Beiträge von BlueOcean

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!


    Wie nicht anders erwartet, wird es kein Verfahren geben und auch über die Motive des Polizisten sowie der Grand Jury erfahren wir nichts mehr.


    Ich finde es auch ein wenig schade, dass hier nicht zumindest auf ein paar Seiten darauf eingegangen wird. Vor allem, was sie schlussendlich zu der bestehenden Entscheidung gebracht hat. Ich überlege wirklich, wie sehr sich hier das Urteil wenden würde, wenn es andersherum gewesen wäre. Ein schwarzer Polizist hätte einen weißen Teenager erschossen? Alleine die Überlegung ist schrecklich, oder? Wie seht ihr das? Meint ihr es gäbe ein komplett anderes Urteil?

    Da war ich auch wirklich erstaunt. Mit dieser Reaktion hätte ich nicht gerechnet und Iesha bringt da auch kein kleines Opfer. Auch wenn richtig angemerkt wurde, dass sie das schon öfter hätte tun können. Aber dennoch... Ein Leben an Kings Seite stelle ich mir nicht leicht vor und ich glaube auch, dass es so gut wie unmöglich ist (zumindest aus Ieshas Sicht) dieses Leben an seiner Seite zu beenden.


    Ich bin ehrlich mit ihrer Reaktion habe ich so auch nicht gerechnet. Andererseits glaube ich schon, dass Iesha, auch wenn sie nicht in der Lage ist für ihre Kinder zu sorgen, sie trotzdem liebt. Ich kann es mir überhaupt nicht vorstellen, egal ob man nun einen dunkel- oder hellhäutigen Mann bzw. Partner hat, mit jemanden zusammenzuleben der Gewalt gegen einen selbst und im schlimmsten Maße gegen andere ausübt. Was kann einen da nur halten? Einfach schrecklich ..


    Endlich weichen in diesem Abschnitt die Fronten auf zwischen den zwei Welten von Starr.
    Aber erst muss es mal Rumsen. Dass sie Chris - und ihre Freundinnen - solange die Wahrheit verschwiegen hat, war nicht richtig. Dafür ist Chris echt verständnisvoll, nachdem er mal kurz seinen Frust abgebaut hat. Sie hat wirklich Glück mit dem Jungen. Er liebt sie wirklich und ist ein "Guter Weißer", wenn man das so sagen möchte.
    In dem Zusammenhang finde ich es etwas schade, das es so wenige Weiße im Buch gibt. Und so wenige, die positiv oder einfach normal rüberkommen. Es ist ein Buch aus Sicht der Schwarzen - sicher notwendig. Aber die Sichtweise der Weißen muss man immer erahnen. Also warum der Polizist wirklich geschossen hat, wissen wir immer noch nicht. Ich hoffe sehr, das kommt noch.


    Ich finde auch, dass Chris ihr gegenüber echt verständnisvoll reagiert, das ist nicht selbstverständlich in der gegebenen Situation. Für einige wäre das ein großer Vertrauensbruch, den sie nicht so leicht abhaken oder verarbeiten können. Mir ging es auch so, dass ich gedacht habe, dass seine Liebe zu ihr wirklich stark sein muss.
    Ich fände es auch sehr interessant, aber ich glaube diese Sichtweise bleibt uns wohl verwährt?


    Der Angriff auf Starr und ihre Familie ist krass. Und dass sie sich selber schützen müssen, weil sie der Polizei nicht vertrauen, dass ist sehr traurig und bei uns Gott sei Dank unverstellbar. Noch.


    Oh das letzte Wort macht mir irgendwie Angst, da bin ich ehrlich. Ich hoffe, dass wir solche oder ähnliche Zustände auf Dauer nie haben werden.


    Hailey kann man also endgültig abhaken. Nicht schade drum. Die hatte wirklich jeden Hieb verdient. Das ist kein Nachplappern mehr, wie ich erst dachte. Die ist wirklich eine "Bitch".


