Beiträge von Cait

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Gestern gekauft und auch begonnen


    Die Nacht der Magie
    Ilona Andrews


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    Kate Daniels verdient ihr Geld damit, übersinnliche Phänomene zu bekämpfen. Bewaffnet mit ihrem Schwert Slayer und ihren magischen Fähigkeiten macht sie auf den Straßen Atlantas Jagd auf Vampire und andere finstere Kreaturen. Ihr Leben nimmt jedoch eine unerwartete Wendung, als ihr Freund Greg ermordet wird. Bei der Suche nach dem Täter stößt Kate auf Ungereimtheiten: Neben Gregs Leiche wird ein geköpfter Vampir gefunden, und alles deutet darauf hin, dass bei der Tat nekromantische Magie im Spiel war. Hat womöglich der geheimnisvolle Curran, der Anführer der Gestaltwandler, etwas mit dem Ganzen zu tun?


    Es hat eine sehr düstere Atmosphäre, was mir bisher sehr gut gefällt. So hebt es sich doch ein wenig von den anderen Para-Romanen ab, die ich bisher gelesen habe.
    Für einen zarten Magen ist das Buch nichts, da Leichen doch sehr detailliert beschrieben werden. Bin gespannt, wie es weitergeht.

    Ich beginne heute mit


    Das Smaragdcollier
    Janet Gleeson


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    Südengland, 1766: Der angesehene Londoner Porträtmaler Joshua Pope folgt einer Einladung nach Richmond. In Astley House, dem großen und mit üppigen Gartenanlagen umgebenen Anwesen der Familie Bentnick, werden Vorbereitungen für die Hochzeit des Hausherrn getroffen. Herbert Bentnick, der seine Frau durch ein heimtückisches Fieber verloren hat, will sich mit seiner neuen Braut Sabine Mercier porträtieren lassen. Doch dann liegt eines Morgens ein Toter im Ananas-Gewächshaus des weitläufigen Parks. Pope fühlt sich genötigt, nach der Identität des Mannes zu forschen. Unversehens sieht er sich mit einem spielsüchtigen Erben konfrontiert, wird von einem heruntergekommenen Anwalt niedergeschlagen und bekommt den kalt berechnenden Charakter von Sabine Mercier zu spüren. Als unter mysteriösen Umständen Sabines smaragdbesetztes Schlangencollier verschwindet und ein weiterer Mord geschieht, gerät Pope in ein gefährliches Netz aus Eifersucht, Rache und mörderischer Besitzgier.

    Kuss der Nacht
    Jeaniene Frost


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    Cat jagt im Auftrag der Regierung Untote. Ihren ebenso verführerischen wie gefährlichen Exfreund Bones hat sie schon lange nicht mehr gesehen - schließlich ist Bones ein Vampir und damit eigentlich ihre Beute. Doch als ein Unbekannter ein Kopfgeld auf Cat aussetzt, ist Bones ihre einzige Chance, lebend aus der Sache herauszukommen. Aber kaum steht sie ihm gegenüber, lodert das Verlangen wieder in ihr auf - und so wird Cat beinahe zu spät klar, dass Bones ganz eigene Pläne für sie hat ...

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    Verlag: Lyx
    ISBN: 978-3-8025-8207-3
    Seiten: 352
    Ausgabe: Taschenbuch
    ET: 04.2009
    Preis: € 9,95


    Kurzbeschreibung


    Seit sieben Jahren gilt Dr. Elise Hanover offiziell als vermisst. Dabei ahnt kaum jemand, dass sie in Wahrheit zu einer geheimen Organisation von Werwolfjägern gehört und im Verborgenen arbeitet. Doch Elise hütet ein noch weitaus finstereres Geheimnis: Einmal im Monat verwandelt sich die Wissenschaftlerin nämlich selbst in eines der haarigen Ungeheuer. Fieberhaft sucht sie deshalb nach einem Heilmittel gegen die Lykanthropie (Gestaltwandlung). Da taucht unerwartet Elises einstiger Geliebter, der FBI-Agent Nic Franklin, auf der Bildfläche auf und stellt ihre Gefühlswelt vollkommen auf den Kopf…


    Meine Meinung


    „Wolfsglut“ ist der dritte Teil der Werwolf-Serie von Lori Handeland und nachdem ich die ersten beiden Bände der Reihe sehr unterhaltsam fand, musste natürlich auch dieser in mein Bücherregal wandern. Gestern angekommen, habe ich ihn mir auch gleich geschnappt und ihn dann tatsächlich in einem Rutsch durchgelesen.


    Es ist ein Leichtes, sowohl in den Schreibstil, als auch in die Handlung des Romans einzutauchen. Leicht, oft umgangssprachlich & mit einer großen Portion Sarkasmus wird die Geschichte aus Sicht Eliza Hanovers in der Ich-Form erzählt und gleicht damit von Stil und Aufbau den ersten beiden Bänden der Werwolf-Reihe.


    Die Handlung ist spannend, die Ideen der Autorin sind interessant und gut umgesetzt. „Wolfsglut“ ist wie seine Vorgänger eine äußerst kurzweilige, wenig anspruchsvolle Lektüre. Für mich zur Zeit genau das Richtige. Ich möchte im Moment auf leichte Art unterhalten werden, meine grauen Zellen nicht zu sehr beanspruchen müssen und in eine spannende Welt abtauchen können. Und genau das bekomme ich von Lori Handeland in ihren Romanen.


    Gut gefällt mir die Aufbau der kompletten Serie. In jedem Teil steht eine andere Figur im Fokus. So erzählte im ersten Teil Jessie die Geschichte, während der zweite aus Leighs Sicht und der dritte Teil aus Elizas Perspektive erzählt wurde. Dabei werden aber nie die bis dahin eingeführten Protagonisten aus den Vorgängerromanen vernachlässigt. Bisher gab es mit jeder Hauptfigur auch in den Nachfolgebänden ein Wiedersehen. Daher sollte man diese Reihe auch unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen.


    Die Figuren sind lebendig und interessant, geheimnisvoll und durchaus vielschichtig. Alle haben ihren Reiz und sind mir sympathisch gewesen, daher könnte ich auf Anhieb nicht einmal eine Lieblingsfigur nennen. Allerdings stört mich im Laufe der Serie vor allem an den weiblichen Protagonisten ein wenig, dass sie in ihrer Sprache einander recht ähnlich sind, so dass ich tatsächlich manchmal durcheinander kam, wer denn gerade welchen Part in einem Dialog führte: Jessie, Leigh oder doch Eliza. Im dritten Teil fiel das nicht ganz so stark auf, da Jessie und Leigh nicht sehr häufig präsent waren, aber im zweiten Band der Serie kam ich wirklich ständig durcheinander und verwechselte Leigh häufig mit Jessie. Die Männer in dieser Reihe sind wesentlich differenzierter dargestellt. Bei ihnen hatte ich nie Schwierigkeiten, sie auseinander zu halten, da sie auch bei wörtlicher Rede ihre ganz speziellen Eigenarten, Redewendungen etc. hatten. In ihren Charakterbeschreibungen ähneln sich die weiblichen Figuren nicht sehr stark, daher würde ich mir wünschen, dass auch sie sich in ihrem „Mundwerk“ mehr voneinander unterscheiden würden.


    Da ich mir in den Rezensionen über Vampir- & Werwolf-Romane mehr Details zur Romantik bzw. Erotik wünsche, gehe ich speziell auch darauf ein wenig ein. Die Liebe kommt trotz aller Schrecknisse in keinem der Bücher zu kurz, wobei man Romantik aber eher vergeblich sucht. In diesen Büchern geht es ganz klar „richtig zur Sache“ und man bekommt als Leser schon eine gehörige Portion knisternder Erotik geliefert. Allerdings hält sich die Erotik in einem gemäßigten Rahmen, ist ausgewogen in die Geschichte eingeflochten, so dass man nicht alle drei Seiten mit den Protagonisten „ins Bett gehen muss“. Die Handlung steht eindeutig im Vordergrund und ist keineswegs schmückendes Beiwerk zu einem „Nackenbeißer“.


    Besonders gelungen finde ich die Überraschungsmomente in den Werwolf-Romanen. Denn nie kann man sich sicher sein, dass das, was man zu sehen glaubt, auch wirklich da ist. Lori Handeland konnte mich stets überraschen, so dass die Spannung bis zur letzten Seite anhielt. In „Wolfsglut“ gefiel mir neben den üblichen Werwolf-Problemen der magische Aspekt besonders gut und auch Eliza Hanover ist eine faszinierende Figur, die mich sehr beeindrucken konnte.


    Reihenfolge der Serie


    Wolfskuss
    Wolfsgesang
    Wolfsglut
    Wolfsfieber


    Meine Bewertung


    4ratten

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    Verlag: Heyne
    ISBN: 978-3-453-43356-4
    Seiten: 448
    Ausgabe: Taschenbuch
    Preis: € 8,95
    ET: 01.2009



    Kurzbeschreibung


    London 1718


    Als die unverheiratete, schwangere Eliza die Stadt erreicht, ist sie verzweifelt. Sie setzt alle Hoffnung auf den Apotheker Black, der sie großmütig in seine Dienste nimmt. Doch Black betreibt unheimliche Studien. Was geht in dem Haus vor sich, und welche Rolle soll Eliza dabei spielen?


    Meine Meinung


    Der Klappentext verrät nicht allzu viel über die Handlung, so dass ich recht ahnungslos in die Geschichte gestolpert bin. Gleich zu Beginn wird man abrupt in Elizas Welt mit all ihren Abgründen, Schrecken und Sorgen, aber auch Hoffnungen hinein gestoßen wird. Gerade diese ersten Seiten, so abstoßend sie einem auch stellenweise vorkommen mögen, vermitteln einen interessanten, aber auch erschreckenden Einblick in das Leben an der Armutsgrenze zu Beginn des 18. Jahrhunderts.


    Eliza möchte raus aus der dreckigen, zugigen Kate, weg von ihrer Mutter. Sie möchte ein besseres Leben führen, hat Hoffnungen und Sehnsüchte. Und auch ihre Mutter wünscht sich scheinbar ein besseres Leben für Eliza, setzte alles daran, dass sich ihrer beider Lebensstandard bessert. Letztendlich geht es ihr aber nicht um Eliza, sondern einzig um sich selbst und benutzt ihre Tochter, um ihre egoistischen Ziele zu erreichen. Mit schrecklichen Folgen für Eliza. Schon hier zeigen sich die ersten Abgründe der menschlichen Natur. Die Mutter stellt ihr eigenes Wohl über das der eigenen Tochter, verschachert ihr einziges noch lebendes Kind an den Apotheker Black in London.


