Beiträge von Skyline

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Dieser Band vereint Ernstes und Humorvolles!


    Klappentext

    „Alles, was Amber will, ist ein bisschen Liebe von ihrer Mutter. Über die Sommerferien reist Amber zu ihr nach Kalifornien. Sie hofft, dort all die Fragen stellen zu können, die ihr schon lange auf der Seele brennen. Und dann verliebt sie sich auch noch. Ausgerechnet in Kyle, das wandelnde amerikanische Surfer-Klischee, hinter dem alle Mädchen her sind. Zum Glück hat sie ihre besten Freundinnen, Evie und Lottie, mit denen sie den Sommer über via Smartphone und Skype in Verbindung bleibt und die ihr mit Rat und Tat und jeder Menge Mädelspower zur Seite stehen.“


    Gestaltung

    Nach einem roten Mund und einem Auge ziert nun ein rosa Herz das schwarze Cover des Abschlussbandes. Das Spinster Girls Logo ist wieder am unteren Bildrand positioniert und der Stil der Reihe wurde beibehalten. So finden sich auch hier wieder kleine weiße Symbole neben dem rosa Herz, die aussehen als seien sie aus Kreide gezeichnet. Dies mag ich nach wie vor sehr gerne!


    Meine Meinung

    Nachdem mir schon die ersten beiden Bände der „Spinster Girls“-Trilogie sehr gut gefallen hatten, war ich gespannt, was Amber im dritten Band passieren würde. Die ersten beiden Bände fokussierten sich auf ihre beiden besten Freundinnen Evie und Lottie und so fehlt nur noch Ambers Geschichte. Amber verbringt ihre Sommerferien in Kalifornien bei ihrer Mutter. Dort verliebt sie sich in den typischen, amerikanischen Surferboy Kyle. Da ihre beiden besten Freundinnen aus dem Spinster Club in der Heimat geblieben sind, skypen und schreiben die drei miteinander, um sich zu beratschlagen…


    Auch in diesem Band erfreute ich mich am jugendlich-frischen Schreibstil von Autorin Holly Bourne. Ich finde, dass sie genau die richtigen Worte findet, um die Gefühlslage des jungen Mädchens auszudrücken. So wirkte die Geschichte auf mich so, als sei sie wirklich von einem Teenagermädchen erzählt worden und nicht ein erdachter Roman. Auch hat Holly Bourne eine Art zu schreiben, die für Humor und Witz sorgt. Einfach charmant!


    An dieser Reihe gefällt mir auch so gut, dass die Bände im Endeffekt unabhängig voneinander zu lesen und verstehen sind, aber dass sie alle drei zusammen ein Ganzes ergeben. Im zweiten Band wurde schon erwähnt, dass Amber in Amerika ist und in „Was ist schon Liebe?“ erfahren wir nun endlich, was sie dort erlebt hat. Ein kleines Highlight sind in diesem Band die dabei stattfindenden Skypegespräche und Mails der Spinster Girls untereinander, denn Evie und Lottie sind ja in England. Dieser Austausch untereinander war spritzig und oftmals sehr unterhaltsam und humorvoll!


    Während es im vorherigen Band um feministische Themen ging, treten diese hier etwas in den Hintergrund. Dafür dreht sich hier die Geschichte um das Thema Familie und Scheidung, den Ambers Mutter hat die Familie verlassen und sich nach einem Schicksalsschlag sehr verändert. Darunter hat die Mutter-Tochter-Beziehung sehr gelitten und so kommt es, dass ich als Leserin sehr mit Amber mitgefühlt habe, da sie sich in ihrer Familie nicht wohl fühlt.


    Amber ist aber auch so ein Charakter, der stark ist und der trotz der Schicksalsschläge nicht kampflos aufgibt. Dies habe ich an ihr sehr bewundert und auch ein wenig beneidet, denn sie macht immer weiter und gibt nicht auf. Auch der Rückhalt der Freundinnen hat mich sehr berührt. Besonders cool ist aber auch Ambers Art, die Dinge etwas sarkastischer anzugehen, wodurch ich teilweise sogar lachen musste.


    Fazit

    Mit „Was ist schon Liebe?“ bekommt nun auch das letzte Spinster Girls-Mitglied ihre Geschichte. Amber ist eine starke Protagonistin, die durch ihre sarkastische Art die ernsten Themen des Buches auflockert. Es geht um Familie, das Verlassenwerden und Beziehungen, die einen Bruch erlitten haben. Der Schreibstil von Holly Bourne ist dabei sehr schön an die jugendliche Protagonistin angepasst, sodass ich das Gefühl hatte, in Ambers Kopf blicken zu können.

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Spinster Girls – Was ist schon normal?

    2. Spinster Girls – Was ist schon typisch Mädchen?

    3. Spinster Girls – Was ist schon Liebe?

    Zwar etwas ruhige Handlung, dafür aber humorvoll und tiefgründig!


    Klappentext

    „Ramona war erst fünf Jahre alt, als der Hurrikan Katrina ihr Leben für immer veränderte. Seitdem scheint es, als habe sich die Welt gegen sie und ihre Familie verschworen. Mit ihrer außergewöhnlichen Größe von 1,80 Metern und ihren unverwechselbaren blauen Haaren, sind für Ramona drei Dinge sicher: Sie mag Mädchen, sie ist der totale Familienmensch, und sie weiß, dass sie für etwas Größeres bestimmt ist als für ein Leben in dem Wohnwagen in Eulogy, Mississippi, den die Familie ihr zu Hause nennt. Ramona jongliert mit mehreren Jobs, ihrer exzentrischen, unzuverlässigen Mutter und ihrem gutmeinenden, aber überforderten Vater, und ist so gezwungen, die Erwachsene in der Familie zu sein. Jetzt, mit ihrer schwangeren Schwester Hattie, wiegt die Verantwortung schwerer als je zuvor.

    Die Rückkehr ihres Jugendfreunds Freddie ist somit eine willkommene Ablenkung. Ramonas Freundschaft mit dem ehemaligen Wettkampfschwimmer geht genau da weiter, wo sie damals aufhörte, und bald hat er sie überredet, mit ihm im Becken ihre Bahnen zu ziehen. Als Ramona ihre Leidenschaft fürs Schwimmen entdeckt, beginnen sich auch, ihre Gefühle für Freddie zu verändern, was sie so gar nicht erwartet hätte. Mit ihrer wachsenden Zuneigung für Freddie, die ihre sexuelle Identität in Frage stellt, beginnt Ramona sich zu fragen, ob sie vielleicht Mädchen und Jungs mag oder ob diese neue Anziehung womöglich gar nichts damit zu tun hat. Auf jeden Fall wird Ramona erkennen, dass sich das Leben und die Liebe meist ähnlich anfühlen wie das Wasser, durch das sie ihre Bahnen zieht – fließend und veränderlich.“


    Gestaltung

    Da im Buch das Schwimmen eine wichtige Rolle einnimmt, finde ich das Covermotiv unglaublich gut und passend gewählt. Die Zeichnung des Mädchens im Badeanzug, welches unter Wasser im Schneidersitz zu schweben scheint, passt super. Die Haare unterstützen den Effekt, dass es so aussieht, als schwebe die Mädchenfigur. Die Farbgebung finde ich dabei auch gelungen, denn die verschiedenen Blautöne lassen den orangegelben Badeanzug und das Wort „Ramona“ richtig hervorstrahlen.


    Meine Meinung

    Nachdem ich „Dumplin“ von Julie Murphy gelesen hatte und den Schreibstil sowie die Idee der Autorin gerne mochte, war ich gespannt, was ihr in ihrem neusten Werk eingefallen ist. In „Ramona Blue“ geht es um Ramona, die in ihren jungen Jahren schon viel Verantwortung trägt. Sie hat mehrere Jobs, kümmert sich um ihren Vater und ihre Schwester und geht nebenbei noch zur Schule. Als sie ihren Freund Freddie wiedertrifft, entdeckt Ramona das Schwimmen für sich. Aber auch Freddie entdeckt sie für sich, obwohl sie eigentlich auf Mädchen steht. Oder fühlt sie sich vielleicht doch zu beiden Geschlechtern hingezogen?


    Die Handlung hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, denn ich fand Ramonas Geschichte sehr berührend. Es geht einerseits um das Erwachsenwerden, welches Ramona andererseits aber durch die große Verantwortung, die sie trägt, erschwert wird. So wird auf gewisse Weise auch angesprochen und verdeutlicht, dass man seinen Weg im Leben finden und gehen muss, auch wenn er noch so steinig ist. Neben schwierigen Familienverhältnissen geht es auch um Liebesthemen wie beispielsweise die Unsicherheit in Bezug auf die eigenen Gefühle oder die eigene Sexualität. Für meinen Geschmack hätte die Handlung aber ruhig etwas spritziger sein können, denn ich fand sie doch größtenteils recht ruhig.


    Die Charaktere haben mir gut gefallen, weil sie bei mir Emotionen ausgelöst haben. So habe ich beispielsweise Ramona für ihr Verantwortungsbewusstsein und ihr Durchhaltevermögen bewundert und Freddie für seine liebevolle Art. Ramonas Familie hingegen hat bei mir den Wunsch ausgelöst, sie alle einmal durchzuschütteln, damit etwas Vernunft in sie kommt. Die Eltern kümmerten sich in meinen Augen nicht wirklich. Ramonas schwangere, große Schwester ist ziemlich ich-bezogen, wobei mir hier die Beziehung der Geschwister gut gefiel, da die Autorin diese wunderbar rübergebracht hat.


    Sowieso mag ich den Schreibstil von Julie Murphy sehr gerne. Sie schreibt mit leichten Sätzen und ich habe einfach beim Lesen immer wieder das Gefühl durch die Seiten zu rasen. Dabei mag ich es, wie die Autorin ernste Themen mit etwas Humor vermischt und die Geschichte so auflockert. Zudem wirkt der Schreibstil der Autorin jugendlich, was super zu „Ramona Blue“ passt, da das Buch aus der Sicht von Ramona in der Ich-Perspektive geschildert wird.


    Fazit

    Auch wenn ich die Handlung stellenweise etwas zu ruhig fand, konnte mich Julie Murphy mit „Ramona Blue“ wieder überzeugen, denn die Geschichte ist gefühlvoll und voller ernster, tiefgründiger Themen. Aufgelockert werden diese durch humorvollere Momente. Zudem fand ich die Charaktere gut dargestellt, da jede Figur bei mir eine Gefühlsregung ausgelöst hat. Der Schreibstil der Autorin konnte mich auch überzeugen, denn er ließ sich leicht lesen und war zur Erzählerin passend.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    Wow, dieses Buch hat mich an sich gefesselt!


    Klappentext

    Tritt ein oder kehr um! Dies ist Erebos.

    Nick ist besessen von Erebos, einem Computerspiel, das an seiner Schule von Hand zu Hand weitergereicht wird. Die Regeln sind äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er muss dabei immer allein sein und darf mit niemandem über Erebos reden. Wer dagegen verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel nicht mehr starten. Was aber am merkwürdigsten ist: Erebos erteilt Aufträge, die in der realen Welt ausgeführt werden müssen. Und dann befiehlt das Spiel Nick, einen Menschen umzubringen.“


    Gestaltung

    Die Aufmachung der gebundenen Sonderausgabe finde ich richtig genial mit ihrem farbigen Buchschnitt, auf welchem der Titel nochmals zu lesen ist. Aber auch das schwarze Auge auf dem roten Hintergrund gefällt mir richtig gut, weil es bedrohlich und auch ein wenig unheimlich aussieht. Zudem passt dieses Motiv gut zur Geschichte, da es den Anschein erweckt, als würde das Cover den Betrachter beobachten, so wie es im Buch das Spiel tut.


    Meine Meinung

    Ganz ehrlich, ich frage mich, warum ich so lange gewartet habe, bis ich „Erebos“ gelesen habe. Dieses Buch hat mich komplett begeistert und gefesselt! Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet, trotz all der positiven Meinungen, denen ich mich nun anschließe. In „Erebos“ geht es um Nick, an dessen Schule ein geheimnisvolles Spiel den Umlauf macht. Jeder, der „Erebos“ spielt, darf nicht darüber sprechen und muss sich der Geheimhaltung verpflichten. Im Spiel sind Aufgaben zu erledigen, die sich allerdings auch auf die wirkliche Welt übertragen. So vermischt das Spiel Fiktion und Realität und wird immer brutaler, bis ein Unglück passiert…


    Ich habe zwar von all den begeisterten Stimmen zu „Erebos“ gehört, aber trotzdem Jahre gebraucht, bis ich endlich zu diesem Buch gegriffen habe. Nun verstehe ich aber all die Begeisterungsstürme, denn „Erebos“ hat auch mich vollends aus den Socken gehauen! Zunächst beginnt die Handlung rätselhaft und zusammen mit dem Protagonisten Nick begibt man sich als Leser auf die Recherche bezüglich des Geheimnisses um Erebos. Mit Nick löste ich erste Aufgaben und tauchte in die Spielwelt ein. Ab der Hälfte überschlagen sich die Ereignisse dann geradezu und es wird dramatisch. So ist niemand sicher vor eventuellen Mordanschlägen, Hetzjagden oder Verleumdungen. Dies macht einen großen Nervenkitzel aus, denn ein Schockmoment jagt den nächsten! Ich hatte stellenweise wirklich Gänsehaut auf den Armen! Zudem fand ich die Idee fesselnd und gruselig, dass das Spiel nahezu alles über die Spieler wusste und ihnen Aufträge in der Wirklichkeit gegeben hat!


