Beiträge von Skyline

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Der Abschluss beantwortet alle offenen Fragen


    Klappentext

    „Nachdem der Schwarze Clan aufgeflogen ist und Okami gefangen genommen wurde, hat Mariko keine Wahl mehr. Sie muss Prinz Raiden und ihrem Bruder nach Inako folgen und sich als Braut des Prinzen den Gefahren und Intrigen stellen, die am Hof auf sie lauern. Von nun an sind Klugheit und Umsicht ihre Waffen. Damit will sie die Ränkeschmiede aufdecken und für Gerechtigkeit sorgen. Doch hinter jedem Geheimnis verbirgt sich ein weiteres. Werden Mariko und Okami aus diesem Lügennetz entkommen?“


    Gestaltung

    Das Covermotiv ist dasselbe wie das des ersten Bandes mit dem Unterschied, dass es dieses Mal gespiegelt und die Farbe in Blau geändert wurde. Mir persönlich gefällt das Motiv gut, was vor allem an den Vögeln und den Bergen im Hintergrund und den Schnörkeln liegt. Letztens las ich eine Anmerkung, dass statt des Kleides ein Kimono besser gepasst hätte und die Idee finde ich persönlich ziemlich gut, da es perfekt zum Buchinhalt gepasst hätte.


    Meine Meinung

    Da mir der erste Band der Reihe von Renée Ahdieh gut gefallen hatte, wollte ich herausfinden, wie Marikos Geschichte endet. In „Das Herz aus Eis und Liebe“ geht es nahtlos weiter, denn während Okami gefangen ist, befindet sich Mariko als Braut des Prinzen am kaiserlichen Hof. Hier sieht sie sich Intrigen entgegen, wobei sie verschiedene Geheimnisse aufdeckt. Wird es ihr am Ende gelingen, Okami zu befreien? Und was ist mit Raiden und Roku? Wer wird am Ende auf dem Thron sitzen?


    Zu Beginn des Buches musste ich mich doch erst wieder ein wenig zu Recht finden und einen Einstieg finden. Es dauerte ein wenig, bis ich wieder ganz in der Geschichte drin war, aber den Anfang fand ich wirklich spannend, da es sofort sehr rasant losgeht und so ist man direkt gefangen und möchte wissen, wie es weiter geht. Mit diesem Anfang hatte die Autorin mich in der Tasche, auch wenn ich sagen muss, dass für meinen Geschmack das Tempo dann etwas abflaute. Das Ende des Buches war wieder gespickt mit Rasanz, Gefahren und viel Action. So wirkte rückblickend betrachtet der Mittelteil etwas ruhig und die Handlung ein klein wenig unausgewogen, da dem Ende in meinen Augen ein klein wenig mehr Raum hätte gegeben werden können.


    Ich bangte lange Zeit beim Lesen um die Auflösung und Enthüllung einiger meiner offenen Fragen und fragte mich oft auch, ob all dies in diesem Abschlussband auf den wenigen übrigen Seiten noch geklärt werden könnte. Auf diese Weise fieberte ich beim Lesen wirklich mit und war stets bei der Sache. Dann kam der finale Showdown, der mich wirklich atemlos gemacht hat und mir tatsächlich auch alles beantwortet hat. Ich hätte einen kleinen Ausblick auf die Zukunft in Form eines Epiloges toll gefunden, um den Reihenabschluss abzurunden. Aber insgesamt fand ich das Ende wirklich spektakulär und spannend, da es actiongeladen war und man einiges geboten bekam.


    Den Wechsel der Perspektiven fand ich nach wie vor gelungen, denn so erfuhr ich, was an verschiedenen Orten bzw. bei verschiedenen Personen geschieht. Auf diese Weise war ich immer neugierig, wie es mit der jeweiligen Person weitergeht, wenn am Ende ein Wechsel der Erzählperspektive an einer sehr spannenden Stelle kam. Auch die Atmosphäre fand ich in diesem Band gelungen dargestellt und greifbar transportiert. So ist Mariko am Hofe und dort ist es ziemlich angespannt. Ich begleitete Mariko dabei, wie sie Pälne schmiedet und sich nicht ihrem Schicksal ergibt.


    Mariko konnte mich in diesem Band mit ihrem Verhalten und ihrer Intelligenz sehr überzeugen. Sie ist klug und pfiffig und das mag ich echt an ihr. Sie steht praktisch unter akribischer Beobachtung und jede Tat sowie jedes Wort von ihr werden auf die Goldwaage gelegt. Aber auch die anderen Charaktere wie Okami, Raiden oder Roku zeigten sich in diesem Band nochmal von ihrer besten Seite. Vor allem Raiden konnte bei mir Pluspunkte sammeln, da er mein Mitgefühl geweckt hat und er in meinen Augen gewachsen ist.


    Fazit

    Mit „Das Herz aus Eis und Feuer“ findet der Zweiteiler rund um Mariko einen runden Abschluss, der alle offenen Fragen beantwortet und mit seiner Spannung, seinem Erzählstil und der greifbaren, angespannten Atmosphäre punkten kann. Das Ende war sehr temporeich und voller Action, wobei ich persönlich fand, dass ihm ein wenig mehr Raum hätte gegeben werden können. Mir gefiel die Entwicklung der Charaktere und ganz besonders die von Raiden, der mein Mitgefühl wecken konnte.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Das Mädchen aus Feuer und Sturm

    2. Das Herz aus Eis und Liebe

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    Vielleicht nicht unbedingt etwas für junge Leser, aber für ältere auf jeden Fall


    Klappentext

    „Wie die Willoughby-Kinder zu glücklichen Waisen wurden


    Die Willoughby-Geschwister – Timothy, die Zwillinge Barnaby A und Barnaby B und ihre kleine Schwester Jane – sind altmodische Kinder, die altmodische Abenteuer lieben. Unglücklicherweise sind die Willoughby-Eltern nicht besonders angetan von ihren Kindern. Tatsächlich ist es umgekehrt nicht anders. Auf dem Weg zu ihrem ersehnten Ziel – dem Dasein als Waisen – erleben die Geschwister so manches altmodische Abenteuer und machen seltsame Bekanntschaften, zum Beispiel mit einem skurrilen Kindermädchen, einem scheußlichen Baby und einem melancholischen Fabrikanten. Selbstverständlich gibt es ein ordnungsgemäßes Happy End für alle Beteiligten – wie bei allen altmodischen Kinderbüchern.“


    Gestaltung

    Ich finde das Cover total cool und irgendwie auch süß, denn es wirkt verspielt mit der kleinen, niedlichen Zeichnung des Hauses und dem Muster der Umrandung. Mir gefällt dabei vor allem der Stil, denn die Umrandung sieht aus wie eine alte Zeichnung eines Spiegel oder Gemälderahmens. So wirkt das Cover auch ein klein wenig altmodisch, was ich total passend zum Buch finde. Die Farben aus schwarz, weiß und rot unterstützen den Zeicheneffekt in meinen Augen noch.


    Meine Meinung

    Tatsächlich ist mir bei diesem Buch zuerst das Cover in den Blick gesprungen, weswegen ich dann den Klappentext las, welcher mich direkt mit dem ersten Satz gepackt hatte: Wie die Willoughby-Kinder zu glücklichen Waisen wurden. In den meisten Filmen werden Waisen ja eher als unglücklich dargestellt und so war meine Neugierde sofort geweckt. In dem Buch geht es um die Familie Willoughby, bei der die vier Geschwister ihre Eltern ganz und gar nicht leiden können. Anders herum sieht es aber auch nicht anders aus. Also beschließen die Kinder kurzerhand, Waisen zu werden. So erleben sie ein Abenteuer der besonderen Art…


    Ich fand die Geschichte der Willoughby-Geschwister wirklich super unterhaltsam, was vor allem daran lag, dass sie so skurril, schräg und abgefahren ist. Ich möchte diesbezüglich gar nicht so viel verraten, warum ich das Buch so empfand, aber mich hat die Geschichte irgendwie gepackt, weil sie total abgefahren ist. Die Eltern und eigentlich die ganzen Familienverhältnisse waren total verdreht und wirkten beim Lesen sonderbar und bizarr. Genau dies war einfach super interessant, denn das Buch ist komplett anders hinsichtlich der Darstellung der Familie als andere.


    Etwas anstrengend empfand ich leider den Schreibstil, welcher bewusst altmodisch war. Mich störte dies in Hinblick auf ein Kinderbuch ein wenig, weil ich die Befürchtung habe, dass nicht jeder junge Leser seine Freude daran haben wird. Als erwachsener Leser erkenne ich die Gründe für diese Stilwahl und finde es auch beeindruckend, aber bei Kindern könnte ich mir vorstellen, dass dies nicht so gut ankommt. Mich störte beim Lesen auch ein wenig, dass manche Dinge doch oft wiederholt wurden. Allen voran die Betonung, dass die Familie Willoughby und die Willoughby-Geschwister altmodisch sind. Das hatte ich schon bei den ersten Sätzen verstanden und für mich hätte dies nicht ständig wiederholt werden müssen.


    Die Handlung hingegen konnte mich nicht nur mit den abgefahrenen Figuren gut unterhalten, sondern auch mit ihren verrückten Ideen und den darin eingebundenen gefühlvolleren Momenten, mit denen man bei der Familie ganz bestimmt nicht rechnet. Zudem fand ich den Humor des Buches gut, der zwar ziemlich schwarz ist, aber so auch auf eine gewisse Weise erfrischend. Besonders betonen möchte ich auch die schönen Illustrationen zu Beginn eines jeden Kapitels, die darauf einstimmen.


    Fazit

    Mir hat „Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby“ aufgrund der skurrilen Familienverhältnisse, die fernab jeglicher Norm sind, gut gefallen, weil sie für Unterhaltung sorgen. Das Buch hat so durchaus auch humoristische Züge zu bieten, die aber in meinen Augen für junge Leser etwas schwierig sein könnten. Auch der Schreibstil ist nicht unbedingt für jeden Jungleser etwas. Erwachsene können mit dem Buch in meinen Augen aber Spaß haben, da die Geschichte kurzweilig ist und einen guten Unterhaltungswert mit ihren abgefahrenen Ideen hat.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

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    Alltägliche Probleme in übernatürlicher Geschichte mit guten Ideen und zu viel Hin und Her


    Klappentext

    „Seven hält den Rekord der am längsten außerhalb der Schule überlebenden Geistbegabten. Dadurch ist sie, seit sie zusammen mit ihrem Geisterfreund Remi die Schule betreten hat, bekannter als ein Geist mit zwei Köpfen. Was nicht nur bei den geheimnisvollen Zwillingen Parker und Crowe für Aufmerksamkeit sorgt. Und schnell bemerkt Seven, dass auf der Black Forest High so einiges nicht stimmt: Was steckt hinter der geheimen Arbeitsgruppe, von der niemand weiß, was sie tut oder wer ihr angehört? Weshalb halten es alle für normal, dass die Schule gutes Geld mit den Schülern verdient, die Geister austreiben und verschollene Testamente ausfindig machen? Warum verschwinden zahlreiche Schulabgänger spurlos? Und weshalb scheinen es sämtliche Poltergeister, die von Sevens toter Schwester flüstern, auf sie abgesehen zu haben? Seven macht sich auf die Suche nach Antworten - gemeinsam mit ihren neuen Freunden und dem ein oder anderen nervigen Toten, der einfach nicht akzeptieren will, dass seine Zeit abgelaufen ist.“


    Gestaltung

    Die Farben des Covers finde ich ganz schön, wobei für mich der Hintergrund ruhig auch eine andere Farbe als weiß hätte erhalten können, da weiß mittlerweile schon sehr oft als Hintergrundfarbe bei Büchern zu sehen war. Die Coverumrahmung gefällt mir gut und der aus verschiedenen Buchstaben bunt zusammengewürfelte Schriftzug des Titels, welcher den Blick auf sich zieht. Süß finde ich die kleinen Symbole, die an den Buchstaben hängen oder darauf sitzen. Das Gebäude am oberen Bildrand hätte für meinen Geschmack etwas realistischer aussehen können, damit es besser zum Umriss des Mädchens passt.


    Meine Meinung

    Eine Geschichte über Geister mit einer Schule für Jugendliche mit besonderen Begabungen? Damit hat mich Autorin Nina MacKay sofort neugierig gemacht. Auf die „Black Forest High“ gehen Geistbegabte wie Seven, die unter anderem Geister austreiben können. An der Schule geht jedoch manches nicht mit rechten Dingen zu. So gibt es eine geheimnisvolle AG, über die niemand wirklich Bescheid weiß. Die Schule verdient ihr Geld mit den Schülern. Alle Absolventen der Schule verschwinden. Zudem sind da noch Geister, die es auf Seven abgesehen haben. Wird Seven herausfinden, was es mit all diesen Geheimnissen auf sich hat?


    Seven ist die Protagonistin des Buches, die sich auf der Black Forest High zurechtfinden muss. Sie hebt sich von den anderen Schülern der Academy ab und ist nicht perfekt, wodurch sie nahbar wurde. Ihr bester Freund ist der Geist Remi, welcher mein persönliches Highlight des Buches war. Remi ist ziemlich vorlaut und er sorgt für den ein oder anderen Lacher.


    Für Humor sorgt Nina MacKay auch in ihren Dialogen. Wie ich es bei der Autorin auch von ihren anderen Werken gewohnt bin, sind diese nämlich spritzig und oft auch witzig. Die humorvollen Züge des Buches vereint sie mit ihrem lockeren Schreibstil, der jugendlich modern wirkt und in meinen Augen sehr verständlich ist.


    Die Handlung ist eine Mischung aus typischen Alltags-Highschool-Problemen mit übernatürlichen Begebenheiten. Mir gefielen die Rätsel und Geheimnisse, die die Geschichte gestreut hat gut, denn ich habe hier stets mitgerätselt. Manchmal gingen mir aber Antworten auf bestimmte Fragen etwas zu sehr unter, weil schon das nächste Rätsel gestreut und angegangen wurde.


    Doch was mich mehr störte war das Hin und Her von Seven bezüglich der Zwillinge Parker und Crowe, wodurch der Fokus der Handlung meiner Meinung nach manchmal etwas verloren ging. Seven himmelt die beiden im einen Moment an, im nächsten mag sie sie nicht, weil sie arrogant sind, dann vergöttert sie sie wieder und so weiter. Ein ständiges auf und ab, was in mir den Wunsch weckte, Seven einmal durchzuschütteln, damit sie sich doch bitte endlich eine feste Meinung bilde und dabei bleibe.


    Das Setting der Schule und die Idee mit den Geisterbegabten fand ich ziemlich cool. Da Seven mit Remi befreundet ist, wird sie von ihren Mitschülern etwas schräg angeschaut. Es ist für sie seltsam, mit einem Geist befreundet zu sein. So greift das Buch schwierige Situationen, mit denen man sich in der Jugend auseinandersetzt, auf und überträgt sie auf ein übernatürliches Level, was ich echt interessant fand.


    Fazit

    Insgesamt hat mir „Black Forest High – Ghostseer“ gefallen, weil ich die Idee der Geister und Geisterbegabten sowie die Black Forest High sehr gerne mochte. Die Idee fand ich spannend, vor allem weil in den Fantasyroman alltägliche Probleme junger Menschen eingebunden wurden. Gestört hat mich allerdings ein wenig die Zerrissenheit der Protagonistin bezüglich der Zwillinge Parker und Crowe, durch die es ein ständiges Hin und Her gab. Die Geheimnisse und Rätsel der Handlung haben dafür aber für Spannung gesorgt.

    Gute 3 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Black Forest High – Ghostseer

    2. ???

    Alltägliche Probleme in übernatürlicher Geschichte mit guten Ideen und zu viel Hin und Her


    Klappentext

    „Seven hält den Rekord der am längsten außerhalb der Schule überlebenden Geistbegabten. Dadurch ist sie, seit sie zusammen mit ihrem Geisterfreund Remi die Schule betreten hat, bekannter als ein Geist mit zwei Köpfen. Was nicht nur bei den geheimnisvollen Zwillingen Parker und Crowe für Aufmerksamkeit sorgt. Und schnell bemerkt Seven, dass auf der Black Forest High so einiges nicht stimmt: Was steckt hinter der geheimen Arbeitsgruppe, von der niemand weiß, was sie tut oder wer ihr angehört? Weshalb halten es alle für normal, dass die Schule gutes Geld mit den Schülern verdient, die Geister austreiben und verschollene Testamente ausfindig machen? Warum verschwinden zahlreiche Schulabgänger spurlos? Und weshalb scheinen es sämtliche Poltergeister, die von Sevens toter Schwester flüstern, auf sie abgesehen zu haben? Seven macht sich auf die Suche nach Antworten - gemeinsam mit ihren neuen Freunden und dem ein oder anderen nervigen Toten, der einfach nicht akzeptieren will, dass seine Zeit abgelaufen ist.“


    Gestaltung

    Die Farben des Covers finde ich ganz schön, wobei für mich der Hintergrund ruhig auch eine andere Farbe als weiß hätte erhalten können, da weiß mittlerweile schon sehr oft als Hintergrundfarbe bei Büchern zu sehen war. Die Coverumrahmung gefällt mir gut und der aus verschiedenen Buchstaben bunt zusammengewürfelte Schriftzug des Titels, welcher den Blick auf sich zieht. Süß finde ich die kleinen Symbole, die an den Buchstaben hängen oder darauf sitzen. Das Gebäude am oberen Bildrand hätte für meinen Geschmack etwas realistischer aussehen können, damit es besser zum Umriss des Mädchens passt.


    Meine Meinung

    Eine Geschichte über Geister mit einer Schule für Jugendliche mit besonderen Begabungen? Damit hat mich Autorin Nina MacKay sofort neugierig gemacht. Auf die „Black Forest High“ gehen Geistbegabte wie Seven, die unter anderem Geister austreiben können. An der Schule geht jedoch manches nicht mit rechten Dingen zu. So gibt es eine geheimnisvolle AG, über die niemand wirklich Bescheid weiß. Die Schule verdient ihr Geld mit den Schülern. Alle Absolventen der Schule verschwinden. Zudem sind da noch Geister, die es auf Seven abgesehen haben. Wird Seven herausfinden, was es mit all diesen Geheimnissen auf sich hat?


    Seven ist die Protagonistin des Buches, die sich auf der Black Forest High zurechtfinden muss. Sie hebt sich von den anderen Schülern der Academy ab und ist nicht perfekt, wodurch sie nahbar wurde. Ihr bester Freund ist der Geist Remi, welcher mein persönliches Highlight des Buches war. Remi ist ziemlich vorlaut und er sorgt für den ein oder anderen Lacher.


    Für Humor sorgt Nina MacKay auch in ihren Dialogen. Wie ich es bei der Autorin auch von ihren anderen Werken gewohnt bin, sind diese nämlich spritzig und oft auch witzig. Die humorvollen Züge des Buches vereint sie mit ihrem lockeren Schreibstil, der jugendlich modern wirkt und in meinen Augen sehr verständlich ist.


    Die Handlung ist eine Mischung aus typischen Alltags-Highschool-Problemen mit übernatürlichen Begebenheiten. Mir gefielen die Rätsel und Geheimnisse, die die Geschichte gestreut hat gut, denn ich habe hier stets mitgerätselt. Manchmal gingen mir aber Antworten auf bestimmte Fragen etwas zu sehr unter, weil schon das nächste Rätsel gestreut und angegangen wurde.


    Doch was mich mehr störte war das Hin und Her von Seven bezüglich der Zwillinge Parker und Crowe, wodurch der Fokus der Handlung meiner Meinung nach manchmal etwas verloren ging. Seven himmelt die beiden im einen Moment an, im nächsten mag sie sie nicht, weil sie arrogant sind, dann vergöttert sie sie wieder und so weiter. Ein ständiges auf und ab, was in mir den Wunsch weckte, Seven einmal durchzuschütteln, damit sie sich doch bitte endlich eine feste Meinung bilde und dabei bleibe.


    Das Setting der Schule und die Idee mit den Geisterbegabten fand ich ziemlich cool. Da Seven mit Remi befreundet ist, wird sie von ihren Mitschülern etwas schräg angeschaut. Es ist für sie seltsam, mit einem Geist befreundet zu sein. So greift das Buch schwierige Situationen, mit denen man sich in der Jugend auseinandersetzt, auf und überträgt sie auf ein übernatürliches Level, was ich echt interessant fand.


    Fazit

    Insgesamt hat mir „Black Forest High – Ghostseer“ gefallen, weil ich die Idee der Geister und Geisterbegabten sowie die Black Forest High sehr gerne mochte. Die Idee fand ich spannend, vor allem weil in den Fantasyroman alltägliche Probleme junger Menschen eingebunden wurden. Gestört hat mich allerdings ein wenig die Zerrissenheit der Protagonistin bezüglich der Zwillinge Parker und Crowe, durch die es ein ständiges Hin und Her gab. Die Geheimnisse und Rätsel der Handlung haben dafür aber für Spannung gesorgt.

    Gute 3 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Black Forest High – Ghostseer

    2. ???

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    Ein angenehmer Zwischenband, der das Feuer für die nächsten Bände schürt


    Klappentext

    „Der schreckliche Kampf gegen Hybern ist nicht spurlos an Feyre, Rhys und ihren Gefährten vorbeigegangen. Trotzdem geben sie alles dafür, den Hof der Nacht wiederaufzubauen und den unsicheren Frieden im Reich zu erhalten. Die bevorstehende Wintersonnenwende bietet die perfekte Gelegenheit, endlich abzuschalten und gemeinsam zu feiern. Doch auch die festliche Atmosphäre kann die Schatten der Vergangenheit nicht zurückhalten – denn Feyres Freunde tragen tiefe Wunden in sich und ihren Verbündeten aus dem Krieg ist noch lange nicht zu trauen.“


    Gestaltung

    Mir gefällt, dass der Stil des Covers denen der ersten drei Bände aus der Reihe angepasst ist. Mit den dunklen, größtenteils blätterlosen Ästen und den vereinzelten großen Blättern erinnert das Cover an die Vorgängerbände. Dieses Mal sind in der Covermitte jedoch zwei Figuren zu sehen, statt eines Mädchens in einem auffallenden, farbigen Kleides. Die Kleidung des Jungen und des Mädchens sind in dunklen schwarz-blau Tönen gehalten, was zum Untertitel passt. Generell finde ich die Blautöne als Farbwahl sehr passend.


    Meine Meinung

    „Frost und Mondlicht“ ist eine Art Zwischenstopp in der „Das Reich der sieben Höfe“-Reihe, denn es spielt einige Monate nach den Ereignissen aus „Sterne und Schwerter“ und bereitet gleichzeitig auf die drei nächsten und letzten Bände vor. Ich habe mir beim Lesen von „Frost und Mondlicht“ zwischendrin immer wieder bewusst gemacht, dass es sich hier um einen Zwischenband handelt, denn ich finde, man kann die Handlung nicht mit der der ersten drei Bände vergleichen.


    In diesem Band geht es ruhiger zu und die Charaktere haben nach dem Kampf gegen Hybern eine kleine, wohlverdiente Verschnaufpause. Wer hier also Action und Kampf, Rasanz und Tempo erwartet, der sollte seine Erwartungen überdenken. Ich finde „Frost und Mondlicht“ ist eine schöne Ergänzung zu den ersten drei Bänden, da hier auch dem Leser eine Atempause gegönnt wird, die man dazu nutzen kann, um die Charaktere näher kennen zu lernen und tiefer in die Atmosphäre rund um die Höfe einzutauchen.


    Ich fand es realistisch, dass die Autorin durch „Frost und Mondlicht“ zeigt, dass es nach einem Krieg auch eine Phase des Aufbaus des Landes als auch der Beziehungen der Menschen untereinander gibt. So wird in diesem Band vor allem der Hof der Träume dargestellt samt der Entwicklungen in Velaris. Die Allianzen zwischen einzelnen werden gefestigt und der Frieden im Reich wird auf sehr eindrucksvolle Weise dargestellt. Schön war es auch, dass die Figuren zusammen kommen, um zu feiern. Dennoch zeigt dieser Band auch, welche Auswirkungen und Folgen der Krieg hat, denn bei einigen hat er auch tiefe Wunden hinterlassen.


    Auf diese Weise stellt der Band auf sehr realistische Weise dar, wie es nach einem Krieg zugeht. Diese Idee, dies darzustellen, finde ich so gesehen richtig toll, denn wären wir direkt in den nächsten Kampf gerannt, so wäre in meinen Augen doch die Bedeutungsschwere eines Krieges etwas untergegangen. Ich finde zwar auch, dass die Handlung in diesem Band auch für meinen Geschmack etwas zu ruhig war und dass ruhig mehr hätte passieren dürfen, aber dennoch bin ich restlos begeistert von der Idee, dass eine Buchreihe endlich einmal einen Zwischenstopp einlegt, um dem Leser in Ruhe darzulegen, wie die Aufbauarbeiten nach einem Krieg sowohl in den Städten als auch bei den Menschen aussehen.


    Positiv fand ich auch, dass die Erzählperspektiven in diesem Band ein wenig wechseln. Zwar beschreibt der Hauptteil des Buches die Geschehnisse aus der Sichtweise von Feyre und Rhysand, aber auch die Perspektiven von Cassian, Morrigan und Nesta kommen zum Tragen. Dies verstärkt den Eindruck einer Atempause noch mehr und sorgt gleichzeitig dafür, dass der Leser auch diese Charaktere einmal aus ihrem Inneren heraus kennen lernt. Zudem sorgt es für Abwechslung, wodurch frischer Wind in die Erzählung kommt.


    Fazit

    Auch wenn die Handlung wirklich ruhig ist und nicht viel passiert, so fand ich es doch schön, mit „Frost und Mondlicht“ in ein friedvolles Reich der sieben Höfe eintauchen zu können. Mir gefiel es, dass durch die Darstellung der Nachkriegszeit und des Zusammentreffens der Figuren auf realistische Weise dargestellt wird, wie es nach einem Krieg zugeht (statt direkt in den nächsten Kampf zu rennen). Man sollte sich meiner Meinung nach beim Lesen vor Augen halten, dass dieser Band ein Zwischenband ist, der die ersten drei Bände abschließt und uns Leser auf die nächsten drei vorbereitet. Aus dieser Perspektive betrachtet ist „Frost und Mondlicht“ ein beruhigendes Leseerlebnis, das meine Neugierde auf die nächsten Bände steigert und mich die ersten Bände zufrieden abschließen lässt.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

    2. Das Reich der sieben Höfe – Flammen und Finsternis

    3. Das Reich der sieben Höfe – Sterne und Schwerter

    4. Das Reich der sieben Höfe – Frost und Mondlicht

    5. ???

    6. ???

    7. ???

    Leider war mir die Handlung zu trocken und schleppend


    Klappentext

    „Ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren.

    Eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen.

    Ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen.

    Eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen.


    Werden sie verschenkt, steigert sich die Macht der Artefakte, werden sie behalten, nimmt diese ab.


    Doch die magischen Artefakte sind verschollen. Die Weisen Frauen, die einst friedvoll mit ihnen regierten, sind in die Wälder geflohen, und Kriegsfürsten herrschen über Menschen, Zwerge und Elfen.


    Die Zeit ist gekommen, dass die Töchter aller Völker sich erheben, um die Macht zurückzugewinnen.“


    Gestaltung

    Die verschiedenen Grüntöne harmonieren durch die Verbindung von helleren und dunkleren Nuancen sehr schön miteinander. Zudem passt die Farbe sehr gut zum Covermotiv, welches eine Gestalt in einem Umhang mit Kapuze vor dem Wald zeigt. Die verschiedenen Äste und Blätter im Bildvordergrund erzeugen den Effekt, als würde der Betrachter selbst in den Wald schauen, was dem Cover Tiefe verleiht.


    Meine Meinung

    Von der Autorin Jenny-Mai Nuyen habe ich bisher noch keins ihrer Werke gelesen, aber ich habe schon viel von diesen gehört. Darum war ich gespannt auf ihren High-Fantasy-Roman, welcher vor allem die weiblichen Charaktere in den Mittelpunkt stellt. In „Die Töchter von Ilian“ geht es um vier Artefakte, mit welchen die Welt von Ilian regiert wurde und die nun verschwunden sind. Das Buch erzählt die Geschichte verschiedener Figuren, welche sich auf den Weg machen, die Artefakte wiederzufinden bzw. sie wieder zu vereinen.


    Beeindruckt hat mich an der gesamten Erzählung der Schreibstil der Autorin. Frau Nuyen schreibt bildgewaltig und sehr detailliert. So entstanden Landschaften geradezu bildlich vor meinem inneren Auge, aber auch Kämpfe werden sehr anschaulich beschrieben. Diesbezüglich möchte ich eine Warnung aussprechen, dass die Handlung manch einem Leser vielleicht zu brutal sein könnte. Ich fand die Sprache der Autorin für einen Fantasyroman angemessen, denn sie schreibt wortgewandt und anschaulich.


    Die Handlung war in meinen Augen leider etwas träge. Immer wieder wurde sie für mich von gefühlmäßig langen Szenen unterbrochen, die ich recht trocken fand und in denen ich das Gefühl hatte, dass nichts passiert, um den roten Faden voranzutreiben. So empfand ich das Lesen teilweise als recht anstrengend und ich musste mich immer wieder motivieren, um weiter zu lesen. Selbst manche Schlachten und Kämpfe, die eigentlich für Tempo sorgten, kamen mir dann doch etwas langwierig vor.


    Die Charaktere haben mir dafür gut gefallen, denn sie sind nicht nur vielfältig, sondern auch unheimlich verschieden und bunt. Die Autorin bereitet nicht die typischen Rollenbilder auf, sondern schafft ganz eigene, neue Kreationen. Interessant fand ich auch die Umsetzung verschiedener Fantasywesen, vor allem altbekannter. Zwerge, sonst oft als klein, rüpelhaft und nicht gut aussehend beschrieben, bekommen hier eine ganz andere Darstellung. Die Figurenwelt hat mich wirklich überzeugt und mir gut gefallen.


    Die Welt ist zudem sehr komplex und in meinen Augen gleichzeitig auch gut durchdacht. Ich hatte beim Lesen nicht das Gefühl, als gäbe es irgendwo Lücken oder Logikfehler. Vielmehr konnte die Autorin ihren Ideenreichtum gut präsentieren und mir verständlich darlegen, was sicher auch an ihrem Schreibstil und der Liebe zum Detail lag.


    Fazit

    Insgesamt fand ich den Ideenreichtum und den Schreibstil von Jenny-Mai Nuyen in ihrem neuen Buch „DieTöchter von Ilian“ sehr ansprechend und gut umgesetzt. Die Handlung allerdings war mir zu schleppend und oft auch zu anstrengend, weil ich mich oftmals durch die Seiten kämpfen musste. Dafür konnten mich die Charaktere überzeugen, welche keine Darstellung typischer Rollenbilder sind, sondern sehr verschieden und vielfältig.

    3 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

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    Schöne Geschichte zwischen zwei Figuren eingepackt in sonderbare Nebenstränge und -figuren


    Klappentext

    „Esthers Familie ist ungewöhnlich. Das ist das Mindeste, was man sagen kann. Ihr Vater wagt sich nicht mehr aus dem Keller, der Bruder kann nur bei Licht schlafen und die Mutter hat panische Angst vor allem, was Unglück bringen könnte. Was Esthers größte Angst ist, weiß sie nicht. Aber vorsichtshalber notiert sie alles, was infrage kommen könnte, in einer Liste. Und die gerät ausgerechnet in die Hände von Jonah Smallwood – ihrem Schwarm aus der Grundschule. Doch statt sie auszulachen, hilft Jonah ihr, sich ihren Ängsten zu stellen. Gemeinsam arbeiten sie die Liste ab und kommen sich immer näher. Bis Esther erfährt, was Jonah getan hat.“


    Gestaltung

    Das Cover finde ich sehr sommerlich und süß. Das Stück Wassermelone am oberen Bildrand aus dem sowohl Regentropfen als auch kleine Herzchen regnen gefällt mir aufgrund des Zeichenstils und weil es einen Farbtupfer auf dem ansonsten ruhigen Cover darstellt richtig gut. Ich mag auch die Schriftart und Farbe des Titelschriftzuges, denn der rötliche Ton hebt sich von dem Hintergrund schön ab. Das helle Gelb des Hintergrundes sorgt zudem für den sommerlichen Effekt und ist gleichzeitig nicht zu knallig, sodass ich das Cover insgesamt sehr stimmig finde.


    Meine Meinung

    Nachdem ich von Autorin Krystal Sutherland schon „Unsere verlorenen Herzen“ gelesen hatte und dieses Buch mir richtig gut gefallen hatte, war ich gespannt auf ihr neustes Werk. In „Es muss ja nicht perfekt sein“ geht es um Esther, die in einer Familie aufwächst, in der einige Ängste vorherrschen. Esther weiß nicht, was ihre größte Angst ist, aber sie schreibt sicherheitshalber alles in Frage kommende auf. Als Esters Grundschulschwarm Jonah an diese Liste kommt, hilft er ihr, sich ihren Ängsten zu stellen und so kommen sich die beiden näher. Doch Jonah verbirgt ein Geheimnis…


    Wenn ich „Es muss ja nicht perfekt sein“ mit „Unsere verlorenen Herzen“ vergleiche, muss ich doch sagen, dass mich das neue Buch der Autorin etwas irritiert hat, denn „Es muss ja nicht perfekt sein“ ist ziemlich skurril. Direkt mit den ersten Seiten geht es eigentlich schon los, denn Esther trägt beispielsweise ein Rotkäppchenkostüm (und im Verlauf der Geschichte viele weitere seltsame Verkleidungen). So ist sie genau wie ihre ganze Familie ziemlich komisch. Für meinen Geschmack manchmal etwas zu komisch und abgedreht, denn ich vermisste doch etwas die realistischen Züge bei dieser Familie. Das fand ich etwas schade, denn die Idee hinter der Geschichte fand ich eigentlich richtig gut.


    Es geht darum zu zeigen, dass man sich seinen Ängsten stellen kann und sollte und es in Ordnung ist, sich dafür Hilfe zu holen. Diese Botschaft fand ich schön und vor allem die Geschehnisse mit Esther und Jonah fand ich sehr bewegend und berührend. Hier hat die Autorin das geschaffen, was mich schon bei „Unsere verlorenen Herzen“ so überzeugt hat: sie konnte mich mit der Geschichte ergreifen und berühren. Der Aspekt mit Esther und Jonah war auch wirklich schön ausgearbeitet, denn es gab hier auch ein paar lustigere Momente, sodass mir die Abwechslung in diesen Szenen gut gefallen hat – von ernst bis zu humorvoll war alles dabei.


    Aber dennoch konnte mich die Skurrilität all der Charaktere und Gegebenheiten, die Esther und Jonah umgeben, nicht überzeugen. Es war mir einfach zu abgedreht und unglaubwürdig, denn nicht nur Esthers Familie hat einige psychische Probleme zu bewältigen, auch andere Charaktere wie z.B. ihre beste Freundin kämpfen damit. So war mir dies einfach zu gehäuft bei zu vielen Figuren, die einander kennen und miteinander in Verbindung stehen. Zwar finde ich es toll, dass die Autorin sich dem Thema der Ängste und der psychischen Erkrankungen annimmt und diese auch ernsthaft darstellt und thematisiert, aber es war dann teilweise doch zu überspitzt (wenn beispielsweise noch ein Familienfluch hinzukommt).


    Den Schreibstil von Krystal Sutherland fand ich wieder sehr gelungen, denn ich habe das Gefühl, dass ich mich in diesen fallen lassen kann. Die Autorin schreibt leicht und locker, sodass ich die Geschichte sehr schnell gelesen habe. Auch die ernste Thematik, die die Autorin mit Jonahs Charakter in die Geschichte einbringt, fand ich von ihr sehr gefühlvoll dargestellt und passend aufgegriffen. Hiermit konnte sie mich wirklich überzeugen und Jonahs Bürde auch sehr emotional beschreiben, sodass mein Herz schwer wurde, als ich von seinen Schwierigkeiten las.


    Fazit

    Wie schon bei „Unsere verlorenen Herzen“ zeichnet sich auch „Es muss ja nicht perfekt sein“ durch den locker-leichten Schreibstil der Autorin aus. Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten gefiel mir sehr und ich mochte die Bewältigung von Esthers Ängsten mit Hilfe von Jonah am liebsten an diesem Buch. Die Nebencharaktere fand ich etwas zu skurril und sonderbar, was mir leider nicht gefallen hat. Dafür fand ich die Botschaft des Buches ansprechend und vor allem wichtig: stell dich deinen Ängsten und dabei Hilfe in Anspruch zu nehmen ist nicht schlimm.

    Knappe 4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

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    Das Buch sorgt durch viele Dinge für riesen großen Lesespaß!


    Klappentext

    LIFE SAAKS – kommt drauf an, was du draus machst!

    Ennis Wutanfälle haben ihren Grund: Ihre Pflegeeltern stecken sie in ein abgelegenes Internat, und nehmen ihren Bruder Noah mit in die Schweiz. Aber Enni hat einen Plan: Ausbrechen und ihn finden. Zu dumm, dass sie dafür die Hilfe der anderen Schüler braucht, denn die findet Enni unausstehlich. Doch dann stellt sich raus, dass die Unausstehlichen eine eigene, nervenzerfetzende Geheimaktion planen und dafür Ennis Hilfe brauchen …“


    Gestaltung

    Vor dem blauen Hintergrund, der ein wenig verpixelt bzw. leicht gepunktet aussieht, strahlt nicht nur der Schriftzug des Titels, sondern auch die Illustration der Protagonistin. Ich finde es schön, dass durch das Blau die Haarfarbe der Hauptfigur aufgegriffen wurde und dass ihre Illustration sich so schön in die Schrift des Titels einfügt.


    Meine Meinung

    Mich hat vor allem der Titel angesprochen, denn ich war neugierig, wieso das Leben ein Rechenfehler ist. Zudem interessierte mich aber auch, ob die Unausstehlichen wirklich so unausstehlich sind, denn in dem Buch geht es darum, dass Protagonistin Enni im Internat auf eine Gruppe Schüler trifft, die sie unausstehlich findet. Trotzdem braucht Enni ihre Hilfe, um aus dem Internat fliehen zu können. Aber auch die Unausstehlichen brauchen Enni, um ihren geheimen Plan in die Tat umsetzen zu können. Können die Kinder sich auf einen Deal einigen? Wird vielleicht sogar mehr aus der Zweckgemeinschaft?


    Was mich an „Die Unausstehlichen & ich – Das Leben ist ein Rechenfehler“ total begeistern konnte, waren die Charaktere. Neben Enni sind da noch Dante, Karan, Lilith und viele, viele mehr, die alle richtig unterschiedlich sind. Dante sitzt beispielsweise im Rollstuhl und Lilith ist blind. So wird in dem Buch das Thema des Andersseins aufgegriffen und mit einer schönen Botschaft verbunden, denn die Geschichte befasst sich neben Ennis Abenteuern auch mit freundschaftlichem Zusammenhalt.


    Mir gefiel es dabei vor allem sehr gut, wie die Charaktere eingeführt wurden. Zunächst lernte ich die mutige, taffe und in ihrem Inneren doch zarte, liebe Enni kennen, die einiges durchgemacht hat und sich nach außen hin hart zeigt. Nach und nach wurden dann die anderen Charaktere eingeführt, wobei ich jedes Mal Zeit hatte, die neu hinzugekommene Figur kennen zu lernen, bevor eine neue eingeführt wurde.


    Die Handlung empfand ich auch als spannend, da es durch die Figuren immer etwas zu entdecken oder zu rätseln gab, denn bei manchen Kids sind einige Geheimnisse im Spiel. Zudem wird die Geschichte aber auch durch Ennis Erlebnisse sehr spannend, da sie versucht ihren Fluchtplan umzusetzen und dabei einige Hürden überwinden muss. Enni ist zudem ziemlich klug, was auch für Lesespaß sorgt, denn ich schloss sie schnell in mein Herz und folge ihrer Geschichte gerne. Das Ende des Buches ist zwar etwas kitschig und ich hatte auch ein wenig mit solch einem Ausgang gerechnet, aber es lässt einige Fragen und Rätsel offen, sodass ich echt gespannt auf die Fortsetzung bin.


    Richtig begeistert bin ich nicht nur von den coolen Illustrationen und Zeichnungen, sondern auch von der Idee, die Schimpfwörter, die Enni nutzt, zu schwärzen. So entsteht ein lustiges Rätselraten darum, welches Wort Enni gerade benutzt haben könnte. Auch gefiel mir die Erzählart, denn der Leser bekommt die Geschichte von Enni erzählt – wortwörtlich: sie berichtet ihre Erlebnisse einem Arzt, sodass ich als Leser diese Position einnahm und teilweise direkt angesprochen wurde. Das fand ich sehr ansprechend!


    Auch mochte ich das Setting des Buches gerne, denn Enni kommt auf ein Internat in den Bergen. Durch den schönen Schreibstil von Autorin Vanessa Walder konnte ich hier die Bergluft geradezu riechen. Sehr gut gemacht fand ich auch die Authentizität mit der die Autorin Ennis Sichtweise dargestellt hat. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ein 11jähriges Mädchen mit mir sprechen würde.


    Fazit

    Mit „Die Unausstehlichen & ich - Das Leben ist ein Rechenfehler“ ist Vanessa Walder ein schöner, herzerwärmender Auftakt einer neuen Kinderbuchreihe gelungen, den ich nur wärmstens empfehlen kann. Es macht Spaß, zu verfolgen, wie die verschiedenen Charaktere nacheinander eingeführt werden und sie genauer kennen zu lernen. Die Gruppe ist wirklich sehr sympathisch und vor allem Enni gefiel mir sehr gut. Der Erzählstil ist erfrischend und die geschwärzten Schimpfwörter im Text sorgen für große Unterhaltung. Auch die Handlung sorgt mit ihren Rätseln und den Hürden, die Enni überwinden muss, für großen Lesespaß!

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Die Unausstehlichen & ich - Das Leben ist ein Rechenfehler

    2. ???

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    Die schwere Thematik wird kindgerecht und einfühlsam umgesetzt


    Klappentext

    „Darf man über das Leben eines anderen bestimmen? Und woher soll man wissen, was richtig oder falsch ist, wenn man ihn nicht fragen kann? Belas großer Bruder Julius liegt im Wachkoma, die Familie soll eine Entscheidung treffen und steht kurz davor, auseinanderzubrechen. Und jetzt? Belas Freundin Martha würde zum Papst fahren. Der muss schließlich wissen, was in so einem Fall zu tun ist … Heimlich schlachten sie ihre Sparschweine, klauen eine Kreditkarte und begeben sich auf eine abenteuerliche Reise nach Rom, um eine Antwort zu finden und Belas Familie zu retten.“


    Gestaltung

    Mir gefällt das bunte Cover total gut, denn mit dem Wal greift es einen Gedanken der Protagonistin auf. Durch den hellblauen Himmel wirkt es zudem so, als würde der Wal im Wasser schwimmen. Die Landschaft, die man am unteren Bildrand sieht, erinnert an Italien, was ebenfalls gut zur Geschichte passt. Zudem mag ich den Zeichenstil des Covermotivs total gerne. Auch finde ich es cool, dass der Titel sich in knalligem Rot über das Cover zieht und sich so vom Blau abhebt und hervorstrahlt.


    Meine Meinung

    Schon oft habe ich gehört, dass die Bücher von Nina Weger richtig toll sein sollen und deswegen habe ich mich mit „Als mein Bruder ein Wal wurde“ nun selber davon überzeugt. In diesem Buch geht es um die schwierige Thematik des Komas, denn in genau diesem liegt der große Bruder von Bela. Seine Familie droht daran auseinanderzubrechen und so macht sich Bela mit seinen Ersparnissen, einer geklauten Kreditkarte und seiner Freundin Martha auf den Weg nach Rom. Der Papst wird sicherlich eine Antwort wissen und ihnen helfen können, seine Familie zu retten…


    Schon beim Lesen des Klappentextes wird klar: Hier geht es um ein ernstes, alles andere als leichtes Thema, denn „Als mein Bruder ein Wal wurde“ befasst sich mit Trauer und Tod, aber auch mit Familie und Liebe. Die Geschichte macht wirklich nachdenklich und regt auch einige philosophische Fragen an, die man meiner Meinung nach sein Kind nicht alleine verarbeiten lassen sollte. Für das empfohlene Lesealter ist die Thematik nämlich vielleicht etwas zu schwer bzw. zu philosophisch, wenn sie zu jung sind und das Buch alleine lesen.


    Ich finde es klasse, dass die Autorin ein Kinderbuch zu diesen ernsten Themen schreibt und so jungen Lesern einen kindgerechten Zugang dazu bietet, denn so ist „Als mein Bruder ein Wal wurde“ eins der wenigen Kinderbücher mit so ernsthaften Tönen. Da Unfälle, andere Schicksalsschläge und auch der Tod Teil des Lebens sind, ist es toll, dass mit diesem Buch die Möglichkeit besteht gemeinsam mit seinen Kindern solche Themen auf kindliche Weise anzusprechen und zu thematisieren. Nina Weger hat hier einen großen Beitrag dazu geleistet und mit ihrem neusten Kinderbuch auf gefühlvolle Weise einen kindgerechten Zugang geschaffen.


    Die Situation von Belas Familie stellt die Autorin auf eindringliche und sehr realistische Weise dar. So ist nach dem Unfall von Julius in der Familie nichts mehr wie zuvor und alles wird in ein „Davor“ und „Danach“ geteilt. Die Gefühle von Bela und das Zerbrechen der Familie sind sehr bedrückend und greifbar. Als es dann auch noch um die Frage von Julius‘ Weiterleben geht, ist die Stimmung im Buch richtig traurig und schwer.


    Die Entscheidung von Bela gemeinsam mit Martha nach Rom aufzubrechen, um den Papst um Rat zu fragen, fand ich sehr mutig. Ich habe die beiden Kinder dafür bewundert, dass sie ganz alleine aufgebrochen sind und sie bei ihrer Reise nichts erschüttern konnte. Sie hatten ihr Ziel fest vor Augen. Ihre Reise war für mich das wahre Highlight des Buches, denn die zwei lernen eine wichtige Botschaft, die auch für die Leser enorm wichtig ist: das Leben geht weiter, auch wenn es zunächst schwer erscheint angesichts von traurigen Ereignissen, so geht es dennoch weiter. Und wenn man den Glauben nicht verliert, kann man sich wieder aufrappeln. Durch die Reise kommen so viele neue Perspektiven auf die Situation von Belas Familie hinzu, die verschiedene Möglichkeiten des Umgangs mit einem Schicksalsschlag aufzeigen.


    Fazit

    Nina Weger greift in ihrem Kinderbuch „Als mein Bruder ein Wal wurde“ ein ernstes und schwieriges Thema auf, weswegen man jüngere Leser meiner Meinung nach bei der Lektüre dieses Buches begleiten sollte. Die Autorin verarbeitet Themen wie Trauer, Tod und Familie auf einfühlsame, kindgerechte Weise und zeigt auf, dass diese zum Leben dazugehören. Die Botschaft des Buches fand ich sehr ergreifend, schön und unheimlich wichtig. In meinen Augen eignet sich dieses Buch nicht nur für kleine, sondern auch für große Leser!

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

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    Ich mochte die Mythologie und das Setting, die Figuren und ihre Beziehung blieben zu blass


    Klappentext

    „Der junge Krieger Erik ist dazu bestimmt, ein wahrer Held zu werden. Beistand auf diesem schwierigen Weg erhält er vom Gott Tyr und der Walküre Kára. Für Kára keine leichte Aufgabe, denn sie ist heimlich in den jungen Mann verliebt, der nicht ahnt, wer sie wirklich ist. Doch dann erfahren die beiden von Loki dem Listenreichen, dass Göttervater Odin es allen Bewohnern Asgards strengstens untersagt hat, sich den Menschen zu nähern. Tyr und Kára ahnen nicht, dass Loki ein falsches Spiel mit ihnen spielt. Denn sollte Erik sein Schicksal erfüllen, würde ihn das direkt nach Walhall an die Tafel der Götter führen. Und es gibt jemanden, der den jungen Mann dort keinesfalls sehen möchte.“


    Gestaltung

    Die mit Schnörkeln und Mustern versehene Axt fällt sofort ins Auge, da ihr Schneideblatt über dem Titel zu sehen ist. Die Muster sind sehr detailliert und laden dazu ein, dass man sie sich gerne und lange ansieht. Hinter dem Titel ist ein Blumenstrauß von weißem Schleierkraut zu sehen, durch welchen sich der in schwarz geschriebene Titel sehr schön abhebt. Der hellgrüne Hintergrund wirkt frisch und passt schön zu den Blumen.


    Meine Meinung

    Als Fan von Geschichten mit Göttern und Helden, war ich gespannt auf „Die Helden von Midgard“, denn eines meiner Lieblingsbücher befasst sich mit der nordischen Mythologie, sodass mich interessierte, wie andere Autoren das Thema behandeln. In dem Buch geht es um den Krieger Erik, welcher von dem Gott Tyr und der Walküre Kara unterstützt wird. Aber da gibt es noch Loki, den Trickstergott, welcher sich einmischt. Und als wäre das nicht schon genug, spielen auch die Emotionen von Kara und Erik verrückt…


    Mir gefiel ja Loki und seine Einmischung am besten, denn in meinen Augen stellte dies die Würze der Handlung dar. Durch seine Intrigen und Tricks wurde es spannend und seine Art hat mir auch gut gefallen. So stelle ich mir jedenfalls den listenreichen Gott vor! Da ich normalerweise die „Bösewichte“ in Geschichten nicht so gerne mag, spricht es für Loki und die Art und Weise wie die Autorin ihn erschafft, dass ich ihn echt gerne mochte.


    Erik und Kára sind mir ein wenig zu blass geblieben und vor allem ihre Beziehung zueinander hätte für mich ein wenig genauer dargestellt werden können. Vor allem der Ursprung dieser Gefühle füreinander war mir ein wenig zu kurz abgehandelt, um die Beziehung der beiden für voll zu nehmen. Ich empfand die Gefühle als etwas schwammig und konnte auch sie auch weder nachvollziehen noch nachempfinden. Dies fand ich etwas schade, da ich mir gewünscht hätte, dass die Gefühle intensiver transportiert worden wären.


    Interessant fand ich das Setting des Romans, denn „Die Helden von Midgard“ spielt zur Zeit der Wikinger mit allem was dazugehört: von Plünderungen bis hin zu verschiedenen Wikingerstämmen. Gerne hätte ich hierüber noch mehr erfahren, weil ich das Setting echt gerne mochte! Zudem ist auch Asgard ein Handlungsort der Geschichte. So werden die mythologischen Göttersagen sehr greifbar und dieser Schauplatz sorgt für einige spannende Entdeckungen. Mir gefiel die Einbindung der Mythologie und deren Geschichten in diesen Roman sehr gut, da ich die Umsetzung hiervon aufgrund der verständlichen Darstellung als gelungen empfand.


    Fazit

    Da ich mythologische Geschichten gerne lese, konnte mich „Die Helden von Midgard“ mit diesem Handlungsaspekt voll überzeugen, weil mir die Einbindung der nordischen Mythologie gut gefiel. Auch fand ich das Setting des Romans sehr ansprechend mit den Wikingern und den verschiedenen Aspekten von Asgard. Etwas zu blass blieben mir die Hauptfiguren und vor allem ihre Beziehung zueinander, weil dies für mich etwas intensiver hätte thematisiert werden können.

    4 von 5 Sternen


    Reihen-Infos

    1. Die Götter von Asgard

    2. Die Helden von Midgard

    Ich fand die Geschichte sehr charmant und war beim Lesen zufrieden


    Klappentext

    „Stell dir vor, du bekommst einen Brief von deinem zukünftigen Ich. Würdest du ihn lesen?


    Für Gesine ist das keine Frage. Natürlich würde sie. Denn nach dem Tod ihrer Mutter muss sie alleine zu einer Verwandten nach Irland ziehen. In dem kleinen, verschlafenen Dörfchen Blackwood hat sie niemanden, mit dem sie so richtig über ihren Kummer sprechen kann. Auch nicht über Arian Mary, den unverschämt gutaussehenden Sohn der örtlichen Butterdynastie. Noch dazu machen sie die Dorfbewohner mit Geschichten über allerlei übernatürliches Zeug verrückt. Alles Quatsch, denkt sich Gesine. Bis sie in einem geheimnisvollen alten Schreibtisch einen Brief von ihrem zukünftigen Ich findet, der ihre Welt ganz schön durcheinanderbringt...“


    Gestaltung

    Ich liebe ja ganz besonders den metallischen Schimmer des Covers, denn die Libelle und das Muster, das sie umgibt, funkeln, wenn man das Buch bewegt. Die Farben finde ich auch sehr gelungen, denn das frische Grün harmoniert sehr mit dem Rot-Orange und dem cremweißen Hintergrund. Das Motiv ist zudem sehr auffällig, da die Libelle mit detaillierten, filigranen Mustern versehen und sie auch von solchen umgeben ist. Bei diesem Motiv gibt es so stets etwas Neues zu entdecken!


