Beiträge von Mine_Bue

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Der Autor Oliver Pötzsch hat mit dem historischen Kriminalfall „Das Mädchen und der Totengräber“ den zweiten Fall für Leopold von Herzfeldt geschrieben. Hierbei ist es meiner Meinung nach nicht zwingend erforderlich, dass man den Vorgänger „Das Buch des Totengräbers“ bereits gelesen hat. Jedoch steigert es meiner persönlichen Ansicht nach das Lesevergnügen, wenn man die Charaktere bereits kennt.



    Klappentext:


    Wien 1894: Totengräber Augustin Rothmayer wird von Inspektor Leopold von Herzfeldt um einen ungewöhnlichen Gefallen gebeten: Der kauzige Totengräber vom Wiener Zentralfriedhof, der jede Spielart des Todes kennt, soll ihm alles über das Konservieren von Verstorbenen erzählen. Es geht um Leopolds neuen Fall: Im Kunsthistorischen Museum wurde ein Sarkophag mit einer Leiche gefunden. Doch es handelt sich nicht um eine jahrtausendealte Mumie. Der Tote ist ein berühmter Professor für Ägyptologie, dessen Leichnam erst vor Kurzem nach altem Ritus präpariert wurde. Schnell wird spekuliert, der Professor sei einem uralten Fluch zum Opfer gefallen. Doch weder Rothmayer noch von Herzfeldt glauben an eine übersinnliche Erklärung. Sie sind sich sicher: Es war Mord!



    Der Autorenname Oliver Pötzsch war mir persönlich kein Fremdwort mehr. Habe ich doch schon einige historische Romane aus seiner Feder gelesen. Besonders seine historische Reihe rund um die Henkerstochter ist vielen Lesern von diesem Genre ein Begriff. Aber durch sein eigenständiges Werk „Die Burg der Könige“ hat sich Pötzsch einen Platz in meinen Lieblingsbüchern gesichert. Und auch der erste Teil rund um den Ermittler von Herzfeldt konnte mich schon sehr begeistern. Daher waren meine Erwartungen an diese historische Fortsetzung doch recht hoch und dennoch konnte der Autor diesen Hoffnungen gerecht werden.


    Schon der erste Blick in das Buch bietet einen positiven ersten Eindruck. Dieses ist mit einer historischen Karte von Wien und einem umfangreichen Personenregister ausgestattet.


    Der Schreibstil von Oliver Pötzsch ist, wie ich es nicht anders aus seinen bisherigen Büchern gewohnt war, wieder sehr angenehm, sodass sich das historische Buch mit Krimieinfluss flüssig lesen lässt. Die Seiten sind sehr zügig dahingeflogen, es entsteht eine regelrechte Sogwirkung – man möchte dieses etwa 500 Seiten umfassende Werk nur ungern wieder aus der Hand legen. Nur allzu schnell war das Werk ausgelesen, und ich habe hier wirklich jede einzelne Seite genossen. Auch schafft es der Autor gekonnt, eine dichte und packende Atmosphäre aufzubauen. Ich hatte hierbei das Gefühl, dass der Autor einen in die damalige Zeit hineinkatapultiert und sieht dadurch die Welt aus den damaligen Blickwinkeln im Zusammenhang der damaligen Zeit. Auch die Darstellung der beschriebenen Orte und der handelnden Personen ist sehr gelungen. Ich konnte mir alles nur allzu gut vorstellen, wurde in diese vergangene Zeit hineingesaugt und hatte das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Spannend wird hier eine packende Geschichte erzählt. Schon auf den ersten Seiten wird der Leser sofort in das Geschehen hineingezogen. Mitten in Wien wird eine frische Mumie gefunden, dessen Todesumstände sehr mysteriös sind. Aber auch weitere Mordfälle geschehen, welche Grund zum Rätseln geben. Immer tiefer wird man in diesen spannenden Strudel hineinzogen und schon bald stellt man seine eigenen Ermittlungen und Vermutungen an, überlegt wie die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Taten sein könnte und was wohl dahintersteckt.


    Gut gefallen haben mir auch dieses Mal wieder die Anfänge von neuen Kapiteln. Diese beginnen mit einem Auszug aus dem Werk von dem Totengräber Augustin Rothmayer „Totenkult der Völker“. Diese sind immer sehr unterhaltsam und zeitgleich informativ.


    Von der Aufstellung der Charaktere bedient sich Pötzsch schon bei den altbekannten Gesichtern aus dem Vorgängerroman. Im Zentrum steht der fortschrittliche und noch junge Ermittler Leopold von Herzfeldt. Dieser ist noch nicht lange in Wien, kommt eigentlich aus einer jüdischen Familie, welche in Graz sesshaft ist. Leopold hat es mit seinen Arbeitskollegen nicht immer einfach – besonders, weil er neue Ermittlungsmethoden in Wien einführen möchte und dabei oftmals auf taube Ohren stößt, aber auch Leopold selber ist nicht immer ein einfacher Charakter. Zu gerne hätte ich ihn manchmal geschüttelt. Stellenweise war er mir nicht immer sympathisch. Besonders zu Beginn des Buches wirkte er auf mich recht oberflächlich und von materiellen Dingen besessen. Sein Privatleben mit Julia hat unter seinem Beruf zu leiden, als Ermittler hat man nicht pünktlich Feierabend. Aber auch sein Umgang mit ihr und der Tochter Sissi ist nicht gut für die gemeinschaftliche Beziehung. Am Ende macht Leo ein Umdenken durch, sodass sich auch sein Verhalten in Bezug auf seine Mitmenschen ändert. Ich hoffe, dass dies von Dauer sein wird. An der Seite von Leo ist auch dieses Mal wieder Julia Wolf, welche nun als Tatortfotographin arbeitet. Sie hat ihr Herz an richtiger Stelle und hilft auch denjenigen, welche sich nicht selbst helfen können und wenn Julia der Überzeugung ist, dass sie unschuldig sind, dann setzt sie alle Hebel in Bewegung.


    Und dann kommen wir noch zu meinem einzigen Kritikpunkt. Der Totengräber Augustin Rothmayer. Ich mag diesen kauzigen Charakter sehr gerne, welcher durch seine geistigen und umfangreichen Gedankengänge zu bestehen weiß. An seiner Seite lebt nun die junge Anna mit, welche er nicht ganz legal aufgenommen hat. Wie kann man diesen beiden überzeugenden Charakteren nur so wenig Raum geben? Besonders wenn der Titel des Buches den beiden gewidmet ist? Ich hätte nur zu gerne mehr über Augustin gelesen – seine Szenen bereichern dieses Buch ungemein. Daher bitte mehr davon!



    Insgesamt konnte mich der Autor Oliver Pötzsch mit seinem neuen historischen Kriminalfall „Das Mädchen und der Totengräber“ wieder in seinen Bann ziehen. Ich wurde ausgesprochen gut unterhalten. Ich bin im bereits vergangenen Wien an der Seite von Leopold von Herzfeldt gewandelt und bin dem Geheimnis einer Mumie auf der Spur gewesen. Dafür möchte ich 4,5 Sterne vergeben und eine klare Leseempfehlung für alle Leser von historischen Romanen aussprechen.


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus::tipp:

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    Der Fantasy- Roman „A Song of Wraiths and Ruin – Die Spiele von Solstasia“ stammt aus der Feder von Roseanne A. Brown. Dieses Buch ist der Auftakt zu einer geplanten Dilogie und ist somit ohne Vorkenntnisse lesbar.



    Klappentext:


    Alle zehn Jahre findet im Königreich Sonande das berühmte Solstasia-Turnier statt, bei dem alle Nationen des Reiches zusammenkommen, um dem Wettstreit der Champions beizuwohnen. Doch für die junge Königin Karina geht es um viel mehr: Um ihre Mutter wiederbeleben zu können, braucht sie das Herz eines Königs. Daher bietet Karina dem Gewinner des Festes ihre Hand an…Zur gleichen Zeit kommt Malik mit seinen beiden Schwestern in die Hauptstadt Ziran, voller Hoffnung auf ein neues Leben fern von Krieg und Gewalt. Malik freut sich auf die Festlichkeiten rund um Solstasia – bis ein rachsüchtiger Geist seine kleine Schwester Nadia entführt und einen furchtbaren Preis für ihr Leben verlangt: den Tod von Königin Karina. Für Malik gibt es nur eine Chance, Karina nahe genug zu kommen, um sie zu töten: Er muss das Solstasia-Turnier gewinnen …



    Von diesem Fantasy- Buch hat man schon einiges gehört und die dazugehörige Leseprobe hat sich vielversprechend angelesen. Daher habe ich mich voller Erwartungen herangewagt.


    Der Schreibstil von Brown ist recht angenehm, sodass man auf angenehme Weise in die Story eingeführt wird. Dennoch empfand ich die ersten Seiten als etwas zäh. Man wird in die Welt und in die Charaktere eingeführt und stellenweise lief die Handlung etwas schleppend. Ich musste mich durch die ersten Seiten etwas durchbeißen. Mir hat bei diesem Fantasybuch teilweise die Spannung gefehlt. Ich hätte mir mehr Action gewünscht bzw. auch durch den Klappentext erwartet. Dieser verspricht packende Spiele und spannungsgeladene Turniere. Ich hätte mir diese Spiele packender vorgestellt. In diesem Bezug wurde ich jedoch enttäuscht. Teilweise sind die Aufgaben sehr einfach gehalten, mir hat es hier an Spannung gefehlt. Auch die fiktive Welt ist vielversprechend und bietet einiges an Potential. Es gibt einige interessante Ansätze und es werden einige Andeutungen über die Traditionen und Glaubensrichtungen in dieser Welt. Doch leider fehlen mir hier manchmal die Details. Die gezeichnete Welt birgt viel Potential, doch leider fehlen hier stellenweise ein paar erklärende Worte. Allgemein ist das Setting recht interessant gestaltet und konnte mich überzeugen. Es gibt viele Ansätze und die Grundidee konnte mich auch überzeugen. Doch leider empfand ich die Umsetzung als mangelhaft. Hier hätte man mehr daraus machen können und vielleicht noch ein paar weitere Erklärungen in die Handlung mit einstreuen können.


    Die beiden Protagonisten heißen Malik und Karina. Malik ist ein Junge aus einfachen Verhältnissen, welcher in eine Region bzw. Stamm geboren wurde, die nicht so angehsehen ist, sodass er seine eigene Herkunft verleugnet. Er ist mit seinen beiden Schwestern nach Sonande geflüchtet-. Auch hat Malik mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen. Doch es gibt auch Momente, in denen Malik seine weiche Seite zeigt. Er macht im Verlauf des Buches eine gewisse Wendung durch. Karina ist der weibliche Gegenpart. Sie ist recht stark, aber andererseits doch recht unsicher und labil. Sie wird durch Selbstzweifel geplagt, welche sich in einer feindlichen Umgebung behaupten muss. Leider hat mir persönlich der Bezug zu den Charakteren gefehlt. Auch durch die Perspektivenwechsel wird keine tiefere Verbindung zu den Protagonisten aufgebaut. Diese waren über die ganze Länge recht unnahbar – ich konnte keine Beziehung zu diesen aufbauen.



    Insgesamt konnte mich Roseanne A. Brown mit ihrem Auftakt „A Song of Wraiths and Ruin –Die Spiele von Solstasia“ gut unterhalten. Die Grundidee hat mir gut gefallen, es gibt einige tolle Ansätze. Doch leider wird hier meiner Meinung nach das Potential nicht vollständig genutzt. Man hätte mehr aus der fiktiven Welt machen können und auch der Bezug zu den Charakteren hat mir persönlich gefehlt. Auch der Spannungsaufbau war anders als erwartet, dennoch hat das Buch durchaus so seine packenden Momente. Insgesamt möchte ich 3,5 Sterne vergeben.


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    Mit dem Werk „Viral. Blutrausch“ hat der bekannte Kriminalbiologe Marck Benecke seinen ersten Kriminalroman geschrieben, welche als Crime- Noir- Geschichte angepriesen wird. Diese kann man ohne Vorkenntnisse lesen.



    Klappentext:


    Eine Mordserie erschüttert eine deutsche Großstadt. Leichen von jungen Frauen tauchen an unterschiedlichen Fundorten auf. Der Gerichtsmediziner macht eine grausige Feststellung: Den Frauen wurden mit chirurgischer Genauigkeit große Mengen Blut abgenommen. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Wer steckt hinter den Schneewittchen-Morden?
    Hauptkommissarin Christine Peterson fordert die Unterstützung der Privatermittler Janina Funke und Bastian Becker an. Doch die Spurensuche erweist sich als schleppend. Je länger die Mordermittlungen andauern, desto mehr Verschwörungsmärchen verbreiten sich im Netz. Nach und nach entwickeln sie sich zu einer ganz eigenen, echten Bedrohung.



    Ich habe bereits mehreren Vorträgen von Marck Benecke gelauscht. Daher war ich sehr auf seinen Kriminalroman gespannt, konnten mich seine Vorträge bisher immer begeistern. Auch der Klappentext klang sehr vielversprechend, blutleere Leichen klang nach einem spannenden Abenteuer. Doch leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Mich hat dieser Kriminalroman jedoch etwas ratlos zurückgelassen.


    Schon der Schreibstil konnte mich leider nicht so richtig überzeugen. Dieser war recht emotionslos und stellenweise auch recht holprig. Die Zeitformen wurden nicht immer konsequent eingehalten und auch die Dialoge wirkten zum Teil sehr sperrig. Es konnte meiner Meinung nach auch keine richtige Atmosphäre aufgebaut werden. Es gibt in Bezug zu den Lokalitäten auch nur recht vage Andeutungen, sodass es mir schwergefallen ist, mir sowohl die Örtlichkeiten als auch die Charaktere vorzustellen.


