Beiträge von LieLu

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Erschienen:
    24. Oktober 2016
    Seitenzahl: 448
    Verlag: Dressler Verlag
    Hardcover: 19,99 €
    ISBN: 978-3791526324


    Die Autorin


    Josephine Angelini wurde in Massachusetts/USA geboren und lebt mit ihrer Familie derzeit in Los Angeles. Sie studierte angewandte Theaterwissenschaften in New York und veröffentlichte mit der „Göttlich“-Trilogie ihr Debüt.


    Verräterliebe


    Lily Proctor, die noch vor ein paar Monaten eine ganz normale 17-jährige war, die zur Highschool ging und ein durch Krankheiten geprägtes Lieben führte, hat nun ein ganz und gar nicht mehr normales Leben. In einer Parallelwelt ist sie eine mächtige Hexe, die bereits jetzt über sich hinaus gewachsen ist. Nun ist Lily mit ihren Helfern unterwegs und macht im Westen des Landes eine Entdeckung, auf welche sie gern verzichtet hätte. Nur knapp entkommt ihre kleine Gruppe einer Gruppe von Bienenwirkern und trifft nun auf eine Stadt mit einer Bürgermeisterin, die es in sich hat. Lily weiß, dass sie kämpfen muss. Doch kann sie gegen einen so starken Gegner überhaupt gewinnen? Welche Chance hat Lily, deren Schwester Lillian doch so viel stärker ist als sie?


    Fazit


    Ein toller Abschlussband der „Everflame“-Trilogie von Josephine Angelini, welcher für mich die Reihe sehr würdig abgeschlossen hat. Die Hauptprotagonistin Lily war für mich wieder sehr sympathisch, auch wenn ich einige Entscheidungen, die sie traf, sicher nicht nachvollziehen kann. Aber bei diesem Buch finde ich, dass genau das den Reiz des Buches ausmacht. Allerdings fand ich sie an einigen Stellen unglaublich naiv, das ging mir häufig ziemlich auf die Nerven. Lily dachte häufig überhaupt nicht nach und brachte damit ihre Freunde in Gefahr. Ihre kleine Gruppe von Helfern hat einen tollen Zusammenhang und hilft ihr, wo sie nur können. Ich hatte meine Schwierigkeiten zu Beginn des Buches wieder ins Geschehen zu finden, da ich den ersten und zweiten Band schon vor einer ganzen Weile gelesen habe. Gerade Band Eins hat mir aber sehr sehr gut gefallen.


    Der Schreib- und Erzählstil der Autorin hat mir wie immer sehr gut gefallen. An Josephine Angelini habe ich bereits in der „Göttlich“-Trilogie einen Narren gefressen und sie bestätigt ihn in „Everflame2 erneut. Obwohl ich nicht mehr im Geschehen stand, dauerte es nicht lang, bis ich mich in Lily und Lillians Welt wieder zurecht finden konnte. Besonders gut gefallen, hat mir das Ende des Romans, von welchem lang nicht klar war, wie es ausgehen würde. In der Zwischenhandlung hätte es für mich allerdings gern noch ein paar Höhepunkte geben können. Häufig plätscherte die Handlung einfach vor sich hin, das fand ich etwas schade.


    Trotzdem fand ich diesen letzten Band sehr gelungen und bin fast ein bisschen traurig, Lily, Lillian und ihre Freunde nun verlassen zu müssen. Über die Gestaltung des Romans möchte ich gar nicht mehr so viele Worte verlieren, sie wurden ja vor zwei Jahren etwa neu gestaltet. Mir persönlich gefiel die alte Buchgestaltung besser, aber das tut dem Inhalt keinen Abbruch.


    4ratten
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    Ein Meer aus Tinte und Gold (Traci Chee)
    Erschienen:
    25. November 2016
    Seitenzahl: 480
    Verlag: Carlsen Verlag
    Hardcover: 17,99 €
    ISBN: 9783551583529
    Die Autorin
    Traci Chee studierte Literatur und Kreatives Schreiben in Santa Cruz und San Francisco. Sie liebt Buchkunst, Kunstbücher und Gedichte, versucht sich aber auch im Klavierspielen und der Eiermalerei. Mit ihrem blitzschnellen Hund lebt sie in Kalifornien. »Ein Meer aus Tinte und Gold« ist ihr Jugendbuchdebüt.
    Ein Meer aus Tinte und Gold
    Sofias Eltern werden ermordet und das Mädchen schafft es nur mit knapper Not den Einbrechern zu entkommen. Nun kämpft sie mit ihrer Tante Nin ums Überleben. Doch dann werden sie erneut überfallen und Nin entführt. Sofia ist verzweifelt, was soll sie nur tun? Aber ihre Eltern haben für den Fall der Fälle vorgesorgt. Sie haben Sofia trainiert, sodass sie überleben kann. Und helfen soll ihr dabei ein Buch. Jedoch lebt die junge Frau in einer Welt, in welcher Bücher verboten sind, daher kann sie auch nicht lesen. Doch sie spürt die magische Verbundenheit zu dem Buch und kann es nicht aus der Hand geben, ganz egal welche Gefahr es birgt. Mit der Zeit beginnt sie die Buchstaben lesen zu lernen und trifft auf der Suche nach Nin auf einen stummen Jungen, der voller Geheimnisse steckt.
    Fazit
    Was für ein unglaubliches Cover!!! Nicht nur, dass ein Buch auf dem Cover abgebildet ist, weshalb es natürlich jeder Buchliebhaber unbedingt haben muss. Das Buch ist zudem in einem golden glänzenden Schutzumschlag. Auf dem Buch des Covers befinden sich ein Schiff und eine dunkle Gestalt, aus welchem Buchstaben emporsteigen. Allein dieses Cover konnte mich einfangen. Als ich dann auch noch den Klappentext las, auf welchem es um Sofia geht, deren Eltern zusammen mit ihrer Tante Nin ums Überleben kämpfen. Sofias Tante wird entführt und schnell wird klar, dass Sofia sie nur mit Hilfe eines Buches wiederfinden kann.
    Besonders gut gefallen, haben mir die anders gestalteten Seiten in der Mitte des Buches, welche eine andere Geschichte erzählen, als die Reise von Sofia und dem stummen Jungen, welche auf der Suche nach Nin sind. Diese beiden Handlungsstränge machen den Roman abwechslungsreich und ansprechend, auch wenn mir die Handlung rund um Sofia von Beginn an am besten gefallen hat.
    Der Schreib- und Erzählstil des Buches ist einfach und ansprechend, sodass ich wenig Mühe hatte, der Handlung zu folgen. Leider ließ für meinen Geschmack die Spannung zur Mitte des Romans zu ziemlich ab. Etwa ab Seite 160 hatte ich immer mehr Mühe am Ball zu bleiben und das Buch nicht aus der Hand zu legen. Auch verwirrten mich einige Dinge immer mehr, auch bedingt durch die beiden Handlungsstränge. Der zweite Teil des Buches, konnte mich schon wieder mehr überzeugen. Hier gefiel mir auch Sofia besser.
    Alles in allem kein schlechter Roman, der sicher an der ein oder anderen Stelle noch ausbaufähig ist.
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    Black Blade – Die helle Flamme der Magie (Jennifer Estep)


    Erschienen:
    04. Oktober 2016
    Seitenzahl: 336
    Verlag: ivi (Piper Verlag)
    Softcover: 14,99 €
    ISBN: 9783492703574


    Die Autorin


    Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Tennessee. Bei Piper erscheinen ihre Serien um die »Mythos Academy«, »Black Blade« sowie die Urban-Fantasy-Reihe »Elemental Assassin«.


    Die helle Flamme der Megie


    Seit Lila Merriweather bei den Sinclairs arbeitet, erlebt sie jede Menge Abenteuer. Nicht nur, dass sie weiterhin als Diebin arbeitet, sie soll auch all ihre Kraft aufbieten, um Devon zu beschützen. Denn Victor Draconi, das Oberhaupt einer der mächtigsten magischen Mafiafamilien in Cloudburst Falls plant etwas furchtbares. Er will Lila und die anderen Familien umbringen, die gesamte Familie Sinclair. Doch Lila hat ihn durchschaut. Sie will nur seinen Tod, denn er ist Schuld am Tod ihrer Mutter und daran, dass Lila als Waise aufwachsen musste. Bei den Sinclairs ist sie zwar gut aufgehoben, woran nicht zuletzt Devon einen großen Teil der Schuld trägt, trotzdem vermisst sie ihre Mutter tagtäglich. Sie will nicht zulassen, dass dieser Mann noch weiteren Menschen in seiner Umgebung Schaden zufügt. Sie will Victor Draconi zur Strecke bringen…


    Fazit


    Ein interessanter, spannungsgeladener Fantasystreifen, der mir von Beginn an sehr gut gefallen hat. Ich war sofort wieder in der Geschichte rund um Lila, die magischen Familien, wie die Sinclairs, und ihren Devon, der ihr mehr ans Herz gewachsen zu sein scheint, als sie zugeben mag. Ich war bereits nach ein paar Seiten wieder im Geschehen und konnte mich sehr gut mit den Protagonisten identifizieren. Besonders die Geheimnisse, die gleich zu Beginn des Romans auftauchen, schaffen die besondere Atmosphäre der „Black Blade“-Reihe, wie die Autorin Jennifer Estep es auch in den vergangenen beiden Bänden geschafft hat.


    Der Schreib- und Erzählstil des Buches war locker, leicht und trotzdem unglaublich spannend. Ich liebe den Schreibstil von Jennifer Estep und alles, was möglicherweise im zweiten Band ein wenig auf der Strecke blieb: tiefes Geschehen, Gefühle, Emotionen etc., konnte die Autorin nun wieder wettmachen. Es war wirklich ein fulminanter Abschluss der Trilogie, an dessen Ende ich bis kurz vor Schluss nicht glauben konnte. Bis zum Ende blieb es spannend und interessant. Die Autorin behielt sich bis zum Schluss die Überraschung auf. Das gefiel mir sehr gut. Und dieses unterschwellige ungute Gefühl, dass noch etwas Großes folgen muss, zog sich durch das gesamte Buch.


    Besonders gut gefiel mir in diesem Roman die Beziehung von Lila und co. zu den Monstern. Zum ersten Mal schienen sie hier eine große und bedeutungsschwere Rolle zu spielen. Im zweiten Teil fanden sie auch schon großen Anklang, aber in diesem Teil kamen sie noch einmal richtig zur Geltung. Das einzig negative, was mir zu diesem Buch einfällt, ist, dass es nun leider zu Ende ist und ich leider mit der „Black Blade“-Trilogie abschließen muss. Das fällt mir schwer, da ich Lila, Deah, Devon und Felix wirklich lieb gewonnen habe. Aber so ist es ja häufig mit tollen Reihen. Die drei toll gestalteten Bücher werden eine wunderbare Bereicherung in meinem Bücherregal sein.


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    Erschienen:
    25. Juli 2016
    Seitenzahl: 128
    Verlag: NordSüd Verlag
    Hardcover: 19,99 €
    ISBN: 978334103483


    Der Autor


    Torben Kuhlmann ist ein deutscher Kommunikationsdesigner, Illustrator und Bilderbuchautor. Er studierte Illustration und Kommunikationsdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. 2014 veröffentlichte er sein erstes Buch, Lindbergh - Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus im NordSüd Verlag. Dieses Buch ist das Produkt seiner Abschlussarbeit an der Hochschule. Torben Kuhlmann lebt in Hamburg.


    Armstrong – Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond


    Amerika in den 1950er Jahren. Armstrong ist eine kleine wissbegierige Maus, die jede Nacht den Mond beobachtet. Unglaublich weit weg kommt er ihm vor, aber unglaublich interessant. Sein Fernrohr zeigt ihm jeden noch so kleinen Krater. Seine Artgenossen interessiert das herzlich wenig, sie sind dem Käsekult verfallen. Doch Armstrong kann sich nicht vorstellen, dass der Mond wirklich aus Käse sein soll. Wirklich nicht. Als dann auch noch die Mäuseluftfahrt revolutioniert wird, scheint für Armstrong ein lang gehegter Traum in Erfüllung zu gehen. Er will der Frage nach dem Käsemond endlich auf den Grund gehen. Armstrong will die erste Maus auf dem Mond werden. Und zwar um jeden Preis…


    Fazit


    Ein unglaublich schön gestaltetes Kinderbuch, welches bereits durch seine traumhaft gestaltete Coverillustration anspricht. Armstrong ist ein niedlicher Protagonist, der den Leser sofort gefangen nimmt und mit auf die Reise nimmt. Armstrong hat nur ein Ziel: Er will zum Mond. So wie es in der Realität sein Namensvetter Neil Armstrong 1969 geschafft hat, welcher der erste Mensch auf dem Mond war. Im Rahmen des Kalten Krieges und dem Wettlauf im All zwischen den beiden Supermächten USA und UdSSR konnten sich die USA nun scheinbar an die Spitze setzen, nachdem einige Versuche den Mond zu betreten, auf beiden Seiten schief gingen. Auch die Maus Armstrong hat einige Schwierigkeiten und muss einige Rückschläge auf dem Weg zum Mond hinnehmen.


    Der Schreib- und Erzählstil des Buches war locker, leicht und trotzdem spannend. Die Illustrationen unterstreichen die kurzen Textabschnitte und lassen das Buch absolut nicht langweilig werden. Einige Überraschungsmomente im Buch, schaffen es die Aufmerksamkeit des Lesers für sich zu behalten. Vor allem der Mut und die Abenteuerlust des kleinen Mäuserichs, der sich durch nichts aufhalten lässt, fand ich beeindruckend. Die einfachen Sätze und die vielen kleinen Details im Buch, machen die Geschichte komplett und lassen sie zu einem wunderschönen Kinderbuch werden.


    Mit viel Witz und Charme wird die amerikanische Geschichte von Neil Armstrongs Mondlandung 1969 für Kinder dargestellt. Das Sachbuch ist nicht nur schön illustriert, sondern hält sich auch gut an historische Wirklichkeiten. Alles in allem ein tolles Bilderbuch, welches mir wirklich gut gefallen hat und ich mit meinen Kindern auf jeden Fall lesen würde. Ein Buch was Mut macht und Lust auf weitere Abenteuer.


    4ratten
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    Erschienen:
    Juli 2016
    Seitenzahl: 240
    Verlag: Magellan Verlag
    Hardcover: 14,95 €
    ISBN: 3734850258


    Der Autor


    Mario Fesler, geboren 1978 in Mannheim, studierte Theaterwissenschaften und Neuere Deutsche Literatur in Erlangen und Berlin. Seit dem Studienabschluss arbeitet er als Teamleiter im Kundenservice eines Spielwarenhändlers. Daneben konzipiert und moderiert er seit 2004 gemeinsam mit einem Freund Quizveranstaltungen in Berliner Kneipen und Pubs. Für seinen Debütroman »Die Wahrheit über Oliver« war er 2012 für den Kinder- und Jugenbuchpreis „Der goldene Pick“ nominiert.


    Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer


    Lizzy Carbon ist ein typischer Nerd. Seit einiger Zeit verändert sich Lizzys Körper, ihre Klassenkameraden scheinen es ebenfalls auf sie abgesehen zu haben. Immer häufiger schauen sie abfällig auf Lizzy und ihre beste Freundin Kristine herunter und beschämen sie mit Liedern und Reimen über die beiden Mädchen. Das anstehende Schulfest macht es Lizzy nicht wirklich einfacher und ihre Laune hebt sich auch dann nicht, als sie von ihrer Schulfestgruppe zum Spülen eingeteilt wird. Doch dann muss Lizzy am eigenen Leib erfahren, was es heißt die Klappe zu weit aufzureisen, denn plötzlich muss sie sich selbst um eine Projektgruppe kümmern. Der „Klub der Verlierer“ ist geboren. Doch Lizzy hat das untrügliche Gefühl, dass es mit den anderen Schülern der Nerd-Gruppe nicht wirklich funktionieren wird.


    Fazit


    Ein amüsanter Jugendroman über die Schwierigkeiten der Pubertät, vor allem dann, wenn man von seinem Umfeld als Außenseiter abgestempelt wird. Lizzy ist genau in dieser Situation. Nicht einmal ihre Eltern scheinen sie ernst zu nehmen. Das macht die junge Frau häufig traurig. Zum Glück ist da noch ihre beste Freundin Kristine, der es ähnlich geht wie Lizzy. Zusammen gehen sie durch dick und dünn. Als dann jedoch das Schulfest ansteht, scheint die gute Laune der beiden Mädchen immer mehr zu schwinden. Als dann auch noch der große Knall kommt, wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.


    Der Schreib- und Erzählstil des Jugendromans ist locker, leicht und ansprechend. Man kommt als Leser sehr gut ins Geschehen hinein und kann sich auch in Lizzy hinein versetzen. Zu Beginn ging mir die Protagonistin ziemlich auf die Nerven. Ich konnte nicht nachvollziehen, wie dieses Mädchen einfach den Mund nicht aufbekommt. Sie erzählt niemandem von ihren Problemen in der Schule, mit ihren Klassenkameraden und auch ihrem Bruder, der sie schikaniert, wo er nur kann. Als sie dann von ihrer Tante ein Tagebuch geschenkt bekommt, vertraut sie ihm ihre Probleme an. Im Laufe des Romans lernt man die Hauptfigur näher kennen und bekommt einen tieferen Einblick in die Abgründe, die sich teilweise vor ihr öffnen. Dadurch versteht man sie besser. Auch ihr Alter sollte nicht außer Acht gelassen werden.


    Alles in allem ein spannender Roman, auch wenn ich die Handlung ein wenig oberflächlich und kurz fand. Es hätte meines Erachtens gern ein wenig tiefer und umfassender geschrieben werden können. Auch das Ende gefiel mir leider so gar nicht. Das fand ich doch etwas weit hergeholt. Aber auf jeden Fall eine schöne Idee, um sich mit den Themen „Mobbing“, „Außenseiter in der Schule“ und „Pubertät“ zu beschäftigen.


    Besonders gut gefallen, hat mir die Gestaltung des Buches. Es springt durch seine bunten Farben, die an Gekritzel auf einem Schulblock erinnern, ins Auge.


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    Titel angepasst. LG, Valentine

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    Wonderland (Christina Stein)


    Erschienen:
    15. August 2016
    Seitenzahl: 382
    Verlag: S. Fischer Verlag
    Softcover: 12,99 €
    ISBN: 9783733502898


    Die Autorin


    Christina Stein wurde 1978 in Bonn geboren und studierte Archäologie. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie mehrfach ausgezeichnet. „Wonderland“ ist ein beängstigend realistischer Thriller über menschliche Abgründe und das Einzige, was uns vor uns selbst retten kann: Liebe und Freundschaft.


    Wonderland


    Es hätte das Paradies auf Erden sein können. Thailand, Palmen, Sonne, Strand und Sonnenschein. Dazu ein riesiges Haus am Strand mit Pool und allem was dazu gehört Als Lizzy und ihre Freunde jedoch am nächsten Morgen aufwachen, können sie es nicht glauben. Sie sind gefangen. Und kein Ausweg scheint möglich. Zudem ist es ein Spiel auf Leben und Tod. Jeden Tag sollen sie einen von ihnen opfern. Das sagt ihnen die Dämonenstimme, die aus den Lautsprechern zu ihnen herunterschallt. Lizzy kann es nicht glauben. Sie und ihre Freunde können sich nicht vorstellen, wer so etwas tun könnte. Dazu kommt, dass Lizzy ohne ihre Medikamente kaum einen Tag überleben kann...


    Fazit


    Ein interessanter Thriller, welcher mich von der ersten Seite an fesseln konnte. Bereits der Anfang des Buches war wirklich spannend. Man ist sofort mitten im Geschehen und lernt die Freunde kennen, die sich selbst erst vor ein paar Tagen kennengelernt hat. Dieses Phänomen soll noch Folgen haben, die sich die Jungs und Mädchen noch nicht vorstellen können. Bisher tritt nur eine Protagonistin in den Vordergrund, Lizzy. Allerdings erschien sie mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht als die Hauptprotagonistin, zu welcher sie sich im Verlauf des Thrillers noch entwickeln sollte.


    Der Schreib- und Erzählstil des Buches erscheint zunächst leicht und trotzdem spannend. Die Atmosphäre ist von Anfang an bedrückend. Man hat das Gefühl, dass gleich etwas Schlimmes passiert, ahnt aber nicht, was es ist. Ich persönlich lese mir Klappentexte kaum noch durch, weil ich meist finde, dass sie zuviel verraten. Bei diesem Buch ist das etwas besser gestaltet. Es steht nur sehr wenig auf der Rückseite. Den Schreibstil fand ich gut gelungen, denn ich habe zu keiner Zeit das Bedürfnis gehabt, das Buch weglegen zu wollen. Es ist zudem gekennzeichnet durch eine tolle Dynamik. Die Kids sind immer in Bewegung und jeder hat sein eigenes kleines Geheimnis.


    Nach und nach kommen immer mehr Abgründe ans Licht, die in einer Notsituation zwangsläufig zu Tage treten. Allerdings scheint die ganze Sache immer größere Kreise zu ziehen und der ein oder andere der Freunde scheint eine wichtige Rolle in dieser Situation zu spielen. Sie müssen selbst herausfinden welche.


    Gut gelungen finde ich auch die Covergestaltung. Eine Art Dschungel im Hintergrund und ein blutroter Handabdruck in der Mitte der Front. Drum herum steht in dicken Lettern „Wonderland“. Die Titelwahl finde ich nicht ganz so passend, aber das ist Geschmacksache. Alles in allem ein gelungener, packender Thriller.
    3ratten
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    Erschienen
    11. März 2011
    Seitenzahl: 32
    Verlag: MINEDITION Verlag
    Broschiert: 13,95 €
    ISBN: 9783865661319


    Die Autorin/Die Illustratorin


    Anne-Gaelle Balpe wurde 1975 geboren und lebt in Paris. Schreiben ist ihre Leidenschaft. Die Bücher, die sie als Kind fasziniert haben, begleiten sie auch heute noch. Mit ihren eigenen Geschichten möchte sie Kindern diese Faszination, die sie selber erlebt hat, weitergeben.
    Eve Tharlet wurde in Frankreich geboren und wuchs in Deutschland auf und studierte an der Ecole des Arts Décoratifs in Straßburg. Schon früh erzählte sie die Abenteuer, die ihre Plüschtiere, der Fuchs und der Bär, erlebten, einem Kassettenrecorder und malte die Geschichten dazu. Sie reist viel, bleibt aber sehr mit ihrem Zuhause in der Bretagne verbunden.


    Der blaue Stein
    Oli findet am Fuß einer Margerite einen blauen Kieselstein. Er hat keine besondere Form oder ein besonderes Material, aber seine Farbe fand der kleine Oli so schön, dass er beschloss ihn zu behalten. Den Kiesel fest an sich gepresst, macht sich der kleine Mann auf den Weg. Unterwegs trifft er viele Freunde, die ihn über den blauen Kieselstein auslachen. Mit ihm könnte man nichts anfangen, sagen sie. Doch Oli lässt sich nicht beirren. Er gibt den blauen Stein nicht aus der Hand. Als er nämlich ein kleines Mädchen trifft, die ganz furchtbar weint, hat sein Kiesel doch noch einen Nutzen… Oli stellt fest, dass ein kleiner blauer Stein manchmal Wunder wirken kann.


    Fazit
    Ein Buch, welches mir durch seine interessante Covergestaltung und den Klappentext ins Auge gesprungen ist. Es erinnerte mich ein wenig an Märchengeschichten und genauso ist es auch gestaltet. Die Illustrationen von Eva Tharlet sind wunderschön. Der kleine Oli, der blaue Stein und die vielen verschiedenen Kinder sind toll gemalt und machen Lust, die Geschichte weiter zu verfolgen. Als Oli einen kleinen blauen Stein findet, mag er ihn behalten, obwohl ihm alle sagen, dass er zu nichts nütze ist. Doch Oli glaubt an sich und den blauen Stein. Er gibt ihn einfach nicht her. Das soll ihm später noch äußerst hilfreich sein.
    Der Schreib- und Erzählstil ist locker, leicht, sodass man auch als langsamer Leser oder Leseanfänger, der Geschichte sehr gut folgen kann. Das empfohlene Alter für das Buch ist 3, ich denke allerdings, dass man es auch mit jüngeren Kindern schon gemeinsam Lesen kann. Es hat eine große Schrift und eignet sich auch zum Vorlesen. Die schönen Zeichnungen unterstreichen das Lesevergnügen zusätzlich. Die zarten Farben unterstreichen den unschuldigen Charakter des Buches, allerdings zeigen die Zeichnungen der Tiere auch eine gewisse Bedrohlichkeit. So ist das Wildschwein und der Wolf sehr groß dargestellt und schauen von oben auf den kleinen Mann herab. Dieser setzt sich mit seinem blauen Kiesel jedoch durch.
    Oli, der Hauptprotagonist, erinnert an einen kleinen Elfen. Er ist klein, hat abstehende Ohren und trägt eine Art Kleid mit passender Mütze, die einen kleinen abstehenden Stil hat. So sieht er aus wie ein kleines Blütenmännchen. Er glaubt an seinen Kiesel und wandert mit ihm durch die Welt. All die Tiere, die ihn aufhalten möchten, Wildschwein, Wolf und auch die Zwergenfamilie, können ihn nicht davon abhalten, den Stein weiter mit sich herum zutragen. Auf einem kleinen Hügel entdeckt der kleine Mann schließlich ein weinendes Mädchen und nun kann sein blauer Stein zeigen, was er kann. Ich finde schön, dass das Ende der Geschichte bereits auf die nächste Geschichte mit Oli hinweist.
    Zudem finde ich schön, dass Oli sich für die kleinen Dinge des Lebens begeistern kann. So schleppt er den Kiesel lange mit sich, ohne zu wissen weshalb. Andere Leser kritisierten genau das. Aber es zeigt doch, dass nicht immer alles einen Sinn haben muss, sondern, dass das Leben einem manchmal kleine Überraschungen bescheren kann, wenn man sich nur darauf einlässt. Und so konnte Oli letztlich sogar noch jemandem helfen.
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    Erschienen
    01.Juli 2016
    Seitenzahl: 576
    Verlag: Carlsen
    Hardcover: 21,99 €
    ISBN: 978-3551583277
    Übersetzt von: Birgit Schmitz


    Die Autorin


    Victoria Aveyard studierte das Schreiben von Drehbüchern an der University of Southern California. Inzwischen arbeitet sie selbst als freie Autorin und lebt abwechselnd in ihrem Heimatort in Massachusetts und in Los Angeles. Mit ihrem Debütroman „Die rote Königin“, dem ersten Band der „Die Farbe des Blutes“-Reihe hatte sie großen Erfolg. Er ist ein New-York-Times und Spiegel-Bestseller.


    Gläsernes Schwert


    Mare ist anders als ihre Familie. Sie und ihr Bruder Shade verbindet den Zusammenhang von Rot und Silbern. Durch ihre Adern fließt rotes Blut, aber sie haben Fähigkeiten, welche eigentlich nur den Silbernen ihrer Gesellschaft zugeordnet sind. Mare, die am Königshof gefangen gehalten wurde, konnte flehen und will nun den Kampf gegen König Maven. Sein Bruder Cal, ihr Bruder Shade sowie alte Freunde wie Kilorn und Farley unterstützen sie dabei. Doch der Kampf wird nicht einfach sein, denn Mare vertraut niemandem. Nicht einmal ihrem eigenen Blut. Sie ist ein Schwert im Kampf und genauso fühlt sie sich auch. Sie fürchtet keinen Schmerz und klammert sich an ihren Plan. Dieser beinhaltet so viele Neublüter wie möglich zu rekrutieren und mit ihnen gegen König Maven vorzugehen. Dieser hat nur einen Plan Er will Mare für sich.


