Beiträge von Gaby

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Backen nach Omas Rezepten


    In meiner Küche stehen zwar schon so einige Backbücher im Regal, aber „Die besten Kuchentratsch-Rezepte“ mit Liebe von Oma, die haben mir noch gefehlt. Und nicht nur, weil dieses kleine Geschäft, in dem die Omas backen hier in Münchens Landsbergerstraße beheimatet ist. Nein, die Kuchen aus der Leseprobe schauen schon so lecker aus, dass ich die Rezepte unbedingt nach backen wollte.


    Ich finde das Konzept, dass Omas und auch Opas hier ihre Kuchen backen und ihre Erfahrungen weitergeben einfach genial. Diese Kuchen, Torten und Teilchen kann man in einigen Münchner Cafes konsumieren oder über das Internet bestellen.


    Auf 232 bekomme ich 96 Backrezepte von A wie Apfelkuchen bis Z wie Zuger Kirschtorte. Außerdem Tipps z.B. zum Verzieren und Tricks, wie die Kuchen und Torten noch leckerer werden und super gelingen. Keine exotischen Zutaten, fast alles habe ich sowieso im Haus bzw. ich kann es kurz im nächsten Supermarkt besorgen.

    Bei den Cranberry-Kokos-Hefeknoten z.B. wird jeder Handgriff beschrieben, so dass fast nichts mehr schief gehen kann und die Teilchen wie auf dem Foto auf meinem Teller liegen.


    Katharina Mayer ist ein tolles Backbuch gelungen, das allein schon durch seine äußere Aufmachung auffällt. Und der Inhalt schaut auf den Rezeptseiten schon so lecker aus, dass man gar nicht anders kann, als diese Kekse, Kuchen und Torten gleich ausprobieren will. Bei uns gibt es jetzt jede Woche einen anderen Genuss zum probieren.


    Da auch meine Freundinnen sehr gerne backen, brauche ich mir um ein Weihnachtsgeschenk für sie keine Gedanken mehr zu machen. Sie bekommen „Von Oma mit Liebe“.


    5ratten

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    Schlemmen wir uns ins Gleichgewicht


    Bevor ich beim Säure-Basen-Kochbuch von Maria Lohmann zu den über 140 leckeren Genießer-Rezepten komme, erfahre ich sehr viel Wissenswertes über den Säure-Basen-Haushalt meines Körpers. Gleich auf den ersten beiden Seiten finde ich einen Test mit 28 Fragen, die ich mit „ja“ oder „nein“ beantworte. Daraus ergibt sich ob mein Körper sauer ist oder nicht. Nach dem Inhaltsverzeichnis und dem Vorwort erfahre ich auf 28 Seite viel Wissenswertes über den Säure-Basen-Haushalt. Hier bekomme ich auch die ersten Anregungen für 1 – 3 Entlastungstage und bekomme einen Säure-Basen-Plan für eine ganze Woche.


    Die Genießer-Rezepte gliedern sich in Frühstücksideen und Getränke, Kleinigkeiten, Hauptgerichte, feine Desserts, Brot und Kuchen. Die Rezepte sind für 2 – 4 Personen berechnet und zeigen auch die Zubereitungszeit an. Der Basenwert wird in roten Sternen dargestellt. Nach den Zutaten wird die Zubereitung schrittweise erklärt. Pro Person bekomme ich den Nährwert in kcal mit Fett, Kohlehydrate und Eiweiß und weitere Tipps, z.B. was zum Gericht passt.


    Am Schluss des Buches bekomme ich noch ein Register aller Gerichte von A – z und einen Säure-Basen-Wegweiser mit der Sterne-Unterteilung 1 – 3, sowie weitere Bücher, die sich mit dem Säure-Basen-Haushalt beschäftigen.


    Ein interessantes Buch mit vielen leckeren Rezepten mit denen ich nun meinen Säure-Basen-Haushalt wieder auf Vordermann bringen werde.