    Zu Beginn wird man gleich in die Story hineingeworfen, sodass man sich gleich am ersten Tatort empfindet. Dieser direkte Einstieg gefällt mir eigentlich recht gut. Doch bei diesem Roman wird man erst einmal mit Namen überrumpelt, welche man erst einmal sortieren muss. Mir fehlt hier ein bisschen die durchdachte Charaktereinführung. Auch allgemein werden die Charaktere in diesem Buch nur sehr oberflächlich dargestellt. Es gibt eine breite Bandbreite an Personen, welche für den Fall wichtig sind. Teilweise klingen hierbei die Frauennamen auch noch recht ähnlich. Doch eine Charaktertiefe, auch bei den Protagonisten, sucht man hier vergeblich. Dies führt dazu, dass ich auch keine Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Mir persönlich war es eigentlich egal, ob sie innerlich leiden mussten. Benecke bedient sich hier auch einiger Klischees. Ein ehemaliger Polizist, der jetzt als Privatermittler arbeitet, dabei sein Leben nicht in den Griff bekommt und mit der Hierarchiestruktur der Polizeibehörde nicht zurechtkommt. Oder eine junge zielstrebige Polizistin, die sich in ihren Theorien verrennt und dabei die klassischen Polizeiarbeiten über Bord wirft, um auf eigene Faust den Fall zu lösen.


    Ich finde es ebenfalls schade, dass die Polizeiarbeit hier auch nur knapp angerissen wird. Ein roter Faden ist leider nicht wirklich erkennbar. Teilweise gibt es inhaltliche Sprünge, sodass man sich als Leser fragt, ob man vielleicht etwas überlesen hat. Es wird ein möglicher Täter präsentiert. Aber wie man genau auf diesen gekommen ist, wird nicht weiter ausgeführt. All dies führt dazu, dass kein richtiger Spannungsbogen aufgebaut wird. Es fehlt einfach an Spannung auf allen möglichen Ebenen. Es werden lediglich diverse Tatsachen aneinandergereiht. ohne dabei auf die Zusammenhänge einzugehen. Dies führt auch dazu, dass kein richtiges Gefühl für die Geschichte aufkommt.


    Viele – teils unglaubwürdige- Zufälle führen am Ende dazu, dass dann doch noch der richtige Täter gefunden wird. Und diese letzten Seiten erzeugen wenigstens ein paar spannende Momente. Dennoch kann dieser kurze Ausbruch an Spannung nicht über die vorherigen Seiten hinwegtrösten.



    Insgesamt konnte mich Mark Benecke mit „Viral. Blutrausch“ mit seinem Kriminalroman nicht überzeugen. Es hält einfach nicht, was sowohl Titel als auch Klappentext versprechen. Mir hat es hier persönlich an allem gefehlt, zum Beispiel Charaktertiefe oder auch spannende Ermittlungsarbeiten. Lediglich die letzten Seiten zeigen, dass der Autor Spannung erzeugen kann. Daher kann ich leider nur 2 Sterne vergeben.


    2ratten:flop:

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    Die Autorin Ann- Kathrin Karschnick hat mit „Assassin’s Wood – Bürokratie kann tödlich sein“ ihr neustes Fantasybuch geschrieben. Dieses Werk kann dabei ohne Vorkenntnisse gelesen werden.



    Klappentext:


    Mit einem Namen wie Penta Colt hätte er sich in der Unterwelt von Ulmenstadt vermutlich ein Imperium aufbauen können. Als gnadenloser Anführer einer Diebesbande oder als windiger Besitzer eines der berüchtigten Casinos. Stattdessen arbeitet Penta als Beamter in der Todesgilde und verwaltet die Tötungsaufträge seiner Assassinen. An seiner Seite: Wurzel. Ein töpflich und geistig inkontinenter Ginko-Bonsai, der seinen Mund nicht halten kann und Penta immer wieder in Bedrängnis bringt. Eines Tages übernimmt er die Urlaubsvertretung für einen Kollegen und damit auch die Betreuung des berühmten Gentleman-Assassinen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Zeitgleich lernen wir die junge Tonia Fill kennen, die auf sehr eindrucksvolle Weise ihrer Heimatstadt klarmachen möchte, dass es mordende Assassinen gibt. Wie sie darauf kommt? Ihre Mutter wurde vor 20 Jahren vom Gentleman-Assassinen vor ihren Augen ermordet. Und das versucht sie seit Jahren zu beweisen.



    Ich kannte bereits schon ein paar Bücher aus der Feder von Ann- Kathrin Karschnick, besonders ihre Phoenix- Reihe ist mir hierbei in Erinnerung geblieben. Da mich der Klappentext zu „Assassin’s Wood“ angesprochen hat (ich mag einfach Bücher über Assassinen), habe ich mich voller Vorfreude an dieses Buch gewagt. Und habe doch ein bisschen etwas anderes bekommen, als ich erwartet hätte.


    Der Schreibstil von Karschnick ist sehr angenehm und bildhaft. Dies war ich bereits aus ihren anderen Fantasybüchern, welche ich von ihr gelesen habe, gewohnt. Auch ist ihr Stil sehr humorvoll gehalten. An einigen Stellen ist mir hierbei ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert worden. Aber manchmal war mir dies einfach zu überladen, hier wäre an manchen Passagen weniger mehr gewesen. Teilweise empfand ich den Humor, der sich konsequent durch das Buch zieht, etwas anstrengend. Dennoch schafft es Karschnick, dass es stimmig wirkt. Auch ein paar Andeutungen werden im Verlauf des Buches gemacht, über welche ich mich gefreut habe. Beispielsweise bringt sich die Autorin selbst in das Buch mit ein oder auch die Andeutung der Tardis aus Doctor Who hat mich erfreut.


    Positiv möchte ich auch noch den fantasievollen Weltenaufbau erwähnen. Das Konzept mit der schwimmenden Insel und den sprechenden Bäumen fand ich recht ansprechend. Es gibt Parallelen zur realen Welt, welche gekonnt umgesetzt wurden sind. Die Welt selbst ist mit vielen liebevollen Details versehen worden, sodass diese durchaus realistisch erscheint. Man könnte sich gut vorstellen, dass solch eine Insel auf dem Meer umher schwimmt.


    Auch die Story an sich ist unterhaltsam und auf verschiedene Arten wird Spannung erzeugt. Es gibt jedoch ein paar Wendungen, welche für mich persönlich nicht so überraschend waren. Aber darüber kann ich hinwegsehen.


    Im Mittelpunkt der Story steht Penta. Dieser ist als Beamter in der Todesgilde angestellt und führt fleißig die Bücher, er geht in Paragraphen auf und achtet eigentlich genau, dass diese auch eingehalten werden. Doch schon zu Beginn des Werkes passiert Penta ein folgenschwerer Fehler, den er vertuschen will. Dabei kommt bei ihm immer wieder der Bürokrat durch. Da fragt man sich, wie Penta bisher in der Unterwelt bestehen konnte. Auch ist er im Allgemeinen nicht so hilfreich für das erfolgreiche Abschließen des Abenteuers. Eigentlich behindert er eher diverse Aktionen und steht im Weg rum. An seiner Seite ist der sprechende Bonsai namens Wurzel. Er ist ein Dunkelnetzschnüffler und ist somit wichtig, damit Penta Zugang zum Surfer hat. Wurzel besticht durch seine sarkastischen Bemerkungen. Und man mag es kaum glauben, dieser kleine Bonsai ist bedeutend wichtiger und hilfreicher für die Mission als der menschliche Begleiter Penta an seiner Seite. Der weibliche Gegenpart bildet Tonia. Sie ist die Tochter eines reichen Unternehmers. Als kleines Mädchen musste sie mit ansehen, wie ihre Mutter einem Auftragsmord zum Opfer fiel. Seitdem versucht sie, die Gilde der Assassinen an die Öffentlichkeit zu bringen und sie damit zu Fall zu bringen. Tonia ist eine starke und taffe junge Frau, die viele Talente besitzt. Allgemein sind die Charaktere recht unterhaltsam, auch wenn sie mir nicht wirklich ans Herz gewachsen sind. Ich habe mitgefiebert, aber so richtig um sie gebangt habe ich leider nicht. Wurzel hat, meiner Meinung nach, dieses Fantasybuch sehr bereichert. Die menschlichen Charaktere sind für mich eher blass geblieben.


    Allgemein habe ich eine spannende, abenteuerreiche und actiongeladene Assassinen- Story erwartet. Bekommen habe ich eine humoristische Schnitzeljagd nach einem Auftraggeber der Todesgilde. Dies habe ich persönlich nicht erwartet und hat mich daher mit gemischten Gefühlen zurückgelassen.



    Insgesamt hat mich die Autorin Ann- Kathrin Karschnick mit „Assassin’s Wood – Bürokratie kann tödlich sein“ gut unterhalten. Doch leider war mir der Humor stellenweise etwas zu viel und auch die Charaktere sind mir nicht so ganz ans Herz gewachsen. Dafür mochte ich den Weltenaufbau und die Story war auch recht unterhaltsam. Daher möchte ich 3,5 Sterne vergeben.


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Der Thriller „Braves Kind“ ist aus der Feder von Gunnar Schwarz. In diesem Buch ermittelt Sina Claasen mit ihrem Kollegen Eric Bartels, nachdem im Internet ein Video aufgetaucht ist, in dem ein totes Mädchen mit ihrer Puppe eine zentrale Rolle spielt.



    Klappentext:


    Siehst du das brave Mädchen in ihrem weißen, durchweichten Kleid? Siehst du die blutige Stoffpuppe, die sie als einzigen Trost im Arm hält? Ich weiß, was du getan hast! Ich habe dich Visier, und schon bald stehe ich vor deiner Tür. Und dann gnade dir Gott! In Hamburg verbreitet sich ein verstörendes Video. Ein Mädchen in einem weißen Kleid liegt tot am Elbufer, in ihrer Hand eine blutverschmierte Stoffpuppe. Kommissarin Sina Claasen nimmt zusammen mit ihrem Kollegen Eric Bartels die Ermittlungen auf. Anstatt des Kindes entdecken sie die grausam zugerichtete Leiche eines Hamburger Politikers. Ein schrecklicher Verdacht keimt auf...



    Bisher habe ich von dem Autor Gunnar Schwarz noch kein Buch gelesen. Aber ich fand den Klappentext ansprechend und habe daher den Versuch gewagt, ob dieser Thriller nach meinem Geschmack ist.


    Zunächst einmal möchte ich die spannende Grundthematik positiv erwähnen. Hier werden einige heikle Themen angerissen und spielen einen wichtigen Aspekt für den Verlauf der Handlung. Viele dieser Themen sind nicht für jeden Leser einfach zu bearbeiten und Themen wie Kindesmissbrauch sind nicht leicht zu verarbeiten. Auch werden hier spannende Wendungen eingebaut, wobei einige für mich überraschend kamen, andere dagegen leichter vorhersehbar waren. Der Thriller ist in kurze und knappe Kapitel eingeteilt, welche das Tempo und die Spannung noch zusätzlich vorantreiben. Leider bedient sich der Autor jedoch einiger Klischees. Es gibt einige oberflächliche Andeutungen und klischeehafte Charakterzüge, dies fand ich persönlich etwas störend. Oder auch die Darstellungen der weiblichen Charaktere waren mir teilweise zu sehr an Klischees angelehnt.


    Für mich war in diesem Thriller die Darstellung der Charaktere ein großer Kritikpunkt. Leider hat es der Autor nicht geschafft, dass ich einen Bezug zu den Protagonisten oder auch den Nebencharakteren aufbauen konnte. Mir waren die Protagonisten leider nicht sympathisch und sind mir auch nicht im Verlauf des Buches ans Herz gewachsen. Sina ist eine typische toughe Ermittlerin, die auch mal Risiken eingeht. Sie hat eine kleine Tochter und ihr Mann ist nicht glücklich, dass die im aktiven Außendienst arbeitet. Das Familienleben ist nicht immer sehr harmonisch. An ihrer Seite ist ihr Partner Eric. Dieser ist Single, sucht aber aktiv die Partnerin fürs Leben. Außerdem scheint er extrem gutaussehend und athletisch zu sein, die Frauen schauen ihm hinterher. Man merkt allein schon bei der Charakterbeschreibung, dass der Autor sich hier dem typischen Bild von weiblichen und männlichen Polizisten bedient hat. Auch finde ich es schade, dass die beiden nicht wirklich miteinander arbeiten – es zieht jeder so sein eigenes Ding durch und im Nachhinein wird dann der andere darüber informiert. Auch die Schwester von Maya fand ich etwas anstrengend. Sie ist sehr naiv und handelt sehr kopflos. Oftmals kann man über ihr Handeln nur den Kopf schütteln, dies wirkt alles nicht sehr durchdacht.


    Am Ende geht es nochmal heiß her und endlich werden der Fall und die genauen Umstände aufgelöst und erklärt. Diese lassen sich zügig lesen und auch die Auflösung fand ich gelungen.



    Leider konnte mich Gunnar Schwarz mit seinem Thriller „Braves Kind““ nicht komplett überzeugen. Die Handlung an sich war spannend und auch die Thematik fand ich ansprechend. Dafür konnten mich leider die Charaktere leider nicht überzeugen. Daher möchte ich 3 Sterne vergeben.


    3ratten

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    Der Fantasy- Roman „Papier & Blut“ ist das neuste Werk von dem Autor Kevin Hearne. Dieses Buch ist der zweite Teil der Reihe zu „Die Chronik des Siegelmachers“. Hierzu würde ich empfehlen, dass man bereits den Vorgänger „Tinte & Siegel“ gelesen hat. Ansonsten könnte man vielleicht Verständnisprobleme haben und kann die Story nicht vollständig genießen.



    Klappentext:


    Der Schotte Al MacBharrais hat ein einzigartiges Talent. Er kann mit Tinte und Papier mächtige magische Siegel schaffen, die wie Zaubersprüche wirken. Eigentlich möchte er in Ruhestand und vorher einen Nachfolger ausbilden. Nur hat dieser einfache Wunsch schon sieben Leben gekostet. So einzigartig Al MacBharais ist, er gehört einem globalen Netzwerk von Siegelmagiern an. Vor allem aber hat Al ein schauderhaftes Problem, das ihn zu verfolgen scheint: Wieder einmal ist ein Lehrling von ihm verschwunden. Der Fall führt ihn nach Australien. Als sein Weg von immer mehr Leichen gesäumt wird, ist Al froh, dass er Unterstützung von Nadia, einer fabelhaften Nahkämpferin, und von Buck Foi, dem whiskytrinkenden Hobgoblin bekommt. Und dann taucht auch noch eine Druide Namens Atticus mit seinem Hund Oberon auf.



    Ich habe bereits den Vorgängerroman „Tinte & Siegel“ von Hearne genossen und war deswegen schon sehr auf die Weiterführung der Abenteuer rund um Al und Buck gespannt. Voller Vorfreude habe ich mich in dieses Fantasy- Abenteuer gewagt und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.


    Der Schreibstil von Hearne ist recht leicht und locker. Hierbei schafft es der Autor gekonnt, eine Atmosphäre aufzubauen und ein Bild vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen. Auch eine gute Prise Humor ist in diesem Werk enthalten. Hearne hat dieses Buch mit ordentlichem Sarkasmus gewürzt. Auch ist der Stil teilweise etwas derber. Durch das gesamte Werk zieht sich ein eher derber Umgangston, es wird ordentlich geflucht. Doch wenn man sich erst einmal auf diesen etwas ungewöhnlichen Schreibstil eingelassen hat, dann kann man ein spannendes und packendes Fantasybuch erwarten. Es gibt einige unerwartete Wendungen oder auch unterhaltsame Szenen und sehr lebendige Dialoge. Dieses Buch hat wirklich viel zu bieten, sodass die Seiten nur so dahinfließen.


    In diesem Buch entführt uns der Autor nach Australien. Hier scheint sich einiges zu ereignen und Al muss mit Buck an seiner Seite zur Hilfe eilen, um der dort ansässige Siegelagentin zu helfen. Dabei gibt es einige kämpferische Auseinandersetzungen und Schlachten, sodass dann später auch seine Buchhalterin und Schlachtenseherin Nadia zur Unterstützung nachreist. Allgemein tummeln sich wieder einige Persönlichkeiten an der Seite von Al und mischen sich ebenfalls ins Schlachtengeschehen ein. Dieses Mal bekommt auch der Eiserne Druide mit seinen Hunden mehr Raum. Schon im ersten Band hatten diese einen kurzen Auftritt, aber in „Papier & Blut“ haben sie einen wesentlichen Anteil am Verlauf der Handlung. Hier nennt sich der Druide nun Connor und seine magischen Fähigkeiten helfen den Freunden oftmals bei der Bekämpfung der Monster. Für mich ist dies ein weiterer Anreiz, endlich mal die Reihe rund um den Eisernen Druiden zu lesen. Denn auch hier konnte mich seine Darstellung überzeugen.


    Positiv sind mir hier auch die eingeflochtenen Kurzgeschichten aufgefallen. Sie werden wie Lagerfeuergeschichten zwischen den einzelnen Charakteren erzählt und berichten von bereits vergangenen Abenteuern und haben zusätzlich noch eine belehrende Wirkung. Mir haben diese gut gefallen, bekommt man nochmal einen anderen Eindruck von der jeweiligen Person und erfährt noch etwas über deren Vergangenheit. Auch haben sie zusätzlich die Geschichte aufgelockert und nochmal einen anderen Blickwinkel offenbart.


    Gefallen hat mir auch die magische Welt an sich. Die fantastischen Monster und Elemente konnten mich überzeugen, haben sie sich gut in die reale Welt integriert und diese ergänzt. Der Leser erhält auch nochmal einen Einblick in die Verflechtungen und Denkweisen der magischen Wesen, wie diese zusammenhängen und welche Machtstruktur dort herrscht. Mir hat dieser Aspekt gut gefallen und hat meiner Meinung nach das Buch bereichert.


    Etwas schade fand ich, dass die Siegelmagie in der Fortsetzung etwas zu kurz gekommen ist. Der Fokus der Geschichte lag hier mehr auf dem Abenteuer und der Bekämpfung der Monster, um die Siegelagentin zu finden. Dadurch sind solche Aspekte leider etwas weniger thematisiert. Außerdem fand ich es auch schade, dass Al nicht weiter an der Auflösung seiner Flüche gearbeitet hat. Daher hoffe ich einfach, dass dies in dem nächsten Band der Reihe ein Thema sein wird. Denn ich würde nur zu gerne wissen, wer ihn mit den Flüchen belegt hat und wie man diese wieder aufheben kann.



    Insgesamt konnte mich der Autor Kevin Hearne mit seinem Fantasybuch „Papier & Blut – Die Chroniken des Siegelmagiers 2“ gut unterhalten. Mir hat dieses sogar noch ein kleines bisschen besser gefallen als der Vorgänger. Besonders die Charaktere machen dieses Werk zu etwas besonderem. Daher möchte ich 4,5 Sterne vergeben.


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    Mit dem fantastischen Jugendbuch „Fabula – Das Portal der dreizehn Reiche“ hat der Autor Akram El- Bahay sein neustes Werk geschrieben, welches die Geschichte von den Zwillingen Will und Charlotte erzählt.



    Klappentext:


    Bei einem Schulausflug in den Central Park machen die Zwillinge Will und Charlotte eine unglaubliche Entdeckung: Um einen Baum mit silbernen Blättern schwirrt ein kleines Wesen mit fast durchsichtigen Flügeln - eine Elfe, wie sich bald herausstellt. Als dann auch noch eine Furie bei ihnen zu Hause auftaucht und sich der Baum als Portal entpuppt, folgen die Geschwister der Elfe in die fantastische Welt von Fabula. Doch die Heimat der Fabelwesen ist in Gefahr. Und Charlotte und Will sind die Einzigen, die sie retten können. Denn auch in ihnen schlummern ungeahnte magische Kräfte...



    Von dem Autor Akram El- Bahay habe ich bereits schon einige Fantasy- und auch Jugendbücher gelesen. Diese konnten mich immer auf ihre eigene Weise in ihren Bann ziehen und daher war ich auch sehr auf sein neustes Buch „Fabula – Das Portal der dreizehn Reiche“ gespannt. Schon die ersten Seiten der Leseprobe konnten mich überzeugen und ich wollte nur noch wissen, wie die Geschichte weiter geht.


    Schon die Gestaltung von diesem Jugendbuch konnte mich überzeugen. Diese ist liebevoll gemacht und die Zeichnungen sind sehr gelungen. Auch der Charaktertest am Ende hat mir gut gefallen – man kann anhand von Fragen feststellen, welcher Charakter aus dem Buch einem am ehesten entsprechend würde.


    Positiv möchte ich auch den Schreibstil des Autors hervorheben. Bildgewaltig wird die Handlung hervorgebracht, dabei wird eine dichte Atmosphäre aufgebaut und es entsteht ein vielschichtiges Bild vor dem geistigen Auge. Durch den sehr lebhaften und leichten Schreibstil lässt sich das Buch flüssig und zügig lesen und dabei möchte man es nur ungern zur Seite legen. In einem rasanten Tempo wird die Geschichte erzählt und immer tiefer wird man in einen Sog hineingezogen. Immer tiefer wird man in die Story hineinversetzt und gespannt fiebert man mit den Charakteren mit und bangt um diese. Dabei wird auf vielseitige Weise Spannung erzeugt und der Spannungsbogen bricht dabei nicht ab. Temporeich und voller Wendungen erzählt El- Bahay eine fantastische und abenteuerreiche Geschichte, welche auf vielseitige Art erzählt wird. Neben den spannenden Szenen überzeugen auch die humoristischen Passagen – dieser unterschwellige Humor hat sehr gut zu der Handlung gepasst und hat es dabei an vielen Stellen aufgelockert und dem Leser zusätzlich noch ein Lächeln ins Gesicht getrieben.


    Gefallen haben mir auch die fantastischen Wesen. Diese sind nicht immer nach der altbekannten Art gezeichnet. Hierbei wird das Altbewährte mit neuwertigen kleinen Details ausgestattet, dass hierbei wieder etwas Neues und Einzigartiges entsteht. Der Autor kann seine Talente dabei voll ausleben, das Gestalten und Ausbauen von fantastischen Ideen ist seine Stärke und diese wird hier auf vielseitige Weise ausgelebt. Die Grundidee von der Welt Fabula ist ebenfalls sehr ansprechend und auch hiermit kann der Autor überzeugen. Auch diese Idee ist nicht neuartig, aber die kleinen hinzugefügten Details machen es auf seine eigene Art innovativ.


    Positiv möchte ich auch die Charaktere und dessen Entwicklung hervorheben. Im Zentrum stehen hier die Zwillinge Will und Charlotte, welche mit ihrer Mutter in New York wohnen. Schon bald müssen die beiden erkennen, dass die Welt mehr zu bieten hat, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Sie stolpern eher zufällig in diese magische Welt voll fantastischer Wesen und müssen lernen, sich in dieser zu behaupten und zu Recht zu finden. Sie müssen dabei ein Abenteuer und eine Hürde nach der nächsten meistern. Zusammen mit den Zwillingen lernt der Leser die Welt Fabula und die fantastischen Wesen, welcher in jener leben, stückchenweise besser kennen. Und es macht Spaß, diese immer mehr zu erkunden und neue Facetten kennen zu lernen. Die Charaktere sind hierbei gut und dreidimensional gezeichnet. Besonders die Charakterentwicklung von Will hat mir hier gut gefallen – er wächst an den Aufgaben, welche er meistern muss. Aber auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen, wirkten sie doch auch detailreich, interessant und lebendig auf mich.



    Insgesamt konnte mich der Autor Akram El- Bahay mit seinem fantastischen Jugendbuch „Fabula – Das Portal der dreizehn Reiche“ überzeugen. Besonders die fantastischen Ideen und dessen Umsetzung sind sehr gelungen. Aber auch die Charaktere und die magische Welt waren überzeugend und insgesamt konnte mich El- Bahay gut unterhalten. Hierfür möchte ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Leser von fantastischen Jugendbüchern vergeben.


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    Mit dem Kriminalroman „Grenzfall – Ihr Schrei in der Nacht“ hat Anna Schneider die Fortsetzung ihrer Reihe rund um Alexa Jahn und Bernhard Krammer geschrieben. Für das Verständnis von dem zweiten Band ist es, meiner Meinung nach, nicht zwingend notwendig, dass man den Vorgänger „Der Tod in ihren Augen“ gelesen hat. Auch ich habe als Quereinsteiger bei diesem Band angefangen und hatte keinerlei Probleme in die Geschichte reinzufinden.



    Klappentext:


    Nichts geht mehr in der Grenzregion Karwendel, heftige Schneefälle bringen über Nacht alles zum Erliegen. Mitten im Chaos verschwindet in der Jachenau eine junge Frau auf dem Weg zu ihrem Elternhaus. In Innsbruck kommt es zu einem Zwischenfall in einem Studentenwohnheim, zwei Studentinnen werden seither vermisst. Alexa Jahn und Bernhard Krammer haben alle Mühe, unter den erschwerten Bedingungen grenzübergreifend zusammenarbeiten, als zwei weitere Vermisstenmeldungen eingehen. Ein Zufall ist nun ausgeschlossen, die Fälle müssen zusammenhängen. Bald beschleicht Bernhard Krammer eine ungute Ahnung, er fühlt sich an einen alten Fall erinnert. Doch noch bevor er Alexa Jahn einweihen kann, macht sie einen folgenschweren Fehler.



    Der Schreibstil von Anna Schneider ist sehr angenehm und bildhaft. Gekonnt schafft es Schneider, dass eine dichte und schneereiche Atmosphäre aufgebaut wird. Die Landschaftsbeschreibungen werden gekonnt in die Handlung eingebaut, sodass ein genaues Bild von den Örtlichkeiten entsteht. Als Leser hat man quasi den Eindruck, dass man selber vor Ort ist und gebannt folgt man der Handlung. Auch der Perspektivenwechsel wird gekonnt eingesetzt. Die Handlung wird auch unterschiedlichen Perspektiven erzählt, sodass man einen vielseitigen Einblick in die Geschichte an sich bekommt. Auch die Charaktere lernt man dadurch besser kennen, versteht tiefsinniger, was in ihnen vorgeht und was sie bewegt. Durch den Wechsel der Erzählperspektiven wird zusätzliche Spannung aufgebaut und auch die kurzen Kapitel steigern das Tempo – zügig wird die Story erzählt und man wird immer tiefer in das Geschehen hineingezogen. Es entsteht eine Art Sogwirkung, sodass man den Krimi nur ungern wieder weglegen möchte. Gut gefallen tut mir auch die Perspektive aus der Sicht der Opfer. Dadurch bekommt man als Leser einen zusätzlichen Eindruck in das Geschehen und die Gedanken der Mädchen, welche entführt wurden. Mir haben diese Einblicke gut gefallen, haben sie die Spannung noch zusätzlich gesteigert.


    Die Handlung rund um die Vermisstenfälle ist spannend und vielseitig gestaltet. Man fiebert und rätselt mit, was wohl die genauen Umstände sind. Man rätselt mit, wie die Fälle in Deutschland und Österreich zusammenhängen beziehungsweise ob diese überhaupt einen Zusammenhang haben. Seitenweise bekommt man einen tiefgründigeren Eindruck in das Geschehen und erkennt immer mehr, was wohl hinter diesen Taten stehen könnte oder auch wer. Immer tiefer wird man in die Abgründe hinein gesogen.


    Auch die Charaktere fand ich überzeugend. Obwohl ich den ersten Teil der Reihe nicht kannte, und somit auch nicht die Vorgeschichte zu den jeweiligen Ermittlern, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten mich in diese hineinzufinden. Alexa Jahn und Bernhard Krammer haben bereits zusammen an einem Fall gearbeitet, und auch in diesem Band müssen sie wieder miteinander arbeiten, weil ihre Vermisstenfälle anscheinend irgendwie zusammenhängen. Man bekommt einen gewissen Eindruck in das Privatleben der Ermittler, was sie bewegt und was ihnen in diesen Momenten im Kopf umhergeht. Dennoch nimmt der private Teil nicht Überhand. Teilweise ist er relevant für den Kriminalfall und fügt sich nahtlos in das Geschehen mit ein. Sowohl Alexa Jahn als auch Bernhard Krammer fand ich sympathisch und haben einen kompetenten und vielschichtigen Eindruck hinterlassen. Auch die Nebencharaktere fand ich gut ausgearbeitet und konnten mich überzeugen. Die Hintergründe zu den Ermittlern fand ich interessant. Gebannt habe ich etwas über ihre Vergangenheit gelesen und über ihre Gedankengänge. Zu gerne würde ich mehr über die Ermittler und ihr jeweiliges Team um sie herum lesen.



    Insgesamt konnte mich die Autorin mit ihrem Kriminalroman und zeitgleich zweiten Teil der Reihe rund um Alexa Jahn und Bernhard Krammer „Grenzfall – Ihr Schrei in der Nacht“ ziemlich gut unterhalten. Eine packende und spannende Geschichte wird hier erzählt, sodass ich gebannt an den Seiten gehangen habe. Die Ermittler und ihr Team konnten mich ebenfalls überzeugen und zu gerne würde ich mehr über sie lesen wollen. Daher freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung der Reihe und möchte für dieses Werk 4,5 Sterne vergeben.


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    Das fantastische Jugendbuch „Millenia Magika – Das Vermächtnis der Raben“ ist aus der Feder von Frank Holzapfel und bereits der zweite Teil einer Reihe. In dieser wird das Leben in dem magische Dorf Arken und seine fantastischen Wesen thematisiert. Hierbei ist es für das Verständnis wichtig, dass man bereits den ersten Band „Der Schleier von Arken“ gelesen hat.



    Klappentext:


    Endlich ist Adrian dort angekommen, wo er hingehört und wo er sich zu Hause fühlt: in der magischen Stadt Arken. Doch plötzlich erreicht ihn ein dringender Hilferuf aus dem Arkener Forst und es verschwinden überall Kinder. Da man eine übernatürliche Ursache hierfür vermutet, ist Adrian in seiner Funktion als Schamane, der zwischen der Geister- und der Menschenwelt vermitteln kann, gefragt. Er ist sich sicher, dass er die Verbrechen aufklären kann. Doch diesmal ist er ganz auf sich allein gestellt, denn Juri und Jazz sind auf einer geheimnisvollen Mission in der unmagischsten Stadt Deutschlands unterwegs. Während immer mehr Kinder verschwinden, tauchen Hexenjäger in Arken auf und Adrian muss erkennen, dass er das Geheimnis seiner Familie kennen muss, um die Rätsel der Gegenwart zu lösen.



    Auch wenn ich bei dem ersten Band ein paar kleinere Kritikpunkte hatte, war ich sehr auf die Weiterführung der Geschichte gespannt. Daher habe ich mich voller Vorfreude in den zweiten Band gestürzt und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.


    Auch dieses Mal ist die Gestaltung des Buches sehr gelungen. Dieses Werk ist mit vielen wunderbaren Illustrationen ausgestattet – diese laden zum Verweilen an, sind sie doch sehr gelungen. Auch die Gestaltungen der Buchinnenseiten sind sehr stimmig. Hier sind sowohl eine Karte als auch eine fiktive regionale Zeitung dargestellt.


    Der Schreibstil ist sehr angenehm, sodass sich das Buch flüssig lesen lässt. Wie ich es bereits aus dem ersten Werk kannte, wird auch hier wieder eine gelungen Atmosphäre aufgebaut und der Autor schafft es, dass vor dem geistigen Auge vielschichtige Bilder entstehen. Einige spannende Situationen und Gefahren müssen gemeistert werden. Es gibt viele actionreiche Passagen und oftmals ist der Ausgang nicht sofort eindeutig, dass man gebannt an den Seiten hängt. „Das Vermächtnis der Raben“ wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, dadurch wird zusätzliche Spannung erzeugt. Und außerdem bekommt man einen vielseitigeren Einblick in die Geschichte. Durch die unterschiedlichen Blickwinkel bekommt man zusätzlich einen distanzierteren Einblick in den Verlauf der Handlung – und kann sich besser in die Charaktere hineinversetzen. Im Vergleich zum ersten Teil der Reihe ist hier die Atmosphäre düsterer. Es gibt einige Szenen, welche besonders für jüngere Leser vielleicht bedrückend sind. Allgemein ist die Stimmung recht melancholisch und man merkt über einen längeren Part des Buches, dass die Grundstimmung eher düster ist. Mir persönlich hat dies sehr gefallen, doch ich kann mir vorstellen, dass dies nicht jeder so empfindet.


    Die bereits bekannten Charaktere aus dem ersten Band werden in „Das Vermächtnis der Raben“ noch weiter vertieft. Man lernt sie besser kennen und bekommt eine tiefere Verbindung zu ihnen. Besonders die Darstellung von Merle hat mir hier sehr gefallen. Sie muss in diesem Jugendbuch einiges negatives einstecken und muss sich vor anderen behaupten. Man bekommt tiefere Einblicke in ihr Leben und ihre Denkweise. Man hat mit ihr mit gefiebert und hat gehofft, dass sie dabei erfolgreich ihren Weg gehen wird. Dabei hat das Schulsystem in Arken total versagt. Ich kann nicht verstehen, wie die Schüler in dieser Schule so drangsaliert werden, ohne dass ein Lehrer oder Elternteil eingreift. Auch Adrian bekommt in diesem Buch wieder viel Raum, er greift jetzt schon aktiver in das Geschehen ein. Dennoch hat er bei mir den einen oder anderen Sympathiepunkt eingebüßt. Ich konnte sein Handeln nicht immer verstehen. Dafür konnten mich Jazz und Juri umso mehr begeistern. Ihr Handlungsstrang war für mich immer ein Lichtpunkt in dieser Geschichte gewesen und gebannt habe ich ihrer Geschichte gefolgt.


    Im zweiten Teil der Reihe werden einige Fragen aus dem ersten Band beantwortet. Dafür werden aber andere aufgewirbelt und zu gerne würde ich wissen, wie diese gelöst werden. Es gibt einen fiesen Cliffhanger und ich bin schon sehr auf die Weiterführung gespannt.



    Falk Holzapfel hat mit „Das Vermächtnis der Raben“ seine Millenia- Magika- Reihe weitergeführt. Mir hat dieser sogar noch ein bisschen besser gefallen als der erste Band. Zusätzlich wird noch die Vorfreude auf die Weiterführung der Story gesteigert. Die spannende Handlung und die düstere Grundatmosphäre haben mir sehr gefallen, sodass ich mich schon sehr auf den Folgeband freue. Insgesamt möchte ich hierfür 4 Sterne vergeben.


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    Die Autorin Barbara Laban hat mit „Die Schule der Felidix“ den ersten Band zu der Reihe rund um die Mitternachtskatzen geschrieben. An der Seite von Nova und Henry werden wir in die tiefen Geheimnisse der Welt der Katzen eingeführt und müssen zusammen mit den Mitternachtskatzen die Katzenkönigin befreien.



    Klappentext:


    Nova und Henry haben eine besondere Gabe: Sie können mit Katzen sprechen. Aber nicht nur das! Sie sind Felidix, Katzenbeschützer, und müssen ein fellsträubendes Verbrechen verhindern: Die Siamkatze Penelope hat die rechtmäßige Katzenkönigin von England entführt und hält sie gefangen. Nun muss sie nur noch alle Mitternachtskatzen – die Leibgarde der Königin – aus dem Weg schaffen und die Katzenkrone gehört ihr! Für Nova und Henry beginnt ein Abenteuer, das sie durch ganz London führt.



    Schon die Gestaltung des Buches ist ein richtiger Hingucker und wahrlich gut gelungen. Auf der Innenseite der Buchdeckel ist eine wunderbar farbige Darstellung der menschlichen als auch tierischen Protagonisten aufgebracht. Auch innerhalb des Buches sind Schwarz- Weiß- Illustrationen eingefügt wurden, welche zur Geschichte passen. Diese sind liebevoll und bereichern die Fantasie des Lesers.


    Der Schreibstil ist sehr angenehm – er ist leicht und bildhaft. Gekonnt schafft es Laban, dass eine Atmosphäre aufgebaut wird und man sich wohl in dieser Geschichte fühlt. Die Seiten lassen sich flüssig lesen und auch die kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass man das Buch zügig lesen lässt. Die spannende Story trägt zusätzlich dazu bei, dass sich das Werk packend liest und man „Die Mitternachtskatzen“ nur ungern wieder aus der Hand legen möchte.


    In dem ersten Teil der Reihe „Die Schule der Felidix“ lernt man erst einmal die Welt der Katzen und die Protagonisten besser kennen. Das Mädchen Nova wohnt derzeit bei einer Pflegefamilie, weil ihr Vater ein talentierter Dieb ist, welcher mal wieder aus einem Gefängnis ausgebrochen ist und daher auf der Flucht ist. Dann wird Nova auf dieses Internat gebracht, welches nur einen Lehrer hat, welcher nicht wirklich talentiert ist. Dieser scheint selber Schwierigkeiten in manchen Schulfächern zu haben. Auch sind überall Katzen in diesem Internat anzutreffen, sie fühlen sich dort heimisch und werden dort umsorgt. An der Seite von Nova ist ihr Freund Henry. Er hat ein Talent fürs Riechen, hat eine sehr feine Nase. Diese rettet oftmals die Situation, weil Henry mit dessen Hilfe buchstäblich die Gefahr wittern kann. Die beiden Protagonisten sind liebevoll gestaltet worden. Und mit dem Aspekt rund um Novas Vater wird zusätzliche Spannung in das Buch eingebracht.


    Schnell wird Nova und Henry offenbart, was das Besondere und Geheimnisvolle an diesem Internat ist. Ihnen wird offenbart, dass sie Felidix sind. Das bedeutet, dass sie mit Katzen sprechen können. Auch das Internat und seine Eigenheiten lernt man näher kennen. Die beiden müssen den Mitternachtskatzen helfen, die Katzenkönigin zu befreien. Zusammen mit ihnen geraten wir in ein spannendes Abenteuer, welches einen an die Seiten fesselt. Immer tiefer gerät man in diesen Strudel hinein und wird immer mehr in die Geheimnisse der Katzenwelt eingeführt. Es macht Spaß, die einzelnen Katzen kennen zu lernen und ihre sehr unterschiedlichen Perspektiven zu erfahren. Man bekommt auch einen Einblick in die verschiedenen Ansichten der Katzen, zum Beispiel die Straßenkatzen und ihre Eigenheiten.



    Insgesamt konnte mich Barbara Laban mit „Die Schule der Felidix – Die Mitternachtskatzen“ den Auftakt zu einer Reihe geschrieben. Die Geschichte ist spannend und auch die einzelnen Charaktere sind toll gestaltet. Mich konnte dieses Kinderbuch gut unterhalten. Ich möchte für dieses tierische Abenteuer 4 Sterne vergeben.

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    „Die Brücke der Ewigkeit“ ist ein historischer Roman, welcher unter dem Pseudonym Wolf Hector geschrieben wurde. Das zentrale Thema ist hierbei der Bau der Karlsbrücke in Prag, dieser Aspekt wird durch eine ansprechende fiktive Handlung untermalt.



    Klappentext:


    Prag, 1342. Der halbwüchsige Otlin gerät in eine Katastrophe: Die aufgepeitschte Moldau zerstört in einer Gewitternacht die Judithbrücke und reißt seine Mutter mit in die Fluten. In seiner Angst stößt er ein Gelübde aus: Wenn Gott seine Mutter rettet, will Otlin ihm eine neue Brücke bauen, eine Brücke der Ewigkeit. Wie durch ein Wunder überlebt sie. Jahre später erhält Otlin Gelegenheit, sein Versprechen einzulösen. Er bewirbt sich bei einem Wettbewerb, doch er hat Feinde, allen voran den Steinmetz Rudolph, der ebenfalls aufs Amt des Bauleiters der neuen Brücke schielt. Um den Konkurrenten auszuschalten, sucht Rudolph Hilfe bei der gerissenen Astrologin Ricarda, die ein Bettlermädchen als Waffe missbraucht.



    Wolf Hector ist ein Pseudonym von Thomas Ziebula, welcher unter verschiedenen Pseudonymen schreibt. Aus seiner Feder habe ich schon diverse Bücher gelesen, von Fantasyreihen bis zu historischen Romanen. Daher war ich auch sehr auf sein neustes Werk gespannt und auch das Thema fand ich ansprechend.


    Schon der erste Eindruck ist ein positiver. Dieses Buch ist mit einem umfangreichen Bonusmaterial ausgestattet. Neben einer hilfreichen Zeittafel ist eine ebenso hilfreiche Karte vom historischen Prag beigefügt wurden, sodass man die Handlung besser nachverfolgen kann. Aber auch ein Nachwort wurde beigefügt, in dem der Autor noch mal darauf eingeht, was den Fakten und welches Geschehen der Fiktion entspringt.


    Der Schreibstil ist, wie ich es bereits aus seinen anderen Büchern gewohnt bin, sehr flüssig und bildhaft. Dem Autor geling es, dass man einen guten Einblick in das damalige Leben bekommt. Er schafft es, dass man als Leser das Gefühl hat, in das 14. Jahrhundert zurückversetzt zu werden. Zusammen mit den Protagonisten wandert man durch das historische Prag und bekommt dabei interessante und umfangreiche Informationen zum damaligen Leben. Hector entführt uns ins 14. Jahrhundert und nimmt den Leser dabei mit, den Bau der Karlsbrücke – auch die Brücke der Ewigkeit – mit zu verfolgen. Dabei merkt man dem historischen Roman an, dass der Autor hierfür umfangreich recherchiert hat.


    Auf vielseitige Weise wird in diesem Buch Spannung erzeugt. Zum einen wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Dadurch bekommt man einen umfangreichen Einblick in die Gedanken der Charaktere und auch die Sicht auf die Handlung an sich ist dadurch breiter gefächert. Und dann bedient sich der Autor eines geschickten taktischen Schachzugs – er beginnt mit dem Ende des Buches. Zu Beginn wird ein Teil des Endes der Handlung verraten, ohne genaueres bekannt zu geben. In dieser Rahmenhandlung erfährt der Leser, wie die Geschichte teilweise ausgehen wird. Gekonnt wird aber der genaue Ablauf der eigentlichen Handlung als Rückblende eingebaut. Stellenweise wird zu der Rahmenhandlung zurückgeblendet und man bekommt wieder einen Einblick in das aktuellere Geschehen. Erst im Laufe des Buches erhält der Leser einen intensiveren Eindruck über den genauen Hergang. Und erst Stück für Stück erkennt man, wie es dazu gekommen ist. Es ist spannend zu lesen, was genau abgelaufen ist und wie es zu diesem Ergebnis gekommen ist.


    Positiv möchte ich auch die Charakterdarstellung erwähnen. Diese sind sehr lebhaft, authentisch und lebendig dargestellt. Auch sind diese nur schwarz oder weiß dargestellt, stattdessen haben die Charaktere ausgeprägte Grauschattierungen. Ein wichtiger Charakter ist Maria- Magdalena, sie verkleidet sich zunächst noch als Junge mit dem Namen Max und erst später läuft sie auch als junge Frau offen herum. Sie ist Halbwaise und auf der Suche nach ihrem Vater. Daher schlägt sie sich alleine durch Leben und kämpft in Prag dabei ums Überleben. Sie kommt später bei der Sterndeuterin Ricarda Scorpio unter. Diese ist eine vielschichtige Person, die man erst im Laufe des Buches besser kennen lernt. Bei ihr ist nicht alles so, wie man zu Beginn des Buches noch glauben würde. Ein wesentlicher Charakter ist Jan Otlin, ihn lernt man bereits als Jungen kennen und verfolgt sein Leben mit. Er wird beauftragt, die Karlsbrücke über die Moldau aus Stein zu bauen. Aber auch der Antagonist wird umfangreich dargestellt, sodass man stellenweise sogar ein wenig Mitleid mit ihm haben könnte. Aber dann benimmt er sich wieder widerlich, sodass man ihm nicht nur Gutes wünscht.


    Etwas schade fand ich, dass der Brückenbau nur teilweise in die Handlung eingebunden wird. Zu gerne hätte ich mehr darüber gelesen. Manchmal hätte ich mir ausführlichere Details zu diesem Thema gewünscht.



    Insgesamt konnte mich Wolf Hector mit seinem historischen Roman „Die Brücke der Ewigkeit“ gut unterhalten und mich in das 14. Jahrhundert zu katapultieren. Gebannt habe ich der Handlung gefolgt und wollte wissen, welche Umstände dazu geführt haben, dass solch ein Schicksal eintreffen wird. Auf Grund ein paar kleiner Kritikpunkte möchte ich 4 Sterne vergeben.


    4ratten

    Mit „Das gefälschte Siegel“ hat die Autorin Maja Ilisch den ersten Teil ihrer Neraval- Sage geschrieben. Diese Fantasy- Reihe ist als Trilogie angesetzt, in dieser steht der Prinz Tymur im Mittelpunkt. Zusammen mit seinen drei Gefährten begeben sie sich auf eine wichtige und geheime Mission.



    Klappentext:


    Um Kevron, der einst ein begnadeter Fälscher war, steht es nicht zum Besten. Schulden, Alkohol und sein angeborener Hang zur Faulheit haben ihn fest im Griff. Da klopft es eines Tages an seine Tür. Vor der Kammer steht kein Geringerer als der geschwätzige Prinz Tymur und sein Anliegen duldet keinen Aufschub. Es ist das größte und gefährlichste Geheimnis des Landes: Vor vielen Tausend Jahren brachten der sagenumwobene Held Damar und die Zauberin Illiane einen Erzdämon zur Strecke und bannten ihn in eine Schriftrolle. Unter den wenigen, die davon wissen, gibt es einen schrecklichen Verdacht: Wurde das Siegel der Rolle gebrochen? Ist der Dämon entwichen? Ein verlotterter Fälscher Namens Kevron Kaltnadel erhält vom König den Auftrag der Sache nachzugehen. Es ist ungemütlich, es ist anstrengend und es ist gefährlich – aber Kevron bleibt keine Wahl. Die Spur führt ins ferne Nebelreich und wer hier verlorengeht, den wird man nicht vermissen.



    Ich habe schon viel Positives über diese Reihe bzw. den Reihenauftakt gehört. Daher wollte ich mir gerne einen eigenen Eindruck machen.


    Der Schreibstil von Ilisch ist angenehm, sodass sich das Fantasybuch flüssig lesen lässt. Sie schafft es gekonnt, eine dichte Atmosphäre aufzubauen. Man kann sich gut in diesem Buch fallen lassen und gebannt folgt man der Handlung. Besonders der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen und zu gerne habe ich weitergelesen und wollte erfahren, wie es weitergeht. Als Leser ist man gespannt, wie dieses Abenteuer für die Charaktere ausgehen wird und welche Hürden sie noch meistern müssen. In „Das gefälschte Siegel“ wird viel Altbewährtes in die Geschichte eingebunden – ein böser Dämon, eine alte Legende, dazu eine geheime und gefährliche Mission, welche für das ganze Land wichtig ist. Auch stehen ein Prinz und seine Gefährten im Mittelpunkt, zusammen müssen sie ohne große Vorbereitungen dieses Abenteuer meistern und der Ausgang ist bedeutend für die Geschichte des Landes. Und damit kommen wir auch schon den Schwachpunkten des Buches, meiner Meinung nach. Zum einen wird mehrmals diese relevante Legende angedeutet. Vor einigen Generationen hat ein bösartiger Dämon das Land bedroht und eine Magierin aus einem fremden Land hat geholfen, diesen zu bannen. Einige Andeutungen werden gemacht, aber leider erfährt der Leser nichts Genaueres. Konkrete Informationen sucht man hier vergebens, es wird nur immer wieder angedeutet, wie schlimm diese Ereignisse damals waren. Außerdem empfand ich das Worldbuilding als mangelhaft. Es gibt ein paar interessante Ansätze. Aber mir haben hier zu viele Informationen gefehlt. Man erfährt nicht viel über die fantastische Welt. In dieser existiert Magie und scheint ein komplexes Wesen zu haben, dennoch erfährt man einfach nichts über dessen Wirkungsweise. Auch über die Stadt Neraval hinaus erfährt man wenig über das Land, dessen Bevölkerung oder dessen Traditionen. Dies finde ich schade, denn das Potential ist durchaus vorhanden. Man hätte diese umfangreicher gestalten sollen, hier hätte man besser ein paar Hintergrundinformationen mehr einbauen sollen – dann wäre das Worldbuilding nicht so bruchstückhaft gewesen. Ein paar zusätzliche Details hätten diesem Buch gut getan. Zwar ist „Das gefälschte Siegel“ erst der Reihenauftakt und in dessen Bezug kann noch viel folgen, dennoch fand ich es schade, dass wirklich nur wenige Informationshappen in die Story eingebunden werden.


    Die Charaktere sind ein wichtiger Bestandteil für dieses Buch und dessen Entwicklung nimmt den Hauptteil der Geschichte ein. Im Mittelpunkt steht Tymur, er ist einer der Prinzen des Landes. Sein Schwerpunkt liegt nicht in der Kriegsführung oder in dem Führen eines Schwertes. Sondern eher im diplomatischen Geschick. Tymur kann gut reden und sich selbst darstellen. Er gibt sich charmant und ist sehr redegewandt. Durch dieses Talent konnte er die Reisegruppe vor einigen Schaden bewahren. Im Verlauf der Handlung entwickelt sich Tymur nicht immer zum Positiven. In manchen Situationen hätte ich ihn nur zu gerne geschüttelt. An seiner Seite ist Lorcan, er ist ein Soldat und ein ehemaliger Steinerne Wächter, welche die dämonische Schriftrolle bewachen. Lange Zeit seines Lebens hat er isoliert von der Zivilisation gelebt, daher ist es nicht verwunderlich, dass er weltfremd ist. Dann ist da noch Kevron. Er ist ein Fälscher, der sein Handwerk versteht. Doch leider gibt er sich seinem Elend leidenschaftlich hin. Er ertrinkt seinen Frust im Alkohol und fürchtet sich vor allem und jeden. Und natürlich muss noch eine Frau diese Gesellschaft vervollständigen. Daher ist Enidin, eine Magierin auch noch Teil dieser Gruppe. Auch sie ist recht naiv, hat sich hinter ihren Mauern und ihren Büchern verschanzt. Sie hält sich für etwas Besseres und trägt dennoch nicht viel zum Erfolg der Mission bei. Ich habe mich zum Teil mit den Charakteren etwas schwer getan, besonders Tymur und Enidin hätte ich nur zu gerne öfters in den Hintern treten wollen.


    Dieses Fantasybuch endet mit einem bösen Cliffhanger, sodass man nur zu gerne wissen möchte, wie es weitergeht.



    Insgesamt konnte mich Maja Ilisch mit ihrem Reihenauftakt „Das gefälschte Siegel“ gut unterhalten. Ein paar kleine Kritikpunkte hatte ich dennoch. Besonders die fehlenden Informationen fand ich störend für die Geschichte. Daher möchte ich insgesamt 4 Sterne vergeben und bin schon sehr auf die Weiterführung der Reihe gespannt.


    4ratten

    Der Autor Ulf Schiewe hat mit seinem historischen Roman „Die Mission des Kreuzritters“ einen Einzelband geschrieben. In diesem steht die Königstochter Melisende von Jerusalem im Zentrum der Handlung. Man kann dieses Buch auch gut ohne Vorkenntnisse lesen, einen direkten Bezug zu seinen anderen Büchern verwendet Schiewe nicht.



    Klappentext:


    Jerusalem, 1129. Als älteste Tochter des Königs soll Melisende einst die Krone erben und über das Heilige Land herrschen. Den von ihrem Vater ausgesuchten Bräutigam lehnt die eigenwillige junge Frau jedoch vehement ab. Heimlich verlässt sie mit einer Eskorte die Stadt. Doch sie kommt nicht weit. Ihre Reisegruppe wird überfallen, ihre Wache getötet, sie selbst als Geisel verschleppt. Um sie zu retten, schickt König Baudouin den Tempelritter Raol de Montalban aus. Bald merkt er: Gefahr droht von mehr als einer Seite...



    Wer den Nachnamen Montalban schon einmal gelesen hat, kennt höchstwahrscheinlich schon einen historischen Roman aus der Feder von Ulf Schiewe. Die Familiengeschichte wird bereits in mehreren seiner Bücher angerissen oder erzählt, wobei jeweils andere Generationen im Vordergrund stehen. Aber keine Sorge, man kann die Bücher sehr gut unabhängig voneinander lesen. Ich habe bereits schon das ein oder andere Werk von Schiewe gelesen und war daher auch sehr auf dieses Kreuzritter- Buch gespannt.


    Der Schreibstil von Schiewe ist, wie ich es bereits aus seinen anderen Büchern kenne, auch dieses Mal wieder sehr angenehm, sodass sich das Buch flüssig lesen lässt. Der Stil ist bildhaft und Schiewe schafft es gekonnt, eine Atmosphäre aufzubauen und diese zu verdichten. Durch die wechselnden Erzählperspektiven wird zusätzlich noch Spannung erzeugt. Auch erhält der Leser dadurch einen vielseitigeren Einblick in die Handlung und auch in die Charaktere. Man kann dessen Gedanken und Handlungen besser verstehen und dadurch lernt man seine Sichtweise noch näher kennen – bekommt vielleicht nochmal einen ganz anderen Einblick in die Charaktere.


    Auf den ersten Seiten lernt man bereits den männlichen Protagonisten Raol de Montalban kennen. Es ist ein rasanter und direkter Einstieg. Der Leser bekommt sofort einen Einblick in das kriegerische Geschehen in dieser Region und auch einen Eindruck in das Schicksal von Raol. Bei einer Schlacht wird er schwer verletzt und überlebt nur knapp. Raol schließt sich daraufhin den Tempelrittern an, welche noch am Anfang sind. Diese haben sich noch keinen Namen gemacht und haben auch noch nicht den Einfluss, den sie später mal erreichen werden. Schon im nächsten Kapitel lernt man den weiblichen Gegenpart kennen. Melisende ist die Tochter vom König von Jerusalem. Auch wurde sie von ihm zum Thronerben ernannt. Ihr Vater möchte sie auf dieses Schicksal vorbereiten, sodass sie an politischen Sitzungen teilnimmt und auch eine fundierte Bildung erhält. Davon ausgenommen hat Melisende noch nicht viel außerhalb der goldenen Mauern erlebt. Sie ist in Bezug auf das alltägliche Leben und desen Schwierigkeiten noch sehr naiv und gutgläubig. Dennoch weiß Melisende genau, was sie möchte und versucht dieses auch durchzubringen. Ihre Entwicklung ist im Verlauf des Buches am größten. Mit fortschreitendem Abenteuer reift sie heran, sie wächst mit ihren neuen Erfahrungen und sieht dabei vieles aus einem anderen Blickwinkel. Ich fand ihre Entwicklung sehr interessant und gebannt habe ich diese mit verfolgt. Positiv möchte ich auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Melisende und Raol erwähnen. Am Anfang sind die beiden noch wie Katz und Maus. Jeder Satz wird gewollt falsch interpretiert. Doch mit ihren Aufgaben wachsen sie zusammen. Sie lernen, sich gegenseitig zu vertrauen und zu schützen. Langsam wird diese Bindung gestärkt und gefestigt – zusammen meistern sie einige Schwierigkeiten. Aber auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen. Diese wirkten auf mich glaubwürdig. Besonders Usama, der Neffe des Emirs konnte mich hier in seinen Bann ziehen.


    Der historische Roman ist mit umfangreichem Bonusmaterial ausgestattet. Eine hilfreiche Karte oder auch ein aufklärendes Nachwort – hier wird nochmal zwischen Fakten und Fiktion unterschieden. Etwas überrascht war ich, dass die Flucht von Melisende rein fiktiv ist. Diese war so glaubwürdig beschrieben, dass ich gewisse Ansätze für historisch belegt gehalten hätte. Dennoch dient diese fiktive Handlung gekonnt dazu, den historischen Rahmen zu transportieren. Man bekommt einen guten Einblick in das Leben in der Gegend von Jerusalem zu dieser Zeit und die politischen und religiösen Gegebenheiten. Dabei merkt man, dass Schiewe diesem Buch eine umfangreiche Recherche zu Grunde legt.



    Insgesamt konnte mich Ulf Schiewe mit dem historischen Roman „Die Mission des Kreuzritters“ gut unterhalten. Die charakterliche Entwicklung und auch der historische Rahmen haben mir sehr gefallen. Auch die spannende Handlung konnte mich überzeugen. Daher möchte ich 4 Sterne vergeben.


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    Mit „Die Stadt ohne Wind – Arkas Reise“ hat Eleonore Devillepoix sowohl ihren Debütroman als auch einen Reihenauftakt zu einer Fantasy- Geschichte geschrieben. Zusammen mit der Protagonistin Arka begeben wir uns auf ein spannendes Abenteuer, erkunden das sagenumwobene Hyperborea und müssen einige schwierige Hürden meistern.



    Klappentext:


    Mit ihrem treuen Pferd ist Arka auf dem gefährlichen Weg in das sagenumwobene Hyperborea. Die dreizehnjährige Kriegerin sucht dort ihren Vater, den sie noch nie gesehen hat. Die Stadt ist ein geheimnisvoller Ort, sie liegt im rauen Gebirge und wird von einer magischen Kuppel geschützt, die nicht nur Feinde abwehrt, sondern auch die kalten Winde der schneebedeckten Gipfel. Und außerdem die letzte Stadt der Welt, in der Magie noch erlaubt ist. Einer der mächtigen Magier soll Arkas Vater sein. Doch das abgeschottete Leben der großen Magier in den hohen Türmen macht es Arka fast unmöglich, ihn zu finden. Einen überraschenden Verbündeten findet sie in dem Magier Lastyanax. Der talentierte und ehrgeizige junge Mann hat es aus der Armut zum Minister geschafft. Und auch er verfolgt eine Mission: Er sucht einen Mörder, der in der Stadt sein Unwesen treibt und sogar seinen früheren Mentor getötet hat. Doch wie sollen sie einen Täter finden, der keine Spuren hinterlässt, außer einem eisigen Windhauch? Und welches Rätsel steckt hinter Arkas Herkunft? Bei der Suche nach der Wahrheit bekommen es Arka und Lastyanax mit finsterer Magie und einem tödlichen Fluch zu tun und müssen sich den Geistern ihrer Vergangenheit stellen. Gemeinsam kommen sie einer Intrige auf die Spur, die nicht nur ihre Freundschaft auf die Probe stellt, sondern Hyperborea in den Grundfesten erschüttert.



    Das Cover hat sofort mein Interesse wecken können. Und auch der Klappentext und eine Leseprobe haben diesen ersten Eindruck meinerseits nochmal bestärkt. Daher habe ich mich voller Vorfreude in dieses Abenteuer an der Seite von Arka gewagt. Meine Hoffnungen wurden hier nicht enttäuscht.


    Der Debütroman von Eleonore Devillepoix besticht unter anderem durch sein überzeugendes Worldbuilding. Zusammen mit der Protagonistin lernen wir die Stadt Hyperborea kennen. Diese ist von einer schützenden magischen Kuppel umgeben, sodass in dieser kein Wind existiert. Diese Stadt besteht aus mehreren Ebenen, in der untersten wohnt das einfache und nicht gerade reiche oder einflussreiche Fußvolk. Je höher man kommt, desto wohlhabender ist die Bevölkerung und desto sauberer ist auch die Gegend. Und in der siebten und obersten Ebene wohnen unter anderem die Magier oder auch der Basileus. Man kann diese einzelnen Ebenen mittels großen Transportschildkröten überwinden. Allgemein ist die Welt mit vielen liebevollen Details gespickt, welche diese sehr überzeugend und authentisch erscheinen lassen. Aber auch das Magiesystem wirkt auf mich überzeugend. Innerhalb des Buches lernt man das ein oder andere über die Magie kennen, wie diese aufgebaut ist und was sie bewirken kann oder auch wo dessen Grenzen liegen. Dennoch hoffe ich, dass wir im nachfolgenden Band noch ein paar weitere Ausführungen über das Magiesystem erhalten werden. Denn ich kann mir gut vorstellen, dass es darüber noch einiges zu erzählen gibt.


    Überzeugen konnte mich in dem Fantasybuch „Die Stadt ohne Wind – Arkas Reise“ auch die Charaktere. Devillepoix hat mit der jungen Arka eine starke Protagonistin erschaffen. Diese ist mutig und taff, auch hat sie schon so einiges erlebt und auch überlebt und lässt sich daher nicht so leicht entmutigen. Arka kann sehr gut für sich selber sorgen und ist dabei recht einfallsreich. Durch ihre tapfere und unterhaltsame Art hat sie sich in mein Leserherz geschlichen. Wobei ihre sture und rebellische Art dies keinem Abbruch getan hat. Zu gerne habe ich sie auf ihren Abenteuern begleitet und es hat mir richtig Spaß gemacht, ihr dabei über die Schulter zu schauen. Arka sucht ihren Vater und ihre Reise hat sie nach Hyperborea geführt, wo sie einige Schwierigkeiten meistern muss. Aber auch der männliche Gegenpart Lastyanax konnte mich begeistern. Dieser ist neunzehn Jahre alt und hat gerade seine Ausbildung als Magier abgeschlossen. Während seiner Abschlussprüfung wird sein Mentor ermordet. Lastyanax versucht diesem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Außerdem ist er ein ehrgeiziger junger Mann, welcher aus den unteren Ebenen stammt. Die Interaktionen zwischen Arka und Lastyanax konnten mich immer gut unterhalten und haben mich unter anderem vom Erzähltalent der Autorin überzeugen können.


    Gut gefallen haben mir in diesem Werk auch die packende Handlung und die Vielseitigkeit. Sie wirkte auf mich auf keiner Seite zu konstruiert. Im Gegenteil, sie war gut durchdacht und konnte mich mit einigen unerwarteten Wendungen überzeugen. Auch wird der Spannungsbogen permanent und auf unterschiedliche Weise hoch gehalten. Mit Hilfe der wechselnden Perspektiven bekommt der Leser noch zusätzlich einen vielseitigen Einblick in das Geschehen und kann so die Handlungen der einzelnen Charaktere besser nachvollziehen. Man bekommt einen Einblick in die Gedankengänge diverser Charaktere, wobei natürlich Arka und Lastyanax am intensivsten beleuchtet werden. Mir haben beide Perspektiven ausgesprochen gut gefallen, jede hatte etwas für sich. Sodass ich mich gar nicht entscheiden könnte, wer hier mein persönlicher Liebling ist.


    Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist zum Teil der Schreibstil. Besonders zu Beginn des Buches hatte ich manchmal so ein paar Stolperstellen, welche den Lesefluss gestört haben. Im Laufe des Buches hat sich der etwas holprige Stil etwas gelegt oder ich habe mich daran gewöhnt. Zumindest bin ich dann flüssig durch das Buch gekommen und konnte mich vollständig an den Abenteuern mit Arka erfreuen.



    Insgesamt hat mich Eleonore Devillepoix mit ihrem Debütroman „Die Stadt ohne Wind – Arkas Reise“ sehr gut unterhalten. Ein spannender, abwechslungsreicher und abenteuerreicher Fantasyroman, der durch sein Worldbuilding und seine gut ausgearbeiteten Charaktere besticht. Dafür möchte ich 4,5 Sterne vergeben und ich freue mich schon auf die Weiterführung der Geschichte. Auch gibt es von mir eine Leseempfehlung.


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    Die bekannte Autorin Kerstin Gier hat mit „Vergissmeinnicht – Was man bei Licht nicht sehen kann“ einen neuen Reihenauftakt zu einer Jugendbuch- Fantasy- Reihe veröffentlicht. In dieser sind die beiden Jugendlichen Quinn und Matilda im Mittelpunkt und zusammen mit ihnen lernt der Leser eine neue, bisher unbekannte fantastische Welt kennen.



    Klappentext:


    Quinn ist cool, smart und beliebt. Matilda entstammt der verhassten Nachbarsfamilie, hat eine Vorliebe für Fantasyromane und ist definitiv nicht sein Typ. Doch als Quinn eines Nachts von gruseligen Wesen verfolgt und schwer verletzt wird, sieht er Dinge, die nicht von dieser Welt sein können. Nur – wem kann man sich anvertrauen, wenn Statuen plötzlich in schlechten Reimen sprechen und Skelettschädel einem vertraulich zugrinsen? Am besten dem Mädchen von gegenüber, das einem total egal ist. Dass er und Matilda in ein magisches Abenteuer voller Gefahren katapultiert werden, war von Quinn so allerdings nicht geplant. Und noch viel weniger, sich unsterblich zu verlieben …



    Kerstin Gier hat sich in der Buchbranche bereits einen Namen gemacht, besonders die Edelstein- Trilogie ist den meisten Lesern ein Begriff. Auch ich habe diese Reihe damals mit Genuss gelesen, umso gespannter war ich auf ihre neuste Jugendbuch- Reihe gespannt und habe mich voller Vorfreude an das Werk „Vergissmeinnicht- Was man bei Licht nicht sehen kann“ gewagt.


    Wie ich es bereits aus vorherigen Büchern aus der Feder von Kerstin Gier gewohnt war, war auch dieses Mal wieder der Schreibstil sehr angenehm. Dieser ist bildhaft und leicht, zügig kommt man dank des flüssigen Stils voran. Auch blitzt oftmals due humorvolle Weise der Autorin durch und nicht selten hat der Leser ein Lächeln auf den Lippen. Viele humoristische Dialoge bereichern das Jugendbuch und lassen es dadurch lebendiger wirken. Allgemein sind die Gespräche zwischen den einzelnen Charakteren sehr gelungen und bereichern dieses Buch. „Vergissmeinnicht“ wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, welche sich abwechseln. Hierbei wird aus der Sicht der beiden Protagonisten Quinn und Matilda erzählt, sodass man einen vielseitigen Einblick in die Handlung bekommt. Auch wird durch die abwechselnden Sichtweisen zusätzliche Spannung erzeugt. Nicht selten verflucht man hierbei die Autorin, weil sie natürlich an den spannendsten Szenen einen Cut macht und aus der anderen Perspektive weiterschreibt. Auch bekommt man dadurch einen detaillierteren Einblick in die Gedanken der beiden Charaktere und kann ihre Vorgehensweise besser verstehen. Mir persönlich hat es Spaß gemacht, die beiden mitzuverfolgen. Ihre Sichtweise zu erfahren und oftmals haben mich ihre Gedankengänge zum Lächeln gebracht – mir hat der Humor in diesem Buch gefallen. Durch die ständigen Perspektivenwechsel bekommt man einen vielseitigen Einblick in die beiden Protagonisten, sie wirkten sehr realistisch auf mich. Besonders die Denkweise von Matilda fand ich angenehm, sie hat sich selber nicht immer zu ernst genommen. Die Familie von ihr ist ebenfalls sehr unterhaltsam. Quinn dagegen muss man erst ein bisschen besser kennen lernen. Zu Beginn des Buches wirkt er sehr arrogant und eher oberflächlich. Doch im Verlauf lernt man ihn besser kennen und der erste Eindruck täuscht. Mit jeder Seite kann man Quinn besser verstehen und auch er ist ein interessanter Charakter.


    Kerstin Gier hat in diesem Jugendbuch eine fantastische Welt geschaffen, welche man zusammen mit Quinn und Matilda immer besser kennen lernt. Diese wird hier Saum genannt und hält einige Überraschungen parat. In dieser leben fremdartige Wesen, mystische Elemente finden hier ebenfalls Anwendungen. Unter Zuhilfenahme voller liebevoller Details wird diese fantastische Welt lebendig gestaltet, auch wenn diese nicht neuartig sein, können sie dennoch überzeugen. Sie wirken in sich stimmig und machen Lust auf mehr.


    Gelungen fand ich auch den Einstieg, welcher mir leicht gefallen ist. Man ist sofort mitten im Geschehen, lernt die Charaktere kennen und bekommt sofort einen Einblick in das Leben dieser. Spannend wird die weitere Story erzählt, mit einem guten Spritzer Humor. Auf keiner Seite kommt Langeweile auf. Gebannt verfolgt man die Handlung. Auch das Finale konnte mich überzeugen und voller Spannung erwarte ich die Weiterführung der Geschichte.



    Insgesamt konnte mich Kerstin Gier mit ihrem neuen Jugend-Fantasy- Buch „Vergissmeinnicht – Was man bei Licht sehen kann“ gut unterhalten. Dieser Reihenauftakt besticht durch seinen leichten Schreibstil und den lebendigen Charakteren. Dieses Werk ist ein unterhaltsames Werk, welches sich zügig lesen lässt. Da meiner Meinung nach ein bisschen Luft nach oben ist, vergebe ich 4 Sterne und bin auf die Weiterführung gespannt.


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    Die Autorin Sabine Weiß hat mit ihrem historischen Roman „Gold und Ehre“ die Geschichte der fiktiven Architektenfamilie Aard weitergeführt. Dieses Buch spielt im 17. Jahrhundert und knüpft nur locker an den Vorgängerroman „Krone der Welt“ an. Es ist also nicht zwingend erforderlich, dass man dieses Werk bereits gelesen hat - man kann „Gold und Ehre“ auch ohne Vorkenntnisse daraus durchaus genießen.



    Klappentext:


    Nach einem verunglückten Experiment wird Benjamin von seinem Vater nach Hamburg geschickt. Anfangs tut sich der junge Architekt schwer so fern der Heimat. Er wird belogen und betrogen, doch bald lernt er Menschen kennen, auf die er zählen kann - allen voran Lucia, die stehlen muss, um das Überleben ihrer Familie zu sichern. Sie fasziniert ihn, auch weil sie blitzgescheit ist. Als Benjamin von seinem Vater zurück nach Amsterdam gerufen wird, bleibt sie zurück. Kann dennoch mehr aus ihrer Verbindung werden?



    Ich hatte vor einiger Zeit (im Dezember 2020) schon „Krone der Welt“ aus der Feder von Sabine Weiß gelesen, welches mir damals gut gefallen hat und mich gut unterhalten hat. Daher war mein Interesse auf ihr neustes Werk natürlich geweckt und zu gerne wollte ich mich wieder mit Familie Aard nach Amsterdam begeben. Auch Hamburg als Handlungsort empfand ich reizvoll, sodass ich mich voller Vorfreude in dieses historische Abenteuer gewagt habe.


    Ein erster Blick ins Buch zeigt mir, dass dieses mit hilfreichem Bonusmaterial ausgestattet ist. Ein umfangreiches Glossar ist beigefügt wurden und auch die historische Stadtkarte von Hamburg habe ich gerne zu Rate gezogen.


    Der Schreibstil ist, wie ich es bereits aus vorangegangenen Büchern von Sabine Weiß gewohnt war, wieder sehr angenehm und bildgewaltig. Flüssig lassen sich die Seiten lesen und schnell ist man mitten im Geschehen. Weiß schafft es auch, dass Bilder vor dem geistigen Auge entstehen und man kann sich die damaligen Lebensumstände gut vorstellen und bekommt ein Bild von der damaligen Zeit, wie es gewesen sein könnte. Dennoch ist mir der Einstieg in den historischen Roman ein bisschen schwer gefallen. Durch die ersten Seiten musste ich mich ein bisschen durchkämpfen. Leider kann ich nicht genau festmachen, woran dies gelegen hatte – die ersten Seiten konnten mich nicht hundertprozentig packen. Das Setting in Amsterdam hat mir gefallen, auch die Charaktere waren vielversprechend. Dennoch musste ich mich durch die ersten 50 – 100 Seiten etwas durchkämpfen. Nachdem ein Ortswechsel nach Hamburg anstand, hat sich dieses Gefühl gelegt und ich hatte das Gefühl, dass das Buch jetzt erst so richtig in Fahrt kommt und hatte damit auch ein besseres Lesegefühl.


    In „Gold und Ehre“ begleitet der Leser wieder die Familie Aard, welche mancher Leser schon aus „Krone der Welt“ geläufig sein könnte. Aber in der Fortsetzung wird quasi eine Generation übersprungen, sodass es nicht zwingend erforderlich ist, dass man den Vorgänger kennt. Die Charakterdarstellung ist umfangreich und realistisch, mir persönlich hat diese gefallen und konnte mich erneut vom Talent der Autorin überzeugen. Benjamin ist einer der Protagonisten und wir lernen ihn als junger Erwachsener kennen. Er war mir schon auf den ersten Seiten sympathisch. Er ist wissbegierig und hinterfragt auch gewisse Gegebenheiten, welche andere hinnehmen. Benjamin will die Umstände dahinter in Erfahrung bringen und macht daher so seine eigenen Experimente, welche nicht immer gelingen. Besonders zu Beginn des Buches ist er teilweise noch recht naiv, dies äußert sich vor allem, als er alleine nach Hamburg geschickt wird und dort ohne fremde Hilfe zurechtkommen muss. In Hamburg lernt er die junge Frau Lucia kennen, dessen Vater hat ein Steinhof betreiben. Nach seinem Tod führt ihn die Mutter übergangsweise weiter. Jedoch muss sich die Familie eine Lösung für die Zukunft einfallen lassen, denn um die Zukunft des Steinhofes steht es nicht zum Guten. Als roter Faden für die Hamburger Perspektive ist die Erbauung des Hamburger Wahrzeichens Michels. Immer wieder wird der Fortschritt des Bauobjektes mit eingebunden. Dem Leser sollte aber klar sein, dass dies nicht der Fokus der Handlung ist – es fließen lediglich kleine Abschnitte über dessen Fortschritt in die Story mit ein. Gut gefallen hat mir auch der Charakter Theo. Dieser will Medizin studieren. Als er jedoch bei einer unüberlegten Handlung von seinem Vater erwischt wird, schickt dieser ihn auf ein Schiff. Auf der Schiffsfahrt soll er dem Schiffsarzt zur Hand gehen und durch die Praxis einiges lernen. Durch seine Erzählperspektive erfährt man viel Interessante über die Schifffahrt zur damaligen Zeit, aber auch medizinisches Wissen wird vermittelt. Sein Strang hat mir überraschenderweise richtig gut gefallen, gebannt habe ich sein Schicksal verfolgt. Ein wesentlicher Charakter in diesem Buch ist auch Samuel. Er ist der Onkel von Benjamin und betreibt Handel, auch ist er in der gehobenen Gesellschaft Zugängen und möchte sich in dieser einen Namen machen. Sein gesellschaftlicher Stand ist ihm wichtig und nur zu gerne würde er sich in die obersten Reihen mit einreihen. Durch seinen Erzählstrang werden die politischen Ereignisse mit in die Handlung integriert und die historischen Gegebenheiten werden näher beleuchtet. Einige historisch relevante Persönlichkeiten lernt man durch Samuel kennen, teilweise werden auch nur die Namen genannt, welche eine wichtige Rolle in der Geschichte gespielt haben. Ich persönlich weiß eigentlich ziemlich wenig über die Geschichte der Niederlande. Daher hat es mir gut gefallen, dass man durch seinen Strang ein wenig was erfährt. Dennoch fand ich manchmal den Schwerpunkt ungünstig gewählt. Teilweise wird hier sehr intensiv über das Geschehen berichtet, man hat das Gefühl, dass man als Leser mitten drin ist. Dann jedoch werden viele Namen erwähnt, welche zuvor noch keine Rolle gespielt haben. Mir ist es manchmal schwer gefallen, die ganzen Namen zu sortieren oder auch einzuordnen. Viele Informationen bekommt man nur häppchenweise und muss sich den Rest als interessierter Leser selber erarbeiten. Auch merkt man in diesen Kapiteln die umfangreiche Recherche am intensivsten. Dennoch ist sie meiner Meinung nach nicht immer gelungen eingesetzt wurden. Hier hätte ich mir mehr Zusammenhänge oder auch Erklärungen gewünscht. Auch hätte ich einen beigefügten Zeitstrahl sinnvoll empfunden, dadurch wäre der Leser vielleicht ein bisschen mehr im Bilde über die historischen Ereignisse gewesen.


    Etwas ungünstig empfand ich auch das letzte Drittel des Buches. Zuvor wurde das Tempo eher gemächlich gehalten, man hat einen fundierten Einblick in das Leben der Charaktere bekommen. Lediglich im letzten Drittel wird zeitlich enorm gestrafft. Vielen Zeitsprünge erfolgen – auch Szenenwechsel sind nicht unüblich. Dies hat dazu geführt, dass die letzten Seiten auf mich nicht ganz harmonisch gewirkt haben. Sie haben einen gehetzten Eindruck hinterlassen. Manche Szenen wurden nur kurz angerissen. Nur um daraufhin in der Zeit zu springen, sodass man sich aus den Zusammenhängen heraus das Resultat des vorangegangenen Ereignis zusammenbasteln muss. Hier hätten ein paar Seiten mehr dem Buch gut getan.



    Insgesamt konnte mich Sabine Weiß mit ihrem historischen Roman „Gold und Ehre“ gut unterhalten. Ich habe einiges über die damalige Zeit und die Geschichte der Niederlande im 17. Jahrhundert dazugelernt. Auch die Charaktergestaltung und die Handlung an sich konnte mich überzeugen. Auf Grund von ein paar Kritikpunkten möchte ich jedoch 4 Sterne vergeben.


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    Aisling Fowler hat mit dem Jugend- Fantasybuch „Feuerblut – Der Schwur der Jagdlinge“ ihren Debütroman geschrieben. Dieses Buch ist als Mehrteiler angelegt.



    Klappentext:


    »Ich widme mein Leben dem Kampf gegen die Dunkelheit und werde allen sieben Clans gleichermaßen dienen« - das hat Zwölf geschworen, um vom Jagdbund aufgenommen und als Jagdling ausgebildet zu werden. Nicht einmal ihre Mentorin Silber ahnt, dass Zwölf ganz andere Pläne hat. In ihrem Herzen brennt der Wunsch nach Rache an dem Clan, der ihre Familie auslöschte, lichterloh. Doch bevor Zwölf zur Jägerin aufsteigt, überfallen Kobolde den Bund, töten Silber und entführen das wunderliche Mädchen namens Sieben. An der Seite des magischen Steinhundes, der den Bund seit jeher beschützt, begibt sich Zwölf in den gefrorenen Wald. Kann sie Sieben aus den Fängen der Entführer befreien? Um den Gefahren zu trotzen, die auf sie warten, muss Zwölf sich ihrer Vergangenheit stellen und endlich Frieden mit sich selbst schließen.



    Als ich den Klappentext und anschließend eine Leseprobe zu dem Debütroman von Aisling Fowlers Werk gelesen habe, war ich sofort auf die Story von diesem Jugendbuch gespannt gewesen.


    Der Schreibstil von Fowler ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen. Dies führt dazu, dass sich das Buch zügig lesen lässt und am liebsten würde man es gar nicht mehr aus der Hand legen. Auch schafft es Fowler gekonnt, eine packende Atmosphäre aufzubauen. Diese ist so dicht, dass man als Leser denkt, man ist selber mitten in den Wäldern und die fremdartigen fantastischen Kreaturen kann man sich sehr gut vorstellen. Man hat das Gefühl, dass man selber mitten im Geschehen drin ist. Auch das Worldbuilding hat mir gefallen. Bei meinem vom Verlag zur Verfügung gestellten Leseexemplar war eine Karte beigelegt wurden. Diese habe ich gerne zu Rate gezogen, um mit zu verfolgen, wo sich die Protagonisten gerade befinden. Es gibt einen dichten Wald im Norden, welcher voller Gefahren ist und über das Land Embra verteilt, existieren verschiedene Clans. Einige interessante und packende Ansätze werden in die Handlung eingebaut und die Welt hat auf jeden Fall Potential. Bloß hätte ich mir manchmal gewünscht, dass man mehr Details über die Welt an sich oder auch die einzelnen Clans erfährt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man in einem späteren Band mehr darüber erfahren wird und dass diese dann weiter ausgebaut wird.


    Der Einstieg ist packend geschrieben. Schon auf den ersten Seiten wird man mitten ins Geschehen gezogen. Rasant wird eine dichte Atmosphäre aufgebaut und unerwartete Wendungen halten den Spannungsbogen hoch. Man lernt sofort die wichtigen Personen in diesem Werk kennen. Auch einen kleinen Einblick in die fantastische Welt wird einem gewährt. Dies führt dazu, dass sowohl die Protagonisten als auch der Leser selber nicht zur Ruhe kommt, ein Ereignis führt zum nächsten. Dieses Jugendbuch ist durchweg spannend und auf verschiedene Arten wird Spannung erzeugt. Man klebt quasi an den Seiten und will einfach nur wissen, wie diese Handlung weiter- und anschließend ausgeht.


    Im Verlauf des Buches lernt man die Protagonisten und andere relevante Charaktere besser kennen. Zwölf ist ein junges Mädchen, welches beim Jagdbund aufgenommen wurde. In diesem lässt man sein bisheriges Leben hinter sich und redet anschließend nicht mehr darüber. Man soll die ganzen Clans vor den Kreaturen und anderen Gefahren beschützen. Dafür verpflichtet man sich dem Jagdbund und wird dort als Jagdling ausgebildet. Zwölf befindet sich noch in der Ausbildung, ist aber ein Einzelgänger. Sie sucht auch keine sozialen Kontakte, will ihre Ausbildung nur erfolgreich hinter sich bringen. Als dann ein Mädchen aus ihrer Gruppe namens Sieben entführt wird, begibt sie sich zusammen mit anderen aus ihrer Ausbildungsgruppe auf die Suche. Am Anfang ist Zwölf noch ziemlich distanziert, lediglich ihr bester Freund – ein Eichhörnchen namens Winnie – macht sie sympathisch. Doch im weiteren Verlauf lernt man sie immer besser kennen. Immer weitere Facetten ergeben sich und auch die Vergangenheit von Zwölf wird geschildert, welche sie menschlicher machen. Langsam baut man eine Verbindung zu ihr auf, man lernt sie besser kennen und kann ihre Denkweise besser verstehen. Auch ihr soziales Umfeld lernt man immer besser kennen, manche Ansichten oder Taten sind dann nachvollziehbar. Im Verlauf der Story baut man zu den Charakteren eine Beziehung auf und fiebert mit diesen mit.


    Auch die letzten Seiten sind packend gestaltet, der Showdown hat die eine oder andere Überraschung parat und zeigt nochmal, dass Fowler ihr Werk versteht. Ein paar Wendungen werden eingebaut, sodass man nur zu gerne wissen möchte, wie es mit Zwölf und ihren Freunden weiter geht.



    Insgesamt konnte mich Aisling Fowler mit ihrem Debütroman „Feuerblut – Der Schwur der Jagdlinge“ gut unterhalten. Das Worldbuilding und die Charaktere konnten mich überzeugen, doch das berühmte i-Tüpfelchen hat mir persönlich noch gefehlt. Deswegen möchte ich insgesamt 4 Sterne vergeben und werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.


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    Der Autor Rainer Wekwerth hat mit „Ghostwalker“ einen spannenden Jugendroman geschrieben, welcher in Richtung Science Fiction geht. Dies ist ein Einzelband und kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.


    Ich habe aus der Feder von Rainer Wekwerth schon einige Bücher gelesen und bisher haben mir diese immer gefallen. Besonders seine Labyrinth- Reihe wird mir hier wohl immer positiv in Erinnerung bleiben. Daher war ich sehr auf „Ghostwalker“ gespannt, denn der Klappentext klang sehr vielversprechend.
    Der Schreibstil von Rainer Wekwerth ist, wie ich es bereits aus anderen Büchern von ihm gewohnt bin, angenehm und einfach gehalten. Dennoch schafft er es gekonnt, Bilder mit seinen Worten entstehen zu lassen. All dies führt dazu, dass sich „Ghostwalker“ flüssig und zügig lesen lässt. Auch schafft es Wekwerth dieses Jugendbuch spannend zu gestaltet. Der Spannungsbogen wird über die gesamte Buchlänge hoch gehalten, sodass man als Leser quasi an den Seiten klebt. Dieses Werk spielt in einer Zukunftsversion von unserer Welt, die Handlung läuft hauptsächlich in Hamburg im Jahre 2047 ab. Zugesagt hat mir ebenfalls der interessante Aufbau der digitalen Welt. Hier werden wichtige oder auch sensible Daten mittels Ghostwalker in der virtuellen Welt übermittelt. Für diesen Auftrag wird man dann bezahlt, oftmals läuft solch eine Vereinbarung über das Darknet ab. Hier gibt es einige interessante Ansätze und auch ansprechende Ideen werden eingebaut. Einige mögliche technologische Fortschritte werden in die Handlung eingebaut, welche ich ganz gelungen fand.
    Jonas ist der männliche Protagonist. Er ist ein siebzehnjähriger Junge, welcher in komplizierten Familienverhältnissen lebt. Sein Vater hat sich vor ein paar Jahren umgebracht, wobei Jonas diese Tat bis heute nicht verstehen kann, hatte er doch das Gefühl, dass sie eine glückliche Familie waren. Seine Mutter ist mit dem Ableben nicht zurechtgekommen, hat sich dem Alkohol hingegeben und anschließend ihren Sohn verlassen. Daraufhin verdient Jonas als Ghostwalker das Geld zum Überleben. Blue ist der weibliche Gegenpart hierzu. Sie ein erfolgreicher Ghostwalker, welche mit diesem Job schon viel Geld verdient hat und sich einen Namen in der Szene gemacht hat. Schade finde ich es, dass man über Blue nicht viel erfährt. Sie ist eher mysteriös gehalten und hat so einige Geheimnisse. Die beiden geraten, unabhängig voneinander, in Schwierigkeiten. Blue verliert dabei Teile ihres Gedächtnisses. Auch an ihre Kontodaten erinnert sie sich nicht mehr. Und um wieder an ihr Geld zu kommen, muss sie sich weiter in diesen Fall hineinbringen und dem Geheimnis auf die Spur zu gehen. Auch Jonas wird hierein verstrickt und zusammen begeben sie sich auf eine spannende Jagd und müssen einige Schwierigkeiten meistern. Sie werden in diese digitale Welt immer tiefer hinein gesogen und müssen dieses Geheimnis lüften, damit sie diese wieder heil verlassen können. Der Auftrag ist nicht das, was man auf den ersten Blick vermuten könnte. Immer tiefer geht man diesem auf die Spur und so langsam lichtet sich, was dahinter steckt. Die beiden raufen sich zusammen und arbeiten langsam zusammen, um den Auftrag zu erledigen. Es ist offensichtlich, dass sich etwas zwischen Jonas und Blue entwickelt. Doch diese Liebesgeschichte nimmt, zu meinem Glück, nicht zu viel Raum ein. Auch finde ich, dass diese nicht ganz in die Story passt. Sie wirkte auf mich ein bisschen erzwungen. Hier hätte ich mir eine andere Entwicklung gewünscht, aber es hat mich auch nicht weiter gestört, dass die Beziehung sich zwischen den beiden so entwickelt.
    Ein kleiner Kritikpunkt von meiner Seite ist die fehlende Tiefe. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass die Welt, sowohl die digitale als auch die reale, etwas detailliertes geschildert wird. Aber für ein Jugendbuch ist dies vollkommen ausreichend, bloß hätte ich mir manchmal mehr Hintergrundwissen oder Details gewünscht.


    Insgesamt konnte mich Rainer Wekwerth auch mit seinem Jugendbuch mit Science- Fiction- Charakter „Ghostwalker“ gut unterhalten. Es gibt interessante Ansätze und eine spannende Story, welche sich zügig lesen lässt. Auf Grund ein paar kleinerer Kritikpunkte möchte ich 4 Sterne vergeben.


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    Juliane Stadler hat mit ihrem historischen Roman „Krone des Himmels“ ihren Debütroman geschrieben. Dieser spielt im 12. Jahrhundert und thematisiert einen Kreuzzug, mit dem Ziel Jerusalem zurück zu erobern.



    Klappentext:


    Im Jahr 1189 wird die Welt vom großen Religionskrieg zwischen Abendland und Orient erschüttert. Das Schicksal führt die Handwerkertochter Aveline und den Wundarzt Étienne auf den Kreuzzug von Frankreich nach Jerusalem. Während der Belagerung der Hafenstadt Akkon wachsen beide über sich hinaus – doch ihre Liebe zueinander wird im großen Kampf um das Heilige Land auf die Probe gestellt...



    Der Klappentext konnte sofort mein Interesse wecken. Ein Roman über die Kreuzzüge, welches im Heiligen Land spielt. Ich habe gehofft, dass dieses Buch voller Spannung und liebevoller historischer Details ist. Meine Hoffnungen und Erwartungen an dieses Werk wurden vollkommen erfüllt.


    Zuerst ist mir die umfangreiche und liebevolle Gestaltung des Buches aufgefallen. Dieser historische Roman ist mit Bonusmaterial ausgestattet, welche es dem Leser ermöglichen, sich besser zurechtzufinden. Besonders die Karte im Buch fand ich hilfreich, konnte man sich so besser orientieren und die Handlungsorte gut verfolgen.


    Der Schreibstil ist angenehm. Stadler schafft es auf viele Arten, Spannung zu erzeugen. Dabei schafft sie ein packendes Setting und eine wunderbare Atmosphäre. Während des Kreuzzuges gibt es einige Tiefpunkte, welche wir zusammen mit den Charakteren durchstehen müssen. Aber auch Wendepunkte werden in die Handlung eingebaut, welche neue Hoffnungen streuen. Dabei merkt man jeder Seite an, dass die Autorin Juliane Stadler eine umfangreiche Recherche hingelegt hat. Viele Details werden in die Handlung mit eingebaut und überzeugen dabei vom Erzähltalent Stadlers. Gekonnt werden die historischen Gegebenheiten in die fiktive Haupthandlung eingebunden und ergeben dabei ein rundes Bild. Als Leser lernt man noch das ein oder andere über die damalige Zeit und verfolgt voller Spannung, wie es mit den Charakteren weitergeht.


    „Krone des Himmels“ kann auf vielseitige Art überzeugen. Stadler schafft es, dass die Handlung permanent spannend erzählt wird. Dies ist ein historischer Roman, welcher einen Kreuzzug thematisiert. Daher überrascht es nicht, dass es einige kriegerische Auseinandersetzungen gibt. Kämpferische Szenen sind in diesem Werk keine Seltenheit und manchmal fließt auch Blut. Aber diese Stellen werden nicht allzu detailliert erzählt, dennoch kann man sich diese Szenen dank des guten Schreibstils der Autorin gut vorstellen. Einige unerwartete Wendungen werden eingebaut, sodass man das Buch nur ungern aus der Hand legen möchte, möchte man einfach wissen wie es weitergeht. „Krone des Himmels“ wird aus mehreren Erzählsträngen erzählt. Dabei schafft es Stadler, dass diese gut aufeinander abgestimmt sind. Ein gutes Wechselspiel dieser Perspektiven liegt hier vor, sodass diese stimmig auf mich wirkten. Auch werden dem Leser Einblicke in das gegnerische Lager gewährt. Wobei diese Abschnitte zu Beginn recht kurz gehalten sind, hier hätte ich mir manchmal einfach mehr gewünscht. Aber dies beweist nur, wie packend dieser Roman erzählt wird.


    Stadler konnte mich auch mit ihren Charakteren überzeugen. Hierbei sind nicht nur die Protagonisten Etienne und Aveline umfangreich dargestellt, auch die Nebencharaktere können durch ihre Komplexität und Lebendigkeit beeindrucken. Etienne ist ein missgebildeter junger Mann, welcher aus Frankreich stammt. Aufgrund seiner Missbildung hat er zu Hause nicht einfach, daher beschließt er schließlich, sein Zuhause zu verlassen. Dabei begegnet er dem Wundarzt Caspar. Dieser rettet ihn das Leben und so beschließt Etienne Caspar zu folgen und zusammen mit ihm durch das Land zu ziehen. Dabei wird Etienne sein Assistent und lernt so einiges über die Arbeiten als Wundarzt. Aveline, genannt Ava, ist eine junge Frau. Sie musste einen Schicksalsschlag erleiden, welchen damals bestimmt viele Frauen ausgesetzt waren. Sie sehnt sich nach Vergebung und will von ihrer Sünde freigesagt werden. Daher beschließt sie im Laufe des Buches, dass sie nach Jerusalem pilgern will, damit sie von ihren Sünden frei kommt. Damit sie ihr Ziel erreichen kann, gibt sie sich als Mann aus und nennt sich Avery. Durch einen Zufall schließt sie sich dem Kreuzzug an und kämpft in diesem als Bogenschütze. Es bleibt nicht aus, dass sich Etienne und Ava sich im Verlauf der Handlung begegnen – die Umstände, wie diese Begegnung ablaufen wird, ist hierbei das spannende.



    Insgesamt konnte mich Juliane Stadler mit ihrem Debütroman „Krone des Himmels“ überzeugen. Hierbei waren viele Faktoren stimmig. Der historische Roman ist spannend geschrieben, gespickt mit kriegerischen Auseinandersetzungen, überzeugenden Charakteren und einer umfangreichen Recherche. Mir hat dieses Buch überraschenderweise gut gefallen. Ich vergebe hier 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung für Leser von historischen Romanen.


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus: :tipp: