Beiträge von Kritty

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Und ich hoffe sehr, dass sich die jetzt aktuelle Jugendsprache bitte, bitte niemals durchsetzt und in Zukunft so von allen gesprochen wird. Ischschwör!



    Jugendsprache ist genau das: Jugend-Sprache. Es wird sie immer geben und immer hauptsächlich von einer Hauptgruppe gesprochen werden und sich vor allem immer verändern :P Sie ist sehr wichtig für bestimmte Altersgruppen und die Nutzung derselben ist ein überraschend intelligenter Akt - solange das Switchen funktioniert. Insbesondere beim "Kietzdeutsch".


    "Ischwör" ist schon garnicht mehr so in :D Kuss aufs Auge, Ehrenfrau! Sheesh, Jugendspeak flasht mich derbe :P





    Aber gut, das ist ja garnicht Thema hier, das, glaube ich, einfach insgesamt sehr komplex und faszinierend ist..

    Noch viel schlimmer finde ich aber "in 2020" :grmpf:

    DAS find ich auch schrecklich, Valentine - ärgert mich jedes Mal, wenn ich es höre.

    (Ich glaub, das hat einfach damit zu tun, dass man noch weiß, woher es kommt und warum es "falsch gemacht" wird - ein Fehler ist für mich doch ein ziemlich unbefriedigender Grund für eine Sprachneuerung, auch wenn das wohl öfters so läuft, siehe Genitiv.



    Könntest du das näher erläutern bitte, an was du dich da erinnerst? Bin neugierig. Ich sage z.B. "während 2020" aber auch "in 2020".


    Generell sind sehr sehr viele Veränderungen in der Sprache erst Fehler. Ich bin mir sicher der Sprachgebrauch aus deiner Jugend bestand schon aus Fehlern, die der Sprache von Generationen vor dir angetan wurden :)



    Ich habe schon gemerkt, dass ich vorsichtiger geworden bin beim Tippen hier und dort, nicht dass man andere Leute aufregt.. :P

    Ich habe kürzlich geträumt, dass ich Teil der Hunger-Games aus Collins "The Hunger Games" gewesen bin! :D

    Mein Unterbewusstsein hat es für amüsant befunden, mir als Waffe eine Wasserpistole zu geben ;)


    Das Thema hätte mich vielleicht erschrecken sollen - aber es hat mir nur Lust gemacht, mal wieder die Hunger Games Reihe zu lesen...

    Aufregen ist vielleicht zu viel gesagt, aber ich finde es unschön, weil es für mein Sprachempfinden falsch klingt und dieses "in" an der Stelle einfach überflüssig ist.


    Mit dem Wandel der Sprache an sich habe ich gar kein Problem, aber ich muss ja nicht alles mögen ;) Manche Begriffe gehen mir auch deshalb auf die Nerven, weil sie zeitweise so in Mode sind, dass sie überall inflationär verwendet werden.


    Achso, na dann ;)

    Ich kann das ein Stück weit nachvollziehen, wenn manche Begriffe auf die Nerven gehen. Das kann ja insbesondere bei Jugendsprache ein wenig an die Substanz gehen, wenn damit eine entsprechende Performance einher geht :D

    Und nicht falsch verstehen, ich mag auch nicht alles, was so "Neues" daherkommt, und auch ich mag die deutsche Sprache, sodass ich an Begriffen versuche festzuhalten.


    Aber ich hätte gar nicht die Energie, mich über sowas aufzuregen oder es meinen Alltag beeinflussen zu lassen.


    Wenn eine Person einen Begriff inflationär benutzt (was definitiv schon vorgekommen ist), dann stört mich fast immer nicht so sehr der BEgriff an sich sondern die überdurchschnittlich häufige Nutzung des Begriffs durch die Person.


    Sehr spannend alles.

    Ich werde, glaube ich, nie verstehen, warum man sich richtig - wirklich ernsthaft - über Sprachteile, Veränderungen und so weiter aufregen kann.


    Sprache zerfällt nicht, Sprache verändert sich. Manches wird aussterben, Sprachen werden sich gegenseitig beeinflussen ("verdrängen") und trotzdem wird viel getan, dass Sprachen für die Nachwelt in ihrem flüssigen Wesen festgehalten werden. Natürlich gilt es gleichzeitig auch, sich wirklich darum zu kümmern, dass bestimmte Sprachen zumindest dokumentiert werden (aussterbende Sprachen eben). Und ich verstehe die Sorge um das Aussterben.

    Ich persönlich liebe Dialekte, Jugendsprache, Anglizismen, et cetera (ich bemühe mich gleichzeitig trotzdem darum, verschiedene Entwicklungsstufen unserer Sprache festzuhalten :)). Da bin ich einfach zu sehr geprägt von meinem Studium :D




    Noch viel schlimmer finde ich aber "in 2020" :grmpf:



    Das zum Beispiel - regst du dich tatsächlich so darüber auf? Also wirklich, authentisch? :D

    und am Ende entscheidet sich der muskulöse Bad Boy für das Nerd-Mädchen.

    ... das sich am besten noch vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan gemausert hat, indem es einfach seine Brille gegen Kontaktlinsen getauscht hat :rollen: Warum Brillenträger*innen so oft als unattraktiv dargestellt werden müssen, habe ich bis heute nicht verstanden, im Zeitalter der Brille als Modeaccessoire. Zu Zeiten des Kassengestells mag das ja anders gewesen sein :breitgrins:


    Was ich bis ans Ende der Zeit über haben werde, ist das bettelarme, hochtalentierte, wunderschöne junge Mädchen, das gegen alle Widrigkeiten zum Superstar (wahlweise Model, Schauspielerin, Sängerin oder auch Geschäftsfrau) aufsteigt. Gern genommen in irgendwelchen Schnulzromanen.



    Ja, zum Ersten: Es ist mir ein Rätsel warum sich das so trotzig hält.



    Zum Zweiten: Interessant :D

    Ich lese hier interessiert mit. Mir fallen zunächst nur Sachen ein, die ich nicht mag. ^^


    Eine absolute Abneigung habe ich gegen Personen, die nur eingebildet sind - also die Hauptfigur trifft irgendjemanden und am Ende stellt sich gaaaanz überraschend heraus, dass diese zweite Person nur in der Fantasie der ersten Person existiert hat. Die gab es vor ca. 3-4 Jahren gefühlt in jedem zweiten Thriller. Gähn.


    Uff ja, das ist anstrengend. Ich hatte das noch nicht oft (den Genres geschuldet) und ich würde das erst als netten Twist empfinden und dann aber enttäuscht sein. So etwas kann ich nicht leiden. Auf der oben zitierten Seite ist da wohl die Imaginery Friend/Enemy Trope am nächsten denke ich.

    Ähnlich ist auch das Motiv, dass sich alles nur als Traum heraus stellt. Die Hauptfigur wacht auf und es wird offenbart dass alles gar nicht passiert ist...das mag einst in Mode gewesen und gut angekommen sein - ich finde das aber total öde und schrecklich.

    Ein toller Abschnitt!

    Ich bin so froh, dass Heinrich wieder zurück ist, ich habe mir große Sorgen um ihn gemacht. :( Und was er erzählt klingt nach einer anstrengenden, einschüchternden Reise. So schlimm was die Menschen da so alles erlebt haben in der Zeit.


    Großartig, wie sich Paul (und auch Moritz!) da durchschlagen. Paul ist wirklich tapfer. Und auch Heinrichts Frau ist tapfer. Es muss sie richtig arg Überwindung kosten, so Geld zu verdienen. Das ist stark gekoppelt mit ihrem Trauma, ich stelle mir das so heftig vor!


    Interessant waren wieder die historischen Fakten zur Medizingeschichte, die hier eingeflossen sind. Toll, wie das miteinander verbunden wird.





    Sehr tief berührt hat mich, wie die Kinder mit der Situation umgegangen sind. Und als die kleine Ella als Este sein Gesicht gesehen hat und dann Paul fragte ob sie einen Kuss bekommt, ging mir das Herz auf. Obwohl es ja Emma gewesen ist, die geweint hatte als sie von der schweren Verletzung ihres Papas gehört hatte ist sie die erste die am unbefangensten damit umgeht.


    Ging mir auch so, ich war so gerührt dass ich mit den Tränen kämpfen musste. Ich kann mir vorstellen, dass das ängstigend ist, wenn der Papa plötzlich so eine Wunde hat (sieht ja auch schrecklich aus - und man will nicht, dass der Vater Schmerzen hat) - aber lieb haben die Kinder Paul ja trotzdem. Und Kinder verkraften mehr, als man denkt.




    Umso wütender hat es mich gemacht, wie Paul bei der Kriegskrüppelführsorge ( schreckliches Wort) behandelt wurde. Als der Beamte ihm die Bescheinigung einer Kriegsbeschädigung gegeben hat, damit er ins Theater oder Freibad Ermäßigung bekommt, dachte ich sofort, als wenn Paul das möchte. Das seine Verletzung als geringfügig angesehen wurde hat mir die Sprache verschlagen. Wie müssen sich die Männer gefühlt haben, die für's Vaterland in den Krieg wollten oder, so wie Paul mussten.


    Da wurde ich auch ganz aufgewühlt innerlich. Ein bisschen hat mich das an Besuche im Arbeitsamt erinnert - thematisch natürlich nicht so sehr vergleichbar, aber so das Setting... - und wie manche Menschen da auch total hart behandelt werden. Und ich bin übrigens darüber gestolpert, wie das Wort "Krüppel" gehandhabt wird von den Menschen - es ist einfach so interessant, wie sich Sprache verändert. Damals hatte das eine andere Tragweite/Bedeutung als jetzt heute. Richtig faszinierend.



    Dann wäre da noch Marthas Vater. Das ist unglaublich wie er wieder etwas gefunden hat, womit es die Menschen begeistert und die dafür auch noch gerne bezahlen. Es ist immer wieder schön zu sehen ( lesen) wie er ins Leben zurück gefunden hat und so stabil ist.

    Ich freue mich immer, von ihm zu lesen. Ich werde aber auch ein wenig wehmütig - er ist ja nun wirklich nicht der Jüngste, und auch ein Mann wie er lebt leider nicht ewig...




    Es kommen noch einige Demonstrationen und Streiks von Seiten der kriegsmüden Bevölkerung, die alle historisch belegt sind. Und ja, die Kinderlandverschickung war schon im 1. Weltkrieg ein Thema.


    Hier musste ich an die Schwabenkinder denken. Als ich etwa 12 Jahre alt war kam ein Film zum Thema Schwabenkinder heraus und ich habe ihn mit meinen Eltern geschaut. Das hat mich lange beschäftigt.


    Moritz spielt auch im 3. Band wieder eine wichtige Rolle. Er gehört zu meinen Lieblingscharakteren und steht für jemanden, der es schafft, sein Leben zurückzugewinnen und es sogar noch ein bisschen besser zu machen, als es war. Er wächst an der Herausforderung und holt nun intellektuell raus, was rauszuholen ist, weil er sich nicht mehr auf seinen Körper verlassen kann. Moritz war schon immer intelligent, aber recht denkfaul, weil er er sich mehr auf seine Sportlichkeit verließ. Die ist nun fort ...


    Das freut mich! Ich mag Moritz :)

    Und es zeigt mal wieder dass "Muskelkraft-Person" nicht gleich "Nicht-Gehirn-Person" heißt. Wenn man versteht, was ich meine. Es gibt ja Figuren die sind nur das eine oder andere, aber warum nicht beides? Wenn bei Moritz der Grund natürlich ein trauriger ist.



    Ein toller Abschnitt!

    Kritty

    Z.B. Das Haus am Rande der Klippen von Lucy Clarke. Das hab ich grade erst gehört, daher fiel mir das Strickmuster auch ein :lachen:

    Ähnlich finde ich z.B. auch die Figuren in Vicious von Victoria Schwab, obwohl das dort etwas offensichtlicher ist.


    Mir fällt noch ein, das es mich tierisch nervt, wenn Frauen keine Freundschaften mit anderen Frauen haben, sondern immer nur Feindschaften. Das ist zum Glück in den letzten Jahren etwas besser geworden. Aber mir fällt oft auf, das gerade in deutschen Romanen das noch sehr präsent ist (speziell bei Jugendbüchern.) Wären das bei englisch. Orig. Sprachigen Büchern inzwischen viel weniger vorkommt.



    Ah, danke für den Hinweis.




    Oh ja, das nervt! Oft ist das dann auch im Rahmen einer Love Interest, um die sich gestritten wird. Habe letztens von einer Trope gelesen, die ein bisschen daran erinnert: Betty and Veronica Trope

    Am schlimmsten ist das dann, wenn das gekoppelt ist mit dem Tollpatschigen Braven Mädchen Von Nebenan und der Party-Blondine, die beiden sind absolute Feindinnen und am Ende entscheidet sich der muskulöse Bad Boy für das Nerd-Mädchen. Das ist jetzt ein Extrembeispiel aber ich erinnere mich daran dass viele Jugendbücher damals so waren, über die ich gestolpert bin. Ich habe wenig Erfahrung mit Romantik-basierten Büchern (egal ob jetzt Jugendliteratur oder Erwachsenenliteratur) aber selbst in Werken die Romanzen nicht als Fokus haben ist das manchmal so... finde ich grauslig! Ich bin froh, dass ich einen Rückgang dieses Konzepts beobachtet habe, zumindest im Großen und Ganzen.



    Ich unterscheide garnicht so sehr in Deutscher Trope-Landschaft und Englischer/Amerikanischer Trope-Landschaft, aber sollte ich wohl. Ich konsumiere dafür nur zu wenig deutsche Literatur, und wenn dann hauptsächlich im historischen Kontext....

    Es wäre schön, wenn so ein Dreieck entweder garnicht erst entstehen würde, oder eben eine polyamoreuse Beziehung draus werden würde. Ich bin ja generell der Meinung dass 1. nicht immer sich jemand verlieben muss (auch ein Jugendbuch könnte gut ohne Verliebt-Sein auskommen...) und 2. nicht jede Figur jemanden abbekommen muss ("Everyone Must Be Paired"-Trope). Das geht oft ja alles mit den Love Triangles Hand in Hand, und der zweite Punkt stört mich fast mehr als Love Triangles selbst.

    Oh ja... Sarah J. Maas hat dieses Syndrom ja extrem... Was so quatsch ist, weil die Geschichte z.B. bei Throne of Glass ab einem bestimmten Punkt auch komplett ohne gut funktionieren würde. Als ob die Figuren dann automatisch auf dauer immer unglücklich sind als Single. (Twiglight ist ja hier auch so ein Beispiel. Hüstel)


    Ich mag übrigens düster Figuren, wie ich oben als Trope kritisiert habe trotzdem. Mir fehlt nur einfach, das es in manchen Genres nichts anderes mehr zugeben scheint. Und das finde ich langweilig auf dauer.



    Von Sarah J. Maas habe ich noch nichts selbst gelesen aber ihre Werke sind mir von Booktube und Goodreads und so ziemlich bekannt. Cassandra Clare ist auch eine Dreiecks-Königin :D Ich lese ihre Bücher trotzdem wahnsinnig gerne, aber sie kann es offensichtlich einfach nicht lassen.


    Ich verstehe was du meinst: Wie weiter oben beschrieben geht es mir ähnlich. Ich kritisiere bestimmte Tropes und sehe trotzdem aber auch ihre Macken. Die berühmt-berüchtigten Kerle und jungen Frauen mit Daddy Issues gibt es auch zuhauf und ich lese sie immer wieder gerne, obwohl sie überall sind und ich immer wieder mit den Augen rolle - trotzdem komme ich immer wieder zu ihnen zurück :D



    Zitat


    Ich mag dabei vor allem Bücher in denen die Figuren nicht zu trauen ist. In der vielleicht nach und nach sogar rauskommt, das die Hauptfigur die eigene Perspektive verzerrt darstellt, um sich in einem bessren Licht zu zeigen.


    Oh, da fällt mir grade garkein Beispiel ein. Hast du eines?

    Ich bin mir garnicht sicher, ob ich derartiges schon gelesen habe...tendenziell ja schon.

    Mein persönlicher Liebling ist da mit Sicherheit "Hate to Love", wenn es gut gemacht ist. Also zwei Figuren die sich zu Beginn nicht leiden können, verlieben sich nach und nach ineinander.


    Das ist auch eine Trope die ich gerne mag, habe aber davon noch nicht so viel gelesen - wahrscheinlich weil ich wenig absichtlich im Romantik-Bereich lese. Aber ich finde das auch oft sehr amüsant. Als ich das bei dir grade gelesen habe musste ich irgendwie als erstes an Ron und Hermine denken. Da habe ich damals mit meinen 10/11 Jahren schon gedacht "oh, was sich neckt das liebt sich - die werden bestimmt mal ein Paar". :D


    Sehr viel Spaß habe ich auch mit "Fake Dating". Dabei geben Personen (oftmals mögen sie sich auch nicht) vor ein Paar zu sein, aus welchen Gründen auch immer :lachen: Keine Ahnung warum ich das total gerne mag. Vielleicht weil sich daraus dann meist amüsante Verwicklungen ergeben und das amüsiert mich.


    Kam in meiner Erinnerungen irgendwie auch selten in meinen Lektüren vor, aber wenn das aufgetaucht ist, dann fand ich das lustig und spannend. Und kenne ich auch gut aus Fanfiction. In einem meiner letzten Bücher wurde davon Gebrauch gemacht und es war sehr lustig. Am Besten ist es, wenn die beiden sich in Wirklichkeit ständig kappeln und streiten und dann gute Mine zum bösen Spiel machen müssen ;)


    Einige Tropen können dagegen auch entlarvend wirken. Z.B. fällt mir oft auf, das Autor*innen die selbst Hetero sind, auffallend oft bei Schulen oder Lesbischen Figuren eher von einem Comingout und den Problemen dabei schreiben, als Autor*innen die selbst aus der LGTPQ* Szene sind, deren Figuren oftmals dann einfach andere Geschichten erleben. Ich denke das kommt auch ein bisschen daher, das viele dann die Vielschichtigkeit von Perspektiven nicht so durchschauen können, wenn sie sie nicht selbst erlebt haben und eventuell aus einer Art gut gemeintem Grund heraus, darüber schreiben. Das heißt natürlich nicht zwingend, das dieses Buch dann schlecht sein muss. Aber anscheinend glauben gerade große Verlage, das man vor allem Bücher über ein Coming Out veröffentlichen muss, statt auch mal andere Geschichten mit ein zu beziehen.


    Stimmt, da hast du Recht...allgemein ist das ja ein komplexes Thema. Ich bin froh, dass Sensibilitätsleser*innen immer weiter verbreitet sind.


    Was mich inzwischen total nervt ist das Love-Triangle, dem man ja gefühlt nicht mehr entkommen kann. Und das vor allem im Jugendbuch bereich. Da gehört das ja inzwischen so krass zum guten Ton. Furchtbar.


    Früher hat mich das garnicht gestört! Aber inzwischen stört es mich auch immer mehr, wobei es tatsächlich auch manchmal ganz in Ordnung beschrieben wird. In der "Infernal Devices" Trilogie von Clare habe ich es nicht als so schlimm emfpunden, da wird alles relativ gut gelöst.

    Es wäre schön, wenn so ein Dreieck entweder garnicht erst entstehen würde, oder eben eine polyamoreuse Beziehung draus werden würde. Ich bin ja generell der Meinung dass 1. nicht immer sich jemand verlieben muss (auch ein Jugendbuch könnte gut ohne Verliebt-Sein auskommen...) und 2. nicht jede Figur jemanden abbekommen muss ("Everyone Must Be Paired"-Trope). Das geht oft ja alles mit den Love Triangles Hand in Hand, und der zweite Punkt stört mich fast mehr als Love Triangles selbst.


    Was mich auch nervt, ist inzwischen der Kommissar (sind echt meistens immernoch Männer...) die mindestens geschieden sind, irgendwelche Alkoholprobleme oder andere psychischen Probleme haben und derren eigene Düsternis im Grunde dafür sorgt, das sie sich selbst in den Ermittlungen behindern oder falsche Schlüsse ziehen, weil sie mehr damit beschäftigt sind als mit dem Fall. Früher fand ich dsa super, Kommissar Wallander :herz: aber inzwischen gibt es echt nur noch diesen Typ Ermittler und auch die Ermittlerinnen haben inzwischen mindestens eine hochdramatische Kindheit hinter sic



    Ah, verstehe :D Also ich habe ja an solchen Figuren noch einen Narren gefressen (bei mir sind es aber so gut wie nie irgendwelche Kommissare sondern die Chosen Ones in Fantasyromanen oder so, oder anderweitige Antihelden). Wenn ich es einfach beschreiben müsste würde ich es so bezeichnen: Ich falle da immer wieder drauf rein und mein Limit habe ich bisher noch nicht erreicht. Wenngleich ich diese Art von Figuren manchmal zu melodramatisch finde, so hänge ich doch meist an ihrem Schicksal und sehe noch mehr den Reiz als den Überdruss. Letzteres kann aber bestimmt noch kommen, auch ich bin schon mancher Tropes überdrüssig, die ich vor einigen Jahren noch spannend fand (das ehemalige Mobbing-Opfer lernt geliebt zu werden oder sowas).

    Aber ich eben solche Satzkonstruktionen trotzdem aus dem Dialekt in meine Sprache integriert habe.


    Ja geht mir ähnlich ;)

    Ich spreche meist Hochdeutsch, außer ich unterhalte mich mit meiner Oma - und ich falle immer öfters in den Dialekt wenn ich bei meinen Eltern bin. Aber bestimmte Konstruktionen kenne ich eben nicht anders...


    Und ich fühle mich auch nicht wohl wenn andere das beleidigen und/oder sich da entsprechend verhalten.

    Huhu ihrs!



    Mich interessiert diese Frage schon länger und ich habe nur deswegen davor zurückgeschreckt, weil meine eigenen Vorlieben bezüglich dieses Themas leider auf den ersten Blick erschreckend oberflächlich oder klischéehaft wirken können ;)


    Und zwar ist das die Frage nach den Lieblings- und Hass-Tropes.


    Was Tropes sind?

    Im Englischen ist Trope der Begriff für ein Erzählelement, eine in verschiedenen Narrationen wiederkehrende Struktur, Vergleichbar mit den Begriffen Topos oder Motiv (vgl. Wiki und wieder Wiki).


    Beispielsweise ist eine Trope "Normales Mädchen verliebt sich in Bad Body" - bekannt, taucht in vielen Büchern auf, könnte man als Trope bezeichnen. Oder die Trope "ein Objekt dass missbraucht werden kann um die Welt zu zerstören, muss zerstört werden". Ein wiederkehrendes Motiv in vielen (Fantasy-)Werken.


    Hier ist zum Beispiel eine Sammlung von vielen Tropes: https://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/Tropes






    Für mich haben Tropes ja fast immer gute und schlechte Seiten. Ich finde den missverstandenen ambivalenten Harte-Schale-Weicher-Kern Charakter als Gegenstück zur Hauptfigur total toll, sehe aber gleichzeitig, dass es davon viel zu viele gibt und diesen oft viel zu schnell verziehen wird, nur weil offenbart wird, dass sie beispielsweise ein schlechtes Familienleben haben - beinahe schon in Richtung der Freudian Excuse.


    Gibt es Tropes die ihr besonders toll findet, und Tropes die ihr überhaupt garnicht gerne lest?



    (Der Thread hat Ähnlichkeiten mit dem zu Handlungssträngen, aber meiner Meinung nach ist das hier was anderes. Hier kann es um eine bestimmte Sorte von Charakteren gehen, um Objekte die immer wieder auftauchen, Formulierungen ("Ich bin dein Vater" :P)... aber natürlich kann der Thread auch gelöscht werden :))

    Ich habe ja auch Linguistik studiert und bin daher sehr kritisch sozialisiert was präskriptiven Sprachgebrauch und Kategorien wie "richtig" und "falsch" angeht. Auch die Abwertung von Dialekten als Sprachen zweiter Klasse ist in diesen Kreisen sehr unbeliebt.



    Aus ähnlichen Gründen geht es mir genauso, deshalb habe ich mich bisher hier auch nicht beteiligt - ganz davon abgesehen, dass ich nicht aus Österreich komme. Obwohl mich das Thema sehr interessiert.


    Ich sehe es aber überhaupt nicht gerne wenn Dialekte abgewertet oder als "falsch" bezeichnet werden, da sie eine Bereicherung für jede Sprache sind. Meistens wird das auch im gleichen Atemzug wie "die böse böse Jugend, welche die Sprache verhunzt" genannt :D


    Mir (aus Süddeutschland) wurde in der Schule sogar beigebracht, man soll die Bewegungsverben mit "sein" bilden. Ich sage auch "Heb' mal" statt "Halt mal". Aber gerade ersteres wurde mir in irgendwelchen offiziellen Texten (auch im akademischen Kontext) jetzt nie als falsch markiert. Zugegeben, die Menge der Nutzung solcher Formulierungen hielt sich in Grenzen ;).

    Ich habe in den letzten Oktobertagen drei Bücher beendet und werde heute hoffentlich auch viel lesen.

    Ich sollte auch etwas für mein Fernstudium tun, für das ich zu wenig mache und für das ich viel Geld zahle - aber ansonsten werde ich hauptsächlich lesen.


    Auch ich wünsche allen einen schönen Sonntag! :)