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    „Es ist schließlich Weihnachten“


    Es sind nur noch ein paar Tage bis Weihnachten. Umweltaktivistin Josie Olsen ist auf dem Weg von Hamburg zur Farm ihrer Eltern in Woodland, USA. Der Flug von New York nach Denver ist überbucht. Sie hat das große Glück und bekommt ein Upgrade in die Businessclass. Hier trifft sie auf den attraktiven, gestressten Finanzexperten für Superreiche und Workaholic Adam Harper, und damit zwei Welten aufeinander. Als der Jahrhundertschneesturm Ebos den Flugverkehr lahmlegt, die Beiden aber unbedingt weiter wollen bzw. müssen, beschließen sie, die Weiterreise zusammen zu unternehmen. Was sie sich damit antun, kann niemand ahnen...



    Von Denver durch die Rocky Mountains nach Salt Lake City, dann mit dem Bus nach Twin Falls und weiter in einem Truck, der sie allerdings durch die Nacht nicht nach Seattle sondern nach Calgery bringt. Bis auf eine Familie, die ihnen alles raubt, was sie im Leihwagen bei sich hatten, lernen die Beiden die unterschiedlichsten Menschen kennen und schätzen. Mir persönlich hat Edward „Eddy“ Brantford sehr gut gefallen, der durch die Beiden etwas von seiner Steifheit verliert.

    Die anderen Personen, besonders natürlich Josie und Adam, aber auch die drei Obdachlosen Rita, Pablo und Ernest, die Amish-Familie und Margaret Ellerbee habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Alle sind sehr gut vorstellbar und menschlich, mit ihren Ecken und Kanten und ihren so verschiedenen Lebenslinien gezeichnet. Als Adam über seine Kindheit und seine damaligen Weihnachten als 10jähriger erzählt, hätte ich ihn gerne in den Arm genommen und feste gedrückt.


    Anna Fischer hat einen Schreibstil, der mir sehr gut gefällt. Leicht und locker führt sie mich durch die Seiten. Ich bin schnell mittendrin an Josies Seite und kann die verschiedenen Handlungen der Protagonisten sehr gut nachvollziehen. Sie beschreibt die verschiedensten Gefühle so eindringlich, dass auch bei mir beim Lesen die Emotionen hoch kommen und das ein oder andere Tränchen fließt.


    Eine wunderbare Liebesgeschichte, die so dramatisch beginnt, Josie und Adam sich schleichend immer näher kommen und sich dann in einem wunderschönen Happy End endlich gestehen können, dass sie ohne den anderen nicht mehr sein wollen. So schön.


    An diese gemeinsame turbulente Reise werden die Beiden noch lange denken.


    Sieben Tage bei einem Jahrhundertschneesturm durch die USA und Kanada. Eine Odyssee und ein Abenteuer, am Boden, zu Wasser und in der Luft, humorvoll, voller Gefühl, warmherzig und durch die Landschaftsbeschreibungen sehr interessant und abwechslungsreich.


    Eine tolle Geschichte, die sich die volle Punktzahl von 5 Sternen absolut verdient hat.


    5ratten

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    Einfach, günstig und superlecker


    Meine Freundin ist ein großer Christian Rach Fan und so habe ich für sie dieses Buch als Geschenk ausgesucht. Natürlich habe ich gleich einen Blick ins Buch getan und festgestellt, dass das auch was für mich wäre.


    Vom Salat zu Suppe und Eintopf, Gemüse, Ofengerichte, Nudeln und Reis, Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel und Fleisch zu Süßem und Desserts ist für jede Geschmacksrichtung etwas dabei. Abgerundet wird das Buch durch Grundrezepte für Dressings, Fonds, Saucen und Dips, sowie dem Register als Gesamtübersicht.


    „Kochen ist einfach und macht Spaß“, diesen Slogan erläutert Christian Rach in seinem Vorwort. Anschließend stellt er mir auf einer Doppelseite Kräuter, die ich fast alle im Garten ziehe, und die gebräuchlichsten Kochutensilien vor. Zu jedem Rezept bekomme ich ein Foto, wie es auf dem Teller aussehen sollte. Neben den Zutaten erhalte ich eine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung; in einem kleinen, grau unterlegten Kasten finde ich Nährwertangaben sowie Portionen und Zubereitungszeit.

