Beiträge von _Buchliebhaberin_

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.


    Traurig ist auch der Rassismus auf beiden Seiten. Die Ansicht von Starrs Vater, dass schwarze und weiße Menschen sich nicht "vermischen" sollen, ist genauso rassistisch wie die Polizeikontrollen von schwarzen Menschen. Das erlebt man ja auch in Deutschland: Vorurteile auf allen Seiten. Teilweise führt das zu paradoxen Ansichten und politisch stehen (manche) Migranten dann auf Parteiseiten, die deren Rechte massiv einschränken, aber ihre innere Überzeugung eigentlich teilen. Sich von Schubladendenken zu lösen, scheint (vielen?) Menschen nicht möglich zu sein.


    Ich finde es klasse, dass im Buch aufgegriffen wird, dass der Rassismus eben nicht nur von den "Weißen" ausgeht. Auch wenn es im ersten Moment schockierend klingen mag, wenn der eigene Vater sagt, dass seine Tochter ja nicht mit einem "Weißen" nach Hause kommen soll. Wahnsinn. Man muss sich nur mal vorstellen, unter was für einem Druck Starr steht. Immerhin ist Chris weiß.



    Bevor sich jetzt auf einzelne Aussagen von mir (und auch anderen) gestürzt wird, will ich in dieser Leserunde kurz um Feingefühl bitten. (Auch wenn das wohl gar nicht meine Aufgabe ist.) Ich unterstelle uns allen ein aufgeschlossenes Gesellschaftsbild. Wenn einzelne Aussagen bei jemanden negativ aufstoßen, finde ich es wichtig, nicht direkt darauf "einzuprügeln". (Vielleicht hat man sich einfach nur ungeschickt ausgedrückt.) Wir können uns nur über das geschriebene Wort austauschen, was vor allem bei diesem Thema zu schwierigen Aussagen kommen kann. Deswegen werde ich wohl auch viel häufiger Gänsefüßchen setzen, als es sonst bei mir der Fall ist. Und ich denke, es wird vielen von euch wie mir gehen, dass man nicht grenzenlos Zeit hat über jedes Wort, das man schreiben will, lange nachzudenken und dies würde die Diskussion auch eher hemmen als anregen. Also falls ich mich mal ungeschickt ausdrücke, fragt gerne kritisch (!) nach, aber verurteilt mich nicht direkt. So werde ich es auch bei euch machen. :bussi:
    In diesem Sinne freue ich mich über eine aufschlussreiche und diskussionsfreudige Leserunde.


    Wahre Worte! So würde ich mir das auch wünschen :)

    Ich hab heute den ersten Abschnitt beendet. Bis jetzt bin ich schwer begeistert! Ich finde das Buch sehr... intensiv, würde ich es glaube ich nennen. Ich freue mich schon sehr darauf weiter zu lesen.


    Im ersten Moment war ich etwas überfordert mit den ganzen Namen und Bezeichnungen und Familienzugehörigkeiten. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich schon alles richtig verstanden habe. Starr hat zwei Brüder (Seven und Sekani). Seven ist allerdings nur ihr Halbbruder, oder? Dieser lebt nämlich zusammen mit seiner Schwester Kenya und seiner leiblichen Mutter und dessen neuen Freund (King?). Hab ich das richtig verstanden? Und Khalil ist ihr Freund aus Kindertagen und der Enkel von Ms. Rosalie, der Neffe von Tammy und seine Mom ist Drogenabhängig. Achso und nen Bruder hat Khalil auch. Puh. Sorry, für das "sinnlose" Aufschreiben, aber ich musste mich etwas sortieren. Allerdings hab ich noch nicht die Gangzugehörigkeiten verstanden. Und wer mit wem "Stress" hat. Ich hoffe das klärt sich noch.


    Starrs Familie scheint mir sehr liebevoll. Auf irgendeine Weise mag ich auch ihren Vater, auch wenn er sehr "eingeschränkt" in seiner Denkweise wirkt. Starrs Mutter und ihr Onkel Carlos wirken jedoch wie zwei intelligente und tolerante Menschen auf mich. Besonders letzterer.
    Im ersten Moment war ich etwas geschockt darüber, wie viele in Starrs Umfeld krumme Geschäfte verrichten. Dabei sieht man ja an ihrem Onkel Carlos, dass es sehr wohl auch anders geht.


    Ms. Rosalie hab ich ab der ersten Sekunde an ins Herz geschlossen! Ich will mir gerade gar nicht vorstellen, was sie durchmacht...


    Ich hab gerade die Serie "Tote Mädchen Lügen nicht" geschaut. Da wurde zum Ende sehr schön gesagt, dass man niemanden verurteilen sollte, da man nicht weiß was dieser/diese gerade durchmacht und was genau in seinem/ihren Leben gerade schief geht. Ich finde das passt sehr gut zu Khalil. Er wirkt wie ein intelligenter Junge auf mich, der trotzdem auf die schiefe Bahn geraten ist. Warum? Um seine Familie über Wasser zu halten, was im ersten Moment natürlich sehr löblich ist. Kurze Frage: Hat Khalil eigentlich einen Schulabschluss? Wird das erwähnt?

    Einerseits bin ich in Washington, in meinem neuen Zuhause, und muss feststellen, dass es dort spukt. Aber wer glaubt mir? Niemand...


    Andererseits bin ich nach längerer Abwesenheit wieder in Hollyhill, einem kleinen Dorf in England, um meine beste Freundin dort einzusammeln und nach Hause zu verfrachten. Vielleicht bleibe ich aber auch noch ein bisschen :zwinker:

    Ich finde auch nicht, dass es in Europa "besser" läuft, was Rassismus angeht. Der "Rechtsdruck" der hier oder z.B. in Polen voranschreitet ist mehr als nur bedenklich und alles andere als vorbildlich. Leider ist Rassismus und fehlende Toleranz mittlerweile wieder ein viel zu aktuelles und großes Thema geworden. Ich wollte die Amerikaner keinesfalls anschwärzen (dafür kenne ich mich mit der derzeitigen Situation dort auch viel zu wenig aus). Lediglich die Leute die mit einer rosaroten Brille durchs Leben laufen -
    von denen ich leider viele kenne- sind mir sehr suspekt :zwinker:


    Ich finde es übrigens toll, dass jetzt schon so schön diskutiert wird. Das lässt auf eine tolle Leserunde hoffen :klatschen:

    Das gibt es auch in Deutschland (wenn auch abgeschwächt durch strengere Waffengesetze) :winken:


    Klar, kann ich mir gut vorstellen. Ich betone das nur so gern, weil vor allem viele in meinem Bekanntenkreis, Amerika als soooo toll und sooo liberal und soooo weltoffen beschreiben. Die sehen meistens leider nur eine Seite der Medaille.

    Früher hab ich auch öfter mal in der Bahn oder im Bus gelesen, merke aber mittlerweile, dass ich mich dort nicht richtig konzentrieren und auf das Buch einlassen kann. Deswegen nehme ich jetzt so gut wie keine Bücher mehr für unterwegs mit.


    Ich weiß nicht, ob es eine Leseroutine ist, aber am liebsten lese ich auf jeden Fall liegend in meinem Bett, am besten noch mit einer Decke (egal wie warm es draußen ist). Tee oder Kaffee brauche ich dabei nicht, aber ich kaue gerne Kaugummi beim Lesen :breitgrins:
    @tàri
    Mir geht es da ähnlich, deswegen lese ich mittlerweile kaum noch in der "Öffentlichkeit". Ich hab dann immer das Gefühl, dass ich mich nicht richtig auf die Geschichte einlassen kann, und das wiederum finde ich nicht fair dem Buch gegenüber. Klingt komisch, ich weiß :zwinker: Außerdem lache ich gerne, oder schüttel den Kopf, kommentiere eine Szene oder sonst etwas, und das finde ich in Bus und Bahn etwas merkwürdig... Zumindest fühle ich mich dann immer so beobachtet.

    So war das bei mir und meiner Schwester auch. Damals in der kleineren Wohnung haben wir uns noch ein Zimmer geteilt (bei 4 Jahren Altersunterschied), da bekamen wir beide immer zum Einschlafen Harry Potter vorgelesen. Meine Schwester wollte eben gerne Harry und mir war es eigentlich egal, Hauptsache die Mutti liest :breitgrins: Ich hab danach gepennt und meine Schwester meistens noch weiter gelesen etc.

    Zank


    Als ich mal 2 Pakete voll Bücher bei Momox verkauft habe, kamen auch im Abstand von 5-6 Tagen die Auszahlungs-Mails, also keine Sorge :smile: Ich würde mal behaupten, dass das andere Paket einfach noch ein bisschen braucht um begutachtet zu werden. Allerdings ist diese ominöse Mail mit dem Differenzbetrag sehr merkwürdig. Das hatte ich noch nie...

    HoldenCaulfield


    Mir geht es da ähnlich wie dir. An das erste Vorlesebuch kann ich mich nicht wirklich erinnern. Geschweige denn an das was ich selbst als erstes gelesen hab.
    Ich erinnere mich aber stark an Harry Potter. Die Stimme meiner Mutter als sie Dobby gesprochen hat, wird mir ewig in Erinnerung bleiben :breitgrins: