Beiträge von irmi_bennet

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links



    Zum Inhalt:
    Die drei Jungs Anton, Benno und Charlie sind selbernannte Geisterjäger. In diesem ersten Band ziehe sie in ihr neues Hauptquartier in einer alten Autowerkstatt, das Spuknix-Castle, ein. Ihr allererster Auftrag lässt natürlich nicht lange auf sich warten. Im Haus der alten Dame Frau Kraft spukt es ganz gewaltig. Frau Kraft ist keine gewöhnliche Oma, ihre Vergangenheit fast so spannend, wie die Gespensterjagd. Schnell wird den drei Jungs klar, dass der Geist auf der Suche nach etwas Bestimmtem ist …


    Unser Leseeindruck:
    Eine gelungene und erfrischende Mischung aus Kinderkrimi Klassiker, wie den drei ??? ( der auch im Buch zitiert wird ) sowie dem 80er Jahre Kino-Hit „Ghostbusters“, verbindet Spannung mit Witz.
    Gestaltwandler, Ektoplasma – die jungen Ghostbusters kann nichts schockieren und unbeirrt machen sie sich auf die Suche!
    Das Buch ist wegen seiner kurzen Kapitel für Kinder im Alter von 9-11 Jahren gut zu lesen. Die Story ist abwechslungsreich und amüsant.
    Mein Sohn ( 10 ) hatte teilweise Probleme mit eingestreuten Fachbegriffen und Fremdwörtern ( aus Computertechnik und Schifffahrt z.B. ) - aber dafür ist sein Wortschatz nun um einige Termen reicher. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen!
    Wer sich also für Geistergeschichten interessiert und gerne liest, der ist mit diesem schön illustrierten Kinderbuch von Christian Gailus gut bedient!


    5ratten

    nicigirl85:


    Auf dem Schulball hat Michael einen körperlichen Zusammenbruch, d.h. er wird ohnmächtig.
    Das Ganze wird dann als Kreislaufschwäche abgetan, er würde zuwenig essen. Und Granny kocht zuhause wieder einen ihrer "berühmten" Eintöpfe ...
    Wie immer wird alles nur angedeutet in dem Buch, aber ich denke schon, dass ein Kind hier sehr unter den Vorkommnissen leidet.

    Dass die Kinder ihren Fund so leicht wegstecken, das hatte ich nicht erwartet. Ich hätte gedacht, dass Michael sich damit länger beschäftigen wird.


    Leicht wegstecken - nein, eher nicht. Michael ist doch sehr traumatisiert.
    Er ist erst elf und hat niemanden, mit dem er darüber sprechen kann.
    In der Schule fällt er ja dann doch auf ...


    Die Geschichte wird uns von Michael erzählt - so, als würde er sie einem Freund berichten. Er spricht nicht viel über seine Gefühle und Ängste - und doch ahnen wir Leser ja, wie es um ihn steht. Wir wussten doch auch alle, dass er Alice nicht hasst, sondern mag. ;)
    Für mich eigentlich die Stärke dieses Buches.


    Dann mache ich hier doch direkt mal weiter.


    Mit Rosemary geht es nach der Vergewaltigung von Miss Connor wieder bergab. Erst einmal bricht sie vorerst ihr Studium ab, tapeziert das komplette Haus neu und putzt wie verrückt. Hier merkt man wirklich, dass es ihr nicht gut geht. Am meisten Angst macht mir, dass sie die Stelle immer wieder aufsucht, an der Miss Connor gefunden wurde.


    Dass nun auch Miss Connor so schrecklich zugerichtet und vergewaltigt wurde, das hat mich wirklich schockiert.
    Ich denke, Rosemary wird nun wieder mit der Gewalttat konfrontiert und fühlt sich auch schuldig, weil sie nicht sofort Anzeige erstattet hat. Interessant ist wirklich, dass die Geschichte aus Sicht eines Elfjährigen geschrieben ist und auch der Leser nur häppchenweise erfährt, was passiert ist. Rosemary trägt indirekt ja eine Mitschuld daran, dass das junge Mädchen verfolgt wurde ( und sicher auch
    traumatisiert ist ) sowie dass Miss Connor halb totgeschlagen wurde. Außerdem verdächtigt Louise Connor jemand Falschen ... und Rosemary weiß es! Ich denke, das ist mit das Schwerste, das sie nun aufarbeiten muss. Aber vielleicht überlegt sie es sich doch noch einmal? Die Kleidung von besagtem Arbeit hat sie im Schrank versteckt ....
    Warum geht sie JETZT nicht endlich zur Polizei?

    Total süß fand ich den Kuss zwischen Alice und Michael, nur die Reaktion der Eltern war übertrieben. Die Kinder haben nur gespielt und Michael hätte Alice wohl nie zu etwas gezwungen. Da sieht man wie überspannt die Erwachsenen aktuell sind.


    Ich denke, die Reaktion muss man in Zusammenhang mit den Geschehnissen sehen. Der Mann, dessen Frau krankenhausreif geprügelt wurde sieht einen Jungen über seiner unschuldigen Tochter liegen, wie er versucht sie zu küssen. Dass das ein gespielter Kampf ist, kann er nicht wissen - und Gedanken macht er sich in dem Moment nicht wirklich ...
    Alices Vater ist mit den Nerven am Ende - und er entschuldigt sich ja kurz darauf auch für seine Überreaktion mit dem geschenkten Fussball.



    Was den Professor anbelangt, der ja doch nicht so alt ist: Glaubt ihr da läuft mehr zwischen den beiden? Ich würde ja fast sagen ja, denn warum sollte Rosemary so rot werden? Zudem gucken Mann und Sohn einen Film und sie will solange ganz allein in einem Buchladen warten, das kam mir doch sehr komisch vor.


    Ach ich weiß nicht ... vielleicht schwärmt sie ein wenig für ihn, aber ich glaube nicht an eine Affaire. Da hat Rosemary momentan sicherlich keinen Kopf für. Sie ist viel zu sehr damit beschäftigt den McFaddens aus dem Weg zu gehen. Dazu fand ja der Ausflug überhaupt erst statt, denn die Hochzeitseinladung konnte sie ja nicht annehmen.


    Ich finde es schön, dass die McFaddens nun Nachwuchs erwarten. Die ehemalige Miss Connor - nun Mrs McFadden scheint besser mit ihrem Leben "danach" klarzukommen. Das Familienleben bei den Murrays hingegen wird immer trauriger. Brian trinktund Rosemary versinkt in ihren Depressionen und ihrem Schuldgefühl.


    Mir gefällt das Buch sehr!

    Das Buch soll echt gut sein, habe ich jetzt schon von mehreren gehört. Auf der Bestsellerliste steht es auch noch.. (Wo ich leider schon oft enttäuscht wurde)
    Ich bin auch schon ganz gespannt! :klatschen:


    Ich bin auch sehr !!! neugierig - der Plot erinnert an "Das Fenster zum Hof" und spielt wohl mit verschiedenen Erzählperspektiven, das liebe ich ja. Bewertet wurde der Kriminalroman ja sehr kontrovers; was aber auch immer spannend ist! :smile:

    Die Szene mit Marianne im Gebüsch fand ich aus der Sicht von Michael seltsam, denn ich kenne das aus meiner Kindheit noch, allerdings waren wir da so 5 oder 6 Jahre alt. Ganz nach der Devise: "Zeig mir deins und ich zeige dir meins." Seine Reaktion daraufhin war seltsam. Kinder sind doch neugierig und wollen wissen wie was aussieht.


    Ja, das kenne ich auch, bei mir war es die Puppenecke im erzkatholischen Kindergarten. Leider hat eine der Nonnen uns dabei erwischt ...
    wir fühlten uns aber gar nicht schuldig, wollen nur mal gucken ....
    Mit elf ist das aber dann schon etwas Anderes! ;)
    Ich glaube, Michael hat sich in der Hauptsache vor der Art und Weise geekelt, wie Marianne rangeht. Direkt mit Zunge, so fordernd und sp sexuell - Michaels Liebe zu ihr war eher unschuldig, zart, bewundernd. Marianne hat ihn schockiert - der arme Junge. ;)


    Ich kann mir das gut vorstellen, dass er mit 11 noch keine Ahnung hat. Immerhin spielt die Geschichte schon Anfang der 80er Jahre, da war es mit der Aufklärung der Kinder noch nicht so weit her.
    Ich war 9, als meine Schwester in den 70ern ein Baby bekam. Sie wohnte bei uns im Haus, und ich hab von der Schwangerschaft nichts mitbekommen, keiner hat mit mir darüber geredet, bis ich mich ein paar Tage vor der Geburt mal darüber gewundert habe, dass sie so dick geworden ist. Das wurde alles einfach totgeschwiegen.


    Ja, das meine ich auch!
    Hier das war das erste Aufklärungsbuch an unserer Schule.
    Großer Skandal, weil es darin ein doppelseitiges Foto der Familie vom Cover gab - aber alle nackt!
    http://img.zvab.com/member/24366l/51240248.jpg
    Aufgeklärt habe ich mich mit der "Bravo".

    Ehrlich gesagt hatte ich von Anfang an die Vermutung, dass es zwischen Alice und Michael irgendwann etwas geben könnte. Wenn er sie wirklich so extrem doof finden würde, dann würde er sich mit ihr doch gar nicht beschäftigen. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn da etwas geht. :smile:


    Michael und seine Erzfeindin ... klar, da geht noch was!
    Ich denke aber eher an eine zarte Freundschaft - ohne Zungenküsse!
    Süß, wie er darauf reagiert, als sein Freund meint Alice hätte so schönes seidiges Haar! :)


    Faszinierend, dass die Mutter ihr Fern- und später ihr richtiges Studium so ernst nimmt.


    Irgendwie war es klar, dass es um eine Vergewaltigung geht, ob sie den Täter wohl erkannt hat? Merkwürdig ist für mich die Scheu, das bei der Polizei anzuzeigen, aber es dem Prof zu erzählen. Ich kann mir vorstellen, dass er sowas wie eine Vaterfigur für Rosemary ist. Ihre Familie unterstützt sie, glaube ich, soweit möglich, aber das ist halt nicht sehr weit....


    Michael tut mir ein wenig leid. Ich kann einerseits die Eltern verstehen, die das Geschehene von ihm fernhalten wollen, aber mit elf Jahren lässt man sich nicht mehr so leicht hinters Licht führen und hat ein Gespür dafür, wenn etwas nicht mehr in Ordnung ist.
    Rosemary entfernt sich derzeit etwas von der Familie und vor allem von Brian, was sehr traurig ist. Ich kann Brian verstehen, dass er enttäuscht ist, dass Rosemary sich ihrem Professor anvertraut hat. Er scheint ja schon älter zu sein und ich denke auch, dass er eine Art väterlicher Freund für die traumatisierte Frau ist. Und er kommt aus ganz anderen Verhältnissen als denen, denen Rosemary zu entkommen versucht ...


    Also diese Sexspielchen mit Marianne - ich kann gut verstehen, dass Michael dadurch verunsichert ist, vor allem, weil er diese Aktionen ja nicht einmal im Ansatz einordnen kann.
    Komisch, dass er mit 11 noch keine Ahnung hat, was Geschlechtsverkehr ist. Die Szene, wo er das in Erfahrung zu bringen versuchte, fand ich, ehrlich gesagt, nicht so gelungen. Sie sollte witzig sein, bei mir kam das aber irgendwie nicht so rüber, weil das alles nicht so glaubwürdig war.


    Michael ist noch nicht wirklich in der Pubertät - Marianne schon. Deshalb hat es nicht geklappt. ;)
    Michael schwärmt ja noch lieber aus der Ferne für das weibliche Geschlecht ( Miss Connor, die wie Blondie aussieht )
    IN Deutschland ist der Sexualkundeunterricht Ende der 70er eingeführt worden - zusammen mit der Mengenlehre. Das gab damals einene Riesenaufschrei bei vielen Eltern, die das erste Mal das neue Biologiebuch ( mit den Fotos von nackten Menschen ) inspizierten. Ich erinnere mich noch lebhaft daran, wie meine Eltern von den Klassenpflegschaftssitzungen berichteten. Doch,finde ich völlig glaubwürdig, da gab es nicht viele Eltern, die ihre Kinder in diesem Alter schon aufgeklärt hatten. Man musste sich alles mühsam selbst recherchieren.



    Lachen musste ich über die Handtaschen, die beim Tanzen auf den Boden gestellt wurden, genau so kenne ich das aus dem England der 1980er, da wird das in Schottland nicht anders gewesen sein. Die ganze Tanzfläche war voll damit, die wurden immer mitgenommen. Hat hier kein Mensch gemacht... Und dann diese Prügelei auf der Verlobung, ich kann mir vorstellen, dass das mit den Trinkgewohnheiten zu tun hat...


    Naja, die Prügelei hat in erster Linie ja zwischen Tricia und Mariannes Ma stattgefunden - so ein richtiger Bitch Fight, mit Kratzen, Beißen und Schlagen - ich kann es mir lebhaft vorstellen. Tricia hat ja auch sehr provoziert - komm im Ultramini zur Feier und tänzelt vor Skinny
    herum. Komisch fand ich, dass die Oma aus dem Flachmann trinkt, obwohl es ja auf der Feier genug Alkohol gab. Wahrscheinlich alles wegen des Geredes.


    Dass Brian im Pub ja offenbar nicht nur gemieden sondern sogar verprügelt wird, das macht mich richtig traurig. Er wird durch das Getratsche im Dorf immer mehr zum Außenseiter. Spätestens dann, als eine zweite Frau fast vergewaltigt wird, sollte Rosemary zur Polizie gehen. Warum tut sie es nicht? Es ist doch noch nicht zu spät!


    Auf englisch ist der zweite Band doch auch schon erschienen, oder?
    Hast Du Band 2 schon gelesen? Falls ja, hat er gefallen?

    Schwierige Frage, ich hab auch ganz selten mit Elfjährigen zu tun. Wo sind nur die Mamis unter uns? :breitgrins:


    Mein Sohn ist 10.
    Es gibt Jungs, die mit 11 noch ganz vertieft Sandburgen bauen - und es gibt welche, die sich schon für Mädchen interessieren ...
    Mich hat sogar mal vor ein paar Jahren ein Knilch in dem Alter auf der Straße nach Feuer für seine Zigarette gefragt.
    Alles in Allem passt das Verhalten Michaels ganz gut für einen Vorpubertierenden aus einem schottischen? Arbeiterviertel in den frühen 80ern!




    Richtig sympathisch kommt Michael nicht rüber. Er ist eine Petze und auch sonst nicht gerade beliebt bei seinen Altersgenossen und neigt dazu, sich in die Angelegenheiten anderer Leute zu mischen. Über viele seiner Kameraden redet er nicht sonderlich freundlich - aber irgendwie ist keiner so richtig nett - oder die sozialen Strukturen hindern die Menschen daran, es zu sein. Irgendwie hackt man ganz schön aufeinander rum, ich kann es aber (fast) immer nachvollziehen. Man scheint unheimlich gern übereinander herzuziehen bspw. über die eine Nachbarin und ihren Schlag bei Männern...


    Ich finde Michaels Denke und sein Verhalten eigentlich recht "normal" für einen Jungen aus beschriebenen Verhältnissen. Naja, er aht gepetzt - weiß aber selbst nicht so genau weshalb. ( aus Eifersucht ... ) Wenn ich mir die Menschen im sozialen Brennpunkt unserer Stadt so ansehe - das ist nicht überspitzt dargestellt hier - so ist es eben. Ich bin aber gespannt, wie sich die Geschichte entwickelt, vor allem um Rosemary.


    Endlich kann ich meinen Senf zu diesem Buch abgeben. Der Funke ist bei mir schon so gut wie übergesprungen und auch wenn der Einstieg etwas schwer fiel, weil mir das: "Dad sagt.", "Ma sagt.", "Granny sagt." etwas auf die Nerven ging, aber mit der Zeit gewöhnte ich mich dran.


    Ich fand das gar nicht so tragisch - habe aber auch als Letztes einige Kinder- und Jugendbücher gelesen und bin wahrscheinlich noch im passenden "Modus". Ich habe gut in die Story gefunden und fühlte mich richtig hineinversetzt in die Vorstadtsiedlung mit den kleinen Sozialbauten in "orange" - fühle mich an einen Schüleraustausch erinnert, der ungefähr zur gleichen Zeit statt fand.


    Michael soll ja elf sein. Ich habe mit Kindern in dem Alter nichts zu tun, aber mein Gefühl sagt mir, dass sich Michael etwas kindlicher benimmt als er nach seinem Alter wäre. Was meint ihr?


    Man darf nicht vergessen, dass wir in den 80ern keine zig TV Programme und kein Internet hatten, wir waren damals mit 11wirklich noch Kind, das hat uns niemand wegnehmen können. Ich finde den kleinen Michael recht authentisch, ein Elfjähriger aus sehr einfachen Verhältnissen.


    Mutter und Großmutter konnte ich mir richtig vorstellen wie sie Zigaretten paffend über die Leute her ziehen. Ich glaube das scheint hier die Lieblingsbeschäftigung zu sein, um den tristen Alltag zu vergessen.


    Habe ich das eigentlich richtig verstanden, dass nur Mutter Rosemary arbeiten geht und Vater Brian daheim ist? Irgendwie scheint er mal Maler oder so gewesen zu sein bzw. ist es immer noch, hat aber kaum Aufträge.


    Ja, der Vater ist arbeitslos ( wie so viele in der Siedlung ), wird auch irgendwo gesagt.
    Sonst wären ja die ständigen Spaziergänge zum See nicht drin ...
    find ich übrigens sehr sympathisch, dass er mit Michael diese Runde dreht und Gespräche führt ...



    An einen Exhibitionisten mag ich nicht glauben, es wird wohl eher ein Vergewaltiger gewesen sein. Warum sonst sollte sie so übel zugerichtet sein und nicht mehr bzw. kaum noch das Bett mit ihrem Mann teilen? Schlimm, dass sie das der Polizei nicht meldet und der Vater nun als Schläger dasteht.


    Ich denke auch, sie ist ganz übel vergewaltigt worden. Der Typ hat ihr das ganze Gesicht zerschlagen, sie musste ja an mehreren Stellen genäht werden. Ich frage mich, ob sie denjenigen kennt oder ob es ein völlig Fremder war ... ihrem Mann und ihrer Mutter gegenüber scheint sie etwas zu verschweigen. Dass sie keine Anzeige erstatten möchte kann ich auf einer Seite sogar nachvollziehen - so, wie jetzt über ihren Mann getuschelt wird, so hätte man sie als Schlampe hingestellt.
    Rosemary beginnt, sich zu verändern. Erst zögerlich mit einer neuen Frisur, dann aber nachhaltig ...
    Das finde ich sehr spannend.


    Also mir gefällt das Buch bisher ganz gut!
    :winken:

    Hier meine Rezension zum Buch - ohne Spoiler! ;)


    Victoria, Kanada, irgendwann in den frühen 70ern.
    Ben Tomlin ist gerade 13 Jahre alt geworden, als seine Eltern das, wenige Tage alte Schimpansenbaby Zan adoptieren. Seine Eltern sind Wissenschaftler und Zan ein wichtiges Projekt der dortigen Universität. Bens Vater, ein Verhaltenspsychologe, möchte erforschen, ob es möglich ist, dass Menschenaffen die menschliche Sprache erlernen. So wird Zan in der Familie wie ein Menschenkind aufgezogen und in Zeichensprache unterrichtet.
    Für Ben wird er mehr und mehr zu einem wirklichen Bruder, es entwickelt sich eine enge und liebevolle Beziehung.
    Für Professor Tomlin bleibt Zan jedoch ein Forschungsprojekt, er nimmt nicht wahr, wie abhängig der fremdaufgezogene Menschenaffe von der Zuneigung seiner Familie ist.
    Als Zan ein halbes Jahr alt ist und erste bemerkenswerte Fortschritte zeigt, wird er für die Arbeit an den Sprachexperimenten immer öfter von der Familie getrennt und den studentischen Angestellten der Universität überlassen. Ben merkt, dass es seinem Affenbruder dabei nicht gut geht und dass Zan viel schneller und besser lernen würde, wenn man mit ihm spielt und sich ihm zuwendet. Schließlich war sein erster Satz zu Ben: „Gib Umarmung“.
    Zan kann aber nicht ewig bei der Familie Tomlin bleiben, es wird größer, stärker – das Projekt der Universität wird beendet. Ben kommt damit nicht klar … Zan ist sein Bruder geworden, er
    liebt das Schimpansenkind, fühlt sich verantwortlich ...


    Zans Geschichte macht sehr nachdenklich. Ist es ethisch vertretbar, einem Tier sein Junges zu stehlen, es aufwachsen zu lassen wie einen Menschen und es dann nur als „Forschungsmaterial“ oder „Versuchsstier“ zu sehen?
    Eine wertvolle und sehr emotionale Lektüre zu einem unerschöpflichen Thema, wenn man bedenkt, wo überall immer Tierversuche stattfinden. ( wenn auch weniger an Primaten )
    Neben diesem ernsten Thema wird sehr stimmig die Gefühlswelt des heranwachsenden Ben erzählt, der sich in die gleichaltrige Jennifer verliebt. Das Besondere: man befindet sich in den 70ern, der Zeit der Schlaghosen, Hippies, Led Zeppelin und Abba, der BMX Räder und allem, was cool war, damals, als die eigenen Eltern noch Teenager waren.


    Die Geschichte des sehr bewegenden Jugendbuchs bewegt sich vor einem wahren Hintergrund. Die 70er Jahre waren die Ära der Sprachforschung bei Primaten, es wurden viele Erfolge erzielt, so hat ein Schimpanse weit über 200 Zeichen erlernt und ein Pärchen die erlernte Fähigkeit der Zeichensprache damals sogar an ein Junges weitergegeben. Der derzeit bekannteste Primat der Sprachforschung ist die Gorilladame Koko, die über 1000 Zeichen beherrscht.
    Der Linguist Noam Chomsky, der auch in Affenbruder zitiert wird, stellte jedoch die These in den Raum, dass nur der Mensch zu echter Sprache fähig ist und nach bestimmten Regeln sinnvolle Wortfolgen bilden kann, wirklich kommunizieren kann. Primaten würden nur antrainierte Verhaltensweisen zeigen, um Liebe und Essen zu erbetteln.
    Dennoch wurde beobachtet, wie die tierischen Probanden kreativ mit Sprache umgehen lenrten, mit ihren beschränkten Mitteln eigene Wörter schufen und die Gebärdensprache ihren eigenen Jungen lehrten.
    Bis heute scheiden sich in der Primatenforschung bezogen auf die Lunguistik die Geister – am Ende geht es aber nur um die Definition von Sprache. Denn versändigen können sich Primaten so mit uns Menschen auf jeden Fall!


    Das nunmehr 33 Jahre anhaltende Projekt Koko hat Erstaunliches zu Tage gebracht. Auf die Frage : „Was ist der Tod?“ antwortete der Gorilla mit drei Zeichen "Gemütlich - Höhle - auf Wiedersehen."


    Interessante Artikel zum Hintergrund der Sprachforschung mit Menschenaffen:
    http://www.spiegel.de/einestag…it-primaten-a-947322.html
    http://www.zeit.de/2005/20/A-Tiere


    Allgemein zum Thema Tierversuche muss ich diesen Film erwähnen, der alle Seiten ehrlihc beleuchtet. Jahrelang wurde ein Medikament gegen HIV Infektionen an Primaten in Isolationskäfigen getestet, die im Alter die Gelegenheit bekamen erstmals aus ihrem Käfig in ein Gehege zu treten, zum ersten Mal den Himmel gesehen haben. Die Kamera des Dokumentarfilmers hat diesen Moment eingefangen.
    Die Schimpansen, die nicht wissen konnten, wie es sich anfühlt – Sonne, Himmel, Luft – haben geweint vor Glück, sich gegenseitig umarmt ... Dieser Film sagt eigentlich zum Thema Tierversuche.
    Hier der Link zur Webseite:
    http://www.unter-menschen.de/


    Dieses Buch ist eine ganz klare Leseempfehlung für Jugendliche, allerdings, trotz leichter flüssiger Schreibweise wegen der doch sehr ernsten Thematik keine leichte Kost, ich musste beim Lesen an einigen Stellen schlucken. ( meine Altersempfehlung ab ca. 12 Jahren )


    verdient !!! 5ratten


    Ich summe die letzten Tage dauernd die Abba-Songs vor mich hin. :breitgrins:


    Ich weiß nun nicht, wo Du gerade bist, aber die Szene, als Ben sich mit dem Rasierwasser seines Vaters einnebelt, um nach "Mann" zu dufte und dabei an die Werbung mit dem Kapitänsmützentyp denkt. Seine Mutter ganz cool: "Hast Du Old Spice aufgelegt?" ...
    Ich selbst kann mich noch gut an diese Reklame erinnern.
    Dieses Buch braucht aber auch die humorvollen Abschnitte mit Ben, denn ... ( ja , und jetzt möchte ich gar nicht soviel erzählen und damit der Geschichte die Spannung nehmen - es wird aber sehr traurig )
    Zan spielt eine große Rolle im Buch- und man muss bedenken, dass all das vor einem wahren Hinterrund spielt. In meiner Rezi werde ich ein paar Links zum Thema benennen.