Beiträge von buchregal123

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Wie kann man aber auch ein Kind kaufen! Ein Kind ist doch kein Gegenstand, sondern ein menschliches Wesen.

    Als das mit einem Kind bei uns nicht klappte, haben wir eine Adoption in Betracht gezogen. Das Jugendamt machte uns wenig Hoffnung, aber verlangte auch, dass wir Bewerber uns regelmäßig zu Gesprächskreisen treffen. Ihr glaubt gar nicht, was die Paare da abgezogen haben, um ein Kind zu bekommen. Kaufen oder zumindest der Versuch - war gar nicht unüblich. Bei adoptierten Kindern aus dem Ausland geht es doch oft auch nicht wirklich legal zu.

    Wir haben nach zwei, drei Jahren entschieden, wir machen das Spiel nicht mehr mit.


    Nein, Edda war mir tatsächlich nicht zu irre, im Gegenteil, ich empfand sie als wohltuend normal.

    Ich empfand Edda nicht als irre.

    Aber die Leserin wüsste ja nicht, dass alle die Wahrheit sagen. Sie würde denken, dass mindestens einer lügt, weil die Geschichten auf den ersten Blick nicht zusammenpassen - und dann gibt es eine megaraffinierte Erklärung, wie doch alles zusammenpasst. Für mich klingt das reizvoll - allerdings auch sehr schwierig zu erreichen. Hm, ich glaube, ich habe gerade ein neues Thema gefunden, über das ich nachdenke, wenn ich mal nicht einschlafen kann

    Wenn man vor dem Einschlafen über so was nachdenkt, wird das garantiert nix mit dem Schlafen. ;)

    Erst vor kurzem haben ich den Vorgängerband „Der verbotene Fluss“ gelesen, der schon 2014 erschienen ist.


    Inzwischen sind Tom Ashdown und Charlotte verheiratet, aber auch nach zwei Jahren hat sich noch kein Nachwuchs angekündigt. Es gelingt den beiden nicht, über dieses Thema zu sprechen, obwohl sie in Gesellschaft entsprechenden Bemerkungen ausgesetzt sind.


    Toms ehemaliger Mentor Tristan Jellicoe macht ihm das Angebot, ein Buch über magische Orte in London zu schreiben. Nach Rücksprache mit Charlotte sagt Tom zu. Da auch Charlotte zu den Recherchen für dieses Buch beitragen soll, kommen sie sich wieder näher. Doch dann findet der junge Standsucher Alfie die Leiche einer jungen Frau in der Themse und Tom erfährt im Pub davon, als er über John Dee recherchiert. Charlotte und Tom ahnen nicht, dass sie sich mit ihren Nachforschungen in große Gefahr bringen.


    Von Anfang an hat mich diese Geschichte gepackt. Ich mag London und war schon einige Male dort. London ist ein Ort voller Historie und alles ist sehr atmosphärisch beschrieben. Manche der Orte hatte ich daher gleich vor Augen. Vor allem dreht sich alles um die Themse, die schon immer ein magischer Ort war, was viele Funde belegt haben.


    Charlotte und Tom gehen Dingen gerne auf den Grund. In „Der verbotene Fluss“ hat sie das zusammengeführt und nun können sie wieder Nachforschungen anstellen. Beide gehen unterschiedliche Wege, die aber immer wieder aufeinandertreffen. Alfie ist ein cleverer Junge, der es nicht leicht im Leben hat. Tom mag ihm und möchte ihm Chancen eröffnen und überfährt Charlotte damit ein wenig. Aber Alfie weiß genau, was er will. Marguerite Danby will wissen, warum ihre Tochter sterben musste und so begegnet ihr Charlotte im Britischen Museum. Die Nachforschungen bringen Hinweise auf das alte Ägypten hervor und eine Spur führt zu den „Töchtern der Isis“. Doch niemand scheint etwas darüber zu wissen. Das soll wohl auch so bleiben, denn es gibt immer wieder Drohungen gegen ganz unterschiedliche Personen.


    Die Geschichte nimmt immer neue Wendungen und am Ende wird es dann dramatisch.


    Im 19. Jahrhundert gab es in England eine Reihe von Geheimbünden und magische Rituale und Séancen waren sehr beliebt. Je mehr technische Entwicklungen es gab, umso mehr wollten die Menschen hinter die Dinge schauen. Im Nachwort liefert die Autorin Susanne Goga noch eine Menge Hintergrundinformationen.


    Es ist eine interessante und faszinierende Geschichte. Mir hat dieser Ausflug ins magische London sehr gut gefallen.


    5ratten

    Erst war ich ein wenig neben mir und dann ist bei uns mehrere Male das Internet für Stunden ausgefallen. Beendet habe ich das Buch schon vor Tagen.


    Da Julia ja nun schon eine Weile tot war, musste die Frau am Strand ja jemand anders sein. Es musste aber auch jemand sein, der einiges wusste. Rebeccas Julia war also in Wirklichkeit ihre Cousine Diana Lauer. Das gemeinsame Abendessen konnte also nicht stattfinden. Ich frage mich nur, wie lange die falsche Julia diese Sache noch durchgezogen hätte. Ihr ging es immer nur um Geld, schließlich hatte sie auch Julia schon bestohlen, wie es aussah.


    Finn schwängert Julia, will das Kind aber nicht, Julia aber auch nicht. Rebecca verzehrt sich nach einem Kind. Das wurde alles gut eingefädelt, denn Julia hat als Rebecca entbunden. Rebecca hat nicht alles gewusst, dennoch war sie an dem, was in Folge geschehen ist, auch beteiligt.


    Lucy war immer ganz selbstlos für alle da. Trotzdem verstehe ich nicht, wie sie Finn bei der Beseitigung der Leiche unterstützen konnte. Kein Wunder, dass ihr das Albträume beschert hat. Sie hätte das Kind zurückgegeben, aber das konnte Rebecca nicht zulassen. Bei dem Streit an der Klippe sieht es so aus, als wäre es ein Versehen gewesen. Trotzdem bin ich mir am Ende immer noch nicht sicher, weil ich eine sehr planerische und egoistische Rebecca im letzten Abschnitt kennenlerne. Vielleicht war es eine unterbewusste Entscheidung, denn Lucy hätte nicht weiter mitgespielt und Rebecca hätte Greta nicht aufgegeben.


    Spannend und überraschend bis zum Schluss.

    Inka Friedrichsen hat mal überhaupt keine gute Meinung von ihrer Schwägerin, aber wirklich sympathisch ist mir Inka auch nicht.

    In der Familie gibt es kaum jemanden, der sympathisch ist, nur Beccas Vater und der wird untergebuttert.

    Sagt er die Wahrheit, dass er nur einmal mit Julia geschlafen hat und danach nie wieder?

    Aber dann würde Diana deutlich mehr wissen, als sie momentan aussagt und müsste ihrer Cousine auch nähergestanden sein, wie sie behauptet, denn warum sollte sie sonst so ein Theater abziehen?

    Ich habe sowieso das Gefühl, dass hier überall gelogen wird.

    Du hast recht, da habe ich irrtümlich die Leichenteile interpretiert: "Ihre Leiche wurder allerdings erst am achten Juni gefunden, in einer Mülltonne in Köln ..." Dabei vermutet Braun nur, dass die Leiche zerstückelt und in mehrere Mülltonnen entsorgt wurde. Dann wurde folglich auch definitiv nicht die Baby-Leiche gefunden.

    Es wurde nur der Kopf gefunden.

    Die Aussage, dass es Menschen gibt, die ihnen schaden wollen (wie wollen sie ihnen den genau schaden?) und die deswegen vernichtet werden müssen, ist schon ziemlich radikal.

    Die Töchter der Iris legen ja Wert darauf, dass niemand von ihrer Existenz weiß. Nun kommt Charlotte ihnen aber ziemlich nah. Sie fürchten also den Schaden für ihre Gruppierung und damit bedroht. Daher wollen sie die vernichten, die das bekannt machen wollen.

    Als der Geburtstag ihrer Tochter ansteht, kommen der 23-jährigen Luise Zweifel. Beständig ist sie im Geschäft eingespannt und hat kaum zeit für ihre Tochter. Soll es immer so weiter gehen? Doch wieder kommt eine Herausforderung auf sie zu, denn die Hafenarbeiter streiken. Dabei hat Luise durchaus Verständnis für deren Belange, denn der Lohn reicht hinten und vorne nicht, um deren Familien zu ernähren. Aber die Männer in der Geschäftswelt finden, dass Frauen sowieso dort nichts verloren haben. Luises Kampfgeist ist geweckt. Doch sie ahnt nicht, dass sich ihr Leben vollkommen verändern wird.


    Dies ist bereits der siebte Band der Hansen-Saga von Ellin Carsta. Ich kannte noch keinen der Vorgängerbände. Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr angenehm lesen und die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt. Die Standesunterschiede jener Zeit sind gut dargestellt. Während es den einen sehr gut geht, kämpfen die anderen ums Überleben. Die Arbeit im Hafen ist nicht ungefährlich und der Lohn reicht nicht, um die Familie zu ernähren. Da ist es kein Wunder, dass Unmut unter den Arbeitern aufkommt und sie für ihre Rechte kämpfen.


    Luise ist so eine sympathische und intelligente Frau, doch immer wirft das Schicksal ihr Knüppel zwischen die Füße. Dabei geht sie aber auch mit offenem Blick durch die Welt. Sie sieht die Probleme und hat Verständnis. Aber die Männer wollen keine Frauen in der Geschäftswelt. Frauen sollen für Familie und Heim sorgen. Doch Luise ist nicht bereits, sich dem zu fügen. Sie kämpft. Aber auch die anderen Personen sind gut und lebendig dargestellt.


    Mir hat diese plausible und emotionale Geschichte gut gefallen.


    5ratten

    Toms Idee, Alfie auf einem Schiff sicher unterzubringen, fand ich klasse, viel besser als die mit der Adoption, weil sie Alfie nicht nur hilft, sondern auch ganz auf seiner Wellenlänge ist.

    So kommt Alfie seinem Traumziel bestimmt schneller nah, als wenn er weiter den Strand abgesucht hätte.

    Dass Iris sich ihrer gerechten Strafe entzogen hat, hat mich allerdings schon geärgert

    Aber es hätte irgendwie bei ihr auch nicht gepasst, wenn sie sich einfach hätte verhaften lassen.

    Und Miss Clovis ist im Knast gelandet, das freut mich für sie

    Da kann sie dann weiter beobachten, allerdings durch Gitter. Ich weiß nichtm ob ihr das reichen wird.

    Edda und Britt tun sich schwer mit Rebecca, die einfach nur mauert. Klasse finde ich, wie sie sich gegen ihre Mutter durchsetzt. Die ist ja ein richtiger Drachen.

    In Rebecca steckt viel mehr Stärke, als man ihr zugetraut hat. Die weiß genau, was sie will.

    Dass Edda mit einem verstorbenen Sebastian spricht, darauf wäre ich nun nicht gekommen. Vor allem, weil sie ja ihr Handy dazu benutzt. Das ist schon ein bisserl strange.

    Verstehen kann ich sie aber schon. Ich spreche auch heute noch ab und zu mit meiner Mutter, die schon lange nicht mehr unter uns ist. Ich frage mich, was hätte sie gesagt/getan und oft sehe ich nach einem solchen „Gespräch“ klarer.

    Vielleicht verarbeitet Edda auch ihre Trauer so besser.

    Edda hat keine Freunde und von den Kollegen hält sie auch nicht so viel. Nur bei Sebastian war das anders. Sie vermisst ihn, denn sie hat niemanden sonst, mit dem sie das besprechen könnte.

    Das mit Rebeccas One-Night-Stand mit einem Typen, dessen Namen sie angeblich nicht kennt, kommt mir auch reichlich seltsam vor. So hätte ich Rebecca schon zuvor nicht eingeschätzt, aber nachdem, was wir von Freunden und Kollegen erfahren, noch weniger.

    Anfangs dachte ich, dass Rebecca so ein zu beschützendes Wesen ist, doch bei dieser Befragung, lügt sie ständig und ich glaube, dass sie viel stärker ist, als sie erscheint.

    Ansonsten scheint der Isis- Kult ja sehr verbreitet zu sein, wenn jetzt auch die Schauspielerin total vernarrt zu sein scheint.

    Ich glaube nicht einmal, dass er so weit verbreitet ist, dafür ist alles zu geheim. Tom und Charlotte haben ja eigentlich nichts über die Töchter der Iris herausfinden können. Es war eher Zufall, dass sie immer wieder auf solche zeichen stoßen.

    Mir kommt das sehr gelegen, da man nun keine Ausreden mehr erfinden muss, damit man einfach nur mal seine Zeit mit Lesen verbringen kann.

    Ich erfinde solche Ausreden nie, denn ich entscheide, was ich tun möchte. Wenn ich lesen will, dann lese ich auch.

    Nun haben wir zwei Todesfälle und es gibt eine Verbindung. Julia ist schwanger von Finn, will aber das Kind nicht. Becca hat gerade ihren Sohn verloren und verfällt in eine Depression. Dann stößt Lucy auf Julia und will ihr das Kind abkaufen, da sie alles für ihre Frau tut. Julia könnte als Rebecca entbunden haben. Rebecca hat das wohl alles nicht ganz so genau gewusst, sie war wahrscheinlich glücklich ein Baby zu bekommen. So ein „Theaterbauch“ hätte wohl auch Rebeccas Familie täuschen können, die sie ja sowieso kaum gesehen hat. Aber das Foto brachte Lucy in Erklärungsnot.


    Keine Leihmutterschaft, da habe ich mich wohl getäuscht, aber auch nicht so ganz daneben.


    Daher sollte dann auch wohl Finn unbedingt nach Rerik kommen.


    Es gab einen Streit. Doch wer hat da gestritten? Ich könnte mir vorstellen, dass Rebecca etwas lauter geworden ist. Vielleicht war es wirklich ein Unfall, der bei diesem Streit passiert ist, vielleicht war es Absicht.


    Doch wer war die Julia, die bei Rebecca aufgetaucht ist? Es ist bestimmt Diana Lauer, die Cousine von Julia, denn Julia erwartete anscheinend ein Mädchen und nicht, wie Diana behauptet hat einen Jungen.


    Wer hat Julia getötet? Lucy kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Bliebe also Finn. Ihm würde Lucy immer helfen.


    Ich denke, dass die Diana mehr weiß. Vielleicht witterte sie da ein lukratives Einkommen. Doch warum ist sie dann verschwunden? Das Abendessen hätte sie sausen lassen können und danach trotzdem Becca weiter treffen.


    Dass Edda mit einem toten Sebastian redet, darauf wäre ich nie gekommen.