich der Autor ausreichend Raum verschafft, um seine Geschichte nicht allein aus einer Perspektive zu erzählen. So ist der Leser in einem Moment in Troja und im nächsten an einem ganz anderen Ort, begleitet die verschiedensten Figuren und bekommt dadurch einen großartigen Rundumblick auf die Ereignisse.


    Mit dem Aufbau allerdings, tat ich mich zunächst unheimlich schwer. Gerade zu Beginn springt Gemmell von einer Figur zur nächsten und wechselt dabei auch noch die Zeiten, so dass ich keinen roten Faden erkennen konnte, an den ich mich hätte halten können. Hier die erzählten Ereignisse in eine chronologische Reihenfolge zu bringen, hat mich einiges an Anstrengung gekostet. Aber, das Dranbleiben hat sich gelohnt. Denn nach knapp hundert Seiten wird einem schlagartig bewusst, warum der Autor diese Erzählweise gewählt hat und der rote Faden liegt deutlich vor einem: Helikaon. Der Autor macht es dem Leser zwar nicht unbedingt leicht, aber er bereitet ihn sehr subtil und durchaus gekonnt auf die Hauptfigur Helikaon mit ihren Charaktereigenschaften vor, so dass man ein äußerst facettenreiches Bild von Helikaon erhält, seine Handlungsweisen nachvollziehen und sich der Geschichte von einem Moment zum nächsten nicht mehr entziehen kann. Spätestens mit dem ersten Auftritt Odysseus' gab es für mich kein Entrinnen mehr.


    Die Handlung baut sich rund um Helikaon auf und nicht, wie ich erwartet hätte, um eine der berühmten Helden des trojanischen Krieges, wie wir ihn von Homer kennen. Gemmell wählt einen anderen Weg, hält sich nicht krampfhaft an die Ilias und auch nicht an die griechische Mythologie. Beides dient ihm mehr als Richtschnur, anhand der er versucht, eine glaubwürdige, nachvollziehbare Version des trojanischen Krieges zu erzählen. Denn wer glaubt schon wirklich, dass die griechischen Götter vom Olymp gestiegen sind und sich unter das Volk gemischt haben? Die Götter haben in „Der silberne Bogen“ keine vordergründige Rolle, die Helden sind keine Halbgötter und dort, wo es nötig ist, verändert Gemmell auch die homerischen „Fakten“. Mich konnte diese Version absolut überzeugen, da sie in sich schlüssig, bildgewaltig und realistisch erzählt ist und dabei vor Spannung und Überraschungsmomenten nur so strotzt.


    Wenn auch viele Szenen, vor allem die mit Odysseus, äußert humorvoll sind, geizt Gemmell nicht mit Grausamkeit und Brutalität. Realistische Darstellungen der Ereignisse sind ihm äußerst wichtig und tragen ungemein zu der dichten Atmosphäre bei, schonen den Leser aber nicht für einen Moment. Die Kampf- und Schlachtszenen sind derart anschaulich beschrieben, dass man meint, das Blut riechen, und den Kampfeslärm hören zu können. Sie sind blutig, kaltblütig und grausam und stellen für einen empfindlichen Magen wohl durchaus eine Herausforderung dar. Mir hat diese Anschaulichkeit gefallen, da sie mich ohne Weiteres in die antike Welt transportieren konnte und zur Glaubwürdigkeit des Romans beiträgt.


    Aber nicht nur der Plot ist phantastisch ausgefeilt, sondern auch die Figuren. Im Laufe der Geschichte machen alle eine Wandlung durch, wachsen oder brechen an den Erfahrungen, die sie machen mussten, verändern sich. Von Seite zu Seite lernt man sie besser kennen, entdeckt neue Facetten und baut eine Beziehung zu ihnen auf. Für nahezu jedes Gesicht, egal ob Protagonist oder Randfigur, hält Gemmell eine Geschichte aus der Vergangenheit bereit, bietet dem Leser ein kleines psychologisches Profil an. Das macht alle Figuren unglaublich greifbar, menschlich und lebendig. Ihr Agieren ist immer nachvollziehbar und plausibel und selbst für schreckliche Taten kann man als Leser noch Verständnis aufbringen. Hier eine Linie zwischen Fiktion und Realität zu ziehen, fiel mir oftmals schwer, und ich musste mir in Erinnerung rufen, dass diese Charaktere nicht existiert haben.