    Meine Meinung

    Da ich schon einmal einen Brief von einem vergangenen Ich von mir bekommen habe, hat mich die Idee fasziniert, einen Brief von seinem Ich aus der Zukunft zu erhalten. Genau einen solchen erhält Protagonistin Gesine in „Blackwood“. Nach dem Unfalltod ihrer Mutter zieht sie nach Irland in das Dorf Blackwood, wo sie fortan bei ihrer Tante lebt. Doch Gesine hat Schwierigkeiten, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Zudem trauert sie noch immer um ihre Mutter. Vielleicht hilft ihr ja der Brief aus der Zukunft…


    Voller Neugierde und Spannung bin ich an die Geschichte von „Blackwood“ gegangen, doch mein Eifer wurde zu Beginn etwas gezügelt. Es wurde viel Raum darauf verwendet, zu beschreiben, wie Gesine sich in Irland einlebt, wie es ihr geht, wie sie ihre Tante erlebt und einiges anderes. Aber der von mir heiß ersehnte Brief aus der Zukunft, dem ich nach dem Lesen des Klappentextes mehr Bedeutung beigemessen hatte, ließ auf sich warten. Ich fand es zwar gut, dass mir die Charaktere vorgestellt wurden und ich auch Zeit hatte, mich in das Setting einzufinden, aber ich kam nicht umhin beim Lesen eine gewisse Ungeduld zu empfinden, da ich immer auf den angekündigten Brief wartete, über den ich so gerne mehr erfahren wollte.


    Dieses Gefühl legte sich glücklicherweise dann, als der Brief endlich auftauchte. Meine Neugierde, zu erfahren, woher er kam und ob er wirklich von Gesines zukünftigem Ich kam, trieb mich hier geradezu an, die Geschichte in einer rasenden Geschwindigkeit zu lesen. Meiner Meinung nach trägt aber auch der Schreibstil von Autorin Britta Sabbag dazu bei, dass sich das Buch so angenehm und schnell lesen ließ. Die Sätze sind leicht verständlich und von einer passenden Länge.


    Das Setting in einem fiktiven irischen Dorf gefiel mir auch gut. Durch dein Einstieg in das Buch erfährt man einiges über das Örtchen und kann es sich sehr bildreich vorstellen, sodass es eigentlich schon real wirkt und eben wie das typische kleine ländliche Dorf von nebenan. Das Leben auf dem Dorf hat mir gut gefallen und bei mir beim Lesen ein Gefühl der Zufriedenheit erzeugt, denn die Art zu leben hat mir zugesagt.


    Gesine ist eine unterhaltsame Protagonistin, die tollpatschig ist und schnell in ein Fettnäpfchen tritt. Ihre Art und ihre Missgeschicke sorgen für einige Lacher. Aber auch ihre Gedanken sind witzig und ihr Charakter humorvoll. Da Gesine die Ich-Erzählerin des Buches ist, war ich als Leser Teil ihrer Gedanken und konnte auf diese Weise hautnah miterleben, wie sie denkt und was sie fühlt.


    Fazit

    Wer auf der Suche nach einer locker-leichten Geschichte mit Witz und Charme ist, der wird mit „Blackwood – Briefe an mich“ fündig. Protagonistin Gesine ist ein humorvolles Mädchen, das schnell mal in ein Fettnäpfchen tritt oder sich in ihrer Tollpatschigkeit verliert. Ihr neuer Lebensort Blackwood ist ein Örtchen, das beim Lesen Zufriedenheit auslöst und einfach nur charmant ist. Ich habe ein wenig auf den Brief des zukünftigen Ichs von Gesine gewartet, aber als er kam, war ich ganz gebannt von der Handlung.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

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    Biographien, die zeigen, was Mut bedeutet und total spannend zu lesen sind


    Klappentext

    „Dieses Buch ist für alle Mädchen, die gerne Kampfsport machen, und für alle Jungs, die gerne Ballett tanzen – und für alle Kinder, die Wissenschaftler, Erfinder oder Politiker werden wollen und nach großen Vorbildern suchen. Nach dem Erfolg von Stories for Boys endlich ein Buch für Jungs und Mädchen – mit 100 großartigen und inspirierenden Geschichten von Frauen und Männern aus Wissenschaft und Forschung, Kunst und Musik, Sport und Politik, die unsere Welt zum Besseren verändert haben. “


    Gestaltung

    Mit dem warmen Gelbton erzeugt das Cover bei mir direkt gute Laune und ein Lächeln im Gesicht. Die Farbe strahlt geradezu. Der Titel in den bunten Farben kommt davor nicht nur gut zur Geltung, sondern unterstützt durch seine farbenfrohe Gestaltung die gute Laune. Die Schriftart und Typografie gefällt mir auch sehr, da dies dazu einlädt, den Titel genauer zu entdecken, weil unterschiedliche Schriftarten und Details zum Entdecken einladen.


    Meine Meinung

    Das Buch „Stories for Boys who dare to be different“ von Ben Brooks war mir schon mehrfach aufgefallen und hatte mein Interesse geweckt. Umso erfreuter war ich, als ich überraschend „Stories for Kids who dare to be different“ in meinem Briefkasten fand. Schnell hatte ich es mir mit dem Buch gemütlich gemacht und es sogar noch schneller ausgelesen. Das neue Buch von Ben Brooks ist eine Sammlung von 100 Geschichten über Männer und Frauen, die mutig genug waren, ihren eigenen Weg zu gehen.


    Mir gefiel an diesem Buch nicht nur das farbenfrohe Cover, welches so viel positive Energie ausstrahlt, sondern auch, dass der Buchinhalt so viel Kraft und Mut versprüht. Beim Lesen summten die Seiten geradezu mit der Vitalität und Energie der Geschichten der verschiedenen bekannten und weniger bekannten Persönlichkeiten. Ihre Biographien zu lesen, empfand ich nicht nur als spannend, sondern auch als inspirierend. Die Lebensläufe waren beeindruckend und ich finde, dass sie alle verdeutlicht haben, was die ausgewählten Personen geleistet haben und dass jeder von uns die Welt zum Positiven beeinflussen kann, wenn er sich nur auf den Weg macht, um etwas zu unternehmen.


    Folge deinen Träumen und deinen Ideen, dann kannst du etwas bewirken und stehe dabei stets zu dir selbst. Dies zeigen die 100 Biographien sehr deutlich. Dabei fand ich es richtig klasse, dass bei der Sammlung der Persönlichkeiten sowohl Jungen als auch Mädchen angesprochen werden und den jungen Lesern durch die wahren Geschichten anderer die zuvor genannte Botschaft vermittelt wird. Durch Personen wie Christopher Robin, Jeanne D’Arc oder Sokrates wird den Kindern gezeigt, welche Formen Mut haben kann. Ich fand es unheimlich spannend, so viele verschiedene Menschen kennen zu lernen und mehr über sie zu erfahren. Einige kannte ich und andere lernte ich erst kennen. Dies hat bei mir nicht nur meine Neugierde geweckt, sondern auch mein Interesse, welche Personen noch in dem Buch auf mich warten würden.


    Unterstützt wird dies alles durch wunderschöne Illustrationen der Gesichter der Menschen und durch bunte, quirlige Farben, die für positive Stimmung sorgen. So gibt es nicht nur durch die Biographien etwas zu lernen, sondern auch für die Augen viel zu entdecken. Illustrator Quinton Winter hat die Persönlichkeiten ziemlich treffend dargestellt und sie oftmals vor Hintergründe gestellt, die ihre wichtigsten Taten visualisieren.


    Was mir auch als besonders positiv aufgefallen ist, ist die Art der Biographien. Sie sind nicht zu kurz und auch nicht zu lang. Dabei sind sie so geschrieben, dass sie leicht zu verstehen und nicht langweilig sind, da sie sich auf das Wichtigste über die entsprechende Person fokussieren. In meinen Augen können Kinder diese Texte selber lesen oder auch vorgelesen bekommen. Die Biographien eigenen sich für beides und sorgen für Interesse. Ich könnte mir vorstellen, dass die Texte jüngere Leser dazu anregen, bei einigen Personen gerne mehr über diese erfahren zu wollen. Dies finde ich besonders schön, weil sie so dazu angeregt werden, über den Tellerrand hinauszuschauen und mehr zu lernen (aus eigenem Antrieb).


    Fazit

    Ich bin total angetan und begeistert von „Stories for Kids who dare to be different“, denn in diesem Buch gibt es so viel zu entdecken und zu lernen – für Groß und Klein! Mir gefiel vor allem die Botschaft des Buches: steh zu dir, sei mutig und geh deinen Weg, egal was andere sagen. Die Biographien der verschiedenen Persönlichkeiten hatten eine perfekte Länge, waren sehr schön fokussiert und haben die Neugierde geweckt. Auch die ausgewählten Personen fand ich klasse, denn es werden Mädchen und Jungen angesprochen. Zudem gibt es bekanntere und unbekanntere Menschen, die vorgestellt werden, wodurch es noch spannender wird, zu erfahren, was all die Personen geleistet haben.

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    (andere Bücher des Autos, die in ähnlicher Weise gestaltet sind:

    1. Stories for Boys who dare to be different

    2. More Stories for Boys who dare to be different (erscheint am 09.10.19))

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    Die perfekte Ergänzung zum Film


    Klappentext

    „In »Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind« wurde der mächtige schwarze Magier Gellert Grindelwald mit Unterstützung des Magizoologen Newt Scamander gefasst. Doch jetzt gelingt Grindelwald die Flucht und er beginnt Anhänger um sich zu scharen. Sein wahres Ziel – die Herrschaft von reinblütigen Hexen und Zauberern über alle nichtmagischen Wesen – ist nur den wenigsten von ihnen bekannt.

    Um diesen Plan zu durchkreuzen, wird Newt von Grindelwalds größtem Widersacher um Hilfe gebeten: Albus Dumbledore. Als Newt einwilligt, ahnt er noch nicht, welche Gefahren vor ihm liegen, denn die Kluft, die sich durch die magische Welt – selbst durch Familien und Freunde – zieht, wird immer tiefer.“


    Gestaltung

    Mir gefällt das Covermotiv mit den vielen Details und dem verschnörkelten Muster richtig gut, da es nicht nur zum Cover des ersten Drehbuches der phantastischen Tierwesen passt, sondern es auch so viel zu entdecken gibt. Die vielen eingearbeiteten Details wie z.B. die Niffler oder der Eiffelturm sehen richtig gut aus und sind schön in das Muster eingearbeitet, sodass es gar nicht so leicht ist, alles sofort zu entdecken. Hierdurch macht das Betrachten des Covers einfach nur Spaß. Auch die Farbwahl finde ich sehr gelungen, da sie harmonisch sind und zueinander passen.


    Meine Meinung

    Bereits das Originaldrehbuch zu „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ fand ich genial, sodass ich mich gefreut habe nun auch in „Grindelwalds Verbrechen“ abtauchen zu können. Nachdem ich den Film gesehen habe, fand ich es super, die Geschichte nun auch nochmal nachlesen zu können, da ich doch das Gefühl hatte, beim Schauen des Films im Kino nicht jedes Detail komplett erfasst zu haben.


    Durch das Originaldrehbuch hat sich dieses Gefühl nun gelegt, da ich hier nicht nur die Regieanweisungen nachlesen konnte, sondern z.B. auch wie ein bestimmter Satz ausgesprochen werden sollte. Durch die Lektüre des Drehbuchs haben sich für mich mein Wissen und meine Erkenntnisse aus dem Film nochmal vertieft, weswegen ich finde, dass das Buch eine tolle Ergänzung ist. Vieles, was im Film sehr schnell vonstattengeht, konnte ich im Buch in Ruhe auf mich wirken lassen und für mich nochmal und nochmal lesen, bis die Informationen wirklich zu mir durchgedrungen sind. Gerade angesichts der Schnelllebigkeit des Films finde ich es klasse, dass ich auf die Möglichkeit der Lektüre des Originaldrehbuches zurückgreifen konnte, da ich auf diese Weise doch viele Geschehnisse der Handlung viel intensiver wahrnehmen konnte.


    Die Handlung hat mir auch sehr gut gefallen, denn sie war rasant und actiongeladen. Allerdings gab es auch kleinere Logiklücken oder Begebenheiten, die nicht groß erklärt wurden (wie z.B. das Auftauchen von Credence). Dies fand ich etwas schade, da hier wichtige Dinge einfach so dahingestellt wurden, statt sich die Zeit zu nehmen, sie in Ruhe in die Geschichte einzubinden. Zwar schmälerte dies nicht mein Lesevergnügen, da ich die Handlung nach wie vor unheimlich gelungen finde aufgrund der Enthüllungen, Wendungen und Action, aber sie wäre noch besser gewesen, wäre hier alles stimmig ineinander verwoben worden.


    Nach dem Ende freue ich mich nun sehr auf die Fortsetzung, denn einige der Entwicklungen waren so dramatisch, dass ich noch immer den Kopf darüber schüttle oder sie nicht glauben kann. Ich bin wirklich gespannt, was das nächste Drehbuch für uns bereithalten wird und wie es mit Newt, Jakob, Queenie und Tina weitergehen wird. Wird Grindelwald seine Pläne umsetzen können? Oder gelingt es Newt und Dumbledore vorher dem Verbrecher das Handwerk zu legen?


    Fazit

    Für mich war es grandios, dass ich dank des Originaldrehbuches zu „Grindelwalds Verbrechen“ den Film lesend Revue passieren lassen konnte. So habe ich doch viele Details wahrgenommen, die mir beim Film schauen vielleicht entgangen sind und die ich noch nicht so wahrgenommen hatte. Zudem hatte ich beim Lesen die Zeit über viele Entwicklungen nachzudenken. Ich finde es zwar immer noch schade, dass manche Tatsachen einfach so dahingestellt wurden ohne weiterer Erklärung, aber nichtdestotrotz begeistert mich die Geschichte rund um Newt, Dumbledore und Grindelwald mit ihrer Action, den packenden Wendungen und vor allem den Enthüllungen.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

    2. Grindelwalds Verbrechen

    3. ???

    4. ???

    5. ???

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    Hoffentlich gibt es einen zweiten Band!


    Klappentext

    Vorsicht, sie sind auf der Jagd nach deinen Träumen!


    Leon ist ein Traumspringer. Er kann unbemerkt in die Träume von anderen schlüpfen. Aber nicht nur das: Eines Nachts taucht er ein in eine verborgene und geheime Welt. Hier sammeln und archivieren Morpheus und seine Geschwister seit vielen tausend Jahren die Träume der Menschen. Doch Morpheus, der Hüter der Nacht, ist dringend auf Leons Hilfe angewiesen. Nur Leon kann wie ein nächtlicher Agent zwischen Tag- und Traumwelt hin- und herspringen und so herausfinden, was Morpheus‘ Bruder Krato im Schilde führt. Denn nach einem Streit ist Krato spurlos verschwunden. Er hat gedroht, die Traumarchive zu plündern. Will er etwa die Träume der Menschen zu Geld machen und in ein einzigartig neues Handyspiel verwandeln?“


    Gestaltung

    Das Cover finde ich total traumhaft. Durch die Goldelemente schimmert es nicht nur schön, sondern es bekommt auch einen ganz besonderen Effekt. Das helle Gold hebt sich vor dem dunkelblauen Hintergrund sehr schön ab und die dargestellte Szenerie gefällt mir auch richtig gut. Der düstere, schattenhafte Wald im Hintergrund untermalt die Stimmung des Covers passend und die kopfüber hängenden Fledermäuse mit den helleren Augen sorgen für ein wenig Gruselstimmung.


    Meine Meinung

    Der Klappentext hatte mich bereits mit den ersten paar Sätzen im Sack, denn ich war sehr neugierig auf die Idee der Traumspringer. Im gleichnamigen Buch geht es um Leon, welcher in die Traumwelt eintauchen kann, in welcher Morpheus verschiedene Aufgaben erfüllt. Leon findet heraus, dass Morpheus Bruder Krato etwas im Schilde zu führen scheint, denn er stiehlt die Träume! Da Leon zwischen Tag- und Traumwelt wechseln kann, hilft er Morpheus und Co. Doch wird er Krato aufhalten können? Und was hat das Ganze mit einem Handyspiel zu tun?


    Die Idee mit den Traumspringern fand ich total cool! Ich hatte wirklich hohe Erwartungen hieran, da ich durch das Lesen des Klappentextes schon einige eigene Gedanken und Vermutungen diesbezüglich hatte. Autor Alex Rühle hat mich diesbezüglich dann wirklich komplett abgeholt und überzeugt. Die Idee, in Träume springen zu können und dass Morpheus im Traumreich seit Beginn der Menschheit alle Träume sammelt, fand ich wirklich cool. Was mich etwas irritiert hat, war, dass in diesem Zusammenhang gar nicht erwähnt wurde, dass Morpheus der Gott der Träume ist und der griechischen Mythologie entstammt. Kindern wird dies beim Lesen vermutlich nicht auffallen, aber ich hätte es schön gefunden, wenn sie durch eingebaute Erklärungen den Ursprung von Morpheus erklärt bekommen hätten.


    Gefallen hat mir auch, dass die Handlung mich doch überrascht hat, denn ich hatte nicht damit gerechnet, dass das im Klappentext erwähnte Handyspiel eine so große Rolle spielen würde. So gefiel mir die Mischung aus Realität in Form der digitalen Medien und Fiktion in Form der Traumspringer-Fähigkeit sehr gut, da ich von dieser Verbindung durch die wichtige Rolle des Spiels überrascht wurde.


    Auch gefiel mir an der Handlung, dass diese zum mitfiebern einlädt. Zum einen wurde ich durch die Diebstähle der Träume an die Geschichte gefesselt, da es hier einen Rätselfaktor gab. Zum anderen ging es nach Lösung dieses Rätsels aber auch spannend weiter, sodass es überhaupt nicht langweilig wurde. Der Schluss war für mich dann besonders atemberaubend und schnelllebig, sodass die Seiten nur so dahin flogen. Das Ende empfand ich als recht offen, sodass ich hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird.


    Auch das Thema Freundschaft spielt in „Traumspringer“ eine Rolle, denn Leon freundet sich mit einem Jungen an, der sowohl Außenseiter in Leons‘ Schulklasse als auch illegal in Deutschland ist. So hat mich das Buch auch zum Nachdenken angeregt, da einerseits Außenseiter und deren Gefühle angesprochen werden und andererseits auch das aktuelle Thema der Flucht aufgegriffen wird. Durch seinen neuen Freund erhält Leon auch Unterstützung bei seinem gefährlichen Abenteuer. Die beiden Jungs zusammen fand ich wirklich süß und ihre Beziehung gefiel mir gut, da sie füreinander da waren.


    Fazit

    Wer beim Lesen gerne mit den Figuren Mitfiebert und sich vom Tempo einer Geschichte mitreißen lässt, der ist bei „Traumspringer“ von Alex Rühle an der richtigen Adresse! Die Idee der Traumspringer hat mir gut gefallen und ich fand es klasse, dass so Fiktion und Realität auf ansprechende Weise miteinander vermischt wurden. Die Handlung empfand ich als durchweg spannend und das offene Ende lässt mich hoffen, dass es eine Fortsetzung geben wird…

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband (?)

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    Eine schöne, ausgewogene Balance zwischen schweren und leichten Momenten


    Klappentext

    „Als Ava und Gideon sich beim Nebenjob im Schnellrestaurant kennenlernen, vermutet keiner von beiden, dass diese Begegnung alles verändert. Das beliebte Mädchen und der schüchterne Poetry-Slammer könnten nicht unterschiedlicher sein. Gemeinsam haben sie nur, dass Schicksalschläge etwas in ihnen haben zerbrechen lassen. Schnell entsteht zwischen ihnen eine tiefe Freundschaft, in der sie sich gegenseitig Halt geben. Immer intensiver werden die Gefühle, aus der Freundschaft wird mehr. Doch so viel Nähe sind beide nicht gewöhnt, ob ihre Liebe das aushalten wird?“



    Gestaltung

    An dem Cover mag ich die goldenen Linien, die das Bild eines Händchen haltenden, sich anschauenden Paares ergeben. Zudem passen diese goldene Farbe und das Geflecht der Linien auch sehr schön zur Geschichte, da ein japanischer Glaube aufgegriffen wird, denn in Japan kittet man zerbrochenes mit Gold. Das hellblau-türkis des Hintergrundes ist nicht unbedingt meine Farbe und in meinen Augen passt es auch nicht so gut zu dem Gold, aber ich finde es gut, dass der Hintergrund einfarbig gehalten wurde, weil dies das goldene Paar betont.


    Meine Meinung

    In „Du bringst mein Leben so schön durcheinander“ geht es um Ava und Gideon, welche ziemlich gegensätzlich sind und langsam zu Freunden werden. Beide haben harte Zeiten hinter sich und geben sich gegenseitig Halt und tun sich gut. Die Freundschaft zwischen den beiden wird mit der Zeit jedoch immer intensiver, sodass sich stärkere Gefühle entwickeln. Doch können Ava und Gideon schon eine Beziehung führen oder sind sie diesem noch nicht gewachsen? Da ich gerne realistische Jugendbücher lese und mich das Zitat auf dem Buchrücken sofort angesprochen hat, war ich sehr gespannt auf das Buch.


    Ava und Gideon sind sehr verschieden. Während er ein stiller, gefühlvoller Poetry-Slammer ist, ist sie das beliebte Mädchen, auffällig und eher laut. Die Gegensätze zwischen den beiden haben für mich gut funktioniert, da sich Ava und Gideon so sehr schön ergänzt haben und sie aneinander wachsen konnten. Zusammen finden sie dadurch, dass sie schwere Schicksalsschläge durchlebt haben und dadurch innerlich verunsichert sind. So haben sie eine Gemeinsamkeit, die beide verbindet.


    Die Geschichte wird dabei aus beiden Perspektiven erzählt, was ich als genau die richtige Wahl für das Buch empfunden habe. Ich konnte auf diese Weise nämlich sowohl Ava als auch Gideon kennen lernen und in ihre Gefühlswelten sowie Erfahrungen eintauchen. In meinen Augen konnte ich beide Figuren sehr gut verstehen und vor allem auch emotional mit ihnen mitfühlen. Mir gefiel es dabei, dass erst nach und nach aufgedeckt wurde, was mit beispielsweise Gideon los ist. So wurde ich nicht nur dazu angeregt, mit den Charakteren mitzuleiden, sondern auch die Spannung wurde aufrechterhalten.


    Etwas schade fand ich, dass Avas beste Freundin ein wenig auf bestimmte Erlebnisse reduziert wurde und ich sie als Leser nicht so wirklich kennen lernen konnte. Darum fiel es mir auch etwas schwer, Avas Gefühle in Bezug auf ihre beste Freundin komplett nachempfinden zu können, denn ich denke, hier wäre ich viel involvierter gewesen, wenn ich Kelly (die beste Freundin) zuvor kennen gelernt hätte oder genaueres über sie gewusst hätte. Auch die anderen Nebencharaktere blieben für meinen Geschmack etwas zu blass.


    Die Handlung ist eine emotionale Achterbahnfahrt, wobei sie in meinen Augen nicht zu dramatisch oder bedrückend wird. Durch die zarte Liebesbeziehung gibt es hoffnungsvolle Momente, die das Herz erwärmen. Solche Szenen sind in dem Buch aber auch nötig, denn sie schaffen die notwendige Balance zu den schwierigen Themen, die „Du bringst mein Leben so schön durcheinander“ anspricht. Von Trauer über Unsicherheiten bis hin zu Depression ist hier vieles dabei, was für eine ernsthafte Lektüre sorgt.


    Fazit

    Ich finde, dass „Du bringst mein Leben so schön durcheinander“ es geschafft hat, eine ausgewogene Balance zwischen ernsthaften und hoffnungsvolleren Momenten zu schaffen. Die Geschichte empfand ich als authentisch, wobei mir vor allem Gideon gut gefallen hat, da er mich sehr berührt hat. Bei Ava fiel es mir etwas schwerer, mich in sie hineinzufühlen, da ihre beste Freundin (und auch andere Nebencharaktere) für mich zu blass blieben und ich so die Beziehung der beiden Mädchen nicht ganz nachempfinden konnte.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

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    Eine gelungene Fortsetzung!


    Klappentext

    „Wer überlebt, und wem kannst du trauen?


    Englands magischer Adel schreckt bei seinen Intrigen vor keiner Brutalität zurück. Luke wurde unschuldig verurteilt und ist der Gefangene eines besonders grausamen Lords. Seine Schwester Abi versucht verzweifelt, ihn zu befreien. Wird sie es schaffen, bevor sein Willen vollständig gebrochen ist?

    Ein atemberaubender Kampf um die Macht, bei dem unvorhersehbar bleibt, wer welches Spiel spielt und wer gewinnt.“


    Gestaltung

    Ich finde die Gestaltung des Covers toll, denn es passt nicht nur zum ersten Band, weil es die Idee der zwei Gesichter und die Farben aufgreift, sondern es sich trotzdem vom Vorgänger abhebt. Die Farbgebung mag ich nach wie vor sehr gerne, weil die verschiedenen Lilatöne mit dem Türkisblau und dem Schwarz harmonieren. Die Augen des Mädchen- und Jungengesichtes strahlen geradezu und die Risse, die das Cover durchziehen wirken sehr geheimnisvoll.


    Meine Meinung

    Nachdem mir der Auftaktband der „Dark Palace“-Trilogie richtig gut gefallen hatte, war ich mega gespannt auf die Fortsetzung. Ein klein wenig Angst hatte ich aber auch, denn ich habe bei Mittelbänden oft die Erfahrung gemacht, dass sie etwas abschwächen und sich in die Länge ziehen. Bei „Die letzte Tür tötet“ war dies aber glücklicherweise nicht so! Dieser Band setzt nahtlos an den Ereignissen seines Vorgängers an und führt die Geschichte von Luke, Abi und Co weiter.


    Ich brauchte ein wenig bis ich wieder vollends in der Geschichte drin war und die letzten Ereignisse wieder präsent waren, da kaum bis keine Informationen und Wiederholungen aus dem Vorband erfolgen. Doch sobald ich mich wieder eingefunden hatte, bin ich ganz in der Geschichte versunken. Ich finde das Setting nach wie vor sehr spannend und kann mich dem Sog, den die Schauplätze ausüben, kaum entziehen.


    Das Buch wird wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Der Fokus liegt jedoch bei Luke und Abi, in deren Sichtweisen der Leser öfter eintauchen kann. Aber auch die Jardins erhalten wieder Erzählparts. Autorin Vic James gelingt es wieder richtig gut, die Kapitel an den richtigen Stellen enden zu lassen und dann die Erzählperspektive zu wechseln. So kommt enorme Spannung auf, da man unbedingt wissen möchte, wie es mit dem Charakter weitergeht. Der Schreibstil der Autorin ist dabei auch sehr angenehm, da sie in meinen Augen sehr visuell schreibt, wodurch ich mir beim Lesen alles immer sehr gut vorstellen konnte.


    Die Figuren gefielen mir in diesem Band auch wieder sehr. Luke ist ja seit Band eins mein Favorit und konnte auch in diesem Band wieder mein Herz erweichen und mit seinem Handlungsstrang begeistern. Mit ihm habe ich total mitgelitten. Toll fand ich Abis Rolle, welche die Revolutionäre aufsucht. Sie hofft mit diesen Luke retten zu können. Abis Entwicklung gefiel mir dabei sehr. Sie wirkte richtig kämpferisch und geradlinig.


