Beiträge von Kerry

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Meine Meinung:
    David Bellino ist reich und erfolgreich - doch um diesen Status zu erhalten, ging er in seiner Vergangenheit sehr skrupellos vor. Das blieb nicht ohne Folgen, denn er erhält anonyme Morddrohungen und hat einen Verdacht, wer ihm diese zukommen ließ. Er lädt daher die vier "Hauptverdächtigen", ehemalige Freunde von ihm, ein, um dem auf den Grund zu gehen und tatsächlich, sowohl Gina und Mary, als auch Steve und Nathalie folgen der Einladung. Noch in der ersten gemeinsamen Nacht wird Bellino ermordet.


    Die hinzugerufene Polizei in Form von Kommissar Kelly steht vor einem Rätsel, denn augenscheinlich hatte jeder der anwesenden Gäste sowohl die Möglichkeit, als auch ein Motiv, den wohlhabenden Bellino ins Jenseits zu befördern. Auch seine Geliebte Laura könnte ein Motiv gehabt haben. Fest steht, Bellino war alles, nur kein Sympathieträger und dennoch muss jemand für diesen Mord zur Rechenschaft gezogen werden.


    Schnell stellt sich heraus, dass Bellino einem jeden der Anwesenden in der Vergangenheit Unrecht angetan hat, ja mit unter sogar ein ganzes Leben zerstörte. Doch welches Motiv ist das stärkste und ganz ehrlich, will man diesen Mord, der nicht unverdient war, überhaupt aufklären?



    Eine Leiche, viele Verdächtige und eine Menge Motive! Der Plot des Buches wurde abwechslungsreich erarbeitet. Leider stand für mich ziemlich schnell fest, wie sich in etwa das Buch entwickeln würde und tatsächlich traf dies so ein, sodass ich etwas enttäuscht war, denn von Frau Link bin ich normalerweise eher überraschende Wendungen gewohnt. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Schnell stellt sich der Leser auf die Seite des Täters, denn je mehr man von David Bellino erfährt, desto mehr ist man der Meinung, dass er sein Schicksal verdient hat und noch mehr! Einem solchen Anti-Sympathieträger begegnet man doch eher selten in der Literatur. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch angenehme Lesestunden bereitet hat, ich mir jedoch etwas mehr Wendungen / Überraschungen innerhalb des Plots gewünscht hätte.


    3ratten

    Meine Meinung:
    Ein kleines Dorf in England ist die Heimat von Elaine Dawson. Die nicht mehr ganz junge Frau hat ihr ganzes Leben dort verbracht und führt ein sehr einsames Leben. Als sie zur Hochzeit von Rosanna Hamilton in Gibraltar, einer ehemaligen Klassenkameradin, eingeladen wird, will sie dort unbedingt hin und mal etwas anderes als das dörfliche Leben erfahren. Leider kommt sie nur bis zum Flughafen, denn ihr Flug von Heathrow wird wegen Nebels strichen. Aus der Traum - oder auch nicht, denn am Flughafen hat sie einen Mann getroffen, der ihr anbietet, die Nacht in seiner Wohnung zu verbringen und einen Flug am nächsten Morgen zu nehmen - danach wurde Elaine Dawson nie wieder gesehen.


    Fünf Jahre später erhält Rosanna von ihrem ehemaligen Chef den Auftrag, eine Artikelserie über Vermisstenfälle zu schreiben. Seit ihrer Hochzeit lebt sie mit Mann und Stiefsohn auf Gibraltar und übt ihren Beruf nicht mehr auf, doch es läuft derzeit nicht allzu gut in der Ehe und von daher nutzt sie die Chance, endlich wieder das zu tun, was sie immer sehr gern getan hat und auch, um sich über die Zukunft ihrer Ehe klar zu werden. Einer der Vermisstenfälle ist ausgerechnet Elaine Dawson, die ehemalige Klassenkameradin, die auf der Reise zu ihrer Hochzeit verschwunden ist.


    Sie reist nach London, denn genau hier verschwand Elaine vor fünf Jahren. Zum Teil treiben sie Schuldgefühle an, denn wenn sie Elaine nicht zu ihrer Hochzeit eingeladen hätte, wäre sie nicht verschwunden, auch, wenn beide nie wirklich enge Freundinnen waren. Schnell kann sie den Mann ausfindig machen, der Elaine seinerzeit sein Gästezimmer anbot. Erst nach einiger Bedenkzeit erklärt sich Rechtsanwalt Marc Reeve bereit mit Rosanna zu sprechen, denn diese verhängnisvolle Nacht kostet ihn seinerzeit fast alles - immerhin war er plötzlich Hauptverdächtiger in einem Vermisstenfall. Rosanna ist, auch wenn sie es anfänglich nicht glauben will, sehr angetan von Elaines Retter in der Not und entwickelt sehr schnell Gefühle für ihn. Sie will auf jeden Fall klären, was damals passiert ist, denn nur so kann Marc definitiv von allen Vorwürfen freigesprochen werden. Tatsächlich scheint es so, dass Elaine damals verschwand - doch ist sie wirklich tot? Ihre Spur führt sie in ein kleines Dorf, in dem Elaine leben soll ...



    Vermisst oder tot? Der Plot des Buches wurde detailliert erarbeitet. Leider kam es hier zu deutlichen Längen dank vieler unnötiger Passagen, sodass ich das Buch zwischendrin immer mal wieder weglegen musste. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Ich bin mir allerdings nicht sicher, was genau ich von Protagonistin Rosanna halten soll, denn ihre Motive, diesen Vermisstenfall aufzuklären, sind nach ihrem Zusammentreffen mit Marc nicht unbedingt nur rein beruflicher Natur. Die Figur des Marc hingegen fand ich sehr gut erarbeitet, diesem Mann wäre ich mit unter auch verfallen, denn er ist charmant, sieht gut aus und besitzt ein souveränes Auftreten, dass die Menschen für ihn einnimmt. Den Schreibstil empfand ich, bis auf die oben erwähnten Längen, angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass dies zwar nicht das beste Buch der Autorin ist, ich jedoch nicht davor zurückschrecken werde, weitere Bücher der Autorin zu lesen.


    3ratten


    @ Kerry,
    was sagst du denn zu dem Vorwurf einiger Rezensenten auf amazon, dass es sich gar nicht um einen Erfahrungsbericht, sondern um getarnte Kinderpornografie, evtl. sogar Anleitung dazu, handelt?


    LG von
    Keshia


    Tatsächlich konnte ich kaum glauben, dass all diese Geschehnisse einer einzelnen Personal passiert sein sollten. Ich gehe davon aus, dass einige Dinge "hinzugedichtet" wurden und ja, generell kann ich den Vorwurf von einigen Rezensenten verstehen, denn es las sich teilweise wirklich wie eine Aneinanderreihung von Pornografie und nicht wie der Bericht von erlebten.


    Ich für meinen Teil lese ab und an gerne ein Buch von einer starken Persönlichkeit, die eine schlimme Situation bewältigen musste und aus dieser gestärkt hervorging, gerne auch in Zusammenarbeit mit einem Jounalisten erarbeitet (Wir Kinder vom Bahnhof Zoo / Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden), aber dieses Buch konnte mit den genannten einfach nicht mithalten. Ichh fand es teils sehr unglaubwürdig, was da geschildert wurde und dem Vorwurf der Kinderpornografie würde ich mich hier nicht entgegen stellen, sondern dem eher zustimmen.


    Ich finde es schwer, bei Erlebnisberichten von gutem oder schlechtem Schreibstil zu sprechen. Die Autoren sind in der Regel ja keine Schriftsteller. Auch wenn sie manchmal professionelle Hilfe hatten.


    Ich denke, man kann schon den Schreibstil einen solchen Buches beurteilen, wenn dieses in Zusammenarbeit mit einer Journalistin erarbeitet wurde, denn diese müsste es eigentlich vom handwerklichen her drauf haben, einen Text so zu überarbeiten, dass er lesbar, aber nicht nur vulgär ist.


    Generell lese ich nicht allzu oft solche Bücher, aber auf dieses bin ich durch eine Rezension gestoßen und wollte mir selbst ein Bild machen und so schockierend diese Erlebnisse auch sein mögen, überzeugen konnte es mich als Buch nicht. Für mich müssen solche Bücher aber auch in etwa dem Maßstab von "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" standhalten, denn auch da ging es um einen Erfahrungsbericht, der mit Journalisten erarbeitet wurde.

    So, dank Gürtelrose bin nun auch ich endlich dazu gekommen, der Arbeit fern zu bleiben und das Buch zu beenden.


    Nathalie ist in meinen Augen leider eine sehr unreife junge Frau, die "die Liebe ihres Lebens" verrät, weil dieser ihr von einer anderen Frau erzählt hat, in die er sich verliebt hat. Reife sieht irgendwie anders aus - sicherlich kann jede Frau nachvollziehen, dass Frau sich da nur rächen will, aber für mich steht die Frage im Raum: wie wird es mit ihr wohl weitergehen? Ich gehe davon aus, dass sie eine genauso gescheiterte Existenz wie ihre Mutter wird und zwar nicht dem Alkohol verfällt, sondern wie voll in die Magersucht abrutscht und daran zu Grunde gehen wird, denn was hat sie denn noch? Keinen Freund, keinen Job, keine Familie, kein Geld - sie hat im Endeffekt nichts mehr, sobald Simon sie endgültig vor die Tür gesetzt hat.


    Simon - auch von ihm bin ich nach wie vor kein Fan. Sicherlich, die Figur hat sich weiter entwickelt und er hat endlich angefangen, eigene Entscheidungen zu treffen und für das richtige einzustehen, aber wie stehen die Chancen, dass das so bleiben wird, wenn sich die Vorkommnisse wieder beruhigt haben? Irgendwie glaube ich bei ihm nicht an eine dauerhafte Veränderung, muss aber sagen, ich fand es unheimlich gut von ihm, wie er sein eigenes Leben riskiert hat, um Nathalie zu Hilfe zu eilen.


    Generell muss ich jedoch gestehen, ich bin von der Situation im sicheren Haus begeistert, denn hier hat man wirklich alles, Verrat, Mord, Geiselnahme und Dramatik ohne Ende - so liebe ich das.


    Zum Schluss war ich allerdings etwas traurig, dass man Ninka nicht gefunden hat und auch nicht über ihren Verbleib bekannt wurde. Ich hatte es Ivana so gewünscht, am Ende ihr Kinder wieder zu haben - auch wenn für die Familie die Situation dadurch nicht (finanziell) besser geworden wäre - so wären sie doch wieder alle zusammen gewesen. Irgendwie ist das ein losere Faden, der schon sehr an mir nagt, denn für mich ist die Geschichte einfaach noch nicht wirklich zu Ende, wenn ich nicht weiß, was mit einer solch elementaren Figur passiert ist.


    Dennoch muss ich sagen, dass mir das Buch (bis auf Kleinigkeiten) doch gut gefallen hat.

    Meine Meinung:
    Es ist kurz vor Weihnachten und Simon, der bisher in seinem Leben nicht wirklich was auf die Reihe gekriegt hat, will eigentlich das bevorstehende Weihnachtsfest mit seiner 12-jährigen Tochter und seinem 9-jährigen Sohn in Südfrankreich im Hause seines Vaters verbringen. Der Übersetzer freut sich schon sehr auf das ruhige Weihnachtsfest mit den beiden, doch diese machen ihm (mit Hilfe ihrer Mutter) einen Strich durch die Rechnung, denn sie wollen nicht nach Frankreich und ein ödes Weihnachtsfest mit ihrem Vater verbringen. Diese Situation ist typisch für Simons Leben, denn nach der Trennung von seiner jetzigen Ex-Frau Maya hat sie die Kinder bekommen und nutzt diese als Druckmittel gegen ihn, sodass Simon nichts anderes übrig bleibt, als nach ihrer Pfeife zu tanzen, wenn er seine Kinder überhaupt noch sehen will. Auch seiner neuen Beziehung zu Kristina tut diese Situation nicht gut, denn obwohl die beiden schon seit sechs Monaten zusammen sind, hat er ihr immer noch nicht seine Kinder vorgestellt und wenn seine Ex-Frau ruft, lässt er bei Kristina alles stehen und liegen, um sich um die Kinder zu kümmern. Kristina ist nicht auch gewillt, so kurzfristig zu springen und Simon zu begleiten, jetzt, wo seine Kinder ihm abgesagt haben. So macht er sich allein auf den Weg.



    Ein Strandspaziergang soll jedoch Simons Leben nachhaltig verändern, denn er trifft auf eine junge Frau in Not. Diese ist in ein Apartment eingestiegen und wurde vom Hausmeister erwischt. Es kommt zu einer Szene am Strand, die darin gipfelt, dass der Hausmeister die Polizei rufen will, um die junge Frau verhaften zu lassen. Simon mischt sich, entgegen seiner Art, ein und gibt dem Hausmeister Geld für die Reparatur des aufgebrochenen Schlosses und kann so die Gemüter beruhigen. Eher widerwillig nimmt er sich anschließend der jungen Frau, die sich als Nathalie vorstellt, an. Er will ihr eigentlich nur etwas zu Essen besorgen und sie dann ihre Wege ziehen lassen, doch ehe er es sich versieht, ist sie bei ihm vorübergehend eingezogen. Als sie ihm offenbart, dass sie einen Mann getötet hat, der sie vergewaltigen wollte, ahnt er, dass er sich mit ihr eine Menge Ärger ins Haus geholt hat. Tatsächlich weigert sie sich nach wie vor beharrlich, die Polizei hinzuzuziehen, obwohl klar ist, dass sie auf der Flucht vor irgendwem ist und sie spricht ständig von ihrem Freund, Jerome, den sie treffen will und dass dann alles gut werden würde.



    Derweil kämpft Kiril in Bulgarien um das Überleben seiner Frau und seiner fünf Kinder. Vor etwa einem Jahr kam er mit seiner Familie nach Sofia, um ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen, doch als er seine Arbeit verlor, häuften sich die Schulden an allen Ecken und Enden an. Seine Frau Ivana hat zu tun, die Familie mit dem wenigen, was sie haben, über Wasser zu halten und die Situation wird immer schlimmer. Zwar gelingt es Kiril immer mal wieder, von seinem Freund Dano Geld zu leihen, doch dieser drängt nunmehr auf die Rückzahlung der Schulden, die Miete ist seit mehreren Monaten nicht bezahlt und die Kinder haben für den kalten Winter in Sofia keine ausreichend wärmende Kleidung. Als Dano Kiril von einer Bekannten erzählt, die eine Modelagentur hat und ihm die Tatsache offeriert, dass seine älteste Tochter Ninka durchaus das Zeug zu einem Topmodel hätte, will Kiril diese Chance ergreifen. Wenigstens eines seiner Kinder soll die Möglichkeit zu einer besseren Zukunft haben und auch wenn Ivana wenig angetan davon ist, dass ihre älteste Tochter nach Rom gehen soll, so schafft es die Leiterin der Agentur, Vjara, zumindest Kirils und Ninkas Bedenken zu zerstreuen und es winkt ein hoher Vorschuss auf ihre Arbeit, wovon die Hälfte an die Eltern ausgezahlt würde, womit das Überleben der übrigen Familienmitglieder gesichert wäre. Schnell ist man sich einig und Ninka sehr aufgeregt, immerhin steht ihr eine große Karriere bevor - doch nach ihrer Abreise hören weder Kiril noch Ivanka etwas von ihrer Tochter ...




    Je mehr Verfolgung, umso offensichtlicher wird die Wahrheit! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Schnell stellte sich die Grundthematik des Buches heraus und dennoch schaffte es die Autorin immer wieder, mich mit Wendungen innerhalb des Plots zu verblüffen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Leider muss ich an dieser Stelle gestehen, dass mir keiner der Protagonisten sonderlich sympathisch war. Weder Simon noch Nathalie konnten etwaige Sympathien meinerseits erringen, hingegen war ich von der Figur der Ivana regelrecht entzückt, denn wenn sie auch am Anfang des Buches etwas passiv wirkt, so stellt sich doch schnell heraus, dass in ihr das Herz einer Löwin schlägt, die nicht gewillt ist, eines ihrer Kinder seinem Schicksal zu überlassen. In der Paarbeziehung Kiril / Ivana ist sie eindeutig die stärke, auch wenn es am Anfang nicht so erscheint. Den Schreibstil empfand ich als spannend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch wundervolle Lesestunden bereitet hat und gerade die Grundthematik des Buches hat mich auch sehr angesprochen.


    4ratten

    Ich bin fassungslos - Kristina ist tot. Sicher, dass sie nicht unbeschadet aus der Sache rauskommt, war klar, aber gleich so krass - das hat mich schon überrascht.


    Von der Figur der Ivana bin ich immer begeisterter - sie ist so unheimlich willensstark, ich hoffe so sehr, dass sie ihr Kind findet. Es ist fast nicht zu glauben, mit welcher Beharrlichkeit sie die Verfolgung von Selinas Familie aufnimmt und diese doch tatsächlich findet. Ich war so angefixt - ich war von dem Break richtig schockiert. Ich wollte endlich Selinas wahre Geschichte erfahren - ich hoffe, die Passage kommt bald.


    Hat noch jemand ab und an das Bedürfnis, Nathalie den Hals umzudrehen? Immerhin sind sie und Simon in einem sicheren Haus, damit sie etwas zur Ruhe kommen können und vor allem in Sicherheit sind und sie hat nichts besseres zu tun, als durch die Gegend zu spazieren? Ich finde es jedoch gut, dass Simon endlich nicht mehr auf die Spielchen seiner Ex anspringt - immerhin hat es 40 Jahre gedauert, bis er endlich mal nicht das macht, was man ihm sagt.

    so, auch ich bin endlich angekommen. Es ist nicht so, dass mir das Buch nicht gefallen würde, bei mir ist es ehrlich ein Zeitproblem und ich möchte mich bei allen Teilnehmern entschuldigen, dass ich so ein Schneckentempo an den Tag lege. Derzeit arbeite ich etwa 60 h / Woche - was nicht abzusehen war, als ich mich angemeldet habe, aber ich bleibe hier auf jeden Fall am Ball, wenn auch langsamer als gewohhnt.


    So, ich muss gestehen, gerade die Situation in Bulgarien hat mich unheimlich in ihren Bann geschlagen. Ich bin so gespannt, ob Kiril und Ivana ihre Tochter wiedersehen werden. Überrascht war ich jedoch, wieviel Eigeninitiative sie plötzlich an den Tag legt - Hut ab, wenn jemand die Tochter wiederfindet, dann diese Mutter!!!


    Ob Jerome unschuldig ist oder nicht, vermag ich nicht zu sagen, wobei auch ich davon ausgehe, dass er nicht der Morde schuldig ist, aber so ein ganz reines Gewissen, daran glaube ich bei ihm nicht. Er ist ein Manipulator, der jetzt in eine Situation geraten ist, die er nicht mehr steuern kann.


    Mit Simon bin ich noch immer nicht so recht warm geworden und auch Nathalie erscheint mir suspekt. Gerade bei dem, was sie in ihrer Kindheit und Jugend erlebt hat - wie kann sie da noch solch eine rosarote Brille tragen? Gut, sie ist noch jung, aber auch wirklich sehr naiv.


    Sagt mal, diese Zwischenpassagen, wo Nathalie aus ihrem Leben berichtet, erinnert euch das nicht auch stark an eine Vernehmung durch einen Polizeibeamten z. B.?


    Schön langsam blättert ja auch das Bild von dem tollen Jungen, dass Nathalie gezeichnet hat. Wenn mich nicht alles täuscht, hätte er sie ziemlich schnell sitzen gelassen, wenn sie nicht durch ihre Arbeit Geld in die Kasse gespült hätte. Aber schön langsam zeichnet sich doch das Bild von einem Lebemann, dem die meisten Menschen eigentlich ziemlich egal sind. Es ist mittlerweile auch schwer zu beurteilen, ob er Nathalie auch so geliebt hat, wie sie ihn oder ob sie ihm eigentlich auch schon fast nur noch eine Last war? [...] Interessant die Info, dass nicht geplant war, dass er samt Laster und Fracht verschwindet. Was ist da passiert?


    Ich habe das Gefühl, dass Jérôme unschuldig ist, frage mich aber gleichzeitig, wie er Frauen in seinem Transporter fahren könnte, ohne das zu bemerken. Vielleicht wurden sie ihm irgendwie unter die Ladung geschmuggelt, aber das müsste er spätestens beim Ausladen bemerken. Was das Verschwinden des Lasters samt Ladung anbelangt, könnte die Erklärung darin liegen, dass er plötzlich selbst verschwinden musste und das Fahrzeug einfach irgendwo versteckt hat, damit man nicht auf seine Spur kommt.


    Tatsächlich ist es so, dass LKW-Fahrer teils wirklich nur Fahrer sind - sie "nehmen" ein beladenen LKW und bringen ihn von A nach B, mit dem Be- oder Entladen haben sie zum Teil überhaupt nichts zu tun, ja schlimmer noch, wenn das Beladen zu lange dauert haben sie Wartezeiten, die sie ggf. später versuchen müssen, wieder rauszuholen. Der Fahrer muss eigentlich nur die Ladungssicherung prüfen, bevor er losfährt, weil er dafür verantwortlich ist, aber das Be- und Entladen liegt selten bei diesem. Von daher kann es schon sein, dass Jerome zumindest am Anfang unbewusst Menschen geschmuggelt hat.

    so, auch meine Wenigkeit ist schon vor einer Weile mit dem Abschnitt fertig geworden, aber dank 12h+-Arbeitstagen bin ich abends nur noch ins Bett gefallen.


    In diesem Abschnitt hat die Story richtig Fahrt aufgenommen. Ich war sehr von Simon überrascht, dass er nunmehr so etwas wie Eigeninitiative entwickelt hat und ganz ehrlich: Hut ab, dass er die Wohnung betreten hat. Ich glaube, wenn mir ein bestimmter Geruch entgegen gekommen wäre, wäre ich umgedreht.


    Wirklich überrascht war ich, dass Kristina echt noch den Verfolgern in die Hände gefallen ist und dabei hatte sie es fast geschafft, wieder Richtung Heimat zu kommen. Ob sie die ganze Geschichte wohl überleben wird?


    Mich reizt derzeit immer mehr die Frage: wer wohl alles hinter der "bösen" Seite steckt, kennen wir womöglich sogar schon die ein oder anderen Beteiligten? Ich will mir gar nicht vorstellen, was sie mit Natalie maachen, wenn sie sie in die Finger kriegen sollten, denn wenn sie schon mit einer Ex von Jerome so umgesprungen sind, die vor Jahren mal was mit ihm hatte. *ohweh*


    Wo sich wohl Jerome die ganze Zeit versteckt hat? Ich meine, Natalie kommt ohne fremde Hilfe nicht klar, aber auch Jerome muss doch auch Hilfe haben. Auch er dürfte nicht über unbegrenzte Geldmittel verfügen - wo er wohl Hilfe gefunden hat?


    Auch die Situation in Bulgarien hat sich zugespitzt, denn mittlerweile offenbart sich, was der Tochter der Familie zugestoßen sein könnte. Ich hoffe sehr, dass die Eltern ihre Tochterr wiederbekommen - auch wenn sie nicht mal im Ansatz wissen, wo diese jetzt ist und ihre finanziellen Mittel zwecks Suche sehr begrenzt sind.

    so, ich bin auch angekommen, sogar schon vorgestern Abend, allerdings komme ich derzeit auf Arbeit gar nicht zum privaten Internetgebrauch ^^ und gestern hat mich eine Migräne ausknockt.


    Ich bin nach wie vor gespannt, wie die Autorin die Handlungsstränge weiter verknüpfen wird, wobei ich irgendwie das Gefühl habe, dass die Situation um Kiril eventuell in der Vergangenheit spielen könnte. Ich bin wirklich gespannt, wie sich alles weiter entwickelt.


    Simon ist leider noch immer nicht der Symphatieträger, den ich mir erhofft hatte - ich gehe auch nicht davon aus, dass das zwischen uns (also mir als Leser, ihm als Protagonisten) noch was festes und inniges wird :rollen:


    Von der Figur der Nathalie bin ich echt fasziniert - und vor allem die Frage: wo steckt Jérôme? Das er nicht nur irgendwelche Güter durch die Gegend gefahren ist, ist ja sowas von offensichtlich, aber so wie Nathalie ihn schildert, wie konnte er das tun. In ihren Erzählungen hört er sich wie ein netter junger Mann an. *grübel*


    Warum Kristina plötzlich eingelenkt hat, ist mir nicht ganz klar. Nur weil Weihnachten ist und sie nicht allein sein will? Es wäre doch bestimmt nicht das erste Weihnachten für sie so allein gewesen und so groß scheinen die Gefühle für Simon ja nicht zu sein, immerhin hat sie sich ja getrennt (und das noch am Telefon).


    Ui, die Idee ist mir noch gar nicht gekommen, aber das könnte natürlich gut sein.


    Ganz ehrlich, die Idee ist mir beim Lesen auch nicht gekommen, aber jetzt, wo es mal ins Gespräch gekommen würde, denke ich, es könnte was wahres dran seinn, denn sie hat sich auffällig für Jérômes Aufenthaltsort interessiert - und das bestimmt nicht nur, weil er so ein guter Fahrer ist.


    So, ich geh mal ein bisschen weiterschmökern und hoffe schon jetzt, das Buch am Wochenende zu beenden :breitgrins:

    So, auch ich bin angekommen (und habe mir zur Leserunde erst mal einen extra Link gesetzt - sonst suche ich mir wieder einen Wolf :smile: )


    Ich bin ehrlich gespannt, wie Frau Link es schaffen wird, die bisherigen Handlungsstränge zu vereinen. Ich hoffe sehr, dass wir erfahren, was aus Kirils Tochter geworden ist (wobei auch ich befürchte, dass es mit ihr kein gutes Ende genommen hat).


    Fasziniert bin ich auf jeden Fall von der Figur der Nathalie - die Passagen, die aus ihrem bisherigen Leben berichten, finde ich bisher am ergreifensten. Diese Passagen nehmen mich regelrecht gefangen und lässt darauf schließen, dass sie eine starke Persönlichkeit ist. Wie ist sie nur in ihre missliche Lage geraten? Hier erwarte ich noch einige spannende Wendungen.


    Was ich von der Figur des Simon halten soll, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht - ich weiß nur, dass er mir bisher, so wie er geschildert wird, nicht unbedingt symphatisch ist. Himmel, der Mann ist 40 Jahre alt, sie gut aus und ist gebildet und lässt sich von allen unterbuttern? Naja, vielleicht entwickelt er ja doch noch etwas Charakter ^^

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    Klappentext: gem. Fischerverlage
    London, 1868 – Der junge Sherlock Holmes ist einer hinterhältigen Verschwörung auf der Spur. Sein Bruder Mycroft steht unter Mordverdacht und die Beweislage scheint eindeutig: Mycroft wurde mit der Leiche in einem verschlossenen Raum gefunden, ein blutiges Messer in der Hand. Nur Sherlock glaubt an die Unschuld seines Bruders. Doch kann er sie auch beweisen ... und Mycroft vor dem Galgen bewahren?



    Meine Meinung:
    Der Diogenes Club ist einer der beliebtesten Herrenclubs in London und dort Mitglied zu werden, ist gar nicht so einfach. Selbst Besucher müssen von einem Mitglied eingeladen werden, um dort Zutritt zu erhalten. Das besondere an diesem Club ist, dass dort Schweigen herrscht. Tatsächlich ist nur in Besucherzimmern das Gespräch gestattet, überall sonst herrscht Stille. Dementsprechend aufgeregt ist der junge Sherlock Holmes auch, als er auf Einladung seines Bruders Mycroft erstmals den Club besuchen darf. Begleitet wird er von seinem Lehrer Amyus Crowe.


    Sherlock staunt jedoch nicht schlecht, als er in das Besucherzimmer geführt wird und dort seinen Bruder recht desorientiert vorfindet - und einen erstochenen Mann. In dem Raum befanden sich nachweislich nur die beiden und es gibt nur einen Ausgang - was also ist passiert? Die hinzugerufene Polizei verhaftet Mycroft, doch Sherlock weiß, dass sein Bruder den Mann nicht ermordet hat. Zusammen mit Crowe macht er sich auf die Suche nach Hinweisen und muss in der Tat feststellen, dass der Raum tatsächlich über keinerlei geheime Aus- oder Geheimgänge verfügt. So kommen die beiden nicht weiter - die Spur muss über das Opfer aufgenommen werden.


    Zwar finden sie eine Visitenkarte des Opfers, doch eine schnelle Recherche in den umliegenden Druckereien ergibt, dass tatsächlich vor kurzem diese Karte gedruckt wurde - als Einzelkarte. Der Drucker kann noch aussagen, dass der Mann den Auftrag hatte, sich eine Karte machen zu lassen. Sherlock und Crowe nehmen die Spur auf und diese führt zu einer Schauspielgruppe, die in den nächsten Tagen nach Russland aufbrechen soll. Zufall? Wirklich merkwürdig wird es, denn Mycroft sollte diese Gruppe begleiten und auch Sherlock sollte mit dabei sein. So nimmt sich Sherlock der Aufgabe an herauszufinden, welcher Zusammenhang zwischen dieser Schauspielgruppe und dem Mord an dem Mann besteht. Doch Russland ist ein raues Land ...



    Der 3. Band der Young-Sherlock-Holmes-Reihe! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. In diesem Band muss der junge Sherlock Holmes in ein ihm völlig fremdes Land reisen, zusammen mit eher zwielichtigen Gestalten, um dort auf eigene Faust zu ermitteln, wer hinter der Verschwörung gegen seinen Bruder steckt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Wieder besticht der junge Sherlock Holmes durch ein außerordentliches Anpassungsvermögen und einen gesunden Menschenverstand, die es ihm ermöglichen, hinter das Geheimnis der Verschwörung zu kommen. Der Schreibstil wurde spannend erarbeitet, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch tolle Lesestunden bereitet hat.


    4ratten

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    Klappentext gem. Kosmos:
    Eine Hitzewelle beschert Schweden einen ungewöhnlich heißen Sommer und Svea hat sich nach all den aufregenden Ereignissen ein paar Tage Erholung verdient. Sie fährt mit ihrem neuen Freund Alexander zu dessen Großmutter in eine kleine Stadt am Meer. Doch die Idylle trügt: Die Vorgänge im benachbarten Gutshof werden immer verdächtiger und selbst der Pfarrer scheint in dunkle Machenschaften verwickelt zu sein. Svea kann nicht anders und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit – doch die ist entsetzlicher, als sie sich jemals vorstellen konnte ...



    Meine Meinung:
    Nach den Ereignissen der letzten Zeit hat sich Svea definitiv Urlaub verdient und wie gut, dass gerade Ferien sind. Allerdings planen ihre Eltern keinen gemeinsamen Fern-, sondern eher einen Heimaturlaub und davon ist Svea wenig angetan. Noch schlimmer jedoch ist die Nachricht, dass ihr neuer Freund Alexander die nächste Zeit auch nicht mehr in der Nähe sein wird, da er zu seiner Oma fährt. Diese hatte sich verletzt und braucht Hilfe im Haushalt - und wo einer helfen kann, da können auch zwei helfen. So zumindest die Argumentation von Svea gegenüber ihren Eltern, die natürlich wenig angetan davon sind, dass ihre Tochter mit einem Jungen verreist. Zum Glück wird die Oma ein Auge auf die beiden haben, denn alleine würden ihre Eltern sie nie verreisen lassen.


    Svea und Alexander werden von seiner Mutter zur Oma gebracht und Svea schaut nicht schlecht, als sie Alexanders Oma sieht, denn diese hat herzlich wenig mit der Frau zu tun, die sie sich vorgestellt hat. Tatsächlich verstehen sie sich auf Anhieb und Alexanders Oma ist tatsächlich so jung geblieben, dass sie den Jugendlichen klar macht, dass sie wirklich nur minimale Hilfe im Haushalt braucht, aber sie ansonsten ihren ersten gemeinsamen Urlaub genießen sollen. Svea ist überrascht, wie behände die Oma mit ihrem Gipsbein umgeht. Sie wohnt in einem kleinen Pförtnerhäuschen eines Gutshofes, doch so idyllisch das auch erscheint, der Schein trügt gewaltig. Vor kurzem wechselte der Gutsbesitzer und seitdem ist das Betreten des Gutshauses oder des direkten Geländes verboten. Alexanders Oma darf sich nur noch um die Grünflächen kümmern, doch für wie lange noch, dass weiß sie nicht. Sie weiß nur, dass sie mit ihrer Arbeit auch ihr Zuhause verlieren wird. Doch damit sollen sich die Kinder nicht auseinandersetzen und lieber ihre Zeit zu zweit genießen.


    Natürlich lässt sich Svea die Erkundung des Gutsgeländes nicht entgehen. Zwar ist es nicht unbedingt erlaubt, aber wirklich behindert wird sie daran auch nicht, denn es gibt ja Wege hinauf. Dort lernt sie eine junge Frau, Nadja, kennen. Diese arbeitet dort, u. a. in einer Malerkolonne und scheint soweit jetzt nicht unglücklich zu sein, auch wenn Svea irritiert ist, denn immerhin sind ja Ferien. Sie versucht, mit Nadja ins Gespräch zu kommen und muss feststellen, dass Nadja keine Schwedin ist, denn sie können nur auf Englisch kommunizieren. Auch scheint Nadja nicht zu wissen, wo genau sie sich befindet, was Svea sehr merkwürdig findet. Überhaupt fallen Spürnase Svea so einige Ungereimtheiten auf, denen sie, auch gegen Alexanders Wunsch, nachgeht. Dabei macht sie eine erschreckende Entdeckung ...



    Der 4. Band der Svea-Andersson-Reihe! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Dieser Band setzt sich intensiv mit der Thematik Menschenhandel und Zwangsarbeit auseinander und stellt die Situationen eines wohl behüteten Mädchens (Svea) gegenüber der Lage eines Menschenhändleropfers (Nadja). Ich muss sagen, ich hätte nicht gedacht, dass dieses sehr ernste Thema so harmonisch in ein Jugendbuch eingearbeitet werden könnte, doch der Autorin ist es gelungen. Sehr anschaulich beschreibt sie auch, unter welchen Umständen Opfer von Menschenhändlern "leben" müssen und wie sich die Situation mit der Rückzahlung der Transportkosten darstellt. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Besonders fasziniert hat mich in diesem Band die Figur der Nadja, denn diese wurde in sehr jungen Jahren Opfer eines Menschenhändlers und betrachtet dies dennoch als glückliche Fügung in ihrem Leben, denn da, wo sie herkam, war es mitunter noch viel schlimmer und sie geht auch, trotz all ihrer bisherigen Erlebnisse, davon aus, dass sie als Bedienung in einem westeuropäischen Land arbeiten wird. Etwas enttäuscht war ich von der Figur des Alexander, denn wie dieser in einigen Situationen reagiert hat, war mir unverständlich. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd erarbeitet, ich konnte mich zwischendurch kaum von dem Buch lösen. Abschließend kann ich sagen, dass mir dieses Buch sehr schöne Lesestunden bereitet hat und bisher handelt es sich um meinen Lieblings-Band der Reihe.


    4ratten

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    Klappentext gem. Kosmos:
    In Sveas Umgebung werden mehrere Mädchen überfallen, die Svea täuschend ähnlich sehen. Haben es die Täter in Wirklichkeit auf Svea abgesehen? Als sich auch noch Droh-Mails und seltsame Telefonanrufe häufen, bekommt Svea langsam Angst. Hat es etwas mit ihrer Aussage gegen die Erpresserbande zu tun? Will die Gruppe sie einschüchtern? Allein am See gerät Svea in tödliche Gefahr...



    Meine Meinung:
    Svea hat eine starke Persönlichkeit und diese braucht sie auch, denn in nächster Zeit muss sie gegen die Erpresser aus ihrer Schule aussagen. Sie ist nicht bereit, die Täter davonkommen zu lassen! Sie haben so viele Menschen geschädigt, ihnen muss ein Riegel vorgeschoben werden. Eigentlich ist Svea in ihrer Situation nicht allein, eigentlich!, denn immer mehr Opfer entschließen sich, keine Aussage machen zu wollen. Schnell muss Svea, die später Polizistin werden will, feststellen, dass Erpresser am Werk sind.


    Doch es bleibt nicht bei Erpressungen. Als Svea eines abends mit ihrem Vater Joggen geht und ihn kurzfristig aus den Augen verliert, hat sie das Gefühl, dass sie verfolgt wird und tatsächlich ist dort jemand, der ihr folgt. Zu einer Konfrontation kommt es jedoch nicht und Svea vergisst den Vorfall beinahe, jedoch nur so lange, bis sie erfährt, dass im selben Waldgebiet ein Mädchen, dass ihr äußerlich ähnelt, zu dem Zeitpunkt, als Svea vor Ort war, schwer verletzt wurde. Ob sie überleben wird, steht nicht fest und in Svea kommt der Verdacht auf, dass der Täter es eigentlich auf sie abgesehen hatte.


    Als wäre das nicht alles schlimm genug, wird gegen Svea auch noch massiv Cyber-Mobbing betrieben, was darin mündet, dass sie sich sogar eine neue E-Mail-Adresse zulegen muss. Doch da ist jemand, der es gut mit ihr zu meinen scheint, denn dieser "Liam" unterstützt sie (wenn auch in digitaler Form) und gibt ihr Tipps, wie sie mit der ganzen Situation umgehen soll. Tatsächlich ist Liam ihr in dieser Zeit eine große Stütze und Svea beginnt, sich in den Unbekannten zu verlieben, doch Svea lässt auch Vorsicht walten, im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Jo. Auch diese hat im Internet einen interessanten Jungen kennengelernt und will sich im realen Leben mit ihm treffen. Svea ist alles andere als angetan von der Idee und beschließt, auf ihre Freundin (auch ohne deren Wissen) aufzupassen. Doch was sie dann erleben, damit hätte keine von ihnen gerechnet ...



    Der 3. Band der Svea-Andersson-Reihe! Der Plot des Buches wurde spannend erarbeitet. Hier wird deutlich dargestellt, unter welchem Druck Schüler geraten können, wenn sie versuchen, sich selbst treu zu bleiben und das Richtige zu tun. Im Gegensatz zu den übrigen Beteiligten in der Geschichte, gibt Protagonistin Svea nicht dem Druck nach, sondern behauptet sich und muss auch noch ein Auge auf ihre beste Freundin haben, die sich in eine gefährliche Situation bringt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders hervor sticht wieder Protagonistin Svea, die sehr eigensinnig ist und die trotz Drohungen nicht davon abweicht, dass in ihren Augen richtige zu tun. Ihre beste Freundin Jo hingegen ist etwas naiv und vermag es im Taumel der Verliebtheit nicht, einen klaren Kopf zu bewahren. Sie ist das typische Teenager-Mädchen, das wir glaube ich alle kennen. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, sodass sich abschließend sagen kann, dass mir dieses Buch schöne Lesestunden bereitet hat.


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    Klappentext gem. Fischer-Verlage:
    Der zweite Fall für Svea Andersson: An Sveas Schule scheinen viele Schüler vor etwas Angst zu haben. Als die schüchterne Natalie dann auch noch droht, vom Schuldach zu springen, fängt Svea an, Fragen zu stellen. Sie trifft aber nur auf eine Mauer des Schweigens. Doch Fragen stellt man an Sveas Schule nicht ungestraft: Die Täter lassen ihre Wut an Sveas Hund aus. Sie begreift allmählich, womit sie es zu tun hat. Und dann ist es schon fast zu spät …



    Meine Meinung:
    Sveas Leben ist wieder zur Ruhe gekommen. Nach wie vor lebt sie mit ihren Eltern in einem ruhigen Stockholmer Vorort und ist heimlich in den Nachbarsjungen Linus verliebt. Bei einem Spaziergang mit ihrer Hündin Wuff sieht Svea, wie eine Jungenbande die Hecke eines Grundstücks anzündet. Svea selbst gelingt es, das Feuer zu löschen, ohne dass dieses auf das Haus übergreift, doch anstelle von Dankbarkeit, schlägt ihr der Verdacht entgegen, sie selbst könnte das Feuer gelegt haben. Svea ist empört - sie wollte doch nur helfen!


    Das irgendetwas merkwürdiges in der Luft liegt, ist schnell klar, als sie bemerkt, dass sich ihre Mitschüler in der Schule sehr merkwürdig benehmen - so als hätten sie Angst vor irgendetwas. Doch es soll noch schlimmer kommen. Einer von Sveas Mitschülern behauptet, von ihr verprügelt worden zu sein und seine Verletzungen scheinen für diese Behauptung zu sprechen. Als auch noch ein paar gestohlene Ohrringe in ihrer Schultasche auftauchen, ahnt Svea, dass jemand ein ganz übles Spiel mit ihr spielt, doch wie soll sie es beweisen, wo ihr doch niemand glaubt? Wie kommen ihre Mitmenschen nur auf einmal auf die Idee, sie würde all die Dinge, die ihr unterstellt werden, getan haben?


    Svea weiß, dass ihr niemand glauben wird, wenn sie nicht stichhaltige Beweise für ihre Unschuld aufweisen kann, doch wo soll sie diese nur finden? Sie hat einen Verdacht, denn seit kurzem treibt eine Jugenbande ihr Unwesen in dem Viertel. Doch um Beweise gegen diese Bande zu sammeln, muss sie sich mitten in die Höhle der Löwen begeben. Svea wäre jedoch nicht Svea, die zukünftige Polizistin, wenn sie solche Aussichten schrecken würden - doch sie schwebt in sehr großer Gefahr ...



    Der 2. Band der Svea-Andersson-Reihe! Der Plot wurde realistisch erarbeitet. In diesem Band steht das Thema Mobbing in der Schülerschaft klar im Vordergrund und es wird aufgezeigt, wie weit Mobbingopfer mitunter getrieben werden können und das wirklich jeder ein solches Opfer sein kann, mag derjenige auch eine noch so starke Persönlichkeit haben. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Besonders gut hat mir hier wieder die Figur der Svea gefallen, die nicht bereit ist aufzugeben, auch wenn wirklich niemand in ihrem Umfeld an sie glaubt. Doch das Mädchen ist taff und sie will die Wahrheit ans Licht bringen, koste es, was es wolle. Etwas enttäuscht war ich von der Figur des Linus. Diesen habe ich ja bereits im ersten Band kennengelernt, doch muss ich sagen, ich hatte damals einen vollkommen anderen und vor allem positiveren Eindruck von ihm. Den Schreibstil empfand ich spannend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch sehr schöne Lesestunden bereitet hat.


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    Klappentext gem. Fischer-Verlage:
    Der erste Fall für Svea Andersson: An einem kalten Novemberabend verschwindet Sveas Freundin Mikaela spurlos. Nach einigen Tagen wird die Leiche des Mädchens im Wald gefunden. Ermordet! In Svea keimt der Verdacht, dass sie den Mörder kennt. Und der Täter weiß um Sveas Vermutungen ...


    Meine Meinung:
    Aphrodite Svea Andersson geht in die achte Klasse und ist eigentlich eine ganz normale Schülerin. Sie kommt aus einem intakten Elternhaus und ist das einzige Kind der Familie. Ihr Vater ist Vertreter und ihre Mutter eine Künstlerin. Auf Grund der Exzentrik ihrer Mutter wurde sie mit ihrem ersten Vornamen "gesegnet", doch wird sie von allen nur Svea genannt. Svea hat einen ausgesprochen regen Geist und für sie steht fest, dass sie später Polizistin werden will. Komplettiert wird ihre Familie durch ihre Hündin Wuff.


    Svea ist etwas eigen und hält mit ihrer Meinung auch nicht hinter den Berg, weswegen sie in ihrer klasse nicht unbedingt zu den Beliebten gehört, doch sie hat eine beste Freundin, mit der sie in der Schule durch dick und dünn geht. Privat sehen sich die beiden nicht, da ihre Interessengebiete sehr weit auseinander liegen. Svea verbringt ihrer Freizeit meistens mit Sport und in Begleitung von Wuff. Bei einem abendlichen Spaziergang findet sie im Wald einen verletzten Hund und erkennt sofort, es ist Glöckchen, der Hund von Linus, in den sie heimlich verliebt ist. Mit Sveas Hilfe gelingt es, Glöckchen in Sicherheit zu bringen und sie tierärztlich versorgen zu lassen, sodass sie zwar nicht von jetzt auf gleich die alte ist, doch dank Svea und Wuff hat Glöckchen überlebt und wird wieder genesen, wofür ihr Linus sehr dankbar ist.


    Für Svea steht fest, dass Glöckchen absichtlich verletzt liegen gelassen wurde, doch noch ehe sie ihren Verdacht auch nur äußern kann, überschlagen sich die Ereignisse, denn ihre Mitschülerin Mikaela ist nach einer heimlichen Party verschwunden. Trotz diverser Suchaktionen fehlt von dem jungen Mädchen jede Spur. Anfänglich ist die Sorge um Mikaela nicht übermäßig groß, denn sie lief bereits mehrmals von Zuhause weg, doch je mehr Zeit vergeht, desto sicherer ist man sich, dass ihr etwas passiert sein muss und tatsächlich wird im Wald, in demselben Wald, in dem Svea auch Glöckchen gefunden hat, die Leiche Mikaelas aufgefunden und es steht fest: sie wurde ermordet! Die Ermittler stehen vor einem Rätsel, denn niemand hatte Grund, die Schülerin umzubringen, nur Svea hat einen Verdacht - kann es sein, dass die Verletzungen Glöckchens und die Ermordung Mikaelas im Zusammenhang stehen könnten? Da ihr niemand zuhören will, befasst sich Svea selbst mit den Ermittlungen und begibt sich dabei in große Gefahr ...



    Der 1. Band der Svea-Andersson-Reihe! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass man als Leser zwar die Geschehnisse um Mikaela mitverfolgen kann, hier aber im Verborgenen bleibt, mit wem sie zusammen ist, als sie ermordet wird. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir die Figur der Svea gefallen, denn diese ist anders als ihre Mitschüler und scheut sich auch nicht, dies auch auszuleben, obwohl sie weiß, dass eine Anpassung in der Klassengemeinschaft für den sozialen Status besser wäre. Doch sie hat ihren eigenen Kopf und der ist verdammt clever. Den Schreibstil empfand ich als spannend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieser Auftaktband angenehme Lesestunden bereitet hat.


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    Klappentext gem. emons:
    Ein drückend heißer Sommer in Meran. Der Chefingenieur eines italienischen Kreuzfahrtschiffs wird in einer psychiatrischen Klinik ermordet. Bevor Commissario Pavarotti und die Deutsche Lissie den Täter jagen können, müssen sie dem Opfer auf die Spur kommen, denn der Mann lebte unter falschem Namen. Ein Verwirrspiel um Identitäten beginnt – bis sie schließlich den Keim des Bösen in der gemeinsamen Vergangenheit Italiens und Deutschlands entdecken . . .



    Meine Meinung:
    Etwa drei Monate sind vergangen, seit Commissario Luciano Pavarotti und die Deutsche Lissie von Spiegel einander kennenlernten und eine Mordserie aufklären konnten. Seitdem hat sich viel getan. Lissie ging zurück nach Frankfurt, um zu versuchen, aus dem Scherbenhaufen, der in Deutschland nun ihr Leben darstellte, wieder etwas Sinnvolles zu machen und vor allem, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Luciano ist weiterhin Commissario in Meran und hat mittlerweile den jungen Justus aufgenommen, doch das Leben mit einem Teenager hat auch so seine Tücken, wie der Commissario ein ums andere Mal feststellen muss. Sorge macht ihm jedoch auch, dass er seit Lissies Rückkehr nach Deutschland nicht mehr von ihr gehört hat. Ist sie überhaupt in Frankfurt angekommen oder ist ihr etwas zugestoßen?


    Obwohl Meran eigentlich ein recht beschaulicher Ort ist, der hauptsächlich von den Touristen lebt, kehrt für Pavarotti dort einfach keine Ruhe in seinem Leben ein, denn schon wieder hat es einen Mord gegeben. In einer Privatklinik für psychische Störungen wurde der Patient Michael Cabruni in der Nacht im Garten erstochen. Der Leiter der Klinik, Anselm Matern, kann sich diesen Mord überhaupt nicht erklären, denn keiner seiner Patienten ist wegen Gewalttätigkeiten in Behandlung und überhaupt ist Michael Cabruni erst kürzlich in die Klinik gekommen. Bei ersten Ermittlungen stellt sich heraus, dass Michael Cabruni keinerlei Familie und Freunde/Bekannte vor Ort hatte - wer hatte also ein Motiv, ihn umzubringen? Da sich kurz darauf jedoch herausstellt, dass Michael Cabruni nicht Michael Cabruni war, ist wieder alles offen. Wer war der Tote? Pavarotti kann sich nicht wirklich einen Reim darauf machen, doch sein Bauchgefühl sagt ihm, dass irgendwas Merkwürdiges in der Klinik vorgeht, nur was? Oder ist es eher seine Befangenheit gegen über psychisch Kranken, die ihm dieses Bauchgefühl verschafft?


    Pavarotti findet heraus, dass der Tote als Michael Cabruni als Chefingenieur auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet hat, bevor es auf diesem zu einer Katastrophe kam. Er weiß, wenn er herausbekommen will, wer Michael Cabruni wirklich war, muss er dort ansetzen, doch das ihm das selbst nicht möglich ist, ist ihm schnell klar. Doch er kennt genau die Person, die dieser Aufgabe gewachsen ist: Lissie von Spiegel. Mit einem Trick lockt er sie nach Meran zurück und tatsächlich erklärt sie sich bereit, ihm bei den Ermittlungen zu helfen. Doch Lissie ist nicht nur der Ermittlungen wegen nach Meran zurückgekehrt. Neben dem Mordmotiv will sie auch endlich klären, was sie und Luciano für einander sind. Sind sie Bekannte, Freunde, Liebende am Beginn einer Beziehung? Fest steht nur, sie mögen und respektieren einander, doch ist das alles? Noch ehe Lissie bzw. Luciano eine Antwort auf diese Fragen bekommen, überschlagen sich die Ereignisse ...



    Der 2. Band der Commissario-Pavarotti-Reihe! Der Plot wurde wieder detailliert und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass lange Zeit nicht wirklich klar ist, wer das Mordopfer jetzt wirklich ist und ohne dessen wahre Identität ist es natürlich fast unmöglich, ein Mordmotiv zu ermitteln. Die Figuren wurden sehr authentisch und facettenreich erarbeitet, wobei ich hier mein Herz definitiv an den Commissario verloren habe, der auf mich manches Mal, trotz seines scharfen Verstandes, wie ein unsicherer Mann wirkte, gerade was das Zwischenmenschliche betrifft. Ich finde es einfach erfrischend, dass Pavarotti, der ja nun schon äußerlich nicht unbedingt einem Idealbild entspricht, diese wunderbare Unvollkommenheit auch in seinem Inneren aufweist. Den Schreibstil empfand ich als angenehm und bildhaft zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch sogar besser gefallen hat als der erste Band und mir wundervolle Lesestunden bereitet hat. Dank dem bösen (und genialen) Cliffhanger am Ende, bin ich nun mehr als gespannt, wie es mit dem Commissario weiter geht und ich hoffe, der Nachfolgeband erscheint bald.


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    Klappentext gem. emons:
    Einer der reichsten Unternehmer Merans wird tot im Hinterhof einer Weinstube aufgefunden. Der italienische Commissario Pavarotti und die deutsche Amateurdetektivin Lissie stehen vor einem Rätsel. Die Einheimischen haben die Reihen geschlossen und mauern eisern. Als auch der Vater des Toten stirbt, sieht es so aus, als hätte eine alte Schuld die Familie eingeholt. Lissie ist gezwungen, sich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen – bis schließlich die Berge über Meran das Geheimnis der Stadt und ihrer Bewohner preisgeben.


    Meine Meinung:
    Lissie von Spiegel hat gerade keine wirkliche Perspektive, wie es weitergehen soll. Kürzlich erst gefeuert, rät ihr Freund Alexander, mit dem es auch nicht so gut läuft, ihr, Urlaub zu machen. Kurz entschlossen beschließt sie, nach Meran zu fahren, denn dort hat sie mit ihrem Vater immer Urlaub gemacht und das waren mit die glücklichsten Zeiten ihrer Kindheit. Sie beschließt sogar in der Pension Nikolausstift von Elsbeth Hochleitner zu wohnen, wie vor so vielen Jahren mit ihrem Vater. Obwohl Lissie Meran noch aus ihrer Jungend kennt, beschließt sie, Touristin zu spielen. In einem Cafe macht sie die Bekanntschaft von Karl Felderer, einem reichen Unternehmer Merans und Schürzenjäger. Das der eine hochschwangere Frau Zuhause hat, stört ihn bei seinen amourösen Abenteuern wenig, doch Lissie merkt schnell, mit was für einer Sorte Mann sie es zu tun hat und verweist ihn in seine Schranken.


    Am nächsten Morgen wird die Leiche Karl Felderers gefunden und Commissario Luciano Pavarotti mit den Ermittlungen beauftragt. Dieser hat mit dem berühmten Opernsäger jedoch lediglich seinen Namen und die Gewichtsklasse gemein, ansonsten gibt es zwischen diesen beiden Herren wenige Gemeinsamkeiten. Pavarotti, Ermittlungsleiter der Polizia di Stato in der Quästur Bozen, weiß, dass es nicht einfach wird, für ihn als Italiener in Meran zu ermitteln. Diese Tatsache musste er bereits in den letzten Jahren bitter lernen, denn die Meraner sind den Italienern alles andere als freundlich gesonnen.


    Bei seinen Ermittlungen muss Pavarotti feststellen, dass es anscheinend genügend Leute gab, die Felderer gern tot gesehen hätte, denn neben seinen Frauengeschichten war er auch ein skrupelloser Geschäftsmann, was ihn bei den traditionsbewussten Meraner Einzelhändlern nicht unbedingt beliebt gemacht hat. Natürlich muss sich Pavarotti auch mit Lissie von Spiegel auseinander setzen, immerhin war sie eine der letzten, die Karl Felderer lebend gesehen hat. Er weiß nicht so recht, was er von der Deutschen halten soll, doch ehe er es sich versieht, ist sie ihm bei den Ermittlungen behilflich und nach und nach muss er feststellen, dass bei Lissie nicht alles so ist, wie es auf dem ersten Blick zu sein scheint. Doch noch ist ein Mord aufzuklären und dank Lissies Hilfe ist sich Pavarotti gar nicht mehr so sicher, ob das Mordmotiv auf aktuellen Ereignissen beruht oder ob er tiefer in die Vergangenheit Felderers eindringen muss ...



    Ein ungewöhnliches Ermittlerduo! Der Plot wurde sehr detailliert und authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie realistisch Meran und seine Bewohner dargestellt wurden. Ich persönlich war zwar noch nie in Meran, weiß aber, sollte es mich jemals dorthin verschlagen, ich unbedingt mit diesem Buch in der Hand die örtlichen Schauplätze besichtigen muss. Die Figuren wurden sehr facettenreich und realistisch erarbeitet, wobei mir hier die Figur der Lissie mit unter etwas zu dominant war und mir den Commissario Pavarotti teilweise ganz schön ins Abseits gedrängt hat. Positiv aufgefallen ist mir hier, dass sowohl Luciano, wie auch Lissie, jeweils eine riesige Last aus ihrer Vergangenheit mit sich herumschleppen müssen und in Meran nicht nur die Suche nach einem Mörder auf sie wartet, sondern auch die jeweilige Verarbeitung der längst vergangenen Geschehnisse in ihren eigenen Leben. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen und gerade die bildhafte und detaillierte Darstellung der Örtlichkeiten hat mich geradezu bezaubert zurück gelassen.


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