Beiträge von Kritty

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Es trifft sich gut, dass ich diese Runde gestalten darf, denn ich hatte schon Mitte Juli eine Idee. Ich hatte mich bei Netgalley um ein Buch beworben dass ich im Rahmen dieses Themas sowieso lesen wollte - also hatte ich Glück ;)


    Das Thema der nächsten Monatsleserunde, Monat August ist:


    "Women's Equality Day"


    Der Tag zu Ehren der 'Women's Equality' wird in den Vereinigten Staaten von Amerika am 26. August gefeiert.


    Am 26. August 1920 hat das 19. Amendment der amerikanischen Constitution den Frauen in den U.S.A. gleichberechtigtes Wahlrecht gegeben. 1971 bzw. 1973 wurde dieser Tag das erste Mal zelebriert bzw. zum Feiertag erklärt.


    Zitat


    So on Women’s Equality Day, [...] think about supporting women’s empowerment projects in developing countries, stop thinking about men and women as separate beings with separate roles and start thinking about treating people as equals.

    (X)


    Weitere Infos hier im National Day Calendar und bei der National Women History Alliance.



    Regeln


    Es können beispielsweise folgende Bücher angegeben werden:

    - Bücher über wichtige weibliche Personen (Biographien u. Ä.)

    - Bücher mit weiblichen Protagonistinnen, Nebencharaktere zählen nicht - es sei denn sie beeinflussen das Geschehen grundlegend

    - Bücher von Autorinnen, die als "Hauptjob" eine wichtige Rolle in der Politik, im Show Business oder in der Wirtschaft inne haben.

    - Bücher über Feminismus und alles was zu diesem Thema irgendwie dazu gehört (auch Weiblichkeit usw.)

    - Bücher, bei denen man aus dem Buchstaben im Titel das Wort "Feminismus", "Gleichberechtigung" oder den Namen einer berühmten weiblichen Persönlichkeit bilden kann (Entsprechungen in anderen Sprachen gelten - andere Wörter allerdings nicht)

    - Das alles gilt trans* Frauen einbeziehend (natürlich <3)


    Viel Spaß <3



    "Superwurm" von Axel Scheffler und Julia Donaldson (übersetzt von Salah Naoura)


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    Über das Buch

    Das ursprünglich auf Englisch erschienene Kinderbuch (Autor und Autorin haben den Grüffelo erschaffen) wurde 2015 herausgegeben und ist für Kinder ab etwa 3 Jahren geeignet. Es ist ein farbiges Papp-Kinderbuch zum Vorlesen und Selbstanschauen für die Kleinen.


    Inhalt gemäß Amazon:

    "Superwurm ist der liebste Freund von Kröte, Käfer & Co. und dank seiner außergewöhnlichen körperlichen Beschaffenheit hat er ihnen oft genug das Leben gerettet. Ohne Frage, ein Superwurm.

    »Dieser Wurm mit Superkraft ist ein Held, der alles schafft. Superwurm, der Superheld, ist der tollste Wurm der Welt!«

    Kein Wunder also, dass seine Freunde einen besonderen Plan aushecken, als die fiese Echse Superwurm entführt, was nichts Gutes bedeuten kann: »Du Wurm bist jetzt in meiner Macht und gräbst nach Schätzen in der Erde, damit ich noch viel reicher werde!«"


    Inhalt und Stil

    Es geht um einen talentierten, mutigen und hilfsbereiten Wurm der seinen tierischen Freunden immer zur Seite steht und eines Tages plötzlich von einer bösen Echse und dessen fiesem Verbündeten entführt wird. Er wird von der Eche dazu verdonnert, seine Talente zu Gunsten der Gier einzusetzen, welche die Echse zum Ausdruck bringt.

    Die Freunde von Superwurm schließen sich zusammen, um ihn aus seiner misslichen Lage zu befreien.


    Die Bilder sind farbenfroh und der Zielgruppe entsprechend. Der Text ist in Reimform und besteht aus maximal etwa 8 Zeilen.


    Meine Meinung

    Tatsächlich habe ich das Buch selbst aufgrund eines Insiders von einer Freundin geschenkt bekommen und habe es sehr gerne. Immer wieder lese ich es den Kindern in meinem Umfeld vor wenn sie bei mir zu Besuch sind und es in unserer Kinderecke finde. Durchweg alle Kinder hatten Spaß und Freude an der Geschichte und den Bildern. Der gereimte Text ist kinderfreundlich, ebenso wie die Illustrationen dazu. Der Text erscheint mir sehr gut übersetzt zu sein.

    Das Erzählte vermittelt tolle Dinge: dass Hilfsbereitschaft gut ist, dass man gemeinsam stark ist, dass Gutes-tun sich auch positiv auf einen selbst auswirkt, und dass man die Hoffnung nicht aufgeben sollte da man sich aus unglücklichen Situationen irgendwann befreien kann - auch mithilfe von Freundinnen und Freunden.

    Mir gefällt auch gut, dass das nur Tiere hier vorkommen und der Protagonist ein Regenwurm ist :)


    Ich habe das Buch erst kürzlich wieder vorlesen dürfen und vergebe deswegen diese Reread-Rezi.


    5 Ratten <3


    5ratten

    Die Töchter von Ilian von Jenny-Mai Nuyen



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    Über das Buch:

    Dieser Fantasyroman zählt 650 Seiten und wurde im März 2019 herausgegen.


    Inhaltsangabe gemäß Amazon:

    "Vier magische Artefakte bestimmen das Schicksal der Welt:
    Ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren.
    Eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen.
    Ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen.
    Eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen.
    Werden sie verschenkt, steigert sich die Macht der Artefakte, werden sie behalten, nimmt diese ab.
    Doch die magischen Artefakte sind verschollen. Die Weisen Frauen, die einst friedvoll mit ihnen regierten, sind in die Wälder geflohen, und Kriegsfürsten herrschen über Menschen, Zwerge und Elfen. Die Zeit ist gekommen, dass die Töchter aller Völker sich erheben, um die Macht zurückzugewinnen."



    Inhalt und Stil:

    Walgreta aus dem Volk der Zwerge möchte eine Weise Frau werden - doch in ihrem letzten Lehrjahr bei einer Wyka muss sie schmerzlich feststellen, dass das Schicksal etwas anderes mit ihr vor hat.

    Sie trifft auf den Elfen Fayanú, der von seinem Volk entsandt wurde, um vier magische Artefakte zusammenzusammeln. Geprägt von einer düsteren Vergangenheit und mit vielen Geheimnissen ausgestattet spielt er nun eine wichtige Rolle in Walgretas Leben, dass sich von nun an verändern wird.

    Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Mission und treffen dabei auf Mitstreitende und verbitterte Feinde.


    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und poetisch, könnte als feingliedrig und zum Genre passend beschrieben werden. Sowohl romantische Naturerlebnisse als auch epische fürchterliche Schlachtszenen werden bedacht und mit Liebe zum Detail gezeichnet. Die Figuren sind kantig und vielschichtig, wirken zum Teil authentisch und zum Teil fern - es gibt Sympathie tragende, aber auch das Gegenteil ist zu finden.

    Der Plot ist voll von Figuren und ihren Hintergründen, Motivationen, Träumen, fast alles ist miteinander verbunden und es geschieht auf den ersten Blick sehr, sehr viel.



    Meine Meinung:

    Gleich zum Anfang war ich in den Bann gezogen und hatte Freude. Ich war zunächst voll freudiger Erwartung und sehr an Walgretas Geschichte interessiert. Je weiter der Plot fortschritt desto weniger Gefallen fand ich an der Protagonistin selbst, aber das ist okay. Schließlich gab es da noch Fayanú, den ich sehr in's Herz geschlossen habe. Die jeweiligen Entscheidungen konnte ich jedoch bei beiden nicht immer nachvollziehen.

    Auch das ist völlig in Ordnung, denn die Protagonist*innen ambivalent zu gestalten ist eigentlich recht erfrischend.


    Der Plot allerdings erwies sich für mich dann als immer konfuser werdende Achterbahnfahrt. Die vielen Figuren mit ihren eigenen Schauplätzen ließen mich oftmals in vergangenen Kapiteln nachschlagen, da ich insbesondere die Motivation / die Ambition einzelner Figuren vergessen hatte - es gab einfach so viele!

    Der Schreibstil hingegen war durchgehend zauberhaft.

    Da ich nicht weiß, wie ich es ansonsten sinnvoll verpacken soll, hier ein paar Stichpunkte.


    Was mir nicht gefallen hat:

    - problematische Darstellung einiger Themen (z.B. Vergewaltigung, Transphobie gegenüber einer genderqueeren Person,... -> Ich möchte und kann hier nicht in die Tiefe gehen)

    - Ziele, Beweggründe und Motivationen einzelner Figuren wurden nicht deutlich genug und zu selten beschrieben.

    - es wurden zu viele Themen auf einmal in einem Buch angesprochen


    Was mir gefallen hat:

    - der Schreibstil

    - infragestellen von Genderrollen und anderen heteronormativen Konstrukten (damit ist auch die erfrischend andere Darstellung des Zwergenvolkes im fantastischen Setting eingeschlossen)

    - Vermittlung schöner Werte (schenken > nehmen)

    - das Worldbuilding war fabelhaft



    Abschließend kann ich sagen, dass die Autorin hier eine sehr beeindruckende tolle Welt mit vielschichtigen Figuren erschaffen hat. Der Schreibstil ist wunderschön, viele behandelte Themen waren wichtig und es tat gut, sie in einem Fantasy-Roman zu lesen.

    Es hätte der Geschichte eventuell gut getan, in mehrere Bücher geteilt zu werden - so wäre die Masse an Figuren, angeschnittenen Themen, Geschehnissen und Agendas nicht so erschlagen gewesen.


    Ich gebe dem Buch gute 3,5 Ratten und werde auch weitere Bücher von der Autorin lesen.

    Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!


    3ratten+:marypipeshalbeprivatmaus:

    So. Ich bin fertig - Entschuldigung an dieser Stelle nochmal, dass ich so hinterhergehinkt bin und nicht mitdiskutieren konnte.



    Der letzte Abschnitt lies sich dann doch rascher lesen als gedacht. Und im Gegensatz zu den meisten (wie mir scheint) fand ich das Ende irgendwie passend. Es war meiner Meinung nach konsequent. Angenehm war es vielleicht nicht, aber ich konnte es nachvollziehen bis zu einemg gewissen Grad. Dass am Ende Fayanus Kind zu Wort kam fand ich sehr gut.



    Ich fand es sehr schade, dass Fledermaus nicht doch nochmal aufgetaucht ist, ganz abgesehen davon dass Fayanus Tod sehr weh getan hat. Das hätte man anders lösen können. Es ärgert mich, dass er als genderqueere Figur 1. so viel Leid erfahren musste, und zwar mehr als alle anderen Figuren, und dann 2. am Ende stirbt. Das ist unnötig und demotivierend, auch wenn man es sich irgendwie hin-erklären könnte.


    Walgreta wurde im Laufe der Geschichte dann doch deutlich unsympathischer, obwohl ich ja wirklich lange an sie geglaubt habe. Ich verstand dann oft einfach nicht ihre Motivation. Und irgendwie habe ich vergessen, warum sie Fayanu mit so viel Zweifel und Missgunst entgegentritt. Offensichtlich glaubt sie an dessen Verrat, aber warum und wann das passiert ist, das habe ich vergessen. Das hätte man vielleicht öfter und deutlicher in die Geschichte einfließen lassen. Oder vielleicht war ich auch einfach nachlässig beim Lesen.



    Ich fand die Schlachtszenen sehr beeindruckend und furchtbar beschrieben. Ich habe richtig mitgelitten und war wütend auf Walgreta, dass sie die Tiere so missbraucht. So beeindruckend diese Flöte auch ist, sie so zu gebrauchen ist einfach falsch.


    Toll fand ich, dass Onyx nochmal aufgetaucht ist und dann wichtig wurde.





    Ja, also....alles in allem eine richtige Achterbahnfahrt mit zwiespältigen Gefühlen. Es war nicht das schlechteste Buch das ich gelesen habe, für mich gab es definitiv positive Punkte. Aber es war nicht, was ich erwartet hatte.

    Ich werde mich nun an die Rezi machen.

    Ich habe diesen Abschnitt schon vor ein paar Tagen beendet und bin fleißig beim letzten Abschnitt.


    Der Schreibstil ist toll. Die Figuren ambivalent und interessant.

    Es geschehen schlimme Dinge, insgesamt passiert einfach sehr viel auf einmal.


    Fayanu, er tut mir leid.


    Zitat

    Auch dass Fayanu ihr Kind gebiert und es nicht lieben kann finde ich sehr schlimm.


    An sich ist das schlimm, Inge78 , aber ich finde das verständlich. Das Baby ist das Ergebnis einer Vergewaltigung. Da kann man wahrscheinlich nicht sicher sein dass man das Kind selbst lieben kann wenn man das nicht erlebt hat befürchte ich. Ich jedenfalls habe damit gerechnet und finde das nachvollziehbar.


    Ich fand es darüber hinaus gut, dass weiterhin Fayanus gewünschte Pronomen verwendet wurden, trotz der weiblich-kodierten Geburt des Kindes.


    Ich vermisse Fledermaus.



    Das sind so grob meine Gedanken. :)

    Ich habe von Cay Rademacher "Meuterei im Eis - Henry Hudsons letzte Fahrt" gelesen. Fand ich in Ordnung. Ich wusste garnicht dass er so viele Thriller geschrieben hat...


    Viel Spaß mit dem Buch jedenfalls :)

    Danke für die Klärung :)

    Dann weiß ich ja jetzt woran es liegt und überlege mir da eine Alternative.

    Danke für den obigen Hinweis.



    Ergänzung: Wenn immer nur die letzten Ratten betroffen sind - vielleicht klappt es ab einer bestimmten Zeichenanzahl im Beitrag nicht mehr? Eventuell "sperrt" das Forum da automatisch das Einfügen von Smileys? Weißt du da mehr Suse ?


    Ja das war auch meine Vermutung.

    Auch seltsam: Wenn ich die letzten zwei Blöche nach ganz oben tue, dann funktionieren die Ratten bei den Absätzen, die jetzt ganz unten sind nicht.

    Ich bin richtig ratlos und blicke überhaupt nicht durch :huh:



    1ratten

    2ratten

    3ratten

    4ratten

    5ratten


    sonst funktionieren die Ratten in allen anderen Beiträgen von mir...:autsch:

    Das habe ich bereits ausprobiert, und so klappt es auch nicht. Bin wirklich ratlos.


    Schlimm ist es ja nicht, aber irgendwie schade.


    EDIT: Im Code-Modus sehe ich leichte Unterschiede:


    <img title="5/5 Ratten" class="smiley" alt="5ratten" src="https://literaturschock.de/literaturforum/images/smilies/smiley38.gif" height="31"> steht irgendwo oben, was unten nicht steht. Aber wenn ich das kopiere klappt es auch nicht.