    Auch wenn ich zugeben muss, dass Helikaon eine wirklich gelungene und großartige Figur ist, galten meine tiefen, emotionalen Sympathien vor allem einer anderen. Einem Mykener, der zwischen die Fronten gerät. Seine Seele und sein Charakter, seine Glaubwürdigkeit und Lebendigkeit, haben mich unglaublich mitgerissen. Aber auch Charaktere wie Andromache, Kassandra und Odysseus dürfen nicht unerwähnt bleiben, ebenso wie zahlreiche Nebenfiguren, da Gemmell sie derart realistisch wiederbelebt hat, dass man ihm allzu gerne glauben möchte, dass es sie genau so gab.

    Fazit


    „Der silberne Bogen“ ist ein fulminanter, rundum gelungener Auftakt zu einer äußerst vielversprechenden Trilogie. David Gemmell hat ein wirklich großes Erzähltalent und die Antike konnte vor meinem geistigen Auge problemlos aufleben. Der Roman hat mich emotional sehr bewegt und nachhaltig beschäftigt. Wer einen Roman über Troja lesen möchte, kommt an dieser Trilogie nicht vorbei.


    Meine Bewertung


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Meine Meinung


    „Die achte Karte“ ist der zweite Roman von Kate Mosse und ganz ähnlich angelegt wie ihr Erstling, „Das verlorene Labyrinth“. Die Geschichte wird auch hier auf zwei Zeitebenen erzählt: Ende des 19. Jahrhunderts und 2007. Auch hier bieten beide Erzählebenen Thrillerelemente und mysteriöse bis paranormale Phänomene. Und leider gibt es noch eine weitere Parallele zu „Das verlorene Labyrinth“. Auch hier spart Kate Mosse nicht mit französischen Sätzen, die weder im Text noch in einem Glossar erläutert werden.


    Stilistisch und sprachlich kann ich kaum etwas aussetzen. Das Buch liest sich von Beginn an wirklich flüssig und angenehm. Der Drang, weiterzulesen ist sehr groß. Vor allem der Anfang ist äußerst rasant erzählt, dabei spannend und geheimnisvoll und mit sympathischen Figuren bestückt. Der Einstieg fiel mir damit besonders leicht. Die Sprache passt perfekt in die jeweilige Zeitebene, so dass auch das richtige Gefühl für die entsprechende Zeit aufkommt. Allerdings geizt Kate Mosse nicht mit französischen Sätzen, die ich mit meinem mageren Schulfranzösisch oftmals nicht bewältigen konnte. Vielleicht hat sich die Autorin dadurch französisches Flair erhofft. Leider kann dieses Stilmittel keine besondere Atmosphäre schaffen, sondern hat mich nur frustriert, da es nirgendwo Erläuterungen zu diesen Sätzen gibt.


    Die Handlung beider Zeitebenen ist insgesamt spannend erzählt, überzeugender hingegen ist eindeutig das ausgehende 19. Jahrhundert. Es strahlt in meinen Augen wesentlich mehr Atmosphäre aus und ist von der Thematik her deutlich abwechslungsreicher und interessanter. Zwar ist auch das Heute flüssig und durchaus spannend erzählt, allerdings konnte ich mit dem Tarot, das hier zentraler Bestandteil der Handlung ist, wenig anfangen. Der Plot um dieses bestimmte Tarot ist für mich oftmals einfach nicht nachvollziehbar. Zwar nimmt dieses Tarot auch in der Vergangenheit Raum ein, doch ist es nicht das vordergründige Thema. Auch werden im Gegenwartsteil kleinere Handlungsfäden oftmals nicht bis zum Ende ausgeführt, sondern verlieren sich.


    Am Ende bleibt hinsichtlich des Tarots vieles ungeklärt bzw. zu flüchtig aufgeklärt. Man kann die Auflösung nicht greifen, hat nur ein unbestimmtes Gefühl und schlägt das Buch eher unzufrieden zu. Ich hatte den Eindruck, es fehle noch was, die Geschichte sei nicht auserzählt. Zu viele Fragen bleiben unbeantwortet. Betrachtet man die Handlung ohne das Tarot und allem, was unmittelbar damit im Zusammenhang steht, hätte sich eine schöne, runde Geschichte ergeben, gerade in der Erzählebene des 19. Jahrhunderts. Hier gibt es viel Potential, auch ohne paranormale Ereignisse. Ich mag Mystery und Fantasy durchaus, wenn sie glaubhaft und verständlich erzählt wird. In „Die achte Karte“ ist das leider nicht immer gegeben.
    Sehr befremdet hat mich, dass Kate Mosse es nicht lassen konnte, derzeit populäre Verschwörungstheorien der katholischen Kirche einzubringen. Diese sind für die eigentliche Handlung absolut überflüssig, werden nicht näher verfolgt und wirken daher eher wie Effekthascherei.


    Die Figuren fand ich einfach großartig. Sowohl die der Vergangenheit, als auch die der Gegenwart. Sie sind sympathisch, machen neugierig und es fällt leicht, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Vor allem Léonie Vernier und ihr Bruder Anatole haben es mir auf Anhieb angetan. Ein wunderbares, so verschiedenes Geschwisterpaar, das alle meine Sympathien hatte. Aber auch Meredith Martin war mir sympathisch und ich habe sie gerne begleitet. Die Bösewichte der Geschichte waren überzeugend und zum Glück nicht klassisch böse. Bei ihnen konnte man zumindest teilweise eine Begründung für ihr Verhalten finden, was für mich persönlich eine gut ausgestaltete Figur mit ausmacht.


    Fazit


    Auch wenn es einige, wenig überzeugende Elemente in der Handlung gibt und das Ende eher unbefriedigend ist, konnte mich das Buch die gesamte Zeit über fesseln. Das Buch ist spannend erzählt, die Figuren sind derart sympathisch, dass sie einen Großteil der Handlung tragen und man gerne einige Ungereimtheiten übersieht. Ich hatte mit „Die achte Karte“ kurzweilige Lesestunden und wenn man den Roman nicht allzu ernst nimmt, kommt man gerade in der Vergangenheit durchaus auf seine Kosten.


    Meine Bewertung

    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

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    Stadt der Finsternis-Reihe, Teil 3
    Verlag: Lyx
    ISBN: 978-3-8025-8219-6
    Seiten: 336
    Ausgabe: Taschenbuch
    ET: 02.2010
    Preis: € 12,95


    Was geschieht bei den geheimnisvollen Midnight Games? Diese Frage stellt sich die ehemalige Söldnerin Kate Daniels, als ihr Werwolffreund Derek nicht weit von der Arena, in der die blutigen Kämpfe stattfinden, halbtot aufgefunden wird. Bei ihren Ermittlungen kommt Kate einer Verschwörung auf die Spur, die nicht nur alle Gestaltwandler vernichten, sondern auch ihr dunkles Geheimnis ans Licht bringen könnte …


    Reihenfolge der Serie


    Die Nacht der Magie
    Die dunkle Flut
    Duell der Schatten


    Meine Meinung


    „Duell der Schatten“ ist bereits der dritte Teil der „Stadt der Finsternis“-Serie. Bei vielen Buch-Reihen nimmt die Qualität im Laufe der einzelnen Bände ab, was ich von dieser aber überhaupt nicht behaupten kann. Im Gegenteil, das Autorenehepaar Andrews steigert sich von Roman zu Roman und ich bin wirklich gespannt, ob sich das auch über den vierten Teil sagen lassen wird.


    Die Handlung ist von der ersten Seite an spannend, bedrohlich, faszinierend und manchmal auch wirklich brutal. Atemlos habe ich Seite um Seite gelesen, um das Buch am Ende zwar nach mehr lechzend, dennoch rundum zufrieden zurück ins Regal zu stellen. Die Autoren haben eine wirklich interessante und bedrohliche Welt aus großartigen und originellen Ideen geschaffen. In einem Atlanta zwischen Magie und Nicht-Magie, leben Menschen und Kreaturen auf engem Raum nebeneinander. Ferngelenkte Vampire, gutwillige Gestaltwandler, bösartige und bedrohliche Wesen existieren neben Menschen mit und ohne besonderen Fähigkeiten. In dieser Welt wird Mythologie auf eindrucksvolle Weise zur Realität. Natürlich hat Kate auch in „Duell der Schatten“ wieder gegen das Böse zu kämpfen, und das geht nicht gerade unblutig vonstatten. Das Autorenehepaar scheut nicht vor blutigen und grausigen Details zurück, erzählt dabei aber auch mit Witz und Humor. Auch wenn einem Kates loses, betont sarkastisches Mundwerk manchmal die Augen verdrehen lässt, gibt es viele Passagen, in denen ich wirklich lauthals lachen musste.


    Ließen die ersten beiden Bände bereits erahnen, dass diese Reihe sehr komplex aufgebaut ist, bestätigt „Duell der Schatten“ dies nachdrücklich. Aus den ersten beiden Teilen konnte man deutlich herauslesen, dass es ein großes, sehr gut gehütetes Geheimnis um die Protagonistin Kate Daniels gibt, dessen Lüften ihr Leben bedrohen würde. Mehr erfuhr man diesbezüglich nicht. Die einzelnen Teile bauen geschickt aufeinander auf. Jedes Detail ist von Bedeutung, was sich oftmals erst im Nachfolgeband herausstellt. Das macht sicherlich einen großen Reiz dieser Serie aus und trägt ungemein zur Spannung bei.


    Von Band zu Band erfährt der Leser immer mehr Bruchstücke aus Kates Vergangenheit, die mich unglaublich neugierig gemacht haben und die sich endlich in „Duell der Schatten“ zu einem Ganzen fügen. Ich vermute, dass die Autoren noch einiges in petto haben, was Kates wahre Macht, Berufung und Vergangenheit angeht. Da man hier einen Großteil über Kates lebensgefährliches Geheimnis erfährt, bekommt man endlich ein sehr deutliches Bild von der sympathischen Heldin. Man kann ihren Charakter viel besser verstehen, da sich ihr Verhalten oftmals in ihrem Geheimnis begründet; kennt nun auch ihre verborgenen Ängste und begreift, warum sie sich betont als harte Einzelkämpferin gibt. Insgesamt deckt „Duell der Schatten“ unheimlich viel über Kate Daniels auf und war sie mir bisher zwar wirklich äußerst sympathisch, ist sie mir endlich zu einer „Freundin“ geworden, die mir unglaublich nahe gekommen ist und die ich gerne bei ihren kommenden Abenteuern begleiten werde.


    Aber nicht nur Kates Charakter wird deutlicher, plastischer und facettenreicher. Auch die anderen Figuren entwickeln sich, dank der kleinen Geschichten aus ihrer Vergangenheit, enorm. Die meisten der Charaktere kennt man bereits von Beginn an. Zunächst erschienen sie einem nur als Randfiguren, aber von einem Roman zum nächsten wird deutlich, dass sie eine größere Rolle zu spielen haben, als die einer Nebenfigur und werden immer mehr zu weiteren Protagonisten. Steht Kate zu Beginn der Serie allein da, deutet sich im dritten Teil bereits an, dass sie mittlerweile nicht nur ein Team, sondern sogar enge Freunde gewonnen hat, die sich um sie sorgen – und was für Kate noch viel schlimmer ist- , um die sie sich sorgt. Neben Freundschaft und Kameradschaft fehlt aber auch die Liebe nicht gänzlich in dieser Serie, und es knistert von Roman zu Roman immer mehr und ich bin gespannt, wann Kate endgültig schwach wird. Ich kann den Autoren zu diesen zwischenmenschlichen Entwicklungen nur gratulieren, die für mich einen ganz besonderen Reiz ausmachen.


    Meine Bewertung


    5ratten

    Ich konnte es nicht lassen und hab mir heute von der Arbeit mitgenommen:


    Das Erbe der Königin
    Philippa Gregory


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    Jeder bei Hofe weiß, dass die Frauen Heinrichs VIII. gefährlich leben. Hat er einmal das Augenmerk auf eine andere gerichtet, so schwebt die Königin an seiner Seite in Lebensgefahr. Die deutsche Anna von Kleve kommt als vierte Gemahlin des Herrschers nach England. Die schüchterne junge Frau ist fasziniert vom höfischen Leben, doch schon bald begreift sie, welche Abgründe hinter der schillernden Fassade lauern. Nach Katharina von Aragon und den Boleyn-Schwestern versucht neben Anna nun auch ihre Hofdame, die bildhübsche Katherine Howard, sich bei Heinrich durchzusetzen. Ihnen allen ist bewusst, dass sie in eine Löwengrube geraten sind, aus der sie sich nur schwer wieder befreien können. Nur eine von ihnen kann die Gunst Heinrichs, die Krone Englands und den Kampf um Leben und Tod gewinnen

    Ich habe gestern mal in "Die achte Karte" von Kate Mosse reingelesen und fand den Anfang sehr vielversprechend.


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    Als die junge Meredith auf der Suche nach ihren Wurzeln durch Paris streift, stößt sie auf ein seltenes und unvollständiges Set Tarotkarten aus vergangener Zeit. Sie ist sofort gefangen von den geheimnisvollen Ab-bildungen, denn eine davon trägt unverkennbar ihre eigenen Gesichtszüge. Was die junge Frau nicht weiß: Die Karten erzählen von einem schrecklichen Unglück in ihrer Familie - und es scheint, als habe Meredith die alten -Geister wieder geweckt ...

    Das Hexenmal
    Deana Zinßmeister


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    Thüringen 1617: Kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg vergiftet Missgunst die Herzen der Menschen, und Unschuldige werden der Hexerei bezichtigt. In dieser dunklen Zeit sind fünf junge Menschen vor ihrem Schicksal auf der Flucht: Katharina will der Ehe mit ihrem brutalen Schwager entgehen. Der reiche Erbe Johann flieht mit der Magd Franziska, die als Hexe angeklagt ist. Der Franziskanermönch Burghart will ein neues Leben beginnen. Und Clemens, beinahe Opfer eines Mordkomplotts, sucht Zuflucht im Wald. Doch die Häscher sind ihnen dicht auf den Fersen ...

    Seit gestern lese ich


    Die Malerin von Fontainebleau
    Constanze Wilken


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    Die begabte Freskenmalerin Luisa Paserini kommt 1537 an den prächtigen Hof von Franz I. Als Mann verkleidet arbeitet sie in der Werkstatt des Meisters Rosso Fiorentino, den sie nicht nur als Maler verehrt. Fiorentino hat den Auftrag, das königliche Schloss von Fontainebleau auszuschmücken. Der französische Herrscher ist für seine ausschweifende Lebensweise, seine Vorliebe für schöne Frauen und Kunst, aber auch für seinen Jähzorn und seine Launenhaftigkeit berüchtigt. Luisa ist von der glänzenden Pracht der königlichen Schlösser überwältigt. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sich hinter den goldenen Kulissen tödliche Intrigen abspielen, denen jeder zum Opfer fallen kann ...

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    Verlag: Droemer
    ISBN: 978-3-426-19793-6
    Seiten: 688
    Ausgabe: Hardcover
    ET: 11.2009
    Preis: € 22,95



    England 1876


    Noch immer trauert Lady Tansor um ihre Liebe, die vor Jahren ermordet wurde. Als sie Esperanza Alice Gorst als Zofe einstellt, scheint sie eine Vertraute gefunden zu haben, denn die junge Frau ist gebildet und feinfühlig. Auch Lady Tansors Söhne suchen die Nähe der attraktiven Alice. Was sie nicht ahnen: Alice hat einen Auftrag, der ihre ganze Existenz zerstören könnte …


    Meine Meinung


    „Schatten der Zeit“ ist der zweite, und leider gleichzeitig auch letzte, historische Roman von Michael Cox, der bedauerlicherweise im März 2009 verstarb. „Schatten der Zeit“ schließt an die Ereignisse aus „In der Mitte der Nacht“ chronologisch an. Beide Romane hängen sehr eng miteinander zusammen und obwohl ich „In der Mitte der Nacht“ noch nicht gelesen habe, würde ich allein anhand des Klappentextes empfehlen, unbedingt mit „Schatten der Zeit“ zu beginnen, um sich die Spannung in diesem Roman nicht vorweg zu nehmen.


    Der Roman ist äußerst interessant aufgebaut und weicht von der Masse der historischen Romane im äußerst positiven Sinne ab. Der Autor vermittelt, durch seine „Anmerkung zum Text“ und an markanten Stellen eingebaute Fußnoten, den Eindruck, man habe ein überarbeitetes, viktorianisches Originalmanuskript in den Händen. Bereits hier wird deutlich, dass beide historischen Romane des Autors miteinander zusammenhängen.
    Oftmals wird der Leser direkt angesprochen, was mir gut gefallen hat, da ich mich dadurch noch weniger der Geschichte entziehen konnte und mich mit der Protagonistin Alice noch verbundener fühlte. Alice erzählt ihre Geschichte in der ersten Person. Da ich ein Fan der Ich-Perspektive bin, hat Michael Cox von Anfang an meinen Nerv getroffen, und ich war unglaublich schnell in der Handlung gefangen und habe mich von seinem lebhaften Erzählstil mitreißen lassen.
    Zwischendurch wechselt der Autor die Erzählzeiten, was mich gelegentlich irritierte, da ich bis zum Schluss – trotz verschiedener Theorien – nicht dahinter gekommen bin, aus welchen Grund er in bestimmten Passagen ins Präsens wechselte. Ich muss aber einräumen, dass diese Wechsel sehr viel Dynamik in die Handlung brachten.
    Neben Alice’ Geschichte erfährt der Leser durch Zeitsprünge und Perspektivenwechsel auch Ereignisse aus der Vergangenheit, die bedeutend für Alice’ Zukunft sein werden. Diese Einblicke in die Vergangenheit hat der Autor so geschickt durch Erinnerungen der Figuren, Tagebuchaufzeichnungen und Briefe eingebaut, dass der gesamte Roman vor Lebendigkeit sprüht und ich mich schwer entscheiden konnte, wo ich lieber verweilen würde: bei Alice oder in der Vergangenheit.
    Einzig einige kleine Längen haben mein Lesevergnügen zwischenzeitlich etwas gedämpft, da es doch Szenen gab, die in diesem Umfang für die Handlung nicht zwingend notwendig gewesen wären.


    Michael Cox erzählt unheimlich spannend und bildhaft. Er überrascht den Leser mehr als einmal mit Wendungen in der Handlung, die nicht voraussehbar waren, so dass das Lesen eine große Freude war. Dadurch dass Alice ohne geringste Kenntnis, warum sie bei der Familie Duport als Zofe anstellig werden soll, – ihr lediglich mitgeteilt wurde, dass es ihre gesamte Zukunft ändern würde, wenn sie Lady Tansor zur Freundin und Vertrauten gewinnen könne, – Frankreich verlässt und nach England geht, ist der Leser der Protagonistin nie einen Schritt voraus. Nicht nur Alice erschließt sich das Geheimnis der „großen Aufgabe“, mit der sie betraut wurde, erst nach und nach, sondern auch dem Leser, was einen unglaublichen Spannungsbogen schafft. Dabei erzählt Michael Cox derart anschaulich und atmosphärisch dicht, dass das Buch das reinste Kopfkino ist und einen restlos in seinen Bann zieht. Lebendig, humorvoll aber auch ernst, spannend, geheimnisvoll, emotional und vor allem in sich schlüssig und plausibel präsentiert sich dieser Roman. Neben der „großen Aufgabe“, die Alice zu bewältigen hat und die Hauptthema ist, hat der Autor aber nicht darauf verzichtet, ein kleines Gesellschaftsportrait des viktorianischen Adels mit einfließen zu lassen, und kontroverse Themen zu beleuchten. „Schatten der Zeit“ ist ein äußerst komplexer Roman, über Hoffnungen und Illusionen, Liebe und Hass, Vertrauen und Misstrauen, Täuschungen und Enttäuschungen, Geheimnisse und Wahrheiten, Zukunft und Vergangenheit, Freund und Feind, Lügen und Verrat. Mich hat das Buch sehr bewegt und nachhaltig beschäftigt. Mit großer Anteilnahme habe ich Alice auf ihrem langen Weg, ihre „große Aufgabe“ zu erfüllen, begleitet und konnte dabei tief in die Geschichte eintauchen. Es ist schwierig, immer eine klare Position zu beziehen und das macht mit den Reiz dieses Romans aus. Ich war hin und her gerissen, wen der Figuren ich verteidigen, und wen ich verdammen müsste. Denn Michael Cox hat es geschafft, fast alle Ereignisse, wie tragisch, unmoralisch oder kriminell sie sein mochten, so differenziert darzustellen, dass ich immer auch eine gewisse Portion Verständnis aufbringen konnte.


    Von der ersten Seite an, konnte ich großes Potential in den Figuren erkennen, das sie zum Glück im Laufe der Handlung bestätigen konnten. Nicht nur die Handlung ist äußerst komplex, auch die einzelnen Charaktere weisen eine Komplexität und Vielschichtigkeit auf, die mich restlos begeisterte. Kaum eine der Figuren ist das, was sie auf dem ersten Blick zu sein scheint, sondern jede einzelne überrascht durch Taten, Worte oder Ereignisse aus der Vergangenheit, die in der Gegenwart ans Licht kommen. Alice, in meinen Augen der stärkste Charakter, mit einem leichten Hang zur Selbstaufgabe, um ihre Aufgabe zu einem positiven Abschluss zu bringen, hat mich unheimlich beeindruckt, auch wenn ich zugeben muss, dass sie mir oftmals Leid tat und ich die Bürde, die sie tragen musste, als zu groß erachtete. Aber genau diese hat sie mir ungeheurem Willen und Disziplin ertragen, was bei mir wirklich Eindruck hinterlassen hat. Lady Tansor ist, neben einigen anderen Nebenfiguren, wohl die kontroverseste von allen, und bis heute habe ich kein endgültiges Urteil über sie fällen können. Michael Cox hat trotz ihrer wirklich dunklen Seiten, eine sympathische und auch liebenswerte Figur geschaffen, die man nicht ohne Weiteres verurteilen kann, auch wenn man das zu gerne möchte. Neben der wirklich spannenden Handlung, glänzt der Roman durch seine brillanten Figuren. Es war mir eine ungemein große Freude, sie in ihrem Leben zu begleiten und zu ihnen eine tiefe, emotionale Bindung aufzubauen.


    Fazit


    Mit großem Bedauern habe ich das Buch beendet, da es in Zukunft keine weiteren Romane des mittlerweile verstorbenen Autors geben wird. Mir bleibt zum Glück noch sein erster Roman, „In der Mitte der Nacht“, der sicherlich bald Einzug bei mir halten wird. Trotz ein paar Längen habe ich ungemein spannende, abwechslungsreiche und überraschende Lesestunden verbracht. Wer sich für Romane über das viktorianische England interessiert, kommt an „Schatten der Zeit“ vorbei.


    Meine Bewertung


    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

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    Verlag: Rütten & Loening
    ISBN: 978-3-352-00772-9
    Seiten: 426
    Ausgabe: Hardcover
    ET: 08.2009
    Preis: € 19,95


    Eine junge Frau kämpft gegen einen teuflischen Feind. Sie muss einen Mörder finden, um das Erbe Hildegards von Bingen zu bewahren – und den Untergang der ganzen Christenheit zu verhindern. An einem Abend im Jahr 1188 klopft ein Mönch, ausgemergelt und mit fratzenhafter Miene, an die Pforte des Klosters Eibingen. Die Nonnen glauben, der Antichrist sei gekommen. Doch es ist Bruder Adalbert, früher ein gern gesehener Gast bei der seligen Hildegard von Bingen. Am nächsten Morgen liegt der Mönch tot im Skriptorium, in der Hand ein rätselhaftes Pergament. Gegen ihren Willen soll die Adelige Elysa als zukünftige Novizin den Mord aufklären. Als sie das Kloster erreicht, brennt die Kirche und eine Nonne wird tot aufgefunden. Der einzige Hinweis ist das Pergament, auf dem Worte in der Geheimsprache Hildegards abgefasst sind. Bald ahnt Elysa, dass es nicht nur um einen Kampf zwischen Gut und Böse, sondern um das Überleben der gesamten christlichen Welt geht…

    Meine Meinung


    Hildegard von Bingen ist für mich nur ein vager Begriff, und ich muss offen gestehen, viel weiß ich nicht über diese berühmte Äbtissin und Visionärin. Von daher hat es mich wirklich sehr gereizt, einen Roman zu lesen, der sich mit ihr befasst. Meine Wahl fiel auf „Pergamentum“ von Heike Koschyk. Auch wenn sich dieser Roman nicht direkt mit dem Leben Hildegards beschäftigt, sondern mit einem Geheimnis, das sie geschaffen hat und nach ihrem Tod aufgedeckt werden soll, bekommt man, wenn auch einen recht kleinen, so doch guten ersten Eindruck von dieser historischen Persönlichkeit.


    Elysa von Bergheim ist auf dem Weg zur heimatlichen Burg, um ihren Bruder als Statthalterin zu vertreten. Begleitet wird sie von dem Kanonikus Clemens von Hagen, der etwas ganz anderes im Sinn hat, als Elysa zu ihrem Bruder zu bringen. In dem von Hildegard von Bingen gegründeten Filialkloster in Eibingen geschehen teuflische Dinge; Morde geschehen und Brände brechen aus. Und das ausgerechnet, während man die Heiligsprechung Hildegards anstrebt. Clemens von Hagen möchte den Geschehnissen auf den Grund gehen und verhindern, dass die Ereignisse an die Öffentlichkeit kommen, die eine Heiligsprechung unmöglich machen würden. Da er sich nicht frei im Nonnenkloster bewegen kann, schleust er die kluge Elysa als Anwärterin ein. Sie soll nun den mysteriösen Morden und Ereignissen nachgehen, während er selbst einer ganz anderen Spur folgt. Denn er weiß mehr, als er zu wissen vorgibt…


    Der Einstieg in „Pergamentum“ fiel mir äußerst leicht, der Schreibstil ist flüssig und recht angenehm zu lesen, auch wenn mir, vor allem zu Beginn, die Logik im Verhalten der Protagonisten fehlte. Der Aufbau gefiel mir wirklich gut, da sich die Kapitel, in denen Elysa ermittelt, mit denen abwechseln, in denen Clemens von Hagen seiner Spur nachgeht. Dadurch kommt eine beständige Spannung zustande, die bis zum großen Finale nicht abreist. Sprachlich fühlte ich mich rundherum wohl, da die Autorin äußerst bemüht war, auf zu moderne Begriffe zu verzichten.


    Schon nach den ersten Seiten wird deutlich, dass es sich bei diesem Roman um einen historischen Krimi handelt und obwohl ich eher wenig Krimis, und wenn dann ausschließlich historische, lese, hat mit der Roman unheimlich viel Spaß gemacht und bis zum Ende tappte ich im Dunkeln, wer in welcher Art und Weise hinter den verschiedensten Ereignissen steckt. Einfachere Zusammenhänge haben sich mir hingegen deutlich schneller erschlossen, als den Protagonisten, was ich ein wenig schade finde. Gerade weil Elysa als äußerst klug und logisch dargestellt wird, hätte ich mir gewünscht, dass sie die richtigen Schlüsse ebenso schnell wie der Leser zieht.
    Über Hildegards Leben erfährt man leider recht wenig, oft recht bruchstückhaft, insgesamt aber verständlich, da alles Wesentliche für die Handlung seinen Platz im Roman gefunden hat. Da dieser Roman nicht das Ziel verfolgt, Hildegard von Bingen dem Leser näher zu bringen, bekommt man zwar kein Gesamtbild dieser berühmten Äbtissin und Visionärin, so doch einen interessanten Eindruck, der die Neugier weckt und dazu anregt, mehr über sie zu lesen.
    Die Handlung fand ich großartig und äußerst spannend erzählt. Es gibt keine Längen und der Roman ist am Ende in sich schlüssig und ohne offene Fragen. Ich habe das Buch zum Schluss sehr zufrieden zurück ins Regal gestellt. Allerdings hat das Religiöse einen sehr hohen Stellenwert und so wurden – für mich persönlich – zu viele Bibelzitate und Zitate der Hildegard von Bingen in den Dialogen untergebracht. Ich muss gestehen, es gab den ein oder anderen Dialog, dem ich nicht konzentriert folgen konnte. Vor allem wenn Clemens von Hagen sich auf religiöse Dispute einlässt, habe ich mich dabei ertappt, dass ich diese Ausführungen nur noch überflog. Äußerst interessant fand ich hingegen die Darstellung der verschiedenen Blickwinkel auf die Ereignisse im Nonnenkloster. So trifft der Leser während der Aufklärung der Morde und Brände auf Scholastiker, Fanatiker, Exorzisten und abergläubische Nonnen, was neben großer Spannung auch eine Menge Abwechslung in die Handlung bringt.


    Die Figuren haben mich allesamt überzeugt. Nicht nur von Elysa war ich hingerissen, sondern auch von einigen Nonnen, die ebenso wie die Protagonistin unglaublichen Facettenreichtum aufweisen und mich begeistern konnten. Clemens von Hagen, ein intelligenter und äußerst liebenswerter Mann der Kirche, hat mich fasziniert, und ich habe es genossen, ihn auf seinem Abenteuer zu begleiten. Ich konnte mit den Figuren wunderbar mitfiebern, mit ihnen leiden, mich mit ihnen freuen und habe eine sehr enge Beziehung zu einigen Charakteren aufbauen können, so dass ich auch äußerst emotional an der Handlung teilgenommen habe. Heike Koschyk hat Figuren geschaffen, die nicht nur restlos überzeugen können, sondern im Gedächtnis des Lesers haften bleiben und eine große Anziehungskraft auf den Leser ausüben.


    Für die Leser, die sich nicht mit der deutschen Geschichte auskennen, fehl in meinen Augen ein Glossar, da sich die Autorin auch auf Ereignisse bezieht, die in der Vergangenheit liegen und damit nicht weiter in der Handlung erläutert werden. Ebenso haben zahlreiche Fachbegriffe aus dem Klosterleben und der Geschichte ohne weitere Erklärung Eingang in den Roman gefunden. Und auch die Geheimsprache der Hildegard von Bingen, die „Lingua Ignota“, hätte durchaus ein Glossar verdient, um dem Leser einen besseren Eindruck davon zu verschaffen. Ich kam zwar auch ohne Glossar sehr gut zurecht, aber ich kann mir gut vorstellen, dass der ein oder andere Leser darüber etwas verzweifelt und erstmal Sekundärliteratur oder das Internet bemühen muss. Dass es eine Karte der Region gibt, in der Clemens von Hagen seiner Spur folgt, fand ich eine schöne Idee, auch wenn ich sie kaum bemüht habe. Das Nachwort der Autorin hingegen ist äußerst nützlich und aufschlussreich, da man als Leser erfährt, welcher Antrieb hinter dem Roman stand, was Fiktion und was historisch verbürgt ist.


    Fazit


    Insgesamt konnte mich „Pergamentum“ bis auf ein paar Kleinigkeiten, die meinem persönlichen Geschmack nicht ganz getroffen haben, rundherum überzeugen. Ich hatte kurzweilige und spannende Lesestunden, bin auf Figuren getroffen, die mich faszinieren und begeistern konnten. Ich möchte diesen Roman jedem Freund historischer Kriminalromane wärmstens empfehlen. Heike Koschyk ist durch „Pergamentum“ für mich ein Name geworden, den man sich merken sollte.


    Meine Bewertung


    4ratten