Beiträge von Finchen

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ein anderes Buch mag ich jetzt eigentlich auch nicht anfangen. Es wurmt mich immer zutiefst, wenn ich ein Buch abbreche / unterbreche, das mir eigentlich gut gefällt. Dann bekomme ich irgendwie "Knoten im Kopf" und die werden in aller Regel größer, wenn ich versuche meine Leseflaute mit anderen Büchern zu überbrücken.


    Puuuh, na manchmal ist es eben einfach so. Es geht ja auch wieder vorbei, das ist mal sicher. Und so habe ich aktuell auch wieder etwas mehr Zeit / Lust um Hörbuch zu hören ..... hat ja auch was :zwinker:

    Nun hat es mich auch erwischt :ohnmacht:

    Zwar erst seit ein paar Tagen, aber das reicht mir eigentlich auch schon! Ich hänge total fest bei meiner "Abendgesellschaft der Quartiersleute" und komme keine Seite weiter, obwohl mir das Buch im Grunde eigentlich gefällt .... menno :grmpf:

    Mittlerweile konsumiere ich meine Hörbücher ausschließlich von audible und der onleihe via iPod. Das Benutzen von CDs finde ich so dermaßen unpraktisch, dass ich mich davon komplett verabschiedet habe.


    Ich liebe es, mir bei der schnöden Hausarbeit etwas vorlesen zu lassen. Dann geht mir diese lästige Notwendigkeit gleich viel leichter und lieber von der Hand. :putzen:
    Ansonsten setzte ich mich auch gerne schon mal "ganz bewusst hin" und höre zu. Ohne dabei etwas anderes zu machen. So wie andere halt TV schauen. Ich genieße diese Zeit und so manches Hörbuch habe ich auf diese Weise auch schon zusammen mit meinem Mann .... der sehr selten selber liest .... gehört. Ein nettes Gläschen Rotwein dazu, wundervoll :smile:

    Das ist auch mal einen Versuch wert, vielen Dank für den Tipp !


    Aktuell hat mein Reader Pause, weil ich im Moment nur gedruckte Bücher am lesen bin. Es dauert noch ein klein wenig, bis ich das nächste eBook an der Reihe habe und dann werde ich das mal mit dem Zurücksetzen ausprobieren. :smile:

    Das kann ich gut verstehen, Tiram. Wenn der Spaß und die Freude ein solches Buch zu führen langsam aber schleichend verdrängt werden, von dem Gefühl es tun zu müssen, dann hat das sicherlich etwas ungemein belastendes. Zumindest macht es dann einfach keinen Spaß mehr. Doch wer weiß, vielleicht packt Dich ja irgendwann wieder die Lust zum weiterschreiben :smile:

    Das Schreiben eines solchen Lesetagebuches hört sich gut an. Ist bestimmt sehr interessant, nach einigen Jahren darin zu blättern und sich an längst vergangene Leseeindrücke zu erinnern.


    Warum hast Du damit aufgehört, Tiram?

    Immer wenn ich in Büchereien, Bibliotheken oder in Literaturforen unterwegs bin und all die vielen Menschen um mich herum sehe / lese, frage ich mich manchmal, wo die alle wohnen?! Denn in meinem näheren Umfeld befindet sich ... außer mir ... nur exakt ein anderer Bücherwurm. Ansonsten bin ich scheinbar von Menschen umgeben, die dem Lesen nichts Positives abgewinnen können. :heul:


    Na ja, wenigstens mit diesem einen Bücherwurm kann ich mich über unsere gemeinsame Leidenschaft austauschen. Zumindest hin und wieder, denn so häufig sehen wir uns auch nicht. Ansonsten muss mein Mann her halten und bislang hat er, in all den vielen Jahren, noch kein einziges Mal darüber gemurrt :zwinker:

    Die Zutaten für diese Story scheinen perfekt zu sein: London, diesmal in herbstlicher Stimmung; viktorianische Friedhöfe, mal mit, mal ohne Geister; durchweg sympathische Protagonisten und das Ganze unterlegt mit dem wunderbar bildhaften Schreibstil des Autors. Ein „typischer Marzi“, könnte man also meinen. Stimmt aber nur bedingt.


    Nicht, dass jetzt ein falscher Eindruck entsteht. Mir hat das Buch gut gefallen! Jedoch war es mir im direkten Vergleich mit Marzis Serie der „uralten Metropolen“ etwas dünn und … ja, für seine Verhältnisse …. nicht tiefgängig genug.


    Ich mag es, wenn Christoph Marzi sich in erzählten Geschichten in der eigentlichen Geschichte auslebt und dadurch eine wunderbar verschachtelte, farbenprächtige Welt entstehen lässt. In Memory ~ Stadt der Träume war dies leider nicht der Fall. Und genau das habe ich schmerzlich vermisst.
    Vielleicht hätte so etwas aber auch nur sehr schwer, wenn überhaupt, in ein solch dünnes Buch von 328 Seiten gepasst. Vielleicht kann sich Christoph Marzi nur in einer mehrbändigen Serie ausleben und richtig zur Geltung kommen? Mag sein. Dennoch hat mir dieses Buch, wie gesagt, gut gefallen und erhält lediglich auf Grund seiner Kürze und relativen Knappheit einen Punktabzug.


    Fazit: Durchaus ein Wohlfühlbuch, welches man … nicht nur als Fan von Christoph Marzi und seiner Art des Schreibens … gelesen haben sollte, sondern auch für alle anderen Leser eine schöne Reise ins mystische London, die mir persönlich 4ratten wert ist.


    Ich lese seit gestern Abend "Das Geheimnis des siebten Weges" von Tonke Dragt.



    Ich kann mich noch gut an die Serie im TV erinnern (80er Jahre), hab ich immer sehr gerne geschaut. Und immer wenn ich im Wald unterwegs war und an eine Weggabelung kam, musste ich daran zurück denken :smile: Allerdings wusste ich gar nicht, dass es eine Romanvorlage gab.

    Tina:


    Aber gerne doch. Sobald ich mit dem Buch durch bin, stelle ich meine Rezi ins Forum. Ich mag Marzi's Art zu schreiben ganz einfach. Er gehört für mich unbedingt zu den Autoren, deren Bücher ich auch mehrmals lesen kann. Von den Bänden der "Uralten Metropole" zum Beispiel kann ich nie genug bekommen :smile:

    Liegt schon auf meinem Nachtschränckchen bereit, kann gleich losgehen .... gute Nacht :smile:


    Christoph Marzi: Memory ~ Stadt der Träume


    Jude Finney hat eine besondere Fähigkeit: Er kann die Träume der Toten sehen. Auf dem Highgate Cemetery, in einer Welt zwischen Realität und Traum, begegnet er der geheimnisvollen Story, einem Mädchen, das tausend Geschichten kennt, aber sich an seine eigene nicht erinnern kann. Jude ahnt, dass Story noch lebt, irgendwo in den Straßen von London. Und dass es höchste Zeit wird, sie zu finden.


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    Inhaltsangabe laut Klapptext:


    Die Zeit ist reif für Abenteuer. Elsa Johansson ist auf der Suche nach Freundinnen. Allein ist ihr das Leben zu langweilig geworden. Zum Glück kann man sich mit siebzig endlich verrückte Ideen erlauben. Zum Beispiel sich an eine Straßenkreuzung zu stellen und fremden Frauen in den Urlaub zu folgen. Elsa landet in Västerås, London und sogar in New York. Und lernt Isabella und Carina kennen, die mit Mitte fünfzig ebenfalls beschlossen haben, dass endlich etwas passieren muss. Die drei Freundinnen stellen fest, dass das Leben eine Menge zu bieten hat: Abenteuer, Liebe und vor allem Freundschaften, die sie sich schon immer gewünscht haben.



    Mein Leseeindruck:


    Die Inhaltsangabe machte mich neugierig, die Leseprobe gefiel mir (sie versprach Witz und Scharfsinn), also war die Sache klar: Das Buch wollte gelesen werden. Doch meine Vorstellungen wurden arg enttäuscht.


    Das Grundthema des Romans wurde für meinen Geschmack viel zu seicht und oberflächlich an den Leser gebracht. Die komplette Story plätscherte, ohne erkennbaren Tiefgang, vor sich hin und war stellenweise richtiggehend nichtssagend. Selbst für eine seichte Sommerlektüre war mir das etwas zu dünn.


    Zu Beginn fand ich die vielen Szenenwechsel, das permanente Hin- und Hergehüpfe zwischen den einzelnen Personen, sehr störend. Nach jedem kurzen Kapitel befand man sich plötzlich an einem anderen Ort, bei einer anderen Person. Das brachte erst mal eine gewisse Unruhe mit sich.


    Deutlich mehr gestört hat mich jedoch die Tatsache, dass man als Leser im Grunde die komplette Story mehr oder weniger immer nur im Nachhinein erzählt bekam. Prozesse, Gedankengänge, Entscheidungen und deren Umsetzung der einzelnen Protagonisten wurden lediglich in wenigen, knapp gehaltenen Sätzen ein Kapitel weiter erwähnt. Nie durfte man diese als Leser direkt mitverfolgen und begleiten. Sehr schade! Dadurch verlor das Buch in meinen Augen deutlich an Qualität.


    Lediglich die diversen Bett- und Liebesszenen wurden sehr deutlich und bildhaft beschrieben. Was mir für einen Roman dieser Machart irgendwie jedoch nicht passend und stimmig erschien.


    Trotz all dieser Ärgernisse habe ich den Roman dennoch relativ schnell und flüssig fertig gelesen. Nicht nur, weil es sich um ein kostenloses Rezensionsexemplar handelte, sondern auch, weil mir … völlig überraschend …. die Protagonisten eigentlich sehr sympathisch waren. Sie wirkten, mit all ihren Problemen und Fehlern, sehr menschlich und (fast) real. Fast deswegen, weil alle irgendwie nie finanzielle Probleme zu haben schienen, alle grundsätzlich reich waren und Geld sowieso nie ein Thema für sie darstellte. Absolut unrealistisch jedoch war die Anhäufung von „Zufällen“, die sich wie ein roter Faden quer durch das Buch zog.


    Mein Fazit: Sehr seichte Lektüre für heiße Sommertage. Ein bisschen weniger Handlung, dafür wesentlich mehr Tiefgang hätte dem Roman insgesamt deutlich besser gestanden. Für mehr als 2ratten reicht es bei mir deswegen leider nicht aus.

    Privates parallel Lesen von Belletristik mochte ich noch nie und mag es auch bis heute nicht. Ich bevorzuge viel lieber ganz bewusstes Nacheinander-Lesen, ansonsten käme ich sehr wahrscheinlich auch völlig mit den Storys durcheinander. :breitgrins:
    Und gerade bei Geschichten die mir so richtig nahe gehen und mich begeistern, lege ich sowieso nur gezwungenermaßen eine (dem schnöden Alltag geschuldete) Lesepause ein, ganz zu schweigen, dass ich dann auch noch ein ... oder mehrere .... andere Bücher zwischenschieben wollen würde.