Beiträge von Marmotte

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Valentine : und um Dich vielleicht noch weiter zu motivieren: Das ist eins der seltenen Bücher, wo Grisel und ich so sehr einer Meinung waren, dass es uns schon Sorgen gemacht hat. Und ja, ich habe mir Band 2 schon auf meinen Urlaubsbücherstapel gelegt ... direkt neben Bruce Dickinson :breitgrins:

    Ich hab zwar keine Zeit für einen Re-Read, aber da ich die Bücher sehr liebe, werde ich hier ab und an mal reinschauen, wenn Euch das recht ist :smile:
    Und noch eine Anspielung ergänzen: "Landen Park-Laine" bezieht sich, wenn ich das richtig im Kopf habe, auf die englische Version von Monopoly: "Land in Park Lane", was dort die teuerste Straße ist.
    Und es gab mal im Internet so eine Art "User's Guide to Thursday Next", der war, glaube ich, von Fans und Lesern gemacht und nicht offiziell von Fforde. Ich gehe bei Gelegenheit mal suchen, ob der noch existiert.
    Edit: Gefunden: http://www.jasperfforde.com/reader/readerjon2.html
    Viel Spaß Euch weiterhin :winken:


    Lieb von Dir, ich meinte das allerdings andersrum - ich lese ja auch im Original ;)


    Die Fledermaus ist beispielsweise in Pfeife des "diapason" gelandet, was im Deutschen "Prinzipal" heißen müsste. Da wäre ich echt gespannt, ob die Übersetzung da passt oder ob man's einfach stehengelassen hat.


    Aaaaach so ... :zwinker: nö, sorry, da kann ich dann leider nicht weiterhelfen. Aber ich bin sicher, es findet sich hier jemand.
    Und natürlich hätte ich das jetzt eigentlich auch wissen sollen ... :breitgrins:


    Was mich jetzt als Orgelfan noch interessieren würde: wie gut die Übersetzung diesbezüglich ist. Die Registernamen unterscheiden sich teilweise im Deutschen und im Englischen, aber das ist schon ziemliches Spezialistenwissen.


    Ich hab zwar keine Ahnung von Orgeln, aber ich sag Dir gerne, was im Original an den entsprechenden Stellen steht :winken:
    Sag mir einfach, wo.


    Ich meine, die Bücher von Carolyn Haines spielten auch in den Südstaaten. Von ihr habe ich vor einer halben Ewigkeit mal ein wunderschönes Buch übers Erwachsenwerden gelesen; leider fällt mir der Titel nicht mehr ein.


    Ja, es gibt eine Krimi-Serie von ihr, die in Mississippi spielt, die Hauptperson heißt Sarah Booth Delaney. Ich kaufe die neuen Bände regelmäßig bei Erscheinen, dann stehen sie eine Weile bei mir im SuB, und wenn ich sie dann lese, dann bin ich jedesmal selbst wieder ein bisschen positiv überrascht, wie gut mir die Bücher gefallen, obwohl sie wirklich sehr amerikanisch und ein bisschen High-Society-lastig sind
    Band 1 ist Them Bones


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    Irgendwo war die Rede davon, dass die Phasen an Land bei O'Brian zäher sind.


    Könnte ich gewesen sein :smile:
    Denn mir geht das (manchmal, nicht immer) so. Wobei ich es selbst dann faszinierend finde, wie sich Jacks Charakter/Auftreten/Selbstwertgefühl/... zwischen Land und See unterscheidet und wie O'Brian das hinbekommt, das beides realistisch wirkt.

    Zitat

    Ist Emerson nun der Vorname von Amalias Mann oder der Nachname und wie passt Peabody in diesem Namensgebung?


    Emerson ist der Nachname und Peabody ist Amelias Mädchenname. Als die beiden sich in "Crocodile on the Sandbank" (Im Schatten des Todes) kennenlernen, haben sie sich typisch britisch mit dem Nachnamen angeredet. Das haben die beiden dann einfach beibehalten.
    Vor allem, da Emerson seinen Vornamen (Radcliffe) hasst :zwinker:


    Lieben Gruß,
    Marmotte *bei der sämtliche Bände im Regal stehen, und die somit bei potentiellen weiteren Fragen gerne aushilft*

    Sharyn McCrumb - The Devil amongst the Lawyers


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    Inhalt (Copyright © Reed Business Information, a division of Reed Elsevier Inc. All rights reserved) :
    In 1935, the case of an Appalachian schoolteacher arrested for murdering her father becomes a national news story, seized on by the press for its sensationalism and the opportunity to mock the rural inhabitants involved. Competing with a brigade of city journalists is novice Tennessee newspaperman Carl Jenkins, whose obsession with the truth leads him to call in his cousin Nora, gifted with second sight—but what, exactly, can he report with no concrete evidence? …


    Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, hier endlich eine Fortsetzung der Serie um Sheriff Spencer Arrowood zu bekommen, aber letztlich war es das nicht. Es spielt 1935 in der gleichen Gegend und man trifft eine alte Bekannte aus der Serie als sehr junges Mädchen wieder, aber damit sind die Gemeinsamkeiten dann auch vorbei.
    Was der Geschichte im Vergleich zur Serie z.B. fehlt, sind die wunderschönen Naturbeschreibungen (die hier allerdings auch nicht reingepasst hätten) und der melancholische Grundton, für den Spencer Arrowood sonst verantwortlich ist.
    Es war auch nicht wirklich ein Krimi, daher hab ich es lieber zur „Sonstigen Belletristik“ gestellt, obwohl es im weitesten Sinne schon um einen Mord geht, bzw. um die Gerichtsverhandlung eines solchen.
    Aber Hauptsache ist nicht die Mordaufklärung (die man zwischendurch und nebenbei auch erfährt), sondern es ist die Berichterstattung der verschiedenen Reporter über die beteiligten Personen, über ihre (angeblichen) Lebensbedingungen,…
    Hauptpersonen sind zwei auswärtige Reporter, die für große Zeitungen berichten und der Lokalreporter, für den es die erste große Geschichte ist und der versucht, sich einen Namen zu machen. Über alle drei erfährt man auch recht viel Privates, so dass der Erzählfluss der eigentlichen Geschichte immer wieder unterbrochen wird, was ihr aber in meinen Augen eher eine zusätzliche Dimension verleiht als sie zu stören.
    Das Desinteresse an der Wahrheit und die Art der Berichterstattung der nationalen Presse sind erschreckend, aber vermutlich auch heute immer noch ähnlich, so dass das Buch in meinen Augen einen sehr zeitlosen, sehr realen Bezug hat.
    Obwohl ich nicht viel Lesezeit hatte und es in ziemlich kleinen Stückchen gelesen habe, was Büchern nicht immer gut bekommt, fand ich es faszinierend. Die Charaktere waren nicht unbedingt sympathisch, aber interessant, und durch ihre eigene Entwicklung genauso Gefangene der Situation wie es die Angeklagte während des Prozesses war. Von ihr erfährt man zwar auch ein bisschen was, aber das hätte mir manchmal gerne noch etwas ausführlicher sein können. Obwohl es natürlich Raum zum Spekulieren lässt.
    Fazit: Hat mir gut gefallen, besser als ich im ersten Moment dachte. Und dass ich den Schreibstil von McCrumb mag, darauf war ohnehin Verlass. Aber irgendwie hätte ich jetzt doch gerne endlich Spencer Arrowood wieder :smile:


    4ratten


    Lieben Gruß,
    Marmotte

    Ich möchte mich an dieser Stelle den „schöne Idee – Ausführung nicht so ganz gelungen“-Meinungen anschließen.
    Mir ging es letztlich zu wenig um Bücher. Ich hatte durchgehend das Gefühl, dass sie eigentlich nur als Aufhänger für eine typische und relativ durchschnittliche Außenseiter-Geschichte dienen. Ein anderer Aufhänger hätte es wahrscheinlich genauso gut getan.
    Dass mir der betreffende Außenseiter noch dazu nicht besonders sympathisch war, hat natürlich auch nicht geholfen. Einige meiner Vorschreiber haben seine Charakterzüge offensichtlich ähnlich empfunden: Arrogant, weinerlich, platt, … Ich brauche zwar nicht unbedingt einen sympathischen Charakter, aber wenn ich fast ausschließlich genervt bin, dann brauche ich andere, gute Gründe, die das Buch retten und davon gab es hier auch nicht wirklich welche. Mir fehlte die Substanz, die Entwicklung (irgendeine…)
    Für mich plätscherte die Geschichte einfach nur belanglos dahin, wobei es durchaus einige schöne Ideen dazwischen gab, so dass ich letztlich bei 3 Leseratten herauskomme, wovon 1 bis 1 ½ der Idee an sich gutzuschreiben sind.


    3ratten


    Lieben Gruß,
    Marmotte

    Hallo sandhofer,


    Zitat

    Sag bloss nicht, da ist der ganze Barsoom drin.


    Nein, denke ich nicht, dass es er vollständig ist, es sei denn, er ist nur ein paar Seiten lang :zwinker:
    Und wie gesagt, es war noch die Geschichte, mit der ich am wenigsten anfangen konnte... und Saltanah hat recht, das Cover ist wirklich ausnehmend hübsch scheußlich :breitgrins:


    Lieben Gruß,
    Marmotte

    Hallo sandhofer,


    Zitat

    Am liebsten gleich jede Geschichte bei jedem Autor.


    Das hab ich befürchtet :breitgrins:


    Na, dann wollen wir mal:


    Johann Wolfgang von Goethe - The New Paris
    Anna Laetitia Barbault - Sir Bertrand, A Fragment
    E.T.A. Hoffmann - The Mines of Falun
    Edward Bulwer-Lytton - The Life of Dreams
    Edgar Allan Poe - Siope - A Fable
    Alfred, Lord Tennyson - The Lady of Shalott
    William Morris - The Death of Fafnir
    George MacDonald - The Golden Key
    Lucy Lane Clifford - The Story of Willie and Fancy
    Edith Nesbit - The Poor Lovers
    Lafcadio Hearn - The Fountain of Gold
    Richard Garnett - The Potion of Lao-Tsze
    John Kendrick Bangs - Charon makes a Discovery
    F. Anstey - The Adventure of the Snowing Globe
    Charles Aken Fairbridge - The Magic Mirror
    Walter de la Mare - The Riddle
    Kenneth Grahame - The Piper at the Gates of Dawn
    Laurence Housman - Inside-Out: The Story of Bunder-Runder, the Jailbird
    Lord Dunsany - Tales of Two Thieves
    H.P. Lovecraft - Celephaïs
    Edgar Rice Burroughs - Under the Moons of Mars
    A. Merritt - Through the Dragon Glass
    H.G. Wells - The Door in the Wall


    Zitat

    Nicht mal Tarzan ?


    Ich glaube, da reichen mir all die wunderbaren Uralt-Verfilmungen :zwinker:


    Lieben Gruß,
    Marmotte