    „Rachs Rezepte für jeden Tag“ lassen sich dank der Einfachheit, der „normalen“ Zutaten, die gar nicht viel kosten und der vielen Tipps gut und leicht nach kochen. Vor allem brauche ich nicht so viel Zeit dazu, wie bei vielen anderen Rezepten. Den Quinoa-Bohnen-Salat mit Lachs und gegrillter Ananas, den Lauchsalat mit Eiern und Oliven-Vinaigrette und den Bananen-Zimt-Quark habe ich schon ausprobiert und muss sagen – extrem lecker.


    Ein tolles Kochbuch, von dem ich ganz begeistert bin und das ich bestimmt das ein oder andere Mal auch als Weihnachtsgeschenk einplanen werde. Ichbin gespannt, ob es meiner Freundin genau so gut gefällt, wie mir.


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    Mehr als nur Sex


    In „Acht erotische Geschichten“ von lässt mich Linda May an den Abenteuern der unterschiedlichsten Personen teilhaben. Ich lerne die unterschiedlichsten Personen kennen. Eines haben sie gemeinsam: die Männer sind alle sehr attraktiv und die Frauen bestechen durch ihre endlos langen Beine, knallrote Lippen und einen supertollen Körper. Alle wollen sie nur eines – Sex.


    Ich bin dabei, wenn bei Julia und Leon Tagträume wahr werden. Liv Sophie macht mit der Rezeptionistin Helena ihre ersten lesbischen Erfahrungen; Luca und Tom lassen sich nach der Steuerprüfung verführen; Fiona lernt in San Francisco Mary und Kim kennen. Besonders gefallen hat mir die Geschichte von Simon und Anna-Lena gefallen, weil hier Beide ihre Sicht des Geschehens erzählen und ich ihre Gefühle und Empfindungen noch viel besser nachvollziehen kann. Lasst euch überraschen, was Emma und Maximilian, Tessa, Adrian, Evan, Laura,
    Chris und Lina, Julian und Valentina alles anstellen um ihre Lust zu befriedigen.


    Linda May erzählt in einer sehr lebendigen, bildhaften, sinnlichen Sprache, bei der ich durch mein Kopfkino voll auf meine Kosten komme und als Voyeurin neben den Protagonisten stehe. Vor allem aber ist bei der Autorin Sex viel mehr als nur Geschlechtsverkehr.


    8 nette Geschichten mit viel Fantasie überMenschen wie Du und ich.


    5ratten

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    Davon hatte ich mir mehr versprochen


    „Doktor Schiwago“, der Welterfolg des russischen Autors Boris Pasternak, war der Lieblingsfilm meiner Mutter, den wir uns zusammen bestimmt 5 x, wenn nicht öfters, im Kino angeschaut haben, steht im Mittelpunkt dieses Romans von Lara Prescott. Dann bekam ich die Leseprobe zu „Alles, was wir sind“, die mich sehr angesprochen hat. Genau so wie der Klappentext. Also musste ich auch dieses Buch lesen.
    Leider haben sich meine vielleicht zu hohen Erwartungen an das Buch nicht erfüllt.


    Unterteilt wird die Geschichte in zwei Erzählstränge, gegliedert nach Osten 1949 – 1961 (Sowjetunion-Moskau) und Westen 1956 - 1959 (USA-Washington). Im Osten finde ich es sehr spannend, zu erfahren, wie das Buch Dr. Schiwago von Boris Pasternak entstanden ist. Die Hauptfigur Lara lehnt sich stark an Pasternaks Geliebte Olga Iwinskaya an, die bis zu seinem Tod an seiner Seite bleibt und erduldet aus Liebe zu ihm sogar einige Jahre Arbeitslager. Im Westen lerne ich zwei Stenotypistinnen der CIA, Irina Drozdov und Sally Forrester, kennen.


    Lara Prescott erzählt in einer anschaulichen, sehr detailreichen Sprache, bei der ich allerdings Vieles für überflüssig und nicht der Geschichte dienlich empfinde. Was ich auch nicht mag ist, dass der Westen nur aus positiven Aspekte besteht, wogegen der Osten düster, grau und grausam gezeichnet wird. Auch die Personen, denen ich hier begegne haben keine Tiefe, ich komme nicht an sie heran, sie bleiben mir fremd.


    Sehr gut gefallen hat mir die Aufzeichnung des Weges, auf dem Dr. Schiwago über einen Mailänder Verlag zur Veröffentlichung in die USA gelangt ist. Ich bekomme viele Hintergrundinformationen, die gut recherchiert scheinen und die ich bisher alle nicht kannte. Auch dass dieses Buch als „Waffe“ gesehen wurde, hat mich fasziniert. Dass der gesamte
    Roman aus Sicht der Frauen erzählt wird, finde ich schon bemerkenswert. Waren sie doch zu der Zeit alles andere als anerkannt.


    Meine Gefühle gegenüber dem Buch sind sehr gespalten. Die eine Hälfte sehe ich als gute Unterhaltung mit viel Wissenswertem. Bei der anderen Hälfte habe ich mich gelangweilt durch die Seiten und Kapitel gequält.

    Trotzdem bin ich froh, das Buch gelesen zu haben.


    3ratten

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    Was beim Ausmisten alles zutage kommt...


    Die 34-jährige Hannah Bodmer nennt ihre Berufsbezeichnung „Aufräum-Coach. Was ihrem Secondhandladen, den sie führt, hier und da zugute kommt. Ihre Freundin Therese „Tess“ Becker bittet sie bei ihrem neuen Freund Pascal auch mal so richtig auszumisten. Dort findet Hannah nicht nur einiges, was in die Tonne kann, sondern auch noch eine Leiche. Und Pascal, der wehrt sich und kämpft um jedes einzelne Stück. Je länger die Beiden versuchen Chaos in das Haus von Pascal zu bringen, desto mehr Gefühle kommen ins Spiel. Aber Pascal gehört zu Tess...



    Mit dem Ausmisten hatte auch ich eine ganze Zeit lang so meine Probleme und so kann ich Pascal sehr gut verstehen, der an jeder einzelnen seiner Habseligkeiten hängt, gegen den Charme von Aufräumqueen Hannah aber nicht ankommt.


    Für mich ist dies die dritte Geschichte aus der Feder von Ellen Berg, die ich gelesen habe und ich wurde wieder bestens unterhalten. Obwohl ich manche Szenen stark überzogen und hier und da etwas drüber fand, hat das meinem Lesespaß, den ich bis zur letzten Seite hatte, nicht geschadet. Auch einige Klischees werden bedient. Aber das gehört hier einfach dazu. Meine Mundwinkel steckten in einem Dauergrinsen fest und manchmal habe ich auch laut lachen müssen. Aber es gibt auch traurige und sentimentale Momente, die ich hier sehr gerne mit durchlebt habe. Durch die sehr bildhafte und farbige Beschreibung der Charaktere hatte ich bald Bilder in meinem Kopf und mein Kopfkino lief auf Hochtouren.


    Hannah und ihre Freundinnen Tess und Josie, die sich auch rührend um Hannahs Mutter Marie-Luise kümmern, sind mir genau so sympathisch wie Pascal und seine Freunde Robin, Anton und Moritz, die ich während einer Weinprobe kennengelernt, und dabei einiges über den Rebensaft gelernt habe. Hannahs Mutter Marie-Luise mit ihrem Esotherikwahn war mir manchmal etwas zu anstrengend und mit Hannahs Ex Dennis bin ich gar nicht warm geworden. Aber ich muss ja auch nicht alle mögen. Lieb gewonnen habe ich auch Pascals Onkel Alfred, der hier eine ganz besondere Rolle spielt.

    Alle Menschen, die ich hier kennenlerne, sind so facettenreich und lebendig dargestellt. Bei einigen meine ich sie sogar zu kennen. Hannah z.B. könnte ich mir auch als meine Freundin gut vorstellen.


    Ellen Berg hat es in dieser Geschichte wieder hervorragend verstanden eine kleine Liebesgeschichte mit kriminellen Handlungen zu verknüpfen. Leicht und locker mit sehr viel Humor führt sie mich durch eine Geschichte, die, lässt man die kriminalistische Seite mal außer acht, wie aus dem echten Leben gegriffen erscheint.


    Ein tolles Buch, das mich begeistert zurücklässt. Ich habe mit gelitten, mit ermittelt und mit gefiebert bis zum Happy End. Sehr gute Unterhaltung für zwischendurch, die ich jedem, der Liebe und Krimi vereint mag, nur ans Herz legen kann.


    5ratten

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    Spannend, fesselnd – einfach sehr gut


    Nach ihrem Umzug von Stuttgart nach Villingen haben sich Kriminalhauptkommissarin Ines Sandner mit ihrer elfjährigen Tochter Daniela und ihrem Lebensgefährten Jan Westermann gut dort eingelebt. Ihre Mutter lebt ganz in der Nähe und auch die Zusammenarbeit mit ihrem Kollegen Thomas Klausmann klappt bestens. Eigentlich ist alles gut.

    Was Ines nicht weiß: Es gibt da Jemanden, der sie und ihre Familie abgrundtief hasst.


    Ab der ersten Seite, wo ich den „Täter“ mit seinen Gedanken kennenlerne, zieht mich Sonja Kindler mit ihrer mitreißenden, aber nicht reißerischen Schreibweise in die Handlung hinein. Leicht und flüssig fliege ich nur so durch die Seiten. Die Spannung steigt stetig an, für mich ergeben sich immer neue Tatansätze. Doch ich merke schnell, ich bin weit von einer Lösung des Falles entfernt. Die erscheint erst Richtung Schluss, wo ich dem Täter zwar sehr nahe auf den Fersen war; aber Motiv hatte ich absolut keines. Letztendlich löst sich alles mit einem Showdown nachvollziehbar und schlüssig auf. Und auch hier konnte mich die Autorin mit einer Wendung noch einmal überraschen, auf die ich nicht gefasst war.


    Bei den authentisch dargestellten Personen konnte ich meine Sympathien und auch meine Antipathien schnell und gut verteilen.

    Ines Sandner, ihre Tochter Danny, ihr Lebensgefährte Jan und ihre Mutter Monika sind mir von Anbeginn an sympathisch. Genauso hat ihr Chef Sigmund Willimsky im Laufe der Geschichte meine Sympathien erringen können. Auch ihre Kollegen Thomas und den Praktikanten Peter mochte ich recht gern. Ganz im Gegensatz zum Täter, den ich durch seine Gedanken immer näher kennenlerne und ihm dadurch ganz langsam näher gekommen bin.


    Die Handlungsorte im Schwarzwald sind sehr bildhaft beschrieben und geben der Geschichte den lokalen Anstrich. Ich habe mich in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt, wo ich z.B. in Triberg einige Male mit meinen Eltern geurlaubt habe. Eine Kuckucksuhr hängt heute noch bei uns zuhause. So fühle ich mich in der Geschichte noch einen Ticken wohler.


    Auch lerne ich gerne immer etwas dazu. Hier habe ich einiges Wissenswertes über die Hundestaffel des DRK zu lesen bekommen, was ich nicht wusste bzw. was ich mir bisher ganz
    anders vorgestellt hatte.


    Ich habe hier eine für mich neue deutschsprachige Autorin kennengelernt, die mich mit ihrem Erzählstil begeistert und gefesselt hat und die ich mir merken werde.

    Ich habe mitgerätselt, mit ermittelt und mitgefiebert. Ich wurde spannend und sehr gut unterhalten. Genau so muss ein Krimi sein, den ich gerne weiter empfehle.


    5ratten

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    Ellen Berg - Der ist für die Tonne

    Sonja Kindler - Im Schwarzwald geht der Tod um

    Lara Prescott - Alles, was wir sind

    Melanie Lahmer - Unter der Mauer

    Adrienne Friedlaender - Willkommen bei den Friedlaenders

    Adrienne Friedlaender - Ich habe jetzt genau das richtige Alter

    Ein Leben für die Austern


    Lieutenante Giroudin, Bootsmann Arnoult und Oberbootsmann Diallo erhalten einen Anruf, dass auf einer der Austernbänke ein Mann überfallen worden ist. Luc Verlain, der mit seinem schwerkranken Vater Alain an Bord des Wasserpolizeibootes unterwegs ist, bietet sogleich seine Hilfe an. Austernzüchter Pierre Lascane hat einen Schlag auf den Hinterkopf bekommen und ist stark unterkühlt. Wer ihm das angetan hat, weiß er nicht. Kurze Zeit später werden auf einer anderen Austernbank im Bassin d´Arcachon zwei junge Männer gefunden. Unbekannte hatten Francois Labadie und Vincent Pujol ebenfalls einen Schlag auf den Kopf versetzt und dann an Pfähle gebunden. Das haben die Beiden nicht überlebt.
    Geht es hier um Austernklau oder steckt da etwas ganz anderes dahinter. Commisaire Luc Verlain und seine Partnerin Anouk Filipetti gehen
    zusammen mit Etxeberria auf Spurensuche.



    Dies ist der erste Fall, bei dem ich Luc Verlain und Anouk Filipetti bei ihrer Arbeit über die schulter schaue. Aber nachdem mir das Lösen dieser Aufgabe solchen Spaß gemacht hat, werde ich auch die ersten beiden Fälle des Duos noch lesen.


    Die leichte, flüssige und eingängige Sprache hat es mir sehr leicht gemacht, mich sofort in die Geschichte hinein denken zu können.
    Durch die immer wieder eingestreuten Floskeln in französischer Sprache, kommt der Lokalkolorit sehr gut heraus. Ich kann mir Bordeaux im
    Winter sehr gut vorstellen und je suis là au milieu.

    Durch die bildlichen Beschreibungen kann ich mir die Austernfischer in der Aquintaine und die Menschen um sie herum sehr gut vorstellen. Die
    harte Arbeit an den Muscheln bis zur Ernte hatte ich mir so nicht vorgestellt und habe hier viel darüber gelernt. Ich habe nun große Achtung vor denen, die sich das antun. Obwohl ich selbst Austern erst einmal probiert habe – sie sind einfach nicht mein Fall.


    Die Geschichte selbst hat mich tief in die Geschichte der Austern auf den Sandbänken am Atlantik im Bassin d´Arcachon hineingezogen. Alles
    zeigt sich für mich schlüssig und gut nachvollziehbar. Sogar der Schluss, den ich so absolut nicht erwartet hatte. Aber auch ein sehr schönes Ereignis wirft ihre Schatten voraus.


    Ein sehr interessanter Krimi aus der Aquitaine im Südwesten Frankreichs. Ich habe viel über Austern gelernt und einen spannenden, damit zusammen hängenden Fall gelöst. Ich freue mich schon auf ein Wiederlesen mit Luc, Anouk und den Menschen in und um Bordeaux.


    5ratten

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    „Ohne Freundinnen ist das Leben nur halb so schön“



    Diesen Satz auf S. 14 habe ich mir raus geschrieben. Denn er trifft es genau auf den Punkt.


    Corinne Luca wollte eigentlich einen Ratgeber zum Thema „Freundinnen“ schreiben. Ich bin froh, dass sie es sich noch mal überlegt und dieses wundervolle Buch geschrieben hat.


    Sie erzählt nun von ihren Freundinnen und ich darf ein Stück mit ihr und ihren Freundinnen gemeinsam gehen. So lerne ich Nora, Caro, Anne, Lene, Celine, Holly, Lauren, Jodie, Ida, Franziska, Hannah, Sarah, Janine und Pauline kennen. In einigen von ihnen finde ich mich oder eine meiner Freundinnen wieder.


    Die Autorin erzählt von Zusammengehörigkeit, von Eifersucht und Selbsterkenntnis. Genau wie in einer Ehe, entwickelt man sich weiter und kann nur hoffen, dass sich die Freundin in die gleiche Richtung entwickelt oder gar stehen bleibt. Wenn eine Freundschaft zu Ende geht, ist es wie bei einer Scheidung: Man muss sie erst einmal verarbeiten um sich wieder neu auf eine neue Freundschaft einlassen zu können. Und ich habe den Eindruck, dass es mit den Jahren immer schwerer fällt, sich eine neue Freundin zu suchen.


    Immer wieder schweife ich ab und denke an die vielen wunderbaren Menschen in meinem Leben, die mich jeweils ein Stück meines Weges begleitet haben oder heute noch begleiten.


    Corinne Luca hat mich mit diesem Buch sehr berührt. Ein paar Mal musste ich kleine Tränchen weg zwinkern, habe aber auch geschmunzelt.


    Interessant finde ich die verschiedenen wissenschaftlichen Ausarbeitungen über Freundschaft, die im Buch grau hinterlegt sind. Interessant, wie sich Freundschaften sogar auf unsere Gesundheit auswirken können.


    Ein wunderbares Buch zum selber lesen und zum Verschenken an die beste Freundin. Danke, dass es euch gibt.


    5ratten

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    Einfachwunderschön


    Nachdem ihre Mutter Carmen gestorben ist, reisen Vater Joseph und die kleine Cecilia zu ihren Verwandten nach Mexico. Hier entsteht bei Papa Joseph die Idee mitten in den Weinbergen von Napa Valley eine Vanille Plantage anzulegen. Heute lebt auch er nicht mehr und Cecilia, die alle nur CeCe nennen, führt sie mit viel Liebe und Herzblut weiter. Sie baut die Vanille, die im ganzen Umkreis bekannt und beliebt ist, nicht nur an. Sie verarbeitet sie auch zu Plätzchen, Chuttney, Marmelade und anderen Köstlichkeiten. Durch die viele Arbeit hat sie kaum noch Zeit für ihre Freundin Julia, die ihren eigenen Sandwichladen betreibt und die sie trotzdem einmal in der Woche trifft. Nachdem sie Louis Castro den Laufpass gegeben hat, hat kein Mann mehr ihr Vertrauen und ihr Herz erobern können und ihr Liebesleben liegt brach.

    In einem TV-Bericht über ihre Vanille Plantage und ihre Produkte wird Luxushotelbesitzer Richard Banks auf CeCe aufmerksam, bekommt sie nicht mehr aus dem Kopf und lädt sie zu einem Gewürzseminar in sein Heavenly Resort am Lake Tahoe ein. Cecilia sagt begeistert zu. Denn hier wird sie zusammen mit Julia, die sie als ihre Assistentin ausgibt, die winterliche Stimmung, die es in Kalifornien nur hier an der Grenze zu Nevada gibt, richtig auskosten und genießen können.



    Mit Manuela Inusa habe ich eine neue deutschsprachige Autorin für mich entdeckt. „Wintervanille“ ist das erste Buch, das ich von ihr lese und es hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die wunderschön leichte, flüssige und sehr bildhafte Erzählweise lässt sofort Bilder in meinem Kopf entstehen.


    Aus diesen vielen kleinen Details entsteht ein klares Bild von Cecilia und ihrer Freundin Julia, beides sehr sympathische junge Frauen, die sich schon seit Kindertagen kennen. Beide habe ich schnell ins Herz geschlossen. Bei Richard hat es etwas gedauert, bis ich ihn richtig sympathisch fand. Mir gefallen auch die Rückblenden in die Vergangenheit sehr gut. Die sorgen für ein noch besseres Kennenlernen der einzelnen Personen und ich kann manche Handlungen noch besser verstehen.

    Auch die Landschaft rund um San Francisco und das Lebensgefühl mit Gospelgesang und Besuchen auf verschiedenen Märkten, das hier sehr gut rüber gebracht wird, kann ich mir gut vorstellen und habe sie gleich auf meine „will ich noch bereisen“-Liste gesetzt.


    Wie schon zu erwarten war, ergibt sich auch hier eine Liebesgeschichte. Um es aber noch interessanter zu machen, hat Manuela Inusa ganz zumSchluss noch eine kleine Überraschung eingebaut.


    Ich werde auf alle Fälle CeCes Vanilleplätzchen backen, deren Rezept ich zusammen mit einem für Vanillezucker und eines für Vanille-Himbeer-Marmelade als Schmankerl am Schluss des Buches bekomme. Außerdem darf ich auch noch einen Blick in die kommende Geschichte von „Orangenträume“ werfen und mich darauf freuen.


    Ein wundervoller Winterroman mit sehr viel Gefühl und Wohlfühlmomenten. Genau richtig für die bald anstehende Winter- und Weihnachtszeit. Ich habe mir beim Lesen eine Vanille Duftkerze angezündet und mich in meine Decke gekuschelt. Einfach klasse und absolut zu empfehlen.


    5ratten

    Eine sehr interessante und gut recherchierte Geschichte


    Die junge Engländerin Alice sieht ihre Chance zum Ausbruch aus ihrem Leben im verschlafenen County Surrey gekommen und heiratet auf die Schnelle den Amerikaner Bennett Van Cleve, Sohn des reichen Minenbesitzers Geoffrey Van Cleve. Aber anstatt eines feudalen Lebens in New York
    kommt auf Alice ein Leben in der Kleinstadt Baileyville in Kentucky zu. Hier lebt sie zusammen mit ihrem Mann, der sich schnell von ihr abwendet, und ihrem Schwiegervater, dem sie nichts recht machen kann, fühlt sich gelangweilt und einsam. So meldet sie sich, als Freiwillige für eine mobile Bücherei gesucht werden, die Bücher zu Familien an die entlegensten Orten des County bringt. Zusammen mit Margery O´Hare, Isabelle „Izzy“ Brady und Beth Pinker macht sie sich nun jeden Tag auf in die Berge. Für die so verschiedenen Frauen ist es nicht nur ein Job – sie werden zu Freundinnen. Und Alice fühlt sich seit langem wieder frei und glücklich.



    Ich habe mich anfangs etwas schwer getan in die Geschichte hinein zu kommen, was sich aber im Laufe des Lesens gelegt hat. Alles wird sehr ausführlich und bis ins kleinste Detail beschrieben. Dadurch leidet an einigen Stellen die Spannung etwas. Trotzdem fand ich es gut, dass mir gerade die Menschen, denen ich hier begegne sehr ausführlich und sehr gut vorstellbar beschrieben werden. Manche mag ich von Anfang an, bei einigen dauert es einige Zeit, bis ich sie mag. Andere kann ich absolut nicht leiden.
    Auch die Landschaft Kentuckys mit ihren großen Weiten, den hohen und schroffen Bergen und der Stille kann ich mir gut vorstellen und verstehen, was die Städterin Alice daran so liebt.


    Ich bin in dieser Geschichte nicht nur auf den Spuren der Satteltaschen-Bibliothekarinnen unterwegs, die es um 1935 in Kentucky wirklich gab. Ich werde auch mit Rassismus und dem kargen Leben als Minenarbeiter und seiner Ausbeuter, wie Geoffrey Van Cleve einer ist, konfrontiert. Auch scheint Prügel, meist verursacht durch Alkohol, in der Ehe und an den Kindern normal zu sein, was mich schon erschreckt hat. Aber das Leben verändert sich und die Frauen suchen ihren Platz in der neuenWelt. Was den Männern allerdings gar nicht gefällt. Hier treffe ich Frauen, die sich von nichts und niemandem unterkriegen lassen und konsequent ihren eigenen Weg gehen. Die meisten sind ungebildet und so helfen ihnen die Bücher zum einen Lesen zu lernen. Zum anderen bekommen die Frauen einen Blick in die Welt außerhalb ihres kleinen eingeschränkten Kosmos. Die Freundschaft und der Zusammenhalt spielen in diesem Buch eine große Rolle.
    Ich habe schon einige Bücher von Jojo Moyes gelesen. Aber in dieser Geschichte geht es nicht hauptsächlich um die Liebe. Sie spielt hier nur eine kleine, fast nebensächliche Rolle. Hauptsächlich geht es um starke, mutige Frauen wie Margery und solche, die stark werden, wie Alice und Izzy.


    Ein sehr gefühlvoller, tiefgründiger Roman, der mich wütend und traurig gemacht hat. Bei dem ich ab und zu auch mal schmunzeln konnte. Eine Geschichte, die Bücher und das Lesen würdigt und zeigt, wie wichtig Bildung ist und was man auch als Frau alles erreichen kann.
    Ein Buch, das ich gerne weiter empfehle.


    4ratten