    Die Handlung ist wieder mitreißend und weist auch einige Überraschungen und Wendungen auf. Ich finde es dabei toll, dass die Autorin mit ihrer Geschichte auch Sklaverei und Machtmissbrauch anspricht. Auch wenn die Welt des Buches fiktiv ist, so spiegelt sie ein Fünkchen Wahrheit, über das das Buch zum Nachdenken anregt. Dadurch dass diese Ernsthaftigkeit der Geschichte eingebettet ist in eine Handlung voller fesselnder Momente, wird das Buch zu einem Strudel, der den Leser einfach gefangen nimmt. Hinzu kommt, dass ich bei einigen Figuren immer noch nicht einschätzen kann, woran ich bei ihnen bin. So wird die Handlung unvorherhsehbar!


    Fazit

    Die Fortsetzung der „Dark Palace“-Trilogie hat mich wieder überzeugt und voll abgeholt. Erst musste ich mich wieder einfinden in die Geschichte, aber dann ging es voll zur Sache. Lukes Geschichte hat mich wieder mitleiden lassen und Abi hat mich mit ihrer kämpferischen Entwicklung überzeugt. Die Handlung ist fesselnd und einfach zum Mitfiebern gemacht! Die Perspektivwechsel unterstützen die enorme Spannung nur noch mehr!

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

    2. Dark Palace – Die letzte Tür tötet

    3. Dark Palace – Für wen wirst du kämpfen? (erscheint am 27. November 2019 auf Deutsch)

    Die Figuren waren etwas oberflächlich dargestellt, der Rest konnte dafür aber überzeugen


    Klappentext

    „Ein magischer Sommer auf der Insel, die niemals vergisst.


    Die irische Insel Arranmore ist durchdrungen von Magie. Als der 11-jährige Fionn Boyle zusammen mit seiner Schwester Tara dort den Sommer bei seinem Großvater verbringt, erfährt er, dass er, genau wie seine Vorfahren, ein Sturmwächter ist. Er lernt, Magie in der Flamme einer Kerze einzufangen und so in die Vergangenheit zu reisen. Als sich ein heftiger Sturm zusammenbraut, gilt es die Inselbewohner vor der dunklen Macht jener Zauberin schützen, die in den Tiefen Arranmores schläft. Wird Fionn dieser Herausforderung gewachsen sein?“


    Gestaltung

    Mir gefällt an dem Cover, dass sich der schwarze Himmel am oberen Bildrand nach unten hin zu einem riesigen Vogelschwarm auflöst und unter dem dominanten schwarz dann eine Küstenszenerie dargestellt ist. Das hellblaue Meer schlägt gegen den steilen Küstenhang, auf welchem im Vordergrund der Schattenumriss eines Jungen steht, welcher dem Vogelschwarm nachschaut. Durch die vielen dunkleren Farben und das dargestellte Bild wirkt das Motiv geheimnisvoll und macht Lust auf die Geschichte.

    Meine Meinung

    In „Das Geheimnis von Arranmore“ geht es um den 11jährigen Fionn, der den Sommer bei seinem Großvater auf der irischen Insel Arranmore verbringt und dort magische Geheimnisse entdeckt. Bald schon sieht er sich einer großen Aufgabe gegenüber, die eine mächtige Magie in ihm weckt und durch die er die Inselbewohner beschützen muss. Eine dunkle Zauberin bedroht diese nämlich und so ist es an Fionn seine Kräfte zu bündeln und in den Kampf zu ziehen…


    Am Auftaktband der „Sturmwächter“ gefiel mir sehr, dass ich als Leser gemeinsam mit Fionn zu Beginn im Dunkeln tappte und den Geheimnissen von Arranmore nach und nach auf die Spur gekommen bin. Auf diese Weise wurde ich sanft eingeführt in eine magische Welt und war mehr als neugierig, was auf Fionn und mich warten würde. Es wurden viele Fragen beim Lesen erzeugt, auf die es immer mal wieder Antworten gibt, aber gleichzeitig bleibt es doch spannend und rätselhaft, sodass beim Lesen keine Langeweile aufkommt. Auch fand ich das Rätsel interessant, warum Fionn nicht so gut mit seiner Schwester auskommt…


    Die Idee der Sturmwächter fand ich wirklich richtig klasse, denn sie können durch die Magie einer Kerzenflamme in die Vergangenheit zurückreisen. Mir gefielen die kreativen Ideen und die magischen Kräfte, die in die Geschichte eingewoben wurden. So wird unsere Realität mit einem Hauch Fantasie verbunden, der für eine prickelnde Mischung sorgt. Der Funke Fiktion lässt die Realität spannender und magischer erscheinen, wodurch es möglich wird, sich in die zauberhafte Welt von Arranmore hineinzuträumen und vollends in der Geschichte aufzugehen.


    Das Setting gefiel mir dabei auch sehr gut, denn das Buch spielt in Irland, welches ich mit Legenden und Mythen verbinde. Dieser Aberglaube passt super zu den Wundern und der Magie des Buches. Durch den einfachen Schreibstil, welcher sich auch durch viele kurze Sätze auszeichnet, ist das Buch leicht zu lesen und dabei schafft die Autorin es auch in kindgerechter Sprache die Landschaften so zu beschreiben, dass man sie sich ganz einfach vorstellen kann. Die Stimmung des Buches hat Catherine Doyle auch sehr schön eingefangen, denn auf Arranmore knistert die Magie geradezu. Zudem ist die Atmosphäre aber auch etwas düster und schwer.


    Fionn empfand ich als neugierigen Jungen, der auf mich eher introvertiert wirkte. Ich fand es klasse, dass das Buch aus seiner Perspektive geschildert wird, denn ein männlicher Protagonist ist eher selten. Seine Schwester Tara empfand ich oftmals als sehr gemein. Was mir bei beiden jedoch gefehlt hat, war Charaktertiefe. Ich hatte immer das Gefühl, als würde ich sie noch gar nicht richtig kennen und als hätten sie noch so viel mehr Facetten, als die wenigen, die ich von ihnen kennen lernte. Ich bin gespannt, ob die Fortsetzung diesbezüglich mehr Tiefe zeigt.


    Fazit

    Mit der kreativen und magischen Idee der Sturmwächter und der dichten Atmosphäre auf der irischen Insel Arranmore konnte mich dieser Auftaktband begeistern. Die Charaktere empfand ich als etwas oberflächlich dargestellt. Die Handlung ist spannend und gut aufgebaut. Vor allem mochte ich es, dass ich gemeinsam mit dem Protagonisten auf die Spur der Geheimnisse der Insel kam und nach und nach erfuhr, was hinter allem steckt. So wird die Spannung hoch gehalten. „Das Geheimnis von Arranmore“ ist ein Buch voller Magie, Geheimnisse und spannender Rätsel mit einer großen Aufgabe für einen kleinen Helden.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Sturmwächter – Das Geheimnis von Arranmore

    2. Sturmwächter – Die Magie von Arranmore (erscheint am 23.September auf Deutsch)

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    Etwas vorhersehbar, aber dennoch sehr unterhaltsam und temporeich


    Klappentext

    „Seit der Flucht aus ihrem Dorf sind mehrere Monate vergangen. Callista und ihr Bruder Jona leben jetzt in einem Lager des Widerstands in den Bergen und trainieren ihre mentalen Fähigkeiten. Callistas Beziehung zu dem jungen Widerstandskämpfer Hal verfestigt sich, aber noch kann sie ihren Freund Lukan nicht vergessen – nicht ahnend, dass dieser noch am Leben ist und in einem geheimen Trainingslager zum Soldaten ausgebildet wird. Während Callista an der Seite des Widerstands gegen die Maschinen kämpft, wird Lukan zum willigen Diener der Maschinen erzogen. Und es kommt der Tag, da sie einander wieder begegnen. Als Feinde ...“


    Gestaltung

    Ich finde es klasse, dass bei dem Covermotiv ein ähnlicher Stil zu dem des ersten Bandes gewählt wurde, denn auch hier schaut der Betrachter durch eine Art runde Öffnung, die an eine Höhle erinnert, um darin eine Stadt zu erkennen. Zerstörte Hochhäuser und Gebäude, welche von einem orangenen Schleier und eventuell brennendem Rauch umgeben sind, erzeugen ein dystopisches Bild. Zwei Figuren, eine Frau mit Pfeil und Bogen und ein Mann, bewegen sich darauf zu. Durch die Braun und Orangetöne wird die zerstörerische Stimmung des Bildes noch untermalt.


    Meine Meinung

    Der erste Band gefiel mir aufgrund seines dystopisch-phantastischen Settings sehr gut und als ich sah, dass die Geschichte fortgeführt wurde, war ich gespannt, wie es mit den sympathischen Figuren weitergehen würde. Im ersten Band floh Callista mit ihrem Bruder aus ihrem Dorf, im Glauben, dass ihr Freund Lukan gestorben sei. Während sie also im Lager des Widerstandes trainiert, wird er an einem geheimen Ort zu einem willigen Soldaten der Maschinen ausgebildet. Als der Kampf des Widerstandes gegen die Maschinen bevorsteht, stehen sich Callista und Lukan als Feinde gegenüber…


    Mir gefiel an diesem Band sehr, dass die Atmosphäre hier viel düsterer war als die des ersten Bandes. Nicht nur den Charakteren merkte ich beim Lesen an, dass etwas Unheilvolles in der Luft lag, sondern auch schon den Beschreibungen des Autors. Die Stimmung ist gedrückt und unheilschwanger, wodurch beim Lesen das Gefühl entsteht, als könnte jeden Moment der letzte Faden reißen und die Welt untergehen.


    In gewisser Weise passiert dies auch, denn in „Phönix – Widerstand“ bricht der Kampf mit den Maschinen aus. Hierdurch wird die Handlung actionreich und aufregend. Durch verschiedene Andeutungen wurde ich zudem dazu angeregt, Vermutungen und Theorien über den Fortgang der Geschichte anzustellen, was mir immer sehr großen Spaß macht. Diesbezüglich fand ich die Handlung jedoch auch etwas vorhersehbar, denn viele meiner Vorahnungen trafen ein. Hier hätte ich mir ein klein wenig gewünscht, dass das Buch mehr Überraschung und Staunen meinerseits auslöst.


    Der emotionale Part des Buches hätte meiner Meinung nach etwas stärker ins Gewicht fallen können. Damit meine ich gar nicht so sehr die zarten Liebesbande, die sich hier eröffnen, sondern vielmehr die mentale Gefühlsebene der einzelnen Charaktere. Für mich blieb diese zu wenig thematisiert, denn nicht nur Callista hat emotional einiges hinter sich, auch Lukan macht einiges durch. Sein Schicksal empfand ich sowieso als sehr spannend, da er durch dieses recht undurchschaubar wurde und so für mich ziemlich interessant.


    Fazit

    Alles in allem gefiel mir beim Mittelband „Phönix – Widerstand“ die düstere und unheilvolle Atmosphäre des Buches sehr. Auch fand ich es klasse, dass hier einiges am Tempo und Action durch viele Kämpfe in die Handlung eingebracht wird. Ich fand manches aber auch zu vorhersehbar und hätte mir einen tieferen Blick auf die Gefühlsebene der Figuren gewünscht. Nichtdestotrotz bin ich gespannt, wie es mit Callista und Co im letzten Band weiter geht, denn das Setting begeistert mich nach wie vor und ich bin gespannt, wie der Kampf ausgehen wird.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Phönix

    2. Phönix – Widerstand

    3. ???

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    Nach dem Ende muss ich einfach schnellstmöglich die Fortsetzung lesen!


    Klappentext

    „Miss Peregrine kehrt gemeinsam mit Jacob, Emma und den anderen besonderen Kindern in Jacobs Heimat Florida zurück. Gemeinsam versuchen sie, sich in die moderne Zeit einzufügen – inklusive langen Strandspaziergängen und anderen normalen Tätigkeiten.


    Doch die amerikanischen Zeitschleifen, in denen sich die Besonderen vor der Welt verbergen, sind noch weitgehend unerforscht und schon bald ist Miss Peregrine von der Idee fasziniert, einen Atlas der Schleifen anzufertigen.


    Dann findet Jacob heraus, dass sein Großvater Abe nicht alleine gegen die Monster gekämpft hat, die die besonderen Kinder jagen - und dass Abes Partner noch lebt. Aber auch altbekannte Feinde sind lebendiger, als es Jacob lieb ist...“


    Gestaltung

    Das Cover reiht sich hervorragend in die Gestaltung der ersten drei Bände der Reihe ein. Das dunkle Blau passt auch gut zu den anderen Bänden und das Covermotiv ebenfalls. Dieses zeigt wieder das Foto eines Kindes, das direkt in die Kamera schaut. Umrandet wird dieses Bild von einem schwarzen Kreis und einem Muster in den Buchecken. Ich hätte es gut gefunden, wenn dieser Band auch als Taschenbuch erschienen wäre, damit die Bücher auch nebeneinander ins Regal passen.


    Meine Meinung

    Mit „Der Atlas der besonderen Kinder“ geht das Abenteuer von Jacob, Miss Peregrine und Co weiter, welches zunächst als abgeschlossene Trilogie galt. In diesem vierten Band scheinen die größten Gefahren zunächst besiegt und so versuchen Miss Peregrine und die besonderen Kinder sich in unsere Zeit einzufügen und ein normales Leben zu leben. Recht schnell entdeckt Jacob, dass sein Großvater einen Partner hatte, mit dem er die Monster bekämpft hat und dass dieser noch lebt. Aber nicht nur er ist es, der noch lebt...


