Beiträge von Skyline

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    Ein sehr anspruchsvolles Jugendbuch



    Klappentext


    „1. Gesetz: Die Leuchttürme gehören dem Konsortium. Wer sie nutzt, zahlt.


    2. Gesetz: Die Sterne gehören dem Konsortium. Wer sie beobachtet, ist des Todes.


    3. Gesetz: Die Zeit gehört dem Konsortium. Wer Zeit genau misst, stirbt.



    Das Konsortium fackelt nicht lange. Als auffliegt, dass Mariettas Vater heimlich an einer genauen Uhr gearbeitet hat, wird er sofort verhaftet. Entsetzt nimmt Marietta die Uhr aus ihrem Versteck und ergreift die Flucht.


    Ganz woanders erbt Charles, Sohn eines Leuchtturmbauers, einen Sextanten und beginnt, die Sterne zu beobachten. Als das Aufmerksamkeit erregt, muss er ebenfalls fliehen.


    Auf verschlungenen Wegen lernen Marietta und Charles sich kennen. Beide besitzen sie etwas, das die Grundfesten des Konsortiums erschüttern kann …“



    Gestaltung


    Ich finde das Cover total interessant und auffällig, weil es sich von anderen Jugendbüchern abhebt. Das pastellige Orange in Kombination mit dem sandfarbenen Beige wirkt richtig hübsch. Das Highlight ist für mich aber das Motiv des Leuchtturms vor einem Ziffernblatt. Dies greift wunderbar wichtige Elemente aus der Handlung auf und gleichzeitig ist die Illustration sehr detailreich, sodass man viel entdecken kann, wenn man sich das Cover genau ansieht.



    Meine Meinung


    Als ich zum ersten Mal von der Handlung von „Das Konsortium oder die ungenaue Zeit“ gehört habe, war ich sofort interessiert, denn die Geschichte klang außergewöhnlich. In dem Buch von Martin Gries geht es um das sogenannte Konsortium, das knallharte Gesetze aufstellt. So ist es beispielsweise verboten die Sterne zu beobachten oder die Zeit zu messen. Doch sowohl Marietta als auch Charles tun genau dies und fliehen vor dem Konsortium. Auf ihrer Flucht lernen sie sich kennen und merken, dass sie Gegenstände besitzen, die gefährlich für das Konsortium werden können…



    In meinen Augen ist „Das Konsortium“ eine Geschichte, die sich nicht einfach so nebenbei lesen lässt. Vielmehr verlangt sie ihrem Leser einiges ab, da man sich beim Lesen konzentrieren und aufmerksam sein muss, um die Handlung zu verstehen. Ich persönlich hatte zu Beginn leichte Startschwierigkeiten, weil ich nicht so richtig rein fand in die Geschichte. Es war zwar rätselhaft und mysteriös, was ich eigentlich liebe, aber mir anfangs noch zu trocken und zu schwer zu durchschauen. Dies legte sich jedoch mit der Zeit, denn es wurde immer spannender.



    Wie gesagt: ich bin ein Leser, der gerne Rätsel und Geheimnisse löst und mit „Das Konsortium“ habe ich hier ein anspruchsvolles Werk gefunden, das meine Rätselvorliebe angesprochen hat. Hier muss man wirklich mitdenken und auch aufmerksam zwischen den Zeilen lesen. Auf diese Weise wird eine fesselnde Sogwirkung erzeugt, da ich durch immer neue Indizien immer wieder Theorien aufstellte, wieder verwarf und mir neue Vermutungen überlegte. Es gefiel mir, dass ich immer wieder in Unsicherheiten bezüglich meiner Ideen gestürzt wurde und meine Vorahnungen nur selten eintrafen, da ich so immer wieder überrascht wurde.



    Dennoch denke ich, dass gerade auch die Komplexität der Geschichte dem Leser viel Aufmerksamkeit abverlangt und dies nicht für jeden Leser gemacht ist. Dieses sollte einem also vor dem Lesen bewusst sein, denn zwischendurch geht es auch mal etwas langatmiger zu. Generell kann und möchte ich auch nichts Genaueres über die Handlung verraten, außer dass mir persönlich die Idee des Konsortiums mit den strengen Regeln echt gut gefallen hat. Das Setting hat mich sehr fasziniert und mir eine Welt präsentiert, die ähnlich zu der unseren war und doch gänzlich für sich stand. Es ist ein unglaubliches Erlebnis in die Welt von „Das Konsortium“ einzutauchen!



    Fazit


    Mit „Das Konsortium“ hat Martin Gries ein Buch geschaffen, das in meinen Augen ein sehr anspruchsvolles Jugendbuch darstellt. Die Geschichte ist ziemlich komplex und gründlich geschildert, wobei sie die volle Aufmerksamkeit des Lesers abverlangt. Dies sollte dem Leser bewusst sein, bevor man zum Buch greift. Ich hatte leichte Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden und fand es auch stellenweise etwas trocken. Doch dass das Buch mich zum Spekulieren und Rätseln animiert hat, fand ich richtig klasse.


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband

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    Schöne neue interaktive Extras und beeindruckende Illustrationen



    Klappentext


    „Der Klassiker – prachtvoll in Szene gesetzt von MinaLima - Berühmte Geschichte über Wahrhaftigkeit und Herzensbildung - Die Abenteuer einer sprechenden Holzpuppe mit Hang zum Flunkern erschienen im Jahr 1883 und stammen aus der Feder des italienischen Autors und Satirikers Carlo Collodi. Nachdem der Puppenjunge Pinocchio seinem Schöpfer, dem armen Holzschnitzer Geppetto, davongelaufen ist, stolpert er von einer gefährlichen Begegnung in die nächste und entkommt nur haarscharf dem sicheren Tode. Unter großen Anstrengungen und mit der Hilfe einer gütigen Fee geht am Ende sein sehnlichster Wunsch in Erfüllung – er wird ein „richtiger" Junge aus Fleisch und Blut. Die beliebte Schmuckausgabe der Designkünstler MinaLima, die unter anderem verantwortlich für den grafisch-visuellen Stil der Harry-Potter-Kinofilme zeichnen - mit prächtigen, an Holzschnitte erinnernden Illustrationen und neuartigen interaktiven Extras wie Finger- und Anziehpuppen, einem kleinen Theater, einem ausfaltbaren Hai und vielen mehr.“



    Gestaltung


    Ich mag vor allem die dunkle Magentafarbe des Hintergrundes, die die verschiedenen Illustrationen auf dem Cover harmonisch umrahmt und untermalt. Der goldene Titel und der feste Leineneinband wirken zudem durch die Farbe auch sehr edel und sind hochwertig verarbeitet. Mir gefallen außerdem die Illustrationen aus dem Pinocchio-Märchen, die für das Cover gewählt wurden sehr gut, da diese einige wichtige Charaktere oder Szenen aus der Geschichte zeigen.



    Meine Meinung


    Die Geschichte von Pinocchio ist wohl eine der ersten Disneyfilme gewesen, die ich in meiner Kindheit gesehen habe. Das Erscheinen der MinaLima-Schmuckausgabe zu dieser Geschichte habe ich dann als Anlass genommen, mich nochmal mit der Geschichte auseinanderzusetzen und mir die verschriftliche Version anzusehen, um mir die Handlung wieder ins Gedächtnis zu rufen. In „Die Abenteuer des Pinocchio“ geht es um die Holzpuppe Pinocchio, welche sich sehnlichst wünscht ein „richtiger“ Junge zu sein. Nach einigen gefährlichen Abenteuern geht dieser Wunsch am Ende dank einer Fee auch in Erfüllung.



    Wie gesagt, bisher bestanden meine einzigen Kenntnisse der Geschichte von Pinocchio aus dem Disney-Film, sodass ich mich nun mit „Die Abenteuer des Pinocchio“ das erste Mal tiefergehend mit der Handlung auseinander gesetzt habe. Wie bei vielen der Märchen ist die Originalversion viel brutaler als die Disneyversion, sodass ich das gemeinsame Lesen der Schmuckausgabe mit Kindern nur dann empfehlen würde, wenn man weiß, wann diese brutaleren Stellen kommen und man sie beim Vorlesen entschärft oder weglässt. Schön fand ich dabei auch die Themen von Pinocchios Geschichte, denn es geht nicht nur darum, dass man nicht lügen soll, da dies meist negative Konsequenzen nach sich zieht. Es geht auch um Freundschaft, Zusammenhalt und Vertrauen.



    Besonders gefallen hat mir dabei, dass die Abenteuer von Pinocchio kapitelweise erzählt wurden und dass diese Kapitel immer recht kurz gehalten sind. So kann man an entsprechenden Stellen Lesepausen einlegen, wenn man möchte und gleichzeitig kommt man auch vom Gefühl her schneller voran mit dem Lesen. Unterstützt wird die Geschichte dabei von detaillierten Illustrationen, die feingliedrig gezeichnet und damit sehr beeindruckend sind.



    Aber nicht nur die Illustrationen und deren farbige Gestaltung konnte mich beim Lesen in eine andere Welt versetzen, auch die interaktiven Extras fand ich wieder richtig klasse. Zum Beispiel gab es eine bewegliche Pinocchio-Puppe, bei der man nicht nur Arme und Beine bewegen, sondern auch die Nase verlängern konnte. Durch diese Extras macht das Lesen der Schmuckausgabe richtig viel Spaß. Vor allem weil es im Vergleich zu den anderen MinaLima Schmuckausgaben auch andere Extras gab, die ich in dieser Art und Weise noch nicht kannte.



    Fazit


    Dank der MinaLima-Schmuckausgabe habe ich mich zum ersten Mal tiefergehend mit der Geschichte von Pinocchio auseinandergesetzt. In „Die Abenteuer des Pinocchio“ finden sich wieder viele tolle Illustrationen, die die Geschichte visualisieren und den Leser in eine andere Welt entführen. Die interaktiven Extras fand ich auch wieder richtig gut und vor allem war ich beeindruckt davon, dass MinaLima noch neue Ideen für Extras eingebracht haben. Die Geschichte von Pinocchio ist etwas brutaler als im Disneyfilm, sodass man solche Szenen beim gemeinsamen Lesen mit Kindern entschärfen oder weglassen sollte, aber ansonsten eignet sich die Schmuckausgabe auch sehr für schöne Lesestunden mit den Kleinen.


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband (aber es gibt noch weitere MinaLima Schmuckausgaben)

    Vorhersehbar und leider mit Dreiecksgeschichte, aber der Rest war gut



    Klappentext


    „Auf der Londoner Tower Bridge stößt die 17-jährige Amy mit einem schwarzhaarigen Jungen zusammen. Er kommt ihr vage bekannt vor und übt eine seltsame Anziehungskraft auf sie aus, scheint sie aber nicht zu kennen. Doch Amy sieht plötzlich Bilder von einem Liebespaar vor sich, das von Verfolgern gejagt von der Brücke springt. Ihre Neugierde ist geweckt. Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf die Legende von der Blume des Lebens und ist augenblicklich fasziniert. Als Amy ihrem sympathischen Mitschüler Nathan davon erzählt, warnt er sie jedoch eindringlich vor dem schwarzhaarigen Jungen. Bringt Amy sich in Gefahr, wenn sie in der Vergangenheit herumstochert?“



    Gestaltung


    Ich mag das Cover total gerne mit dem dunkelblauen Grundton, auf dem dann in hellerem Blau und in Gold-Orange verschiedene Highlights gesetzt sind. Die Londoner Skyline am unteren Bildrand hebt sich schön vor dem dunklen Hintergrund ab, wobei mir ganz besonders gut gefällt, dass sich viele Partikel an der Skyline sammeln, die sie aussehen lassen, als würde sie sich in Glitzer auflösen. Die Rose über dem Titel finde ich vor allem durch die orangenen und goldenen Funken sehr aufsehenerregend.



    Meine Meinung


    Dem Cover bin ich vollkommen verfallen, aber auch der Inhalt von „Unendlich funkenhell“ klang vielversprechend, sodass ich damit mein erstes Buch von Michelle Schrenk gelesen habe. In dem Buch geht es um Amy, die nach einer seltsamen Begegnung auf der Tower Bridge mit einem schwarzhaarigen Jungen, Nachforschungen anstellt. Sie hatte eine Vision von einem von der Brücke springenden Liebespaar und bei ihren Nachforschungen stößt sie auf die Legende der Blume des Lebens. Wie hängt dies alles nur zusammen? Und was hat der Junge damit zu tun?



    „Unendlich funkenhell“ hat mich ein wenig an die Jugendbücher von Kerstin Gier erinnert, so von den Grundzügen her. Trotzdem ist das Buch von Michelle Schrenk ein eigenständiges Werk. Ich fand besonders spannend, dass Protagonistin Amy einem alten Geheimnis auf der Spur ist. Sie sieht immer wieder Visionen und mit der Begegnung mit Louis verstärken sich diese. Dann stößt sie auf eine alte Legende und die Rätsel nehmen ihren Lauf. Hieran hat mir gefallen, dass die Geschichte geheimnisvoll war und dadurch den Leser zum Mitgrübeln angeregt hat.



    Gleichzeitig fand ich die Handlung aber auch vorhersehbar und lag mit vielen meiner Ahnungen und Vermutungen richtig. Hier hätte ich Wahrheiten bevorzugt, die tiefer miteinander verstrickt waren, sodass sie nicht ganz so leicht zu durchschauen wären. Trotzdem konnte mich die Geschichte unterhalten, denn die Geheimnisse machen ja trotz allem neugierig auf ihre Auflösung und vor allem am Ende nimmt die Handlung nochmal einiges an Tempo auf, wodurch sie mitzureißen vermag.



    Als besonders stark empfand ich auch den Anfang des Buches, wo die ersten Rätsel und Geheimnisse gestreut werden. Ich wurde neugierig gemacht und bekam einige Fragezeichen vorgeworfen, auf die ich gerne Antworten haben wollte. Hierdurch fesselt das Buch den Leser an sich. Im Verlauf entwickelt sich auch eine Liebesgeschichte, die ich durchaus ansprechend fand, von der ich mir aber gewünscht hätte, dass es keine Dreiecksgeschichte ist. Es gibt in Amys Leben nämlich zwei Jungs und auch wenn sich die Liebeslage im Verlauf der Geschichte klärt, war ich trotzdem etwas gestört davon, dass es überhaupt vorher zwei Jungs gab, für die Amy mehr gespürt hat.



    Fazit


    Alles in allem ist „Unendlich funkenhell“ in meinen Augen die perfekte Geschichte für Fans von Kerstin Giers Rubinrot-Trilogie. Ich fand die Handlung etwas vorhersehbar und habe mich auch daran gestört, dass es eine Dreieckgeschichte gab. Die Geschichte an sich fand ich aber trotzdem durch all die Rätsel und Geheimnisse spannend und gut gemacht. Nach einem für mich starken Anfang sind es nämlich gerade die offenen Fragen, die dazu führen, dass man Antworten haben möchte und das Buch dann verschlingt.


    3 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband

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    Hat mir sogar noch ein klein wenig besser gefallen als Band eins!



    Klappentext


    „Der Kampf gegen die Monster geht weiter!



    Es ist bewiesen: Die Kraft der Magie, die Jahrtausende tief unter die Erde verbannt war, hat einen Weg zurück in die Welt gefunden! Nun bekommt die Zivilisation Risse, Strom und Satellitennetze fallen aus. Aber noch viel schlimmer ist, dass alle möglichen Monster und magische Wesen wieder zum Leben erwachen. Greg und seine neuen Freunde aus der Zwergenwelt helfen dabei, die ahnungslosen Menschen vor ihnen zu schützen – leichter gesagt als getan. Und auch Gregs Streit mit seinem Freund Edwin, der ja auf der Seite der Elfen steht, ist noch nicht beigelegt. Dieser hat einen ganz anderen Plan als Greg, wie die Welt zu retten ist ...“



    Gestaltung


    Mir gefällt das Cover total gut, was nicht nur daran liegt, dass meine Lieblingsfarbe rot das Cover dominiert. Ich finde es auch total cool, wie dynamisch das Covermotiv ist. Die dargestellte Szene eines flüchtenden Jungen inmitten einer Hochhausschlucht mit dem geflügelten Monster passt gut zum ersten Band, auf welchem auch eine Szene aus dem Buch dargestellt war. Der Reihentitel hebt sich dabei durch seine grünliche Farbe vom Hintergrund hervor.



    Meine Meinung


    Nachdem mich der Auftaktband so wunderbar unterhalten konnte, freue ich mich riesig, dass nun schon die Fortsetzung von „Die Legende von Greg“ erschienen ist. In „Das mega-gigantische Superchaos“ kämpft Greg weiter gegen die Monster und jahrtausendalte Magie, um die ahnungslosen Menschen zu schützen und die Welt zu retten. Dabei lastet auch noch der Streit mit seinem Freund Edwin auf seinen Schultern, denn Edwin steht auf der Seite der Elfen und ist anderer Meinung bezüglich der Rettung der Welt…



    Ich habe schon in „Der krass katastrophale Anfang der ganzen Sache“ den Humor des Autors und seine witzige Art zu schreiben geliebt. Ich fühlte mich ein wenig an den Stil von Rick Riordan erinnert, was mir persönlich ausgesprochen gut gefallen hat, da ich Rick Riordans Stil liebe. Action wird hier gemischt mit einer riesigen Portion Witz und Charme. Gerade auch Gregs sprechende Axt und die Interaktion dieser mit Greg fand ich mehrmals sehr lustig. Aber auch Gregs trockene Kommentare haben mich zwischendurch immer mal wieder zum Lachen angeregt.



    Gleichzeitig fand ich diesen Band aber auch als etwas ernster, wenn man das so sagen kann. Dies rührte meiner Meinung nach daher, dass „Das mega-gigantische Superchaos“ auch die Freundschaftsbeziehung zwischen Greg und Edwin thematisiert. Dadurch wird auch Greg nachdenklicher und das Buch erhielt eine Ernsthaftigkeit, die man als Leser spürt. Dies hat mir richtig gut gefallen, denn zum einen finde ich das Thema Freundschaft wichtig und es wird hier auch auf eindringliche Weise aufgegriffen aufgrund dessen, dass die Beziehung zwischen den beiden Freunden angespannt ist. Zum anderen hat der Autor der Beziehung zwischen Greg und Edwin eine Tiefe gegeben, die mich total erfasst und mir eine Gänsehaut beschert hat. Wie die beiden trotz aller Hindernisse miteinander umgehen, fand ich toll und jedes Aufeinandertreffen der Beiden habe ich mit Spannung verfolgt.



    Spannung kommt aber nicht nur durch die Beziehungen zwischen den Charakteren auf, sondern auch durch die Handlung. Die Balance zwischen ruhigeren Momenten und actiongeladenen Szenen war für mich perfekt und sehr harmonisch, da es meiner Meinung nach sehr ausgewogen war und sich gut ergänzt hat. Das Ende dieses Bandes hat meine Neugierde auf den finalen, dritten Band nochmal angefacht und befeuert, da ich mir gut vorstellen kann, dass der Abschlussband nochmal eine Steigerung an Action und Spannung darstellen könnte. Ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf und kann es gar nicht mehr erwarten, bis der nächste Band erscheint.



    Fazit


    Nachdem ich schon den Auftaktband von „Die Legende von Greg“ sehr gerne mochte, war ich gespannt auf die Fortsetzung und diese hat mir genauso gut gefallen, wenn nicht sogar noch ein klein wenig besser. Der Humor kommt hier wieder nicht zu kurz, ob nun in witzigen Dialogen oder trockenen Kommentaren von Greg. Es wurde in meinen Augen aber auch etwas ernster wenn es beispielsweise um die freundschaftliche Beziehung zwischen Greg und Edwin geht. Gerade diese hat mit sehr gefallen und mein Herz erwärmt. Die Handlung ist wieder actionreich und das Ende des Bandes macht dann so richtig Lust auf den Abschlussband, sodass ich hoffe und bete, dass dieser bald auf Deutsch erscheint!


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Die Legende von Greg – Der krass katastrophale Anfang der ganzen Sache


    2. Die Legende von Greg – Das mega-gigantische Superchaos


    3. The Rise of Greg (bereits auf Englisch erschienen)

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    Eine schöne Kriminalgeschichte für gemütliche Lesestunden in der kalten Jahreszeit



    Klappentext


    „Rory Shy ist ein ungewöhnlicher Detektiv: Es ist ihm unangenehm, Zeugen zu befragen, er ist zu schüchtern, um mit Informanten zu sprechen, und viel zu höflich, um Verdächtige mit Fragen nach einem Alibi zu belästigen. Dafür besitzt er eine hochgeheime eigene Methode, mit der er bislang auch die kniffligsten Rätsel lösen konnte. Bis jetzt: In der Villa einer Millionenerbin ist eine Perle spurlos verschwunden. Und von der Sekretärin bis zum Butler scheint jeder ein Geheimnis zu hüten. An Befragungen führt kein Weg vorbei! Mithilfe der zwölfjährigen Matilda stellt sich Rory dem schwersten Fall seiner Karriere ...“



    Gestaltung


    Das Cover gefällt mir persönlich richtig gut, was vor allem an der Farbgebung liegt. Die pastelligen, etwas dunkleren Farben sehen zusammen sehr schön aus und fügen sich auch harmonisch zusammen. Die Illustration des Herrenhauses finde ich auch sehr gelungen, weil es herrschaftlich aussieht und mit dem Schnee gleichzeitig auch etwas verträumt. Auch die Details wie der Schneemann oder der Dieb gefallen mir gut. Das kleine Mädchen mit dem Hund fällt zudem durch ihre Farbe sofort auf, obwohl sie ziemlich klein ist auf dem Cover. Eine tolle, detailreiche Gestaltung!



    Meine Meinung


    Nachdem ich bereits „Wächter der Meere, Hüter des Lichts“ von Oliver Schlick gelesen habe und mich der Klappentext seines neuen Werks sofort überzeugen konnte, habe ich selbstverständlich zu „Rory Shy, der schüchterne Detektiv“ gegriffen. In dem Buch geht es um den gleichnamigen Detektiv, der – wie sein Nachname es schon sagt – unglaublich schüchtern ist. In seinem Job ist dies teilweise ziemlich hinderlich. Zum Glück steht ihm die zwölfjährige Matilda zur Seite, die ihm bei seinem neusten Fall hilft: einer Millionenerbin wurde eine wertvolle Perle gestohlen und jeder in ihrer Villa scheint verdächtig…



    „Rory Shy, der schüchterne Detektiv“ ist, wie der Titel schon vermuten lässt, eine Kriminalgeschichte für junge Leser, aber ich bin mir sicher, dass auch ältere ihre Freude mit dem Buch haben werden. Besonders gut gefallen hat mir die Thematik der Schüchternheit. Ich finde, dass es viel zu wenige Bücher für Kinder zu diesem Thema gibt, obwohl es in meinen Augen sehr wichtig ist, da es viele schüchterne Kinder gibt. Rory Shy zeigt ihnen, dass man trotz seiner Schüchternheit das machen kann, was man möchte und worin man gut ist.



    Die Handlung fordert die Leser zum Miträtseln auf, was großen Spaß macht. Es war für mich gar nicht so leicht, mich auf einen Verdächtigen für den Diebstahl festzulegen, sodass ich im Grunde jeden in der Villa im Visier hatte. Autor Oliver Schlick ist es hier sehr gut gelungen, den Leser an der Nase herumzuführen und ihm falsche Fährten zu präsentieren. So traut man als Leser auch keiner der Figuren in der Villa so recht über den Weg, wodurch das Lesen aber ungemein spannend wird, da man geradezu auf die Auflösung des Rätsels brennt.



    Von der Stimmung und Atmosphäre her hat mir das Buch auch sehr gut gefallen, denn wie das Cover schon vermuten lässt, spielt das Buch zur Winterzeit. So passt es perfekt in die kommende Jahreszeit! Von eisiger Kälte bis hin zu einer urigen, gemütlichen Villa sorgt „Rory Shy, der schüchterne Detektiv“ hier für ein passendes Feeling, das man perfekt unter einer kuscheligen Decke genießen kann.


    Außerdem mochte ich auch die Figuren gerne. Allen voran Rory Shy und Matilda, denn Rory ist durch seine schüchterne Art richtig liebenswert und Matilda ist ein sehr cleveres Köpfchen!



    Fazit


    Für die anstehende Winterzeit ist „Rory Shy, der schüchterne Detektiv“ genau das richtige Buch, denn es versprüht das passende Flair für gemütliche Lesestunden! Auch die Idee über schüchterne Menschen zu schreiben, fand ich toll, denn das Buch sendet diesbezüglich eine schöne Botschaft an seine Leser. Zudem sorgt es für Höchstspannung beim Lesen, da der Kriminalfall nicht leicht zu lösen ist und so bis zum Schluss gerätselt werden kann, wer der Dieb ist.


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


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    Meisterhaftes Zuckerstück der Kinderliteratur mit großem Charme, Humor und Spannung



    Klappentext


    „Magische Süßigkeiten und echte Wunder? In Belony hat Elina beides erlebt und kann es kaum erwarten, noch tiefer in die Welt der Süßigkeitenwerker abzutauchen. Doch schon tut sich das nächste Problem auf, denn ausgerechnet vor Robins erster Süßigkeitenwerker-Prüfung geht sein magisches Werkzeug kaputt. Der alte Herr Schnotter weiß, wo sie Hilfe finden können, und führt Elina und ihre Freunde in die Bittersüße Allee. Schnell wird jedoch klar, dass hier nicht alle Süßigkeitenwerker den talentlosen Menschen wohlgesonnen sind. Auch raunt man sich dort Gerüchte über die Rückkehr der geheimnisvollen Anderwärts-Gesellschaft zu, die sich schon einmal gegen die mächtigen Zuckermeister gestellt hat. Als Herr Schnotter plötzlich spurlos verschwindet, ist es an Elina, Charlie und Robin, den Hinweisen zu folgen, die er ihnen hinterlassen hat. Schnell wird klar: Sein Verschwinden hat einen Grund, denn die Anderwärts-Gesellschaft sucht etwas Bestimmtes - etwas, zu dem Elina, Charlie und Robin den Schlüssel in den Händen halten …“



    Gestaltung


    Ganz besonders schön finde ich, dass der goldene, verschnörkelte Rahmen wieder das Cover ziert und so wunderschön umrandet. Er funkelt und glitzert auch so hübsch in den Händen. Das Motiv zeigt Elina und Charlie in einer von alten Häusern umgebenen Gasse. Dieses Mal ist das Cover in pink gehalten und viel heller als das des ersten Bandes, doch die dargestellte Szene der beiden Protagonisten wirkt viel ernster als das Motiv von Band eins. Ich liebe die Gestaltung von ganzem Herzen, denn die Illustration ist wunderschön und es gibt so viel zu entdecken.



    Meine Meinung


    Nach dem grandiosen ersten Band „Die Zuckermeister – Der magische Pakt“ war für mich sofort klar, dass ich die Fortsetzung lesen muss. Ich hatte immerhin schon die Tage bis zum Erscheinen gezählt. In „Die Zuckermeister – Die verlorene Rezeptur“ kehrte ich zurück an die Seite von Elina, Charlie und Robin. Robins erste Prüfung steht an, doch sein Werkzeug ist kaputt und so suchen Elina und ihre Freunde nach Hilfe. Doch nicht alle Süßigkeitenwerker sind Menschen wohlgesonnen und es ranken sich Gerüchte um die Rückker der Anderwärts-Gesellschaft. Dann verschwindet Herr Schnotter spurlos…



    Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, weil es einfach so viele tolle Aspekte an „Die Zuckermeister – Die verlorene Rezeptur“ gibt. Ich glaube, ich schwärme als erstes von den tollen Illustrationen von Viktoria Gavrilenko. Jeder Kapitelanfang wird von einer schönen Grafik verziert, aber noch besser sind dann die entweder ganz- oder halbseitigen Illustrationen in den Kapiteln. Diese visualisieren das Geschehen auf optisch unglaublich ansprechende Weise. Die Illustrationen haben meiner Meinung nach richtig viel Tiefe und man kann so viel in ihnen entdecken. Ich bin einfach nur begeistert davon! Auch vom Stil von Viktoria Gavrilenko kann ich nur schwärmen, weil die Zeichnungen sehr süß aussehen und doch nicht zu kindlich wirken.



    Dann muss ich wieder Tanja Voosens Schreibstil in den höchsten Tönen loben. Ich bin ein großer Fan ihres Stils, denn einerseits beschreibt die Autorin Geschehnisse oder Orte sehr genau, gleichzeitig aber nicht zu genau, sodass ich mir alles immer gut vorstellen kann und nicht das Gefühl habe, mit Beschreibungen überladen zu werden. Das, was mir aber immer am besten gefällt, ist Tanjas Humor. Sie schreibt so witzig und hat ein großes Talent für spritzige Dialoge und lustige Kommentare. Ich hatte so viel Spaß beim Lesen und auch jetzt wieder ein breites Grinsen im Gesicht, wenn ich an das Buch zurückdenke.



    Die Handlung sprühte aber nicht nur durch den tollen Humor Funken, nein, sie ist auch ungemein spannend. Es gab tiefere Einblicke in die Welt der Zuckermeister, aber gleichzeitig auch wieder einige Rätsel beispielsweise in Bezug auf die geheimnisvolle Anderwärts-Gesellschaft, welche den Zuckermeistern gegenübersteht. Elina, Charlie und Robin geraten in diesem Band in ein neues Abenteuer, das durchaus auch Gefahren aufweist…ich habe jedenfalls Seite um Seite mit den Figuren mitgefiebert und wurde von der Handlung mitgerissen, weil sie so fesselnd war. Auch die besondere Magie der Süßigkeiten hat mich wieder restlos begeistert, denn Tanja Voosens Ideen diesbezüglich lassen mich einfach nur staunen und lösen in mir eine kindliche Freude aus. Wenn ich nicht gerade damit beschäftigt war, über bestimmte Zusammenhänge zu rätseln, so bangte ich mit den Charakteren mit!



    Dieses Buch steckt aber auch voller Liebe zum Detail, denn Tanja Voosen hat in „Die verlorene Rezeptur“ die Freundschaft zwischen den drei Kindern nochmal wunderschön aufgegriffen und gezeigt, wie intensiv das Band zwischen Elina, Charlie und Robin ist. Sie halten zusammen, unterstützen sich und auch wenn es mal Ärger gibt, sind sie füreinander da. Jeder hat dabei seine eigenen Stärken, die er/sie mit einbringt. Ich fand es so schön mitzuerleben, wie liebevoll die Kinder auch miteinander umgehen und irgendwie hatte ich auch ein kleines bisschen das Gefühl, als würde ich zu ihrer tollen Clique dazugehören, wodurch mir ganz wohlig-warm ums Herz wurde…ein solches Gefühl beim Leser auszulösen, das muss ein Buch erstmal schaffen!



    Fazit


    Für mich zeichnet sich „Die Zuckermeister – Die verlorene Rezeptur“ durch einen einzigartigen Charme aus, denn dieser Band ist nicht nur atemberaubend spannend und spritzig-humorvoll, sondern ein absolutes Wohlfühl-Buch. Die Freundschaft zwischen Elina, Charlie und Robin fand ich so schön greifbar und ich fühlte mich richtig als Teil von ihnen. Außerdem ist diese Geschichte wieder kreativ-magisch mit der einmaligen Süßigkeiten-Magie und dann ist da noch Tanja Voosens wunderschöner Schreibstil, den ich einfach bezaubernd finde. Gekrönt wird dieses meisterhafte Zuckerstück der Literatur mit hinreißenden Illustrationen, die der tollen Geschichte die Kirsche oben drauf setzen.


    Verzauberte 5 von 5 Sterne!



    Reihen-Infos


    1. Die Zuckermeister – Der magische Pakt


    2. Die Zuckermeister – Die verlorene Rezeptur


    3. ???

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    Eine für mich perfekte Fortsetzung!



    Klappentext


    „Die actionreiche Monsterjagd geht weiter!


    Moritz und seine Schwester Konstanze sind auf der Suche nach einem mächtigen Wesen mit heilenden Kräften – dem Mock! Nur der Mock kann ihre Freundin Helene von dem Fluch erlösen, der sie vor über 300 Jahren zum Leben als Untote verdammt hat. In der finsteren Stadt Bad Greifenstein, die unter der nächtlichen Heimsuchung furchterregender Monster leidet, kommt Helenes Rettung endlich in greifbare Nähe – bis sich ein Werwolf an Moritz‘ Fersen heftet. Denn der Junge trägt den schwarzen Splitter der todbringenden Glasmaske bei sich. Und dieser Splitter singt ein Lied, dem alle Monster hörig sind …“



    Gestaltung


    Ich finde das Cover wieder unglaublich gelungen, denn das Motiv gefällt mir richtig gut. Die Monster, die den Jungen umgeben sehen wirklich gruselig aus und nur das Leuchten des Steins in der Hand des Jungen scheint sie davon abzuhalten, sich auf ihn zu stürzen. Mit den dunklen Farben aus Schwarz und Lila wird diese unheimliche Atmosphäre des Motives noch unterstützt und nicht nur der hellgrau geschriebene Titel sehr schön hervorgehoben, sondern auch das Leuchten des Steins.



    Meine Meinung


    Nachdem mich der erste Band restlos begeistert hat, musste ich einfach wissen, wie es mit Moritz und Konstanze weitergeht. In „Das flüsternde Glas“ geht es darum, dass Moritz und Konstanze versuchen, den Fluch von ihrer Freundin Helene aufzulösen. Dafür suchen sie den Mock, da dieser heilende Kräfte besitzt. Auf der Suche müssen sie sich jedoch einigen Gefahren stellen und gerade als sie Helens Rettung so nah wie noch nie sind, wird Moritz von einem Werwolf gejagt. Dies hängt mit dem schwarzen Splitter zusammen, den Moritz bei sich trägt…



    Schon der erste Band konnte mich vollends überzeugen und hat von mir die volle Punktzahl bekommen. Dementsprechend gespannt war ich auf „Das flüsternde Glas“, da ich gerne wissen wollte wie es weitergeht und neugierig war, ob dieser Band genauso gut sein würde. Nun nach dem Lesen kann ich sagen: ja, er war genauso gut. Ich war von Seite eins an wieder in der Geschichte drin und klebte geradezu an den Seiten. Das lag unter anderem am tollen Schreibstil von Autor Heiko Hentschel. Es gelingt ihm die Atmosphäre des Buches greifbar werden zu lassen und mit nur wenigen Worten Bilder in den Kopf des Lesers zu zaubern. Dazu kommen die gelungenen Perspektivwechsel, die das Lesen spannend machen.



    Aber auch die Handlung fand ich mehr als mitreißend. Tatsächlich fehlt mir ein passendes Adjektiv, um zu beschreiben wie genial ich die Geschehnisse von Band zwei fand. Es war wirklich so spannend und atemberaubend, dass mein Herz vor Aufregung furchtbar schnell in meiner Brust gepocht hat. Die Geschichte ist actionreich und spannungsgeladen, voller Überraschungen und packenden Wendungen und auch brenzlige Gefahren ließen mich das Buch kaum aus der Hand legen. Genau so liebe ich gute Geschichten: rasant bis zum Schluss! Aber auch die Gefühle kommen nicht zu kurz, da die Charaktere umeinander bangen und füreinander da sind.



    Auch die Atmosphäre konnte mich vollends überzeugen. Der erste Band war schon etwas düster und unheimlich, aber „Das flüsternde Glas“ steigert dies noch mal etwas. Wer also Angst bekommt, wenn es um Gruseldinge geht, der sollte sich hier gut rüsten und auf die Geschichte vorbereiten. Ich selber bin auch eher ein Angsthase, aber Heiko Hentschel hat mir beim Lesen so viel Spaß beschert, dass ich zumindest was seine Bücher angeht zum Grusel-Fan werden könnte. Gut finde ich dabei auch, dass der Autor immer wieder auch humorvollere Momente einbringt, wodurch die schaurigen Momente aufgehoben werden und ich mich immer kurz erholen konnte. Diese Mischung war für mich wirklich perfekt!



    Fazit


    Mit „Das flüsternde Glas“ hat Heiko Hentschel mich genauso überzeugt wie schon mit seinem Trilogieauftakt, sodass ich gar nicht anders kann, als voller Spannung den Abschluss herbeizusehnen. Ich fand die Atmosphäre in „Das flüsternde Glas“ schaurig-düster und total gelungen. Gleichzeitig liebe ich die Kombination mit humorvolleren Einschüben, wodurch die Düsternis etwas aufgelockert wird. Auch die Charaktere sind klasse, aber das Highlight ist für mich die Handlung, denn diese ist actionreich, rasant, überraschend und unglaublich mitreißend! Für mich sieht so eine perfekte Geschichte aus!


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Das hungrige Glas


    2. Das flüsternde Glas


    3. ??? (erscheint voraussichtlich 2021)

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    Gutes, ernstes Thema verpackt in einer Geschichte mit kleinen Längen



    Klappentext


    „Tori Bailey hat alles: Mit ihrem Selbsthilfebuch hat sie Millionen Frauen inspiriert, sie ist beliebt und führt eine perfekte Beziehung. Doch der Schein trügt.



    Toris Beziehung ist schon länger eine Lüge, die sie sich nicht eingestehen will. Noch dazu heiraten alle um sie herum, bekommen Kinder und scheinen so viel glücklicher, als sie selbst es in Wahrheit ist. Als dann auch noch Dee – ihre beste Freundin und einzige Person, die sie und den ganzen Wahnsinn versteht – den Mann ihrer Träume trifft, scheint Tori endgültig auf der Strecke zu bleiben.



    Ihre innere Stimme sagt, dass man auch mit über dreißig das Recht hat, nicht perfekt, aber glücklich zu sein. Aber ist Tori mutig genug, auf sie zu hören?“



    Gestaltung


    Das Cover finde ich ziemlich auffällig, was am gelb-blau gestreiften Hintergrund liegt, denn gerade das Gelb finde ich sehr knallig. Es sticht sofort ins Auge. Mir persönlich gefällt der Blauton nicht so gut, weil er so „schmutzig“ aussieht. Dafür finde ich das schwarz-weiß Bild der Frau mit dem Bob als feschem Haarschnitt ansprechend, den sie lächelt sanft in die Kamera. Ein wenig erinnert mich das Cover an das einer alten Zeitschrift.



    Meine Meinung


    Von Holly Bourne habe ich schon ihre „Spinster Girls“-Trilogie gelesen und da ich die Themen der Autorin immer sehr beeindruckend finde, habe ich mir „War’s das jetzt?“ genauer angeschaut. In dem Buch geht es um Tori, die eigentlich alles hat: Erfolg, Freunde, einen netten Freund…Doch schaut man genau hin, dann heiraten alle um Tori herum, während es mit ihrem Freund nicht so perfekt läuft. Als sich dann auch noch ihre beste Freundin verliebt, hat Tori das Gefühl hinterherzuhinken. Aber hat man nicht auch mit dreißig das Recht, so zu leben, wie man möchte, solange man glücklich ist? Und ist Tori so mutig, auf ihre Gefühle zu hören?



    An „War’s das jetzt?“ hat mir sehr gut gefallen, dass Holly Bourne ein Thema aufgreift, das viele Frauen um die dreißig vermutlich einmal streift und/oder intensiver beschäftigt: alle um einen herum heiraten und bekommen Kinder und man beginnt unweigerlich, sich mit anderen zu vergleichen. Aber es gibt auch Frauen, die noch nicht so weit sind oder die vielleicht ganz andere Pläne haben. Trotzdem entwickelt sich in ihnen ein Gefühl von (Zeit-)Druck und Panik. Diese Gefühlsebene hat Holly Bourne für mich sehr authentisch und teilweise auch beklemmend beschrieben, sodass ich mich sehr gut in Protagonistin Tori einfühlen konnte.



    Aber Holly Bourne wäre nicht Holly Bourne, wenn sie nicht auch aufzeigen würde, dass man sich nicht vom äußeren Druck verbiegen lassen sollte. Sie verpackt in ihrem Buch eine wie ich finde sehr wichtige Botschaft für ihre Leserinnen: lasst euch nicht von den Erwartungen sagen, wie ihr euch fühlen sollt. Wenn ihr ein anderes Leben führt, aber glücklich seid, dann steht dazu, da ihr keinen Grund habt, euch in eine Spirale aus negativen Gefühlen ziehen zu lassen. So empfand ich das Buch auch als hoffnungsvoll, da diese Message am Ende des Buches eindeutig überwiegt.



    Gleichzeitig fand ich die Handlung manchmal aber auch als etwas mit Längen versehen. Gerade dann wenn Tori viel in ihren Gedanken „versinkt“ und der rote Faden dann gefühlt pausiert, sodass die Geschichte nicht so recht voranschreitet. Auch fand ich Toris Art, sich über andere zu äußern und über sie zu urteilen doch etwas irritierend, weil sie so gehässig und negativ war. Sie hat das was andere gut finden und gerne machen oft verurteilt, was ich schade fand, denn im Grunde wollte sie doch selber für das, was sie tut, auch akzeptiert werden und das was sie sich wünscht, sollte sie dann auch anderen entgegenbringen.



    Fazit


    An „War’s das jetzt?“ hat mir die Thematik echt gut gefallen, denn das Buch regt zum Nachdenken an und hat viele Stellen, an denen man der Protagonistin in ihren Erkenntnissen zustimmt. Gleichzeitig fand ich Tori manchmal aber auch zu negativ verurteilend anderen gegenüber und wenn sie sich in ihren Gedanken verloren hat, hatte das Buch auch ein paar Längen. Dennoch fand ich das Thema des sich selber Vergleichens mit anderen treffend und gerade der etwas hoffnungsvollere Ausklang gefiel mir gut.


    Knappe 4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


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    Legt den Fokus auf die Romantik



    Klappentext


    „Sie wollte nie zu den Royals gehören. Doch ohne sie wird er in einer Welt voller Intrigen und Geheimnisse zugrunde gehen …



    Paparazzi, Blitzlichtgewitter, Skandale - Gretas Leben wird von einem Tag auf den anderen völlig auf den Kopf gestellt. Und daran trägt nur einer die Schuld. Edward. Oder besser gesagt: Prinz Tristan. Noch immer fühlt sich Greta wegen seiner Lügen hintergangen. Wieso hat er ihr nicht gesagt, wer er wirklich ist? Doch als Edward ihr anbietet, Schutz vor dem Medienrummel auf Caverley Green zu suchen, kann Greta nicht nein sagen. Vor allem, weil ihr Herz noch immer höher schlägt, wenn sie Edward bei der Arbeit mit den Pferden beobachtet. Oder wenn er sie auf diese bestimmte Weise ansieht … Aber ist Greta wirklich bereit, Teil seiner Welt zu werden?“



    Gestaltung


    Das Cover ziert wieder die Brücke mit den unzähligen Verschnörkelungen unter und über dieser. Die Farbe ist dieses Mal jedoch nicht glänzendes, warmes Gold, sondern ein etwas Kühleres. Auch die Szenerie auf der Brücke hat sich geändert, denn so sieht man nun den Schattenumriss eines Mädchens auf dem Pferd, während der Junge auf es zugeht. So haben sich die Rollen auf der Covergestaltung im Vergleich zum ersten Band gedreht.



    Meine Meinung


    Wie konnte ich nach „Royal Horses – Kronenherz“ nicht wissen wollen, wie Gretas Geschichte weitergehen würde? Ganz einfache Antwort: ich wollte es unbedingt wissen! In „Royal Horses – Kronentraum“ hat sich Gretas Leben komplett geändert. Medienrummel und Blitzlichtgewitter gehören nun zu ihrem Alltag, nachdem sie sich in Edward bzw. Prinz Tristan verliebt hat. Doch sie hat ihm noch immer nicht verziehen, dass er sie bezüglich seiner wahren Identität belogen hat. Als er ihr jedoch eine Auszeit von all dem Rummel auf Caverley Green vorschlägt, kann sie nicht nein sagen…



    In diesem Band stehen eindeutig die Gefühle im Vordergrund. Gerade die Situation zwischen Greta und Edward wird thematisiert und im Verlauf kommt es dann auch zu einigen romantischen Szenen. Ich fand diese gut beschrieben und habe mich auch sehr über sie gefreut, aber mir persönlich lag der Fokus doch etwas zu sehr auf der Liebe. Ich habe ein wenig die „Pferdemomente“ vermisst. Zwar gab es hiervon auch ein paar, aber nicht so viele wie ich mir gewünscht hätte. Die Szenen die es gab, gingen mir persönlich aber sehr unter die Haut, weil ich sie intensiv fand und man ihnen anmerkt, wie gut die Autorin sich mit den Tieren auskennt.



    Die Handlung fand ich aber ansonsten wieder gut gelungen, da es neben der Romantik und den Pferdeszenen auch humorvolle Momente und Spannung gibt. Gut fand ich auch, dass es noch ein paar Enthüllungen und Überraschungen gab und dass auch die königliche Familie mehr in den Fokus rückte. So konnte ich auch diese besser kennen lernen. Mir gefiel daran auch gut, dass so die Welt von „Royal Horses“ mehr Tiefe erhalten hat, da man einfach mehr über die Charaktere erfahren konnte.



    Auch das Setting gefiel mir wieder sehr, da es zurück nach Caverley Green geht. Dieses Gestüt stelle ich mir einfach so traumhaft schön vor. Ich habe sowieso eine Schwäche für schöne Reiterhöfe! Die Beschreibungen von Jana Hoch tragen hier wirklich zu hübschen Bildern im Kopf bei. Auch fand ich die Gefühlswelt von Greta gut dargestellt, denn sie wird mit vielen neuen Einflüssen bombardiert (Paparazzi, Medienrummel, starrende Mitschüler), womit sie klarkommen muss. Gleichzeitig ist in ihr das Gefühlswirrwarr angesichts Edwards Geheimnissen, die er ihr gegenüber hatte. Ihre Gefühlswelt fand ich sehr nachvollziehbar und am eigenen Leib spürbar.



    Fazit


    Mir fehlten in „Royal Horses – Kronentraum“ ein wenig die Pferdeszenen, die es zwar gab, aber von denen ich einfach gerne noch mehr gehabt hätte. Der Fokus lag in meinen Augen sehr auf der Liebesgeschichte und der Romantik. Hier hätte ich es gerne etwas ausgewogener gehabt. Dafür überzeugte mich das Setting wieder auf ganzer Linie. Genauso wie der Schreibstil der Autorin und die gut nachvollziehbare Gefühlswelt der Protagonistin.


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Kronenherz


    2. Kronentraum


    3. ???

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    Das Steinzeit-Thema fand ich klasse und auch die Spannung war richtig hoch



    Klappentext


    „Begib dich auf eine atemberaubende Reise in eine versunkene Welt, die es tatsächlich gab, und erlebe ein spannendes Zeitreiseabenteuer ab 11 Jahren.



    Doggerland - so heißt das fruchtbare Land, das einst in der Steinzeit England mit dem europäischen Festland verband. Jäger und Sammler siedelten hier, bis alles nach der letzten Eiszeit in einem riesigen Tsunami unterging. Rund 8000 Jahre später geraten die Zwillinge Leya und Lex durch ein Zeittor in der Nordsee in diese fast vergessene Vergangenheit und schließen Freundschaft mit dem Häuptlingssohn Alif. Doch während sie voller Faszination in das Leben in der Wildnis eintauchen, naht die Zeit des großen Sturms ...“



    Gestaltung


    Ich mag das Cover aufgrund des sommerlichen Flairs, das es versprüht, denn die grüne Landschaft und das blaue Meer lassen mich sofort an Urlaub denken. Gleichzeitig gefällt mir, dass man dem Covermotiv sofort das Abenteuer in der Geschichte ansehen kann, da man beispielsweise im Wasser ein Tierskelett entdecken kann. Vor allem dass das Wasser einen größeren Anteil einnimmt als das Land, zeigt schon die Bedeutsamkeit hiervon für die Geschehnisse in Doggerland…



    Meine Meinung


    Nach dem schönen Abenteuer, das ich in Daniel Bleckmanns „Family Quest“ hatte, habe ich mich sehr auf ein neues Erlebnis in „Doggerland – Die versunkene Welt“ gefreut. In dem Buch geht es um die Zwillinge Leya und Lex, die durch ein Zeittor in die Vergangenheit reisen. So gelangen sie nach Doggerland, einem Land, das einst England mit dem europäischen Festland verband. Dort lernen sie Alif und das atemberaubende, wilde Leben in Doggerland kennen. Doch Doggerland ist in einem riesigen Tsunami untergegangen und genau diese Zeit nähert sich langsam während die Zwillige noch dort sind…



    Besonders cool fand ich an „Doggerland – Die versunkene Welt“, dass das Buch auf einer wahren Geschichte beruht, denn das Doggerland gab es wirklich. Ich persönlich hatte jedoch noch nie davon gehört, weswegen ich sehr fasziniert von dem ganzen Setting war. Außerdem finde ich es klasse, dass vergangene Reiche aufgegriffen werden, da man als Leser so neues Lernen und von unbekannten Welten erfahren kann (von denen man, z.B. wie ich, noch nie etwas gehört hat). Die Mischung aus Fiktion und Bezügen zur realen historischen Gegebenheiten fand ich extrem cool!



    Gut gefallen hat mir neben dem Setting auch die Zeit, in die die Zwillinge reisen, denn sie landen in der Steinzeit. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich das letzte Mal mit diesem Zeitalter beschäftigt habe, als ich in der Grundschule war. Darum fand ich es sehr spannend, mal wieder in diese Zeit abzutauchen und mich in sie hineinzuversetzen. Aber auch für Kinder finde ich dieses Zeitalter perfekt gewählt, da ich denke, dass es für junge Leser interessant und spannend ist. Sie werden so auch neugierig gemacht, da das Buch (zumindest bei mir) den Wunsch weckte, mehr über die Steinzeit erfahren zu wollen.



    Die Handlung fand ich aber nicht nur dadurch spannend, dass ich in die Steinzeit eintauchen konnte. Auch die Frage, ob die Zwillinge rechtzeitig vor dem Untergang von Doggerland zurückreisen könnten, hat mich zum Lesen angespornt. Es schwebt eine leichte Ungewissheit über der Handlung, da keiner so recht weiß, wann genau der Tsunami eintreffen würde durch den das Land untergeht. Auch geschehen einige haarsträubende Dinge, die für entsprechende Spannung beim Lesen sorgen. Zudem fand ich auch die Figuren wieder ausgesprochen gut dargestellt und vom Autor charakterisiert. Ich hatte bei allen drei Kindern das Gefühl, sie sehr gut kennen zu lernen.



    Fazit


    Mit „Doggerland – Die versunkene Welt“ hat mich Daniel Bleckmann mit der Mischung aus Fiktion und Fakten sehr gut unterhalten. Ich fand es spannend zu erfahren, dass es das Doggerland wirklich gegeben hat. Gleichzeitig gefiel mir das Steinzeit-Setting sehr, da es in meinen Augen kein allzu oft gewähltes Thema ist und es hier für große Spannung sorgt. Auch die Frage, ob die Figuren wieder rechtzeitig vor Untergang des Landes in ihre Zeit zurückreisen können würden, sorgte für große Neugierde beim Lesen.


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


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    Von Kira Lichts Büchern hat mich dieses hier mit der Grundidee am meisten überzeugt



    Klappentext


    „Wenn die 17-jährige Emilia eines liebt, dann sind es Rätsel. Als sie bei einem Museumsbesuch das sagenumwobene Voynich-Manuskript lesen kann, spürt sie, dass sie einem unglaublichen Mysterium auf der Spur ist – denn das Dokument gilt als eines der größten, nie entschlüsselten Geheimnisse der Menschheit. Dann trifft sie auf den attraktiven, aber sehr verschlossenen Goldalchemisten Ben, und die Ereignisse überschlagen sich: Emilia ist eine Nachfahrin des uralten Silberordens! Schnell gerät sie ins Kreuzfeuer rivalisierender Geheimlogen, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...“



    Gestaltung


    Durch das dunkelgrüne Cover kommen die wunderschönen Lichtreflexe richtig gut zur Geltung. Ich mag die Kombination aus dem dunklen Grün und den hellen, beigen Lichtpunkten besonders gerne. Von oben nach unten ziert das Cover eine filigrane Linie aus verschiedenen Kreisen, die vom Schriftzug des Reihennamens durchzogen werden. Dieses Kreismuster sieht sehr interessant aus und lädt dazu ein, es genauer zu erkunden.



    Meine Meinung


    Da ich die Bücher von Kira Licht gerne lese, war ich sehr gespannt auf „Kaleidra – Wer das Dunkel ruft“. In dem Buch geht es um Emilia, die bei einem Museumsbesuch entdeckt, dass sie ein unlesbares, sagenumwobenes Manuskript lesen kann. Dieses konnte bisher noch nie entschlüsselt werden und ausgerechnet Emilia kann alles lesen! Dann trifft sie auf Ben, einen Goldalchemisten und mit ihm eröffnen sich Emilia immer mehr erstaunliche Enthüllungen. Sie ist auch Teil eines Ordens und zwar des Silberordens. Dies bringt sie jedoch mitten hinein in ein großes Abenteuer…



    Von Kira Licht habe ich bereits ihre Götter-Dilogie und die Lovely Curse Bücher gelesen, aber ich muss sagen hier bei „Kaleidra“ gefiel mir das Setting und die Grundidee bisher am allerbesten von allen Büchern. Diese Reihe hat einen Touch ins Chemische mit den ganzen chemischen Reaktionen und den Alchemisten, was ich richtig genial fand. Auch wenn ich mich in diesem Bereich gar nicht auskenne, so hatte ich beim Lesen nie das Gefühl, von der Geschichte abgehängt zu werden, sondern vielmehr konnte ich gemeinsam mit der Protagonistin hinter die Mysterien blicken und die Welt der Orden erkunden.



    Auch Kampfszenen und actiongeladene Momente kamen nicht zu kurz, wobei ich besonders von den Fähigkeiten der Charaktere angetan war, da ich mich hier ein wenig an die X-Men erinnert gefühlt habe. Außerdem wurde die Handlung Stück für Stück immer spannender und ineinander verzahnter, denn es gibt immer neue Informationen, die der Geschichte mehr Tiefe verleihen und durch die ich immer neue Verstrickungen und Zusammenhänge entdecken konnte. Auch gibt es zwischendrin immer Missionen zu bestehen, die auch für Rätselraten meinerseits gesorgt haben.



    Zwischendurch gab es immer mal wieder Momente, in denen die Spannung ziemlich abflaute und der Fokus auf Informationen oder Dialogen lag, sodass der Nervenkitzel für meinen Geschmack etwas ausbalancierter hätte sein können. Gerade das letzte Viertel war diesbezüglich eine wahre Bombe, die das Buch mit einem Paukenschlag beendet hat. Hier vereinte das Buch alles, was mein Herz begehrt: eine Prise Liebe und Romantik, eine große Portion Rätsel und auch viel Spannung und Action. Hier wurde schnelllebig erzählt und ich als Leser richtig mitgerissen. Außerdem hat mich eine Enthüllung eiskalt erwischt!



    Die Charaktere fand ich allesamt toll. Zu Protagonistin Emilia hatte ich sofort einen Draht und ich fühlte mich mit ihr verbunden. Besonders gefiel mir, dass jeder für sich besondere Charakterzüge hatte, durch die sich die Figuren voneinander abhoben. Ben, die männliche Hauptfigur, fand ich schwer durchschaubar und ziemlich faszinierend, weil er sehr vielschichtig war. Am liebsten mochte ich auch die Szenen mit Emilias Freunden, von denen es für meinen Geschmack ruhig mehr hätte geben dürfen.



    Fazit


    Die Idee von „Kaleidra - Wer das Dunkel ruft“ fand ich super, denn die verschiedenen Orden und die Alchemie fand ich sehr fesselnd und spannend. Die Handlung hätte für mich hinsichtlich der Balance zwischen Spannung und Information bzw. Dialogen etwas ausgeglichener sein können, aber gerade die rätselhaften Missionen und das Geheimnisvolle der Handlung konnten mich überzeugen. Das letzte Viertel war dann das reinste Feuerwerk mit einer Enthüllung am Ende, die mich überrascht nach Luft schnappen ließ.


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Kaleidra - Wer das Dunkel ruft


    2. Kaleidra - Wer die Seele berührt (erscheint am 26.03.2021)


    3. Kaleidra - Wer die Liebe entfesselt (erscheint am 29.10.2021)

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    Nur in Textnachrichten erzählt: besondere Erzählweise trifft auf Verwechslungsgeschichte



    Klappentext


    „Als Haley eine Nachricht von Martin Munroe bekommt, ist ihr sofort klar, wer da schreibt. Obwohl es an ihrer Schule zwei Jungs mit dem Namen gibt. Aber dieser Martin, der nach einer Klassenarbeit fragt, ist eindeutig der, den sie nicht nervig findet. Zum Glück. Denn aus einem lustigen ersten Schlagabtausch wird schnell ein Chat über Privates: seltsame Ängste, geheime Wünsche, schräge Vorlieben. Während sie in der Schule Abstand halten, bringt das Texten sie immer näher. Es gibt nur ein Problem: Haley hat den falschen Martin im Visier.“



    Gestaltung


    Das Cover gefällt mir persönlich nicht ganz so gut, was an der Farbkombination aus Lila und Orangegelb liebt und dem Motiv. Das Mädchen und der Junge, welche jeweils auf einer Matratze am oberen bzw. unteren Bildrand liegen, wirken so unverbunden mit dem Hintergrund. Ich hätte es schöner gefunden, wenn das Cover mehr Tiefe durch ein Hintergrundmotiv erhalten hätte. Gut gefällt mir allerdings, dass der Titel schräg geschrieben steht und daher so aussieht als würde er zwischen beiden Handys hin und her versendet.



    Meine Meinung


    Ich lese zwischendurch gerne leichtere Geschichten und mit „Wenn zwei sich texten“ hielt ich genau solch eine Geschichte in den Händen. In dem Buch geht es um Haley, welche eine Textnachricht von Martin bekommt. Sie ist sich sofort sicher, um welchen Martin es sich dabei handeln kann. Obwohl sich beide in der Schule immer noch aus dem Weg gehen, entspinnt ein eifriges Hin und Her an Textnachrichten. Allerdings hat Haley den falschen Jungen im Blick…



    „Wenn zwei sich texten“ war genau das, was ich erwartet hatte: eine locker-leichte Liebesgeschichte für zwischendurch. Tatsächlich habe ich dieses Buch innerhalb eines Nachmittages gelesen, weil es sich so schnell verschlingen ließ. Dies lag zum einen an der Erzählart, denn das Buch ist in Textnachrichten erzählt. Dadurch befindet sich einerseits nicht viel Text auf einer Buchseite und andererseits liest es sich dadurch wahnsinnig schnell. Mir hat dies gut gefallen, da so der Schlagabtausch zwischen beiden Protagonisten im Vordergrund stand.



    Gut fand ich auch, dass obwohl die Geschichte ausschließlich in Textnachrichten erzählt wurde, die Handlung trotzdem genug Raum fand. Man könnte vermuten, dass die Dialoge zwischen beiden Hauptfiguren zu viel Raum einnehmen würden, aber der Autorin ist es trotzdem gelungen, eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen. Allerdings muss man sich auch daran gewöhnen und darauf konzentrieren, da man viel zwischen den Zeilen lesen muss. Dies kann mitunter auch etwas anstrengend werden.



    Die Geschichte fand ich süß, wobei mir besonders der Verwechslungsaspekt gefiel. Haley scheibt mit Martin. Allerdings gibt es zwei in ihrer Klasse, wobei sie sich sicher ist, dass sie mit demjenigen der beiden schreibt, den sie lieber mag. Unsicher wird Haley allerdings als der ihr unsympathische Martin nett zu ihr zu sein. Mit welchem von beiden schreibt sie denn nun? Diese Frage war es auch, die beim Lesen für Spannung sorgte - neben all den Geheimnissen und privaten Details, die die Figuren austauschen.



    Fazit


    „Wenn zwei sich texten“ ist eine kurzweilige und unterhaltsame Liebesgeschichte im besonderen Stil. Dadurch, dass das Buch ausschließlich in Textnachrichten erzählt wird, lässt es sich rasend schnell lesen. Gleichzeitig verlangt diese Erzählweise aber auch Aufmerksamkeit, da die Geschichte zwischen den Zeilen erzählt wird. Daran muss man sich erstmal gewöhnen.


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband

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    Schöne Fantasygeschichte, die den Fokus auf die Handlung legt



    Klappentext


    „Verborgene Zimmer, Türen und Gänge – das ist Sorayas Welt am Hofe. Sie lebt in den Schatten des prunkvollen Palasts, wie eine Gefangene, nicht wie eine Prinzessin, und dabei ist Soraya die Zwillingsschwester des jungen Schahs. Doch nur so kann sie ihr tödliches Geheimnis verbergen: Durch ihre Adern fließt Gift, wen sie berührt, der muss sterben. Dann begegnet sie Azad und der Wunsch, ihn zu berühren, wird übermächtig. Aber Soraya kann den Fluch des Dämons nicht brechen, ohne ihre Familie und ihr Volk in große Gefahr zu bringen ...“



    Gestaltung


    Für mich gibt das Cover schon die passende Stimmung wieder, denn mit dem Mädchen im Kleid und dem Schwert wird mit Gegensätzen gespielt und die kämpferische Ader des Buches gezeigt. Ich mag am liebsten die Blumenranken, die im Vordergrund liegen und den Titel so schön umspielen, da diese das Cover meiner Meinung nach interessant machen und aufwerten. Auch finde ich die Farbgebung stimmig, denn die sanften Lilatöne harmonieren sehr schön miteinander.



    Meine Meinung


    Der Klappentext von „Die Gefangene von Golvahar“ hat mich total angesprochen, weswegen ich das Buch lesen wollte. Es geht nämlich um Soraya, die als Prinzessin wie eine Gefangene im Palast lebt. Dies liegt daran, dass Gift durch ihre Adern fließt und jeder, der sie berührt, sterben muss. Als sie Azad begegnet, beginnt in ihr der Wunsch zu keimen, ihn berühren zu wollen. Doch um ihren Fluch zu brechen, muss sie ein großes Opfer bringen. Sie muss ihre Familie und ihr Volk in Gefahr bringen…



    Richtig erfrischend fand ich, dass es sich bei „Die Gefangene von Golvahar“ um einen Einzelband handelt. Im Jugendbuch-Fantasybereich ist dies eher eine Seltenheit, aber ich finde es klasse, denn die Geschichte ist in sich abgeschlossen, man hat nicht noch eine begonnene Reihe im Regal stehen und man muss nicht auf eine Fortsetzung warten, um alle Fragen beantwortet zu wissen. Außerdem wurde dieses Buch durch das Setting und Flair zu einem ganz besonderen Werk!



    So ist die Welt des Buches orientalisch angehaucht und dementsprechend versprüht sie beim Lesen auch das Flair von 1001 Nacht, was mir richtig gut gefallen hat. Ich habe zwar schon ein, zwei Fantasygeschichten in diesem Bereich gelesen, aber ich kann trotzdem nicht genug von diesem Setting bekommen. Zudem war ich ganz begeistert von der interessanten Welt, den kreativen Wesen und der schönen Grundidee des Buches. Hier gab es wirklich einige spannende, erfrischende Einfälle, die mich richtig gut unterhalten konnten.



    Auch fand ich Sorayas Fluch spannend, denn alles was sie berührt, stirbt. Dies bedingt auch, dass sie zurückgezogen lebte und daher wenige Erfahrungen im Umgang mit anderen Menschen hat. Sie entwickelt sich im Verlauf der Handlung jedoch sehr und vor allem dass diese Entwicklung so spürbar war, fand ich klasse. Außerdem gefiel es mir sehr, dass es zwar zarte Gefühle ihrerseits für einen jungen Mann gibt, diese aber nicht zu stark in den Fokus gerückt werden. Daher gibt es zwar romantische Aspekte in dem Buch, aber sie sind eher eine Nebenhandlung.



    Fazit


    „Die Gefangene von Golvahar“ überzeugt mit dem orientalischen Flair und den einfallsreichen, überzeugenden Ideen. Die Stimmung des Buches ist märchenhaft schön und die Handlung durchweg spannend. Zudem liegt der Fokus wirklich auf der Geschichte, wobei es aber auch für die Romantiker unter uns auch große Gefühle gibt, die aber nicht zu sehr in den Mittelpunkt rücken. Toll finde ich auch, dass diese Geschichte in sich abgeschlossen ist.


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband

    Ein Abschluss, der alle losen Enden zusammenknotet und den Leser zufriedenstimmt



    Klappentext


    „Fünf außergewöhnliche Jugendliche auf einer besonderen Mission: der Rettung der Welt! Der finale zweite Band der „Beastmode“-Reihe von Spiegel-Bestsellerautor Rainer Wekwerth.



    Die abenteuerliche Reise von Malcom, Damon, Amanda, Wilbur und Jenny – fünf Jugendliche mit übernatürlichen Fähigkeiten – ist noch nicht zu Ende. Sie stehen kurz davor, das Geheimnis um das mysteriöse Energiefeld im Pazifik zu lüften. Doch dann kommen sie einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur, die alles verändert.“



    Gestaltung


    Das Cover ziert wieder dieselbe Gesichtshälfte wie schon den ersten Band nur dass es dieses Mal gespiegelt wurde. Aus diesem Grund ergeben beide Bände nebeneinander gelegt das gesamte Gesicht, was eine coole Idee ist. Die Tiermaske über der Augenpartie und der Nase ist dieses Mal allerdings in Bronzefarben gehalten. Mir gefällt die Farbgebung sehr gut. Auch weil die beiden Bände nebeneinander hübsch aussehen.



    Meine Meinung


    Nach dem ersten Band, musste ich einfach in Erfahrung bringen wie es mit der Rettung der Welt ausgehen würde. In „Beastmode – Gegen die Zeit“ geht die Reise von Malcom, Damon, Amanda, Wilbur und Jenny weiter. Mit ihren besonderen Gaben versuchen sie die Welt zu retten und hinter das Geheimnis des Energiefelds im Pazifik zu kommen. Dann stoßen sie jedoch auf eine Entdeckung, die alles bisher Geglaubte verändert…



    Interessant fand ich die Bedrohung durch das Energiefeld, welches alles in seiner Nähe verschwinden lässt und sich auszudehnen scheint. Das ist mal eine Problematik, die man nicht so leicht lösen kann und der man auf den Grund gehen sollte! Dieses Rätsel um das Energiefeld fand ich jedenfalls richtig spannend. Auch das Wiedersehen mit den fünf Jugendlichen hat mich sehr gefreut, da diese schon im ersten Band eine interessante Truppe waren.



    Gut fand ich auch, dass dieser Band nicht mehr in der Vergangenheit spielt, sondern sich unserer Zeit annähert und es auch immer wieder Verweise auf die Zukunft gibt. Diese passten meiner Meinung nach auch gut zum aktuellen Bild, welches die Möglichkeiten für die Zukunft ja auch teilweise eher düster zeichnet angesichts bestimmter Entwicklungen. Daher fand ich es klasse, dass man ein Fünkchen Realität in dieser fiktiven Geschichte entdecken konnte, wenn man genau hinschaut.



    Die Handlung setzt nahtlos am Ende des ersten Bandes an und führt die Geschichte übergangslos weiter, weswegen ich als Vielleserin erst ein wenig in meinem Gedächtnis kramen musste, um mich sofort wieder in die Geschichte einzufinden. Die Fortführung fand ich aber mächtig gelungen, denn offene Fragen wurden beantwortet, lose Enden miteinander verbunden und Rätsel aufgelöst. So erhoffe ich mir einen Abschlussband, denn für mich hat „Gegen die Zeit“ jeden offenen Handlungsstrang zufriedenstellend geschlossen. Zudem war die Handlung aber auch wieder sehr actionreich und rasant, was ich persönlich total liebe.



    Fazit


    Mit „Beastmode – Gegen die Zeit“ hat Rainer Wekwerth einen Abschluss geschaffen, der für mich rundum gelungen ist. Wie ich es mir von dem letzten Band einer Reihe erhoffe, wurden hier alle offenen Fragen und losen Enden zufriedenstellend abgeschlossen, sodass ich mit dem Ende rundum glücklich bin. Nach kleinen Startschwierigkeiten habe ich mich sehr gefreut, wieder mit den fünf Jugendlichen auf Reisen zu gehen und gefährliche Abenteuer zu erleben, durch die das Lesen zu einem temporeichen Erlebnis wurde.


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Beastmode – Es beginnt


    2. Beastmode – Gegen die Zeit

    Ein einnehmendes Buch, in dem die Spannung prickelt



    Klappentext


    „Was würdest du tun, wenn es eine App gäbe, die deine Zukunft vorausberechnen kann? Du fütterst sie mit deinen Daten, gewährst Zugang zu deinen Social-Media-Kanälen – und erfährst, wie dein Leben verlaufen wird. Jonas weigert sich, das Ergebnis zu akzeptieren. Er ist gerade mit der Schule fertig und kann es kaum erwarten, sein eigenes Leben zu beginnen. Als das Programm ihm vorhersagt, dass er dieselben Fehler wie sein verhasster Vater machen wird, beschließt er, das Schicksal zu durchkreuzen: Sei unberechenbar! Mit der wildfremden Sun trampt er nach Norden und sucht das Abenteuer. Von dem kämpferischen Mädchen lernt er, das Leben selber in die Hand zu nehmen. Aber Sun verfolgt einen eigenen Plan.“



    Gestaltung


    Mit dem pastellgrünen Hintergrund und der Landschaft, die im Hintergrund verschwimmt, wirkt das Cover sehr idyllisch, aber auch ein wenig geheimnisvoll, da von der Seite Nebel über das Bild zu schwappen scheint. Im Vordergrund sticht durch den großen Anteil Himmel die Zeichnung des Jungenkopfes aus filigranen, schwarzen Linien sehr hervor. Ich finde gerade diese Zeichnung sehr faszinierend, da sie aus vielen Dreiecken besteht und so geometrisch-mathematisch wirkt, aber trotzdem ein plastisch aussehendes Gesicht erschaffen wird.



    Meine Meinung


    Besonders interessiert hat mich an dem Buch die Andeutung bezüglich eines Charakters, die man im Klappentext lesen kann. In „Play“ geht es um Jonas, der nach der Schule sein ganzes Leben noch vor sich hat. Als eine App ihm seine Zukunft berechnet und voraussagt, er würde dieselben Fehler machen wie sein Vater, beschließt Jonas kurzerhand unberechenbar zu sein. Er trampt mit einem fremden Mädchen namens Sun nach Norden, um Abenteuer zu erleben. Doch Sun verfolgt ganz eigene Ziele…



    Die App, die in „Play“ der Auslöser der Geschichte ist, fand ich ziemlich interessant, denn sie kann durch Einblicke in die Social Media Aktivitäten die Zukunft der Menschen berechnen. Würde es eine solche App geben, würde ich sie benutzen wollen? Nachdem ich die Geschichte von Jonas gelesen habe, bin ich froh, dass es eine solche App nicht gibt. Dieses Konzept des Buches hat mir sehr gut gefallen, denn die App übt ihren Reiz aus, aber dadurch, was sie in Jonas und auch Sun auslöst, sieht man Folgen, mit denen man als Leser zunächst nicht gerechnet haben mag.



    Besondere Spannung kam für mich auch durch die Andeutung bezüglich Sun aus dem Klappentext auf, denn ich hatte diese immer im Hinterkopf und wurde dann immer mehr und mehr von der Geschichte gefesselt. Sowohl Jonas als auch Sun wollen für die App unberechenbar sein und ihre Zukunft beeinflussen. Dafür Reisen sie per Anhalter in den Norden und dass diese Reise gefährlich werden würde, hätte ich tatsächlich nicht gedacht. Mit fortschreitenden Seiten zieht das Buch den Leser immer weiter in die Geschichte hinein, weil Dinge passieren, die emotional mitreißen, überraschen und eine kribbelige Anspannung erzeugen. Vor allem dann, wenn Gesetze gebrochen werden…



    Sun fand ich etwas schwer zu durchschauen und ich brauchte etwas, bis ich mit ihr warm wurde, da ich das Gefühl hatte, als distanziere sie etwas von mir als Leser. Aber im Grunde versucht sie alles, um nicht „durchschnittlich“ zu sein und mit der Erkenntnis konnte ich dann mehr mit Sun anfangen. Jonas war da schon eher mein Typ, weil ich mich ihm näher und verbundener gefühlt habe. Er ist der Ich-Erzähler des Buches und so bekam ich seine Gedanken ungefiltert mit. Dabei fand ich, dass es dem Autor sehr gut gelungen ist, die jugendliche Sprechweise in den Gedanken von Jonas aufzugreifen. Ich hatte wirklich das Gefühl im Kopf eines jungen Mannes kurz nach dem Abi zu stecken.



    Fazit


    „Play“ ist ein Jugendbuch, das schon von Anfang an eine einnehmende Atmosphäre aufweist und das sich Seite um Seite steigert. Es knistert erst eine unterschwellige Spannung mit, dann entwickelt sie sich weiter und wird in den Text getragen, wodurch man als Leser immer neugieriger wird. Die Handlung hat mich auch mehr als einmal überrascht, vor allem ab dem Punkt als Regeln und Gesetze gebrochen werden und es gefährlich wird… Die Gefahr prickelt in diesem Buch gerdaezu!


    5 von 5 Sternen!



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    Beim Lesen hatte ich so viele Gefühle auf einmal in mir!



    Klappentext


    „Was, wenn du dich an alles erinnern kannst – außer an deine Gefühle?



    Diese Frage stellt sich Norah nach einem schweren Autounfall. Zwar erinnert sie sich an die meisten Momente ihres Lebens, aber eben nicht an das, was sie dabei empfunden hat. Liest sie gern? Liebt sie ihren Freund? Findet sie ihre kleine Schwester tatsächlich so nervig? Nur ihren Sandkastenfreund Sam verbindet sie noch mit einem Gefühl. Doch sie hatten seit Jahren keinen Kontakt, weil Norah beliebt wurde und Sam nicht. Während die beiden sich langsam wieder annähern, entwickeln sie eine Ausprobierliste. Und plötzlich fragt sich Norah: War sie vor dem Unfall wirklich sie selbst?“



    Gestaltung


    An dem Cover gefallen mir vor allem die Farben und die Einbindung dieser in die Covergestaltung. Die Farbkleckse, die aussehen wie auf dickes Papier getropfte Aquarellfarbe, finde ich sehr hübsch. Dabei finde ich es auch gelungen, dass die linke Seite mit gelb beginnt, dann ein Farbverlauf erfolgt und die rechte Seite von rot-pink dominiert wird. Mir gefällt auch, dass das Cover so aussieht als sei es auf dickes Papier gemalt, welches an manchen Stellen mit feinliniger Schreibschrift versehen ist. Das Mädchengesicht und die Schmetterlinge fügen sich ebenfalls optisch toll ein.



    Meine Meinung


    Von Ava Reed habe ich schon mehrere Geschichten gelesen, die mir alle gut gefallen hatten. Da sich „Wenn ich die Augen schließe“ aber mit dem Thema Mobbing beschäftigt, wollte ich dieses Buch ganz besonders gern lesen. In dem Buch geht es nämlich um Norah, die nach einem Autounfall zwar noch ihre Erinnerungen hat, sich aber nicht an bestimmte, damit verknüpfte Gefühle erinnern kann. Nur ihr Sandkastenfreund Sam löst noch etwas in ihr aus, sodass sie ihn sehen möchte. Allerdings haben die zwei seit Jahren keinen Kontakt mehr, da Norah zu den beliebten Kids in der Schule gehörte und Sam nicht. Nun nähern sich die beiden einander wieder an und Norah beginnt sich zu fragen, wer sie vor dem Unfall eigentlich war und ob sie jetzt nicht viel mehr sie selbst ist…



    Sehr gut fand ich die Triggerwarnung zu Beginn des Buches, die mich nochmals auf die Geschichte vorbereitet hat. So war ich gedanklich bereit für „Wenn ich die Augen schließe“. Emotional hat mich das Buch dann aber trotz aller Vorbereitung doch komplett umgehauen und weggefegt. Ich fand gerade die Mobbingsituation und die Thematisierung von Gruppenzwang total bewegend und ergreifend. In meiner Schulzeit habe ich ähnliche Beobachtungen gemacht und hatte beim Lesen des Buches einen richtigen Klos im Hals, weil die Geschichte so nah am Alltag und am echten Leben ist. Norah und Sam mögen fiktive Charaktere sein, aber ihre Geschichte ist so authentisch und echt wie ein Regentropfen auf der Haut.



    Besonders gefallen hat mir, dass das Buch trotz der Schwere der Thematik, einen hoffnungsvollen Glanz in sich trägt. Neben dem Mobbing geht es auch um die Folgen, die solche Erlebnisse bei manchen Menschen auslösen können. Es geht auch um Suizidgedanken. Man könnte meinen, dass dies vorrangig düstere, bedrückende Themen sind und ja, so ist es auch. Aber Ava Reed hat es meiner Meinung nach geschafft, hier einen Lichtschein durch das Aufzeigen von Hoffnungsschimmern hereinzubringen. So geht es in „Wenn ich meine Augen schließe“ auch um Mut und Selbstfindung. Es geht darum, dass es Mut erfordert, zu sich selbst und anderen zu stehen. Auf diese Weise zeigt das Buch aber meiner Meinung nach auch auf, dass es überhaupt möglich ist, sich gegen die Ansichten einer Mehrheit zu stellen. Es ist eine Botschaft, die aufmuntert und die vielleicht den ein oder anderen dazu bewegt, mehr für sich und seine Wünsche einzustehen.



    Neben all diesen berührenden Themen und den Gefühlen, die das Buch dadurch in mir ausgelöst hat, hat sich besonders eine Figur wie ein Pfeil in mein Herz gebohrt: Sam. Ich habe sowieso eine Schwäche für Figuren mit diesem Namen, aber dieser Sam hat mich mit seinen Erlebnissen total für sich eingenommen. Im Verlauf der Handlung erfuhr ich immer mehr über ihn und seine Vergangenheit und dabei ging er mir wirklich unter die Haut. Ich habe mit ihm gelitten und gebangt und fühlte mich ihm verbunden, weil er so ein authentischer junger Mann ist. Auch Norah fand ich interessant, weil sie durch ihren Unfall eine Veränderung durchlebt und man verschiedene Versionen ihrer Selbst entdecken kann. Die Frage, welches schlussendlich davon die echte Norah ist, hat für mich beim Lesen für sehr viel Spannung gesorgt.



    Fazit


    Mit „Wenn ich die Augen schließe“ hat Ava Reed ein in meinen Augen berührendes und unglaublich wichtiges Buch geschrieben, denn es greift das Thema Mobbing und dessen Folgen auf. Dies hat die Autorin sehr gefühlsbetont geschildert, sodass ich beim Lesen mehr als einmal zutiefst bewegt und berührt war. Besonders gefallen hat mir der Hoffnungsschimmer, der in dieser Geschichte steckt, denn Ava Reed vermittelt dem Leser, dass es gar nicht viel braucht, um zu sich selbst zu stehen. Es braucht nur ein wenig Mut. Mich hat dieses Buch mitten ins Herz getroffen!


    5 von 5 Sternen!



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    Charmantes Kinderbuch mit schönen Illustrationen



    Klappentext


    „Weil ihre Mutter arbeiten muss, verbringt Ida die Ferien bei ihren Großeltern. Dort gibt es keine Abenteuer, nur viele Bücher in Opas Lesezimmer und einen geheimnisvollen, alten Lesesessel. Doch der ist für Ida tabu. Als sie dennoch neugierig nach einem dicken Schmöker ganz oben im Regal greift, plumpst sie in den Sessel. Und schwupps befindet sie sich mitten in der Geschichte! Und damit beginnen für Ida die magischsten Ferien ihres Lebens! Erst recht, als sie in einer spannenden Piratengeschichte Arthur begegnet, der eine ganz besondere Mission verfolgt und ohne Ida verloren wäre …“



    Gestaltung


    Das Covermotiv finde ich sehr süß und auch total kreativ. Die Bücher, aus denen ein Lichtstrahl kommt und in dem man dann die Buchwelt sehen kann, finde ich mehr als gelungen, denn dieses Bild passt super gut zum Buchinhalt. Vor den Büchern fällt ein Mädchen herab, wodurch der Titel aufgegriffen wird. Im Hintergrund sieht man ein Muster in dunkelblau, das mich an eine alte Tapete in einem Herrenhaus erinnert.



    Meine Meinung


    Da das Buch von Britta Sabbag geschrieben worden ist, wollte ich es unbedingt lesen. In „Seitenzauber – Wie Ida in die Geschichte fiel“ geht es um Ida, die ihre Ferien bei den Großeltern verbringen soll. Das passt ihr so gar nicht, denn dort ist es stinklangweilig. Denkt sie, bis sie zufällig mit einem dicken Buch in den Lesesessel ihres Großvaters fällt und sich dann mitten in der Geschichte wiederfindet. So beginnen die wohl spannendsten und magischsten Ferien, die Ida jemals hatte…



    Britta Sabbag greift in „Seitenzauber“ das auf, wovon wohl alle Geschichtenliebhaber träumen: auf magische Weise kann man in die Welt der Bücher eintauchen und befindet sich dann mitten in der Geschichte direkt an der Seite der Figuren. Die Idee ist nicht neu und mir schon in mehreren Büchern begegnet, aber das ändert nichts daran, dass es nach wie vor eine schöne Vorstellung ist. Ich denke auch, dass gerade Kinder diese Idee, real in seinen Lieblingsbüchern verschwinden zu können, gefallen wird.



    Protagonistin Ida hat jedenfalls daran Geschmack gefunden, denn nach einer zufälligen Buchreise, beginnt sie nachzuforschen und weiß bald, wie das in Bücher reisen funktioniert. So taucht sie ab in eine Piratengeschichte, wo sie auf Arthur trifft, der Idas Hilfe bei einer Mission braucht. Die verschiedenen Buchreisen fand ich wirklich niedlich und abenteuerlich, sodass ich beim Lesen schon meinen Spaß hatte. Allerdings hätte ich es noch cooler gefunden, wenn Ida vielleicht in Bücher abgetaucht wäre, die bekannter sind. Dennoch fand ich die Geschichte charmant und hatte einen schönen Lesenachmittag mit ihr.



    Besonders schön fand ich, dass der Schreibstil der Autorin sehr einfach gehalten wurde. So gibt es eine kindgerechte Wortwahl und der Satzbau ist kurz, einfach und leicht verständlich gehalten. Unterstützt wird das Textverständnis durch Illustrationen von Alexandra Helm, welche nicht nur die Geschehnisse, sondern auch die verschiedenen Emotionen von Ida sehr schön eingefangen hat. Beim Lesen kann man so auch immer gut auf die Illustrationen zurückgreifen, wenn man als Leseanfänger noch nicht ganz so geübt ist.



    Fazit


    In „Seitenzauber – Wie Ida in die Geschichte fiel“ hat Britta Sabbag ein Kinderbuch geschrieben, das mit dem Thema „in Bücher eintauchen“ gerade für Freunde des Lesens perfekt ist. Ich hätte es toll gefunden, wenn Ida auch in bekanntere Geschichten länger eingetaucht wäre. Dennoch konnte mich die charmante Geschichte damit verzaubern, dass sie sehr niedlich war und ich beim Lesen ein zufriedenes Gefühl hatte. Schön fand ich auch die Illustrationen, die den Text aufgegriffen haben.


    4 von 5 Sternen!



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    In diesem Buch stehen die leisen Menschen im Vordergrund



    Klappentext


    „Mariella redet nicht, nicht mit der Mutter, dem Vater, nicht mit den Goldfischen, den Lehrern oder Mitschülern. Weil ihre Eltern sich getrennt haben. Weil niemand sie verstehen will. Und weil ohnehin zu viel geredet wird. Je lauter es um sie herum wird, desto leiser wird sie. Mariellas Stille eckt an und fordert heraus. Keiner darf einfach so anders sein. Zum Glück ist da Stan, der gehörlos ist und Mariella akzeptiert, so wie sie ist. Gemeinsam mit ihm findet Mariella eine eigene Sprache. Die Begegnung der beiden bestärkt sie darin, bei sich zu bleiben und schließlich ihre Stimme doch wieder zu erheben.“



    Gestaltung


    Am Cover gefällt mir vor allem das poppige, bunte Aussehen. Das Mädchen, das den Finger als Leisezeichen vor den Mund hält, visualisiert den Titel sehr schön, aber noch besser gefällt mir der Kreis aus Fischen, der ihren Kopf umgibt. Die Farben sind hell, freundlich und bunt, aber gleichzeitig nicht zu grell und auffällig. Ich finde das Cover in sich total stimmig.



    Meine Meinung


    Ein Bekannter war so begeistert von Dirk Popes „Abgefahren“, dass ich bei seinem neuen Buch beschlossen habe, mir selber ein Bild zu machen. In „Still!“ geht es um Mariella, die seit der Trennung ihrer Eltern aus verschiedenen Gründen nicht mehr redet. Damit fällt sie natürlich auf, da sie anders ist als alle anderen. Aber zum Glück gibt es den gehörlosen Stan, bei dem es egal ist, ob sie redet oder nicht, denn die beiden haben ihre eigene Art, miteinander zu kommunizieren. Und vielleicht ist es genau diese Beziehung, die Mariella dazu veranlasst, ihre Stimme doch wieder zu erheben…



    Das Thema des Buches fand ich perfekt, denn es stellt die stillen, ruhigen Kinder ins Zentrum. Ich glaube, jeder von uns kennt es, dass es meistens die Extrovertierten sind, die auffallen und alle Aufmerksamkeit (von Lehrern, Mitschülern, Eltern…) bekommen. Von daher habe ich es richtig gefeiert, dass Dirk Pope in „Still!“ den leisen Menschen eine Stimme gegeben und den Fokus auf sie gelegt hat.



    Mariella gehört in diese Gruppe der zurückhaltenden Menschen, denn sie spricht nicht und beobachtet viel. Ich fand sie sofort sympathisch und hatte das Gefühl, einen Draht zu ihr zu haben. Dass sie von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern gemobbt wird, hat mich persönlich auch total getroffen und bewegt, denn sie gehen nicht gerade zimperlich mit Mariella um. Gleichzeitig fand ich die Reaktionen und die Bearbeitung dieses Themas sehr glaubwürdig und realistisch, denn ich habe den Eindruck, dass es oft leider noch immer so ist, dass außenstehende Schüler*innen und auch Lehrer*innen bei Mobbing machtlos sind und nicht adäquat reagieren (können). Diesbezüglich zeigt „Still!“ auf, wie es oftmals eben zugeht an Schulen bzw. im Leben Jugendlicher.



    Etwas geärgert habe ich mich über Mariellas Mutter und Lehrer, die nicht so recht wussten, wie sie mit ihrer Stille und Schweigsamkeit umgehen sollten. Teilweise wirkten sie sogar überfordert. Es gibt Kinder mit Mutismus und es gibt auch Möglichkeiten damit z.B. als Lehrer umzugehen, ohne überfordert zu sein. Man muss sich nur damit auseinandersetzen. Auch dass beim Mobbing von Mariella eher weggeschaut und nichts gemacht wurde, hat mich irgendwie geärgert, weil ich mir einfach wünsche, dass mehr Menschen reagieren, wenn andere leiden.



    Doch zum Glück ist da Stan, der mit Mariella ein unglaubliches Team bildet. Die beiden kommen ganz ohne Worte aus. Wie eigentlich sowieso das ganze Buch, denn da Mariella nicht spricht, beschränkt sich auch die wörtliche Rede auf ein Minimum. Auf diese Weise schildert das Buch Mariellas Gedankengänge, die ich unglaublich berührend und eindringlich finde. Dirk Pope beschreibt die Gedanken des jungen Mädchens mit einem bewegenden Tiefgang und in einem unvergleichlichen Stil, der mich sehr beeindruckt hat. Die Geschichte ist aber nicht nur dadurch spannend, dass sie zum Nachdenken anregt, sondern auch durch die verschiedenen Geschehnisse, die Mariella in ihrem Alltag in der Schule und auch gemeinsam mit Stan erlebt. Ich habe die Geschichte auch immer mit der Frage gelesen, ob sie wohl wieder sprechen wird oder nicht, weswegen ich Seite um Seite gespannt las.



    Fazit


    Obwohl ich mich über die Unfähigkeit der Mutter und Lehrer im Umgang mit Mariellas Schweigen geärgert habe, hat mir „Still!“ sehr, sehr gut gefallen. Es ist ein Buch, das ernst ist und den Leser durch Dirk Popes Schreibstil gefangen nimmt. Das Thema des Buches hat mir persönlich richtig gut gefallen, denn es stellt die leisen Menschen in den Vordergrund. Auch geht es um Mobbing und darum, dass ein Freund wie Stan jemanden so nimmt, wie man ist. Für mich ist „Still!“ ein rundum emotional-schönes, ergreifendes Buch der besonderen Art.


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband

    Der Anfang war mir zu ruhig, aber dann wurde ich von einer großen Portion Tempo überrascht



    Klappentext


    „London, 1850: Unbemerkt von der Öffentlichkeit sorgt das Ministerium für endgültige Angelegenheiten dafür, die Seelen Verstorbener auf die andere Seite zu befördern. Der angehende Soulman Jack will sich endlich im Außeneinsatz beweisen. Sein erster Auftrag führt ihn ausgerechnet auf das Gelände des Buckingham Palace. Dort wurde eine arabische Gesandtschaft ermordet. Jack soll den Tatort von ihren Geistern befreien ― und entdeckt, dass Naima, die Tochter des Emirs, noch lebt. Als er ihr helfen will, wird er von einem schattenartigen Biest angegriffen. Um Naima zu schützen, befördert Jack sie in die Zwischenwelt! Und bricht damit eine der wichtigsten Regeln der Soulmen.“



    Gestaltung


    Der große schwarze Schattenumriss eines Mannes mit Zylinder ist sehr einnehmend auf dem Cover, was mir aber gut gefällt ist, dass es vor seinem Oberkörper viele Auslassungen gibt. Hier kann man ein altes Herrenhaus entdecken und auch den Titel, wodurch das Cover mit nur zwei Farben spielt: schwarz und gold-grün. Die verschnörkelten Ranken und der Rahmen um das Covermotiv gefallen mir sehr gut, weil gerade die feinen Linien für Auflockerung sorgen.



    Meine Meinung


    Normalerweise hätte mich am Klappentext schon das „London, 1850“ abgeschreckt, denn ich lese Geschichten, die in der Vergangenheit spielen, eigentlich nicht gerne. Aber das Buch ist von Akram El-Bahay und da schaltet einfach mein Hirn aus und der „Muss ich lesen“-Modus geht an. In „Ministry of Souls – Das Schattentor“ geht es um den angehenden Soulman Jack, der für das Ministerium für endgültige Angelegenheiten arbeitet. Seine Aufgabe ist es, Seelen auf die andere Seite zu bringen. Sein erster Auftrag führt ihn zum Buckingham Palace, wo er Naima begegnet. Sie hat als einzige einen Mordanschlag überlebt. Als sie von einem eigenartigen Wesen angegriffen wird, befördert Jack sie in die Zwischenwelt, womit er eine der wichtigsten Soulmen-Regeln bricht…



    Wie gesagt, ich lese eigentlich nicht so gerne Bücher, die irgendwie historisch angehaucht sind, aber „Ministry of Souls – Das Schattentor“ war hier für mich eine wahre Wundertüte, denn Akram El-Bahay hat das Setting gut recherchiert und stimmungsvoll eingebunden. Tatsächlich war das viktorianische London für mich der passende Ort für ein solches Ministerium der Seelen, das der Autor da erdacht hat. Im Nachhinein kann ich mir kein passenderes Setting für das Buch vorstellen als London im Jahre 1850! Auch die Veränderungen der Stadt, die sich durch die Industrialisierung immer weiter modernisiert, wurde gekonnt in die Geschichte eingeflochten und am Rande deutlich.



    Die Handlung hat mir nach einem etwas ruhigeren Start ausgesprochen gut gefallen, da in diesem Buch so viel mehr passiert als der Klappentext es erahnen lässt. Gerade das im Klappentext angesprochene „schattenartige Biest“ hat mir hier richtig gut gefallen, weil hier ein Wesen aufgegriffen wird, von dem ich persönlich noch nichts gelesen habe. Am Anfang hat es allerdings etwas gedauert, bis die Handlung für mich so richtig in Schwung kam und bis ich wirklich drin war. Mir war der Anfang vermutlich einfach ein wenig zu ruhig.



    Dies änderte sich aber mit der Zeit und dann war ich gänzlich gefesselt, denn dann hatte die Geschichte genau die Dinge, die ich abgöttisch liebe: rasantes Tempo und Action. Es passiert so allerhand und ich fand es so klasse, wie sich diese Änderung klammheimlich vollzogen hat. Ich habe es erst gar nicht so wirklich gemerkt, aber auf einmal saß ich vor dem Buch mit aufgeregt klopfendem Herzen und schneller schlagendem Puls. Ich wollte einfach unbedingt wissen, wie es weiter geht. Besonders die verschiedenen Einflüsse z.B. aus dem orientalischen Bereich und auch die Anspielungen auf bekannte Geschichten, fand ich echt genial.



    Fazit


    Auch wenn mir der Beginn von „Ministry of Souls – Das Schattentor“ etwas zu ruhig und gediegen war, so konnte mich das Buch doch überzeugen. Gerade der schleichende Wandel von ruhig zu temporeicher Action hat mich überwältigt und mir aufgeregtes Herzklopfen beschert. Die Idee des Buches fand ich klasse und vor allem auch den spannenden Antagonisten! Auch das Setting fand ich mehr als stimmig für das Ministerium der Seelen und es gefiel mir, dass die Stimmung Londons zur Zeit um 1850 für mich gut vorstellbar aufgegriffen wurde. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung!


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Ministry of Souls – Das Schattentor


    2. Ministry of Souls – Die Schattenarmee (erscheint am 30.09.2021)

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    Die Umsetzung war für mich etwas holprig



    Klappentext


    „Mit ihrer dystopischen Trilogie »Die Bestimmung« hat Veronica Roth Bestseller-Geschichte geschrieben. Jetzt ist sie zurück, besser und stärker als jemals zuvor – mit ihrem ersten Fantasy-Roman für Erwachsene! Das Besondere: Der spektakuläre Urban-Fantasy-Zweiteiler beginnt, wo andere Romane enden – mit dem Sieg der Helden über den mächtigen dunklen Feind. Doch dieses Happy End ist nur vorübergehend. Zehn Jahre später stehen die Erwählten ihrem größten Gegner erneut gegenüber, und er treibt ein abgrundtief böses Spiel mit ihnen … Außergewöhnlich, neu und atemberaubend spannend kehrt Veronica Roth zurück zu ihren Wurzeln und einer urbanen Welt mit einer starken Heldin, die bereit ist, alles für ihre Freunde und ihre Liebe zu riskieren.“



    Gestaltung


    Richtig gut finde ich an dem Cover, dass die Skyline aus Hochhäusern mal an den linken und rechten Seiten zu sehen ist und nicht wie von anderen Covern gewohnt am unteren Bildrand. Das passt für mich optisch auch so gut, weil das Mädchen auf dem Cover von oben herab zu fallen scheint und so durch den Tunnel aus Hochhäusern fällt. Die blaue Farbe mit ihren Verlauf von hell nach dunkel nach hell unterstützt diese Wirkweise meiner Meinung nach noch.



    Meine Meinung


    Als ich gesehen habe, dass es neuen Lesestoff von Veronica Roth gibt, habe ich mich riesig gefreut. Dann habe ich den Untertitel gesehen „Tödliche Bestimmung“ und war ein wenig verwirrt, bis ich den Klappentext las, denn „Die Erwählten“ hängt in keinster Weise mit der „Die Bestimmung“-Trilogie der Autorin zusammen. In ihrem neusten Werk geht es darum, dass die Erwählten den Dunklen besiegt haben und auch zehn Jahre später noch mit den Nachwirkungen des Kampfes und ihrer damit einhergehenden Bekanntheit zu schaffen haben. Doch die Leiche des Dunklen wurde nie gefunden und so stehen sie ihm erneut gegenüber…



    Das Konzept des neuen Buches von Veronica Roth fand ich sehr spannend, denn es setzt Jahre nach einer epischen Schlacht ein und erzählt die Geschichte von Solan, einer der Auserwählten, die damals kämpften. Das Buch befasst sich damit, was nach einem heldenhaften Sieg mit den Figuren passiert. Welche Auswirkungen ein Trauma auf Helden haben kann und wie es ihnen mit dem erlangten Ruhm geht. Das fand ich mal wirklich eine neue Herangehensweise und es war auch interessant zu sehen, dass Helden ihre Siege nicht immer gut verkraften. So wird das Buch auch etwas düster und von einer bedrückteren Stimmung gekennzeichnet.



    Schade fand ich damit einhergehend aber, dass ich die Vergangenheit, also die Geschehnisse vor zehn Jahren nur aus Zeitungsberichten, Artikeln oder Gedanken der Charaktere erfuhr. Ich bin ein Leser, der es actionreich liebt und ich hätte mir die Kampfszenen in dem Buch richtig episch vorgestellt, wären sie beispielsweise in Rückblenden eingebunden worden. Durch den Stil in Form von Berichten ist man aber nicht hautnah dabei und so dient die spannende Vergangenheit eher zur Information des Lesers. Hier hätte man definitiv mehr Spannung einbauen können, denn das Potenzial war da, nur leider wurde es meiner Meinung nach nicht entsprechend umgesetzt.



    So wurde die Geschichte auch erst ab gut der Hälfte wirklich actionreicher, denn dann passierten die ersten aufregenden Ereignisse. Hier gab es auch immer mal wieder Überraschungen, die zwar durchaus auch erahnbar waren, die dennoch für gute Unterhaltung sorgten. Gerade das letzte Drittel fand ich dann am besten, weil hier die Spannung am höchsten war und es am Ende eine Auflösung gab, mit der ich dann doch nicht gerechnet hatte.



    Außerdem gefiel mir das Setting des Buches. Dieses empfand ich als durchaus komplex, weil es für mich als Leser erst nicht so recht zu greifen war, aber je weiter man liest, desto mehr findet man sich in einer Art Parallelwelt ein. Hier dreht sich vieles um Wissenschaft und Magie und Veronica Roth hat hier Dinge erschaffen, die ich erstaunlich und wirklich cool fand. Es hat Spaß gemacht, sich die Welt vorzustellen und darin einzutauchen, weil sie für mich einfallsreich und in gewisser Weise auch erfrischend war.



    Fazit


    Mit „Die Erwählten – Tödliche Bestimmung“ hat Veronica Roth den Fokus auf das Leben von Helden nach ihrem Sieg gelegt, wodurch einige spannende Aspekte wie Traumata, psychische Erkrankungen oder das Leben im Ruhm angesprochen wurden. Mir persönlich gefiel die Umsetzung der Geschichte nicht so ganz, denn die Geschehnisse in der Vergangenheit der Protagonisten wurden sehr distanziert in Form von beispielsweise Berichten beschrieben, obwohl sie wirklich spannend hätten sein können, wenn wir Leser sie hätten miterleben dürfen. So fehlte mir oft die Spannung, die dann erst ab der Hälfte einsetzte und in einer überraschenden Auflösung gipfelte.


    Knappe 4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Die Erwählten – Tödliche Bestimmung


    2. ???