    Fazit


    Ein spannender zweiter Teil, auf welchen ich mit Spannung gewartet habe. Den ersten Teil „Die rote Königin“ fand ich grandios und unglaublich gut gelungen. Ich wurde nicht enttäuscht, auch wenn ich zu Beginn des fantastischen Romans schwierig wieder ins Geschehen kam. Die Charaktere waren mir nicht wirklich in Erinnerung geblieben und ich musste mein Wissen um den ersten Band noch einmal auffrischen. Doch nach einigen Kapiteln kam ich durch die Aufrechterhaltung der Spannung wieder in die Geschichte rein und konnte mit den Protagonisten mitfiebern. Vor allem Mare hatte sich für meinen Geschmack sehr stark verändert. Sie ist nicht mehr das rot-silberne Mädchen, was zu Beginn des ersten Teils an den Königshof kam. Zuviel ist passiert und Mare ist zur „Blitzwerferin“ geworden, zu einer Kämpferin, der immer mehr das Gefühl für Freunde und Feinde zu schwinden scheint.


    Der Schreib- und Erzählstil des Romans steht dem ersten Teil um nichts nach und gefiel mir sehr gut. Es war fesselnd und spannend, ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Allerdings muss ich sagen, dass mir Mare ab der Hälfte des Buches ziemlich auf die Nerven ging. Gemäß ihrer Einstellung „Jeder kann jeden verraten“, traut sie auch keinem mehr und stößt jeden von sich, der sich ihr nähern will. Das gilt auch für ihr eigenes Blut. Innerlich zerreißt sie dies und sie fühlt sich dementsprechend zurück gestoßen, was jedoch ihre eigene Schuld ist. Nicht mal ihrem besten Freund aus Kindertagen kann sie vertrauen… Die Handlungen, die daraufhin folgen und das Kopfzerbrechen darüber von Seiten der Hauptprotagonistin ist am Anfang noch in Ordnung, schließlich hat sie auch viel durchgemacht, nervt aber später nur noch. Das gesamte Buch dreht sich um sie und ihre wirren Gedanken, die sie des Öfteren umtreiben. Das stellte das ganze Geschehen etwas in den Hintergrund, wie ich fand. Die „Beziehung“, die Mare im Roman mit Cal aufrecht erhält, ist auch etwas seltsam. Sie teilen sich ein Zimmer und auch ein Bett, aber schlafen nicht miteinander? Relativ unwahrscheinlich. Weil Cal sich einfach nicht traut? Sie tun dies, aber bis zum Schluss ist sich Mare seiner Einstellung zu ihr nicht sicher? Kann ich nicht nachvollziehen und finde ich unpassend.


    Alles in allem ein guter zweiter Band, der mir sehr gut gefallen hat. Allerdings hat er im Vergleich zum ersten Band ein paar Schwachstellen, die mit der Veränderung von Mares Charakter zu tun haben und dem Leser wirklich auf die Nerven gehen. Entweder ist sie eine starke Kämpferin, dann aber auch mit Stärke und Charakter. Oder sie weint über ihre eigene Unfähigkeit Vertrauen zu den Menschen zu entwickeln und verwickelt sich selbst in ihre depressiven Gedanken. Im vorliegenden Buch ist es leider letzteres. Ich bin gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht.


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    Erschienen:
    Mai 2016
    Seitenzahl: 201
    Verlag: S. Fischer Verlage
    Hardcover: 12,99 €
    ISBN: 9783737353878


    Die Autorin


    Alice Hoffman wurde 1952 in New York geboren und lebt derzeit in Boston. Ihre Kinder- und Erwachsenenromane wurden in über 20 Jahre übersetzt und zudem mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Nun legt Hoffman mit „Nachtvogel oder Die Geheimnisse von Sidwell“ einen neuen bezaubernden Roman vor.


    Nachtvogel


    Twig ist mit ihrer Mutter vor langer Zeit nach Sidwell gezogen. Ein idyllisches Städtchen fernab. Doch als die kleine Familie in Sidwell ankommt, sitzt Twig nicht allein auf dem Rücksitz des Wagens ihrer Mutter. Ihr Bruder James sitzt dort ebenfalls, doch James darf niemandem unter die Augen treten. Niemand darf auch nur von ihrem großen Bruder erfahren. Deshalb muss sich auch Twig so unsichtbar wie möglich zu machen, damit keine Gedanken an sie und ihre Familie verschwendet werden. Doch als Julia und ihre Familie in ihre Nachbarschaft zieht und unbedingt Twigs Freundin sein will, ändert sich für das Mädchen alles. Denn Julia lässt sich nicht davon abringen, Twigs beste Freundin zu sein…


    Fazit


    Ein spannendes und unterhaltsames Kinder- und Jugendbuch. Allerdings möchte ich das Buch eher in den Kinderbuchbereich einordnen. So ist auch die Hauptprotagonistin noch sehr jung und kindlich. Trotzdem schlägt sie sich in diesem Buch mit Problemen herum, die für sie sehr schwierig sind. In der Schule kapselt sie sich absichtlich ab, hat keine Freunde, die sie zu Haue besuchen können. Einen einzigen Freund hat sie, den sie auch außerhalb der Schule ab und an treffen kann. Doch niemandem kann sie von ihrem Bruder erzählen. Doch dann taucht Julia auf und bringt mit ihrer lebenslustigen Art alles durcheinander. Twigs Leben wird gehörig auf den Kopf gestellt.


    Der Schreib- und Erzählstil des Buches ist locker, leicht und einfach zu verstehen. An einigen Stellen für mich etwas zu leicht, was aber ebenfalls mit dem Kinderbuchgenre zu erklären ist. Lange ist nicht klar, was genau das Geheimnis von Sidwell ist. Es wird gemunkelt, geflüstert und Gerüchte gestreut. Doch nur Twig und ihre Mutter, die früher ebenfalls ein lebenslustiger Mensch war, wissen über das Geheimnis. Sie können jedoch nicht an die Öffentlichkeit.


    Besonders gut gelungen finde ich die Ausgestaltung des Ortes Sidwell, welches mir sehr anschaulich beschrieben wurde. Dazu kommen die beiden Protagonistinnen, welche neben Twig in die Nachbarschaft ziehen. Die beiden sind sympathisch wie zauberhaft. Sie versuchen Twig aufzumuntern und verschaffen ihr so ein Schlupfloch zurück ins Leben.


    Ein süßes Kinderbuch, was zum Träumen und Fantasieren einlädt. Gut gelungen und sorgte bei mir, nicht nur durch sein wunderschön gestaltetes Cover, für einen unterhaltsamen Nachmittag.


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    Erschienen:
    Juli 2016
    Seitenzahl: 367
    Verlag: Piper Verlag
    Softcover: 12,99 €
    ISBN: 9783492704229


    Die Autorin


    Linea Harris ist seit 2012 selbst als Werbetexterin tätig sowie als Grafikdesignerin. Nach ihrem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Danach veröffentlichte die junge Mutter 2014 ihren ersten Fantasyroman von „Bitter & Sweet“ im Selfpublishing und landete damit einen großartigen Erfolg. Kurz darauf folgten zwei weitere Bände, die ebenfalls zu Bestsellern wurden. Die Thüringerin wohnt heute mit ihrer Familie mitten im grünen Herzen Deutschlands.


    Geteiltes Blut


    Jillians zweites Schuljahr an der Winterford Akademie steht bevor. Nicht nur, dass sie sich ungemein darauf freut, es wird auch alles anders sein in diesem Schuljahr. Denn jetzt ist da ein unglaublich attraktiver Vampir, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht. Als sie jedoch an die Schule zurückkommt, ist die nicht mehr das, was sie einmal war. Gerade von dem der Schule anliegenden Wald scheint eine unsichtbare Bedrohung auszugehen, die Jill nicht einordnen kann. Unbekannte Mächte sind ihrem Geheimnis auf der Spur. Die junge Hexe muss sich mehr denn je auf ihre Aufgabe und Rolle konzentrieren. Ihre dämonische Abstammung muss unter allen Umständen verborgen bleiben.


    Fazit


    Ein unglaublich gelungener zweiter Teil, der mich wirklich überzeugen konnte. Von Beginn an konnte mich der Roman fesseln und halten. Ich mochte ihn gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Protagonistin Jill wartet wieder mit ungeahnten Geheimnissen und Eigenarten auf. Deshalb kommt es auch gleich zu Beginn zu einer großen Katastrophe, welche sich durch das gesamte Buch zieht. Doch genau dieser Aufhänger ist es, welcher sich wie ein roter Spannungsfaden durch das Buch zieht. Ryan ging mir ziemlich auf die Nerven. Ich fand seine Reaktion unpassend und übertrieben. Doch sie brachte für Jill ungeahnt Herausforderungen mit sich, mit welchen sie ihr neues Schuljahr absolvieren muss.


    Der Schreib- und Erzählstil des Buches ist locker, leicht und spannend. Von der ersten Seite an nimmt einen das Buch gefangen. Erneut konnte mich auch die Geschichte nach wenigen Seiten in ihren Bann ziehen. Die beiden Protagonistinnen Ally und Jill sind angenehm und führen den Leser durch die Story. Die Winterfold Akademie scheint jedoch nicht mehr zu sein, was sie einmal war und erscheint sogar ziemlich unheimlich. Jill hat von Beginn an alle Hände voll zu tun. Nicht nur mit seltsamen Mächten, die scheinbar ihr Unwesen treiben, sondern auch mit ihren Gefühlen.


    Besonders gut gelungen finde ich die Ausgestaltung der Eigenschaften, welche die einzelnen Protagonisten haben. Dies gefiel mir bereits im ersten Band und konnte mich auch im Folgeteil fesseln. Die Geschichte zieht ungeahnte Kreise und nimmt immer größere Ausmaße an. Ich bin gespannt, wie es im dritten Teil „Verlorene Welt“ weitergeht.


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    Erschienen
    10. Oktober 2015
    Seitenzahl: 342
    Verlag: Eazybookz Travel
    Broschiert: 14,99 €
    ISBN: 9783941193222


    Der Autor


    Dr. Martin Krengel studierte Wirtschaft und Kulturpsychologie. Er schrieb einige Ratgeber und beendete vor seiner Weltreise noch seine Promotion. Doch nun 30 Jahre arbeiten? Lieber erstmal weg. In seinem Gepäck: Abenteuerlust, viele Experimente mit dem Selbst und die Neugier, was andere so mit ihrem Leben machen. Der begeisterte Kunstturner, Unternehmer und Redner liebt es, auch mal grünäugig und barfuß durch die Welt zu laufen – selbst wenn es unvernünftig scheint.


    Stoppt die Welt


    Wie fühlt es sich an, loszulassen und das Leben zu leben, das du leben möchtest? Dieser Frage geht der Autor des vorliegenden Buches ohne wenn und aber nach. Aber eine Warnung gibt es doch: Wenn du deine Couch liebst, solltest du dieses Buch lieber nicht öffnen. Und zurecht. Martin Krengel nutzt seine Weltreise, um die Menschen, Länder und Kulturen kennen zu lernen, um mit anderen Lebensstilen und anderen Arbeitsformen zu experimentieren. Er wirft einen Blick auf sein eigenes Zeitmanagement und stellt fest, dass es auch anders geht. In einem Durcheinander aus den größten Metropolen der Welt und den entlegensten Orten, wie der Tonga Insel, erlebt er spannende Abenteuer. Doch nicht immer haben diese ein positives Ende. Auch den ein oder anderen „Arschtritt“ muss Martin Krengel einstecken. Trotzdem eine unglaubliche Erfahrung, die er nicht missen möchte.


    Fazit


    Ein wirklich amüsanter und auch fesselnder „Reisebericht“, der über einen typischen Bericht, wie man ihn sich vorstellt hinausgeht. Weit spitzfindiger als manch anderer und unglaublich facettenreich schreibt er über das Reisen und stellt vor allem einen Aspekt in den Vordergrund: Reisen bewegt. Nicht immer sind es nur positive Darstellungen und Erfahrungen werden gemacht, sondern auch negative und auch diese beschreibt der Autor ungeschönt, was ich sehr ansprechend finde. Er beschönigt und verharmlost nichts, sondern beschreibt seine persönlichen Erfahrungen und Empfindungen. Das Ende überraschte mich nach dem Buch auch irgendwie nicht, auch wenn es doch überraschend daherkommt. Doch nach all den Erfahrungen, konnte es kaum ein anderes geben.


    Der Schreib- und Erzählstil ist amüsant und spannend, immer unterbrochen durch zahlreiche Fotografien, mit welchen sich der Leser den Bericht verbildlichen kann. Das finde ich besonders ansprechend. Denn wieso einen Reiserbericht schreiben, wenn der Leser kein Bild vor Augen hat, weil er den Ort einfach noch nicht kennenlernen durfte. Der Autor schafft es, den Leser mit an seine Orte zu nehmen. Von der Mongolei und dem Schlafen in einer Jurte, bis hin zu einer Hängematte auf einer Südseeinseln. Und nicht immer lief alles glatt, das fand ich sehr angenehm.


    Ein wenig anstrengend fand ich zum Ende des Buches jedoch immer wieder dieses Berichten der „Los-lass-Erfahrung“ und dass man das als Leser unbedingt auch mal tun muss. Dass der Autor damit seine Gefühle beschreibt, finde ich angenehm und ansprechend, aber ab und an fühlt es sich wie ein Mantra an, welches man als Leser teilen muss. Dies fand ich an der ein oder anderen Stelle etwas überflüssig. Der Leser fühlt sich angesprochen, mitgenommen und sehr gut unterhalten. Daher konnte mich dieses Buch trotz einiger kleiner negativer Aspekte, auf jeden Fall überzeugen.


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    Titel angepasst. LG, Valentine

    ... mein Leben ruinierte


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    Erschienen:
    22. März 2016
    Seitenzahl: 352
    Verlag: Fischer KJB
    Hardcover: 15,99€
    ISBN: 3737340285


    Die Autorin


    Erin Gough gewann 2013 mit dem Manuskript zu ihrem Debüt ›Herzflattern mit Karamell oder Wie ich in zwei Wochen mein Leben ruinierte‹ einen Nachwuchspreis. Zuvor veröffentlichte sie Kolumnen und Kurzgeschichten. Sie lebt in Sydney, Australien, und liebt Karamell-Milchshakes und Kaffee über alles.


    Herzflattern mit Karamell


    Delilah ist 17 Jahre alt und hat nichts anderes im Kopf als Mädchen und Schule. Gerade das sind zwei nicht zusammenpassende Komponenten. Zumal ihre Schulkameraden ihr das Leben zur Hölle machen. Als ihr Vater überraschend auf Weltreise geht, muss die Jugendliche plötzlich das Familiencafè „Flywheel“ leiten. Das ist schwieriger als gedacht, zumal der bisherige Geschäftsführer nicht mehr aushelfen kann. Allerdings kommt die Situation für Delilah ganz passend, denn die Schule will sie sowieso schmeißen und außerdem hat sie aus dem Café einen viel besseren Blick auf das Nachbarrestaurant und die attraktive Kellnerin Rosa. Für sie und ihren besten Freund Charlie wird das „Flywheel“ zu ihrer eigenen kleinen Welt. Doch dann scheint sich alles und jeder gegen sie zu verschwören.


    Fazit


    Im Roman heißt es immer der Frage nach: Wie viel Flywheel-Spezial-Karamell-Milchshake braucht man wirklich, um ein ruiniertes Leben zu retten? So fühlt sich zumindest Delilah, welche unfreiwillig ins Kreuzfeuer geraten ist. „Herzflattern wie Karamell“ ist ein wirklich bittersüßer und witziger Roman über das Erwachsenwerden sowie das Unabhängigwerden von Eltern und Freunden. Es geht um unmögliche beste Freunde und das Finden wie Behalten der ganz großen Liebe. Das alles ist für Delilah nicht so einfach und dass sie auf Mädchen steht, macht es ihr auch nicht gerade leichter.


    Der Schreib- und Erzählstil ist locker, luftig und wirklich amüsant. Er hat mich wunderbar unterhalten und mir ein paar schöne Stunden am Nachmittag beschert. Den Roman selbst hatte ich innerhalb von zwei Tagen durchgeschmökert. Gerade weil er so bunt, kurzlebig und amüsant ist, kann man sich seinem Charme sehr gut hingeben. Bestechen kann der Roman zudem durch für jeden aktuelle Themen. Denn wer war nicht auch mal jung und fragte sich, ob sich eigentlich alles und jeder gegen einen verschwören hat? Ich definitiv :)


    Ein tolles Buch, welches mir von hinten bis vorn sehr gut gefallen hat. Nicht nur das Cover besticht durch eine unglaublich ansprechende Farbgestaltung sowie eine sommerliche, frische Atmosphäre. Delilah ist eine wirklich sympathische Protagonistin, ebenso wie ihr bester Freund Charlie, der es mit den Frauen wirklich nicht so einfach hat. Doch gemeinsam gehen sie durch dick und dünn und hoffen auch diese Schwierigkeiten gemeinsam durchzustehen.


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    Erschienen:
    Oktober 2015
    Seitenzahl: 318
    Verlag: Freies Geistesleben & Urachhaus
    Hardcover: 17,90 €
    ISBN: 3772526918


    Die Autorin


    Lauren St John wuchs in Zimbabwe in einem Wildreservat auf. Als Kinderbuchautorin machte sie sich einen Namen mit der Afrika-Reihe „Die weiße Giraffe“, „Die Nacht der Delfine“, „Der letzte Leopard“ und „Das Tal der Elefanten“. Als begeisterte Pferdeliebhaberin hat sie nun eine Trilogie für Jugendliche geschrieben, bei welchem es vor allem ums Reiten und Pferde geht. „One Dollar Horse“ ist der erste Band.


    One Dollar Horse


    Casey lebt mit ihrem Vater in einem schäbigen Wohnblock in London. Ihre Zeit verbringt sie am liebsten auf einem Pferdehof, wo sie als Stallmädchen aushilft. Ihr Traum ist es einmal auf dem weltgrößten Turnier im Vielseitigkeitsreiten, den Badminton Horse Trials, zu reiten und dieses natürlich zu gewinnen.
    Eines Tages findet sie auf einem Spaziergang ein wildes und halb verhungertes Pferd, in welches sie sich sofort verliebt. Allerdings hat sie kein Geld, um für das Tier sorgen zu können. Ihr Vater versucht ihr zu helfen, wo er kann, jedoch hat auch er seine Grenzen. Und diese beziehen sich vor allem auf das liebe Geld. Doch Casey will nicht aufgeben und schafft es über einige Hindernisse.
    Doch dann stielt sich ein Junge mit wunderbar dunklen Augen in ihr Leben und Casey scheint ihr Ziel aus den Augen zu verlieren. Sie muss sich auf ihre Karriere konzentrieren…


    Fazit


    Ein wunderbar aufregender Roman voller liebe zum Tier. Die Liebe zum Pferd ist es, welche den Roman so emotional und ansprechend werden lässt. Besonders ansprechend dabei ist die Rolle des Pferdesports, welche dem Leser in diesem Roman vermittelt wird. Die Hauptprotagonistin Casey wird mitten hineingeworfen in ein spannendes Abenteuer und der Leser gleich mit ihr. Die Leidenschaft des Mädchens überträgt sich auf die Atmosphäre des Romans, weshalb man ihn gar nicht wieder aus der Hand legen möchte.


    Der Schreib- und Erzählstil ist einfach, strukturiert und ansprechend. Für meinen Geschmack an einigen Stellen zu einfach und nicht altersentsprechend. Dies gab sich allerdings nach einiger Zeit wieder oder fiel mir nicht mehr so stark auf. Das Thema schaffte es weiterhin mich zu fesseln. An einigen Stellen war die Geschichte ein wenig vorhersehbar, allerdings störte das den Lesefluss nicht wirklich. Es ist nichts Neues, da jedes Mädchen vermutlich irgendwann einmal den Traum einer großen Turnierreiterin vor sich hatte oder diesen noch immer träumt. So auch in diesem Roman.


    Doch gerade die Beziehung des jungen Mädchens zu ihrem Tier ist es, die den Leser wirklich fesselt. Da das Buch auch einige überraschende Momente aufweist, hatte ich auch nicht das Bedürfnis es aus der Hand zu legen. Im Gegenteil, ich würde sehr gern wissen wollen, wie es mit Casey und ihrer Pferdeverliebtheit weitergeht. Einige Handlungsweisen der Protagonisten im Roman waren für mich unverständlich und führten daher ein wenig zu dem Gefühl des Zwanges für die Autorin, noch eine Überraschung herbei führen zu müssen und deshalb die Protagonisten so handeln zu lassen.


    Alles in allem aber ein gelungener Auftakt der „One Dollar Horse“-Trilogie der Autorin.


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    Wir sehen uns dort oben (Pierre Lemaitre, Christian de Metter)


    Erschienen:
    Juni 2016
    Seitenzahl: 176
    Verlag: Splitter Verlag
    Hardcover: 29,80 €
    ISBN: 3958393934


    Die Autoren


    Pierre Lemaitre ist ein französischer Schriftsteller und Drehbuchautor. Für seinen Roman Au revoir là-haut (Wir sehen uns dort oben) wurde er 2013 mit dem bedeutendsten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet.


    Christian de Metter ist französischer Comicbuchautor und schafft mit der Zeichnung von Wir sehen uns dort oben ein ansprechendes Werk.


    Wir sehen uns dort oben


    Nachdem im Jahr 1918 die Gräuel des Ersten Weltkriegs endlich beendet zu sein scheinen und gerade Frankreich versucht, krampfhaft wieder in die Normalität zurück zu finden, gibt es für Kriegsveteranen kaum noch Platz. Zahlreiche Wiederkehrer von den Schlachtfeldern können nichts zum Wiederaufbau des Landes beitragen und sind zu Krüppeln verunstaltet. So ergeht es auch Albert und Edouard. Einer der beiden ist schwer traumatisiert, während der andere entstellt ist. Doch Frankreich hat für Krüppel keinen Platz. So bleibt den beiden nichts anderes übrig, als sich gemeinsam durchzuschlagen. Doch in ihrem Herzen keimt noch etwas anderes als der pure Überlebenstrieb: sie wollen Rache. An demjenigen, der sie verraten hat. Dafür hecken sie einen Plan aus, denn man sieht sich immer zweimal im Leben. Und schließlich stehen sie ihrem Widersacher gegenüber…


    Fazit


    Der vorliegende Comic, welcher eine Verbildlichung des Romans „Wir sehen uns dort oben“ von Pierre Lemaitre ist, beinhaltet das vom Ersten Weltkrieg gezeichnete Frankreich. Zwei vom Krieg ebenfalls gezeichnete Soldaten, Albert und Edouard kommen nach Hause und nichts ist mehr wie es war.


    Der Autor versucht die Gräuel des Ersten Weltkrieges nachzuempfinden. Einen Krieg, den er selbst nie erlebt hat. Seine beiden Hauptprotagonisten jedoch schon. Lemaitre verarbeitet in seinem Buch jedoch viel mehr, menschliche Abgründe, Realitäten fernab jeglicher Vorstellungskraft, Freundschaft und Zusammenhalt. Aber auch Rache, Kriegsgewinner und – Verlierer finden in seinem Buch Erwähnung. Christian de Metter versucht dieses Themenspektrum und den Anspruch des Autors nun in einem Graphic Novel umzusetzen.


    Besonders bei dem gefühlvollen Antihelden Albert, der in jedem Menschen das Gute zu sehen scheint und dem es sichtbar schwer fällt, Rache üben zu wollen, fällt die Lebendigkeit der Figuren im Comic auf. Ihn möchte man an einigen Stellen gern noch einmal darauf hinweisen, was ihm angetan wurde, aber ich denke genau das ist im Roman auch gewollt. Durch eine gebückte Körperhaltung und zahlreiche Mimik und Gestik, wird eine große Melancholie sichtbar, die von Albert ausgeht. Sein Freund Edouard ist entstellt und ihm fehlt jeglicher Lebenswille. Zu seiner Familie will er in seinem Zustand schon gleich gar nicht zurück. Auch er wird unglaublich authentisch dargestellt.


    Besonders durch düstere Farben und schraffierte Szenen, wird die Atmosphäre des Romans gut eingefangen und umgesetzt. Jede Figur erhält durch eine eigenwillige Gestaltung ihren Charakterzug. Auch die schnörkellose Darstellung der Figuren und Sprechblasen, finde ich äußerst passend. Ich denke im Roman spielt die Frage nach dem Helden und dem Antihelden eine wichtige Rolle, dies kommt jedoch im Comic nicht ganz so gut heraus, wie es das im Roman tut. Gerade, weil nicht alle Sprechszenen dargestellt werden können.


    Alles in allem eine gelungene Darstellung eines Romans, welcher unglaublich fesselt und aufwühlt. Dieser Comic fasst besonders für Wenigleser die wichtigsten Punkte zusammen.


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    Das magische Fenster im Bild (Jolanta Lieser)


    Erschienen
    06. November 2015
    Seitenzahl: 172
    Verlag: Renaissance Verlag Marburg
    Hardcover: 14,95 €
    ISBN: 978-3939442936


    Die Autorin


    Schon in ihrer Kindheit liebte Jolanta Lieser fantasievolle und phantastische Geschichten. Von fantastischen und anderen Wesen träumte sie bereits damals und tut es noch heute. Heute jedoch schreibt sie selbst über diese Wesen und entwirft fantasievolle Welten und Geschichten für kleine wie große Leser. „Das magische Fenster im Bild“ ist ihr Debütroman.


    Das magische Fenster im Bild


    Kaya ist genervt. Heute fangen die Ferien an und all ihre Freunde fahren weg. Es ist keine Schule und sie sieht sich schon die gesamten Ferien gelangweilt zuhause sitzen. Schon ist sie fast den Tränen nah. Auch ihre Eltern, die viel arbeiten müssen, haben keine Zeit für sie. Als sie eines Tages wieder einmal allein und gelangweilt zuhause ist entdeckt sie an der Wohnzimmerwand ein Bild, welches ihr bisher nie aufgefallen ist. Es zeigt ein Fenster, durch welches man eine wunderschöne Landschaft sehen kann. Dieses Bild birgt ein Geheimnis, denn es ist gleichzeitig ein Tor in eine andere, fantastische Welt, von welcher Kaya zunächst nichts ahnt. Doch plötzlich sind ihre Ferien alles andere als langweilig und es beginnt eine spannende Reise durch diese neue Welt.


    Fazit


    Ein wunderschön gestaltetes Kinderbuch, welches vor allem durch sein eigenhändig gestaltetes Cover ins Auge springt. Auch das Buch selbst ist im Inneren mit tollen Zeichnungen ausgestattet, welche eine wunderbare Abwechslung bieten und Bilder erzeugen, mit welchen man sich sehr gut ins Geschehen hinein denken kann. Für mich hätten es gern noch ein paar mehr dieser wunderbaren Bilder sein können, welche dieses Buch so besonders machen. Das Buch ist in fünf kleine Abenteuer eingeteilt, welche selbst noch einmal in Kapitel unterteilt sind. Diese fünf Geschichten sind die Abenteuer, welche Kaya in der Welt hinter dem magischen Fenster erlebt. So hat der Leser den Überblick und findet sich gut zurecht.


    Der Schreib- und Erzählstil des Buches ist angenehm, locker und sehr einfach gehalten. Daran merkt man auch den Kinderbuchcharakter, was der Geschichte selbst aber keinen Abbruch tut. Die Hauptprotagonistin Kaya findet sich in einer Welt voller Hexen, Zwergen, sprechenden Katzen, bösen Feen und anderen Schattenwelten und wesen wieder. Zunächst kommt es ihr alles wenig geheuer vor, wie man auch als Leser sehr gut nachvollziehen kann. Doch schließlich kommt sie sehr gut zurecht und muss den anderen Protagonisten bei gefährlichen Aufgaben beistehen. Spannung wird aufgebaut, da der Leser nie weiß, was auf ihn zukommt und man wird mitten hinein in diese unbekannte Welt geworfen.


    Für mich schien das Buch eine Mischung aus „Alice im Wunderland“ und „Der Zauberer von Oz“ zu sein. Einige Wesen und auch Abenteuer erinnerten mich an diese beiden unglaublich tollen Kinderbücher. Gerade zum Vorlesen finde ich dieses Buch sehr gut geeignet. Ich selbst fand es für meine Altersstufe etwas einfach gehalten, aber ich denke das ist auch nicht der Anspruch, den dieses Buch für sich trägt. Auch für Leseanfänger eignet es sich sehr gut, da auch die Schrift sehr groß ist. Alles in allem ein süßes Lesevergnügen, welches mich im Urlaub begleiten durfte und mir auch recht viel Spaß gemacht hat.


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    ... Eier, der Wolf und Omas Kleiderschrank


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    Erschienen:
    24. Februar 2016
    Seitenzahl: 32
    Verlag: Verlag Freies Geistesleben
    Hardcover: 15,90€
    ISBN: 978377527913


    Die Autorin
    Diane und Christian Fox haben in den vergangenen 26 Jahren schon mehr als 40 Kinderbücher gemeinsam gestaltet. Christyan hat darüber hinaus noch 37 weitere Bücher verschiedener Autoren illustriert. Nach ihrem gemeinsamen Graphic Design-Studium an der Universität Middlesex verfolgte zunächst jeder für sich seine Karriere, bis sie herausfanden, wie gut sie zusammenarbeiten. Sie leben mit ihren drei Kindern in der Nähe von London.
    Die Katze, der Hund, Rotkäppchen, die „explodierenden“ Eier, der Wolf und Omas Kleiderschrank (Diane und Christyan Fox)


    Das Vorlesen einer Geschichte oder eines Märchens kann manchmal mindestens so abenteuerlich sein wie die Geschichte selbst. Die Geschichte von Rotkäppchen und dem bösen Wolf ist anders als das herkömmliche Märchen vermuten lässt. Die Katze will dem Hund das Märchen vom Rotkäppchen vorlesen, doch der Hund hat immer noch eine Frage und will es immer noch ein bisschen genauer wissen. Davon hat die Katze schnell die Nase voll, da sie einfach nicht zum Zug kommt. Denn der Hund vermischt nicht nur Elemente des Märchens selbst, sondern mischt auch Fantasy-Elemente mit unter das altbewährte Märchen.


    Fazit
    Das Märchen von Rotkäppchen und dem bösen Wolf kennt heute vermutlich jeder. Doch in „Die Katze, der Hund, Rotkäppchen, die „explodierenden“ Eier, der Wolf und Omas Kleiderschrank (Diane und Christyan Fox)“ ist das Märchen völlig anders, als man es bisher kennen könnte. Als Katze versucht dem Hund die Geschichte von Rotkäppchen zu erzählen, doch Hund unterbricht sie immer wieder. Zunächst glaubt er an eine Superhelden-Geschichte. Diese beinhaltet explodierende Eier, den Laser der Liebenswürdigkeit und einen Schleuderkorb. Doch davon will die Katze nichts wissen und die beiden kommen kaum auf einen grünen Zweig.


    Der Schreib- und Erzählstil des Buches ist so ungewöhnlich wie originell, denn die Geschichte von Rotkäppchen wird immer wieder durchbrochen von Diskussionen der Katze und des Hundes. Ebenso die wunderschönen Illustrationen im Buch selbst unterbrechen die Geschichte und sorgen für Auflockerung. Der Streit der beiden Protagonisten wird im Comic-Stil dargestellt. Dabei dürfen auch die kleinen Neckereien zwischen den beiden nicht fehlen.


    Die beiden sind im wahrsten Sinne des Wortes wie „Hund und Katz“. Beide wollen die Geschichte hören, aber beide erfahren diese auf unterschiedliche Art und Weise. Das ist auch für Kinder eine tolle Idee, wie ich finde. Sie tauchen in das Märchen ein und befinden sich im nächsten Moment wieder in ihrem eigenen Heim.


    Ich finde ein wenig schade, dass wenig ökonomisch gearbeitet wurde und teilweise nur eine kleine Zeichnung auf der Seite zu sehen ist, welche auch nicht viel Text beinhaltet. Für Kinder ist das Buch wunderschön farblich gestaltet, allerdings sollten auch Kinder Umweltwerte beigebracht kriegen.


    Trotzdem brachte mich das Buch zum Lachen und Schmunzeln. Ich fand es sehr unterhaltsam und kann es als Kinderbuch guten Gewissens weiter empfehlen.
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    These Broken Stars – Lilac und Tarver (Amie Kaufman/Meagan Spooner)


    Erschienen:
    Mai 2016
    Seitenzahl: 496
    Verlag: Carlsen Verlag
    Hardcover: 19,99 €
    ISBN: 978-3-551-58357-4


    Die Autorinnen


    Amie Kaufman wuchs in Australien und Irland auf und hatte als Kind das Glück, in der Nähe einer Bücherei zu wohnen. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Hund Jack in Melbourne und schreibt Science-Fiction- und Fantasy-Romane für Jugendliche. Sie liebt Schokolade und Schlafen, hat eine riesige Musiksammlung und einen ganzen Raum voller Bücher.


    Meagan Spooner wuchs in Washington, D.C., auf. Sie las und schrieb schon als Kind in jeder freien Minute, träumte damals aber noch von einer Karriere als Archäologin, Meeresbiologin oder Astronautin. Heute lebt sie ihre Abenteuerlust beim Schreiben und beim Reisen aus. In ihrer Freizeit spielt sie Gitarre, Videospiele und mit ihrer Katze.


    Lilac und Tarver


    Lilac und Tarver – ungleicher, wie man nicht sein kann und trotzdem miteinander verbunden. Lilac gehört einer großen Familie an, die auf der Icarus allen bekannt sein dürfte. Doch Tarver scheint sie bei ihrem ersten Treffen nicht zu erkennen und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. Als die beiden auf einem fremden Planeten landen, versuchen sie alles, um dort überleben zu können. Doch das ist gar nicht so einfach. Allerdings bemerken beide schnell, dass mit dem Planeten etwas nicht stimmt und, dass sie sich aufeinander verlassen müssen, um auf dem Planeten überleben zu können. Besonders der verwöhnten Lilac scheint das recht schwer zu fallen. Allerdings lernt Tarver an ihr bald ganz andere Seiten kennen, die er so nicht vermutet hatte. Doch der Planet macht es den beiden immer schwerer, nicht den Verstand zu verlieren…


    Fazit


    Das vorliegende Buch fiel mir vor allem durch seine wunderschöne Covergestaltung ins Auge. Zu sehen sind zwei halbe Gesichter, welche wohl Lilac und Tarver darstellen sollen. Umspielt werden diese Gesichter von leuchtenden Sternen, was den Titel „These Broken Stars“ wunderbar unterstreicht. Den Titel finde ich mehr als passend, da wir uns in diesem Roman in einer anderen Galaxy, bzw. zunächst auf einem Raumschiff, der Icarus, befinden. Dort lernen sich die beiden Protagonisten kennen. Tarver ist ehemaliger Soldat und Lilac ist die Tochter einer großen und angesehenen Familie auf der Icarus. Ihr Vater sorgt dafür, dass ihr kein Mann zu nahe kommt und sie zu niemandem, außer ihren Freundinnen eine nähere Beziehung eingehen kann. Daher benimmt sich Lilac auch Tarver gegenüber ziemlich kalt, was der junge Mann natürlich nicht verstehen kann.


    Der Schreib- und Erzählstil gefiel mir sehr gut. Ich kam leicht in das Geschehen hinein und konnte mich auch gut in die beiden Hauptprotagonisten, auf welches sich das Buch größtenteils bezieht, hineinversetzen. Gerade der Anfang konnte mich richtig fesseln und bis zur Hälfte des Romans konnte ich das Buch auch nicht mehr aus der Hand lesen. Allerdings schien es ab diesem Zeitpunkt ein wenig eintönig zu werden. Die Handlung ging nicht voran und wurde für mich auch leider ein wenig zu surreal. Ich konnte dem Geschehen nicht mehr wirklich folgen und ertappte mich häufiger dabei, das Buch aus der Hand zu legen.


    Da ich durch die Empfehlung einer Freundin an das Buch gekommen war, wurde ich nun leider ein kleinwenig enttäuscht. Auch die großen Gefühle, welche die Geschichte tragen, kamen bei mir leider nicht wirklich an. Trotzdem fand ich die Idee des Romans richtig gut, allerdings die fantastischen Elemente, welche sich vor allem auf den Planeten beziehen, weniger. Dies war jedoch nur ein kleiner Wermutstropfen, der sich durch den Roman zog. Alles in allem hat mir das Buch richtig gut gefallen, allerdings hätte es für mich weniger Fantasy-Elemente benötigt.


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    Black Blade – Das dunkle Herz der Magie (Jennifer Estep)


    Erschienen:
    2. Mai 2016
    Seitenzahl: 384
    Verlag: ivi (PIPER Verlag)
    Softcover: 14,99 €
    ISBN: 3492703569


    Die Autorin


    Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Tennessee. Bei Piper erscheinen ihre Serien um die »Mythos Academy«, »Black Blade« sowie die Urban-Fantasy-Reihe »Elemental Assassin«.


    Das dunkle Herz der Magie


    Seit Lila die Wächterin von Devon Sinclair geworden ist, fehlt es ihr an einem sicher nicht mehr: Essen. Aber auch an Langeweile, denn sie hat alle Hände voll zu tun. Als sie dann auch noch überraschend beim „Turnier der Klingen“ antreten muss, versteht sie die Welt nicht mehr. Sie soll die Familie Sinclair vertreten, dabei aber auch gegen Devon und Felix antreten. Doch sie möchte ihren Freunden alles andere als schaden. Teilnehmer am Turnier sind jedoch auch die Draconis, denen es Lila am allermeisten heimzahlen möchte. Schon allein, um ihre Mutter zu rächen, die von Victor Draconi ermordet wurde. Während des Turniers geschehen plötzlich seltsame „Unfälle“, die sich keiner erklären kann. Scheinbar möchte da jemand um jeden Preis gewinnen. Ein Mörder hat es zudem auf die Monster in Cloudburst Falls abgesehen und Lila will unbedingt herausfinden, wer das ist.


    Fazit


    Ein toller zweiter Teil, der seinem Vorgänger in nur wenigen Aspekten nachsteht. Ich kam unglaublich schnell in das Geschehen hinein und konnte mit Lila und ihren Freunden mitfiebern. Besonders Devon fand ich in diesem Roman mehr als ansprechend. Er gefiel mir sogar fast noch ein wenig besser als im 1. Teil der „Black Blade“-Trilogie von Jennifer Estep. Auch Felix ist sympathisch und amüsant wie eh und je. Ich habe das Buch verschlungen und konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen, nachdem ich einmal damit begonnen hatte.


    Der Schreib- und Erzählstil ist einfach und ansprechend. Er ist locker, leicht und wenig umständlich, sodass man schnell wieder in die Geschichte einsteigen konnte. Ich hatte im Gegensatz zum ersten Buch ein wenig das Gefühl, dass es der Autorin nicht ganz gelang, tief in die Sache einzusteigen. Der erste Band konnte mich noch ein wenig mehr fesseln, wobei dies häufig eine Schwierigkeit zweiter Bände ist.
    Die Geschichte mit Magie und Monstern finde ich noch immer sehr originell und andersartig. Es hat wenig zu tun mit den Geschichten, die man zu diesen Themen sonst kennt. Das gefällt mir richtig gut.


    Familiengeheimnisse, Intrigen und Finsterlinge. Dieser Roman bietet alles auf, was das Fantasy-Jugend-Leserherz begehrt. Meines kann sich jedenfalls nicht beschweren. Besonders die Mischung aus Magie, Emotion und actiongeladenen Kämpfen gefiel mir in diesem Roman sehr gut. Dabei kam auch die Beziehungsebene nicht zu kurz, auf welche ich jetzt aus „Spoiler“-Gründen nicht näher eingehen möchte.


    Diese Fortsetzung ist wahnsinnig unterhaltsam und kurzweilig, sodass ich mich sehr auf den dritten Band freue.


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    Erschienen:
    01.April 2016
    Seitenzahl: 384
    Verlag: ivi (PIPER Verlag)
    Softcover: 12,99€
    ISBN: 3492704212


    Die Autorin


    Die Autorin Linea Harris ist seit 2012 als Werbetexterin und Grafikdesignerin tätig. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zur Bürokauffrau veröffentlichte die junge Mutter 2014 ihren ersten Fantasyroman "Bitter&Sweet - Mystische Mächte", dem zwei weitere Teile folgten. Die Thüringerin bewohnt heute mit ihrer Familie einen idyllischen Ort inmitten des grünen Herzen Deutschlands und arbeitet derzeit an weiteren Projekten.


    Mytische Nächte


    Jillian ist 17 Jahre alt und wohnt bei ihrer Tante. Als diese ihr eröffnet, dass sie eine Hexe sein soll, kann Jillian es nicht glauben. Doch es kommt anders als gedacht und Jillian soll nun auch die Winterfold Akademie besuchen, um ihre magischen Kräfte zu trainieren und besser kennen zu lernen. Gemeinsam mit anderen Schülern, welche ebenfalls magische Kräfte aufweisen und sich als Werwölfe und Vampire entpuppen. Die junge Frau muss sich in dieser neuen Welt zurecht finden und vor allem lernen zu überleben. Das ist schwieriger als erwartet, doch schnell trifft sie neue Freunde, welche ihr helfen wo sie nur können. Das hat Jillian auch bitter nötig, denn die dunklen Mächte sind ihr schon auf den Fersen.


    Fazit


    Ein unglaublich spannender erster Teil der neuen Bitter & Sweet – Reihe von Linea Harris. Mir hat der Auftakt sehr gut gefallen und ich möchte unbedingt mehr von Jillian und ihren Freunden lesen. Die Genannte ist eine sympathische Protagonistin, welche mir von Beginn an ans Herz gewachsen ist. Ich konnte mit ihr mitleiden, als ihre Tante ihr die magischen Kräfte offenbarte und ihre Gefühle teilen, als sie an die neue Schule kam. Doch natürlich ist sie nicht die einzige neue Schülerin, was ihr den Einstieg etwas vereinfachte.


    Der Schreib- und Erzählstil der Autorin Linea Harris ist sehr ansprechend. Sie konnte mich gut unterhalten und mit ihrem Stil fesseln. Gut gefallen hat mir auch die Beschreibung der einzelnen Protagonisten. Allerdings fand ich die Perfektheit Jillians ein wenig anstrengend. In jeglicher Hinsicht verkörpert sie die perfekte Magierin. Sie hat tolle Freunde, mehr Kräfte als die anderen und begibt sich ständig in Gefahr. Diese Perfektheit stört leider das Buch ein wenig, da der Leser vergeblich nach Ecken und Kanten sucht, welche eine Geschichte erst PERFEKT werden lassen. Auch das immer wiederkehrende Element der „Freundschaft – düsterer Junge, der einen erst nicht an sich heran lässt – Liebe“, welche sich einbettet in eine wunderbare Freundschaft zwischen drei Menschen und letztlich immer wiederkehrenden Gefahren ausgesetzt ist.
    Das ist eine Geschichte, die man aus zahlreichen anderen Romanen bereits kennt.


    Trotzdem fand ich den ersten Teil sehr gut und möchte gern wissen, wie es mit Jillian und co. weitergeht. Besonders ansprechend fand ich das Cover, wobei es mich ein wenig an die „Mythos Academie“-Reihe erinnerte.


    Die Autorin findet jedoch ihren eigenen Stil und ihr gelingt es den Leser trotz bekannter Elemente in ihren Bann zu ziehen.


    3ratten / 4ratten
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    Erschienen:
    18. Januar 2016
    Seitenzahl: 384
    Verlag: Ravensburger Verlag
    Taschenbuch: 14,99€
    ISBN: 3473401358


    Die Autorin


    Sarah Darer Littmann schreibt nicht nur Jugendromane, sondern auch politische Kolumnen für Erwachsene. Sie lebt in Connecticut und gibt Kurse für kreatives Schreiben an der Western Connecticut State University.


    Die Welt wär besser ohne dich


    Lara kann es nicht glauben. Zum ersten Mal ist sie richtig verliebt. Seit sie mit Christian chattet, kann sie nichts und niemand mehr aus der Laune bringen. Schon gar nicht ihre ehemals beste Freundin, welche sie nun zu verachten scheint. Doch plötzlich wendet sich das Bild und Christian scheint sie ganz und gar nicht mehr toll zu finden. Er schreibt ihr fiese Kommentare auf die Pinnwand und auf ihre Privatnachrichten antwortet er nicht mehr. Andere Schulkameraden von Lara schließen sich an. Bis Lara nicht mehr kann und eine folgenschwere Entscheidung trifft…


    Fazit


    Ein unglaublich berührendes Buch über das Thema Mobbing unter Mitschülern. Die Hauptprotagonistin Lara wird immer wieder Opfer von Mobbing-Attacken ihrer Klassen- und Schulkameraden. Vor allem über die Social Network-Plattformen wie Facebook und Co. scheinen ihre ehemaligen Freunde keine Hemmungen zu haben. Hat erstmal einer angefangen, schließen sich all die anderen an und das ganze endet in einer Art Schneeball-System, aus welchem Lara mit eigener Kraft nicht mehr heraus zu kommen scheint.


    Der Schreib- und Erzählstil des Buches ist sehr angenehm und es liest sich locker und flüssig. Besonders gut haben mir die verschiedenen Sichtweisen im Buch gefallen, welche in unterschiedlichen Kapiteln zum Tragen kommen. Auf der linken und rechten Seite unten, neben den Seitenzahlen stehen dann die Namen der erzählenden Protagonisten. Damit ist dem Leser immer klar, aus welcher Perspektive gerade berichtet wird.


    Das Thema an sich ist emotional und herzzerreißend. Jeder weiß, dass Kinder grausam sein können. Aber so grausam? Lara hat es wirklich nicht leicht und kann einem wirklich leid tun. Die Mobbing-Attacken ihrer Mitschüler gehen weit über das menschlich zumutbare hinaus und der Leser kann Laras Schritt durchaus verstehen. Allerdings ist er weitreichender, als die junge Frau denken konnte. Denn ihre Entscheidung betrifft ihre ganze Familie, inklusive ihrer kleinen Schwester.


    Wirklich ein Buch, welches einen nicht so schnell wieder loslässt und noch lang fesselt.


    3ratten / 4ratten
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