    In diesem Band stehen Jacob und den besonderen Kindern neue Abenteuer ins Haus, was mich gefreut hat, denn ich mag die Welt der Besonderen sehr gerne und finde es klasse, wieder in dieses Universum eintauchen zu können. Durch kleine Wiederholungen oder Verweise am Anfang des Buches war ich auch wieder schnell in den Geschehnissen drin und konnte mich gut zu Recht finden. Besonders schön fand ich es dabei, dass es ein Wiedersehen mit all den Charakteren gibt, die ich so in mein Herz geschlossen hatte.


    Die Handlung empfand ich im Vergleich zu den drei Vorgängerbänden etwas ruhiger und langsamer. Es dauert ein wenig, bis alles Schwung aufnimmt und sich das Tempo anzieht. Doch ich finde dennoch, dass sich die Geschichte lohnt, denn durch den Aufenthalt der Besonderen im normalen Alltag kommt es auch zu einigen lustigen Momenten, die für großen Spaß sorgen. Zudem reisen Jacob und die anderen quer durch Amerika, denn sie haben einen Auftrag. So lösen sie Rätsel und sind auf der Suche nach Personen oder auch Orten, wodurch ich gut unterhalten wurde. Mir gefiel es, dass ich dabei mitgerätselt habe. Als die Figuren dann auf einmal wieder in tödlicher Gefahr schwebten, war der Nervenkitzel auf meiner Seite auf einmal enorm. Auch kann das Ende komplett überzeugen, denn es ist ein einziger, fesselnder Showdown mit Cliffhanger, der unheimlich Lust auf die Fortsetzung macht.


    Ebenso fehlen die für diese Reihe typischen Bilder in diesem Band nicht, wodurch wieder ein gelungener Mix aus Fotos und Text entsteht, welcher beim Lesen für das gewisse Etwas sorgt. Ich fand die Bilder dieses Mal jedoch teilweise etwas zu normal. Während in den Vorgängerbänden immer ein Hauch Mysterium oder Besonderheit über den Fotos schwebte, findet man hier doch auch einige Bilder, denen dieses Flair in meinen Augen etwas fehlte. Ich habe mich oft dabei erwischt, wie ich ein Foto lange anschaute, auf der Suche nach etwas besonderem, das ich nicht entdecken konnte. Dies war zwar nicht bei allen Bildern der Fall, aber bei manchen.


    Außerdem gefielen mir die Talente der besonderen Kinder, welche in diesem Band noch eine besondere Rolle erhalten. So deuten sich immer mächtigere Fähigkeiten an und das Übernatürliche nimmt zu. Da ich großer Fan der X-Men bin, kam ich gedanklich oft auch nicht um einen Vergleich mit diesen herum. Mir gefallen die Gaben der besonderen Kinder und ich liebe die Ideen, die Autor Ransom Riggs diesbezüglich präsentiert.


    Fazit

    Nach dem Ende von „Der Atlas der besonderen Kinder“ erwarte ich sehnsüchtig die Fortsetzung, denn die Abenteuer der Besonderen gehen hier in eine neue, atemberaubende Runde. Trotz kleinerer Schwächen wie der etwas ruhigeren Handlung und den nicht mehr ganz so besonderen Fotos, konnte mich die Handlung dieses Buches fesseln und überzeugen. Ich mag auch die Gaben der Kinder nach wie vor richtig gern und fand es klasse, dass sie sich an einem Leben in unserer Welt versuchen, wodurch es auch zu lustigeren Szenen kommt.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Die Insel der besonderen Kinder

    2. Die Stadt der besonderen Kinder

    3. Die Bibliothek der besonderen Kinder

    4. Der Atlas der besonderen Kinder

    5. ???

    6. ???

    Zusatz: Die Legenden der besonderen Kinder

    Ein würdiger, zufriedenstellender Abschluss mit spektakulärem Ende


    Klappentext

    „Die Galaxis steht in Flammen. Die Maschinengötter sind erwacht und stürzen das Sternenreich in einen kosmischen Krieg.


    Inmitten der Wirren kämpft Iniza Talantis um die Sicherheit ihrer Familie. An Bord der Nachtwärts jagen sie durchs All, verfolgt von den Schergen des Hexenordens. Denn Inizas Tochter Tanys gilt den Hexen als Schlüssel zum Sieg.


    Ihr Weg führt sie auf den verbotenen Mond der Waffenmeister und durch ausgetrocknete Ozeane, auf verseuchte Dschungelwelten und in die Slums der Taragantum-Drift. Doch ihr Schicksal erwartet sie auf Tiamande – der Thronwelt der Gottkaiserin.“


    Gestaltung

    Das Covermotiv wurde wieder an das der Vorgängerbände angelehnt und im selben Stil gehalten, was mir gut gefällt, da man so optisch sieht, dass die Bücher zueinander gehören. Die Farbe lila sieht zusammen mit dem metallischen Funkeln des Covers sehr edel aus. Das obere Motiv der Göttin wurde leicht verändert, sodass es auch hier wieder neues zu entdecken gibt. Die Illustrationen im Buchinneren sind nach wie vor sehr beeindruckend.


    Meine Meinung

    Nach dem fulminanten Finale des zweiten Bandes war ich sehr gespannt auf den abschließenden Band der „Die Krone der Sterne“ Trilogie. In „Maschinengötter“ flieht Iniza gut zwei Jahre nach den Ereignissen von „Hexenmacht“ mit ihrer Tochter Tanys noch immer an Bord der Nachtwärts vor dem Hexenorden. Dabei steht die Galaxie in Flammen, da die Maschinengötter erwacht sind.


    Die Handlung ist wie schon bei den Vorgängerbänden sehr rasant und temporeich. Die Galaxie befindet sich im Krieg und jeder kämpft gefühlt gegen jeden. Nur Freibeuter und Verbrecher schlagen daraus ihren Profit. Ich fand es klasse, wie schnell die Geschichte angezogen wurde und wie hoch der Spannungsbogen von Beginn an gewesen ist. Einzig hatte ich anfangs kleinere Startschwierigkeiten, da meine Lektüre von Band zwei doch etwas her ist. So musste ich mich erst wieder ein wenig einfinden in die Welt der Krone der Sterne.


    Das Setting finde ich nach wie vor atemberaubend. Diese Reihe ist eine Space Opera der Extraklasse! Vor allem gefiel mir an „Maschinengötter“ wie in diesem Band nochmals die Vermischung verschiedener Genreaspekte klarer heraussticht. Hier treffen Fantasywesen wie Hexen auf gewaltige Raumschiffe und Maschinenwelten eines SciFi-Romans. Was für eine abgefahrene Idee, die nun ihren Höhepunkt erreicht.


    Das Highlight dieses Bandes waren all die überraschenden und erstaunenden Enthüllungen, die auf mich warteten. Bezüglich der Vergangenheit bestimmter Figuren gibt es auch noch ein paar kleinere Informationen, durch die diese Figuren noch mehr an Tiefe erhalten. Aber das Tüpfelchen auf dem I war für mich einfach die Wendigkeit der Handlung. Damit meine ich, dass die Geschichte in diesem Band einfach nochmal eins draufgelegt hat, indem beispielsweise die Machtverhältnisse tiefer beleuchtet wurden und eine gefährliche, rasante Szene die nächste jagte.


    Fazit

    Mit „Maschinengötter“ setzt Kai Meyer seiner Space Opera Trilogie rund um „Die Krone der Sterne“ ein spektakuläres Ende, welches mich nach kleineren Startschwierigkeiten absolut mitgerissen und umgehauen hat. Die Handlung ist unheimlich rasant und es gibt keine Zeit für Langeweile. In diesem Band warten auch nochmal einige interessante Details und überraschende Enthüllungen auf den Leser. Auch das Setting ist wieder unheimlich gut gelungen, wobei ich es klasse fand, wie deutlich in diesem Band nochmal mit dem SciFi- und Fantasyaspekten gespielt wurde.

    Sehr gute 4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Die Krone der Sterne

    2. Die Krone der Sterne – Hexenmacht

    3. Die Krone der Sterne – Maschinengötter

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    Das Hin und Her der Protagonisten war echt anstrengend, der Schreibstil dafür aber sehr gut


    Klappentext

    „Obwohl sie es schon lange ahnte, tief im Innern spürte, traf es sie plötzlich und völlig unerwartet ...


    Ella und Sam kennen sich schon ewig, als sie sich endlich eingesteht, dass er ihr mehr bedeutet als alles andere. Zu dumm nur, dass Sam der beste Freund ihres großen Bruders ist. Und dass er ausgerechnet jetzt eine Stelle als Referendar fürs Lehramt antritt – an ihrer Schule. Und dann ist da noch diese Sache mit Milo … Völlig überfordert von ihren Gefühlen setzt Ella ihre eigene Gesundheit gefährlich aufs Spiel und verletzt damit nicht nur sich selbst. Songbird ist so romantisch, chaotisch, witzig und tieftraurig wie die echte, ganz große Liebe.“


    Gestaltung

    Ich finde das Cover außergewöhnlich und hübsch, denn die rosafarbenen Streifen auf dem weißen Hintergrund sehen besonders aus. Das Cover hebt sich meiner Meinung nach von anderen Buchcovern ab. Mein persönliches Highlight sind die goldenen Streifen und der Titel, denn diese glitzern richtig schön! So ist die Gestaltung ein wahrer Mädchentraum, der in Erfüllung geht!


    Meine Meinung

    Tatsächlich war mein Hauptgrund, dieses Buch lesen zu wollen, dass der männliche Protagonist Sam heißt (ich habe eine Schwäche für den Namen Sam bei männlichen Figuren, da mich diese noch nie enttäuscht haben) und dass er ein Lehramtsanwärter ist. Da ich selber das Referendariat gerade hinter mir habe, war ich hier natürlich besonders neugierig auf die Umsetzung und die Rolle des Vorbereitungsdienstes. Sam ist der neue Referendar an Ellas Schule, doch sie kennen sich schon viel länger, da er der beste Freund von Ellas Bruder ist. Mit der Zeit kommen sie sich näher und sie gesteht sich ein, dass sie sich in ihn verliebt hat. Damit nimmt das Schicksal seinen Lauf…


    Mir gefiel es gut, dass die Protagonisten dieses Jugendbuches etwas älter sind als sonst üblich. Allerdings habe ich noch keinen Referendar getroffen, der erst 22 Jahre alt ist. Ganz so realistisch wie von mir erhofft, wurde das Referendariat also nicht dargestellt, sodass ich mir etwas mehr Recherche diesbezüglich gewünscht hätte. Sam mochte ich insgesamt aber gerne, da er das Herz auf dem rechten Fleck hat und die Berufswahl aus guten Gründen getätigt hat. Ella fand ich in Ordnung, aber eine Verbindung zu ihr konnte ich leider nicht aufbauen.


    Was mich aber wirklich genervt hat war das ständige Hin und Her zwischen ihm und Ella. Es wechselte bei den beiden dauernd zwischen „Wir können die Finger nicht voneinander lassen und lieben uns so sehr“ und „Wir dürfen aber nicht, also halten wir uns voneinander fern“. Ich finde es ja sowieso nicht so gut, dass ein Lehrer etwas mit einem Lernenden anfängt, aber hier? Meine Güte, das Referendariat dauert 1,5 Jahre. So lange hätten sie doch wohl die Füße stillhalten können, dann hätte er an eine andere Schule gehen können oder sie hätte den Abschluss gehabt – dann wäre zumindest eins der Probleme gelöst. Aber stattdessen wurde ich mit einem Hin und Her bombardiert, bei dem mir der Kopf schwirrte.


    Zudem hat Ella noch eine Krankheit, die für ihr Umfeld eigentlich ziemlich deutlich ist. Ich habe hier schon mit ihr mitgelitten und mitgefühlt, aber ich kam nicht drumherum, mich zu fragen, wieso denn niemand aus ihrem Umfeld wirklich intensiv versucht, ihr zu helfen. Gerade von Sam, der sie doch so liebt, dass er sogar seinen Job dafür riskiert (immer wieder), hätte ich mehr Einsatz erwartet als den, den er gezeigt hat. Ich hätte mir hier einfach gewünscht, dass dieser Aspekt, wenn er schon miteingebracht wird, auch etwas tiefgründiger angegangen wird. Ich weiß beispielsweise bis jetzt nicht, was die Ursachen für Ellas Erkrankung sind, dabei hätte mich das wirklich interessiert.


    Mein absolutes Highlight des Buches war der wirklich angenehme und schöne Schreibstil der Autorin Anna Rosina Fischer. „Songbird“ ist ihr Debut und ich fand es klasse, wie es ihr gelungen ist, dass die Atmosphäre des Buches sich beim Lesen über mich ausgebreitet hat und diese mich mit den Figuren hat mitfiebern lassen. Ja, ich habe mich aufgeregt über das Hin und Her, aber genauso sehr habe ich auch mit Ella mitgefühlt und konnte ihre Emotionen verstehen.


    Fazit

    Insgesamt fand ich „Songbird“ eher durchwachsen, was vor allem an dem für mich sehr anstrengenden Hin und Her in der Liebesbeziehung zwischen Ella und Sam lag, welches durch verschiedene Dinge einfach hätte gelöst werden können. Auch hätte ich mir einen intensiveren Umgang mit Ellas Krankheit gewünscht. Der Schreibstil und die Atmosphäre des Buches waren aber ein echtes Highlight, denn die Geschichte hat in mir einige Gefühle ausgelöst!

    3 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband