Beiträge von JanaBabsi

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Wohin verschwand Violetta Hartwig?


    In Pöhla, einem kleinen Ort im Erzgebirge, wird die 8jährige Violetta entführt. Auf ihrem täglichen Weg zur Schule, wird sie in einen Kleinlaster gezerrt und verschwindet spurlos. Alle Ermittlungen der Polizei verlaufen im Sande.


    10 Jahre später befindet sich Kriminalhauptkommissar Erik Donner in Pöhla. Er weiß gar nicht so genau, wie er dort hingekommen ist – es ist aber auch egal, er möchte nur die Trauer um seine verstorbene Freundin in Alkohol ertränken. Da er aktuell außer Dienst gestellt ist, kann er sich dieser Aufgabe in vollem Umfang widmen. Als er abends im örtlichen Gasthaus sitzt, wird er von Linda Groß angesprochen, der Cousine von Violetta Hartwig. Sie bittet Donner darum, den Fall neu aufzurollen, da es neue Erkenntnisse gäbe.


    Da Donner ziemlich angetrunken ist und er mit diesem Fall auch überhaupt nichts zu tun haben möchte, gerät er mit Linda Groß in einen Streit. Als er am nächsten Morgen in seinem Pensionszimmer wach wird, kann er sich an den vorhergehenden Abend nicht erinnern – problematisch an der Sache ist: Er liegt in einer ziemlich großen Lache aus Blut, sein komplettes Bettzeug sieht aus wie nach einem Schlachtfest – und Linda Groß wird tot in einem Biomüll-Container gefunden.

    KHK Donner steht unter Mordverdacht.


    Das eBook „Tod und kein Erbarmen“ habe ich im Rahmen des NetGalley Adventskalenders 2019 erhalten und da eine befreundete Bloggerin die Bücher von Elias Haller sehr mag, freute ich mich auf einen spannenden Thriller.


    Es handelt sich hier um den 7. Band einer Reihe, in dem Kriminalhauptkommissar Erik Donner ermittelt. Aus den Umschreibungen geht hervor, dass Donner aufgrund einiger Geschehnisse, die in den vorherigen Büchern passiert sind, am Kopf und/oder im Gesicht ziemlich entstellt sein muss, weswegen man ihn auch „Kommissar Monster“ nennt. Nichts desto trotz soll er ein hervorragender Ermittler sein. Nun den … ich war gespannt.


    Leider hat dieses Buch meine Erwartungen so gar nicht getroffen, im Gegenteil.


    Heutzutage ist es leider gang und gäbe, dass die Ermittler in einem Krimi, Thriller oder auch Psychothriller eigene Probleme haben, die mitunter Auswirkungen auf die Ermittlungsarbeit oder auf die Zusammenarbeit mit Kollegen haben. In diesem Buch haben leider alle Ermittler irgend ein Problem, es gibt nicht einen Charakter, der sich im Normalzustand befindet. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt, mit den Animositäten untereinander, was die Ermittlungen nicht gerade vorwärts treibt, und kämpft gegen die eigenen Dämonen. Aufgrund meiner eigenen beruflichen Tätigkeit in Verbindung mit der Polizei weiß ich, dass dort auch nicht alles immer in geraden Bahnen läuft – aber SO …… wenn Polizei so funktionieren würde…. gute Nacht, Deutschland!


    Keine der Personen erweckt meine Sympathie, durch ihre skurrilen Handlungen und Dialoge habe ich ein gesundes Maß an Abstand zwischen den Protagonisten und mir. Nur deswegen habe ich das Buch tatsächlich bis zum letzten Satz gelesen, ich wollte wissen, was vor 10 Jahren mit Violetta passiert ist.


    Die Story selbst ist eigentlich ganz gut, es gibt immer wieder Hinweise auf einen anderen Täter und nach und nach eröffnet sich dem Leser, wie die Entführung vor 10 Jahren stattgefunden hat und wer der Entführer ist – und natürlich weiß der Leser von Anfang an, dass Donner sicherlich nicht der Täter ist. Allerdings steht sein Leben mehr als ein Mal auf der Kippe.


    Der Autor bedient sich eines flüssigen Schreibstils, was das Lesen sehr angenehm gestaltet und ich das Buch – nachdem ich einmal drinnen war – in kurzer Zeit gelesen habe.


    Kopfschüttelnd habe ich jedoch die Szenen gelesen, in denen beschrieben wird, dass in der Abteilung K77 (die es offiziell auch gar nicht gibt) ein stummer Beamter Namens Semmler am Telefon sitzt und die Mitarbeiterin von KHK Sokrates Vogel (was ein Name !!) sich ihren Job mehr oder weniger erschlichen hat und nicht über offizielle Wege in den Fall hineingerutscht ist.


    Und dann ….

    „Sie dürfen sich einen Putzlappen und einen Eimer besorgen und vor uns alten Männern mit ihrem süßen Hintern wackeln“

    „Bitte schön, Herr Stark“, vernahm er Hentschels Stimme hinter sich. „Kräftig gezuckerter Zitroneninstanttee. Vorschriftsmäßig auf vierundzwanzig Grad erwärmt, zum Schutz vor Verbrennungen im Rachenraum“.

    „Unzweifelhaft war die Textstelle ein eindeutiger Hinweis auf Jesus‘ herausragende Karriere als Elektroinstallateur. Auch wenn seine Kunden mit der Handwerkerleistung weniger zufrieden gewesen waren und ihn daraufhin ans Kreuz geschlagen hatten“.


    Ich hätte gerne einen guten Thriller gelesen, gefunden habe ich eher etwas, was mich stark an eine Komödie oder an eine Persiflage erinnert hat.


    Gott sei Dank sind die Geschmäcker verschieden,sonst hätte es Kommissar Erik Donner sicherlich nicht schon in seinen 7. Fall geschafft. Für mich war dieses Buch leider überhaupt nichts.


    2ratten

    Smart Home – Cozy Home ?


    Seit knapp 1 Jahr wohnen Lisa und Hendrik zusammen, in wenigen Tagen wird ihre Hochzeit stattfinden.


    Das Haus in dem sie wohnen, lässt keine Wünsche offen. Versehen mit einem Smart Home-System dessen Name „Adam“ ist, können sie ihre komplette Haustechnik über eine App auf dem Smartphone steuern. „Adam“ schaltet das Licht ein, sobald jemand ein Zimmer betritt – und schaltet es ebenfalls wieder aus, sobald dieser Jemand das Zimmer verlässt. Für die Haustüre benötigt man keinen Schlüssel, der Fingerabdruck und/oder ein Iris-Scan reichen aus. In jedem Raum wird zur eigenen Sicherheit eine Überwachungskamera gestartet, sobald jemand das Zimmer betritt. Die Heizung, der Kühlschrank, der Fernseher, die Rollos, die Treppenbeleuchtung, alles wird zuverlässig digital gesteuert oder … ups, hat da gerade während des Abendessens das Licht geflackert?


    Hendrik ist Chirurg und Spezialist für Gelenks- und Knochenoperationen und muss nochmal zu einer Not-OP ins Krankenhaus, Linda bleibt alleine zu Hause, es ist spät am Abend, sie möchte gleich schlafen gehen. Als Hendrik nach der OP müde nach Hause kommt, ist das Bett leer und Linda verschwunden. Wenn es ein Einbrecher war, warum hat „Adam“ keinen Alarm ausgelöst?


    Obwohl Hendrik sich sicher ist, dass Linda das Haus nicht freiwillig verlassen hat, geht die Polizei davon aus, dass sie die Chance genutzt hat, ihren zukünftigen Mann zu verlassen. Es gibt einige Indizien, die darauf hinweisen.


    Innerhalb der letzten Tage sind in Hamburg jedoch mehrere Menschen spurlos aus ihrem Zuhause verschwunden. In allen Häusern ist das Smart Home-System „Adam“ installiert……..


    „Die App“ ist der neue Psycho-Thriller des Autors Arno Strobel und auch in diesem Buch hat er erneut ein brandaktuelles Thema aufbereitet, denn viele Dinge des täglichen Lebens steuern wir heute überwiegend über unsere Smartphones. Fitness-Tracker, Ernährungs-Apps, Musik-Streaming über internetbasierte persönliche Assistenten, warum nicht auch die Haushaltsgeräte über eine App steuern? Das Leben kann so einfach sein. Was aber, wenn ein solches System anfängt (s)ein Eigenleben zu führen?

    Mit Linda und Hendrik hat Arno Strobel zwei sehr sympathische Charaktere erschaffen. Die Beiden sitzen gemeinsam bei Abendessen und reden über ihre bevorstehende Hochzeit und ihre Hochzeitsreise und beide erwecken den Anschein, als ob sie sich auf ihre gemeinsame Zukunft freuen. Dann verschwindet Linda und für Hendrik bricht eine Welt zusammen, als die Polizei – anhand der Indizien – davon ausgeht, dass Linda ihn verlassen haben soll. Für Hendrik ist dieser Gedanke unerträglich.


    Die beiden Kommissare Sprang und Kantstein, die in diesem Fall ermitteln, sind sich anfangs einig, dass Linda Henrik verlassen hat. Nachdem Hendrik jedoch einige überzeugende Gegenargumente vorgelegt hat, lässt sich zumindest einer der beiden Polizisten davon überzeugen, dass ihre Theorie genau so gut auch falsch sein könnte.

    Hendrik de-installiert die „Adam“-App auf seinem Smartphone – kurze Zeit später ist sie wieder installiert und aktiv. Hendrik fährt das Smart Home-System an der hauseigenen Steuerung herunter – kurze Zeit später leuchten wieder die grünen Lampen, dass das System arbeitet.


    Unerwartet erhält Hendrik Unterstützung von einer jungen Psychologiestudentin namens Alexandra, die bis vor wenigen Tagen beim Hamburger LKA ein Praktikum gemacht hat und im Rahmen ihrer Arbeit auf die Vermisstenfälle aufmerksam geworden ist. Können Alexandras Kontakte ins Darknet helfen?


    Gemeinsam decken Alexandra und Hendrik nach und nach die grausame Wahrheit auf.


    Parallel zum Handlungsstrang von Hendrik, gibt es noch den Strang einer unbekannten Person. Die Vorkommnisse sind in kursiver Schrift gehalten, damit sich die Handlungsstränge voneinander abheben. Diese unbekannte Person befindet sich wahrscheinlich in einem alten Operationssaal, auf einem Metalltisch liegend und nicht fähig, außer den Augen, ein Körperteil zu bewegen. Um ihn/sie herum hantiert ein Mensch mit einer blutigen Schlachter-Schürze.


    Beide Handlungsstränge werden aus der Sicht einer unbeteiligten dritten Person erzählt.


    Der Schreibstil des Autors ist, wie auch in den beiden anderen Büchern, die ich von Arno Strobel kenne, fließend und schnell zu lesen. Die Spannung baut sich schon gleich zu Anfang der Geschichte auf und kann auch weitestgehend das ganze Buch über gehalten werden. Tatsächlich finde ich dieses Buch in großen Teilen besser als „Offline“ oder „Schlusstakt“ ….. wenn denn da dieser Schluss nicht wäre.


    Der Moment, in dem sich offenbart, welche Personen wie und warum in die Geschichte verstrickt sind, lässt meine Begeisterung für dieses Buch wieder abflachen. Dieses Ende ist für meinen Geschmack zu sehr konstruiert und hat mich dann doch etwas enttäuscht zurück gelassen. Da wäre viel mehr möglich gewesen.


    3ratten

    Ich stelle gerade fest, dass mein Empfinden, dieses Buch betreffend, nicht unbedingt der Norm entspricht (habe ich auch auf anderen Portalen festgestellt). Ich kam mir vor wie in einer Slapstick-Veranstaltung ... für mich war das Buch mal gerade 2 Sterne wert. Mit so etwas kann man mich nicht unterhalten.

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    Hallo Ihr Lieben,


    lange war ich nicht mehr hier, aber ich hoffe, ich bin noch nicht so ganz in Vergessenheit geraten ;)


    Die Autorin Petra Johann ist an mich herangetreten und hat mich gebeten bzw. gefragt, ob wir mal wieder Lust auf eine Leserunde zu ihrem neuesten Buch hätten. Da sie sich eine Leserunde ohne mich nicht vorstellen kann/mag :love: :love:, hat sich mich gebeten, sie zu unterstützen, was ich hiermit gerne tue.


    Leider gibt es noch keinen Link zu Amazon, sondern nur den Klappentext.




    Petra Johann - Die Frau vom Strand


    Zum Inhalt:


    Freundin oder Feindin?


    Rebeccas Leben ist fast perfekt: Sie lebt mit ihrer Frau Lucy und ihrer kleinen Tochter in ihrem Traumhaus an der Ostsee. Nur wenn Lucy beruflich unterwegs ist, fühlt Rebecca sich einsam. Das ändert sich jedoch, als sie am Strand Julia kennenlernt. Die beiden Frauen freunden sich an und treffen sich täglich – bis Julia plötzlich spurlos verschwindet. Rebecca begibt sich auf die Suche nach ihr, stellt jedoch bald fest, dass sie ein Phantom jagt. Vieles, was Julia ihr erzählt hat, war gelogen, ihre angebliche Zufallsbegegnung sorgfältig inszeniert. Als Rebecca erkennt, weshalb Julia wirklich ihre Nähe gesucht hat, ist es zu spät. Sie muss eine Entscheidung treffen, um die zu schützen, die sie liebt.



    Wer hat Lust auf eine gemeinsame Leserunde mit der Autorin Petra Johann? Der Krimi erscheint im Februar 2021 und als Starttermine hat Petra den 19.02. / den 26.02. oder den 05.03. gewählt.

    Der Verlag "Ruetten & Loening" (Aufbau Verlag) unterstützt die Runde mit 10 Freiexemplaren - eBook und Printausgaben.


    Leserundenstart: 19.02.21

    PetraJohann

    Caren

    Idefix

    odenwaldcollies

    Lerchie


    Teilnehmer:
    Petra Johann (die Autorin)


    JanaBabsi (Print)

    Lerchie (Print)
    odenwaldcollies (liest mit eigener Ausgabe mit)

    Idefix (eBook/mobi)

    Gaby (Print)

    buchregal123 (Print)

    Ja, ich weiß, eine Entführung traumatisiert auch ohne zusätzliche Grausamkeiten...

    Sehr richtig! Da möchte ich auf jeden Fall später noch was zu schreiben, nicht hier wegen Spoilergefahr!

    PetraJohann ich hatte im Hinterkopf, dass da noch so ein Satz von Dir stand und habe ihn gerade gefunden.


    Ich weiß ja nicht, ob Du noch Zeit und Lust hast, darauf nochmals einzugehen - gerne im letzten Abschnitt des Buches, damit wir hier niemanden spoilern, der sich die Leserunde unabhängig von unseren Teilnehmen anschaut.


    Aber wirklich nur, wenn Du Zeit hast !!

    An dieser Stelle möchte ich mich dann auch nochmal bei Euch allen bedanken.


    An erster Stelle bei Dir, liebe PetraJohann - für Dein Vertrauen in unsere LeserundenteilnehmerInnen und dafür, dass Du an mich herangetreten bist, um hier gemeinsam Dein Buch zu lesen. Das bedeutet mir sehr viel.


    Und dann bei Euch, liebe MitleserInnen, für Eure Gedanken, Diskussionen und Aktivitäten während der Runde.


    Vielleicht treffen wir uns hier ja zum nächsten Buch von Petra wieder ?! Ich würde mich freuen.

    So, dann schreibe ich auch noch ein paar Zeilen zum letzten Abschnitt.


    Grundsätzlich hat mir das Buch wieder sehr sehr gut gefallen, liebe Petra. Wenn Dein Name auf einem Buch steht, kann man eigentlich bedenkenlos zugreifen. Toll!


    Was mir nicht gefallen hat war die Art und Weise, wie Birgit Aurich sich beim Zusammentreffen mit Lena verhalten hat. Das war in meinen Augen ein klein wenig überzogen - aber wer weiß wie man selbst reagieren würde, sollte einem so etwas widerfahren.


    Ronja lebt also tatsächlich noch und als die Nachbarin sagte, dass die Nichte gleich kommen wird, war mir auch klar, dass es sich dabei um niemand anderen als Ronja handeln konnte. Ronja ging davon aus, dass Lena die Wahrheit kennt - Birgit hat diese Tatsache jedoch für sich behalten. Genau wie Karl, der seine Tochter 17 Jahre lang angelogen hat in Bezug auf den Tod ihrer besten Freundin. Ich weiß nicht, ob ich das meinem Vater jemals würde verzeihen können. Was hätte Karl getan, wenn Lena sich nicht durch ihre Arbeit wieder gefangen hätte? Hätte er ihr dann auch nichts gesagt?


    Hier klärt sich dann auch, wie Festing mit Maik verbunden ist und warum Nathan diesen getötet hat.


    Dass Ronja ihre neue Identität nicht aufgibt, kann ich teilweise verstehen - sie hätte ihre Arbeit verloren und das hätte wahrscheinlich alles auch Konsequenzen gehabt. Andererseits hätte sie ihr altes Leben wieder haben können. Nach Birgits Tod entschließt sie sich dann doch alles aufzulösen ... Stemmer hätte wesentlich früher entlassen werden können, auch wenn Ronja ihm die Schuld am Tod ihres Vaters gibt, hat er nicht wirklich Schuld an irgendjemandes Tod.

    Nicht immer ist alles so, wie es zu sein scheint


    Die beiden Freundinnen Leni und Ronja verbringen einen Teil der Sommerferien mit Ronjas Vater in einem Haus am Chiemsee. An ihrem letzten Ferientag möchten die Beiden nochmal mit dem Rad zum See. Ihre übliche Abkürzung durch den Wald wird jedoch von einem Kleinlaster blockiert und beim Versuch diesen Kleinlaster zu umgehen, springen maskierte Männer aus dem Auto und kidnappen die beiden 15jährigen Mädchen. Schnell stellt sich heraus, dass die Erpressung dem millionenschweren Unternehmer Karl Festing gilt, Lenas‘ Vater.

    Die Lösegeldforderung beläuft sich auf 3 Millionen DM und wird von einer Person eingefordert, die sich „Der Vollstrecker“ nennt. Die erste Kontaktaufnahme zwischen Festing und dem Entführer entwickelt sich zur Machtprobe, denn Festing möchte zum einen einen Betrag in dieser Höhe nicht zahlen und zum anderen glaubt er, dass der Vollstrecker nach seiner Pfeife zu tanzen hat und nicht anders herum. Nur der Einwirkung eines nahestehenden Mitarbeiters hat Leni es zu verdanken, dass ihr Vater dann doch bereit ist, die volle Summe für sie zu zahlen und die Bedingungen der Entführer zu akzeptieren. Trotzdem verlieren im Zusammenhang mit dieser Entführung mehrere Menschen ihr Leben.


    Mit diesem nicht so ganz einfachen Fall (oder aber auch mit den nicht so ganz einfachen Menschen) setzen sich dieses Mal die Kriminalhauptkommissare Eva Schaller und Jakob Schuster auseinander.


    Die Handlung im Buch ist in 2 Teile gegliedert.


    Die Entführung selbst spielt im Jahr 2000 und aus diesem Grund fordern die Entführer ihr Lösegeld auch noch in DM und nicht in Euro. Am Ende dieses Abschnittes ist eine Person tot, die Entführung ist vorbei, es wurde jemand für diese Tat verurteilt und der Fall ist abgeschlossen. Aber ist er das auch wirklich?


    Auch wenn man Traumata irgendwie verarbeiten kann und die Entführung schon 17 Jahre zurück liegt, so wird man als Betroffener wahrscheinlich niemals ganz mit dem Erlebten abschließen können. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass eine plötzlich aufgetauchte Leiche, ein achtlos hingeworfener Satz, eine unbedacht gemachte Aussage in einem Gespräch oder ein Mann, der auf einmal regelmäßig in einem Café auftaucht aber niemals etwas verzehrt, alles in Frage stellt, was vor 17 Jahren passiert ist. Nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht – und diese Wahrheit ist eine andere als die im Jahr 2000.


    Mit „Die Entführung“ habe ich nunmehr den 4. Krimi aus der Feder von Petra Johann gelesen. Sie gehört zu den wenigen Autorinnen, bei denen ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen kann, dass das Buch mich begeistern wird. So auch hier wieder.


    Die Produktbeschreibung des Verlags sagt: „Petra Johann wird Sie in die Irre führen – bis zur letzten Seite“. Und genau das tut sie. Neben ihrem sehr angenehmen und lockeren Schreibstil verfügt sie über die Fähigkeit, winzige Details in ihren Sätzen unterzubringen, die man als Leser tunlichst nicht überlesen sollte. Manche dieser Details sind wichtig um die Geschichte der einzelnen Personen verstehen zu können, manche Details führen den Leser näher zum Täter, aber einige Details führen einen auch ganz einfach eine Zeit lang in die falsche Richtung.

    Wie in jedem Krimi gibt es „die Guten“ und „die Bösen“ und die, die sich später dann als etwas anderes herausstellen, als sie zuerst zu sein scheinen. Die von der Autorin erschaffenen Charaktere mit ihren Hintergrundgeschichten sind lebensecht und man kann sich durchaus mit ihnen identifizieren (wenn auch nicht immer mit ihren Handlungen).


    * Leni – lebt bei ihrem wohlhabenden Vater, der sich mehr um seine Geschäfte kümmert als um seine Tochter. Sie ist eher zurückhaltend und unsicher, im Falle der Entführung entwickelt sie jedoch ihre ganz eigene Stärke.


    * Ronja – lebt auch bei ihrem Vater, der sich als Journalist seinen Lebensunterhalt verdient. Sie ist selbstbewusst, zielstrebig und an einigen Stellen zu forsch in ihrem Auftreten.


    * Karl Festing – Vater von Leni, ehemaliger Boxer, millionenschwerer Unternehmer und im ersten Anlauf nicht bereit das Lösegeld für seine Tochter zu zahlen. Was für ein Vater !?


    * Corinna Festing – Mutter von Leni und liebt wahrscheinlich nur sich selbst


    * Stefan und Birgit Aurich – Eltern von Ronja, getrennt lebend, lieben ihre Tochter über alles und würden alles tun, damit ihrer Ronja nichts passiert.


    * Gloria Bauer und Nathan Müller: Haushälterin und Buchhalter von Karl Festing und die engsten Bezugspersonen von Leni


    Weiterhin noch ein paar Mitarbeiter von Karl Festing, die mehr oder weniger oft durch die Szenen laufen.


    Auch die beiden Kriminalbeamten Eva Schaller und Jakob Schuster bringen ihre eigenen Geschichten/Schicksale mit und die Beziehung zwischen den Beiden wird thematisiert, während sie sich mit den mehr oder weniger anstrengenden Angehörigen der Entführungsopfer auseinandersetzen müssen. Während Jakob mir von Anfang an sympathisch ist, braucht Eva da ein bisschen länger um mich zu überzeugen. Letzten Endes schafft aber auch sie es, dass ich sie mag. Die Beiden machen einen guten Job und sind auch bei der Aufklärung 17 Jahre nach der Entführung aktiv bei der Aufklärung dabei.


    Das Buch ist von Anfang bis Ende unterhaltsam. Die Aufklärung des Falles kommt ganz anders als gedacht daher und das macht die Geschichte so spannend. Immer wieder hat man jemand anderen als Täter im Visier und ist dann in der Regel doch auf der falschen Fährte.


    Petra Johann zeigt, dass man auch ohne großes Blutvergießen einen spannenden Kriminalroman schreiben kann.


    5ratten

    Ich bin schon fertig mit dem Buch, kam aber bisher leider noch nicht dazu im letzten Abschnitt zu schreiben. Sorry.

    Den Abschnitt und die Rezi habe ich mir für morgen vorgenommen.


    Das Jahr ist schon fast halb vorbei, irgendwie läuft mir die Zeit davon. :-(

    Alles in alle bin ich im Moment total verwirrt und blicke nicht mehr so richtig durch. Im letzten Abschnitt wird sich hoffentlich alles klären.

    So geht es mir momentan auch und ich bin irgendwie auch gerade nicht in der Lage, meine Gedanken zu diesem Abschnitt auszudrücken.


    Es gibt so viele Informationen, aber keine ist zielführend.

    Ist Maik der Vollstrecker oder nicht? Lebt Ronja noch oder nicht? Hat Stefan Aurich Selbstmord begangen, weil er wusste, dass seine Tochter tot ist oder war sein Tod ein Unfall? Inwieweit steckte er in der Geschichte drin?


    Nathan und Gloria sind für mich auch momentan nicht wirklich greifbar. Ich dachte immer, dass Gloria und Lena damals eine ziemlich enge Beziehung gehabt haben. Umso erstaunter las ich, dass Gloria sich steif gemacht hat, als Lena sie spontan umarmte. Da stimmt was nicht, da fehlt noch ein Stück Offenbarung.


    Nun denn, ich gehe dann mal weiter zum letzten Abschnitt. Da hebt sich ja hoffentlich der Vorhang. :-D