Beiträge von irmi_bennet

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Das Ende einer Kindheit


    „Werde nie erwachsen, Teo“, flüsterte sie.
    Ich habe sie noch fester umarmt und meinen Kopf auf ihr Herz gelegt.
    So tröstet man Menschen.


    Teo ist erst acht Jahre alt, als seine Welt kurz davor ist, auseinanderzubrechen. Seine Eltern befinden sich in einer Ehekrise. Teo hat wahnsinnge Angst und kann sich niemandem anvertrauen. Seine Schwester Mathilde hat genug mit sich selbst zu tun und reagiert auf die familiären Probleme mit Aggression und Zurückweisung. Sein Kindermädchen Susu wagt verständlicherweise keine Einmischung in dieses Thema.
    Auf der Suche nach Antworten stößt er in einem Buch über Napoleon auf eine mögliche Lösung. Napoleon hat einst alle Schlachten gewonnen, so meint Teo. Ihn müsste er sprechen können, damit er diesen wichtigen Kampf um seine Familie gewinnen kann. Doch wo soll er nach ihm suchen, wo kann er ihn finden – schließlich ist er schon lange tot.


    Aus der Sicht eines achtjährigen Kindes werden dessen letzte 12 Tage erzählt, bevor es beschließt, seinem Leben ein Ende zu machen. Teo beschäftigt nichts mehr, als die Antwort auf seine Frage, welches das Geheimnis des Sieges ist. Denn er will diese eine wichtige Schlacht gewinnen.
    Die Autorin hält uns Erwachsenen den Spiegel vor, indem sie Teo als Konsequenz seiner inneren Nöte und seiner gefährlichen naiven Logik eines Kindes auf eine Tragödie zusteuern lässt. Teo ist bereit, für die Liebe zu seiner Familie alles zu opfern, sogar sich selbst. Durch die Erzählperspektive des Kindes ist man sehr berührt.


    Das Buch ist ein modernes Märchen, eine Parabel, die uns lehrt, dass man auf die kleinen und unscheinbaren Dinge im Leben achten muss. Nur dann lernt man etwas, schließt neue Freundschaften und lernt, zu vertrauen. Ein kleines, ganz bezauberndes, sehr philosophisches Buch,das ich jedem dringend ans Herz legen möchte.


    5ratten

    So, wie ich das von Leserunden.de ( dem Unterforum bzw. Partnerforum von diesem hier ) kenne, wird es einen eigenen Thread geben - und zwar in Leseabschnitte unterteilt.
    Der Moderator gibt den "Startschuss" wenn alle ihre Bücher haben, damit wir ungefähr zeitgleich loslesen bzw. posten! Ich habe meines z.B. noch nicht, aber unser Postbote ist auch immer erst nachmittags hier. Ich freu mich schon :winken:

    Inhalt:


    Die junge Halbitalienerin Chiara ist Hals über Kopf aus ihrem Heimatort Castelnuovo geflohen und hat bei ihrer besten Freundin Leonie in einem kleinen badischen Ort Unterschlupf gefunden. Dankbar springt sie in deren Leben, übernimmt ihre Wohnung bzw. das Häuschen und deren Putzjobs. Und sie fühlt sich momentan wohl damit. Leonie ihrerseits nimmt sich eine Auszeit in New York. Chiara nimmt ihre neue Arbeit als Haushaltshilfe sehr ernst,sie macht ihre Arbeit ordentlich und analysiert dabei mit großer Menschenkenntnis ihre „Putzbefohlenen“.
    Nur mit Herrn Vorden ist sie gnädig, eine aufgeräumte saubere Wohnung, an der alles seinen Platz hat und die von dem Schriftsteller nur an einem Tag in der Woche bewohnt wird. Irgendetwas scheint sie an dieser Wohnung zu faszinieren, sie fühlt sich dort auf magische Weise besonders wohl und verbringt heimlich mehr Zeit dort als nötig. Nachdem sie mit ihrer Arbeit fertig ist legt sie sich in die Badewanne, hört Musik – danach werden aber immer alle ihre Spuren bis aufs letzte beseitigt.
    Dann passieren ihr kleine Fehler, eine fehlende Tafel Schokolade im Kühlschrank, eine nicht zurückgelegte CD. Durch diese kleine Unachtsamkeiten entspinnt sich eine zarte Kommunikation zwischen ihr und dem Unbekannten.
    Eigentlich möchte sie nicht in den privaten Dingen des Wohnungsbesitzers herumschnüffeln, von dem sie überhaupt nichts weiß, weder Alter noch Vornamen – trotzdem liest sie eines Tages eine seiner Kurzgeschichten, die jede Woche in einem Stapel neben seiner Schreibmaschine liegen.


    Chiara fühlt sich seltsam berührt - nicht nur, weil sie glaubt, dass sie den Schriftsteller durch die vergessene CD vielleicht zu dieser Geschichte inspiriert hat. Vordens Geschichten haben auf unerklärliche Weise mit ihrem eigenen Leben zu tun ….


    Aber was kann Herr Vorden von ihr wissen? Weshalb sie Italien verlassen hat, das hat sie niemandem erzählt, selbst ihrer besten Freundin Leonie nicht.


    Leseindruck:


    Eine sehr gut geschriebene Erzählung um eine Reihe von Kurzgeschichten, die alle für sich schon sehr reizvoll und bildhaft sind, aber zusammen mit Chiaras Geschichte noch einmal ganz anders zum Nachdenken anregen.
    Ein kleines Buch über das Leben, die Sehnsucht und die Suche nach dem Glück, der eigenen Bestimmung, über hierzu notwendige Neuanfänge und Abschiede.
    Mir hat das Buch von der ersten bis zur allerletzten Seite sehr gut gefallen! Es war mein erstes, aber ganz sicher nicht letztes Buch dieses Autors. Ich bin froh, durch eine Leserunde in diesem Forum diese kleine Perle unter hunderten von Neuerscheinungen entdeckt zu haben!

    „ Ich träume oft von Carmel. In meinen Träumen geht sie immer rückwärts.”


    Das Buch beginnt mit den Gedanken und Erzählungen von Carmels Mutter Beth, die beschreibt wie ihre kleine Tochter plötzlich verschwand und sich dafür die Schuld gibt.


    Die 8 jährige Carmel ist ein ganz besonderes Kind. Mit ihrer geschiedenen Mutter lebt sie im englischen Norfolk. Sie ist ein sehr kluges und bescheidenes, dabei aber sehr willensstarkes Kind.
    Carmel hätte eigentlich gerne mehr Freiraum, Beth dagegen ist der Stereotyp einer überbehütenden Mutter, die ständig Angst um ihr Kind hat.
    Auf einem Jahrmarkt passiert das Undenkbare: Carmel ist tatsächlich plötzlich nicht mehr da. Zunächst vermutet man einfach, sie habe sich im dichten Nebel verlaufen, aber am Ende des Tages verliert sich jede Spur des Mädchens. Für Beth wird ein Alptraum wahr.
    Im wechselnden Perspektivwechsel von Beth und Carmel wird aus deren Sicht erzählt, wie es weitergeht. Dem möchte ich in meiner Rezension nicht allzuviel vorweg nehmen, denn das Buch lebt von Vermutungen und Wendungen in der Handlung, die Carmels Geschichte ungeheuer spannend machen. Während Beth die Suche nach Carmel trotz anfänglicher Lähmung und völliger Überforderung mit der Situation nicht aufgibt, muss das Kind um seine Identität kämpfen.
    Mutter und Tochter verbindet ein unsichtbares Band, keiner der beiden gibt die Hoffnung auf, auch wenn die Distanz zwischen beiden ( nicht nur zeitlich ) immer größer wird, so verbindet sie immer etwas. Das zeigt sich in einem Berufswechsel Beths und in Carmels Widerstreben zu glauben, ihre Mutter sei nicht mehr am Leben.
    Kate Holmer ist es gelungen eine äußerst intensive und dramatische Geschichte zu schreiben, deren gefühlvoller und bildhafter Schreibstil und ungewöhnlicher Aufbau äußerst reizvoll ist. Mich hat das Buch gar nicht mehr losgelassen und ich habe es innerhalb weniger Tage gelesen. Verblüffend, wie die Autorin es geschafft hat, mich in den Erzählsträngen immer wieder zwischen den Stimmungen Beths und Carmels hin und her zu werfen. Sicherlich ein Roman, mit dem ich mich noch ein weiteres mal in Muße beschäftigen werde.


    5ratten

    Das hört sich interessant an.
    Aber ich kann das Buch nicht so recht einordnen ... ist es ein Gesellschaftsroman im weitesten Sinne oder ein reiner Kriminalroman/Thriller? Gibt es irgendwo eine Leseprobe? Auf der Verlagsseite habe ich nichts gefunden?


    ( das ist noch keine Bewerbung! :winken: )


    Alles Liebe
    Irmi

    Die Post-Leserunden sind eine schöne Idee.


    Ihr hab auch eine sehr schöne Auswahl an Büchern hier!


    Den Antoin Laurain "Liebe mit zwei Unbekannten" habe ich gelesen - bei der Diskussionsrunde wäre ich dabei und bräuchte auch kein FE. Ein schönes Buch!


    Murakami ist einer meiner Lieblingsautoren, hier habe ich großes Interesse. Seine Bücher bieten auch viel Gesprächsstoff, hier kann ich mir eine Leserunde sehr gut vorstellen! Ich denke aber, hier werden wir uns das Buch sicherlich selbst kaufen müssen! :zwinker: Werde ich ohnehin in den nächsten Wochen tun!


    Bei dem neuen Martin Suter hätte ich großes Interesse!
    :winken:

    :breitgrins:
    Ich habe meine alten Erstausgaben ( Anfang 70er Jahre ? ) vor Kurzem entsorgt, zumindest die, die wir dann doppelt hatten. Sie rchen nach Keller. Dass jemand so etwas sammelt, wo sie immer wieder neu aufgelegt werden, das hätte ich nicht gedacht.

    Oh, das Buch habe ich auch gelesen und es hat mir sehr gut gefallen!


    Inhalt


    Maine, 2011:


    Die 17jährige Molly hat es nicht leicht. Das Mädchen indianischer Abstammung wurde von einer Pflegefamilie zur nächsten gereicht, zu ihren leiblichen Eltern besteht kein Kontakt und der Diebstahl eines Buches macht alles nur noch schlimmer! Nun muss sie Sozialstunden leisten um nicht im Jugendknast zu landen. Bei der reichen 91jährigen Witwe Vivian soll sie den Speicher entrümpeln. Zwischen Vivian und der, von aller Welt unverstandenen Molly entspinnt sich eine zarte Freundschaft.


    New York, 1929:


    Die kleine Irin Niamh ist 9 Jahre alt, als sie bei einem Feuer ihre Eltern und Geschwister verliert.


    Das Einwandererkind wird kurzerhand in einen der vielen Waisenzüge gesteckt, die zur damaligen Zeit mittellose Kinder in den Mittleren Westen der USA sandten, wo sie auf dem Land neue Familien finden sollten. An Bahnhöfen werden die Waisenkinder zur Schau gestellt und wie auf einem Viehmarkt angeboten. Natürlich finden nur wenige eine liebevolle neue Familie, die meisten Kinder werden nur als Dienstboten und billige Arbeitskraft geholt. Ein Alptraum für die kleine Niamh.


    Niamh ist Vivian, die sich durch Molly an ihre eigene Geschichte erinnert fühlt. Zum ersten mal in ihrem langen Leben lässt sie jemanden an diesem Teil ihrer Vergangenheit teilhaben. In Molly findet Vivian instinktiv eine Seelenverwandte und das Schicksal beider Frauen fügt sich am Ende zusammen.


    Leseeindruck


    Die Geschichte der kleinen Niamh ist sehr berührend, vor allem, wenn man bedenkt, dass sie vor einem sehr realen Hintergrund erzählt wird. Die Waisenzüge gab es wirklich und ähnliche Schicksale sicherlich auch. Nicht nur ihren Namen musste das kleine irische Mädchen zurücklassen, auch ihre Familie, ihre Wurzeln, ihren Glauben. Bis zu der Zeit, als aus der kleinen Waise eine junge Frau wird, ist das Buch bei aller Dramatik nicht kitschig. Im letzten Viertel ist mir die Geschichte dann doch ein ganz klein wenig zu konstruiert. Was mir sehr gut gefallen hat, sind die Zusatzinformationen über die Recherche zu den Waisenzügen zwischen 1854 und 1929 ( mit Fotos! ), die sicherlich für Diskussionsstoff unter denen dient, die das Buch gelesen haben. Hier wurde die Geschichte von zwei Generationen ( mir und meiner Mutter ) gelesen und lieferte viel Gesprächsstoff!


    Ich empfehle die Lektüre wirklich – eine zu Herzen gehende Geschichte!


    5ratten

    Ich bin immer noch da!
    :winken:


    Ich lese wie gesagt gerne mit - habe Euch ein paar Rezensionen dagelassen und bewerbe mich immer noch für eine FE.


    An der Leserunde nehme ich gerne teil.


    Wenn kein Freiexemplar mehr für mich übrig sein sollte bzw. ich nicht ausgelost werde, dann würde ich mir das Buch natürlich auch besorgen.


    Den Thread verfolge ich natürlich und schaue dann nach!


    Ah okay. Die Dementoren-Assoziation hatte ich so jetzt nicht, und Kings Interpretation des Vampir-Themas (im weitesten Sinne) hat mich wesentlich mehr angesprochen als manches andere. Abgesehen davon mag ich es einfach, wie er schreibt. Wahrscheinlich könnte er mir von einem tropfenden Wasserhahn erzählen und ich fände es spannend :breitgrins:


    King hat zweifelsohne tolle Bücher geschrieben!
    Ich habe ein Zeit lang alles von ihm und seinem Pseudonym Richard Bachman verschlungen.
    Meiner Meinung nach ist Dr. Sleep eines seiner schwächeren Bücher ... ich habe allerdings auch schon 15 Jahre oder länger nichts mehr von ihm gelesen. :smile: (damit will ich sagen: vielleicht habe ICH mich so verändert, dass ich seine Bücher nicht mehr ganz so mag - dann ist das mehr als subjektiv )


    Die Leseratten findest Du bei den Smileys (einfach auf "Mehr Smileys" klicken, dann öffnet sich ein Fenster, in dem Du per Mausklick auswählen kannst.


    Und noch eine inhaltliche Frage: wo hast Du Ankläge an Harry Potter oder die Biss-Reihe gesehen? Letztere kenne ich nicht, aber mir ist jetzt nichts besonders Potteriges aufgefallen.


    Ich musste sofort an die Dementoren denken! :breitgrins:
    Und von Biss halt allgemein, das Vampirthema neu zu erfinden ... und auch der einfache Schreibstil.
    Und Beides in einen Mixer, mal ordentlich durchschütteln ... ich war halt von King einfach Besseres gewohnt!

    Ah, habe die Ratten gefunden! ;))) DANK DIR!

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    Als die Ermittlerin Ruth Veritzky und ihr junger Kollege Brodtmann zu einem Selbstmord gerufen werden, sieht erst einmal alles danach aus, dass sich Staranwalt Brandmeyer selbst getötet hat und der Fall schnell vom Tisch ist. Seine labile Witwe ist zwar anderer Meinung, aber es scheint nur noch Routine, bis der Vorgang abgeschlossen werden kann.


    Dann passieren andere – scheinbar grundlose Selbstmorde.
    Gibt es einen Zusammenhang?



    Die Protagonisten:


    Die Kommissarin Ruth hasst Tatorte und ein Stück weit sich selbst. Während sie mit ihrer Midlife Crisis kämpft, hat ihr Kollege gerade eine Familie gegründet, aber einen glücklichen Eindruck macht auch er nicht. Ich konnte mit den Figuren nicht warm werden. Zu bemüht erschien mir die Zeichnung der Figuren, trotzdem bleiben die Charaktere flach und wecken in mir einfach kein lebendiges Bild. Schade.



    Die Handlung:


    Anfangs muss man sich auf viele verschiedene Handlungsstränge einlassen. Der erfahrene Krimifreund weiß natürlich, dass irgendwann später der Zusammenhang aufgeklärt wird. Und das macht einen Großteil der sich langsam aufbauenden Spannung aus. Der Leser wird belohnt! Eine intelligente, gut durchdachte ( wenn auch sehr konstruierte ) Geschichte tut sich auf, die man sich verfilmt durchaus als einen der besseren TV-Krimis vorstellen kann.


    Für den Leser ist es ganz zu Beginn des Buches nicht leicht, sich über 10 verschiedene Personen, deren Namen und Tätigkeiten zu merken und sie nicht zu verwechseln, aber das ändert sich schnell.


    Sicherlich ein Kriminalroman, den man aufmerksam lesen muss und dessen Schreibstil intelligent und wortgewandt ist, nicht einfach zu lesen – aber wer nach dem ersten Drittel alle beteiligten Personen kennengelernt hat, wird für seine Durchhaltevermögen belohnt.
    Das Ende ist hochspannend, überraschend, anders.
    Eine klare Empfehlung von mir!


    :winken:

    „Es wimmelte überall von Schülern, die schwatzend, lachend oder auch einfach nur müde herumstanden, die sich an Mauern lehnten, sich gegenseitig übermütig schubsten oder verstohlen zu anderen Gruppen hinübersahen. Etwas abseits standen zwei auffällige Gestalten : ein Mann und eine Frau, beide groß, hager und trotz des angenehmen Spätsommermorgens in altmodisch wirkende, graue und fast bodenlange Mäntel gehüllt.“


    Zwei eigenartige neue Lehrer auf einem Gymnasium einer deutschen Kleinstadt und plötzlich ist alles anders! Das beschauliche Leben und Glück der Bilderbuchfamilie Pietsch wird plötzlich von allen Seiten bedroht, als ihre Kinder sich nach Ferienende und Schulbeginn immer mehr verändern. Liegt es an den beiden neuen Lehrern, die eine mysteriöse Aura umgibt?


    Leseeindruck:
    Den ultraspannenden Psychothriller „Kinder“ von Jürgen Seibold konnte ich nicht mehr aus der Hand legen. Gleich zu Beginn der Geschichte geschieht ein Mord – zwar fernab des eigentlichen Handlungsorts der Story, aber dennoch weiß der Leser sofort: hier wird noch Einiges passieren, das mulmige Gefühl trügt nicht! Die Schule als Tatort und Situationen in denen Eltern machtlos mit ansehen müssen, wie ihre Kinder manipuliert und misshandelt werden (von wem verrate ich hier an dieser Stelle noch nicht ) sind ungewöhnlich für einen Kriminalroman.


    Wer Fitzek mag, der wird auch diesen intelligenten und flüssig geschriebenen Thriller lieben. Der Showdown kam etwas zu schnell, denn das hier war wieder einmal eines der Bücher, bei denen ich am Ende etwas traurig war, dass es „schon vorbei“ ist. Und das ist vielleicht auch der einzige Wermutstropfen, denn man hätte gerne noch mehr erfahren über die Hintergründe ….. aber ich möchte niemandem die Spannung nehmen!