    Dabei gefiel mir in der ersten Hälfte besonders die Verflechtung der Spielwelt und der Realität richtig gut. Im Spiel Erebos hat Nick einen Spielcharakter erschaffen, der sich durch eine Welt bewegt, die mich an Fantasyromane (ein wenig sogar an „Herr der Ringe“ oder „Der Hobbit“) erinnert hat. Die Abgrenzung zu Szenen in der Realität fand ich wirklich gelungen, denn nicht nur durch das Setzen von Abschnitten hat Ursula Poznanski hier eine klare und leicht nachzuvollziehende Trennung erschaffen, sondern auch durch ihre Art zu erzählen. Erzählt wird in Form eines personalen Erzählers, welcher Nick folgt. Doch sobald Nick spielt, taucht nicht nur Nick, sondern auch der Leser vollends in die Welt von Erebos ein, da der Erzähler dann die Perspektive auf den Spielcharakter setzt.


    Die Autorin schreibt dabei sehr einnehmend und ließ mich am eigenen Leib die Anziehung und Faszination von Erebos spüren. Wie sie die Welt beschrieben hat, hat bei mir für Kopfkino gesorgt und auch Nicks Empfindungen und vor allem seine schnelle Abhängigkeit von dem Spiel hat sie in meinen Augen perfekt eingefangen. Von schneller Reizbarkeit bis hin zu Aggression gegenüber seinen Freunden waren seine Emotionen sehr gut zu verstehen. Auch seine Zuneigung für seine Mitschülerin Emily war im Rausch des Spiels sehr authentisch dargestellt ebenso wie seine Empfindungen in der zweiten Hälfte.


    Diese besagte zweite Hälfte hat die Erste für mich nochmal getoppt. War zu Beginn vor allem die Verzahnung von Erebos und der Realität fesselnd, so hat mich anschließend vor allem das Rätselraten um die Verbindung all der in der Realität auszuführenden Aufträge und all die Dramatik beschäftigt. Es passiert so viel Überraschendes und Schockierendes in der Realität, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Auch wenn ich schon sehr früh geahnt habe, wie das Spiel so viel über die Spieler wissen kann, so fand ich die Enthüllung am Ende einfach genial. Vor allem die Gefahren und die Taten in der Realität haben mich mitgerissen und mitfiebern lassen. Ich bin einfach total begeistert von dieser Geschichte!


    Fazit

    „Erebos“ ist nicht nur klug erzählt und unglaublich spannend, sondern auch absolut mitreißend. Die erste Buchhälfte begeisterte mich mit ihrer Verbindung von Realität und Spielwelt, die sich anfühlte wie Mittelerde. Die zweite Hälfte hat mich dann komplett umgehauen, denn hier passiert so viel gefährliches, dass ich richtig mitgefiebert habe. Einerseits rätselte ich, was es mit den Aufträgen des Spiels auf sich haben könnte, andererseits kämpfte ich aber auch mit den Spielfiguren ihre Schlachte. So spürte ich die Anziehung des Spiels geradezu am eigenen Leib. „Erebos“ ist einnehmend, spannend von der ersten bis zur letzten Seite und ein wahres Meisterwerk!

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Erebos

    2. Erebos 2

    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Ein schöner Auftakt, der gespannt auf die Fortsetzung macht


    Klappentext

    „Wo der Himmel endet, beginnt die Welt der Geister

    In Heaven’s End, einem kleinen schottischen Küstenort, lebt die 15-jährige Jojo mit ihrer Familie – der lebenden und der toten. Denn Jojo kann Geister sehen und wohnt mit einer ganzen Horde verrückter Vorfahren unter einem Dach. Von ihrer besonderen Fähigkeit aber darf niemand etwas wissen. Erst recht nicht Zack, der Schulschwarm, dessen funkelnde Augen Jojo blöderweise ganz kribbelig machen. Doch im idyllischen Heaven’s End gehen auf einmal unheimliche Dinge vor sich. Wie lange kann Jojo ihr Geheimnis noch wahren? Und was lauert jenseits der Welt der Lebenden?“


    Gestaltung

    Für mich sind auf dem Cover einfach zu viele Haare. Die Zeichnung des Mädchens, welches vermutlich die Protagonistin darstellen soll, finde ich an sich gelungen, aber mir gefällt es nicht so gut, dass sie von so vielen Haaren umgeben ist. Den Hintergrund und die orange-gelbe Umrahmung des Covermotivs finde ich dafür sehr gelungen. Mit dem Schwarz-Blau, der Stadt im Hintergrund und dem Umrandeten Titelschriftzug wird der Blick sehr schön gelenkt.


    Meine Meinung

    Der Klappentext klang ganz hervorragend und Fantasy mit Geistern habe ich bisher noch nicht so oft gelesen, weswegen ich richtig gespannt auf die Geschichte von Kim Kestner war. Im Auftaktband zur „Heaven’s End“-Trilogie geht es um Jojo, die Geister sehen kann und so nicht nur mit ihrer lebenden Familie, sondern auch mit den Toten unter einem Dach lebt. Von ihrer Fähigkeit darf aber niemand erfahren! Vor allem nicht Jojos Schwarm Zack. Aber als seltsame Dinge in ihrem schottischen Dorf vor sich gehen, ist nicht mehr sicher, ob sie ihr Geheimnis länger verbergen kann…


    Die Idee, dass die Protagonistin Jojo und ihre Familie Geister sehen können, hat mir gut gefallen. Vor allem die Umsetzung überzeugte mich aber auch, denn so „leben“ Jojos verstorbene Verwandte auch bei ihr Zuhause und quatschen in allerlei Dinge hinein. Dabei hat Kim Kestner sehr schön auf sprachliche Besonderheiten geachtet und beispielsweise Redeweisen und -arten vergangener Epochen gelungen in ihre Geschichte eingearbeitet. So kommt es zu einigen sehr humorvollen Szenen, die mich sehr zum Lachen gebracht haben.


    Auch fand ich den Schreibstil der Autorin sehr erfrischend und jugendlich, was angesichts der Ahnen und Vorfahren (und deren Sprechweisen) eine schöne Kombination ist. Erzählt wird die Geschichte aus Jojos Ich-Perspektive. Auf diese Weise hatte ich das Gefühl, die Protagonistin sehr gut zu kennen und mich in sie hineinversetzen zu können. Jojo ist dabei auch super sympathisch und smart. Ich musste immer ein wenig über sie schmunzeln, wenn sie auf ihren Schwarm Zack trifft…


    Bezüglich der Gefühle zu Zack muss ich aber auch sagen, dass ich diese nicht unbedingt gebraucht hätte, da ich sie schon ein wenig stereotyp fand. Dies lag in meinen Augen daran, dass Zack als Schwarm aller Mädchen dargestellt wird und diese Sparte in Jugendbüchern recht oft bedient wird. Als Vielleser ist mir diese Ausgangssituation also schon des Öfteren begegnet, weswegen ich mir hier etwas Neues gewünscht hätte.


    Die Handlung hat mir gut gefallen, weil ich nicht nur gemeinsam mit Jojo Geheimnisse entdecken und Rätsel lösen konnte, auch gab es Momente, in denen ich an den Seiten klebte, weil es sehr mitreißend war. Zudem brachte mich die Geschichte zum Nachdenken, wie es weitergehen und was als nächstes passieren könnte, wobei ich doch das ein oder andere Mal überrascht wurde. Sowieso fand ich es toll, dass immer etwas passierte und es Schlag auf Schlag zuging. So fühlte ich mich bestens unterhalten! Da noch einige Fragen unbeantwortet blieben und das Ende noch einiges offen lässt, bin ich super neugierig wie es mit der Trilogie weitergeht!


    Fazit

    Der Auftaktband der neuen Trilogie von Kim Kestner hat mir richtig gut gefallen, weil ich noch nicht so viel Ghostfantasy gelesen habe und die Idee mit Geistern, die bestimmte Menschen sehen können, richtig spannend fand. Auch gefiel mir die Umsetzung dieser Idee in „Wen die Geister lieben“ sehr gut, weil sie charmant und witzig war. Die Handlung war eine Mischung aus fesselnden Momenten zum Mitfiebern, humorvoller Unterhaltung, zu lösenden Geheimnissen und Rätselraten. Die perfekte Mischung! Nun bin ich sehr gespannt, wie es im nächsten Band weitergehen mag!

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Heaven's End – Wen die Geister lieben

    2. ???

    3. ???

    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Etwas ernster als die anderen Kinderbücher von Ross Welford und ein echter Buchschatz


    Klappentext

    „Der Wunsch nach ewigem Leben ist so alt wie die Menschheit – aber nach tausend Jahren muss es auch mal genug sein, findet Alfie Monk. Die Wikinger in England? Alfie erinnert sich, als wäre es gestern gewesen. In den letzten tausend Jahren hat er als ewig Elfjähriger so einiges erlebt. Doch als seine Mutter, eine Nimmertote wie er, bei einem tragischen Unfall doch stirbt, muss er sein abgeschottetes Leben aufgeben und sich der modernen Welt stellen – inklusive Smartphones und Schulfieslingen. Zum Glück kann er sich auf seine neuen Freunde Aidan und Roxy verlassen, denn die Mission, die nun auf ihn wartet, birgt jede Menge Abenteuer: Er muss einen Weg finden, sein ewiges Leben loszuwerden.“


    Gestaltung

    Wie schon bei den anderen beiden Büchern von Ross Welford ist auch dieses Cover in bunten Farben gehalten, die mit dem orangefarbenen Papierschnitt harmonieren. Die verschiedenen Blautöne harmonieren miteinander und heben die orangenen Highlights sowie den Titel hervor. Die Szenerie, die dargestellt wurde, gefällt mir auch sehr gut, da sie den Titel umrahmt und zum Buchinhalt passt. Außerdem finde ich es toll, dass die dargestellte Szene auch einiges zum Entdecken bietet.


    Meine Meinung

    Nachdem ich bereits "Zeitreise mit Hamster" und "Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist" vom britischen Autor Ross Welford gelesen habe, war ich gespannt auf sein neustes Kinderbuch, das mich vor allem durch seine Thematik gelockt hat. Über ein unsterbliches Leben hat sicher jeder schon einmal nachgedacht. So zeigt „Der 1000-jährige Junge“ die Schattenseiten der Unsterblichkeit. Der 11jahre Alte Alfie ist schon seit 1000 Jahren 11 Jahre. Nach dem Tod seiner Mutter reicht es ihm nun. Er möchte sein ewiges Leben beenden und stellt sich dazu der modernen Welt. Gemeinsam mit seinen neuen Freunden Aidan und Roxy sucht er einen Weg, nicht mehr unsterblich zu sein…Wird ihm dies gelingen?


    Für mich ist „Der 1000-jährige Junge“ das bisher beste Buch von Ross Welford. Es übertrifft in meinen Augen sogar noch seine anderen beiden Bücher, die ich auch schon gerne mochte. Nach Zeitreisen und der Unsichtbarkeit geht es nun um Unsterblichkeit und wie schon bei seinen anderen Kinderbüchern versteht Ross Welford sich einfach darauf, diese übernatürlichen Aspekte in unsere Realität einzuweben als seien sie normal. Die Kombination von Realität und Fiktion ist es auch, was seine Bücher so besonders macht. Den Grund hinter dem ewigen Leben und Alfies Dasein als dauerhafter 11jähriger fand ich ausgefallen und sehr einfallsreich.


    Dieses Mal erhält die fiktive Thematik des ewigen Lebens durch Alfies Verlust, da seine Mutter stirbt, einen ernsten Anklang. Er lebte mit seiner Mutter ein abgeschottetes Leben und ist daher auch alles andere als ein typisches 11jähriges Kind. Vielmehr sind Smartphones für ihn völlig fremd und so kommt es auch zu einigen lustigen Momenten, als er in unsere moderne Welt eintaucht. Die Verbindung von damals und heute, die durch Alfie anschaulich gemacht wird, hat mir großen Spaß gemacht und ich bin gerne mit ihm zur Schule gegangen.


    Alfie fand ich sowieso sehr sympathisch und ich mochte ihn gerne. Durch seine Lebenserfahrung weiß er viele Dinge und seine Art zu reden wirkt auf uns total ungewöhnlich, was ihn noch liebenswerter macht und mich oftmals zum Schmunzeln brachte. Vor allem steht er im Kontrast zu seinen Freunden Roxy und Aidan, die unserer Zeit entstammen. Da nicht nur Alfie der Erzähler ist, sondern auch Aidan Erzählparts innehat, wird dieser Effekt nochmals verstärkt. Besonders gut fand ich, dass es Ross Welford durch seinen Schreibstil und die an das Alter des gerade erzählenden Kindes gelungen ist, den Altersunterschied auch in der Sprache transparent zu machen.


    Fazit

    Ich mochte „Der 1000-jährige Junge“ sehr gerne, da mich die Thematik des ewigen Lebens mit ihren Schattenseiten fasziniert und ich es gut fand, dass der Autor die Ernsthaftigkeit dieses Themas aufgegriffen hat. Ross Welford hat Fiktion und Realität wieder einmal gekonnt miteinander verbunden, sodass Menschen mit ewigem Leben geradezu normal erschienen beim Lesen. Der Erzählstil hat mich auch komplett überzeugt.

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Wer kommt hinter das Rätsel um Rächer Zorro?


    Klappentext

    „Elias staunt nicht schlecht: Seine fiese Mathelehrerin hat plötzlich eine tintenblaue Zunge! Und an der Tafel prangt ein riesiges „Z". Z wie Zorro? Ist Der Rächer der Armen und Hilflosen in der Schule gewesen? Elias und Luna, die Neue in der Klasse, würden den geheimnisvollen Helden zu gern kennenlernen. Überall in der Stadt taucht auf einmal Zorros Zeichen auf. Doch als Elias‘ Leih-Opa Kurt aus seinem Haus vertrieben wird, kann Elias nicht auf einen Zorro warten. Er muss selbst eingreifen …“


    Gestaltung

    Mit dem dunklen Cape, hinter dem sich ein Kind versteckt und dem davor laufenden Hund bringt mich das Cover zum Lächeln, denn das Cape und die Pose des Kindes erinnern passgenau an den Rächer der Armen und Hilflosen – Zorro! Die Farben passen auch gut zueinander und betonen die dargestellte Szene noch. Außerdem gibt die Coverillustration erste Einblicke auf die im Buchinneren folgenden Illustrationen.


    Meine Meinung

    An „Z wie Zorro“ hat mich sofort die Idee des Buches angesprochen, denn ein Rächer in der Schule, der Lehrern Streiche spielt – wer wünscht sich sowas nicht? Elias ist jedenfalls ziemlich erstaunt und begeistert, als seine gemeine Mathelehrerin eine blaue Zunge hat und ein Z an der Tafel prangt. Aber Zorro kann nicht überall tätig sein und so müssen Elias und seine neue Freundin Luna selbst Hand anlegen, als Elias‘ Leih-Opa aus seinem Haus geschmissen werden soll…


    Die Spannung wird in diesem Buch unter anderem dadurch erzeugt, dass die Identität von Zorro, dem Rächer, geheim ist. So rätselt der Leser gemeinsam mit Protagonisten Elias, wer hinter all den guten Taten stecken könnte. Mir gefiel es dabei sehr, wie geschickt die Informationen eingestreut wurden, denn der Autor füttert den Leser nur stückchenweise mit neuem Wissen. So bleibt einige Zeit für Spekulationen und Vermutungen, was mir richtig viel Spaß gemacht hat.


    An den Schreibstil musste ich mich erst ein wenig gewöhnen. Der Autor schreibt in meinen Augen zwar kindgerecht und mit einfachen Sätzen, aber mir kam es zu Beginn etwas sperrig vor. Manche Wörter wurden bei aufeinanderfolgenden Sätzen am Satzanfang wiederholt und die Sätze wirkten dadurch unverbunden und nicht so flüssig. Ich denke aber, dass dies jüngeren Lesern nicht auffallen wird und es ihnen vielleicht sogar das Lesen erleichtern könnte.


    Die Freundschaft, die sich zwischen Elias und der Neuen in seiner Klasse – Luna – entwickelt, fand ich auch sehr schön mitzuverfolgen, denn Luna ist taff und ziemlich cool. Sie hilft Schwächeren und steht für andere ein. Durch sie wächst Elias in meinen Augen über sich hinaus und wird auch mutiger. Auch die unterschiedlichen Hintergründe beider Figuren fand ich interessant, denn während die Eltern von Elias immer arbeiten sind und er oft alleine ist, hat Luna drei kleine Geschwister und ein immer volles Haus.


    Die Handlung ist zudem nicht nur durch das Rätsel um Zorros Identität spannend, sondern auch dadurch, dass Kurt, ein alter Mann bei dem Elias ab und an seine Zeit verbringt, in Schwierigkeiten gerät und die Kinder ihm helfen wollen. Nur leider glaubt niemand zwei Kindern und einem alten Mann, also beschließen Elias und Luna selber etwas zu unternehmen. Ihr Tatendrang gefiel mir gut, denn ich fand es spannend, herauszufinden, ob sie Erfolg haben würden oder nicht. Das Ende des Buches ließ bei mir eigentlich nur die Frage offen, ob es eine Fortsetzung geben wird, denn Zorro könnte noch einiges tun…


    Fazit

    „Z wie Zorro“ erzeugt nicht nur durch die Frage, wer sich hinter dem geheimnisvollen Rächer verbirgt, Spannung. Auch die Rettungsaktion der beiden Protagonisten ist fesselnd, da man wissen möchte, ob sie ihnen gelingt. An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, da er mir etwas abgehackt vorkam, aber ich denke für junge Leser sind die einfachen Sätze leicht verständlich.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband (?)

    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Charmant, witzig und auch recht verrückt!


    Klappentext

    „Seit Karl im Traum sein toter Opa erschienen ist, will er unbedingt Youtube-Star werden. Aber immer kommt ihm etwas dazwischen: Seine Oma will in eine Hippie-WG ziehen, sein Schwarm Irina schleppt eine Katzenfrau als ersten Follower an und seine oberschlauen Cousins lüften ein Familiengeheimnis. Als sich dann auch noch die Polizei an Karls Fersen heftet, ist das Chaos perfekt …“


    Gestaltung

    Das Cover ist nicht unbedingt meins, da ich irgendwie finde, dass es mehr die männlichen Leser anspricht. Dennoch mag ich die Farbgebung mit dem knalligen Orange und dem strahlenden Blau. Der Junge mit dem Pulli und der Mütze, auf welchen eine Sprechblase zeigt, fällt so vor allem durch den Orangeton auf. Der Titel auf der Sprechblase ist eine coole Idee.


    Meine Meinung

    Bei diesem Buch haben mich vor allem der Titel mit einem Spruch, den ich nur allzu gut kenne und der Klappentext angesprochen, welcher eine herrlich schräge Geschichte versprach. In „Immer kommt mir das Leben dazwischen“ geht es um Karl, der den Ratschlägen seines verstorbenen und ihm im Traum erschienenen Opas folgt, um ein Youtube-Star zu werden. Allerdings funkt ihm bei diesem Plan ständig das Leben dazwischen. So muss er seiner Oma beim Umzug in eine Hippie-WG helfen, seine Eltern trennen sich und er kommt seinem Schwarm Irina näher…


    An dem Buch hat mir richtig gut gefallen, wie nah es an der heutigen Jugend ist, denn im Leben vieler spielen Youtube-Stars eine große Rolle (bis hin zum Berufswunsch Influencer). Aber nicht nur das Thema Youtube wird hier aufgegriffen, auch beliebte Spiele oder die Bedeutung des Smartphones werden angeschnitten. Neben dieser medialen Thematik geht die Geschichte aber auch sehr schön auf die erste Liebe und die Pubertät ein.


    Eingebunden ist all dies in eine herrlich humorvolle Geschichte voller unterhaltsamer Ereignisse, die sich geradezu überschlagen. Schon der Klappentext lässt erahnen, dass es in Karls Leben etwas turbulenter zugeht als gewöhnlich, doch wie skurril und verrückt es zugeht und welche abgefahrenen Figuren alle in seinem Leben stecken, damit rechnete ich nicht. Manchmal war es mir schon zu verrückt, aber der großartige Witz und Charme der Geschichte hat mich trotzdem total begeistert.


    Aus der Perspektive von Karl erlebte ich sein turbulentes Leben und konnte dabei sehr schön in seine Gedankenwelt eintauchen. Die Autorin Kathrin Schrocke vermittelte mir das Gefühl, dass ich Karls Emotionen verstehen konnte. Ich fand es sehr gut gemacht, wie sie die Gefühle, die mit der Pubertät einhergehen, aufgreift und dem Leser vermittelt. Dabei ist Karl auch ein netter Protagonist, der nicht nur lustig, sondern auch clever und einfallsreich ist. Seine beiden Cousins Master und Desaster fand ich richtig witzig, denn bei diesen beiden ist der Name Programm!


    Fazit

    Für Jugendliche aktuelle und wichtige Themen wie Youtube, Spiele oder Smartphones werden mit tiefergründigen Themen wie die erste Liebe oder Pubertät verbunden. Dabei ist „Immer kommt mir das Leben dazwischen“ unheimlich charmant und lustig, denn Karls Leben ist ziemlich turbulent und verrückt. Gleichzeitig ist die Geschichte aber auch sehr charmant und man möchte unbedingt wissen, ob es Karl gelingt, Youtuber zu werden und seine Liebe für sich zu gewinnen.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Mein Leben wurde durch diese Geschichte bereichert


    Klappentext

    „Rosa und Frank begegnen sich am anderen Ende der Welt. Durch Zufall oder weil es so sein soll. Sie sind sich ähnlich und doch grundverschieden – Rosa widersprüchlich, Frank ruhig. Zusammen sind sie nicht nur weniger allein, sondern ziemlich nah dran an vollständig. Sie beschließen, gemeinsam weiterzureisen und einen alten Camper zu kaufen. Doch dann taucht unerwartet Franks bester Freund David auf, und mit ihm ändert sich alles. Sind drei einer zu viel oder hat genau er noch gefehlt? Diese Frage stellt sich immer wieder, während sie zu dritt Tausende Kilometer durch Australiens unendliche Weite fahren, vor ihnen nur der Horizont, über ihnen nichts als Himmel und zwischen ihnen mehr, als Worte je beschreiben könnten.“


    Gestaltung

    Da Rot meine Lieblingsfarbe ist, bin ich von dem Hintergrund und seiner Farbe sehr angetan. Der Rotton ist nicht zu knallig und auffällig, sondern angenehm anzusehen. Die weiße Schrift des Titels sieht davor auch sehr schön aus und die Schriftart gefällt mir dabei auch sehr gut, da sie modern und stylisch aussieht. Zudem passt der filigran gezeichnete, schwarze Rucksack super zum Buchinhalt.


    Meine Meinung

    Der Name Anne Freytag ist vielen Lesern aus dem Jugendbuchbereich mittlerweile ein Begriff. Auch ich habe schon das ein oder andere Buch der Autorin gelesen und mich von ihren Geschichten verzaubern lassen. Daher war ich gespannt, was mich in ihrem neusten Werk „Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte“ erwarten würde. In dem Buch geht es um Rosa und Frank, die sich in Australien begegnen und fortan gemeinsam weiterreisen. Zarte Gefühle entstehen und dann taucht Franks bester Freund David auf, der mit beiden weiterreist…


    Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich in der Geschichte eingefunden hatte und mich voll und ganz auf sie einlassen konnte. Ich kann leider nicht genau benennen, woran dies lag, aber ich brauchte dieses Mal etwas Zeit, bis ich richtig drin war, denn der Anfang fühlte sich für mich ein wenig in die Länge gezogen an. Ab einem gewissen Zeitpunkt merkte ich dann aber, dass ich die Geschichte fühlte und doch in sie eingetaucht war. Und ab diesem Moment ging ich dann auch ganz in dem schönen Schreibstil und der Handlung auf.


    Der Schreibstil von Anne Freytag hat mir wieder sehr gefallen, denn die Autorin schreibt gefühlvoll und emotional und gleichzeitig auch tiefsinnig. So gibt es in der Geschichte viele Sprüche zu entdecken, die man sich am liebsten sofort aufschreiben würde, weil sie wie kleine Weisheiten für das eigene Leben wirken und hilfreich sein könnten. Diese kleinen Botschaften gingen mir nicht nur tief unter die Haut, sondern auch mitten ins Herz! Erzählt wird das Buch dabei abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonisten, was als ich die perfekte Wahl für die Geschichte empfand, denn so konnte ich alle Hauptfiguren näher kennen lernen.


    Der Roadtrip, den die drei Protagonisten unternehmen, war nicht nur sehr schön beschrieben, auch seine Bedeutung und die Themen, die damit in die Geschichte gebracht werden, haben mir sehr gefallen. So geht es nicht nur um Liebe, sondern auch um das Erwachsenwerden und zu sich selber finden. Dabei ist die Handlung ziemlich ruhig, denn sie setzt auf die leisen und gefühlvollen Töne. Eigentlich bin ich eher ein Leser, der es mag, wenn es rasant zugeht und der auch einiges an Action braucht, aber bei „Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte“ überzeugten mich vor allem die Themen und die Tiefgründigkeit der Geschichte.


    Mir haben vor allem die Hauptfiguren Rosa, Frank und David gefallen. Wie ich schon erwähnte wird abwechselnd aus ihren Sichtweisen erzählt. So konnte ich ihre Denkweisen und Gefühle sehr gut verstehen und vor allem auch in Konfliktsituationen neutral bleiben. Mir gefiel dabei vor allem auch die Dynamik zwischen den dreien und die Beziehung, die sich zwischen ihnen entwickelt. Ich fand auch, dass sie sehr echt wirkten, was ich sehr beeindruckend fand.


    Fazit

    Nach kleinen Startschwierigkeiten konnte mich „Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte“ mit seiner Tiefgründigkeit und seinen Themen überzeugen. Erwachsenwerden und das Finden des eigenen Selbst sind hier sehr wichtige Aspekte. Auch die Dynamik zwischen den Figuren und deren Nahbarkeit hat mir sehr gefallen. Obwohl ich ein Leser bin, der es gerne actionreich mag, konnte mich die Ruhe der Geschichte doch überzeugen und mich vor allem durch die Gefühle gut unterhalten.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    Bedrückende, traurige Geschichte die ruhiger ist als erwartet


    Klappentext

    „Stellas einzige Überlebenschance ist eine neue Lunge. Bis es soweit ist, muss sie sich von allem und jedem fernhalten, um ihr ohnehin schwaches Immunsystem nicht zu gefährden. Ohne Ausnahme.

    Will ist ganz anders – er lässt sich nicht unterkriegen und ist bereit, auf volles Risiko zu gehen. Sobald er 18 ist, wird er dem Krankenhaus den Rücken kehren, um endlich mehr von der Welt zu sehen.

    Vor allem aber ist Will jemand, von dem Stella sich fernhalten muss. Wenn er sie auch nur anpustet, könnte sie infiziert werden. Beide könnten sterben. Aber je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr fühlt sich der vorgeschriebene Sicherheitsabstand zwischen ihnen wie eine Strafe an. Wäre ein bisschen mehr Nähe wirklich so tödlich – vor allem, wenn sie verhindert, dass ihre Herzen brechen?“


    Gestaltung

    Vor dem dunkelblauen Hintergrund leuchtet das hellblaue Muster aus verschiedenen Ästen und Zweigen mit den hellrosa Blumen und helleren Blättern. Das Muster erinnert an den Aufbau einer Lunge, was sehr gut zum Inhalt des Buches passt. Neben dem Titel sieht man die hellblauen Schattenumrisse eines Mädchens und eines Jungen, mit etwas Abstand zwischen ihnen. Diese Szene greift sehr anschaulich den wichtigen Abstand zwischen den Personen, welcher im Buch eine große Rolle spielt, auf. Mir gefällt vor allem die Farbwahl des Covers, da sich die Farben toll ergänzen.


    Meine Meinung

    Das Buch zum Film „Drei Schritte zu dir“ hat mich vor allem aufgrund des Abstands, den die Charaktere zueinander halten müssen neugierig gemacht, denn die Protagonisten Stella und Will leiden an Mukoviszidose und dürfen sich nicht gegenseitig anstecken. Darum müssen sie einen Sicherheitsabstand zueinander halten. Aber was passiert, wenn sie sich ineinander verlieben? Können sie diesen Abstand dann noch einhalten?


    Allein schon diese Frage fand ich sehr interessant, aber die Geschichte von Stella und Will wurde durch ihre sehr unterschiedlichen Charaktere noch spannender gemacht. So ist Stella eine wahre Kämpferin, die sich strikt an ihren Therapieplan hält und unbedingt leben möchte. Will hingegen hat die ewigen Therapien satt und möchte endlich die Welt sehen und mehr vom Leben haben. Diese Gegensätzlichkeit und Wills leicht zerstörerische Ader machen die Beziehung der beiden brisant und somit ziemlich spannend.


    Die Handlung fand ich zudem sehr berührend, da der Leser einiges über die unheilbare Erbkrankheit Mukoviszidose erfährt und die Autoren eine unmittelbare Nähe zu den Figuren und vor allem Stella erschaffen. Zwar empfand ich die Handlung zwischenzeitig auch als etwas schleppend und zähflüssig, aber die Gefühlsebene war dafür stets sehr gut ausgearbeitet. Die Emotionen waren für mich transparent und ich konnte sie nicht nur nachvollziehen, sondern teilweise sogar am eigenen Leib nachempfinden. Die Geschichte stimmt beim Lesen wirklich traurig, sodass man sich im Vorfeld am besten darauf einstellt und sich Taschentücher bereitlegt.


    Gut gefallen hat mir die Erzählweise des Romans, denn er wird abwechselnd aus den Perspektiven von Will und Stella erzählt. So wurde es mir erleichtert, mich in beide Charaktere hineinzuversetzen und ihre Gefühle kennen zu lernen. Auch der Schreibstil der Autoren sorgt dafür, dass sich das Buch schnell durchlesen lässt, denn er ist klar und einfach gehalten und verzichtet auf lange Ausschweifungen. Die Kapitel haben zudem eine angenehme Länge, da sie meistens kürzer gehalten sind.


    Fazit

    Auch wenn die Handlung etwas ruhig war und nicht so dramatisch wie ich erwartet hatte, so kann „Drei Schritte zu dir“ mit den beiden sehr gegensätzlichen Hauptfiguren und ihren Gefühlen füreinander überzeugen. Die Frage, ob sie den Abstand überwinden werden, hat mich angetrieben, weiterzulesen und die traurige Stimmung des Buches hat mir mehr als einmal einen Klos im Hals wachsen lassen.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Die Geschichte ist nicht ausbalanciert, denn der Anfang ist viel zu trocken


    Klappentext

    „Die Frauen des mysteriösen Geheimbundes »Black Coats« haben sich geschworen, gewalttätigen Männern eine Lektion zu erteilen. Als Thea eine Einladung erhält, sieht sie endlich ihre Chance gekommen, sich am Mörder ihrer Cousine zu rächen. Doch die Vergeltungsaktionen eskalieren und Thea zweifelt am Sinn ihrer Mission: Sorgt Rache wirklich für Gerechtigkeit? Kann sie noch aussteigen – oder ist es längst zu spät?

    Ein atemberaubender Mädchenthriller um Schuld, Rache und Gerechtigkeit.“


    Gestaltung

    Das Cover ist hauptsächlich in den Farben Schwarz und Grau gehalten, sodass der gelbe Titelschriftzug richtig leuchtet. Die schwarze Farbe passt sehr schön zu der im Buch wichtigen Frauengruppe mit ihren schwarzen Mänteln. Die vier Mädchengesichter greifen auch die Rolle der Frauen und die Protagonistinnen auf. Allerdings sind es im Buch fünf Mädchen, die ein Team in der Gruppe bilden, sodass ich hier ein Gesicht vermisse.


    Meine Meinung

    Da ich gerne Jugendthriller lese und der Klappentext von „The Black Coats“ sehr spannend klang, wollte ich die Geschichte von Thea gerne lesen. Thea hat ihre Cousine verloren und ist seitdem ein Schatten ihrer selbst. Bis sie von der Geheimgesellschaft der „Black Coats“ eine Einladung erhält. Sie schließt sich der Frauengruppe an, die dafür sorgt, dass Frauen, denen Verbrechen widerfahren sind, Gerechtigkeit erfahren. Im Team Banner wird Thea gemeinsam mit anderen Mädchen trainiert, sie führen Vergeltungsaktionen durch und dabei wachsen in Thea nach und nach Zweifel. Ist die Organisation wirklich das, was sie vorgibt zu sein?


    Ich muss sagen, dass mir der Einstieg in die Geschichte ungemein schwer gefallen ist. Ich habe ein wenig die Spannung vermisst, denn es dauert wirklich gut die Hälfte bis die Geschichte in Fahrt kommt. So ist gerade der Anfang des Buches eine Einführung von Thea, ihrem Freund Drew und den Black Coats. Es passiert einfach nicht viel außer Training und Gespräche. Ich musste hier wirklich durchhalten und mich anstrengen, weiterzulesen.


    Ich war dabei froh um den wirklich angenehmen Schreibstil der Autorin, denn Colleen Oakes schreibt mit leicht verständlichen Sätzen und sie bringt das Wichtigste auf den Punkt. So gibt es nicht allzu viele Beschreibungen oder ausschweifende und detailreiche Erklärungen, worum ich wirklich froh war. Auf diese Weise konnte ich dem personalen Erzähler, der Theas Erlebnisse schildert gut folgen. Dabei ist der Stil der Autorin eher kühl und sachlich, denn die Gefühlsebene wird zwar angeschnitten, aber nicht so eingehend beschrieben.


    Die Handlung empfand ich als nicht ganz ausbalanciert, denn sie ist in zwei Teile gegliedert und während im ersten Teil lange Zeit auf die Einführung von allem verwendet wird, ist die gesamte Spannung im zweiten Teil gelagert. Ich war wirklich froh, dass ich nach anfänglichen Schwierigkeiten durchgehalten hatte, denn ich wurde mit einiger Spannung belohnt. Es gab einige spannende Vergeltungsaktionen der Mädchen, die aufgelockert wurden durch Theas Beziehung zu Drew, die für süße Momente sorgten. Zudem gab es eine interessante Verschwörung und einige Geheimnisse, die das Ende des Buches zu einem atemlosen Showdown gemacht haben.


    Manches ist für mich zwar im Eifer des Gefechts etwas untergegangen und so nicht ganz verständlich geworden, aber die Idee der Geheimorganisation, die für Rechte von Frauen kämpft und vor allem all die damit verbundenen Gefahren und Verschwörungen im zweiten Teil haben dies wettgemacht. Das Ende war ziemlich brutal und vor allem gefährlich, sodass beim Lesen ein Sog entsteht, der für Spannung sorgt. Dies hätte ich mir schon eher gewünscht, damit auch der erste Teil mich überzeugt hätte.


    Die Figuren fand ich interessant, denn gerade die Mädchengruppe um Protagonistin Thea hat einiges durchgemacht, da jedes Mädchen eine Bürde aus ihrer Vergangenheit mit sich trägt. Diese herauszufinden, fand ich spannend. Thea konnte ich zwar verstehen und ich mochte ihren Mut, aber ihr Verhalten gegenüber Drew hat mir persönlich nicht gefallen. Drew ist ein unheimlich netter Junge, der vor Lebensfreude sprüht und Thea stößt ihn immer wieder vor den Kopf. Versetzt ihn einfach so, stellt ihre Bedürfnisse über seine und erst am Ende konnte ich ihr verzeihen, weil sie sich dann endlich Drew gegenüber so verhalten hat, wie ich es mir von Anfang an gewünscht habe. Es mag sein, dass ich ein wenig zu streng mit Thea bin, weil ich Drew von der ersten Sekunde an so gerne mochte, aber wenn ihr „The Black Coats“ lest, werdet ihr bestimmt noch besser verstehen, wieso Drew solche Gefühle in mir auslöst.


    Fazit

    Der Einstieg in „The Black Coats“ fiel mir wirklich schwer, weil sich die Handlung in meinen Augen im ersten Teil nur so dahinschleppt. Der zweite Teil ist dafür ungemein spannend und feurig vor lauter Gefahren. So fand ich die Geschichte nicht ganz ausbalanciert, da ich gerne schon eher etwas von dem Nervenkitzels des Endes gespürt hätte. Die Figuren waren spannend und vor allem Drew hat mir richtig gut gefallen, weil er wie ein Lichtblick in all dem Dunkel ist. Im zweiten Teil gab es einige überraschende Enthüllungen, die zu einem brenzligen und dramatischen Ende geführt haben, was mir echt gut gefallen hat.

