Beiträge von buchregal123

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Nun haben wir zwei Todesfälle und es gibt eine Verbindung. Julia ist schwanger von Finn, will aber das Kind nicht. Becca hat gerade ihren Sohn verloren und verfällt in eine Depression. Dann stößt Lucy auf Julia und will ihr das Kind abkaufen, da sie alles für ihre Frau tut. Julia könnte als Rebecca entbunden haben. Rebecca hat das wohl alles nicht ganz so genau gewusst, sie war wahrscheinlich glücklich ein Baby zu bekommen. So ein „Theaterbauch“ hätte wohl auch Rebeccas Familie täuschen können, die sie ja sowieso kaum gesehen hat. Aber das Foto brachte Lucy in Erklärungsnot.


    Keine Leihmutterschaft, da habe ich mich wohl getäuscht, aber auch nicht so ganz daneben.


    Daher sollte dann auch wohl Finn unbedingt nach Rerik kommen.


    Es gab einen Streit. Doch wer hat da gestritten? Ich könnte mir vorstellen, dass Rebecca etwas lauter geworden ist. Vielleicht war es wirklich ein Unfall, der bei diesem Streit passiert ist, vielleicht war es Absicht.


    Doch wer war die Julia, die bei Rebecca aufgetaucht ist? Es ist bestimmt Diana Lauer, die Cousine von Julia, denn Julia erwartete anscheinend ein Mädchen und nicht, wie Diana behauptet hat einen Jungen.


    Wer hat Julia getötet? Lucy kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Bliebe also Finn. Ihm würde Lucy immer helfen.


    Ich denke, dass die Diana mehr weiß. Vielleicht witterte sie da ein lukratives Einkommen. Doch warum ist sie dann verschwunden? Das Abendessen hätte sie sausen lassen können und danach trotzdem Becca weiter treffen.


    Dass Edda mit einem toten Sebastian redet, darauf wäre ich nie gekommen.

    Und ich wette, die Frau, die ihn mitgenommen hat, ist jemand, die wir kennen. Wahrscheinlich will sie wissen, wo die Münze abgeblieben ist.

    Aber sie hat ihn doch nicht mitgenommen, sondern ihm etwas unter der Tür durchgeschoben, worauf Ned später geflüchtet ist.

    Diese grässliche Miss Clovis wird mir immer unsympathischer. Hängt die am Ende auch noch mit drin in all den Geheimbundverstrickungen?

    Ich habe ja schon zuvor gedacht, dass es über normale Neugier hinaus geht. Daher gbesteht die Möglichkeit, dass sie mit drin steckt.

    Dieses Team um Edda ist nicht so wirklich ein Team. Ich habe nicht den Eindruck, dass da einer für den anderen einsteht. Edda würde am liebsten sowieso alles alleine machen, weil sie süchtig danach ist, knifflige Aufgaben zu lösen. Kurt fühlt sich ständig nicht für voll genommen, aber er hat auch nicht das Bestreben aus seinem Trott herauszukommen. Seine kleine Widerstandsaktion war irgendwie albern, denn niemand hat es mitbekommen.


    Egal, wen die Ermittler befragen, Lucy und Becca waren ein Traumpaar. Aber Lucy war auch etwas gestresst in letzter Zeit. Ihre Träume hatte sie doch erst nachdem Greta da war. Warum belastet sie das so? Da ich immer noch von einer Leihmutter ausgehe, war das Geld dafür bestimmt?


    Rebecca wird zur Fahndung ausgeschrieben, doch dann taucht sie unverhofft wieder auf. Natürlich ist sie eine Verdächtige und Edda muss sie befragen. Da ist es nicht hilfreich, dass Sören dazwischenfunkt. Außerdem ist es ja offensichtlich, dass Rebecca lügt. Doch warum ist sie überhaupt so Hals über Kopf abgereist? Was hat Lucy ihr gestanden?


    Seltsam ist auch die Sache mit den Julias. Kann es sein, dass die Julia von Rerik die Identität der anderen Julia angenommen hat, weil sie davon in der Zeitung gelesen hat?


    Zumindest Lasse hat nun ausgesagt, obwohl seine Geliebte so eine Show gemacht hat. Na ja, am Ende kann man es nachvollziehen. Ist ja blöd, wenn einen der Schwager beim Fremdgehen erwischt.

    Tom und Charlotte nehmen eine Einladung zu den Jellicoes an. Iris ist nicht mehr die freundliche Person von der ersten Begegnung. Auch wenn sie es nicht immer ganz offen zeigt, so scheint sie sich doch herausgefordert zu fühlen. Natürlich sind die Fragen von Charlotte und Tom unangenehm. Tristan weist Tom ab mit den Worten „Suchen sie keine Muster, wo keine sind“ und Iris lenkt mit anderen Themen ab.


    Mrs. Danby erhält eine Warnung und die Ashdowns sind sich sicher, dass sie einen Fehler gemacht haben, als sie zu offen mit Iris und Tristan geredet haben. Aber sie sind nicht bereit aufzugeben.


    Alfie will unbedingt helfen. Charlotte redet ernsthaft mit ihm und macht ihn darauf aufmerksam, dass es gefährlich ist.


    Tom hat etwas vor und will Charlotte nicht sagen, was er geplant hat. Man spürt wirklich, wie viel ihm an Alfie liegt. Er will ihn unterstützen, aber nicht einengen. Die Lösung, die sich dann ergibt, ist wirklich perfekt.


    Charlotte will sich mit Mrs. Danby treffen und tappt in eine Falle. Nun wird es wirklich gefährlich. Die neugierige Miss Clovis ist auch eine Isis-Tochter. Warum verwundert mich das jetzt nicht? Charlotte ist mutig. Immer bringt sie Iris zum Reden, um Zeit zu schinden. Das Ritual soll stattfinden und Anna ist die Auserwählte. Aber inzwischen hat sie gezweifelt und als Iris schwarze Magie anwenden will, stellt sich Anna dem entgegen. Iris bricht das Ritual ab.


    Das Telegramm gibt Tom einen Hinweis, wo sie ist, aber es hilft ihm nicht, denn er kommt nicht in den Keller. Alfie ist natürlich nicht zu Hause geblieben. Tristan verweigert seine Hilfe. Gut, dass Alfie bei Tom ist, denn alleine hätte es Tom wohl nicht geschafft.


    Iris stürzt in die Themse und wird später tot aufgefunden. Gut so! Die anderen werden verhaftet. Tristan kann einem einerseits leidtun, doch er hätte wohl alles getan, um Iris zu schützen. Wenigstens gibt er die Rechte an dem Buch zurück.


    Tom und Charlotte werden auch ohne Kinder glücklich und zufrieden sein. Charlotte hat ja auch schon einen Plan, was sie künftig tun will. Das ist eine wirklich gute Idee.

    Schon seit der Kaiserzeit gibt es die Spielzeugfabrik der Familie Langbein in Sonneberg. Sie hat die politischen Wirren und die Kriege überstanden, doch die Wiedervereinigung bringt das Ende. In der Familie Langbein gibt es Verbitterung und Streitigkeiten. Das Werk muss leergeräumt werden und Eva, Iris und Jan, die Cousins sind, machen sich ans Werk. Dabei kommen Erinnerungen hoch und sie kommen sich wieder näher. Dann taucht bei einer Internetauktion eine Langbein-Puppe auf, die noch der Großvater bemalt hat. Sie Cousins fassen ein Plan, sie wollen die Tradition ihrer Familie wieder aufleben lassen.


    Bereits das Buch „Was uns erinnern lässt“ der Autorin Kati Naumann hat mir gut gefallen und daher wollte ich auch dieses Buch unbedingt lesen. Sie führt uns mit diesem Roman zurück in die Vergangenheit und die deutsch-deutsche Geschichte. Die Firma Langbein hatte oft mit Schwierigkeiten in dieser wechselhaften zeit zu kämpfen. Aber ihnen war immer wichtig, den Betrieb zu erhalten und ihren Arbeitern ein Auskommen zu sichern. Doch als die Mauer fiel, kommt auch das Ende. Die im Westen und die im Osten hatten sich auseinandergelebt und man fand keinen Weg mehr zueinander. Auch die Mauer in den Köpfen wollte nicht so schnell fallen. Eva und ihr Cousin Jan sind in Sonneberg aufgewachsen und Iris kommt aus dem Westen. Sie müssen sich erst zusammenraufen, doch dann erkennen sie, was die Familie geleistet hat und dass es wichtig ist, sich zu vergeben.


    Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen. Die Charaktere sind lebendig und stimmig dargestellt. Auch die Gegend am Rennsteig im Thüringer Wald ist sehr atmosphärisch beschrieben.


    Ein schöner und berührender Roman.


    5ratten

    So kann man sich täuschen. Ich dachte, die Tote sei vielleicht Julia. Doch es ist Lucy. Was ist da geschehen? Noch haben die Ermittler ja nicht herausgefunden, was die Todesursache eindeutig macht. Aber die Umstände sind schon seltsam.


    Bei der Polizei scheint sich ja kaum jemand wirklich zu mögen oder wenigstens zu respektieren. Edda kann damit zwar umgehen, aber sie denkt auch nicht gerade freundlich über die Kollegen. Nur ihren Vorgänger Sebastian, der ihr anscheinend sehr ähnlich ist, akzeptiert sie und bespricht sich mit ihm. Doch das sollte sie doch wohl besser mit ihrem Team tun.


    Rebecca ist verschwunden und auch nicht telefonisch zu erreichen. Lucys Mutter denkt nicht besonders freundlich über ihre Schwiegertochter und Rebeccas Mutter finde ich ganz fürchterlich, denn sie will anscheinend alles bestimmen. Im Gegensatz zu ihrem Mann hat sie auch keine Veränderung an Rebecca festgestellt.


    Nun wissen wir auch, wer Paul war. Das hat Rebecca natürlich sehr belastet. Ich glaube immer noch, dass Rebecca nicht die Mutter von Greta ist, auch wenn von dem homosexuellen Vater die Rede ist. Irgendwie denke ich an Leihmutterschaft. Ist Julia die Mutter? Ich kann das noch nicht ganz fassen.


    Torge erzählt Edda wenigstens von dem Telefonat, was er ja auch hätte verschweigen können.


    Finn ist von Lucy angerufen worden, weil es etwas zu besprechen gibt. Ich hatte ja schon vorher das Gefühl, dass die beiden ein Geheimnis haben. Nach einem langen Tag kommt er in Rerik an und Lucy ist nicht da. Am nächsten Tag taucht er wieder da auf, weil sie einen Termin verpasst hat. Was läuft da, dass er sich so reinhängt?


    Der nackte Typ, der mit der Chefin schläft, um einen Job zu bekommen, und der später dieses Telefonat führt, hat wohl einen Streit mitbekommen. Mich hat eigentlich gewundert, dass Edda ihn nicht anspricht, als sie dieses Telefonat mitbekommt.


    Und immer noch wissen wir nicht, was Lucy zu beichten hatte.

    Wie Charlotte Alfie überzeugt hat, den Danbys die Kette zurückzugeben, fand ich aber klasse. Sie hat ihn behandelt wie einen verständigen Menschen, nicht wie ein dummes Kind.

    Charlotte hat ja nun auch viel Erfahrungen mit Kindern in dem Alter, schließlich hat sie ja früher als Gouvernante gearbeitet. Da musste sie ja auch auf ihre Schüler eingehen.

    Die kurze Episode im Tempel hat mir kalte Schauer über den Rücken gejagt. Sich um Anna zu "kümmern" heißt, sie zum Schweigen zu bringen - oder gar zu beseitigen?

    Das fand ich auch gruselig und ich hatte auch gleich Angst um Anna.

    Toms "Überfall" war nicht ganz so geschickt eingefädelt, fand ich.

    Ich denke nicht, dass Tom da etwas eingefädelt hat. Er hat nicht nachgedacht, sondern ganz impulsiv gehandelt.

    Da Becca in Rerik keine Freunde hat, scheint sie jeden Strohhalm zu ergreifen, um nicht allein zu sein.

    Ich hatte aber nicht den Eindruck, dass sie sich bisher einsam gefühlt hat. Das ihr etwas fehlte, ist ihr erst durch die Begegnung bewusst geworden.

    Bei Julies Frage, ob Lucy auch einen Mord begehen würde, habe ich schon geschluckt. Für mich ist das eigentlich keine Frage, die ich diskutieren möchte. Schon recht nicht mit einer Frau, die ich gerade erst kennengelernt habe.

    Das Thema hätte ich sofort beendet. Eine merkwürdige Frage!

    Aufmerksam geworden bin ich aber auch bei der Aussage von Becca, dass weder sie noch Lucy jemals für ein Vergehen verurteilt werden würden, weil Torge Berger, ihr Jugendfreund und Strafverteidiger, sie aus jeder Situation rausboxen würde.

    Wie kann man so etwas behaupten. Es gibt Recht und gesetz und ein Anwalt kann einem Angeklagten nur zu seinem Recht verhelfen, aber wenn ein Straftatbestand bewiesen ist und keine psychiatrischen Gründe gegen eine Verurteilung sprechen, kann er eine Verurteilung auch nicht verhindern.

    Der Prolog wirft direkt mal einige Fragen auf: wer ist die Frau, deren letzten Minuten wir hier miterleben? Ist es die Frau, die am Ende dieses ersten Abschnitts am Fuße des Steilufers tot aufgefunden wird? Oder ist es ein Ausblick auf einen weiteren Todesfall im Laufe des Buches? Noch wissen wir nicht, wer die Tote ist, zu der Edda Timm gerufen wird.

    Und was bedeutet "Ein Leben für ein Leben"?

    Da habe ich noch keine Idee und bin gespannt, was es damit auf sich hat.

    Interessant finde ich ja, dass Edda ihr Phlegma scheinbar ablegt, sobald sie arbeiten kann, das scheint wohl nicht der Grund für ihre Abgeschlagenheit und Müdigkeit zu sein.

    Edda scheint für ihre Arbeit zu leben und ihr Urlaub scheint ihr nicht zu gefallen. Sie weiß einfach nicht mit sich anzufangen.

    Freundschaft basiert auf Vertrauen und das muss man sich erst mal verdienen. Das gibt Rebecca in meinen Augen schon mal einen äußerst naiven Touch.

    Das denke ich auch. Ich habe auch sehr gute Bekannte, die ich schon lange kenne, doch trotzdem würde ich sie nicht als Freunde bezeichnen. Den Titel habe sich nur relativ wenige verdient.

    Habe ich überlesen, wer genau Paul ist? Er ist gestorben, das habe ich verstanden, und letztendlich auch der Grund, warum Lucy und Rebecca mit Greta in Rerik leben/wohnen und nicht mehr in Hamburg, aber habe ich überlesen, WER er war?

    Bin ich froh, dass ich nicht die einzige war, der es so gegangen ist.

    So nun endlich habe ich auch den ersten Abschnitt gelesen. Aber nach den Arbeiten am Wochenende war ich am Montag so fertig, dass ich mit aufgeschlagenem Buch vor der Nase eingeschlafen bin. Es ist nicht heruntergefallen!


    Ich hatte gleich bei Julia ein ungutes Gefühl. Da habe ich auch Rebecca nicht verstanden, die in so kurzer Zeit eine Fremde so nah an sich herankommen lässt und sie als Freundin bezeichnet, ihr so viel erzählt, obwohl sie nicht einmal deren Nachnamen weiß.


    Bei dem Essen mit den Freunden, als Julia nicht erschienen ist, reagieren Finn und Lucy sehr merkwürdig, als Becca Julia beschreibt. Sie wissen also, um wen es sich handelt.


    Dass Rebecca so verbissen nach Julia sucht, verstehe ich nicht. Aber genauso verbissen versucht Lucy ihr das auszureden.


    Der Nachbar hat beobachtet, dass Julia ihre Kleidung versteckt hat.


    Erste Zweifel sind da, Torge verstärkt sie noch, aber erst das Foto auf Lucys Tablett zeigt Rebecca, dass sie belogen wurde.


    Die ganze Zeit über frage ich mich, wer Paul ist. Ich habe dann noch mal durchgeschaut, ob ich das übersehen habe, aber nein.


    Greta ist wohl nicht das leibliche Kind, denn es heißt immer, dass sie angekommen ist, von der Geburt ist keine Rede. Ist Julia die Mutter von Greta?

    Alfie wollte also tatsächlich nur seine Freiheit, weil er wie sein Bruder zur See fahren will. Doch dann findet er bei seinem Schuppen das Metallplättchen mit der Drohung und bekommt Angst. Mir hat es gefallen, dass er sich vertrauensvoll an Tom und Charlotte wendet.


    Ned ist auch verschwunden und Charlotte sucht ihn. Das ist wirklich mutig, aber sind findet dann ja auch etwas heraus.


    Anna Carhill verschwindet und ihre Tante ist so besorgt, dass sie die Polizei einschaltet und sogar in der Zeitung nach ihr gesucht wird. Der Sache muss Charlotte natürlich auch nachgehen und auch in diesem Fall findet sie wieder etwas heraus. Der Angler hatte einen Schrei gehört, der von den Trauerweiden an der Themse kam.


    Anna hat sich mit einem Brief bei Marguerite Danby angemeldet, ist aber nicht erschienen. Marguerite wendet sich daher an Charlotte und gemeinsam besuchen sie die Tante. Natürlich sind sie sehr verblüfft, als sie dort Anna entdecken. Die Erklärungen sind ziemlich unglaubwürdig.


    Miss Clovis zeigt ein ziemliches Interesse an den Ashdowns, so dass es sogar Daisy auffällt. Alfie darf sich nicht blicken lassen. Dieses Eingesperrtsein gefällt ihm gar nicht, was ich gut nachvollziehen kann, wo er doch seine Freiheit so liebt. Aber er will alle schützen. Ich stelle mir gerade das Bild vor – ein Junge mit einem Spazierstock.


    Tom wohnt einer Theaterprobe bei, die ihm nicht gefällt. Den vorgeschlagenen Rollentausch finde ich witzig, der Regisseur weniger. Aber auch hier gibt es wieder eine Spur. Die Schauspielerin Sally hat ein ägyptisches Amulett, das ein Glücksbringer und ein Geschenk einer wichtigen Frau ist. Ich denke mal, dass Iris diese Frau ist. Wie panisch Sally reagiert, als Tom Charlotte ins Spiel bringt.


    Der Glücksbringer hat gewirkt, die Premiere verlief besser als die Generalprobe. Als sich Charlotte in der Garderobe mit Sally unterhält, taucht Iris auf und die ist gar nicht erfreut. Ich befürchte Schlimmes.


    Anna ist auserwählt, wie die Hohepriesterin feststellt, die vernichtet will, was ihnen schadet. Mir erscheint sicher, dass es sich um Iris handelt.

    Es gibt bestimmt ein paar Leser, die das enorm triggert, weil ihr Kinderwunsch immer noch stark ausgeprägt ist und die Akzeptanz fehlt, dass die Natur das leider nicht vorgesehen hat.

    Das kann sein. Aber ich finde es auch furchtbar, wenn man sich zu sehr verbeißt. Wie ich schon geschrieben habe, musste ich zwölf Jahre warten. Natürlich waren die Behandlungen belastend. Aber ich habe auch nie auf Teufel komm raus, mich nur auf Kinder festgelegt. Ich wollte alles versuchen um mir später keine Vorwürfe machen zu können. Auch eine Adoption haben wir in Betracht gezogen. Doch ich habe daneben auch immer ein Weiterkommen im Beruf angestrebt. Es hat zwar viele kleine Enttäuschungen gegeben, die mich aber nicht niedergestreckt haben.

    Als ich dann durch die Hormone einen Knoten in der Brust hatte, haben die Ärzte von weiteren Behandlungen abgeraten oder ich sollte erst einmal eine längere Zeit warten. Aber ab einem bestimmten Alter hat man nicht mehr die Zeit zu warten. Da war dann für mich das Thema abgeschlossen, ich habe mich beruflich umorientiert und war gerade richtig drin, als ich schwanger wurde. Drei Jahre nach dieser Entscheidung wurden meine Zwillinge geboren. Natürlich war ich glücklich, aber ich glaube, dass ich auch ohne glücklich und zufrieden geworden wäre.

    Nachdem ihre Mutter gestorben ist, wachsen die Schwestern Marlene und Emma Lindow im Waisenhaus auf. Als sie dann auf eigenen Füßen stehen müssen, empfinden sie es als größtes Glück, dass sie einen der begehrten Ausbildungsplätze als Kinderkrankenschwester an der Kinderklinik Weißensee bekommen. Es wird kein leichter Weg. Marlene wird schon bald klar, dass sie gerne Medizin studieren möchte, um Ärztin zu werden. Emma ist nicht so forsch wie ihre Schwester und so entfernen sich die beiden immer mehr voneinander.


    Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr gut lesen. Die Kapitelüberschriften zeigen an, wo und wann das jeweilige Kapitel spielt. Zwischendurch wird die Geschichte durch Tagebucheinträge und Briefe vertieft.


    Die Schwestern müssen Höhen und Tiefen erleben. Als Waisen müssen sie sich besonders anstrengen und trotzdem lässt man sie das spüren. Sie haben so lange zusammengehalten, daher hat es mir leidgetan, dass sie sich immer mehr entfremden. Beide aber kümmern sich aufopferungsvoll um ihre kleinen Patienten. In der Liebe müssen auch beide mit Enttäuschungen fertig werden. Aber auch die vielen anderen Personen sind gut und authentisch dargestellt.


    Der Roman spielt in einer Zeit, als die Standesunterschiede noch große Bedeutung haben. Die Frauen in der Zeit haben es nicht leicht, wenn sie ein selbstbestimmtes Leben führen wollen. Man erwartet, dass sie heiraten und sich um Familie und Heim kümmern. Ich fand es auch sehr interessant, etwas über die Kinderheilkunde in jener Zeit zu erfahren.


    Mir hat dieser Roman gut gefallen und ich bin gespannt, wie es weitergeht.


    4ratten

    Das war natürlich schon ein Zufall, dass Charlotte Julias Mutter getroffen hat und sie bis nach Hause verfolgen konnte.

    Es gibt ja eine Reihe Zufälle: Ned und sein Münze, Tom trifft Alfie und erfährt von den Kerzen, Charlotte ist gerade noch am Obelisken vor dem Regenguss...

    Er ist wieder zurück in seinen Schuppen. Vielleicht auch, weil er merkt, dass Charlotte sich schwer mit ihm tut.

    Ich denke aber, dass Alfie seine Freiheit braucht, denn er war ja schon lange auf sich gestellt.

    Ich bin noch unschlüssig, ob es mehr ist, weil Tom sie vorher nicht gefragt hat - das hätte er wirklich machen müssen - oder weil sie mit einem so großen "Kind" erst mal überfordert ist.

    Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass Charlotte klar wird, wie sich ihr Leben ändern würde. Sie muss für sich klären, was sie will. Sie ist wohl im Moment ganz zufrieden, so wie es läuft, denn ihr gefällt das "Herumschnüffeln". Sie ist kein Mensch, der mit dem zufrieden ist, was andere als normal ansehen.

    Wennn Archie vorher die Schule macht könnte er ja immer noch zur See fahren aber dann könnte er mehr werden, als ein einfacher Matrose. Das wäre doch gut.

    Natürlich hätte er größere Chancen, aber ich kann mir Alfie auch nicht so gut in einer Schule vorstellen, obwohl er clever und wissbegierig ist.