Beiträge von TochterAlice

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Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Und trotz allem bringe ich jetzt mal meine Gedanken zu Teil 4:
    Also, Nina macht sozusagen die sexuelle Belästigung von André Racagnal öffentlich, aber nur in dem einen Fall, in dem er ja noch nicht mal bis zum äußersten gegangen ist. Die schlimmsten Dinge - auch wenn das, was Sonja angetan wurde, schlimm genug ist - sind ja noch gar nicht öffentlich!


    Also, Niils ist Mattis' Großvater und nicht der Nils Ante von Klemet, der ja offenbar noch nicht so alt ist, dass er nicht noch ordentlich auf den Putz hauen könnte mit dem chinesischen Frolleinchen! Und über Ernst Flüger wüsste ich auch gern mehr - offenbar eine interessante Figur.


    Eva trinkt so gern Weißwein wie ich - aber sie kann deutlich mehr vertragen (wobei, ich habe es auch nicht drauf angelegt bisher). Eine Frau wie der Wein - ein eher herber Typ, aber ich finde auch, sie hat definitiv Format und würde gern mehr über sie lesen. Eine ziemliche Marke, aber durchaus engagiert. Ich hatte den Eindruck, dass sie sich selbst als Beste bezeichnete, nicht um sich zu loben, sondern einfach, weil es der Wahrheit entsprach.


    Was es genau mit den Mauscheleien von Brattsen und Olsen auf sich hat? Sind alle, die auf -sen enden, etwas unangenehm? Und was will Olsen von Berrit?

    Dass der Franzose sich so schamlos an das Mädchen herangemacht hat, hat mich richtig aufgeregt. Da bin ich sehr überrascht, dass er sich von einem "Nein" abhalten ließ.
    Ninas Handeln finde ich richtig und vor allem auch wichtig. Selbst ihr Chef war ja eher überrascht, wie energisch sie darauf verwiesen hat, dass so etwas Unrecht ist.


    Der Franzose hat wirklich keinerlei Skrupel. Ich frage mich, wann die Geschichte mit Aslak eskalieren wird.


    Der ist kein schlimmer Finger, das ist schon (mindestens) eine ganze Hand - eigentlich ist das doch kriminell, was er da tut. Wie kann er nur denken, dass das den Mädchen Vergnügen bereitet? Ach was, das denkt er sicher gar nicht, das ist so einer, der nur an sich denkt! Ein ekliger, ein widerlicher Typ!Mir wird ganz übel! :kotz:
    (eigentlich wollte ich nur mal das witzige Teil verwenden)

    Ja, das mit dem Amulett von Aslak für Nina war komisch - insgesamt ein eigenartiger Typ - lässt seine - offebar in irgendeiner Art kranke bzw. behinderte Frau tagelang alleine, um irgendwelche geheimnisvollen Dinge zu treiben.


    Klemet ist ja auch ein Stiesel - küsst Nina auf den Mund! Was denkt er sich dabei - ich glaube, die Polarnächte können die Menschen wirklich jeck machen!


    Brattsen ist ein wahres Ekelpaket - ob er auch was mit jungen Mädchen treibt? Jedenfalls bringt er Ulrika dazu, dem Franzosen zu Willen zu sein - und linkt diesen damit, weil er einen Deal mit Olsen hat. Irgendwie sind die alle in schmutzige Geschäfte verstrickt, glaube ich.


    Ohren abschneiden als Ritual der Rentierzucht bzw. als gewisses Hifsmittel ist ja auch eigenartig und dass sich Mattis' Ohren auf diese Art dort wieder finden, umso mehr.


    Ninas Aufenthalt in Paris fand ich so naja: sowohl die Stadt als auch Vater und Sohn blieben seltsam farblos. Aber interessant ist, was sie über die Trommel erfährt - wie alt ist eigentlich Klemets Onkel Nils Ante, offenbar auch kein Kind von Traurigkeit. Klemet steht doch schon kurz vor der Rente, oder nicht? Kann es sein, dass Nils Ante dieser Niils ist, von dem der alte französische Herr redet oder ist das zu weit hergeholt?


    Was hat es eigentlich mit Ninas Vater auf sich (S. 185) Auch wenn ich diesmal einiges nicht so gut geschildert bzw. diesem schwer zu folgen fand, bin ich immer noch gespannt, wie es weitergeht!

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    Was haltet ihr davon, die ganze Geschichte auf einem anderen Niveau als eine Beschreibung Nigerias zu sehen? Sobald der alles bestimmende Diktator (die britischen Kolonialherren) aus dem Haus ist, gehen sich die Brüder (die verschiedenen Volksgruppen Nigerias) gegenseitig an die Gurgel. Ich weiß zu wenig über die nigerianische Geschichte (der Bürgerkrieg in Biafra z. B.), um dem Gedanken weiter nachzugehen, aber auch im Buch wird ja von Differenzen zwischen den verschiedenen Völkern berichtet.


    Das ist sicher eine Form der Symbolik, mit der der Autor ja durchgehend sehr stark arbeitet - ich glaube, um alles im Detail verstehen zu können, müsste man sich in der Geschichte Nigerias bzw. Westafrikas insgesamt sehr gut auskennen - das bezieht sich jetzt auf das gesamte Buch. Es könnte durchaus sein, dass es so eine Art Parabal zum Schicksal des Landes ist.


    Die Dokumente hätte man sicher auch scannen und emailen können, also mutet es schon etwas seltsam an, dass jemand dafür nach Frankreich fliegen soll.


    Das sehe ich genauso: ich dachte eigentlich nicht, dass Nina diese Reise so glatt genehmigt bekommt - sachlich ist es etwas unlogisch, da der öffentliche Dienst ja sicher auch in Norwegen sparen muss. Aber das braucht der Autor sicher für seinen Erzählverlauf, da in Frankreich irgendwas passieren wird....


    Mir gefällt die Sprache. Zum Beispiel ein blumiger Stil würde weder zur Landschaft, noch zur Situation passen. Es ist ja alles eher düster, nüchtern und ein bisschen mysteriös.


    Da bin ich ganz Deiner Meinung - ich finde den Stil auch wirklich gut und sehr passend!


    Was mit Aslaks Frau passiert ist würde ich auch gerne wissen. Er selbst ist ja auch recht faszinierend.


    Vielleicht ist sie irgendwie traumatisiert. Irgendwas ist da - gibt es vielleicht in irgendeiner Form eine Dreiecksbeziehung zwischen ihr, Klemet und Aslak (wobei ich es nicht so toll fände, wenn es etwas Erotisches wäre, das wäre zu naheliegend)? Ich glaube auch, dass Aslak noch irgendwie eine Rolle spielen wird, irgendwie wirkt es so, als ob die Fäden bei ihm zusammenlaufen.


    Ja ich finde man kann sehr schön eintauchen. Vor allem die unterschiedlichen Mentalitäten darzustellen und zu einander abzugrenzen. Das gelingt Truc sehr schön. Mir fehlt aber etwas die Spannung, die für mich bei einem Krimi schon auch wichtig ist.


    Also, ich finde es durchaus spannend genug - zumal jetzt Gold und Ohr mit ins Spiel kommen!


    Ja Nina bekommt irgendwie nicht so richtig Kontur. Mal sehen ob sich das noch etwas ändern wird.


    Ja, komisch irgendwie! Die männlichen Figuren werden ziemlich plastisch dargestellt, die Frauen dagegen - irgendwie blass: als ob es nur so Objekte sind...


    Der Franzose ist ja vor allem auch erstmal als ziemlich schmieriger Typ aufgefallen. Wenn man das mit einschließt, ist er vielleicht vor Ort, weil er woanders schon Mädchen belästigt hat und dort eventuell auch von der Polizei schon ins Visier genommen wurde. Als Geologe hat er ja durchaus auch eine Ausrede zu Reisen.


    Ich glaube, es hat nicht nur mit den Mädchen zu tun - wahrscheinlich überschreitet er da auch die Grenze zum Legalen, aber er scheint in so Einigem seine Finger im Spiel zu haben.

    Der Anmachversuch von Klemet vs. Nina war wirklich sowas von daneben! Gut, dass sie so elegant darüber hinweggegangen ist - oder vielleicht auch nicht, der will das ja wohl nicht wiederholen!


    Der Franzose ist ja noch schlimmer und er scheint ein Geheimnis zu haben, ich könnte mir vorstellen, dass das etwas ziemlich Schlimmes ist. Ich finde es jedenfalls richtig eklig, wie er die jungen Frauen taxiert und in sein Bett holen will! Aber das ist es ja nicht, was er verbergen will. Das scheint insgesamt ein ausgesprochen schmieriger und ekliger Typ zu sein!


    Rolf Brattsen ist aus meiner Sicht ein ausgemachter Unsympath - typisch kleiner Mann, würde ich sagen. Warum muss er Klemet immer so angehen? Ich finde es richtig, dass der Sheriff sich da einmischt, der hätte ruhig noch was energischer werden können. Das ist ja schon richtiges Mobbing!


    Überhaupt - wie kommen die auf Sheriff - ist ja wie im Wilden Westen, nur halt mit Reindeerboys anstelle von Cowboys... witzig irgendwie!


    Ich finde es spannend, dass Nina nach Frankreich fliegen wird! Was sie da wohl rausfindet! Was es mit Henry und Victor und wie sie alle heißen, wohl auf sich hatte?


    Helmut halte ich nach wie vor für eine spannende Figur, möglicherweise hat er gar eine Schlüsselposition. Und dann taucht noch dieser Olsen aus dem Gemeinderat auf, der offenbar sehr extreme politische Ansichten hat - überaus merkwürdig!


    Der Fund des menschlichen Ohres ganz am Ende des Abschnitts ist ja unglaublich - ich bin weiterhin ganz schön gespannt!

    Noch was anderes: ich finde es ja toll, dass viele bereits mehrere Bücher von nigerianischen Autoren gelesen haben. Meine Kenntnis westafrikanischer Literatur beschränkt sich auf ein paar ghanaische Krimis, deren Titel mir noch nicht einmal einfallen wollen - das andere ist dann schon alles aus dem arabischen Teil oder aber aus östlicheren /südlicheren Ländern Afrikas wie natürlich vor allem Südafrika.


    schokotimmi: Mit Ben hast du recht, er kam mir auch teilweise reifer vor als seine Brüder...auf jeden Fall sehr viel zurückhaltender. Er mochte eigentlich nie Entscheidungen treffen und hat sich auch gerne untergeordnet. Selbst als er die Idee zur "Bestrafung" von Iya Iyabo hatte, hätte er sich am liebsten rausgehalten und sagte nur etwas, als es von ihm erwartet wurde. Er macht zwar immer mit, ist aber nie wirklich überzeugt davon. Vielleicht, um akzeptiert zu werden, er ist ja schliesslich der jüngste. Es ist sicherlich auch in Nigeria nicht selbstverständlich, daß ältere Geschister ständig die jüngeren in ihrer Freizeit dabei haben wolen.


    Wobei ich das gut nachvollziehen kann mit dem Raushalten wollen...
    Und dass er so viele Einfälle hat: sollte nicht auch Ben Professor werden nach dem Willen des Vaters? Das hat sicher seinen Grund, da wäre der Vater sicher nicht drauf gekommen, wenn er strohdumm wäre :zwinker:
    Aber eigentlich ist doch Entscheidungen treffen ein Zeichen von Reife - ich fand es ein bisschen unsympathisch (wenn auch in seiner Position als Jüngster durchaus nachvollziehbar), das er irgendwie immer zwischen allen Stühlen stecke und ein bisschen unverbindlich war.

    Das 17 Jahrhundert war ganz krass was exenvefolgungen anging, lies z.B. mal über die Hexenprozesse von Salem (USA). Die kamen Ende des 17 Jh erst richtig in Fahrt.


    Mensch, ich hatte mich wirklich gefragt, wo den rote Lappen (i.e. Tücher) erwähnt werden! :totlach:


    Ich weiß nicht, ob die Sami tatsächlich Kommunisten sind, oder ob das einfach wieder nur gesagt wird, um sie herabzuwerten. Olaf scheint in die Richtung zu tendieren, zumindest wenn man Kommunisten mit Rebellen gleichsetzt.


    Ich hatte mich explizit auf Mitteleuropa beschränkt - dass es das in Amerika noch gab,weiß ich .... und in irgendwelchen anderen europäischen Gegenden auch, also offenbar auch im Norden
    zu den roten Lappen - Tja, die haben halt den Putzfimmel :breitgrins:
    Und auch wenn sie damit nur abgewertet werden sollen - irgendwo muss diese Assoziation ja herkommen . Ich fände es interessant, etwas darüber zu erfahren.


    Ich kann kein Schwedisch, aber für mich sah es aus wie z.B.: Britain's got Talent. Mir war auch nicht bewusst, dass er gewonnen hat. Interessant fand ich, dass einer der Juroren geweint hat.


    Wie Jodeln ist das überhaupt nicht.


    Das mit dem Sieg habe ich woanders her: bei den YouTube-Sachen gab es einen Film wo drüber Stand 2014Winner. Überprüft habe ich das allerdings nicht. Das mit dem Weinen ist mir auch aufgefallen... ich habe halt vermutet, dass es so eine Sendung in dem Stil ist....

    Zunächst fällt auf, dass der Umgang in der Familie von Vernachlässigung, Verständnislosigkeit und Gewalt geprägt ist. (Das gab es auch bei Adichie). Der Vater will zwar viele Kinder haben, aus denen achtbare Menschen werden sollen, (Statussymbol?), aber er ist nicht anwesend, um sie zu erziehen, und wenn er da ist und es Probleme gibt, wird kaum geredet und erklärt, sondern hauptsächlich geprügelt. Die Mutter ist ein eher simples Gemüt und die Kinder gehorchen ihr nicht, auch Bildung scheint nicht sehr hoch geschätzt zu werden, von der Schule werden nur Äußerlichkeiten erzählt. Das kann nicht gut gehen.
    Aber dass die Gewalt in der Familie derart eskaliert, fand ich schon schockierend.


    Den Eindruck der Vernachlässung und Verständnislosigkeit hatte ich irgendwie nicht - aus meiner Sicht ist es so, dass die Familie gewissen Gegebenheiten unterworfen ist und sich davon nicht losmachen kann wie bspw. die Arbeitssituation, die den Vater in eine andere Stadt zwingt, wenn er sich beruflich verbessern/ entwickeln will.
    Ich habe das Gefühl, die Jungs gehorchen ihrer Mutter nicht, weil sie eine Frau ist und daher nicht so viel zu sagen hat - eine Frage der Wertvorstellungen. Ich glaube, mit der Gewalt wird dort anders umgegangen als hier und in der Tat ist das schockierend aus unserer Sicht. Familie als Hort der Geborgenheit - das scheint dort - oder zumindest in dieser Familie - kene Bedeutung zu haben.

    Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, aber ich fand es schon ziemlich fremd - als ob ich gerade selber in einem fremden Land zu Gast bin und deswegen fand ich es teilweise sehr verwirrend und konnte dem Geschehen nur schwer folgen. Auch die Sprünge zurück in die Vergangenheit haben es teilweise für mich erschwert.


    Einige Dinge - wie zum Beispiel der regelmäßige Kirchgang, der Umstand, dass der Vater die Familie verlässt, um woanders zu arbeiten, werden mit einer gewissen Selbstverständlichkeit dargestellt, die mich zunächst irritiert hat. Dann kam ich aber darauf, dass das hauptsächlich mit mir selber zu tun hat: auch in deutschen/ europäischen/ westlichen Romanen (wie auch immer man das eingrenzen will) ist dies häufig der Fall und der Autor erwartet, dass der Leser als Repräsentant desselben Kulturkreises das einfach so versteht. Und der Autor hat halt über eine Welt geschrieben, die die seinige ist.


    Ich habe große Achtung vor dem Übersetzer, muss ich sagen, der dieses Selbstverständliche einfach so aufgreifen und ins Deutsche transportieren konnte!


    Ich fand die Familie und die Dynamik darin großartig gezeichnet und stimme Euch selbstverständlich zu, dass dort vieles ganz anders läuft als bei uns und deshalb schwer nachzuvollziehen ist. Das hat aus meiner Sicht auch so einiges mit den Wertvorstellungen zu tun: Ikenna als der Älteste nimmt eine ganz besondere Position ein, das war hier vielleicht früher mal der Fall, ist es aber längst nicht mehr, bzw. sollte es nicht sein. Ich hatte fast den Eindruck, dass ihm gewisse Aufgaben/Kompetenzen bezüglich der Erziehung seiner Brüder auferlegt werden, so als müsste er ganz, ganz schnell erwachsen werden und hätte keine Zeit mit Kindereien zu verplempern.


    Stimmt klingt wirklich ein bissl die Jodeln. Ich finde es interessant weil diese Musikform vor allem auch um eine andere Art von Verstehen geht. Die normale Textebene fällt dabei meist ja weg.


    Das finde ich irgendwie gar nicht - es ist schon eher ein "richtiger" Gesang, wärmer und nicht ganz so kehlig (wobei ich das erwartet hätte, muss ich zugeben). Danke Dir für die ganzen Links - ich kann jetzt ein bisschen Schwedisch :zwinker: Ich fand es ja total witzig, dass ein Joiker letztes Jahr den Schwedischen Superstar-Wettbewerb (sowas war das doch, oder?) gewonnen hat!