Beiträge von Nachttraum

Literaturschock & das Forum machen eine (Sommer)Pause! Deaktivierung der Seiten vom 01.07. bis mindestens 30.09.!

    Als erstes ist mir bei dieser Frage John Irving eingefallen, aber jetzt fällt mir auf, dass ich manche der Bücher gar nicht selbst besitze.
    So ist das bei den meisten: obwohl ich sie gerne aus Besitzerstolz besäße, gehören doch viele nicht mir, besonders die sog. "Klassiker".
    Ein paar haben hier Ralf Isau angegeben: ich persönlich war nach "Pala" zu enttäuscht. Was sagt ihr denn zu den nachfolgenden ?


    Nachttraum

    Dann will ich es doch auch mal versuchen:


    Im Dezember habe ich nicht wirklich viel gelesen, aber das sind die Bücher, die ich "neu" gelesen habe:


    Gustave Flaubert: "Madame Bovary" +
    Tenesse Williams: "die Glasmenagerie"+ (eigentlich 1 1/2 Pkus)
    H. de Balzac: "verlorene Illusionen" (lese ich noch), bisher ++

    Deine Rezension beschreibt genau ein Buch nach meinem Geschmack, und es ist prombt auf meine Liste zu besorgender Bücher gerutscht.
    Mir hat zwar "M. Ibrahim..." ganz gut gefallen, aber das du betonst, dass dieses hier anders ist, fand ich sehr wichtig; schließlich will ich, auch wenn ich ein Werk des gleichen Autors lese, nicht das Gefühl haben, dass ich genauso gut das andere nochmal hätte lesen können :rollen:
    Also auch von mir vielen Dank für die Rezension bzw. deine Meinung!


    Nachttraum

    Ich habe einiges von Isau gelesen, konnte mir aber unter dem "Silbernen Sinn" nie etwas genaues vorstellen- das hat deine Rezension verändert.
    Obwohl du ja die positiven Aspekte des Buches erwähnst, bin ich mir nun sicher, dass die dieser Roman nichts für mich wäre.
    - und für solche Erkenntnisse kann eine Rezension ja auch gut sein! :zwinker:


    nachttraum

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    Jetzt versuche ich also auch einmal eine Rezension, auch wenn ich weiß, dass ich vielleicht nicht das richtige Buch für ein breites Interesse gewählt habe.


    „In den besten Jahren“ von Simone de Beauvoir knüpft an die „Memoiren einer Tochter aus gutem Hause“ an, in denen sie die Loslösung aus dem Elternhaus, ihrem Milieu und der religiösen Vorstellung beschreibt.
    Der erste Teil dieses Buches beschreibt die Zeit bis zum Angriffs Deutschland auf Frankreich. Sehr selbstkritisch beobachtet de Beauvoir ihr früheres Ich: ihre schriftstellerischen Versuche, ihre Weltanschauung, ihre Beziehung zu ihren Freunden und natürlich zu Jean- Paul Sartre. Dies tut sie in einem selbstbewussten, lebendigen Schreibstil, der das Lesen zum Genuss macht, was besonders in den Beschreibungen ihrer Reisen, die auf Grund ihrer Mittel abenteuerlich anmuten, zum Vorschein kommt.
    Allerdings musste ich manchmal eine Seite zurückblättern und etwas noch einmal lesen, wenn ich mich zu gedankenlos von diesem Schreibfluss habe tragen lassen. Es ist ein Buch, in dem man immer wieder schmökern kann, das einem immer wieder neues bietet, ohne den Gesamtkontext zu verlieren.
    Im zweiten Teil nun ist der Bericht immer wieder von Tagebucheinträgen de Beauvoirs durchbrochen, was noch besser die Kriegsjahre nachempfinden lässt, als es wahrscheinlich jeder nur im Nachhinein verfasste Bericht könnte. Auch wird genau spürbar, wie sehr die Zeit sie beeinflusst und einen inneren Wandel herbeigeführt hat (oder ihren inneren Wandel Auftrieb gegeben hat). Es geht allerdings wieder nicht nur um de Beauvoir sondern auch um ihr Erleben der Résistance, an der sie Teil hatte.
    Das Hauptthema dieser Memoiren ist die Beschreibung der Veränderung im Denken von Simone de Beauvoir (und dem Einfluss auf ihre Romane), und inwiefern diese ausgelöst wurden. So konnte dieses Buch nicht anders als kritisch und wahrheitsliebend ausfallen. Wobei die Wahrheit allerdings nicht so ausgelegt wird, dass de Beauvoir alles ins kleinste Detail beschreiben und ihr Intimleben vollkommen prostituieren würde. Wie sie selbst anmerkt, unterscheidet sich dieses Buch zu seinem Vorgänger unter anderem darin, dass sie hier nicht alles sagt und doch immer noch alles nötige, in dem sie ehrlich gegen sich selbst ist, ohne schamlos zu sein.