    Ganz knappe 4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Ein Spiel aus Verunsicherung und Sicherheit bezüglich der Tat der Protagonistin


    Klappentext

    „Du siehst aus wie ein Mensch. Du sprichst wie ein Mensch. Aber kannst du auch fühlen wie ein Mensch?

    Verborgen hinter einem großen Tor liegt The Kingdom, ein atemberaubender Fantasy-Erlebnispark mit biotechnischen Lebewesen voller Schönheit und Einzigartigkeit. Unter ihnen sieben makellose Prinzessinnen, die dir jeden Wunsch erfüllen. Szenenwechsel – Gerichtssaal: Prinzessin Ana soll den Parkangestellten Owen ermordet haben, für den sie Gefühle hatte. Doch sind künstliche Intelligenzen wirklich in der Lage, Emotionen und eine eigene Moral zu entwickeln? Ein Jahrhundertprozess beginnt, in dessen Verlauf nicht weniger als die Frage nach Schuld und Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert verhandelt wird.“


    Gestaltung

    Ich bin beeindruckt vom Cover. Die Haptik gefällt mir sehr gut, weil sich der Schutzumschlag ein wenig rau anfühlt und aus stabilem Material ist. Auch mag ich die Farbgebung sehr gerne, denn obwohl das Cover sehr düster aussieht, sorgen die helleren Farbnuancen und Lichtpunkte für eine schöne Betonung der Frau. Diese sieht mit ihren hervorblitzenden technischen Besonderheiten sehr auffällig und interessant aus!


    Meine Meinung

    Da mich die Leseprobe überzeugen konnte, wollte ich „The Kingdom“ unbedingt lesen, denn auch die Idee der Geschichte fand ich richtig faszinierend. In dem Buch geht es um Ana, eine der sieben wunderschönen Prinzessinnen eines Erlebnisparks namens The Kingdom. Sie ist eine künstliche Intelligenz, die Gefühle entwickelt hat und die vor Gericht steht. Die Anklage: sie soll Owen ermordet haben, in den sie sich verliebt hatte…Ist Ana wirklich so weit gegangen?


    Direkt bei den ersten Seiten konnte „The Kingdom“ mich anziehen, denn ich hatte das Gefühl, dass ich immer faszinierter von der Geschichte wurde, je weiter ich las. Die Idee von The Kingdom, dem Erlebnispark, in dem biotechnische Lebewesen der Unterhaltung dienen, fand ich wirklich einfallsreich. Manchmal war ich aber auch schockiert, was in diesem Park alles hinter den Kulissen passiert, obwohl die Dinge oft auch nah an der Realität waren. Hier wurde auch stark mit Gegensätzen wie zum Beispiel Bewunderung und Abneigung gearbeitet, die den Erlebnispark zu einem verqueren Schauplatz haben werden lassen, dem man sich nicht so leicht entziehen kann.


    Etwas schwer getan habe ich mich anfangs mit der Erzählweise des Buches, denn es wird oft gewechselt zwischen verschiedenen Kapiteln, Zeiten und Gerichtsprotokollen. Hier musste ich erst in einen „Flow“ kommen. Gleichzeitig fand ich aber die Strukturierung und Umsetzung dieser verschiedenen Erzähl-„Schichten“ richtig gut, denn so wusste ich als Leser stets mehr als die Figuren, wodurch ich über bestimmte Zusammenhänge und Handlungen gerätselt und spekuliert habe.


    Zudem kam eine gewisse Verunsicherung hinzu, da ich mir nie sicher war, welcher Aussage ich nun trauen kann und was wirklich hinter allem steht. Ich hatte zwar eine Vermutung derer ich mir auch sehr sicher war, aber dennoch blieb stets tief in meinem Inneren eine gewisse Unsicherheit, ob ich mir nicht doch zu sicher bin. Hierdurch war meine Neugierde stets hoch, da ich mehr über die Verstrickungen wissen wollte und ob meine Vermutungen richtig waren. Die Handlung ist jedoch nicht nur hierdurch sehr spannend und anziehend, sondern auch durch einige Überraschungen zum Schluss und die Charaktere.


    Ana war als eine der Prinzessinnen von The Kingdom und somit als eine KI eine sehr interessante Protagonistin, da sie sich langsam verändert und anders ist als die anderen. Sie entwickelt sich und als Leser ist man hautnah dabei, wie sich zwischen ihr und Owen zarte Bande entwickeln. Dabei schwebt stets die Frage mit, ob sie ihn ermordet haben kann oder nicht… und je besser man die beiden kennen lernt, desto unsicherer wird man sich eigentlich hinsichtlich der Antwort auf diese Frage. Die schlussendliche Auflösung fand ich glaubwürdig und authentisch, wobei es mir gefiel, dass sie trotz manch offener Frage auch Überraschungen bereit hielt.


    Fazit

    Alles in allem fand ich „The Kingdom“ sehr fesselnd und faszinierend, da die Idee mit dem Erlebnispark mit biotechnischen Lebewesen anziehend war. Auch wenn ich erst in einen Flow finden musste, so konnte mich die Erzählweise des Buches doch überzeugen, weil sie dafür gesorgt hat, dass ich neugierig war und blieb. Vor allem durch dieses gewisse "Mehr" an Wissen, das wir Leser haben, habe ich viel gerätselt und spekuliert. Auch kommt hierdurch eine gewisse Verunsicherung ins Spiel, da ich mir nie sicher war, wem ich trauen kann und auf welche Aussage verlass ist. Das war echt gut gemacht!

    4 von 5 Sternen!


    Fazit

    Reihen-Infos

    Einzelband

    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Intensive Geschichte mit großem Nachdenk-Faktor


    Klappentext

    #sexwiththebest

    Viola und Leon sind beste Freunde – bis sie nach einem gemeinsamen Konzertbesuch die Nacht miteinander verbringen. Für Leon ist dies die Erfüllung all dessen, was er sich heimlich ersehnt hat. Doch Viola packt die Panik, dass sie wie früher wieder nur auf jemanden hereingefallen sein könnte. Am Morgen verlässt sie deshalb ohne Nachricht Leons Wohnung. Doch Leon kann und will Violas Verschwinden nicht so einfach hinnehmen und versucht herauszufinden, warum sie vor ihm wegläuft.“


    Gestaltung

    Das Cover finde ich total interessant mit dem Foto eines Mädchenkopfes, welcher von der Seite angestrahlt wird. Durch den schwarzen Hintergrund wirkt es so, als sei tiefste Nacht, in welcher nur wenig Licht herrscht. Man sieht durch den Lichteffekt nur die Umrisse des Mädchens und die Farbe ihres Haares, aber nicht ihr Gesicht. Die vielen kleinen Lichtpunkte, die den Titelschriftzug umschwirren, erinnern an Sterne und Glühwürmchen, was super zum Titel passt!


    Meine Meinung

    Nicht nur das Cover hat mich sofort magisch angezogen, sondern auch der neugierig machende Titel und interessant klingende Klappentext, denn in „So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt“ geht es um die beiden besten Freunde Viola und Leon, die nach einem Konzert miteinander schlafen. Während Leon sich darüber freut, verfällt Viola in Panik und flüchtet. Leon lässt jedoch nicht locker und möchte herausfinden, was mit Viola los ist.


    Zuallererst möchte ich den schönen Schreibstil von Autorin Maike Voß loben, denn dies ist ihr Debütroman und er ist so eindringlich und emotional geschrieben, dass er mir oftmals eine Gänsehaut beschert hat. Die Autorin beschreibt die Geschichte intensiv und mit sprachlichen Bildern, die das Gelesene schön veranschaulichen. Auch die Atmosphäre im Buch fand ich sehr greifbar beschrieben, da ich die Anspannung und Bedrückung teilweise wirklich spüren konnte.


    Die Handlung fand ich sehr gefühlsbetont und besonders. Besonders vor allem deswegen, weil die Geschichte zum Nachdenken anregt und nicht einfach eine 0815-Liebe behandelt. Die Protagonisten Viola und Leon sind beste Freunde, die mehr als nur Freundschaft füreinander empfinden und doch kann Viola sich nicht darauf einlassen. Ich fand es spannend, dass ich erst nach und nach erfuhr, wieso dem so ist. Auch habe ich mit Leon gelitten, als Viola vor ihm flüchtet. Ich war also vollends in der Geschichte gefangen, aber ich muss auch sagen, dass es mir stellenweise doch etwas zu ruhig war. Zwar ist die Handlung in sich stimmig und passend für die Aussage des Buches, aber für mich hätte ruhig etwas mehr passieren können.


    Richtig gelungen fand ich den Aufbau der Handlung und Erzählperspektiven, denn in meinen Augen ist die Geschichte klug erzählt. So schildern Viola und Leon abwechselnd aus ihrer Sichtweise die Geschehnisse, was mir ermöglichte, beide Perspektiven auf die Situation einnehmen und beide Charaktere besser verstehen zu können. Zudem gibt es immer wieder Rückblenden, die Violas Gefühle verdeutlichen und klarer werden lassen und solche, die zeigen, wie Viola und Leon sich kennen gelernt haben.


    Auf diese Weise wurden mir die Figuren auch viel näher gebracht, wodurch ich das Gefühl hatte sowohl beim Kennenlernen der beiden dabei gewesen zu sein als auch beide Charaktere schon lange zu kennen. Tatsächlich fühlte ich mich Leon ein klein wenig näher, weil er zuerst vor den Kopf gestoßen wurde und ich so mit ihm gelitten habe, während ich über Violas Hintergründe erst nach und nach mehr erfuhr. Mit jeder weiteren Seite schloss ich aber auch sie immer weiter in mein Herz.


    Fazit

    Mit „So sieht es also aus wenn ein Glühwürmchen stirbt“ hat Maike Voß ein intensives, emotionales Debüt erschaffen, das mich richtig nachdenklich stimmte. Die Atmosphäre im Buch ist bedrückend und sehr greifbar. Die Charaktere machen einiges durch und dabei fühlte ich als Leserin stets mit ihnen mit, wobei mir persönlich die Handlung manchmal etwas zu ruhig war. Dennoch regte sie mich sehr zum Nachdenken an und berührte mich.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Unglaublich spannendes Debüt mit vielen fesselnden Wendungen


    Klappentext

    „Emilios Welt ist geteilt. Auf der einen Seite das reiche Asaria. Auf der anderen Seite Cainstorm Island, überbevölkert, arm und von Gewalt zerfressen. Dort kämpft der 17-Jährige, umgeben von brutalen Gangs, gegen die Schulden seiner Familie. Eines Tages spricht ihn ein Mitarbeiter von Eyevision an und bietet Emilio einen Deal. Emilio willigt ein, sich einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen. Dieser Chip ist an seinen Sehnerv angeschlossen und überträgt jeden Tag eine halbe Stunde lang, was Emilio sieht. Seine Videos, waghalsige Kletter- und Trainsurf-Aktionen, kommen an, die Zuschauerzahlen steigen langsam. Bis sein Leben eine unvorhergesehene Wendung nimmt: Emilio gerät in das Gebiet einer Gang und tötet einen der Anführer in Notwehr. Live und auf Sendung. Das Video verbreitet sich rasend schnell und Emilio wird zum Gejagten. Und zwar nicht nur von der Gang, sondern auch von Eyevision, die sehr eigene Pläne mit Emilio haben.“


    Gestaltung

    Passend zum Buchinhalt ziert die Covermitte der schwarze Umriss eines Auges, welches ernst den Betrachter des Covers anschaut. Da in dem Buch das Sehen eine wichtige Rolle spielt, finde ich dieses Motiv sehr passend gewählt. Die gelbe Farbe des Hintergrundes mit den leicht bläulichen Verzierungen hebt das schwarze Auge nur noch mehr hervor. Zudem sieht der Hintergrund aus wie eine alte Wand, was wie ich finde recht gut zum Setting des Buches passt. So vermittelt das Cover schon die perfekte Stimmung für das Buch.


    Meine Meinung

    Da der Klappentext einiges an Spannung versprach, hat er mein Interesse sofort geweckt. In „Cainstorm Island – Der Gejagte“ geht es um Emilio, welcher die Schulden seiner Familie begleichen möchte. Im Armenviertel kämpft er täglich ums Überleben. Dann geht er einen Deal mit einer Firma ein, die ihm einen Chip implantiert, welcher mit seinem Sehnerv verbunden ist. So wird täglich live übertragen, was Emilio sieht. Auch dann, als er aus Notwehr den Anführer einer Gang tötet. Ab diesem Zeitpunkt wird Emilio zum Gejagten, sowohl von der Gang als auch von der Firma, die ihm den Chip implantiert hat…


    Mich hat die Welt, die Autorin Marie Golien geschaffen hat, sehr fasziniert, denn es stehen sich sehr gegensätzliche Seiten gegenüber. Zum einen ist da das wohlhabende und reiche Asaria, zum anderen gibt es auch Cainstorm Island, welches von Armut und Gewalt gekennzeichnet ist. Es ist leicht verständlich, dass diese Parteien nicht gut miteinander klar kommen und dass Wut und Hass überdeutliche Gefühle sind. Gerade bei Emilio und seinen Freunden in Cainstorm Island. Ich hätte mir bezüglich des Settings nur gewünscht, dass ein wenig genauer auf die Entstehung dieser Gesellschaft eingegangen wäre. Ein wenig mehr Hintergründe und Entwicklungen, die zum momentanen Stand im Buch geführt haben, hätten mich sehr interessiert.


    Die Figuren fand ich auch gut dargestellt, denn vor allem Emilio war ein sehr beeindruckender Charakter. Bei ihm stehen seine Familie und deren Sicherheit über allem und er würde wirklich alles tun, um sie zu schützen. Er ist aufrichtig und ehrenhaft und aufgrund dieses Wunsches der Sicherheit seiner Familie tut er alles – eben auch eine Chip-Implantation. Dadurch wird zwar für ihn und seine Familie nichts besser (eher im Gegenteil), aber sein Mut und sein Wille, seine Liebsten zu schützen, sind unglaublich greifbar und sehr beeindruckend.


    Die Handlung empfand ich als durchweg spannend. Zunächst tauchte ich mitten in das Geschehen ein, lernte die Unterschiedlichkeit des Settings kennen und begleitete Emilio dann dabei, wie er sich auf den Deal mit Eyevision einließ. Ab diesem Zeitpunkt klebte ich geradezu an Emilios Geschichte, denn es gab so viele mögliche Verläufe seiner Geschichte, dass ich gar nicht vorausahnen konnte, wie es mit ihm weitergehen würde. Besonders gelungen empfand ich dabei, wie die Autorin immer wieder überraschende und vor allem unerwartete Wendungen in die Handlung eingeflochten hat, denn durch diese wurde ich immer wieder erstaunt und eiskalt erwischt. Das Ende des Buches gipfelt in einem recht offenen Cliffhanger, welcher dafür sorgt, dass man sich wünscht, sofort zum nächsten Band greifen zu können…


    Fazit

    In meinen Augen ist „Cainstorm Island – Der Gejagte“ ein spannender Auftakt einer dystopisch angehauchten Thriller-Reihe, die nicht nur durch das offene Ende dafür sorgt, dass man unbedingt weiter lesen möchte. Die Handlung ist immens spannend und überzeugt durch immer neue Wendungen und Entwicklungen. Das Setting fand ich auch sehr ansprechend, da hier Gegensätze dargestellt werden, durch die die Emotionen der Charaktere sehr gut greifbar werden, wobei ich mir gewünscht hätte, noch mehr über den Weltenaufbau hinsichtlich seiner Hintergründe zu erfahren.

    Gute 4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband (?)

    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Ich konnte furchteinflößende Entwicklungen der Welt hautnah erleben!


    Klappentext

    „Die 15-jährige Sam lebt in Großbritannien nach dem Brexit wie in einem goldenen Käfig. Hohe Mauern schirmen sie vor bettelnden Familien in den Straßen Londons ab. Panzerglas schützt sie vor den zahlreichen Bombenanschlägen. Auf Empfängen lächelt sie zu den Reden ihres Politiker-Vaters. Doch als Sam die zwei Jahre ältere Ava kennenlernt, erwacht sie aus ihrer Erstarrung: Wieso gibt die Regierung den Jugendlichen die Schuld am Terror im Land? Warum kontrolliert die Polizei plötzlich ihre Handys und jede ihrer Bewegungen? Wohin verschwinden so viele Mädchen aus ihrer Schule? Sam und Ava fühlen sich, als würde ihnen die Luft zum Atmen genommen und sie wollen sich wehren. Doch die Freundinnen ahnen nicht, dass sie schon bald zum Spielball von Terroristen und Politikern werden ...“


    Gestaltung

    Passend zur Trilogie ziert auch das Prequel ein Mädchengesicht, das direkt in die Kamera und somit auch in die Augen des Betrachters zu schauen scheint. Der Blick des Mädchens wirkt auf mich neutral, wobei ich vor allem ihre vollen Lippen und ihre grün-blauen Augen gerne mag. Die Schrift des Titels erinnert mich an ein Graffiti und so hebt sich der Schriftzug von dem der Trilogie ab, was gut passt, da es sich bei dieser Geschichte um eine Art Zusatzband handelt.


    Meine Meinung

    „Exit now“ ist die Vorgeschichte zur „Gelöscht“-Trilogie von Teri Terry und so erfahren wir nun direkt aus erster Hand wie es in der Welt zuging, bevor diese begann sich zu verändern. In dieser Zeit begleitet der Leser Sam, die Tochter eines Politikers, die gut behütet und beschützt in Großbritannien lebt. Als sie Ava trifft, beginnt Sam die Dinge im Land zu hinterfragen und so regt sich auch in ihr der Widerstand…


    Was mich an der Geschichte total überzeugt hat, war der aktuelle Bezug zur momentanen Situation mit dem Brexit und wie gut diese Geschehnisse in den Roman eingearbeitet wurden. In „Exit now“ werden momentane Ereignisse beschrieben und aufgegriffen, wobei in meinen Augen auch Leser ohne viel Wissen um die Brexit-Angelegenheit sich super zu Recht finden. Dabei zeigt sich die Situation in England alles andere als friedlich, denn das Land ist in Aufruhr, da viele Aktivisten und Gruppierungen den Entscheid nicht befürworten.


    Teri Terry stellt die Atmosphäre im Land sehr greifbar dar und vermittelt so auch gut die Gefühle derer, die mit dem Brexit unzufrieden sind. Diese Stimmung hat die Autorin in meinen Augen gut rübergebracht, denn durch die Aktualität der Handlung wird das Setting sehr real. Die Vorstellung einer Entwicklung der Welt in diese Richtig war durch die Beschreibungen von Frau Terry beängstigend und furchterregend. Ich jedenfalls hatte mehr als einmal Gänsehaut auf den Armen.


    Ich denke vor allem da ich die Trilogie schon kenne, hat mich „Exit now“ mit den Ereignissen gefesselt, die zu der Welt von „Gelöscht“ geführt haben. Man erfährt Hintergründe sowie Ereignisse, die für das Zustandekommen der dystopischen Welt verantwortlich sind und zu dieser geführt haben. Dies verleiht der Trilogie noch um einiges mehr an Tiefe und lässt mich nochmal mit tiefergehendem Blick auf die Trilogie blicken. Deswegen finde ich rückblickend, dass die Reihenfolge in der ich die Bücher gelesen habe super ist: erst die Trilogie, dann die Vorgeschichte (auch wenn man es auch andersherum lesen kann).


    Mir gefiel die Darstellung der Gefühlswelt von Sam auch sehr gut, denn sie ist hin und hergerissen zwischen der Loyalität zu ihrer Familie und ihren eigenen Ansichten bezüglich des Systems. Auch ihre Freundschaft zu Ava, die sich entwickelt, gefiel mir, da diese Lichtblicke in die recht düstere Handlung brachte. Die beiden Mädchen sind dabei auch recht unterschiedlich, denn während Sam aus wohlhabenden Verhältnissen kommt, sind Avas Hintergründe genau gegenteilig. Diese unterschiedliche Herkunft macht die Freundschaft nochmals interessanter, denn so wird Sam erst dazu angestoßen, gründlicher über ihre Umwelt nachzudenken.


    Fazit

    Mit „Exit now“ überzeugte mich Teri Terry durch den Bezug zu den aktuellen Ereignissen hinsichtlich des Brexit, welche auf interessante Weise dargestellt und in eine dystopische Richtung gewendet wurden, die bei mir eine Gänsehaut erzeugt hat. Ich fand es spannend, einer Geschichte zu folgen, in der ich erfahren konnte, wie die Welt sich zu einem dystopischen Setting entwickelt. Dabei mochte ich die Protagonistin gerne und die Beziehung zwischen ihr und ihrer Freundin. Auch die im Buch erzeugte Stimmung hat mich wieder in ihren Bann gezogen!

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    0. Exit now

    1. Gelöscht

    2. Zersplittert

    3. Bezwungen

    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Es geht genauso spannend weiter!


    Klappentext

    „Arlo freut sich auf einen Sommer voller Abenteuer mit Indra und Wu im Camp Rote Feder. Doch schon vor den Ferien geraten die Freunde in Gefahr: Mächte von außerhalb der Long Woods lauern auf einen mysteriösen Gegenstand, den nur Arlo finden kann. Ein lang gehütetes Geheimnis führt ihn schließlich auf die andere Seite des Mondsees. Und dort ist nichts mehr wie es war ...“


    Gestaltung

    Das Cover finde ich noch gelungener als das des ersten Bandes, da ich die dargestellte Szenerie sehr gerne mag. Es gefällt mir dass der See und die Schlucht im Hintergrund, auf der sich Schattenfiguren entgegenstehen, das Bild sehr schön einrahmen. Das Cover ist sehr detailreich und es gibt viel zu entdecken, was schon erste Hinweise auf die Geschichte gibt.


    Meine Meinung

    Bereits der erste Teil der „Arlo Finch“-Reihe hatte mir sehr gut gefallen, sodass ich mit Freuden und gespannter Erwartung zum zweiten Teil gegriffen habe. In „Im Bann des Mondsees“ sind endlich Sommerferien und Arlo freut sich auf seine Zeit im Camp Rote Feder. Doch geheimnisvolle Mächte wollen einen Gegenstand, den anscheinend nur Arlo auftreiben kann. So stößt er auf ein Geheimnis, das ihn an den Mondsee führt…


    Interessant fand ich den Einstieg in die Geschichte, da der Leser mitten in die Handlung hineingeworfen wird und so erstmal ein paar Fragen in seinem Kopf herumschwirren. Mir gefiel dieser Anfang gut, da hier direkt Spannung erzeugt und meine Aufmerksamkeit auf die Geschichte gezogen wurde. Von diesem Startpunkt aus entsteht wieder eine Geschichte, die nicht nur voller Magie ist, sondern auch voller Geheimnisse und Rätsel.


    So konnte ich mich an der Seite von Arlo wieder auf die Suche nach Antworten begeben, gemeinsam mit ihm rätseln und nach der Aufklärung aller Geschehnisse suchen. Meine Spürnase und mein Detektor für Mysteriöses haben hier voll ausgeschlagen und ich bin was das Spekulieren und Vermutungen aufstellen angeht richtig auf meine Kosten gekommen. Wer also bei einer Geschichte gerne miträtselt, der ist hier genau richtig!


    Wie schon im ersten Band ist die Geschichte eine Kombination von magischen Welten mit der Realität, was Autor John August auf kreative Weise gelöst hat, denn nur Kinder und Jugendliche können magische Wesen und Orte wahrnehmen. Mir gefällt diese Idee nach wie vor richtig gut und auch in diesem Band war die Umsetzung meiner Meinung nach wieder sehr gut gelöst. Dabei finde ich auch das Setting der Geschichte total zauberhaft, denn Long Woods ist ein sehr atmosphärischer (und magischer) Ort.


    Der Schreibstil des Autors sorgt dabei dafür, dass sich die jeweilige Stimmung des Buches sehr gut auf den Leser überträgt – seien es nun ein magisches Knistern, Spannung zum Luftanhalten oder prickelnde Geheimnisse. Der personale Erzähler folgt Arlos Erlebnissen, wobei ich es sehr gelungen fand, wie Arlos Gedanken immer wieder eingeworfen wurden, wenn er sich beispielsweise Fragen stellte. Zudem mochte ich die kurzen Sätze, die der Autor an genau die passenden Stellen gesetzt hat, da durch diese eine gewisse Rasanz beim Lesen erzeugt wird, die oftmals der gerade erlebten Situation entsprach.


    Fazit

    Mit „Im Bann des Mondsees“ geht die Arlo Finch-Reihe geheimnisvoll und spannend weiter! Es gibt neue Rätsel, viele Informationen über Magie und eine schöne, greifbare Atmosphäre. Mir gefiel es, dass ich an der Seite von Arlo Geheimnissen auf die Spur kommen konnte und so immer interessiert bei der Sache war. Auch der Schreibstil von John August war wieder sehr angenehm, da er mit seinen gewählten Worten die beschriebenen Situationen untermalt hat und die Gefühle transportiert hat.

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Arlo Finch – Im Tal des Feuers

    2. Arlo Finch – Im Bann des Mondsees

    Wie schön, dass es ein Spin Off für Zayne gibt!


    Klappentext

    „Zayne hat viel durchgemacht: Der attraktive Gargoyle-Wächter mit den eisblauen Augen hat seine große Liebe Layla an den Dämonenprinzen Roth verloren, und sein Vater ist im Kampf gefallen. Doch Zayne kann sich nicht länger in seinem Schmerz vergraben, denn ein unbekanntes Wesen macht Jagd auf die Wächter. Um diese Bedrohung aufzuhalten, wendet er sich an einen anderen Gargoyle-Clan. Zu seiner Überraschung lebt dort eine Sterbliche - Trinity, bei der sein Herz wieder etwas fühlt. Aber sie umgibt ein Geheimnis. Hängt es womöglich mit den Angriffen auf die Gargoyles zusammen?“


    Gestaltung

    Mit dem braungold hebt sich das Cover dieses Mal farblich von den ersten drei Bänden etwas ab, da es heller und wärmer ist. Das verschlungene Symbol auf der Covermitte sieht ein wenig so aus wie Dämonenhörner, was gut zur Reihe passt. Auch dieses Cover schimmert dabei wieder metallisch, was ich echt cool finde und gerne mag.


    Meine Meinung

    Die „Dark Elements“-Trilogie habe ich gerne gelesen, weil mir die Idee der Gargoyle-Wächter gut gefallen hat. Nachdem Zayne in der Trilogie kein Happy End bekommen hat, freute es mich sehr, als ich sah, dass es einen weiteren Band gibt, der sich um ihn dreht. So geht es in „Glühende Gefühle“ darum, wie ein geheimnisvolles Etwas die Wächter jagt und Zayne versucht, es aufzuhalten. Er sucht Unterstützung bei einem anderen Gargoyle-Clan, wo er auf Trinity trifft, die bei ihm Gefühle auslöst, an die er schon nicht mehr geglaubt hat…


    Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Trinity, was ich ziemlich cool fand, denn nach dem Klappentext hatte ich damit gerechnet, dass Zayne die Geschichte erzählen würde. So wurde ich durch Trinitys Augen in ihr Leben bei den Wächtern eingeführt, welches durch den Besuch des Washingtoner Clans (samt Zayne) etwas aus den Fugen gerät. Trinitys Perspektive hat mich nicht nur überrascht, sondern auch mein Interesse geweckt, da zunächst im Unklaren bleibt, was genau sie ist.


    Dieses Rätsel um Trinitys Besonderheit sorgt also einerseits für große Spannung, da ich unbedingt wissen wollte, was mit ihr ist. Andererseits wird die Geschichte hierdurch zu Beginn aber auch etwas träge, da zwar kleine Hinweise gegeben werden, was mit ihr ist, aber man nicht wirklich miträtseln kann. Es dauert lange, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt und bis sie und Zayne sich kennen lernen, aber nach diesem schleppenden Beginn wird es dann zum Glück doch spannend.


    Wie für Jennifer L. Armentrout und die Dark Elements-Reihe üblich gibt es hier wieder ein rauschendes Prickeln und Knistern zwischen den beiden Protagonisten. Zayne ist allerdings zurückhaltender und gerade das macht dieses Mal irgendwie den Reiz der Geschichte aus. Beim Lesen habe ich genau gespürt, dass er und Trinity sich mögen, aber zwischen beiden war es, als hätten sie die Handbremse angezogen. Dies weckte in mir das Bedürfnis, Zayne in die richtige Richtung schieben zu wollen, was irgendwie unterhaltsam war.


    Die Handlung hatte aber nicht nur die gewisse Portion Liebe aufzuweisen. Sie war auch sehr spannend und gespickt mit einigen Wendungen, die ziemlich erstaunlich waren. Vor allem aber mit dem Ende habe ich nicht gerechnet, denn es ist ein Cliffhanger, der Raum für eine Fortsetzung lässt. Es ist jetzt nicht ein Cliffhanger der wirklich gemeinen Sorte, da es schon ein Ende an sich gibt, aber dennoch ist einiges offen geblieben, das neugierig auf weitere Entwicklungen macht.


    Fazit

    Ich fand es klasse, dass Frau Armentrout sich an ein Spin Off zu ihrer „Dark Elements“-Trilogie herangewagt hat. Die neue Protagonistin Trinity fand ich interessant und es war süß, wie sie und Roth miteinander harmoniert haben. Den Beginn des Buches fand ich etwas schleppend, dafür hat mich das Ende damit überrascht, dass es eine Fortsetzung geben könnte.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Dark Elements 01 – Steinerne Schwingen

    2. Dark Elements 02 – Eiskalte Sehnsucht

    3. Dark Elements 03 – Sehnsuchtsvolle Berührung

    4. Dark Elements 04 – Glühende Gefühle

    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Ich mochte den Humor und die Turbulenz der Geschichte sehr!


    Klappentext

    „Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen, das wär’s! Früher war Lina überzeugt, dass sie das kann und eine echte Glücksbringerin ist: Um sie herum gingen urplötzlich geheime Wünsche in Erfüllung. Doch das ist schon lange her. Und was genau es war, das die Wünsche wahr werden ließ, hat Lina nie herausgefunden. Schade eigentlich, denn nun hat sie selbst einen riesengroßen Wunsch: Sie will sich endlich, endlich richtig verlieben, mindestens auf den ersten Blick! Wild entschlossen versucht sich Lina wieder an der Sache mit den Wünschen. Leider enden all ihre Experimente im größten Chaos ...“


    Gestaltung

    Die goldenen Buchdeckel unter dem roten Schutzumschlag leuchten durch mehrere transparente Auslassungen geradezu durch den roten Hintergrund hindurch. Mir gefällt die Farbkombination aus rötlichem Schutzumschlag und goldenen Buchdeckeln sehr gut. Außerdem mag ich das Covermotiv echt gerne, denn die mit den goldenen Blättern wegwehenden Haare des Mädchens deuten in gewisser Weise Magie an und auch der vor den Mund gehaltene Finger zeigt Geheimnisse an. Den Zeichenstil mag ich zudem auch sehr gerne.


    Meine Meinung

    Ich habe schon viel von Dagmar Bach und ihrer Zimt-Reihe gehört, diese Bücher aber noch nicht gelesen. Dennoch war ich neugierig auf „Glück & los!“, da mich das Wunschthema fasziniert hat. Für all diejenigen, denen es ähnlich geht: ich kann euch versichern, dass ihr diese Reihe auch ohne Wissen aus der Zimt-Reihe versteht. In „Glück & los“ geht es nämlich um Lina, eine neue Protagonistin. In ihrer Umgebung sind Wünsche schon immer wahr geworden, auch wenn dies schon länger nicht mehr passiert ist. Da Lina selber einen großen Wunsch hegt, experimentiert sie mit ihrer Wünschegabe mit ungeahnten Folgen…


    Nachdem ich nun „Glück & los!“ gelesen habe, kann ich die Begeisterung, die um die Zimt-Reihe herrscht, vollends nachvollziehen. Mich hat „Glück & los!“ von der ersten Seite an richtig gut unterhalten und gefesselt. Dies lag zum einen an dem erfrischenden Schreibstil von Dagmar Bach. Die Autorin baut humorvolle Momente ein und schreibt sehr anschaulich, sodass ich beim Lesen gefühlt die ganze Zeit ein dickes Grinsen im Gesicht hatte. Erzählt wird das Buch aus der Ich-Perspektive von Lina, welche ich so auch sehr gut kennen lernen konnte.


    Lina war mir sympathisch, denn sie ist nicht nur ein sehr positiver, fröhlicher Charakter, sondern auch ziemlich humorvoll, was mir gut gefallen hat. Was mich aber wirklich überzeugt hat, ist, dass in „Glück & los!“ alle Charaktere wirklich wunderbar durchdacht sind und ich das Gefühl bekommen habe, sie alle kennen zu lernen. Eigentlich hatte ich sogar schon nach kurzer Zeit beim Lesen das Gefühl, als würde ich alle Figuren schon seit Jahren kennen, da die Autorin ihnen allen Leben eingehaucht hat. Dies hat mich wirklich begeistert! So gibt es neben Lina ihre beste Freundin Kim, Linas lustige Patchworkfamilie, in der alle ziemlich unterschiedlich sind und Linas Patentante!


    Die Handlung gefiel mir aufgrund dessen, dass sie ziemlich rasant zugeht, richtig gut. Auf eine chaotische Szene folgt stets sofort die nächste ohne langes Zwischengerede. Dies habe ich als sehr angenehm empfunden, denn so wird es garantiert nie langweilig! Abgerundet wird die Handlung durch Liebesturbulenzen, Linas Wunsch-Experimente, ihre verrückten Einfälle und einen Hauch Magie! Auch schöne Momente zwischen Freundinnen gibt es, sodass die Geschichte für jugendliche Leser*Innen einiges zu bieten hat. Unterhaltung ist hier in meinen Augen also garantiert!


    Fazit

    Mit „Glück & los!“ konnte ich mich selber vom tollen, erfrischenden Schreibstil von Dagmar Bach überzeugen! Der Auftaktband macht unheimliche Lust auf mehr, denn die Geschichte von Lina ist turbulent, witzig, unheimlich süß und mitreißend bis zur letzten Seite. Hier wechseln sich chaotische und aufregende Szenen ab, ohne dass Langeweile aufkommt. Der Humor des Buches hat total meinen Geschmack getroffen und mir beim Lesen ein breites Dauergrinsen ins Gesicht gezaubert. Ich freue mich sehr auf den nächsten Band, um herauszufinden, wie es mit Lina weitergeht!

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Glück & los!

    2. Glück & zurück! (erscheint im Sommer 2020)

    3. Glück & selig! (erscheint im Sommer 2021)

    Ich konnte die raue See der irischen Küste auf meiner Haut spüren!


    Klappentext

    „Auszeit! Diese Überschrift schreit Liv geradezu an, als sie deprimiert Stellenanzeigen durchforstet. Nach dem Journalistik-Studium wollte sie eigentlich durchstarten, aber ein verpatztes Interview hat sie gerade den ersten Job gekostet. Da hört sich die Anzeige, in der für sechs Monate ein Housesitter für einen Leuchtturm auf einer kleinen Insel vor der irischen Küste gesucht wird, wie ein Traum an. Eine Auszeit ist genau das, was sie jetzt braucht. Sie bewirbt sich, und nur wenige Wochen später steht Liv vor ihrem neuen Zuhause. Und zwar zusammen mit einem gutaussehenden Iren, der ihr Herz erst zum Klopfen, dann zum Überlaufen und schließlich zum Zerbrechen bringt …“


    Gestaltung

    Mir gefällt das Cover total gut, auch wenn es so schlicht und einfach gehalten ist. Ich finde das Motiv bzw. Foto des Meeres richtig schön, weil es eben die wilde, raue See ist, wie sie an einen Berg mit einem Leuchtturm preschen könnte. Auch der Farbverlauf von dunkel nach hell gefällt mir gut, wobei ich dies vor allem im Zusammenhang mit dem Titel schön finde, denn hier wird ein wenig mit Kontrasten gearbeitet. Vor dem dunklen Teil des Meeres ist der Titelschriftzug hell gehalten und vor dem hellen Teil des Meeres strahlt er in Pink, wobei dieses ein wenig so aussieht, als könnte es aus Glitzerpartikeln bestehen (auch wenn diese nicht wirklich glitzern). Also mir gefällt‘s!


    Meine Meinung

    Tatsächlich ist mir das Cover sofort ins Auge gesprungen, weswegen ich mir dann den Klappentext durchgelesen habe. Die Idee, dass sich die Protagonistin eine Auszeit von ihrem Leben nimmt und in einem Leuchtturm wohnt, fand ich sehr ansprechend, denn ich konnte den Gedanken gut nachvollziehen. Bewundernswert fand ich es, dass Protagonistin Liv den Schritt dann auch wagt und den Mut hat, sich ganz alleine an einem fremden, neuen Ort niederzulassen. Liv gefiel mir sowieso recht gut, da sie sich im Verlauf der Handlung weiterentwickelt. Während sie anfangs recht unerfahren und naiv wirkte, wurde sie mit zunehmender Seitenzahl mutiger sowie offener.


    Durch den Leuchtturm und das Setting in Irland kam auch ein uriges, gemütliches Flair in die Geschichte. Die Atmosphäre gefiel mir jedenfalls sehr gut und ich mochte den Schauplatz der Handlung richtig gerne. Vor allem hatte ich durch den angenehmen Schreibstil auch das Gefühl, als würde ich neben Liv im Leuchtturm sitzen oder im Pub einem Song lauschen. Kira Mohn hat die Geschehnisse anschaulich beschrieben und den Leser an die Hand genommen, damit er Liv auf leisen Spuren bei der Suche ihres Glücks folgt.


    Die Handlung war zudem auch sehr gefühlvoll und hat bei mir verschiedene Emotionen ausgelöst. Liv lernt nämlich Kjer kennen, vor dem sie gefühlt jeder erstmal warnt. Kjer schien auch kein leichter Typ zu sein, denn er war manchmal etwas schwer zu durchschauen. Hier hätte ich einzelne Szenen oder Kapitel aus seiner Sicht äußerst interessant gefunden, denn „Show me the stars“ ist ausschließlich aus der Perspektive von Liv geschildert.


    Mir persönlich fehlte ein wenig das Tempo in der Geschichte. Die emotionale Seite war top und die Gefühle konnte ich wirklich alle sehr gut nachvollziehen und es gab auch einiges an Abwechslung in der Handlung, aber für mich hätte es ruhig rasanter oder dramatischer sein können hinsichtlich dessen, dass es mehr Höhepunkte oder Spannungsmomente geben könnte, in denen mir das Herz stehen bleibt vor Schock. Die Momente, in denen ich mit Liv mitfühlte und Kjer beispielsweise süß fand, waren aber echt toll! Auch gab es einige Charakterzüge bei den Figuren, die zum Rätseln über deren Hintergründe angeregt haben, was mir großen Spaß bereitet hat.


    Fazit

    Mir hat „Show me the stars“ insgesamt gut gefallen, weil ich das Setting eines Leuchtturms an der irischen Küste einfach perfekt fand. Ich konnte die Atmosphäre dort geradezu beim Lesen fühlen. Auch fand ich die Entwicklung der Protagonistin sehr gelungen und die emotionale Ebene der Geschichte war einfach perfekt. Für mich hätte die Handlung etwas rasanter und temporeicher sein können mit mehr Momenten, in denen mir vor Schreck mein Herz stehen bleibt.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Show me the Stars

    2. Save me from the Night

    3. Find me in the Storm

    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Sehr, sehr holprige Umsetzung mit blassen Figuren und blassem Setting


    Klappentext

    „Als die 11-jährige Hattie Brown durch einen Kühlschrank in eine fremde Welt gezogen wird, hat sie keine Ahnung, was geschieht. Plötzlich befindet sie sich in einem seltsamen Reich, in dem alle auf der Suche nach etwas Wichtigem zu sein scheinen – jemandem mit dem Namen Nimbus. Könnte Hattie Nimbus sein? Immerhin passieren ihr ständig rätselhafte Dinge. Scheinbar kann sie sogar den Regen beeinflussen. Während einige Wächter Hattie verhaften wollen, da sie ohne Genehmigung durch den Kühlschrank gekommen ist, findet Hattie heraus, dass eine Gruppe Kinder in dieser fremden Welt gefangen gehalten wird. Gemeinsam mit dem Drachen Sir Gideon und dem Elefanten Victor macht Hattie sich auf, um die entführten Kinder zu befreien ...“


    Gestaltung

    Das Cover gefällt mir mit den süßen Illustrationen richtig gut. Ich mag den Zeichenstil der Mädchenfigur, die auf dem Titel steht. Auch die Wolken sehen sehr cool aus, vor allem vor dem grauen Hintergrund mit seinen Spiralen und den Farbverläufen. Die wenigen Farbakzente aus rot, weiß und grün kommen zudem vor diesem Hintergrund auch sehr gut zum Tragen und stechen geradezu ins Auge.


    Meine Meinung

    Ich bin vor allem durch die im Titel erwähnten Wolkendiebe und die im Klappentext erwähnte fremde Welt neugierig auf „Hattie Brown und die Wolkendiebe“ geworden. In dem Buch geht es um Hattie, die eines Tages durch den Kühlschrank ihrer Wohnung in das Reich Irgendwo Nirgendwo gebracht wird. Ab diesem Zeitpunkt geht es wirklich skurril zu, denn es gibt sprechende Drachen und Elefanten und jeder scheint Hattie aus irgendwelchen Gründen verhaften zu wollen. Dann zeigen sich bei ihr seltsame Fähigkeiten und ehe sie es sich versieht, ist sie auf der Spur eines Rätsels…


    Ich hatte mir ehrlich gesagt mehr von dem Buch versprochen. Zunächst fand ich schon den Einstieg in die Geschichte sehr stolpernd und eher mäßig. Kurz lernen wir Hatties Zuhause und ihre Mutter kennen und erfahren von einigen Schwierigkeiten der Familie, aber bevor näher darauf eingegangen werden kann und man sich ein wirkliches Bild von ihrer Mutter oder gar von Hattie machen kann, wird Hattie schon durch den Kühlschrank gezogen. Die angedeuteten wichtigen Themen im Zusammenhang mit ihrer Mutter (die unter Depression zu leiden schien) kamen dann nicht mehr zur Sprache.


    Dann geht es ziemlich skurril, konfus und Schlag auf Schlag weiter. Dem Leser bleibt gar keine Zeit, sich wirklich umzusehen und in Irgendwo Nirgendwo anzukommen. Beschreibungen der neuen Umgebung, des Aussehens der Welt kamen mir viel zu kurz und ich hatte Mühe, mir die fremde Welt auch nur in Ansätzen vorzustellen. Sie blieb viel zu blass, obwohl das Potenzial da war, denn die Ideen, die die Autorin hatte, fand ich in ihren Grundsätzen interessant und spannend. Die Umsetzung holperte leider ziemlich, da die Autorin sich in meinen Augen kaum Zeit genommen hat, um die Figuren oder die neue Welt vorzustellen und den Leser in diese eintauchen zu lassen. Die Handlung empfand ich auch als sehr konfus und schwankend, da aufgrund fehlender Erklärungen lange Zeit kaum verständlich war, worum es eigentlich genau ging.


    So blieb mir auch Hattie viel zu blass und so richtig sympathisch war sie mir auch nicht. Als sie noch bei sich zu Hause war und ich ihre Pflichten und ihr Verantwortungsbewusstsein in Ansätzen kennen gelernt habe, konnte ich sie eher kennen lernen als dann in Irgendwo Nirgendwo. Hier fand ich sie einfach nur zu panisch und vor allem aufgedreht. Ich hätte mir gewünscht, dass ich im Verlauf der Handlung mehr über sie erfahre und sie genauer kennen lerne, aber selbst am Ende des Buches hatte ich den Eindruck, sie nicht wirklich zu kennen.


    Ich muss auch gestehen, dass ich mich sehr bemühen musste, um das Buch zu Ende zu lesen und dass ich mehr als einmal versucht war, es beiseite zu legen und abzubrechen. Ich fand die Geschichte sehr anstrengend, was nicht an dem Setting oder den Ereignissen lag, denn diese waren oftmals richtig süß (wie beispielsweise der Wolkendieb), aber Hatties Art fand ich einfach ziemlich anstrengend und auch die immer wieder erfolgenden Dialoge. Ich hatte das Gefühl, als würden die Figuren nur reden, reden, reden und als sei alles richtig hektisch. Weswegen ich dann aber doch weitergelesen habe, das waren die Rätsel, die ich recht spannend fand, denn ich wollte erfahren, warum in Irgendwo Nirgendwo Regen so besonders ist, wer oder was Nimbus ist und was es mit den gefangen gehaltenen Kindern auf sich hat.


    Fazit

    Ich fand, dass „Hattie Brown und die Wolkendiebe“ grundsätzlich einige gute Ideen aufgewiesen hat, aber dass die Umsetzung mehr als holprig war. Weder die Figuren noch die fremde Welt Irgendwo Nirgendwo konnte ich so richtig kennen lernen. Auch fand ich die vielen Dialoge und die hektische Art zu erzählen sehr anstrengend. Ich war versucht, das Buch abzubrechen und habe aufgrund der Rätsel um den Nimbus und die gefangenen Kinder durchgehalten.

    2 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    Spannende Detektivgeschichte mit unbewusstem Lerneffekt


    Klappentext

    „Dieser Frosch hat eine Mission

    Laubfrosch Hope ist etwas aus der Art geschlagen. Während seine Kollegen am Teichufer vor sich hin quaken und Fliegen futtern, wagt er sich nur selten aus seinem Versteck. Denn er ist blau … knallblau. Als Hope jedoch eines Tages einen Toten im Teich entdeckt, springt er über seinen Schatten und begibt sich als blauer Detektiv-Frosch in die Welt der Zweibeiner … Nicht ahnend, dass er damit eine Reihe von turbulenten Ereignissen in Gang setzt, die das Leben der Teichbewohner gehörig durcheinanderbringt. Der etwas andere Tierkrimi von Kultautor Kai Lüftner, mit vielen farbigen Illustrationen von Günther Jakobs.“


    Gestaltung

    Das Cover finde ich total süß und witzig. Der blaue Frosch in seiner nachdenklichen Pose visualisiert sehr schön die Grübeleien seiner Detektivtätigkeit. Sein Dasein als Detektiv verdeutlicht auch sein Schatten sehr schön, der im Umriss die typischen Detektiv-Utensilien (Lupe und Sherlock-Hut) zeigt. Mir gefallen auch die Farben, denn der Frosch leuchtet schön blau und der Titel schön rot vor dem beigefarbenen Hintergrund und dem schwarzen Schatten.


    Meine Meinung

    Frösche sind doch einfach cool! Aber der knallblaue Laubfrosch Hope ist eindeutig der Coolste von allen! Hope lebte aufgrund seiner auffälligen Farbe, die sich komplett von der seiner Artgenossen unterscheidet, lange Zeit zurückgezogen. Doch als eine Leiche im Teich schwimmt, kommt er aus seinem Versteck und nimmt die Ermittlungen auf, denn Hope ist ein Detektiv-Frosch. Nur leider nimmt das Chaos damit seinen Lauf…


    Zuerst muss ich die tollen Illustrationen von Günther Jakobs erwähnen, welche verschiedene Situationen wunderbar visualisieren und welche ich beim Lesen unheimlich gerne betrachtet habe. Die Illustrationen unterstützen auch auf angenehme Weise das Leseverständnis, da sie Geschehnisse visualisieren und aufgreifen. Zudem mochte ich den Zeichenstil, von welchem man auf dem Cover schon einen ersten Eindruck erhält. Ein wahrer Augenschmaus und eine tolle Ergänzung zum Text.


    Diesen empfand ich als leicht verständlich geschrieben und angemessen für die angezielte Altersgruppe von Lesern ab neun Jahren. Die Sätze sind leicht und kurz gehalten und die Größe des Schriftbildes ist auch noch recht groß. So kommen meiner Meinung nach junge Leser voll auf ihre Kosten, da sie die Erlebnisse von Frosch Hope aus dessen Perspektive erleben und gleichzeitig die Textblöcke durch die Illustrationen aufgelockert werden.


    Die Handlung ist ein wahrer Krimi, der zum Miträtseln und Mitraten anregt. Hope begibt sich auf die Spuren eines Toten und gelangt dabei in die Welt der Menschen. Es gefiel mir sehr, dass mich die Geschichte dazu angeregt hat, gemeinsam mit Hope Theorien aufzustellen und zu überlegen, was passiert sein könnte. So bleibt es spannend, denn ich war neugierig, was am Ende wirklich passiert ist.


    Dabei verknüpft Autor Kai Lüftner das aktuelle und wichtige Thema des Umweltschutzes bzw. des Bewussten Umgangs mit der Natur mit der Krimihandlung, sodass die Leser ganz nebenbei für diese Thematik sensibilisiert werden. Aber nicht nur das! Denn ich fand, dass ich beim Lesen auch einiges über Frösche und Co gelernt habe. Ganz unbewusst! Diesen Effekt fand ich echt angenehm und schön, da ich beim Verfolgen von Hopes Ermittlungen gar nicht bemerkt habe, wie viele neue Informationen ich in mich aufgesogen habe.


    Fazit

    Ich kann „Sei kein Frosch“ nur weiterempfehlen, denn das Buch greift wichtige, aktuelle Themen bezüglich der Umwelt auf und verbindet sie mit einer spannenden Krimihandlung. Ganz nebenbei hat es auch einen Lerneffekt, welcher beim Lesen unbewusst bleibt. Auch regt die Handlung dazu an, mit Hope mitzufiebern, um am Ende hinter die Auflösung seines Falls zu kommen. Unterstützt wird die Geschichte durch wunderschöne Illustrationen durch die die Geschehnisse der Handlung visualisiert werden.

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband