Beiträge von irmi_bennet

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Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Och Johannisbeerchen, das Buch ist doch voller Gefühle, nicht wirklich heldenhaft-dramatisch, aber ganz bestimmt lieben-lesenswert, fang doch noch mal von vorne an, es ist doch in vielen Büchern so, das es mehrere Zeitstränge gibt, ich habe auch schon eine Stelle gefunden, wo ich nicht wusste "wann" ich bin, aber ich lasse es dann einfach auf mich zukommen, ich glaube, das ist die beste Art, dieses Buch zu lesen.
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    Vielleicht streut ja der Autor extra "Verwirrung" mit hinein, weil es bei Matthew um Schizophrenie geht, der hat auch keine Ordnung in seinem Leben, ganz sicher färbt das auf das Buch ab..
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    :smile:


    Ich denke auch, das ist ein bewusstes ( sehr gut gewähltes! ) Stilmittel hier in diesem Buch!

    schlumeline:


    Beeinflussen lasse ich mich auch nicht oft. ( glaube ich :smile: )
    Bei diesem Buch habe ich erst davon erfahren, nachdem ich mich hier zum Mitlesen angemeldet hatte.Und es ist ja nicht nur ein kommerzieller Erfolg in Großbritannien sondern hat auch einige Buchpreise gewonnen!


    Bisschen OT aber -
    Ich kann mich nicht davon ausnehmen, dass ich im Buchhandel schaue, was denn so meistgekauft wurde.
    In der Mayerschen bei uns in Aachen ist z.B. ein Regal aufgebaut mit den Bestsellern in Belletristik und Sachbuch etc. - daneben noch ein Regal mit empfohlenen Neuerscheinungen ( da schaue ich auch gern, die Buchhändler kleben manchmal kleine Zettel mit Minirezis ans Buch, das liebe ich ). Da stöbere ich dann doch mal ganz gerne - gebe ich zu -und ich habe auch schon gekauft, weil ein Buchtitel mich von dort aus angelacht hat ...


    Ja, die vergrabene Puppe hat eine ganz besondere Bedeutung in der Geschichte. Matthew schreibt ja ganz zu Beginn, dass alls damit begann ... der Leser weiß ja noch so genau, was passiert ist an dem verhängnisvollen Tag von Simons Tod. Auf jeden Fall sind er und Simon am Abend noch mal los, um diese Puppe wieder auszugraben. Und Simon hatte wohl Angst davor ...
    Dass sich der Satz wiederholt, das ist mir auch erst beim wiederholten Lesen aufgefallen.


    Diese Sache mit der Attacke auf Jacob - also die aufkommenden, für ihn unkontrollierbaren Aggressionen sind sicherlich Vorboten Matthews Krankheit. Das Kapitel ist ja auch so benannt, oder? Ich habe dazu auch einmal gegoogelt -so habe ich gelesen, dass schwere Psychosen wie Schizophrenie oder Ich-Verlust realtiv gut behandelbar sind, wenn man die Vorboten deutet und erkennt. Leider sind Matts Eltern wohl nicht wirklich dazu in der Lage - die Mutter selbst krank, der Vater ein Verdränger vor dem Herrn.

    Leider ist die Post (auch für die Packstation) schon durch und es war nichts für mich dabei. :sauer:


    gagamaus: TIPP von mir: Wenn die Packstation voll ist, werden Sendungen einfach in der Filiale abgegeben und wie so oft vergisst die Post manchmal die Beachrichtigungkarte. Die Sendung geht dann an den Absender zurück. Rufe doch einmal Deine zuständige Postfiliale an. Wäre ja schade, wenn Du Dein Buch nicht bekommst.


    Nachdem so viele ihr Buch noch nicht haben/hatten, wäre es halt schön gewesen, wenn du mit dem Lesen noch gewartet hättest ;)


    Ich wurde benachrichtigt, dass der Thread verschoben wurde und Leseabschnitte eingeteilt wurden.
    Das ist dann für mich so etwas wie der "Startschuss" - es sei denn, der Mod bittet mich, noch zu warten.


    "Drüben" in der Leserunde bin ich auch nicht die erste gewesen, die ihre Eindrücke dort gepostet hat.
    Aber irgendwer muss ja anfangen ...
    Ich habe erst gestern mit dem Lesen begonnen ( ursprünglicher Start wäre 1.5. gewesen ).
    Aber mach Dir keine Sorgen - das Buch ist leicht zu lesen und ich denke, man hat es locker innerhalb von 5-7 Tagen durch. Durch die Abschnitte wird nicht gespoilert und zum Diskutieren bin ich ja immer noch da - ich lauf Euch nicht weg!
    :breitgrins:


    Freut Euch - ein schönes Buch!


    Dass Nathan Filer in einer Klinik für psychisch Kranke gearbeitet hat, das habe ich auch heute irgendwo im Netz gelesen.
    Ich denke auch, ohne Erfahrungen auf dem Gebiet ist es schwer, über das Thema Schizophrenie ( auch über Verhaltensstörungen, Psychosen etc, im allgemeinen ) zu schreiben. Ich bin jetzt mit dem Buch gerade ein paar Seiten über Leseabschnitt 1 hinaus und kann noch nicht abschätzen, wie "schwer" mir die Geschichte um Matt dann auf der Seele liegen wird. Matt klingt in seiner Erzählung so, als habe er sich mit der Situation ( die ihn ja offenbar in die Krankheit getrieben hat ) arangiert und abgeschlossen damit, gelernt damit zu leben. Für mich als Leser ist das aber schon hart - der Tod Simons, die unerträgliche Situation zuhause, die langsam aufkeimende psychische Krankheit Matts ...
    leicht geschrieben, schwer zu verdauen ...


    Mondgesicht -das passt irgendwie zu den Menschen mit Trisomie 21, die ich kennengelernt habe - kennenlernen durfte. ( in der Hauptsache Kinder, junge Erwachsene ) Das sind so lebensbejahende und mitfühlende Menschen - ich findeSimon ist mit ganz wenigen Worten so toll beschrieben! Und ja, sie haben oft ein rundes freundliches Gesicht.


    Cover - ja, der liebe Mond und Simons Traum von einer eigenen Ameisenfarm in seinem Kinderzimmer ...

    Das ist auch alles gar nicht so wichtig, ich denke, das ist nur eine von vielen Formen, wie eine Familie mit dem Verlust eines Kindes umgeht, meistens kann der Mann es besser verdrängen, möchte aber nicht darüber reden, was aber genau das Gegenteil ist, was die Frau will, denn ihr Mann ist der einzige auf dieser Welt, dem das Gleiche passiert ist, wie ihr.


    Ich glaube auch, dass Matthews Vater eher verdrängt.
    Er scheint ja auch gar nicht merken, dass seine Frau in eine ganz schwere Verhaltensstörung schlittert, bzw. will es nicht merken.

    Mir gefällt das Buch auch sehr sehr gut!
    Nicht umsonst ist es in UK auf der Bestsellerliste!


    Ganz spannend ist es, wie Matthew dem Leser nach und nach seine Geschichte aufblättert. Stück für Stück erfährt man mehr seiner Tragödie, die trotz aller Dramatik so leicht und ohne Bitterkeit erzählt wird.
    Matthew befindet sich in einem Krankenhaus oder Heim für psychisch Kranke und erinnert sich an seine Kindheit. Er darf den Computer benutzen und nutzt seine 40 Minuten Zeit daran, die man ihm täglich gewährt, um seine Geschichte aufzuschreiben.
    Als er 8 oder 9 Jahre alt war ist sein 3 Jahre älterer Bruder gestorben. Matt gibt sich die Schuld daran, noch weiß der Leser nicht, weshalb. Sein Bruder Simon litt wohl am Down Syndrom, das wird nicht direkt ausgesprochen, kann der Leser aber kombinieren.
    Matts Mutter möchte man wachrütteln und zur Vernunft bringen.
    Was macht sie da mit ihrem Kind, das ja auch leidet. Dass sie Matt ständig krank redet und ihn zum Arzt bringt grenzt ja schon fast an Kindesmisshandlung. Es gibt ja dieses Münchhausen Stellvertreter Syndrom - ich bin gespannt, wie sich die Situation in der Familie entwickelt. Der Vater scheint nichts zu merken?