    Für eine annähernd vollständige Rezension darf ich nicht unterschlagen, dass ich mir doch an einer Stelle dachte, warum ist dieses Buch nicht endlich zu Ende? Daraufhin habe ich es kurz weggelegt, um mich dann wieder fangen zu lassen.
    Ich gebe diesem Buch also nicht die ganze Punktzahl, aber bloß aus Gründen, die man der Autorin nicht zum Vorwurf machen kann. Man muss diese Sprache lieben und ein gewisse Portion an Interesse im Vorfeld mitbringen, um diese dann später zu steigern, auch wenn der Einstieg in das Buch leicht ist. Zudem darf man als „normaler“ Leser nicht erwarten, alles zu verstehen, denn, und es kommt sehr, sehr selten vor, aber es kommt vor, dass die Autorin einmal in einem Satz ein Thema anschneidet bzw. einen philosophischen Begriff benutzt, der nicht unbedingt geläufig ist, so dass man nicht vollkommen folgen kann. Hätte sie dies aber nicht getan, so wäre es unvollständig und ebenfalls nicht richtig, weswegen man es ihr nicht verübeln kann.
    4ratten





    nachttraum

    Ungelesene Bücher sind bei mir auch immer im Regal einsortiert, aber einen extra Platz habe ich für ausgeliehene Bücher, damit ich weiß, dass ich diese vorzugsweise vorher lesen und vorsichtiger behandeln sollte. Dann denke ich auch nicht irgendwann, dass sie mir gehören, weil sie so schön zu den anderen passen.
    Das Problem bei mir ist, wenn ich in diesem Forum bin, habe ich entweder andauernd das Bedürfnis neue Bücher zu kaufen oder aber meinen Bestand umzusortieren...
    statt für meine Klausuren in der nächsten Woche zu üben, wie ich vielleicht hinzufügen sollte :sauer:

    "Durch einen Spiegel..." ist einfach- und ich weiß, dass das abgeschmackt klingt - wunderschön, aber mit "Vita brevis" konnte ich gar nichts anfangen.
    Ansonsten würde ich für zwischendurch (oder als Nebenlektüre, wenn man "Sofies Welt" liest :zwinker: ) "der seltene Vogel" von Gaarder empfehlen. Es handelt sich um eine Ansammlung von Erzählungen und Kurzgeschichten, die, jede für sich, überaus interessant und abwechslungsreich sind; hier ein kleiner Auszug aus "Theobald und Theodor":
    "Theobald war eine Romanfigur, die sich nicht länger der Phantasie ihres Autors unterwerfen wollte. Theobald wollte Taten vollbringen , wie sie sich der Autor nicht träumen ließ. Er wollte zu Wörtern greifen, die es im Wortschatz des Autors nicht gab..."
    Die hier angeschnittene Thematik kennt man ja schon in gewisser Weise von Gaarder, aber das Buch birgt auch noch ganz andere Ideen.
    Im Allgemeinen finde ich immer, dass Gaarders Texte einen norwegischen Charme haben, obwohl ich das gar nicht wissen kann, weil ich noch nie dort war..


    Und das "orangenmädchen" steht jetzt auf meiner Wunschliste!
    Gruß
    nachttraum

    Ich besitze, wenn man berücksichtigt, dass ich mir andauernd die Bücher meiner Familie aneigne, alle. Gelesen habe ich, wenn man die Bibel, die ich nicht im klassischen Sinn gelesen habe, sondern nur darin ab und zu gestöbert, ausnimmt, sechs.
    Ich fand es aber schon interessant, zu hören, welchen auf der Liste der "Besten" sind.
    -> eine gute Idee, diese Umfrage hier!


    Nachttraum

    pchallo
    Hier mein bisheriger Stand der Bücher, die ich auch wirklich zu Ende gelesen habe:


    Oscar Wilde: "Das Bildnis des Dorian Gray" ++
    J.P. Sartre: "die Kindheit eines Chefs" (Erzählung) ++
    J.P. Sartre: "Herostat" (Erzählung) +
    George Sand: "Flavie" +
    Tschechow: "eine langweilige Geschichte": +


    Wie man sieht, bin ich nicht sehr kritisch! Mir ist es schwer gefallen, nicht allen 2 Plusse zu geben, aber das wär ja auch unfair, denen gegenüber, die mir doch ein bisschen besser gefallen haben...

    Wer mir sofort eingefallen ist:
    Rose Ausländer.
    Es gibt vielseitigere, es gibt auch bessere, aber sie ist die, die mich am meisten - ja, ich wage mal es so zu sagen: "geprägt" hat


    Das Gedicht, was für sich mein Favourit ist:
    :anbet:"der Panther"

    Vielleicht solltest du ihr aber auch einen ganz dicken Wälzer schenken, der sie vielleicht ein bisschen fesseln kann, so dass ihre Gedanken nicht immer nur um ein Thema kreisen.
    ich wünsche dir und deiner Cousine alles Gute;
    es ist sehr schön, dass du ihr so hilfst.
    :knuddel:
    nachttraum

    Ralph Giordanos Begleiter hat uns mal das Buch vor längerer Zeit geschenkt; ich bin überrascht, hier eine Besprechung zu finden und werde es jetzt wahrscheinlich auch mal lesen, so gut wie das hier klingt!
    Wie klein die Welt ist!
    (ein Ausspruch, den ich schon immer mal verwenden wollte :breitgrins: )
    Allerdings hast du glaube ich vergessen, Leseratten zu vergeben.


    nachttraum
    Dieser Begleiter ist übrigens auch selbst Schriftsteller.

    also, ich bin dann doch überrascht, wie oft hier Böll zu den schlechten Erfahrungen gezählt wird...
    ich hab zwar nichts von ihm in der Schule gelesen, finde aber alles, was ich von ihm kenne, richtig gut (außer vielleicht "der Engel schwieg"- das müsste ich aber nochmal lesen)
    Was mich meistens an Schullektüre stört, ist, wenn ich es nicht in meinem Tempo lesen darf.
    Am besten hat mir bisher gefallen
    "das Parfum" von Süskind
    und
    "die Physiker" von Dürrenmatt.


    Was ich sonst nie gelesen hätte, wäre de bello gallico
    von Caesar (auch wenn ich nur Ausschnitte jetzt gelesen habe; aber jetzt fand ich es sogar richtig interessant.


    Schlimm finde ich es wenn Lehrer Bücher so zerlegen, als ob es mathematische Aufgaben wären. Wenn ich schon ein Buch "zerlege", dann mit Genuss für mich in einem Referat, ohne die Ganzheit zu vergessen.


    Den "Panther" kenne ich übrigens auch aus der Schule und finde ihn großartig (mehr als das).


    Wie fandest du Medea - Stimmen von Christa Wolf , denn genauer, Saphria? das liegt bei mir nämlich schon ewig rum und ich weiß nicht recht, was ich damit anfangen soll.

    Also, ich habe gelesen


    - die Neschantriologie
    - der Kreis der Dämmerung (1-4)
    - das Echo der Flüsterer (obwohl der Klappentext mich abgeschreckt hat, ist es gut- über die Kuba-Krise)
    - Pala (nette Idee, aber leider langweilig geschrieben)
    - das Museum der gestohlenen Erinnerungen


    Also, eigentlich hat mich nur "Pala" enttäuscht, wie ich ja irgendwo schonmal geschrieben habe.
    Wenn "die Bibliothek..." so gut ist, wie ihr sagt, lese ich sie dann doch noch und gebe Isau eine Chance! :sonne:

    im Moment habe ich unwahrscheinlich viel Zeit zu lesen, weil ich wegen Überbelastung der Handgelenke nicht mehr schreiben darf (tippen ist eigentlich auch verboten :rollen: ).
    Nu ja, abgesehen von meinem SUB gibt es in dieser Wohnung noch jede Menge andere Bücher, die mir nicht gehören, also lässt sich die Frage gar nicht richtig beantworten.
    Manchmal lese ich auch mehrere Bücher aufeinmal, wenn ich zu einem Buch (z.B. von Balzac), von dem ich weiß, dass ich später nicht mehr davon lassen kann, nur langsam Einstieg finde...

    Irgendwo kam hier Isau vor -
    ich fand "Pala" war schon eine Enttäuschung!
    Der erste Name, der mir spontan eingefallen ist, war ebenfalls John Irving. Ansonsten würde ich zu denen hier allen schon aufgelisteten noch Gaarder hinzugesellen wollen, aber ich fand "das Leben ist kurz" so enttäuschend, dass ich es nicht mal zu Ende gelesen habe :sauer: