Beiträge von LieLu

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Erschienen:
    Juli 2015
    Seitenzahl: 304
    Verlag: Thienemann Verlag
    Hardcover: 14,99 €
    ISBN: 978-3522184038


    Der Autor


    Patrick Hertweck, geboren 1972, bereiste nach dem Abitur mit dem Fahrrad viele Gegenden Europas, arbeitete danach im Management eines Medienunternehmens und beschloss irgendwann, seine heimliche Passion zum Beruf zu machen. Seither lebt und arbeitet der Vater von drei Söhnen als freier Schriftsteller in Freiburg im Breisgau.


    Maggie und die Stadt der Diebe


    New York 1870, die 13jährige Maggie irrt durch die zahllosen Gassen von New York, die von Bettlern gesäumt sind und als Slums von Manhattan bekannt sind. Sie ist ziellos und wird verfolgt. Denn Maggie wurde aus ihrem Waisenhaus entführt und wird nun gejagt. Leider hat sie keine Ahnung, was die geheimnisvollen Männer von ihr wollen. Bei den 40 Little Thieves, einer Bande junger Diebe, kann Maggie vorerst unterkommen. Doch vor allem der Anführer der Jungs, Goblin, scheint ein Problem mit ihr zu haben. Zum Glück nimmt sich Tom ihrer an und die beiden werden Freunde. Doch Maggie muss sich endlich ihrer Vergangenheit stellen. Zusammen mit den 40 Little Thieves macht sie sich auf die Suche nach Antworten.


    Fazit


    Eine spannende Geschichte rund um New York im Jahr 1870 und ein junges Mädchen. Aufmerksam auf den Roman wurde ich durch das interessant und ansprechend gestaltete Cover, welches mir ins Auge sprang. Der Titel erinnerte mich ein wenig an Cornelia Funkes „Der Herr der Diebe“ und auch das Cover brachte ich damit in Verbindung. Da ich dieses Buch geliebt habe, musste ich unbedingt auch „Maggie“ lesen. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten im Geschehen und konnte sehr gut mit dem 13jährigen Mädchen mitfühlen. Die Hauptprotagonistin Maggie hat es nicht einfach. Nicht nur, dass sie entführt wurde und ihren Peinigern fliehen konnte, nun irrt sie ziellos umher, wird immer noch verfolgt und weiß nicht wohin. Die 40 Little Thieves sind ein bunt zusammen gewürfelter Haufen von Jungen und Mädchen, die sich durchschlagen müssen. Durch Diebestouren können sie sich über Wasser halten.


    Der Schreib- und Erzählstil des Romans ist sehr ansprechend und konnte mich fesseln. Auch wenn das Buch in der Mitte der Geschichte für mich ein wenig langatmig wurde, wollte ich wissen, wie es ausgeht und was hinter all dem steckt. Der Schreibstil ist „kindgerecht“ und dem vorgegebenen Alter von 11 bis 13 Jahren angemessen. Maggie an sich erinnerte mich mit ihrem Charakter sehr an Ronja Räubertochter. Auch von anderen Adaptionen habe ich schon gelesen, allerdings finde ich schon, dass Hertweck es schafft seine eigene Protagonistin zu erschaffen, die eigenständig leben kann. Es war nicht unbedingt eine Assoziation mit Pipi Langstrumpf oder Ronja Räubertochter nötig. Die Diebesbande erinnerte allerdings ebenfalls an den „Herr der Diebe“.


    Für mich tat dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch und ich fand das Buch durchaus lesenswert. Für mich eine schöne Geschichte für zwischendurch, die mir einen amüsanten Nachmittag beschert hat.


    3ratten / 4ratten
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    Erschienen:
    Juni 2010
    Seitenzahl: 128
    Verlag: Bassermann Verlag
    Hardcover: 12,99 €
    ISBN: 978-3-572-08017-5


    Die Autorin


    Reglindis Rohringer besuchte eine Grafikschule und Kunstakademie in Italien. Sie lebt heute in Deutschland auf einem ehemaligen Bauernhof, in einem zum Wohnhaus umgebauten Stall, mit alten Möbeln und hat rundherum einen großen, verwunschenen Garten.


    Das Beste aus meinem Garten


    Ein Rezeptbuch, frei nach den vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter gestaltet, welches mit passenden Rezepten zum jeweiligen Anlass aufwartet. Die Autorin präsentiert einen Mix aus köstlichen und verführerischen Rezepten aus dem eigenen Garten. Geeignet zum Einmachen von Früchten aus dem eigenen Anbau, aus Garten, Feld, Wald und Wiese. Die Autorin träumte schon immer vom Leben auf dem Lande und lebt nun in einem ehemaligen Bauernhof, in einem zum Wohnhaus umgebauten Stall. Rundherum gibt es einen großen Garten voller Rosen, Lavendel, Salbei, Löwenzahn und Gänseblümchen.


    Marmeladen, Liköre, Säfte, selbst gemacht


    Ein wunderschön illustriertes Rezeptbuch der Autorin Reglindis Rohringer, die mit Kräutern und Produkten aus ihrem eigenen Karten einzigartige Produkte herstellt. Vor allem Marmeladen, aber auch Liköre, Säfte und Gelees werden in eigener Herstellung fabriziert und haltbar gemacht. Ins Auge gesprungen ist mir das Rezeptbuch zunächst durch sein bunt gestaltetes Cover. Zudem lädt es mit dem Titel „Das Beste aus meinem Garten“ zum Selbstmachen und zur eigenen Herstellung ein. Die bunte Illustration zieht sich durch das gesamte Rezeptbuch und wartet auf jeder Seite und mit jedem neuen Rezept erneut mit tollen Bildern auf.


    Die Rezepte selbst sind immer ähnlich gestaltet. Als Überschrift steht das herzustellende Produkt, wie beispielsweise ein „Löwenzahnlinkör“. Passend dazu ist die Seite wunderschön mit einem Löwenzahn, dessen lateinischem Namen und den Samen des Löwenzahns verziert, welche durch die Seite fliegen. Die Seite ist folgend tabellenartig angerichtet. In der linken „Spalte“ ist die Herstellung erklärt. Meist in 3-4 Schritten und sehr einfach gehalten, sodass auch weniger passionierte Köche das Rezept leicht nachkochen können. Auf der rechten Seite finden sich oberhalb die Zutaten mit Mengenangaben. Darunter sind die Rahmenbedingungen, wie Schwierigkeitsgrad, Reifezeit, Hilfsmittel, Ergiebigkeit und Haltbarkeit angezeigt. Diese einzelnen Kategorien sind noch einmal mit schönen, niedlichen wie ansprechenden Illustrationen gestaltet.


    Besonders schön fand ich die einfache Herstellung sowie die persönlich gestalteten Seiten. So gibt es einzelne Rezepte, wie beispielsweise die „Veilchen-Liköre“ oder auch der „Rosensirup“, die „handschriftlich“ illustriert sind, sodass es scheint, als hätte die Autorin es gerade schnell eingetragen. Die Rezepte sind in einer übersichtlichen Menge angegeben und überhäufen den Koch auch nicht. Auf den letzten Seiten gibt es dann noch einmal Tipps, um die Früchte der Natur haltbar zu machen. Eine sinnvolle Ergänzung für jede Hausfrau. Auch die letzten freien Seiten, um selbst Rezepte einzutragen, finde ich angebracht.


    Alles in allem wirklich ein tolles Rezeptbuch, welches sich auch gut weiter verschenken lässt. Ich habe schon das ein oder andere Rezept ausprobiert und finde es sehr einfach und ansprechend. Die hergestellten Produkte sind wunderbar geworden.


    5ratten
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    Erschienen:
    August 2015
    Seitenzahl: 736
    Verlag: Goldmann Verlag
    Taschenbuch: 9,99 €
    ISBN: 978-3442482542


    Die Autorin


    S.C. Stephens ist eine New-York-Times- und USA-Today-Bestsellerautorin. Sie verbringt jede freie Minute damit, sich Geschichten auszudenken – Romane voller Gefühle, Leidenschaft und Liebe. Der überwältigende Erfolg der Thoughtless-Trilogie hat sie überrascht, aber auch darin bestätigt, das Schreiben zum Beruf zu machen. Stephens lebt im wunderschönen Pazifischen Nordwesten in Amerika mit ihren zwei ebenso wunderschönen Kindern.


    Careless


    Kiera und Kellan sind endlich glücklich. Nichts scheint ihnen mehr im Weg zu stehen, nachdem die beiden symbolisch geheiratet haben. Allerdings sind die D-Bags über Nacht berühmt geworden und nun steht der Sänger selbst im Mittelpunkt. Auch er ist über Nacht zum Superstar geworden. Als die Bandmitglieder nun auf Tour gehen, schließt sich Kiera ihnen an, um einen Roman zu verfassen. Doch so ist auch Kieras Beziehung plötzlich im Schein der Öffentlichkeit. Doch die Presse sagt nicht immer die Wahrheit und verbreitet Lügen, sodass die Fans nicht mehr wissen, was sie glauben sollen. Auch die D-Bags werden manipuliert. Doch kann Kellan und Kieras Beziehung die Wirrungen und Lügen überstehen?


    Fazit


    Ein leidenschaftliches Finale dieser „Toughtless“-Trilogie. Kiera ist wie auch in den Teilen zuvor mir eine sehr angenehme Protagonistin gewesen. In Band eins und zwei fand ich sie des häufigen etwas nervig und auch an einigen Stellen überzogen. In diesem Teil jedoch schafft sie es eine angenehme Balance zu finden und Kellan nicht für alles verantwortlich zu machen. Auch Kellan versucht alles, um ihre Beziehung nicht zu gefährden. Ab und an sind mir persönlich die Liebeleien etwas viel, aber das bringt die Trilogie mit sich. Ich fand vor allem Kieras Freundinnen Jenny und co. sowie ihre Schwester Anna großartig. Sie erden die junge Frau und stehen hinter ihr sobald es Probleme gibt. Auch mit ihrem Exfreund Denny scheint sich die Situation entspannt zu haben, auch wenn es ab und an noch ein wenig seltsam zwischen ihnen ist.


    Der Schreib- und Erzählstil des Romans ist angenehm und man kommt trotz der Fülle des Romans (736 Seiten!) sehr gut voran. Ich hatte das Buch innerhalb von drei Tagen durchgeschmökert, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. An einigen Stellen ist es minimal langatmig, sonst wartet es mit tollen Spannungselementen auf und der Leser möchte immer wissen, wie es weiter geht. Doch gerade das Ende, auf welches ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen werde, kam so plötzlich und unerwartet, das hätte ich so gar nicht vermutet und war angenehm überrascht.


    Alles in allem wirklich ein gelungener Abschluss der Trilogie, die mir insgesamt bis auf ein paar kleiner Macken doch sehr gut gefallen hat. Diese leidenschaftlichen, romantischen, teilweise etwas „schmalzigen“ Liebesromane werden wohl nie mein Lieblingsgenre, aber für zwischendurch hin und wieder einen davon zu lesen finde ich doch sehr erfrischend.


    Hier noch einmal die Bände im Überblick:


    "Thoughtless" (Band 1 der Thoughtless-Trilogie) ist im April 2015 erschienen.
    "Effortless" (Band 2 der Thoughtless-Trilogie) ist im Juni 2015 erschienen.
    "Careless" (Band 3 der Thoughtless-Trilogie) ist im August 2015 erschienen.


    4ratten
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    Titel angepasst. LG, Valentine

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    Erschienen:
    November 2015
    Seitenzahl: 4100
    Verlag: Cbt Verlag
    Hardcover: 16,99 €
    ISBN: 978-3570161210


    Die Autorin


    Tanja Heitmann wurde 1975 in Hannover geboren. Sie arbeitet in einer Literaturagentur und lebt mit ihrer Familie auf dem Land. Ihr Debütroman "Morgenrot" war ein sensationeller Erfolg und stand monatelang auf den Bestsellerlisten. Zuletzt bei Heyne erschienen: "Traumsplitter". Die "Schattenschwingen"-Reihe, ihre erste Jugendfantasy, wurde von Presse und Publikum ebenfalls begeistert aufgenommen.


    Nebelsilber


    Edie und ihr Vater haben genug von Menschen und Herzschmerz. Gemeinsam ziehen sie in ein altes Familienhaus am Rande eines Waldes im abgelegenen Örtchen Wasserruh. Viele Mythen und Legenden ranken sich um den Ort, in dem vor Jahren ein Junge verschwunden sein soll. Nun taucht Silas plötzlich wieder auf, angeblich angelockt von Edie. Doch die ist sich keiner Schuld bewusst. Sie weiß jedoch, dass sie eine besondere Gabe besitzt. Der unheimliche Nebel, der Wasserruh ständig heimsucht und auch die vielen Sagen, machen Edie nervös, denn sie versuchen Silas zurück in die Nachtschatten im Erdreich von Wasserruh zu locken. Doch Edie will dem geheimnisvollen Jungen helfen und stürzt sich mit ihm ins Abenteuer. Schnell muss sie feststellen, dass dies gefährlicher ist, als sie ahnte.


    Fazit


    Ein Roman über Mythen, Legenden und unheimlichen Nebel, welcher vor allem durch sein wunderschönes Cover überzeugen konnte. Edie ist zu Beginn eine angenehme Protagonistin, die mir sehr gut gefiel. Sie und ihr Vater Harris verstehen sich gut und brauchen beide eine Auszeit. Durch das schöne Cover angesprochen, welches die unheimliche, düstere, aber auch fantastische Landschaft rund um Wasserruh widerspiegelt, musste ich dieses Buch lesen. Der Einstieg gelang mir auch sehr gut, da die Geschehnisse nachvollziehbar waren. Vor allem das Örtchen fand ich sehr gut beschrieben. Auch die Protagonisten, welche zu Beginn auftauchen, wie zum Beispiel die ein wenig seltsame Nachbarin Rodriga, zu welcher Edie häufig flüchtet, sind recht spannend beschrieben.
    Nach einer kurzen Einleitungsphase mit Landschafts- und Personenbeschreibungen begann das Buch für mich jedoch ein wenig absurrt zu werden. Ein Junge, Silas, ist vor vielen Jahren im Alter von 7 Jahren verschwunden. Nun taucht er plötzlich wieder in Wasserruh auf, als Siebzehnjähriger. Als er Edie kennenlernt, ist er sich sicher, dass sie ihn zurück gebracht hat. Das wäre für mich noch nachvollziehbar, aber im Laufe des Romans tauchen immer wieder Ereignisse und Geschehnisse auf, die ich nicht nur unsinnig, sondern auch absolut nicht nachvollziehbar finde. Ich mag Fantasy, aber hier konnte ich einiges nicht nachvollziehen.


    Der Schreib- und Erzählstil der Autorin war zu Beginn des Romans sehr ansprechend und ich hatte große Freude am Buch. Durch das Auftauchen immer seltsamerer Gestalten und auch Handlungsweisen von Edie und anderen Protagonisten, wie Silas und Rodriga, aber auch den Freunden von Edie, verlor ich ein wenig die Lust am Lesen. Ich wollte das Buch sogar aus der Hand legen, quälte mich dann jedoch noch durch die Geschichte. Für mich war es zunehmend kein Spaß mehr, da ich auch die Zusammenhänge nicht mehr wirklich nachvollziehen konnte.


    Die Beziehung zwischen Edie und Silas gewann für mich keine Tiefe und auch Edie entwickelte sich zunehmend in eine seltsame Richtung. Mal handelt sie sehr erwachsen und intelligent, mal handelt sie spontan und völlig unüberlegt.


    Zu Beginn wird Edies Mutter häufig erwähnt, bleibt jedoch im restlichen Roman außenvor. So hätte sie für mich nicht unbedingt eine Rolle gebraucht, da man über die Vergangenheit und auch Edies Freund, für den sie noch immer schwärmt, kaum etwas erfährt. Das fand ich schade.
    Für mich ein Roman, der mich leider nicht überzeugen konnte, auch wenn mir das Cover gut gefallen hat. Schade um die schöne Grundidee.


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    Erschienen:
    Juli 2013
    Seitenzahl: 112
    Alter: 12 Jahre
    Verlag: Carlsen Comics
    Hardcover: 7,99 €
    ISBN: 978-3-551-77026-4


    Der Autor H. Rufledt


    Hubertus Rufledt arbeitete in verschiedenen Berufen, unter anderem als Binnenschiffer, Bühnentechniker und Filmvorführer, bevor er 1989 mit dem Schreiben begann. Er schrieb und konzipierte Szenarien für den MOSAIK Steinchen-für-Steinchen-Verlag, Disney, Gruner+Jahr und andere. Hubertus Rufledt lebt und arbeitet in Potsdam.


    Herbst


    Alisik wacht mitten auf dem Friedhof auf. Sie ist nicht wirklich tot, aber auch nicht mehr lebendig. Sie muss unbedingt herausfinden, was mit ihr passiert ist. Die anderen Friedhofsbewohner, eine verrückte Meute an Freaks, versuchen ihr tatkräftig zu helfen und unterstützen sie wo sie können. Doch die Erinnerungen an ihren Tod kommen erst nach und nach wieder. Das wissen auch die anderen. So versuchen sie Alisik den Aufenthalt zu versüßen. Bis der Tod entschieden hat, was mit ihr passieren soll. Doch dann taucht plötzlich Ruben auf. Er ist zwar blind, aber er kann, im Gegensatz zu den Menschen, Alisik hören. Er sieht nicht, dass sie ein Geist ist…


    Fazit


    Ein wunderschön illustrierter Comic, der die Geschichte von Alisik darstellt. Alisik ist ein junges Mädchen, die mitten auf einem Friedhof in einem Sarg aufwacht und nicht weiß, was passiert ist. Umgeben von einigen seltsamen Gestalten, die alle unheimlich durchsichtig aussehen, versucht Alisik zu verstehen, was passiert ist. Vor allem in Ottilie Samtkraut, die sich als Omi im Rollstuhl entpuppt, findet das Mädchen eine Zuhörerin und Freundin. Ottilie erzählt ihr ihre Geschichte, die ebenso traurig ist, wie ihre jetzige Situation. Alisik ist eine angenehme Protagonistin, die nicht verstehen kann, was passiert ist.


    Der Comic ist einem typischen Manga ähnlich. Der Stil der Figuren entspricht der japanischen Comicfassung. Mir persönlich gefällt er sehr gut. Wie der Titel „Herbst“ schon verrät, ist er eher düster und unheimlich gestaltet. Dies wird vor allem durch die dunklen Farben und auch die Atmosphäre des Friedhofs erreicht. Durch die freundlichen und eigentümlich gestalteten Freunde, die Alisik auf dem Friedhof kennenlernt, wird die Atmosphäre jedoch aufgelockert. Dies hat den Vorteil, dass der Comic auch für jüngere Leser geeignet ist.


    „Herbst“ ist der erste Teil der vierteiligen Comic Reihe von Alisik. Der Folgeband ist „Winter“, gefolgt von „Frühling“ und letztlich „Sommer“. Mir persönlich gefällt die Zeichnung von Alisik ganz gut, sie ist pupenähnlich gemalt und trägt zarte rosa Flügel auf dem Rücken. Ich bin nicht der typische Comic-Leser, könnte mich aber sicher auch für die Folgebände begeistern.


    3ratten
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    Erschienen:
    Oktober 2015
    Seitenzahl: 304
    Alter: 11-12 Jahre
    Verlag: Bastei Lübbe
    Hardcover: 16,99 €
    ISBN: 978-3846600177


    Die Autorinnen


    Cassandra Clare wurde als Kind amerikanischer Eltern in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Da ihre Familie ständig umzog, wurden Bücher ihre besten Freunde. Nach dem Studium war Cassandra Clare in New York und Los Angeles für verschiedene Magazine tätig. Sie lebt mit ihrem Freund und ihren zwei Katzen in Brooklyn, New York. 2006 machte sie das Schreiben von Fantasyromanen zu ihrer Hauptbeschäftigung.


    Holly Black wurde 1971 geboren und ist eine amerikanische Schriftstellerin. Bekannt wurde sie durch ihre Fantasy-Reihe Die Spiderwick-Geheimnisse, die in Zusammenarbeit mit dem Zeichner Tony DiTerlizzi entstand.


    Der kupferne Handschuh


    Nachdem Callum am Ende des ersten Schuljahres (Magisterium – Der Weg ins Labyrinth) durch die erste Pforte getreten ist, kann er seine Ausbildung in der Zauberschule „Magisterium“ nun fortsetzen. Doch die Schwierigkeiten nehmen nicht ab, denn noch immer hat sein Vater Alastair ein großes Problem mit Calls Ausbildung. Als dann auch noch Calls Chaos-Wolf Mordo ins Spiel kommt, flüchtet Call. In der Schule angekommen, warten weitere Abenteuer, auf welche sich der Junge mit seinen Freunden Tamara und Aaron einlassen muss. Besonders sein Vater scheint auch dabei eine große Rolle zu spielen. Sollte er wirklich ein Verbündeter des Feindes sein? Doch auch Callum hütet noch ein Geheimnis…


    Fazit


    Ein spannender zweiter Teil, der Magisterium-Reihe (geplant sind meines Wissens 5 Teile), der mir um einiges besser gefallen hat, als der erste Teil. Callum erschien mir nun nicht mehr als schwächlicher, an Harry Potter erinnernder Junge, sondern eher als Kämpfer, der herausfinden will, was es mit seinem Vater auf sich hat. Auch seine Freunde Tamara und Aaron haben sich verändert. Doch können sie Callum wirklich helfen? Ansprechend fand ich den Einstieg in den Roman, auch wenn er mich erneut an Harry Potter erinnerte. Ich versuche jedoch nicht allzu viele Parallelen zu ziehen.


    Der Schreib- und Erzählstil im Roman gefiel mir sehr gut, ich kam sehr gut rein und das Buch verlor für mich auch an kaum einer Stelle an Spannung. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und vor allem wie das Buch ausgeht. Besonders gut gefiel mir die Beziehung zwischen Call und seinem Chaos-Wolf. Nicht so gut und auch ein wenig verwirrend, fand ich hingegen die Schwierigkeiten mit Callum und seinem Vater Alastair. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass die wirklich so sein könnte. Trotzdem kann man als Leser die ein oder anderen Beweggründe nachvollziehen. Ein wenig seltsam fand ich dann doch das Ende bzw. die Ereignisse kurz vor dem Ende, ich möchte an dieser Stelle nicht zuviel verraten. Trotzdem passt das Ende wieder zum Rest des Romans und mir gefiel dieser Teil um einiges besser, als „Der Weg ins Labyrinth“, den ich eher verwirrend fand.


    Alles in allem eine gelungene Fortsetzung dieser Reihe und ich habe wirklich Lust den dritten Teil zu lesen und mit zu erleben, wie die Freunde sich erneut gemeinsam ins nächste Abenteuer stürzen werden. Ich hoffe, dass sich da Parallelen zu Harry Potter noch ein wenig mehr lösen können, denn auch ich finde es schade, beim Lesen an ein anderes Buch erinnert zu werden. Das hat „Magisterium“ meines Erachtens auch nicht verdient. Die folgenden Teile werden diese sein:


    Band 1: Der Weg ins Labyrinth
    Band 2: Der kupferne Handschuh
    Band 3: engl. The Bronze Key (2016)
    Band 4: engl. The Golden Boy (2017)
    Band 5: engl. The Enemy of Death (2018)


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    Erschienen:
    Oktober 2015
    Seitenzahl: 432
    Verlag: Heyne Verlag
    ISBN: 3453596455


    Der Autor


    Kevin Emerson war Lehrer, bevor er mit dem Schreiben begann. Durch seine Schüler kam er auf die Idee, sich Bücher für Jugendliche auszudenken. Heute ist er professioneller Autor. In seiner Freizeit spielt er in einer Band - und unterrichtet, was ihm noch immer sehr viel Spaß macht. Kevin Emerson lebt in Seattle.


    Flucht aus Camp Eden


    Die Welt ist durch die Klimaerwärmung nahezu unbewohnbar geworden. Um den tödlichen Sonnenstrahlen zu entgehen, haben die Menschen ihre Städte unter riesige Kuppeln oder unter die Erde verlagert. Owen Parker kommt ins Feriencamp Eden. Dort erlebt er gleich am zweiten Tag einen Tauchunfall, bei dem er fast sein Leben verliert. Wie durch ein Wunder kann er zehn Minuten unter Wasser bleiben und überlebt. Er entdeckt außergewöhnliche Fähigkeiten an sich, die er mit einigen anderen Campmitgliedern teilt. Besonders Lilly, seine Tauchlehrerin hat es ihm angetan und auch sie besitzt diese Fähigkeiten. Gemeinsam versuchen sie nun dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Doch auch dunkle Kräfte sind am Werk…


    Fazit


    Ein zumindest laut Klappentext spannender erster Roman einer Trilogie, welcher dystopisch, als auch ein wenig mythisch angehaucht ist. Owen ist ein Protagonist, welcher mir zu Beginn des Romans eher schwächlich vorkommt. Er versucht unsichtbar zu sein, obwohl er in Lilly verknallt ist, und schafft es einfach nicht sie anzusprechen. Dies ändert sich, als er feststellt, dass er Kiemen besitzt. Lilly ist eine angenehme Protagonistin, welche alles sehr kritisch sieht. Sie möchte nicht, das andere Campmitglieder von ihren Fähigkeiten wissen. Im Großen und Ganzen fand ich jedoch die Charaktere im Schnitt sehr platt und oberflächlich dargestellt, deshalb konnte ich vermutlich auch wenig Beziehung zu ihnen aufbauen.


    Der Schreibstil des Romans ist eher einfach gehalten und ich hatte keinerlei Probleme in den Roman einzusteigen. Klimaerwärmung, Kuppeln, besondere Fähigkeiten, das alles klang für mich sehr ansprechend und spannend. Leider verließ mich bereits nach wenigen Seiten die Lust am Weiterlesen. Es fehlten nicht nur Spannungselemente, sondern für mich auch Identifikationspunkte. Ich fand Owen nicht besonders sympathisch und auch Lilly konnte mich zunächst nicht für sich gewinnen. Schön beschrieben fand ich die Beziehung, die sich zwischen den beiden zu entwickeln scheint. Leider habe ich mir vom Roman jedoch mehr versprochen. Im Laufe des Romans spitzt sich Lage zu und die Campmitglieder gelangen zu einem Entschluss, den man leider schon im Titel des Romans erahnen kann. Das finde ich nicht besonders gut, da man so schon zuviel Einblick bekommt.


    Im Laufe des Romans kamen für meinen Geschmack zu viele fantastische Elemente zum Einsatz. Ich mag eigentlich Fantasyromane, aber im Zusammenhang mit Dystopien finde ich sie nicht immer passend. So auch hier. Die Harmonie des Qi-An etc. war mir einfach zu viel. Mit dem Mythos von Atlantis, auf welchen der Roman anspielt, konnte ich dann leider auch wenig anfangen, obwohl ich dieses Thema eigentlich sehr interessant finde.


    Alles in allem finde ich die Idee des Romans nicht schlecht, aber für meinen Geschmack nicht wirklich gut umgesetzt. Vieles war vorhersehbar und es gab wenig neues. Man hatte das Gefühl, dass der Roman nie wirklich beginnt, sondern immer nur so dahin plätschert. Im Februar 2016 wird der zweite Teil „Die Prophezeiung von Desenna“ und im Mai 2016 der dritte Teil „Heimkehr in die verlorene Stadt“. Bei mir wird es wohl bei diesem ersten Teil bleiben.


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    Erschienen:
    November 2015
    Seitenzahl: 304
    Verlag: HarperCollins
    Hardcover: 16,90 €
    ISBN: 978-3959670104


    Die Autorin


    Amy Reed, geboren und aufgewachsen in und um Seattle, hat vor ihrem 18. Lebensjahr acht Schulen besucht. Die häufigen Umzüge haben sie rastlos gemacht. Nach dem Abschluss der Film-Hochschule in San Francisco hat sie ihren Master in Creative Writing auf dem New College in California absolviert. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Ashville, North Carolina, wo sie sich endlich zu Hause fühlt.


    Abschied für immer und nie


    Evie ist krank, totkrank. Sie hat einen selten Krebs und liegt im Sterben. Zusammen mit ihren „Krankenhausfreunden“ Stella und Caleb erlebt sie Tag für Tag und auch ihre Eltern, ihre beste Freundin Kaesy und ihr Freund Will tun für sie was sie können. Als ihr behandelnder Arzt bei einem Test feststellt, dass sie soweit krebsfrei ist, kann Evie es nicht glauben. Sie soll nach Hause und in ihr normales Leben zurückkehren? Sie kann nicht verstehen, wie das geschehen soll. Kaum ist sie wieder zuhause beginnen alle um sie herum zu wirbeln, um sie zu verhätscheln. Für alles kann sie die „Krebs-Ausrede“ benutzen. Dabei will Evie doch einfach nur einen normalen Umgang mit ihr. Als Evie dann Marcus kennenlernt, mit dem sie Kiffen und ihre Welt vergessen kann, scheint sich ihr Leben zum Guten zu wandeln. Doch Evie kann aus ihrem Teufelskreis einfach nicht entfliehen.


    Fazit


    Ein unglaublich berührendes Buch über Krebs und die Erfahrungen eines jungen Mädchens mit der tödlichen Krankheit. Evie ist eine bemitleidenswerte junge Frau, auch wenn sie das Mitleid der anderen nicht will. Zusammen mit Stella und Caleb lebt sie im Krankenhaus in ihrer eigenen Welt, aus der sie auch keiner retten kann. In Anbetracht des nahen Todes haben die drei ihre eigene Art damit umzugehen und gerade Stella sagt was sie denkt und riskiert damit, Ärger auf sich zu ziehen. Nach einer gefährlich, wie auch unverantwortlichen Aktion der drei, kommt es wie es kommen muss. Allerdings gibt vor allem Evie sich die Schuld dafür. Als der Arzt sie „krebsfrei“ aus dem Krankenhaus entlässt und sie wie durch ein Wunder geheilt zu sein scheint, versteht sie die Welt nicht mehr und fühlt sich noch verantwortlicher für die Geschehnisse. Mit Caleb bricht sie den Kontakt ab und auch bei weiteren Untersuchungen hält sie es kaum im Krankenhaus aus. Sie flüchtet sich in eine Art Abwehrhaltung, die sich gegen alle richtet, die ihr helfen wollen. Ihre Eltern wissen nicht mehr weiter und auch ihre alten Freunde Will und Kaesy sind hilflos. Auch Marcus kann ihr nur bedingt helfen, denn der Schlüssel zur Heilung liegt in Evie selbst.


    Evie ist eine schwierige Protagonistin, die in ihrem jungen Leben schon unglaubliches Leid erfahren musste und dem Tod ins Auge geblickt hat. Dies kann man selbst nicht nachvollziehen, wenn man es nicht erlebt hat. Allerdings finde ich ihre Art und ihre Launen durchaus nachvollziehbar. Zuhause wissen die Eltern und ihre Freunde nicht was sie tun sollen und behandeln sie wie ein rohes Ei. Dabei will Evie einfach nur normal sein. Dies sehen ihre Eltern nicht, weil sie immer noch ihr krebskrankes Kind vor Augen haben. Auch das finde ich durchaus nachvollziehbar.


    Dieser Konflikt, der dauerhaft in Evie selbst und später auch zwischen ihr und ihrem Umfeld entsteht, ist im Buch sehr gut beschrieben. Man erkennt die Hilflosigkeit der jungen Frau, die sich mit Drogen über Wasser zu halten versucht, aber auch die der Eltern, welche alles versuchen, aber nicht zu ihrer Tochter durchdringen.


    Den Schreibstil fand ich sehr fesselnd, wenn auch an einigen Stellen ein wenig langatmig. Gerade die Perspektiven des Romans gefallen mir sehr gut. Und auch die Briefe, die Evie an Stella schreibt, die einzige, die ihrer Meinung nach die Situation verstehen kann, sind unglaublich emotional.


    Als ich den Klappentext las hatte ich zunächst Angst, dass der Roman wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ sein könnte. Von den Gefühlen her, spielt er für mich jedoch auf einer ganz anderen Ebene. Während es bei Hazel und Gus vor allem um ihre Liebe geht, ist es in „Abschied für immer und nie“ vor allem das Innenleben von Evie, das dem Leser dargestellt wird. Nur am Rande geht es um Liebe und Beziehungen. Das gefiel mir sehr gut. Das Ende fand ich etwas schade und für meinen Geschmack zu offen. Trotzdem ein sehr überzeugender Roman, welcher sehr gut mit der Krankheit ins Gericht geht.


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    Das Feuerzeichen (Francesca Haig)


    Erschienen:
    Oktober 2015
    Seitenzahl: 480
    Verlag: Heyne Verlag
    Hardcover: 16,99 €
    ISBN: 978-3453270138


    Die Autorin


    Francesca Haig wuchs in Tasmanien auf und promovierte in Literaturwissenschaften an der Universität Melbourne. Wenn sie nicht gerade an ihren eigenen Texten arbeitet, unterrichtet sie Kreatives Schreiben an der Universität von Chester. Für ihre Gedichtsammlungen wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Mit Das Feuerzeichen legt sie nun ihre erste Romantrilogie vor. Francesca Haig lebt mit ihrer Familie in London.


    Das Feuerzeichen


    Vierhundert Jahre in der Zukunft: Durch eine nukleare Katastrophe wurde die Menschheit zurück ins Mittelalter katapultiert. Cass und Zach sind Zwillinger, allerdings können sie unterschiedlicher nicht sein. Während Cass eine Omega ist, ist Zach ein Alpha und hat Angst, dass Cass ihn und seine Familie in den Dreck ziehen könnte. Denn die Zwillinge leben in einer Zweiklassengesellschaft, in welcher Omegas ein Zeichen auf der Stirn tragen und als minderwertig gelten. Es kommt der Tag, an dem Zach seine Zwillingsschwester verstößt und sich Cass allein durchschlagen muss. In einem Dorf findet sie Unterschlupf. Doch eines Tages kommen dunkle Männer und entführen sie, Zach lässt ihr einfach keine Ruhe. Dies hat einen Grund: Cass ist nicht nur eine Omega, sie ist auch eine Seherin, die Zukunftsvisionen hat. Zach sperrt sie an einem scheinbar sicheren Ort ein und will ihren Tod. Doch Cass hat genug von der Unterdrückung und flieht. Zusammen mit Kip will sie für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen. Aber die Freiheit hat ihren Preis…


    Fazit


    Ein Roman mit einer spannenden, dystopischen Idee, welcher mit einem interessanten und ansprechenden Cover aufwartet. Zusehen ist das Omega-Zeichen, welches die Omegas im Roman, im Gegensatz zu den Alphas, die perfekt sind, auf der Stirn tragen. Sie werden aus ihren Dörfern verstoßen und leben in eigenen Siedlungen. Cass kann sich eine Zeit lang verstecken, doch eines Tages wird sie von ihrem Zwillingsbruder vor die Tür gesetzt. Zach tritt damit als sehr unsympathischer Zwilling auf, den der Leser nicht verstehen kann. Er scheint kaltherzig und von der Gesellschaft vereinnahmt. Cass hat eine besondere Rolle und ist die Hauptprotagonistin im Roman. Sie ist nicht nur eine Omega, sondern auch eine Seherin. Das bedeutet, dass sie Zukunftsvisionen hat und ein bisschen mehr „wert“ ist, als die anderen Omegas. Sie tat mir zu Beginn des Romans ziemlich leid. Doch aus ihrem Leid scheint sie ihre Kraft zu schöpfen, denn es beginnt ein Kampf um Leben und Freiheit. Sie will die Fesseln der Alphas lösen.


    Der Schreibstil der Autorin ist an einigen Stellen ein wenig schwierig. So setzt der Roman beispielsweise mitten im Geschehen ein und man weiß als Leser gar nicht, worum es überhaupt geht. Der Zusammenhang zwischen den Alphas und Omegas wird erst im Laufe des Buches beschrieben, was es mir schwierig machte, in das Buch einzusteigen. Der Erzählstil ist ansprechend, allerdings fehlt mir ein wenig Spannung. Die Geschichte zieht sich vor allem im ersten Teil, als Cass von Zachs Männern gefangen genommen wird. Sie sitzt dabei über Jahre hinweg im Gefängnis und es passiert verhältnismäßig wenig. Der Roman nimmt erst mit ihrer Flucht und der Rebellion von Cass und Kip Fahrt auf. Der zweite Teil des Buches gefiel mir daher sehr gut. Allerdings fand ich auch hier einige Schwachstellen und erneut war der Roman an einigen Stellen etwas langatmig. Die Beziehung zwischen Cass und Kip fand ich interessant, allerdings ein wenig zu oberflächlich beschrieben. Das hätte für mich mehr in die Tiefe gehen können.


    Alles in allem eine interessante Geschichte und spannende Ideen, die für mich leider nicht fesselnd genug umgesetzt wurden. Es ist der erste Teil einer Trilogie, allerdings habe ich nicht das Verlangen den zweiten und dritten Band zu lesen. Band Zwei „Das Feuerzeichen: Die Rebellion“ erscheint im Mai 2016, während der dritte Band „Das Feuerzeichen: Die Rückkehr“ voraussichtlich im April 2017 erscheint.


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    Das Geheimnis von Wickwood (Hanna Dietz)


    Erschienen:
    August 2015
    Seitenzahl: 392
    Verlag: Arena Verlag
    Hardcover: 14,99 €
    ISBN: 978-3401600413


    Die Autorin


    Eigentlich wollte Hanna Dietz Sportlehrerin werden, musste dann aber feststellen, dass es ziemlich kompliziert ist, Kindern den Felgaufschwung beizubringen, wenn man ihn selbst nicht kann. Also suchte sie sich einen garantiert felgaufschwungfreien Job und wurde Journalistin. Viele Jahre arbeitete sie für Fernsehen und Hörfunk. 2007 veröffentlichte sie ihren ersten Roman. Mittlerweile hat sie 14 Bücher geschrieben, teilweise unter dem Pseudonym Emma Flint. Sie schreibt Jugendbücher, Frauenromane und lustige Sachbücher wie "Männermacken" und "Weiberwahnsinn". Mit dem Buch Männerkrankheiten schaffte sie es ganz nach oben auf die Spiegel-Bestsellerliste.


    Das Geheimnis von Wickwood


    Stella lebt zusammen mit ihrer Familie in Wickwood, einem kleinen, verschlafenen Dörfchen, und kann sich vor Langerweile nicht retten. In der Schule hat sie durch Rosana wenig zu lachen, die ihr das Leben zur Hölle macht. Ihre drei besten Freundinnen stehen ihr in nichts nach. Wäre da nicht Tom, in den Stella unsterblich verliebt ist, wäre das ganze noch viel schlimmer. All das ändert sich mit dem Tag, an dem Stella Liv kennenlernt. Sie ist anders und mag sie auf Anhieb. Gemeinsam erleben sie einen wunderbaren Nachmittag und Liv schenkt ihr sogar eine wunderschöne Tasche. Doch mit ihr scheint sich Stellas Leben von einen Tag auf den anderen zu ändern. Sie bekommt Selbstbewusstsein und sogar Tom, der eigentlich nur Augen für Rosana hat, interessiert sich plötzlich für sie. Dann scheinen sich die Ereignisse zu überschlagen und in eine gefährliche Richtung zu entwickeln und Stella bekommt es mit der Angst zu tun.


    Fazit


    Ein recht spannender Roman mit interessanter Idee. Da mich besonders das wunderschöne Cover des Buches ansprach, auf welchem eine rote Handtasche über dem verschlafenen Städtchen Wickwood thront, musste ich das Buch haben. Auch der Klappentext sprach mich an und ich stürzte mich in die Geschichte. Stella ist zu Beginn des Romans ein schüchternes Mädchen, was in der Schule einige Probleme hat. Als dann die Tasche auftaucht, wandelt sie sich zu einer selbstbewussten jungen Frau. Allerdings hat diese nicht mehr nur gute Seiten und sie spürt das Böse in sich. Zu ihren Klassenkameraden Rosane, Tess, Jasmine, Emily und Tom ist nicht viel zu sagen. Sie haben es auf Stella abgesehen. Die wiederum hat sich unsterblich in Tom verschossen, der sie erst mit der Tasche zu beachten scheint.


    Der Schreibstil des Romans ist einfach und angenehm, sodass man schnell ins Geschehen einsteigen kann. Mir persönlich fehlen ein paar Spannungselemente, auch wenn ich die Geschichte um die wunderschöne Tasche sehr interessant finde. Oft sind die Geschehnisse vorhersehbar und scheinen auch ein wenig weit hergeholt. Allerdings liegt das im Auge des Betrachters. Gerade das Auftauchen einer weiteren Person macht den Roman wieder spannender. Das Ende fand ich auch nicht schlecht, auch wenn mir die Bewohner von Wickwood wirklich auf die Nerven gingen.


    Alles in allem ein interessanter Roman, der sicherlich an der ein oder anderen Stelle ausbaufähiger ist. Mir hat er jedenfalls einen amüsanten und auch spannenden Nachmittag beschert.


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    Atlantia (Ally Condie)


    Erschienen:
    Februar 2015
    Seitenzahl: 416
    Verlag: FISCHER FJB
    Hardcover: 16,99 €
    ISBN: 978-3841421692


    Die Autorin


    Ally Condie lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Salt Lake City, in den USA. Nach dem Studium unterrichtete sie mehrere Jahre Englische Literatur in New York, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Ihre Cassia & Ky-Trilogie wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und war ein internationaler Erfolg.


    Atlantia


    Seit der Trennung des Landes in Oben und Unten gibt es Atlantia. Es ist eine unterirdische Stadt im Meer, in welcher die Bewohner in einfachen Verhältnissen leben. Immer in Angst, dass die Kuppel der Stadt irgendwann einmal reißen könnten. Einmal in ihrem Leben haben die Untenbewohner die Möglichkeit sich zu entscheiden, ob sie Untern bleiben wollen oder im Oben, welches sie noch nie gesehen haben, leben wollen. Auch die Zwillinge Bay und Rio haben die Wahl. Für Rio gibt es eigentlich keine Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung, schon immer träumte sie vom Oben. Doch dann macht ihr ihre Schwester einen Strich durch die Rechnung. Im Anschluss kann Rio an nichts anderes mehr denken, als an sie. Nichts ist mehr wie vorher. Doch Rio heckt einen gefährlichen Plan. Sie woll an die Oberfläche und ihre Schwester zurück holen. Koste es, was es wolle.


    Fazit


    Ein spannender Jugendroman, welcher durch seine wunderschöne Atmosphäre, unterhalb des Meeresspiegels, besticht. Von der ersten Seite an konnte mich dieser Roman fesseln und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Allein das Cover fand ich mehr als ansprechend, denn das Wasser ist genau mein Element. Die Hauptprotagonistin Rio ist sehr angenehm und kann dem Leser wirklich leid tun. Sie verliert nicht nur ihre Mutter, sondern nun auch noch ihre geliebte Zwillingsschwester Bay. Es bleibt ihr nur noch die verhasste Tante Maire, zu welcher sie keinen besonders guten Draht hat. Doch dann ist da noch True, auch er ist verlassen worden und zusammen stellen sich die beiden dem Kampf gegen die Regierung.


    Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist ansprechend, wobei mir an einigen Stellen die Spannungselemente fehlen. So plätschert die Handlung des Öfteren, im wahrsten Sinne des Wortes, dahin. Mir fehlt zudem auch die nötige Tiefe innerhalb der Charaktere. Man kann sich zwar gut in Rio hineinversetzen, allerdings kam bei mir nicht wirklich ein Gefühl auf, welches mich mit Rio verbinden konnte. Alles scheint ein wenig vorhersehbar und oberflächlich. Das ist schade, denn der Stoff des Romans ist meines Erachtens sehr interessant. Auch verstehe ich einige Schritte, die Rio unternimmt, um an die Oberfläche zu gelangen nicht wirklich. Ohne zu spoilern, kann ich dies jedoch nicht erklären.


    Alles in allem ein spannender Roman, welcher mich vom Stil her an die Cassia & Ky-Trilogie von Ally Condie erinnert. Der erste Roman dieser Trilogie war wahnsinnig spannend und sehr gut geschrieben, die weiteren zwei Bände haben jedoch meines Erachtens immer mehr an Spannung verloren und so leider auch mein Interesse. Ähnlich erging es mir mit diesem Buch. Zunächst fand ich es mehr als spannend, aber nach und nach hat sich diese Spannung leider ein wenig verloren.


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    Erschienen:


    August 2015
    Seitenzahl: 384
    Verlag: Ravensburger
    Hardcover: 14,99€
    ISBN: 978-3-473-40128-4


    Die Autorin


    Laura Foster wuchs in Berlin auf und lebt heute mit ihrer Familie und den zwei schwarzen Katzen Mitch und More in England. Wenn sie nicht gerade an spannende Orte reist, schreibt sie Drehbücher für Fernsehserien und –filme. „Der Fluch von Cliffmoore“ ist ihr erstes Jugendbuch.


    Der Fluch von Cliffmoore


    Lisa kann es nicht fassen. Erst trennen sich ihre Eltern und nun muss sie mit ihrer Mutter zurück in deren Heimatdorf Cliffmoore ziehen. Das alte Cottage ihrer Oma Judith ist schön, scheint jedoch auch voller Geheimnisse zu sein. Immer häufiger hat Lisa auch das Gefühl vom Pech verfolgt zu sein. Denn auch in der neuen Schule läuft es nicht so wie es soll. Ständig gerät sie mit ihrer neuen Mitschülerin Ashley aneinander, aber wenigstens in Zoey scheint sie eine neue Freundin gefunden zu haben. Als dann jedoch seltsame Dinge vor sich gehen und Lisa dafür verantwortlich gemacht wird, weiß sie nicht mehr, was sie machen soll. Dazu kommt, dass sie im Keller eine verborgene Tür findet und auch die Nachbarin scheint Lisa nicht leiden zu können…


    Fazit


    Ein Jugendroman, welcher von der Story her sehr spannend klingt. Auch das Buchcover ist mehr als ansprechend gestaltet. Lisa ist ein pubertärer Teenager, welcher sich nun in Cliffmoore, einer neuen Stadt, und auch einer neuen Schule zurecht finden muss. Das alles ist für die junge Frau nicht einfach, doch sie versucht es so gut sie kann. In der Schule lernt sie Ben kennen, der ihr schöne Augen zu machen scheint. Allerdings scheint die Oberzicke der Schule, Ashley, dies überhaupt nicht gut zu finden. Mit einer Intrige versucht sie Lisa aus der Bahn zu werfen.


    Der Schreibstil der Autorin ist im jugendlichen Stil gehalten. In Klammern werden häufig Gedanken, die der Protagonistin Lisa durch den Kopf schießen, angeführt. Dies fand ich persönlich eher störend. Auch der Erzählstil war, dem Alter des Romans wohl angemessen, sehr einfach. So einfach, dass ich das Buch schon fast als Kinderbuch einordnen würde. Das fand ich etwas schade, da ich so nicht wirklich Lust hatte, in der Geschichte zu bleiben. Auch die Idee des Fluches fand ich nicht schlecht, allerdings nicht wirklich gut umgesetzt.


    Schade, denn das Buch wartet mit tollen Ideen auf. Letztlich ist es eine typische Highschoolgeschichte, welche mit einem Gruselfaktor unterlegt ist, welcher für mich nicht wirklich gruselig schien. Die Altersgrenze ab 12 Jahren finde ich gerechtfertigt, allerdings werden Kinder über 14 das Buch wohl nicht mehr so ansprechend finden. Trotzdem eine schöne Idee.


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    Titel an die Konventionen angepasst, Grüsse illy

    Die Erbin (Simona Ahrnstedt)


    Erschienen:
    Oktober 2015
    Verlag: Egmont LYX
    Originaltitel: En enda natt
    Seiten: 601
    Preis: 14,99 €
    ISBN: 978-3802599453


    Die Autorin


    Simona Ahrnstedt lebt mit ihren beiden Kindern in der Nähe von Stockholm. Nach mehreren historischen Romanen war “Die Erbin” ihr erster zeitgenössischer Liebesroman, mit dem sie es sogleich an die Spitze der schwedischen Bestsellerliste schaffte. Sie ist die erste schwedische Liebesromanautorin, deren Romane ins Englische übersetzt und in den USA erscheinen werden.


    Die Erbin


    Natalia De la Grip ist eine der angesehensten Unternehmensberaterinnen, nicht nur in Schweden, sondern in ganz Europa. Ihr Ziel ist es einmal einen Platz im Vorsitz ihres milliardenschweren Familienunternehmens Investum zu bekommen. Als sich plötzlich der attraktive, jedoch Schwedens jüngster und erfolgreichster Risikokapitalgeber, David Hammar, mit ihr treffen möchte, ahnt Natalia nichts. Sie ist zwar misstrauisch, aber auch neugierig. Sie wird überrascht von der unglaublichen Anziehungskraft des jungen Mannes und verfällt ihm komplett. Und auch David hat die Rechnung ohne seine Gefühle gemacht. Doch seine Ziele mit Natalia sind weitaus andere, denn es gibt für ihn noch Rechnung, die er mit der Familie De la Grip offen hat…


    Fazit


    Ein spannender Politik-Roman voller Intrigen und dunkler Geheimnisse der großen Bosse. Mich konnte der Roman noch nicht von der ersten Seite an fesseln, nahm aber nach einigen Kapiteln Fahrt auf. Mir persönlich war die Protagonistin Natalia De la Grip sehr angenehm. Anders als ihr Bruder Peter und ihr Vater Gustaf, welche als typische Finanzhaie auftauchen. David Hammar lernt der Leser ebenfalls als netten, attraktiven Mann kennen. Allerdings hat dieser es faustdick hinter den Ohren und will Natalia benutzen. Allerdings hat er dabei seine Gefühle nicht eingeplant.


    Der Schreib- und Erzählstil ist einfach. Da die Erzählperspektive ab und zu wechselt, schafft es die Autorin die Spannung aufrecht zu erhalten. Da es immer um ähnliche Situationen geht, bleibt der Leser bei Laune und ich wollte wissen, wie es weiter geht. Als dann das große Chaos ausbricht, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Allerdings geschieht das erst ganz am Ende und ich fand einige Passagen in der Mitte doch sehr langatmig. Auch Natalia und David gingen mir zeitweise ein wenig auf die Nerven mit ihren ständigen gefühlsmäßigen Berg- und Talfahrten.


    Durch die geschäftsmäßigen Charaktere blieb für mich an einigen Stellen das Gefühl auf der Strecke. Dies war ein wenig schade. Allerdings fand ich die Geschichte nicht schlecht. Auch das wunderschöne Cover muss man dem Roman zugute halten.


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    E.J. und das Drachenmal (Anika Oeschger)


    Erschienen:
    September 2015
    Seitenzahl: 304
    Verlag: Riverfield Verlag
    Hardcover: 19,90 €
    ISBN: 978-3952446324


    Die Autorin


    Anika Oeschger, geboren 1997, ist Gymnasiastin. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich. In ihrer Freizeit geht sie verschiedenen sportlichen Aktivitäten nach und ist seit Jahren eine begeisterte Pianistin. »E.J. und das Drachenmal« ist ihr Romandebüt.


    E.J. und das Drachenmal


    Emilia Jane ist eigentlich eine ganz normale 16jährige. Zumindest glaubte der Teenager das bisher, der sich lieber E.J. nennen lässt. Als sie beginnt sich seltsam zu verändern, bricht ihre Welt aus den Fugen. Ihre Familie ist zurück von Schottland nach Zürich, in die Schweiz gezogen. Zu Begin schiebt das Mädchen die Symptome noch auf den Umzug und die Pubertät, doch dann häufen sich die seltsamen Veränderungen. Mit einem riesigen Ausschlag, der sich über ihren gesamten Körper zieht, landet Emilia Jane letztlich in einer Quarantänestation der Stadtklinik. Doch E.J. ist kein normales Mädchen, sie ist eine Gezeichnete, welche mit dem Drachenmal gekennzeichnet ist. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und Emilia schwebt in Gefahr…


    Fazit


    Ein interessanter Fantasyroman für Leser ab 13 Jahren, welcher mich zwar nicht von der ersten Seite an fesselnd konnte, mich letztlich jedoch trotzdem überzeugte. Die Protagonistin Emilia Jane ist ein typischer pubertierender Teenager, welcher mit den Veränderungen seines Körpers nicht viel anfangen kann. Doch diese häufen sich, sodass E.J. doch etwas mulmig wird. Mir persönlich war sie recht sympathisch, wobei ihr Alter von 16 Jahren mir manchmal ein wenig alt erschien. Emilia benahm sich für mein Empfinden häufiger wie 14. Auch ihre Freunde fand ich angenehm, wobei die Beschreibung auch auf sie passt.


    Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist locker und angenehm, sodass man schnell im Geschehen ist. Mir persönlich fehlten an einigen Stellen Spannungselemente, sodass häufig die „Luft raus war“. Ich überlegte sogar eine Weile das Buch aus der Hand zu legen, jedoch nahm die Spannung wieder zu und ich las doch noch zu Ende. Mir persönlich gefiel Emilias Beziehung zu ihrer Großmutter. Die alte Dame schaffte es, mich in ihren Bann zu ziehen. Ganz im Gegensatz zu den Eltern von E.J. Sie finde ich ein wenig schwierig und konnte keine Bindung zu ihnen aufbauen.


    Alles in allem ein interessanter und auch spannender Roman, dessen Ende dann schneller kam, als ich erwartet hatte. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich den zweiten Teil von „E.J. und das Drachenmal“ wirklich lesen möchte, da es doch zahlreiche Fantasyromane gibt, die unglaublich spannend sind. Ein wenig erinnerte mich der Roman auf den ersten Blick an „Eragon“, allerdings verflüchtigten sich diese Zusammenhänge schnell. Ich finde den Roman trotzdem ausbaufähig und finde, dass die Autorin einen sehr angenehmen Schreibstil hat, aus welchem man mehr machen kann.


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    Erschienen:
    Oktober 2015
    Seitenzahl: 150
    Verlag: Knaur eBook
    eBook: 2,99€
    ASIN: B013PYGGW8


    Die Autorin


    Zusammen mit ihrer langjährigen Leidensgenossin, Gesprächskameradin und besten Freundin betreibt Rahel seit 2012 die Literaturseite »Clue Writing«. Dort publiziert sie wöchentlich eine Kurzgeschichte, in der jeweils fünf Stichworte vertextet werden und die an einem vorgegebenen Handlungsort spielen muss.
    Rahel lebt und arbeitet in der Schweizer Bergwelt und findet sich langsam damit ab, dass man Schnee nicht mit reiner Willenskraft wegschmelzen kann.


    Nach Hause


    Die beiden Brüder Devin und Finn sind nach einer weiträumigen Infektion kehren nach den Wirrendes Krieges ins Haus ihrer verstorbenen Eltern zurück. Sie wollen es noch ein letztes Mal besuchen. Doch auf dem Weg in ihr Heimathaus werden sie von einem Einsiedler gefasst, der es zunächst gut mit ihnen zu meinen scheint. Dann tritt Finn in eine Falle und Michael, ein ehemaliger Arzt, versucht ihm zu helfen. Doch dann verschwindet Finn plötzlich und Devin versteht die Welt nicht mehr. Als Michael ihn auch noch Alex und Finn Paul nennt, ist es mit seinem Verständnis gänzlich vorbei. Doch dieser hat längst verlernt die Realität von seinen paranoiden Vorstellungen zu unterscheiden. Doch Devin will Finn unbedingt wiedersehen.


    Fazit


    Ein spannender Halloweenstreifen, welcher ganz wunderbar in die derzeitige Herbstatmosphäre passt. Die Horrorstory beginnt in einem typischen Endzeitszenario. Nach einem verheerenden Infektionskrieg wollen die beiden Brüder Devin und Finn noch einmal in ihr Elternhaus zurückkehren. Beide Protagonisten sind sympathisch und gehen miteinander wie typische Brüder um. Sie wirken vertraut, streiten sich, versöhnen sich, helfen sich. Als sie dann auch Michael treffen, sind sie zunächst misstrauisch, doch Michael ist ehemaliger Arzt und will Finn helfen. Dieser hat sich an einer Fußfalle verletzt und kann nicht mehr laufen. Doch dann zeigt Michael sein wahres Gesicht und es beginnt ein Kampf um Leben und Tod.


    Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist sehr angenehm und man kommt als Leser schnell ins Geschehen ein. Die ein oder anderen Geschehnisse waren für mich leider ein wenig vorhersehbar, weshalb ich den Roman an einigen Stellen nicht mehr so spannend fand. Zudem fand ich irgendwann Michaels Verwirrtheit leider ein wenig nervig. Sie ist natürlich bedingt durch den Infektionskrieg und tat mir auch an einigen Stellen wirklich leid, aber ich konnte mit ihm einfach nicht warm werden. Stark fand ich beim Lesen Devin, welcher seinen Bruder, der verschwunden zu sein scheint, einfach nicht aufgeben will. Er begibt sich immer wieder, nach seinen Möglichkeiten, auf die Suche. Das konnte mich wirklich beeindrucken.


    Alles in allem ein spannender Roman, welcher an der ein oder anderen Stelle noch ein wenig ausbaufähig ist. Trotzdem gefiel es mir, das Buch vor allem in der Herbst-/Halloweenzeit zu lesen und in das Gruselszenario einzusteigen.


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    Die steinerne Schlange (Iny Lorentz)


    Erschienen:
    Oktober 2015
    Seitenzahl: 640
    Verlag: Droemer Knaur
    Hardcover: 19,90€
    ISBN: 978-3-426-65351-7


    Die Autoren


    Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenoaar, dessen erster historischer Roman „Die Kastratin“ die Leser auf Anhieb begeisterte. Mit „Die Wanderhure“ erreichte Iny Lorentz ein Millionenpublikum. Ihre Romane wurden in zahlreiche Länder verkauft.


    Die steinerne Schlange


    Im Jahr 213 n. Chr. kämpft eine junge Frau, Gerhild, für ihr Recht. Als der römische Statthalter Quintus Severus Silvanus in ihr Dorf kommt, welches von ihrem Bruder angeführt wird und die mutige junge Frau als Geliebte verlangt, kann sie kaum fassen, dass ihr Bruder unter einigen Bedingungen einwilligt. Diese wollen es sich mit dem römischen einflussreichen Mann nicht verscherzen und hoffen auf dessen Wohlwollen. Doch Gerhild kann es nicht glauben und will ihr Schicksal nicht einfach hinnehmen. Sie verlangt von dem Römer sein kämpferisches Talent in einem Zweikampf zu beweisen und zwar gegen sie selbst. Dann passiert das Unfassbare: Gerhild gewinnt. Doch Quintus Severus Silvanus wäre nicht er selbst, wenn er diese Schmach auf sich sitzen lassen würde und sinnt auf Rache. Rache, die für Gerhild selbst gefährlicher wird, als gedacht.


    Fazit


    Ein interessante und ein wenig langwieriger Roman über eine spannende Zeit in der Antike, welche von einer mutigen jungen Frau gefüllt wird, die sich nichts befehligen lassen will. Gerhild ist die unumstrittene Heldin der „Steinernen Schlange“ von Iny Lorentz, welche mir von Beginn an sympathisch ist. Mit viel Mut und Durchsetzungsvermögen schafft es die junge Frau sich Gehör zu verschaffen, als sie den aufgeblasenen und von sich überzeugten Römer Quintus in einem Zweikampf besiegt. Damit hatte keiner gerechnet, vor allem nicht Quintus selbst. Er wird als unsympathischer, typisch römischer Statthalter vorgestellt, welcher mich nicht überzeugen konnte. Doch natürlich kann er die Schmach der Niederlage nicht auf sich sitzen lassen und schwört Rache.


    Der Schreib- und Erzählstil des Autorenpaares ist ansprechend und zu Beginn auch sehr ansprechend. Ich kam gut in die Geschichte hinein und konnte mich gleich mit der Hauptprotagonistin identifizieren. An einigen Stellen, gerade zur Mitte des relativ dicken (626 Seiten) Romans, verliert die Geschichte ein wenig an Spannung. Es gibt unzählige Situationen, in welcher Gerhild mir sogar ein wenig auf die Nerven ging. Trotzdem schaffen die beiden Autoren es, den Roman wieder an Fahrt gewinnen zu lassen. Durch viele Höhen und Tiefen begleitet der Leser Gerhild, welche einige Spannungsschwankungen wieder ausgleichen.


    Alles in allem ein spannender Roman, welcher die interessante wie grausame Zeit der Römer und Germanen dramatisch darstellt und vor allem eine junge Frau in den Mittelpunkt rückt.


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    Die Autorin


    Tanja Höfliger wurde 1970 in Ravensburg geboren. Fasziniert von den unglaublich vielen Möglichkeiten und den wundersamen Wörtern in Büchern hat sie literarisches Schreiben studiert. Schnell entstand die Geschichte um Daniel und Cináed, die sie nun mit ihren Lesern teilt.


    Cináed


    Als Daniel Frayne zu seinem herbeigesehnten 16. Geburtstag von seinen Eltern nur einen roten Stift bekommt, statt dem gewünschten Surfboard, ist er zunächst enttäuscht. Doch bald stellt er fest, dass dieser Stift mehr ist, als er auf den ersten Blick zu sein scheint. Er schreibt ihm geheimnisvolle Nachrichten und schein ein Eigenleben zu besitzen. Als Daniel dann auch noch sein Elternhaus verlassen muss, um an die mysteriöse Ausbildungsakademie nter dem Conwy Castle in Nordwales zu gehen, dessen Leiter der unheimliche Sir Edmund ist, gerät sein Leben vollständig aus den Fugen. Aufgabe der Schüler ist es den roten Stift, den Daniel besitzt und sein grünes Gegenstück zu finden. Durch diesen Umstand gerät Daniel zunehmend in Gefahr… Kann er gegen seine anderen Mitschüler bestehen?


    Fazit


    Ein spannender Roman, welcher mit einer neuen Idee rund um einen simplen roten Stift aufwartet. Die Geschichte ist eingebettet in die geheimnisvolle Atmosphäre der Ausbildungsakademie mit ihrem unsympathischen Leiter Sir Edmund. Daniel ist ein typische pubertärer Teenager, welcher sich unglaublich auf seinen bevorstehenden Geburtstag gefreut hat. Als dieser dann kommt, ist er eine Enttäuschung für den Jungen. Als er den roten Stift bekommt und an die Conwy-Akademie gehen muss, ändert sich sein Leben komplett. Dort findet er einen Freund, Levis, der es als einziger gut mit ihm meint. Vor allem sein Mitschüler Kilian scheint etwas gegen Daniel im Schilde zu führen, was er bei den alljährlichen Wettkämpfen der Akademie ausführen will. Als sich Daniel dann auch noch in die Zwillingsschwester von Levis, Lou verliebt, scheint auch diese Liebe nicht vom Glück verfolgt zu sein, denn die beiden haben ein dunkles Geheimnis.


    Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist meiner Ansicht nach durchwachsen. Zu Beginn des Romans kam ich sehr gut ins Geschehen ein und wollte unbedingt wissen, was es mit dem roten Stift auf sich hat. Im Laufe des Romans verlor die Geschichte jedoch an Spannung, was ich sehr schade fand. Mir ging auch Daniel immer mehr auf die Nerven. Er erscheint mir ein wenig oberflächlich und auch arrogant. Neben ständigen Höhen und Tiefen gab es kaum einen Moment, in dem nichts geschah. Die Protagonisten standen gewissermaßen ständig unter Strom, das fand ich nicht unbedingt passend. Dadurch fehlte mir auch ein wenig die Struktur, letztlich wusste man gar nicht, worauf die Autorin mit einigen Dingen hinaus wollte.


    Alles in allem ein interessanter Auftakt einer Trilogie, welcher mir recht gut gefallen hat. Leider konnte er mich nicht so sehr fesseln, dass ich Interesse hätte, auch den zweiten und dritten Teil zu lesen.


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    Der Autor


    James Frey wurde 1969 in den USA geboren, genauer in Cleveland, Ohio. Er ist einer der erfolgreichsten Autoren der Gegenwart. Seine Romane wurden in 42 Sprachen übersetzt und erschienen in 118 Ländern.


    Die Hoffnung


    Im Kampf um die drei Schlüssel, welche zum Gewinnen von Endgame nötig sind, geht das Rennen in die nächste Runde. Die verbliebenen Teilnehmer schenken sich nichts und kämpfen verbissen um den Himmelsschlüssel. Sarah, die den ersten Schlüssel, den Erdschlüssel gefunden hat, ist noch immer zusammen mit Jago unterwegs. Doch als die beiden bei seinen Eltern eintrudeln, ist sich Sarah plötzlich nicht mehr so sicher, ob er wirklich zu ihr steht. Doch auch die anderen Spieler müssen sich entscheiden, ob sie weiterhin nach den brutalen und rücksichtslosen Regeln von Endgame spielen wollen, oder sich ihre eigenen Regeln schaffen. Denn nicht mehr alle Spieler sind überzeugt, dass diese Regeln die besten sind… und noch immer ist es ein Spiel auf Leben und Tod.


    Fazit


    Der zweite Teil der Endgame-Trilogie beginnt genauso spannend, wie der erste „Die Auserwählten“ aufgehört hat. Noch immer sind die Namen für mich ein wenig verwirrend, doch nach dem ersten Band ist man das als Leser gewöhnt. Am sympathischsten sind mir noch immer die beiden Protagonisten Sarah und Jago, die zwar eigentlich beide um die Schlüssel kämpfen, sich aber im ersten Band trotzdem zusammengeschlossen haben. Am Ende des ersten Bandes muss Sarah eine schwerwiegende Entscheidung treffen, welche sie auch im zweiten Teil noch beschäftigt. Auch, ob sie Jago zu 100% vertrauen kann, weiß sie nicht wirklich.
    Der Schreib- und Erzählstil des Autor ist ähnlich wie im ersten Band wieder ein wenig schwierig und gewöhnungsbedürftig. Ich habe erneut ein paar Seiten gebraucht, um in das Buch einzutauchen. Nach einigen Seiten war ich jedoch wieder drin, da es auch noch nicht so lang her war, dass ich den ersten Teil gelesen habe. Ich mag die unterschiedlichen Erzählperspektiven, die auch in diesem Buch wieder zum Tragen kommen. So erfährt der Leser immer, was die einzelnen Spieler so treiben.


    Mir persönlich gefiel im zweiten Band die Gefühlsebene, die der Autor beschreibt, ein wenig besser. So konnte man den Schmerz, den der ein oder andere Spiele infolge des Todes von anderen Spielern verspürt, durchaus nachvollziehen. Im ersten Teil war es eher ein sinnloses Abschlachten der Teilnehmer, welches teilweise auf sehr brutale Art und Weise stattfand. Auch im zweiten Teil gibt es dieses, allerdings fand ich es weniger gefühllos.


    Alles in allem ein zweiter Band, der mir besser gefallen hat, als der erste und ich bin gespannt, wie der dritte Band aussehen wird und welcher Spieler den dritten Schlüssel finden wird.


    2ratten / 3ratten (2,5 Ratten)


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    Kings & Fools 2 – Verstörende Träume (Natalie Matt / Silas Matthes)


    Oetinger34


    Die Autoren


    Natalie Matt wurde 1993 in Freudenstadt im Schwarzwald geboren. Bereits im frühen Teenageralter verfasste sie erste Geschichten. Seit 2012 studiert sie Kulturwissenschaften und Literatur in Hildesheim. Der Band ,,Verstörende Träume" der ,,Kings & Fools"-Reihe ist ihr Debütroman.


    Silas Matthes wurde 1992 in Hamburg geboren und wuchs in einem kleinen Dorf ganz in der Nähe auf. Mit achtzehn Jahren begann er an Texten zu arbeiten, mit zwanzig schrieb er die erste Fassung von „Miese Opfer“. Silas studiert Kreatives Schreiben in Hildesheim und „Miese Opfer“ ist sein Debütroman.


    Verstörende Träume


    Estelle hat nur eines im Kopf: Sie will weg von Favilla. Dort beherrschen sie die verstörenden Visionen und Träume, welche ihr jede Nacht das Schlafen zum Albtraum werden lassen. Es darf niemand merken, sonst würde ihre Mitschüler und Lehrer hinter ihre dunklen Visionen kommen. Doch die haben selbst ihre Geheimnisse und Estelle traut im Grunde genommen niemandem mehr. Nicht einmal dem Anführer des Zirkels, Jonathan. Ihr erscheint alles negativ und sie schmiedet einen Fluchtplan. Als sie diesen schließlich in die Tat umsetzen will, stellen sich ihr einige Schwierigkeiten in den Weg und sie erkennt, dass sie nicht allen trauen kann…


    Fazit


    Ein spannender zweiter Teil der High-Fantasy-Reihe „Kings & Fools“. Während der erste Band aus Sicht von Lucas, einem Emporkömmling aus der „Arbeiterschicht“, erzählt war, steht nun die junge Estelle im Mittelpunkt des Geschehens. In ihren Augen wird Lucas weniger sympathisch dargestellt, als er im ersten Teil für den Leser auftrat. Dafür werden andere Protagonisten, wie beispielsweise Estelles Zimmergenossin Sam, welche Lucas im ersten Teil regelrecht vergötterte, wiederum sympathischer. Sam konnte mich im ersten Band nicht wirklich überzeugen, im zweiten Teil gegenüber Estelle erscheint sie sehr loyal.


    Der Schreib- und Erzählstil ist genauso ansprechend wie der erste Teil, auch wenn sich die erzählende Protagonistin ändert. Gerade dieser Perspektivwechsel, welcher die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Protagonisten demonstriert, ist für den Leser sehr ansprechend. Man kann nun erkennen, dass Lucas vor allem ehrgeizig ist und wenig Rücksicht auf andere nimmt. So wurde er im ersten Teil eher nicht dargestellt. Auch Estelles Visionen sind interessant und düster gehalten, was einen tollen Spannungsaufbau gibt. Mir gefiel der Zwischenteil nicht so gut, da hier ein wenig an Spannung verloren ging. Trotzdem hatte ich das Bedürfnis weiterlesen zu wollen.


    Alles in allem ein fesselnder zweiter Teil, welcher viel Lust auf den dritten Band macht, der nun aus der Sicht von Noel geschrieben sein wird. Dies interessiert mich besonders, da wir nun schon verschiedene Perspektiven auf den jungen Mann bekommen haben. Allerdings sollte man den ersten Band gelesen haben, um die Zusammenhänge hier verstehen zu können.


    3ratten
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    So kalt wie Eis, so klar wie Glas (Oliver Schlick)


    Ueberreuter Verlag


    Der Autor


    Oliver Schlick wurde 1964 in Neuwied/Rhein geboren. Nach Abitur und Zivildienst studierte er Sozialarbeit an der FH Düsseldorf. Im Jahr 2006 hat er mit dem Schreiben begonnen. Salamandersommer ist sein erster Roman. Oliver Schlick lebt in Düsseldorf, und wenn er nicht schreibt, verbringt er die Zeit mit dem Sammeln von Schneekugeln und Blechspielzeug sowie dem exzessiven Hören von „The Cure“.


    So kalt wie Eis, so klar wie Glas


    Als Coras Mutter plötzlich stirbt, bricht für die junge Frau eine Welt zusammen. Als dann auch noch ihr tot geglaubter Großvater zusammen mit einer seltsamen Frau, Elsa, bei ihr zuhause auftaucht, versteht sie gar nichts mehr. Es hatte damals einen Streit gegeben, weshalb Coras Mutter ihr Großvater Jacob immer verschwiegen hatte. Nun steht Cora vor der Wahl und entscheidet sich zur Freundin ihres Opas, Elsa, zu ziehen. Die beiden freunden sich schnell an und es ist ein angenehmes Zusammenleben. Dann findet Cora heraus, dass ihr Großvater nicht irgendwer ist, er ist einer der erfolgreichsten Schneekugelbauer, aus der Dorneyser Dynastie. Doch diese Familienreihe birgt ein dunkles Geheimnis, welches nun an die Oberfläche zu kommen scheint. Denn wer ist der geheimnisvolle Fremde, der Jacob ständig zu besuchen scheint? Und was hat es mit den seltsamen Gerüchten um die Dorneyser Kugel auf sich?


    Fazit


    Ein unglaublich fesselnder Roman des Autors Oliver Schlick, welcher mich von der ersten Seite an fesseln konnte. Cora ist eine zu Beginn bemitleidenswerte Protagonistin, die mit dem Tod ihrer geliebten Mutter klarkommen muss. Doch nachdem ihr Großvater auftaucht, nimmt Coras Leben und auch die Geschichte eine schlagartige Wende. Der Leser wird entführt in die märchenhaft verzauberte Winter-Wunder-Welt des kleinen Dorfes Rockenfeld. Dieses Dorf ist die Heimat der Schneekugelmacher und Coras Großvater ist bei Weitem nicht der einzige. Cora lebt sich schnell ein, was sie auch Moritz zu verdanken hat, der ihr im neuen Internat ein guter Freund ist.


    Der Schreib- und Erzählstil des Autors ist angenehm und man findet schnell in die Geschichte hinein. Schade finde ich, dass einige Dinge doch ein wenig vorhersehbar waren. Gerade am Ende war ich dadurch ein wenig enttäuscht. Da sich dies jedoch erst auf den letzten Seiten klärt, tat es dem Lesegenuss keinen Abbruch. Ich fand den Roman in seiner Gänze spannend und es gab kaum einen Moment, in dem ich nicht wissen wollte, wie es weitergeht. Besonders gut gelungen fand ich die Idee der Schneekugeln und die wunderbaren Beschreibungen dieser. Auch die verschneite Winterlandschaft von Rockenfeld ist wirklich schön beschrieben.


    Gerade zur aktuellen Jahreszeit und zu den kommenden Wintermonate passt dieser Roman wirklich gut. Alles in allem eine wunderbare Geschichte über Liebe, Familie, Freundschaft und Vertrauen, welche mir sehr gut gefallen hat. Ich würde sehr gern auch in Zukunft mehr von dem Autor lesen, den ich vor diesem Roman noch nicht kannte.


    5ratten
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