    Da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen !!


    Das ist wirklich eine ganz schreckliche Vorstellung. Wie kann man da überhaupt noch ruhig schlafen?


    Ich glaube für uns, die in einer relativ friedlichen Welt leben, mal von den Aktionen in Hamburg gerade abgesehen, die ich nebenbei extrem schockierend finde, ist das kaum nachvollziehbar.
    Aber wenn man es mal weiter spinnt, wie können die Menschen im Iran, Irak etc leben, abends schlafen gehen, versuchen ihren Alltag zu gut es geht zu bewältigen? Klar, ich denke im Unterbewusstsein ist die Angst ein ständiger Begleiter, aber so furchtbar es klingt und ist, sie wachsen damit auf :sauer: .
    Es ist schrecklich, aber ich glaube auch dort, wird sich an die Umstände möglichst gut angepasst, sag ich mal? Anders kann ich es mir nicht vorstellen.


    Interessante Frage. Ich würde einfach mal behaupten, dass sie nichts dagegen hätten. Chris aufgeklärte offene Art und Toleranz muss ja von irgendwo her kommen :zwinker:


    Oh das ist eine berechtigte Überlegung. Andererseits ist er ja auch an einer Schule, in der zwar scheinbar Menschen mit schwarzer Hautfarbe die Ausnahme sind, aber es gibt ja auch noch andere Nationalitäten dort. Ich gebe dir da vollkommen recht, Buchliebhaberin ;-).. ich vermute auch, dass er sehr offen erzogen wurde.

    So ihr Lieben, da ich den Rest des Wochenendes nicht da sein werde, mache ich hier mal weiter ;-)


    Die Lage zwischen Chris und Starr ist wieder sehr angespannt, wobei ich es in diesem Falle von Chris Seite aus wirklich nachvollziehen kann. Was ist das für eine Beziehung, in der man seinem Partner nicht seine Sorgen und Ängste anvertrauen kann/will? Ich stelle es mir schwierig vor. Man sieht aber daran, dass es Chris nicht egal ist, wie sehr er sie mag, wie wichtig ihm die Beziehung zu ihr ist. In Anbetracht der Tatsache, dass die beiden noch recht jung sind, gefällt mir das wirklich gut.


    Hehe, scheinbar hat Starrs Mum Maverick dazu gebracht, dass sie umziehen werden. Ich denke den Kindern aber auch der Sicherheit der Familie wird das sicher gut tun. Es scheint fast so, als hätte Starrs Mum ein bisschen mehr "das sagen" oder "die Hosen an" ;-).


    Die Situation, als der Ziegelstein durch die Scheibe geworfen wird, fand ich ehrlich gesagt schon bedrohlich. Wobei man auch sagen muss, dass die Familie nach Starrs Interview Auftritt mit einer Reaktion der "KINGS" rechnen sollte, oder? Gut, dass Maverick seine Familie schützen will und nach der Sache mit Khalil aber auch seinen eigenen Erfahrungen mit der Polizei, versteh ich auch, dass er eher die Gang darauf ansetzt.


    Maya wird immer mehr zum Bindeglied zwischen den beiden "Welten" von Starr, jedenfalls hatte ich den Eindruck. Das gefällt mir sehr gut.

    Nicht unbedingt. Ich finde mit 16 Jahren ist man noch sehr beeinflussbar. Eine wirklich eigene standhafte Meinung konnte ich erst im Laufe meines Studiums vertreten. Dazu braucht man ja auch verschiedene Sichtweisen und die muss man erstmal bekommen. In dem Alter ist der Informationsraum schon begrenzt.


    Na okay, ist wohl schwierig festzulegen, denke ich. Ich hab mit 16 entschieden, welchen Beruf ich ausüben bzw. erlernen will und bin in dem Bereich heute noch sehr zufrieden. Klar habe ich mir Beratung etc geholt, aber letztendlich bin ich ab dem Zeitpunkt schon sehr selbstständig gewesen.

    Ich hoffe auch, dass Seven sich von seiner Mutter und seiner Schwester lösen kann. Er ist ähnlich tragisch wie DeVante und auch wie Kahlil. Die eine Mutter ist doof und mit King liiert, die eine auf Drogen, die andere hochverschuldet. Kein tolles Mutterbild. Die Mutter von Starrs Mutter ist Alkoholikerin, fällt mir noch ein. Nur Momma ist cool.


    Ich frage mich bei Mavericks Sinneswandel, woher er so plötzlich kam? Spürt er, dass die Bedrohung bzw. die Gefahr seiner Familie in dem Viertel größer wird?
    Die Lebensumstände der Jugendlichen finde ich einfach nur schrecklich. Aber auch hier kommt die Frage auf, wieso soviele Menschen zu Drogen greifen? Sie scheinen ja auch alle scheinbar nicht zu arbeiten, wie können sie die Sucht dann finanzieren? Wobei es da ja leider genug Möglichkeiten gäbe :sauer: .. Aber man sieht an diesen Beispielen wie groß die Perspektivlosigkeit ist.. kein Wunder, dass Maverick versucht DeVante eine Chance zu ermöglichen..


    Chris und Starr finden wieder einen Weg zueinander. Das freut mich. Starr kann Chris' Unterstützung gebrauchen und nun hat auch Maverick von ihrer Beziehung mitbekommen. Dass Maverick gekränkt ist, weil Onkel Carlos eher davon erfahren hat, kann ich sogar nachvollziehen. Es ist nicht einfach, als Elternteil mitanzusehen, wie das eigene Kind sich wem anders öffnet.
    Chris hat nun auch erfahren, wie es ist aufgrund seiner Hautfarbe als "anders" wahrgenommen zu werden. Aber dennoch bleibt er bei Starr und schickt ihr sogar Liebeserklärungen. :)


    Ich hab mich auch wirklich gefreut, dass Chris und Starr sich wieder näher kommen. Starr steht nun auch öffentlich zu ihrem "weißen" Boyfriend ;-), was ich als gutes Zeichen empfinde. Auch Chris zeigt hier wirklich Stärke, denn auch in einer eher unangenehmen Situation weicht er nicht von ihrer Seite, sondern steht ihr bei.


    Oh klar, ich glaub, auch wenn man die Situation sicher nicht hundertprozentig miteinander vergleichen kann, wäre man Vater sicher auch enttäuscht, wenn ich meinem Onkel beispielsweise vor ihm meinen Freund vorstellen würde. Das kann man ja auch verstehen, andererseits hat Starr durch die Zeit, die ihr Vater im Gefängnis saß, einen wirklich engen Kontakt zu Carlos. Und Carlos ist offensichtlich in vielen Dingen auch nicht ganz so streng.

    Irgendwie hatte ich ja das Gefühl, sie plappert die dummen Sprüche von zu Hause - oder sonst woher - nach. Und wenn man ihr gleich immer sagen würde, dass das nicht geht, dann würde sie vielleicht auch mal darüber nachdenken, was sie so von sich gibt.


    Hmm meinst du nicht, in dem Alter sollte sie in der Lage sein, eine eigene Meinung zu haben bzw. selbst zu reflektieren?? Gut, wenn sie zuhause regelmäßig sowas eingetrichert bekommt, dann übernimmt man es vielleicht?? Je nachdem wie stark der Einfluss ihrer Eltern ist.. andererseits verstehe ich dann nicht so, wieso sie überhaupt befreundet sind bzw sein dürfen?? Von Haileys Eltern aus gesehen meine ich..

    Mir hat in diesem Abschnitt besonders die Situation gefallen, in der DeVante mit Starr über Khalil spricht. Er scheint ihn ja recht gut gekannt zu haben, es macht jedenfalls den Eindruck, denn er kennt Khalils Gründe, warum er gedealt hat. Ich weiß nicht, ob sie die Tatsache, dass er gedealt hat, besser macht, aber ich kann sie nachvollziehen bzw. sein Handeln durchaus eher verstehen. Starr war in Khalils Leben offensichtlich ein wichtigerer Mensch, als sie selbst es gedacht oder gespürt hat.
    Ihre Aktion über die sozialen Netzwerke gefällt mir wirklich gut, sie setzt ein Zeichen, wie ich finde und erinnert an Khalil, sorgt dafür, dass er nicht in Vergessenheit gerät.
    Abgesehen davon hilft es ihr vielleicht selbst auch, wenn womöglich nur ein wenig, das traumatische Erlebnis etwas zu verarbeiten?


    Onkel Carlos hat seinen Kollegen angegriffen :-O, es scheint so, als könne er nach außen hin seine Gefühle eher unter Kontrolle halten, schlussendlich steht er aber hinter Khalil und Starr. Er ist suspendiert.


    Ehrlich gesagt habe ich vorher gar nicht darüber nachgedacht, dass Hailey oder Maya vllt auch anderer Herkunft sein könnten. Hailey ist, für meine Begriffe, eine echt miese Freundin wenn sie so über die beiden denkt. Ganz furchtbar !! Klar sind die Ereignisse hier immer nur aus Starrs Sicht geschildert, aber ich glaube, ich möchte in diesem Fall auch eigentlich gar nicht wissen, was Hailey über Maya und Starr denkt. Ich frage mich nur, warum es erst jetzt so offensichtlich wird.


    Mr. Lewis hat ja Nerven! Es war sicher nicht so klug, King im Fernsehen anzuprangern. Ich glaube nicht, dass der Mann noch lange lebt. Mit Mut hat das schon fast nichts mehr zu tun, es ist eher Tollkühnheit, die ihn Kopf und Kragen kosten wird. Da bin ich zu 99% sicher.


    Oh, ich fürchte da muss ich dir zustimmen, es ist mehr als gewagt. Wobei es sicherlich mehr als auffällig wäre, wenn jetzt sofort was passieren würde? Oder ist den Kings das egal? Ich denke, es wird etwas geschehen, wenn die Schlagzeilen nicht mehr soo in den Köpfen der Menschen sind??


    Die Demütigung von Maverick durch die Polizisten konnte ich direkt körperlich spüren. Das war doch reine Schikane! Es hat mich gewundert, dass Mav sich da so gut unter Kontrolle hatte. Ich glaube, ich wäre ausgeflippt. Interessant dabei war, dass es ein schwarzer Polizist war, der sich schlimmer als der weiße benommen hat. Warum? Kannte er Mav noch aus seiner aktiven Zeit oder wollte er sich bei dem Weißen einschmeicheln?


    Ich fand die Situation einfach nur schrecklich :sauer:, total demütigend, aber zumindest gefühlt mit voller Absicht. Wie du schon sagst, die totale Provokation.
    Möglicherweise hat Maverick der Familie des Polizisten in seiner aktiven Zeit bei den Kings irgendwie geschadet?? Oder es ist sowas wie ein Machtspiel zwischen den weißen und schwarzen Polizisten??


    Dass die Polizei die Sache runterspielt und versucht Kahlil negativ darzustellen, war ja klar. Aber hatte er nun eine Waffe oder nicht? Auch wenn er sie natürlich nicht gezogen hat, so würde mich doch interssieren, wie gefährlich Kahlil wirklich war. Seine Widerworte waren auf jeden Fall gefährlich, dass musste er doch wissen. Oder stand er vielleicht unter Drogen und hatte deshalb so viel Mut?


    Puuh, ich bin ehrlich, dass ich die Lage nur ganz schwer einschätzen kann. Starr gegenüber hat er behauptet, dass die Polizei im Auto nichts finden würde, was ihnen schadet. Sie geht zumindest erstmal aus, dass er keine Waffe hatte, Starr hat nichts gesehen. Was aber nicht heißt, dass keine Waffe da war?? Da können wir wohl in diesem Fall echt nur spekulieren?Ich glaube nicht dass er gefährlich war, sondern denke dass er nur eine kleine Nummer in der Gang gewesen ist.


    Die Jungs in der Geschichte werden um ein Gesicht erweitert. DeVante. Keine Ahnung, was ich von seinem Wunsch, aussteigen zu wollen, halten soll. Ob er es so ernst meint damit? Oder ob er einbricht und wieder zu King läuft? Oder ist er gar ein "Spion"? Dass der Vater dem Jungen so einfach einen Job anbietet, hat nicht nur Starr sondern auch mich verwundert. Er bringt damit sich, seinen Laden und seine Familie in große Gefahr. Auch wenn er King nicht ausstehen kann und in dem Jungen ein bisschen auch sich selber sieht - das ist eine gewagte Entscheidung.


    Ich kann ihn und seinen Wunsch auch schwer einschätzen. Möglicherweise hat der Tod seines Bruders und die Tatsache, dass er ihm nicht helfen konnte, seine Einstellung zu einigen Dingen geändert. Er hat ja auch Starr und Seven zuvor schon geholfen. Oder gehörte das auch schon zu einem Plan?? War es reiner Zufall?
    Eigentlich finde ich es wahnsinnig engagiert, dass Starrs Vater DeVante helfen will, sein Leben zu ändern. Aber du hast natürlich vollkommen recht, wenn du sagst, dass er dafür einiges riskiert, da kann man wirklich nur hoffen, dass DeVante es ernst meint.

    Mich schockieren die Zustände hier wirklich immer mehr.. alleine die Tatsache, dass man sich überhaupt Gedanken machen muss, ob man rausgehen kann, weil im Nachbarviertel eine Schießerei stattfand, ist für mich kaum vorstellbar. Ich stelle mir das auch echt schlimm vor in einer solchen Gegend zu wohnen. Die Menschen dort scheinen daran gewöhnt zu sein, aber auch das finde ich, wenn man darüber nachdenkt echt furchtbar. Ich kann Starrs Mutter sehr gut verstehen, die ihren Mann drängt umzuziehen. Eigentlich muss man dort ja jeden Tag Angst um seine Familie haben?? Eine schreckliche Vorstellung :sauer:


    Die Aktion mit der Demo finde ich ehrlich gesagt, wenn es den meisten einzig darum geht, schulfrei zu haben, so habe ich es jedenfalls verstanden, absolut bescheuert. Wenn die richtige Einstellung dahinter steht, ist es echt super, aber so.. :grmpf:


    Dann lernen wir DeVante, der ja vorher auch schonmal erwähnt wurde, näher kennen. Ich kann nicht sagen warum, aber bisher traue ich ihm und seinem Versuch aus der Gang auszusteigen noch nicht. Es könnte natürlich sein, dass er es ernst meint, vllt hat der Tod seines Bruders ihm sozusagen die Augen geöffnet. Auf der anderen Seite könnte ich mir dahinter auch eine Aktion von "Onkel King" vorstellen? Ich weiß es noch nicht.


    Ganz einfach: Man wird den Toten so in Erinnerung behalten, wie man ihn zuletzt gesehen hat. Und wer will schon immer an eine blasse, eingefallene Leiche erinnert werden, die womöglich noch einen gequälten Gesichtsausdruck hat?


    Hmm, also ich kann für meinen Teil sagen, dass ich mir meine Großeltern, nachdem sie gestorben sind und aufgebarrt wurden, nicht nochmal angesehen habe, eben damit ich sie so in Erinnerung behalte, wie sie zu Lebzeiten aussahen. Abschied nehmen konnte ich auch am geschlossenen Sarg bzw. an der Urne..
    Ich stelle es mir auch total schwer vor, während der ganzen Trauerfeier vor einem offenen Sarg zu sitzen, das würde mir extrem nahe gehen. Wenn mich nicht alles täuscht, werden doch zumindest in Deutschland, alle Menschen, die aufgebarrt werden( im Bestattungsinstitut) auch hergerichtet, sprich unter anderem geschminkt? Es wird den meisten Menschen wohl wirklich leichter fallen, den Verstorbenen so zu sehen. Die Beerdigung ist ja, wie man so sagt, eher als Abschied für die Lebenden gedacht? Auch wenn das ein wenig makaber klingt?


    Ich finde das krass, dass Starr sich an der Schule so verstellen muss. Ich glaube, das könnte ich nicht. Nicht mal ihre Freundinnen wissen, wie sie wirklich ist. Und ich glaube, auch Chris kennt nur einen Teil der richtigen Starr. Hailey und Maya haben ja echt Luxusprobleme. Sie müssen in den Ferien einen auf Familie machen und auf die Bahamas oder sonst wohin reisen. Kann man es überhaupt Freundschaft nennen, was da zwischen Hailey, Maya und Starr ist?


    Ich stelle mir das auch überhaupt nicht leicht vor, es kommt einem so vor, als würde sie in zwei Welten leben, die sich in keinem Punkt ähneln. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist Starr aufgrund eines Stipendiums an der Schule? Die anderen scheinen alle aus sehr gut situierten Familien zu kommen, wenn sie es sich leisten können, auf die Bahamas zu reisen etc.. Die Freundinnen wissen ja, wie sie lebt, wissen also auch um ihre Lebenssituation, oder? Nachdenklich stimmt mich aber auch, dass sie ihre Sorgen definitiv ja nicht mit ihnen teilen kann.



    Die Befragung durch die Cops hatte ich mir in etwa so vorgestellt. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Ist doch klar, dass die Cops versuchen, ihren Kollegen rauszuhauen und die Schuld beim Opfer zu suchen. Aber ich finde, Starr hat ihre Sache ganz gut gemacht, und ihre Mutter hat sie toll unterstützt.


    Ja das ging mir wirklich genauso, ich hatte nix anderes erwartet. Ich bin aber gespannt, wie es weitergeht, vor allem die Perspektive des Polizisten interessiert mich sehr.

    Glaubst Du, Chris kennt sie wirklich? Er scheint ja Sohn reicher Eltern zu sein und kennt weder ihre Familie noch ihre Lebensumstände. Und das sie ihm so etwas Wichtiges wie diesen Mord verschweigt, das sagt mir, das es da doch schon mehr gibt, weil sie Angst hat, wie er reagiert. Weil sie weiß, dass er es gar nicht verstehen KANN.


    So hat sie es selbst ausgedrückt, das habe ich nur widergegeben? Sie sagt dass ja im Vergleich zu ihren beiden Freundinnen, dass sie sich bei ihm nicht verstellen muss. Oder habe ich das falsch verstanden?

    Das ist natürlich der Kern des Problems. Warum haben die Menschen solche Angst vor Polizisten? Weil die ungestraft Macht ausüben dürfen. Ich muss mir immer wieder vorsagen, dass die Geschichte NICHT bei uns spielt und die Vorzeichen einfach andere sind, da seit Jahren solche Vorfälle ja unter den Tisch gekehrt werden.


    Ich stimme dir da voll und ganz zu und finde eben diese Tatsache wirklich erschreckend. Andererseits wenn ich mir überlege, wieviel offensichtliche Korruption du schlichtweg durch die Armut bei der Polizei in den südamerikanischen Ländern, beispielsweise Mexico, findest, sollte es nicht verwundern, oder?
    Wenn ich mir solche Zustände jedoch anschaue und die Entwicklung dahingehend sehe, bin ich wirklich froh, hier zu leben.