    Eliza, froh von ihrer Mutter getrennt zu sein, tritt voller Hoffnungen, aber auch Ängsten ihre Stelle als Dienstmagd im Haushalt des Apothekers an und wird in einen Strudel unmenschlicher Forschungen, ungerechten und mitleidlosen Dienstherren und ihrer eigenen Einsamkeit und Angst gezogen.


    Clare Clark deutet vieles nur an, arbeitet geschickt mit Aufzeichnungen des Apothekers zu seinen Forschungen, Briefen und Mutmaßungen Elizas, um den Leser in die schaurige Welt des Apothekers Black hinein zu ziehen. Vieles bleibt ungesagt, ein leiser Hauch, ein vager Verdacht. Was Black tatsächlich in seinem Labor treibt, bleibt der Phantasie des Lesers überlassen. Sehr subtil wird der Leser an dessen Forschungen heran geführt, aber immerhin deutlich genug, um allein durch kleinste Andeutungen eine Gänsehaut zu bekommen und fassungslos mit dem Kopf zu schütteln, was die medizinischen Gelehrten im 18. Jahrhundert meinten über den Menschen, seinen Körper, seinen Geist und seinen Organismus zu wissen.


    Neben dem medizinischen Wissensstand des 18. Jahrhunderts, kommt aber auch das Alltagsleben und die Architektur Londons, die Liebe zu Büchern und deren Macht, sowie das bedauernswerte Leben zweier Dienstmägde in den Fängen des Apothekers und seiner Ehefrau und die Macht der Freundschaft nicht zu kurz. Clare Clark erzählt ausgewogen und stilistisch gesehen harmonisch (was auf den Inhalt nun gar nicht zutrifft). „Der Apotheker“ ist spannend, abstoßend, erschreckend, bemitleidenswert, tragisch, schaurig und manchmal auch zum Lächeln.


    Erzählt wird die Geschichte aus Elizas Sicht. Dabei geht sie nicht mit nüchternem Blick durch die Welt, sondern legt ihr ganzes Sehnen, Fürchten und Herzblut mit in ihre Schilderungen. Elizas Sicht ist offen, ehrlich und sehr direkt. Dass, was sie dem Leser zu erzählen hat, beschönigt sie nicht, zieht sich nicht selbst aus der Verantwortung, hat den Mut auch eigene Fehler einzugestehen, aber auch andere anzuklagen. Mich hat Elizas Geschichte sehr berührt, vor allem, weil man als Leser ständig in ihre Seele schauen kann. Eliza kam mir unglaublich nahe, selbst wenn ich gewollt hätte, hätte ich sie nicht auf Abstand halten können und je weiter sie sich entwickelte, an den schrecklichen Ereignissen wuchs, desto näher kam sie mir.


    Aber auch die übrigen Figuren haben ihre ganz eigene Faszination auf mich ausgeübt. Schauerlich wie seine Forschungen kommt Black daher, dabei ist er nie so richtig greifbar. Ein komplettes Bild vom Apotheker lässt sich nicht zusammen setzen, da der Leser immer nur Fragmente von ihm zu sehen bekommt. Seine Frau hingegen hat sich mir als abstoßendes Beispiel eingebrannt. Bis zum Schluss habe ich diese Person nicht verstehen können, dazu fehlen leider zu viele Hintergrundinformationen, wie z.B. Erzählungen aus den jüngeren Jahren des Ehepaars. Nicht alle Figuren glänzen durch ihren Facettenreichtum, aber alle sind auf ihre Weise interessante Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Ambitionen und Wünschen.


    Bedauerlicherweise habe ich „Der Apotheker“ zu einer Zeit gelesen, in der ich für dieses Thema nicht immer ausreichend empfänglich war. Aber dennoch hat es Clare Clark geschafft, mich – vor allem zum Ende hin – an dieses Buch zu fesseln und mich tief zu berühren. Ich bin mir sicher, irgendwann werde ich auch „Der Vermesser“ lesen, dann aber zum richtigen Zeitpunkt.

    Bewertung


    4ratten

    Meine Kurz-Meinung


    Da ich die meisten meiner gelesenen Bücher des letzten dreiviertel Jahres nicht mehr rezensiert habe und ich mir leider auch zu vielen nicht ausreichend Notizen gemacht habe, fällt meine Meinung zu „Die englische Erbin“ bedauerlicherweise eher kurz aus.


    „Die englische Erbin“ habe ich mir bereits im Februar 2009 aus meinem RuB gezogen. Zu einer Zeit, in der das drohende Leseflauten-Schwert über meinem Kopf kreiste. Wie sich heraus stellte, war dieses Buch ganz genau das, was ich zu diesem Zeitpunkt brauchte.


    Das Buch liest sich von der ersten Seite an ungemein flüssig und angenehm, so dass ich sofort in die Geschichte eintauchen konnte. Allerdings holpert der Schreibstil gelegentlich, aber die Handlung konnte das schnell bereinigen und ich habe mich das gesamte Buch über unheimlich gut unterhalten gefühlt. Dabei haben mich alle Facetten der Handlung fesseln können. Ganz gleich, welche Figur ich auf ihrem Weg begleiten durfte, konnte ich vor Spannung und Dramatik den Roman kaum aus den Händen legen und hatte jeden Abend Schwierigkeiten zu einem Ende zu kommen.


    Die Figuren konnten mich alle überzeugen, haben ihre Facetten und sind glaubwürdig und äußerst lebendig dargestellt. Es sind tragische, herzlose, skrupellose, gebrochene, sympathische und liebenswerte Figuren darunter, die mich alle auf ihre Art berühren konnten. Ich habe mit ihnen gelitten, sie verflucht, mich mit ihnen gefreut, bin mit ihnen alle Höhen und Tiefen durchschritten. Natürlich lagen mir ganz besonders Alec und Helena am Herzen, aber auch Helenas Brüder haben mich tief bewegt. Ich gebe zu, mehr als einmal musste ich im Laufe des Romans ein Taschentuch hervor kramen.


    Auch wenn die Kurzbeschreibung es glauben lässt, „Die englische Erbin“ ist kein klassischer Liebesroman, sondern vielmehr ein Gesellschaftsportrait. Im Fokus befindet sich eine gut situierte, angesehene Adelsfamilie, mit all ihren Abgründen, Geheimnissen, vermeintlichen Idealen und tragischen Schicksalen. Alec mit seiner Herkunft und seiner Biographie prallt hier auf eine Welt, die ihn nicht akzeptieren will, eine Welt voller Standesdünkel und Konventionen, eine Welt, die es ihm unmöglich macht, die Frau zu heiraten, die er liebt.


    „Die englische Erbin“ ist ein wunderbarer, berührender Roman, der mir nicht nur kurzweilige und atemberaubende Lesestunden beschert hat, sondern mich auch aus meiner drohenden Leseflaute heraus geholt hat.


    Anmerken muss ich allerdings, dass sowohl der Titel, als auch das Cover ein wenig in die Irre, führen, denn mit Indien hat das Buch nur am Rande zu tun und auch die englische Erbin sucht man, wenn man es genau nimmt, vergeblich.


    Meine Bewertung


    4ratten

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    Verlag: fredeboldundfischer
    ISBN: 978-3-939674-06-1
    Seiten: 448
    Ausgabe: Hardcover
    ET: 04.2008
    Preis: € 16,95


    Kurzbeschreibung


    Drohend ziehen die ersten Auseinandersetzungen zwischen Protestanten und Katholiken als Vorboten des Dreißigjährigen Krieges über Holstein hinweg. Da wird einem neugeborenen Mädchen mit einem C-förmigen Mal auf der Stirn von einer Zigeunerin prophezeit, dass es weite Wege gehen müsse, bis es schließlich sein Glück an der Seite eines älteren Mannes finden würde. Jahre später begegnet die zu einer schönen jungen Frau herangewachsene Wiebke König Christian IV. von Dänemark. Der ist von ihr bezaubert. Als Hofdame für seine Frau Kerstin Munk nimmt er sie mit sich an den Hof, wo Wiebke ihm nicht nur das Leben rettet, sondern ihm in den Wirren des Krieges auch eine kluge Beraterin ist. Der König verliebt sich leidenschaftlich in sie. Doch als er seine Frau verstößt und Wiebke als illegitime Frau an seine Seite holt, spricht er damit ihr Todesurteil aus. Denn von diesem Tage an hat sie in Kerstin eine unversöhnliche Feindin, die nur noch ein Ziel kennt: Rache.


    Meine Meinung


    „Das Königsmal“ war ein Notkauf, als ich im April 2008 meinen Buchclub-Quartalskauf tätigen musste und genauso habe ich es auch fast ein dreiviertel Jahr behandelt, bis ich es im Januar 2009 endlich gelesen habe. Es war keineswegs gerechtfertigt, den Roman so lange Zeit unbeachtet zu lassen, hat er mir doch wirklich kurzweilige Lesestunden geschenkt, mich mit Schauplätzen beglückt, die ich selber kenne und mir unglaublich viel Hintergrundwissen zum Dreißigjährigen Krieg geliefert.


    Sprachlich und stilistisch hat mir das Buch wirklich ausnehmend gut gefallen. Ich brauchte keinerlei Eingewöhnungszeit, um in den Schreibstil der Autorin hinein zu finden und bin auch nicht über Umgangssprache oder kleine Ungereimtheiten gestolpert. Besonders gut gefallen hat mir, dass hin und wieder die erste Hofdame, Johanna von Krabbe, durch ihre geheimen Aufzeichnungen zu Wort kommt und man dadurch Wiebkes Leben auch aus einer anderen Perspektive betrachten konnte.


    Inhaltlich verspricht die Kurzbeschreibung leider mehr, als sie halten kann, zumindest was Wiebke Kruse betrifft. In meinen Augen überwiegt eindeutig der Dreißigjährige Krieg, nicht nur als Schauplatz und geschichtlicher Hintergrund, sondern auch als zentrales Thema. Dabei sind die Einzelheiten des Kriegsverlaufs und dessen Hintergründe sehr gut verständlich geschildert, so dass ich wirklich eine Menge dazu lernen konnte. Bisher hatte ich immer so meine Schwierigkeiten, diesem Krieg zu folgen und ihn zu verstehen (soweit man Kriege verstehen kann), aber Katrin Burseg hat es geschafft, mir den Dreißigjährigen Krieg um einiges näher zu bringen und ihn mich begreifen zu lassen. Meine frühere Verwirrung hat sich weitestgehend gelegt. Die Autorin erzählt spannend, historisch fundiert und mit einem Auge fürs Detail.


    Ein ganz besonderes Bonbon für mich persönlich sind die vielen Schauplätze in Schleswig-Holstein, von denen ich die meisten kenne. Ich liebe es, wenn ich an Orte geführt werde, die mir ein Begriff sind, vielleicht sogar eine Bedeutung für mich haben. Da der dänische König Christian IV. eine führende Rolle in diesem Roman einnimmt, kommt man häufig auf einen Abstecher in Schleswig-Holstein vorbei. Für mich hat das mit den Zauber des Romans ausgemacht, da es eine ganz wunderbare Zeitreise in mir bekannte Städte war.


    Wiebke Kruse erhält leider erst sehr spät eine zentrale Rolle in diesem Roman. Zwar taucht sie von Beginn an immer mal wieder als Figur auf, so dass der Leser die Möglichkeit hat, sie Stück für Stück näher kennen zu lernen, aber eine tragende Rolle erhält sie erst ab etwa der Hälfte der Handlung. Durch ihre zunächst sehr kurzen Auftritte hatte ich große Schwierigkeiten, ihr als Person näher zu kommen, auch wusste ich selten, was ich von ihr und ihren Verhalten zu halten habe. Leider hielt die Distanz zwischen uns bis zum Schluss an.


    Insgesamt hat mir der Roman wirklich gut gefallen, auch wenn ich von Wiebke Kruses Geschichte ein wenig enttäuscht war. Ihr Leben kam mir deutlich zu kurz und ich hatte keine Möglichkeit der Protagonistin auf den Grund der Seele zu schauen, sie nahe an mich heran zu lassen, sie zu einer Freundin zu machen. Daher konnte mich die Geschichte nicht so berühren, wie ich gehofft habe, auch wenn ich zum Ende hin doch sehr bewegt war. Ich habe durchaus mitgefiebert und die Handlung war spannend, aber hundertprozentig involviert war ich nicht. Ich habe Wiebke Kruses Geschichte gelesen, aber nicht erlebt.


    Eindeutig am besten gefallen hat mir der historische Hintergrund – der Dreißigjährige Krieg –, der doch stark in den Vordergrund gerückt war. Katrin Burseg hat mir hier vieles näher gebracht. Dadurch, dass das Zeitfenster des Romans groß genug war, um den gesamten Krieg zu verfolgen, habe ich ihn endlich in seiner Komplexität und seines Verlaufs zumindest in den wesentlichen Zügen begriffen. Dafür vergebe ich eine Eins mit Sternchen.


    Dass Katrin Burseg Legenden und Sagen mit den historischen Fakten verwoben hat, fand ich ein wenig bedauerlich. Aber da die Autorin darauf in ihrem ausführlichen Nachwort eingegangen ist, war dies für mich leicht verzeihlich. Schließlich handelt es sich bei „Das Königsmal“ immer noch um einen Roman und nicht um ein Sachbuch.
    Eine Karte hätte ich in diesem Buch äußerst nützlich gefunden, da regelmäßig die Schauplätze gewechselt werden und auch eine Zeittafel zum Dreißigjährigen Krieg wäre durchaus reizvoll gewesen. Aber Lesebändchen, ein wunderschönes Schriftbild, sowie das ausführliche Nachwort konnten mich entschädigen.


    Fazit


    Ein wunderbares, kurzweiliges Buch, das vor allem etwas für Interessierte am Dreißigjährigen Krieg sein dürfte oder für diejenigen, die ihn endlich verstehen wollen. Spannend, ereignisreich und lehrreich! Ein Roman, der mich leider nicht so tief berühren konnte, wie ich gerne gewollt hätte. Katrin Burseg ist eindeutig eine Autorin mit Potential und ich hoffe sehr, dass wir in Zukunft noch mehr Romane von ihr erwarten dürfen.

    Meine Bewertung


    4ratten

    Eben ist der zweite Teil der Werwolf-Serie angekommen:

    Wolfsgesang

    Lori Handeland


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    Leigh Tyler hegt große Zukunftspläne – bis ein Werwolf alle Menschen umbrachte, die sie liebte. Seitdem kennt sie nur noch ein Ziel: Rache. Eines Tages wird Leigh als Mitglied einer Organisation von Werwolfjägern nach Wisconsin gerufen. Ein Werwolf tötet dort gegen jede Regel seine Artgenossen. Während ihrer Mission begegnet Leigh dem verführerischen Damien Fitzgerald – doch sie hat sich geschworen, nie wieder einen Mann in ihr Leben zu lassen...

    Ich lese nun seit gestern


    Der Apotheker
    Clare Clark


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    London 1718


    Als die unverheiratete, schwangere Eliza die Stadt erreicht, ist sie verzweifelt. Sie setzt alle Hoffnung auf den Apotheker Black, der sie großmütig in seine Dienste nimmt. Doch Black betreibt unheimliche Studien. Was geht in dem Haus vor sich, und welche Rolle soll Eliza dabei spielen?

    Ich konnte Jokers am versandkostenfreien WE nicht widerstehen und das ist meine kleine aber feine Ausbeute, die heute angekommen ist:


    (beides die Harcover-Ausgabe, originalverschweißt)


    Die Hüterin von Avalon
    Marion Zimmer Bradley & Diana L. Paxson


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    Britannien im Jahr 43 n. Chr.: Römische Invasoren nehmen die Insel in Besitz. Die Kelten setzen sich, unterstützt von mächtigen Druiden, verzweifelt zur Wehr. Denn nicht nur das Land, sondern auch das von Mythen umwobene Nebelreich Avalon ist vom Untergang bedroht. Wird es der jungen Priesterin Lhiannon gelingen, ihre Heimat zu retten und das geheime Wissen ihrer Vorfahren zu bewahren?


    Der Apotheker
    Clare Clark


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    London 1718. Als die unverheiratete, schwangere Eliza die Stadt erreicht, ist sie verzweifelt. Sie setzt alle Hoffnung auf den Apotheker Black, der sie großmütig in seine Dienste nimmt. Doch Black betreibt unheimliche Studien. Was geht in dem Haus vor sich, und welche Rolle soll Eliza dabei spielen?

    Eben gekauft und liegt jetzt auch schon zum Lesen bereit:


    Wolfskuss
    Lori Handeland


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    Die junge Polizistin Jessie McQuade sorgt in der Kleinstadt Miniwa für Recht und Ordnung. Als sie eines Tages der Spur eines verletzten Wolfs folgt, trifft sie im Wald auf einen äußerst attraktiven jungen Mann. Kurz darauf werden mehrere Leichen gefunden, die offenbar durch Wolfsbisse ums Leben gekommen sind. Bei ihren Ermittlungen stößt Jessie auf ein düsteres Geheimnis, das alles in Frage stellt, was sie bisher zu wissen glaubte...

    Da ich ja bald ein paar Tage nicht da bin, vermelde ich jetzt schon meine Bestellungen bzw. zu erwartenden Bücher, auch wenn sie noch nicht angekommen sind, aber in die Statistik kommen sie erst nach Erhalt :breitgrins: :


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    Die verborgene Kammer
    Corinna Kastner


    In meiner Erinnerung höre ich ihn noch heute, diesen Schrei, die beiden lang gezogenen Silben, die gequält über meine Lippen drangen. Als könne meine Stimme sie wieder zum Leben erwecken. Als Viktoria überraschend die Hälfte einer Villa an der mecklenburgischen Ostseeküste erbt, ahnt sie nichts von der dunklen Geschichte des Hauses. Auch Roman, der charismatische Fremde, mit dem sie ihr Erbe teilen muss, scheint von der Neuigkeit überrumpelt. Warum hat der Verstorbene, den weder Viktoria noch Roman gekannt haben, sie so großzügig in seinem Testament bedacht? Und was hat es mit dem verschlossenen Zimmer auf sich und den Gerüchten um die seltsame alte Dame, die einst in der Villa lebte? Die Antwort liegt tief in der Vergangenheit des geheimnisvollen Anwesens begraben.


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    Die Tochter des Tuchhändlers
    Constanze Wilken


    Die Ehe von Beatrice Rimortelli, der Tochter eines lucchesischen Tuchhändlers, mit Federico Buornardi steht unter einem ungünstigen Stern, denn am Vorabend ihrer Hochzeit wird im Dom ein päpstlicher Legat ermordet. Schon kurz nach der Heirat muss Beatrice erkennen, dass ihr Ehemann viele Geheimnisse und eine Geliebte hat. Federicos Palazzo wird für seine Frau eher zum Gefängnis als zum Heim. Nur in Federicos Bruder Tomeo findet Beatrice einen Freund - und bald mehr. Aber Tomeo, Soldat bei den kaiserlichen Truppen, muss zurück in den Krieg ...


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    Die zehnte Gabe
    Jane Johnson




    Allerdings die viel schönere Club-Ausgabe


    Als Julia Lovet von ihrem Liebhaber Michael in ein Londoner Nobelrestaurant eingeladen wird, hat sie eine böse Vorahnung. Und tatsächlich eröffnet ihr Michael, dass er die Beziehung beenden möchte. Zum Abschied überreicht er ihr ein Geschenk - ein Stickereibuch aus dem 17. Jahrhundert. Zu ihrer großen Überraschung entdeckt Julia hinter den fleckigen und verblassten Seiten einen versteckten Text, in dem eine atemberaubende Geschichte enthüllt wird:An einem Sonntagmorgen des Jahres 1625 segeln berberische Piraten nach Mount's Bay in Cornwall. Sie docken am Hafen an, stürmen die Kirche und entführen fast die gesamte Sonntagsgemeinde, über sechzig Frauen, Männer und Kinder.Noch am selben Tag stechen sie mit ihren Gefangenen in See. Ihr Ziel: der Sklavenmarkt im marokkanischen Souq el Ghezel, wo sie die Geiseln verkaufen wollen. Unter den Entführten ist Catherine Anne Tregenna, eine junge Stickerei-Künstlerin, der es gelingt, ihr Musterbuch mitzunehmen und hinter den sichtbaren Seiten versteckt ein geheimes Tagebuch zu führen.Julia ist von Catherines Geschichte fasziniert und will mehr über ihr Schicksal in Erfahrung bringen. Ihre Recherchen führen sie von Cornwall nach Marokko. Und schon bald merkt Julia, dass ihr Leben unentrinnbar mit dem von Catherine verbunden ist ...

    Ich lese seit gestern

    Die Eismalerin

    Kristín Marja Baldursdóttir


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    Die Witwe Steinunn Olafsdóttir zieht mit ihren sechs Kindern in die kleine Stadt Akureyri im Norden Islands, damit sie dort die Schule besuchen können - auch die Mädchen. Hart sind die Zeiten um 1900, unberechenbar auch die Naturgewalten. Hart ist auch die Arbeit in der Fischfabrik, wo die Frauen wochenlang im Akkord den gefangenen Hering - das Silber des Meeres - einsalzen müssen. Dennoch entdeckt Karitas, die jüngste Tochter, ihr künstlerisches Talent. Ihr größter Wunsch ist es, Malerin zu werden. Doch dann lernt sie den großen, gutaussehenden, grünäugigen Sigmar kennen und lieben, und sie steht vor der folgenschwersten Entscheidung ihres Lebens.

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    Verlag: Thiele
    ISBN: 978-3-85179-080-1
    Seiten: 239
    Ausgabe: Hardcover
    ET: 02.2009
    Preis: € 29,00


    Kurzbeschreibung


    Als der Sohn eines Handschuhmachers 1564 in dem kleinen Ort Stratford-upon- Avon geboren wird, ahnt noch keiner, daß er der Verfasser jener unsterblichen Stoffe und Stücke werden soll, die uns heute noch erheitern, begeistern und in ihren Bann ziehen. Bei seinem Tod hinterläßt uns William Shakespeare 36 Dramen, zwei Versepen, 154 Sonette und jede Menge Fragen und Antworten. Shakespeare ist der meistgespielte Bühnenautor der Welt. Keinen anderen Dichter zitieren wir so häufig - oft ohne es zu wissen. Daß die berühmteste aller Fragen - "Sein oder Nichtsein " - seiner Feder entstammt, weiß jedes Kind. Aber hätten Sie auch gewußt, daß "Gut gebrllt, Löwe" ursprünglich kein Kinderbuchtitel war, sondern ein Satz aus einem Shakespeare- Drama? Immer wieder werden seine Stücke für Neuverfilmungen aufgegriffen und mit großem Erfolg in die Kinos gebracht. Shakespeare und kein Ende also? In äußerst unterhaltsamer Weise spürt Charlotte Lyne dem "Geheimnis" dieses genialen Mannes nach, der sich stets mit den zentralen Fragen des menschlichen Seins beschäftigt hat: Liebe, Eifersucht, Rache, Intrigen, Betrug und Selbstzweifel. Dinge also, die nie aus der Mode kommen. Seine Gestalten haben längst die Bühne verlassen und geistern durch die Welt, durch unsere Köpfe und Herzen: Romeo und Julia, Hamlet, Othello, Lady Macbeth, König Lear, die zarte Ophelia und die widerspenstige Kate. Wer einmal eine Shakespeare-Komödie gesehen hat, weiß um den genialen Wortwitz des Engländers, seine Dramen erweisen ihn als exzellenten Kenner der menschlichen Seele. Dieses Buch zeigt ihn in seiner ganzen Fülle und Aktualität.


    Meine Meinung


    Dank Schulunterrichts, in dem wir "Macbeth" durchgenommen hatten, hatte ich eigentlich keine besonders gute Beziehung zu William Shakespeare. Ich habe mir die ein oder andere Verfilmung zu Shakespeares Stücken angesehen, aber um die gedruckte Form habe ich seit der Schule einen großen Bogen gemacht. Warum also habe ich zu einem Sachbuch gegriffen, das ausgerechnet Shakespeares Leben zum Thema hat? Sadismus? Eigentlich ist die Antwort darauf ganz einfach. Ich bin ein großer Fan von Elizabeth I. und ihrer Zeit, und da William Shakespeare Ende des 16. Jahrhunderts seine Karriere begann, hat es mich gereizt über ihn zu lesen, vor allem weil ich über den Menschen William Shakespeare wirklich nicht viel wusste. Aber natürlich auch in der Hoffnung, dabei ein wenig historischen Hintergrund serviert zu bekommen. Nicht zuletzt war die Autorin selbst ein nicht geringer Grund. Die historischen Romane Charlotte Lynes haben tiefen Eindruck hinterlassen, und ich habe es ihr einfach zugetraut, auch das Leben Shakespeares interessant zu verpacken. Und was soll ich sagen, es ist ihr wirklich gelungen.


    Von der ersten Seite an hat mich der Stil Charlotte Lynes angesprochen. Das Buch ist nicht im geringsten trocken oder langweilig zu lesen. Es ist mit einer Leichtigkeit geschrieben, die es mir unmöglich gemacht hat, mich der Geschichte zu entziehen und hat mir dadurch wirklich große Freude und schöne Lesestunden bereitet. Die Autorin versucht nicht, ihren Stil - den ich aus ihren Romanen bekanntlich so schätze - sachbuchgerecht anzupassen, so dass man stellenweise fast meinen könnte, "Alles über Shakespeare" sei eine Passage aus einem Roman. An den richtigen Stellen erzählt sie mit einem leichten Augenzwinkern; dabei wirkt es aber nie gekünstelt, stark überzogen, oder unpassend humorvoll. Charlotte Lyne hat genau den richtigen Weg gefunden, eine interessante, spannende und auch lehrreiche Biographie über William Shakespeare zu schreiben. Es liest sich flüssig und angenehm, und es ist an einigen Stellen wirklich unmöglich, das Buch zur Seite zu legen.


    Die Autorin zieht sowohl historisch belegte Fakten heran, um sich Shakespeares Leben zu nähern, als auch persönliche Schlussfolgerungen, die sich aus seinen Lebensumständen, Kindheit, politischer Ereignisse, wirtschaftlicher Konsequenzen etc. ergeben haben könnten. Für mich klang es absolut plausibel und ich mag diesen Ansatz sehr, vor allem, weil er nicht zu wissenschaftlich daher kommt, sondern das Buch auch für Laien absolut nachvollziehbar und verständlich macht. Dabei ist das Buch wunderbar illustriert, so dass ich allein viel Zeit für die vielen Abbildungen in großartiger Qualität - zum Großteil sogar in Farbe -, und Zitate verbracht habe. Dabei sind sowohl die Bilder, als auch die Zitate perfekt auf den Inhalt der einzelnen Seite abgestimmt und passend ins Gesamtlayout eingebunden. Da hat sich der Verlag äußert viel Mühe gemacht. Es ist wirklich ein Genuss, dieses Buch durchzublättern und sich darin zu vertiefen, sei es im Text, in den Abbilungen oder den Zitaten. Die Zitate sind wie gesagt thematisch auf den Inhalt abgestimmt und bestehen zum Teil aus Shakespeares Werken und zum Teil von Persönlichkeiten, die sich über Skakespeare und seine Stücke geäußert haben. Das lockert nicht nur den Text auf, sondern vermittelt eine ganz wunderbare Atmosphäre. Auch bekommt man dadurch ein komplexeres Bild von Shakespeare und seinem Lebenswerk.


    Und wäre das nicht schon ausreichend, um mich zu begeistern, gibt es hin und wieder Exkurse, die den historischen Hintergrund behandeln. Dadurch erfährt der Leser alles notwendige, um Shakespeares Welt verstehen zu können. So erzählt Charlotte Lyne ein wenig über die damaligen Lebensverhältnisse, über die Könige Englands, die eine Bedeutung für das Leben im 16. Jahrhundert hatten, das Aussehen Londons und das Theater, um nur einiges zu nennen. Vor allem der Ausflug in die Theaterwelt des 16. Jahrhunderts hat mich unheimlich fasziniert und mir eine Menge neuen Wissens beschert. Diese Exkurse tragen ebenso zur Atmosphäre bei wie die erwähnten Zitate und man bekommt einen lebhaften, eindringlichen Eindruck von Shakespeare und macht ihn zu jemandem, der wahrhaftig gelebt hat. Ich zumindest habe dadurch eine wesentlich bessere Vorstellung vom Leben in dieser Zeit bekommen.


    Aber es geht nicht allein um Shakespeares Leben. Ebenso ausführlich beschäftigt sich die Autorin mit seinen Werken. Erst dachte ich, das würde sicherlich äußerst zäh werden, aber hier konnte mich Charlotte Lyne ein weiteres Mal überraschen, denn selbst diese ausführlichen Passagen haben mich packen und fesseln können. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Vielleicht trifft es nicht jedermanns Geschmack, aber selbst einen Shakespeare-Muffel wie mich, konnten diese Einführungen in Shakespeares Stücke begeistern. Es war wirklich aufregend, z.B. etwas über "Ein Sommernachtstraum" oder "Antonius und Cleopatra" zu lesen und ich muss gestehen, es hat mich sehr, sehr neugierig auf mehr gemacht.


    Auf Seite 135 schreibt die Autorin


    Zitat

    "Jedem, der Shakespeare liebt (und auch jedem, der es noch nicht tut), ..."


    Damit hat Charlotte Lyne bei mir einen Nerv getroffen, denn genau zu den letzteren musste ich mich zählen und sie hat absolut recht damit getan, das "noch" hervorzuheben. Denn am Ende zähle ich mich zu den Bekehrten und ich denke, es dauert nicht mehr allzu lang und ich werde mich nach mehr als zehn Jahren doch noch einmal an ein Stück William Shakespeares wagen.


    Fazit


    Charlotte Lyne hat mich mit diesem Sachbuch absolut und uneingeschränkt erreicht. Shakespeare ist mir nun vertrauter und meine Lust ist geweckt, in seine Welt erneut einzutauchen. Es ist großartig geschrieben, wunderschön illustriert und der ausführliche Anhang lässt keinerlei Wünsche offen. Um sich als Laie mit William Shakespeare, seinem Lebenswerk und seiner Welt vertraut zu machen, ist "Alles über Shakespeare" wirklich unbedingt empfehlenswert.


    Bewertung


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    Unter den strengen Augen seiner Lehrer durchläuft der junge Will Campbell die Ausbildung zum Tempelritter - denn dereinst soll er im fernen Heiligen Land die christlichen Pilger beschützen. Doch nicht nur die harte Disziplin der Templer macht ihm dabei zu schaffen, sondern auch seine zunehmend verwirrenden Gefühle für Elwen, die schöne Nichte seines Meisters. Und dann erhält Will einen Auftrag, der ihn jäh in einen Strudel aus Intrigen und Verrat zieht: Er soll ein gestohlenes Buch zurückbringen, das die Identität einer Geheimgesellschaft innerhalb der Templer enthüllt - und deren gefährliche Pläne ...