Beiträge von Gaby

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Karoline Dahl wird von ihrem Chef und Freund Ole Lund nach Sylt geschickt, um dort undercover die Machenschaften eines Bauunternehmers aufzudecken. Mit neuem Namen und neuer Identität reist sie an, wird gleich am ersten Abend zur Eröffnung eines neues Restaurants des Baulöwen eingeladen. Am nächsten Morgen ist Siegmund Jahnke tot - und Kari steht im Verdacht, den Baumogul erstochen zu haben...


    Dies ist wieder einmal ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite eingefangen hat. Nicht nur die farbigen Beschreibungen von Sylt, den Orten auf der Insel und der Nordsee, auch die interessanten und vielseitigen Charaktäre haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Vor allem 4 Damen, die sich einmal in der Woche mit Häkeln den Seniorinnenabend vertreiben und dann bei Undercoverermittlungen voll eingreifen, haben mich begeistert. Aber auch Kriminalhauptkommissar Jonas Voss, alleinerziehender Vater zweier Kinder hat mit seiner einfühlsamen Art nicht nur mein Herz sofort erobert. Das Knistern zwischen Voss und Kari war sehr gut zu spüren. Leider gibt es für die Beiden kein Happy End.


    Den Einstieg in die Geschichte habe ich sehr leicht geschafft. Von Anbeginn steigt die Spannung kontinuierlich an. Ich habe sofort mit ermitteln und recherchieren können. Aber durch einige unerwartete Wendungen war ich zusammen mit den Kommissaren gezwungen, in immer andere Richtungen zu denken.
    Der Fall ist logisch und sehr spannend aufgebaut und endet mit einem Täter, den ich nicht auf meiner Täterliste gehabt habe.


    Genau so eine Art von Krimi mag ich: spannend, unvorhersehbar, fast unblutig. Ich hatte für ein paar Lesestunden die absolut beste Unterhaltung.


    5ratten

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    Merle Zober, Mutter von 2 kleinen Kindern, und amurösen Abenteuern nicht abgeneigt, wird an bei einem Leuchtturm an der Südspitze der Insel Rügen erschlagen aufgefunden. Ihr Mann Thilo, der als manchmal ziemlich rabiat bekannt ist, wird als erster verdächtigt. Doch von diesen Spekulationen lässt sich Kommissarin Ramona "Romy" Baccare nicht beeindrucken. Sie ermittelt auf ihre eigene Art und findet bald heraus, dass es in den letzten Jahren im Umfeld der Toten weitere Todesfälle gab. Ihre Untersuchungen führen sie auch in ein Millieu, in das nur eine ganz elitäre Gruppe Zutritt hat...


    Dies ist der erste Kriminalroman, den ich von Katharina Peters lese. Aber die Autorin habe ich mir gleich als "lesenswert" notiert.


    In diesem Fall, der sowohl in Stralsund und auf Rügen spielt, geht es um mehrere Verbrechen, die ineinander hinein spielen. Da will ich aber nichts verraten.
    Ich habe schon lange nicht mehr so intensiv an der Polizeiarbeit teilnehmen können. Einerseits hat das die Spannung manchmal etwas nierdergedrückt. Andererseits habe ich das sehr nahe Erleben der Ermittlungen und das Lesen der Gedankengänge der einzelnen Ermittler sehr genossen. Es war äußerst interessant, wie sich die Fälle ganz langsam einander annähern, welche Personen zusammen zutun hatten und wie sich schlussendlich alles logisch auflöst. Es gab so viele Indizien, aber wie dies alles zusammen passt, habe ich auch lange nicht erraten.


    Die Ermittler, die alle ihre kleinen Macken oder Eigenheiten haben, sind doch so herrlich normal, dass ich den ein oder anderen gerne als Freund hätte. Ich hatte beim Lesen auch nicht den Eindruck, dass ich aus den Vorgängerbänden etwas verpasst habe. Ich war sehr schnell in der Geschichte drin und habe mich auf Rügen richtig wohl gefühlt.


    Da ich schon lange vorhabe, diese Insel einmal zu besuchen, war ich auf die Beschreibungen sehr gespannt. Ich habe einen kleinen Eindruck von der Flora und den kleinen Orten auf dem Eiland erhalten. An einer Stelle habe ich geglaubt, das Salz des Meeres riechen zu können.


    Wer intensiv bei der Polizeiarbeit dabei sein will; wer interessante Fälle lösen möchte und wer auf einer wunderschönen deutschen Insel umsehen will - der ist hier genau richtig.
    Ich habe diese Lesestunden sehr genossen.


    5ratten

    In Wien werden kurz nacheinander zwei nackte Männerleichen gefunden. Sie stammen aus verschiedenen Millieus, haben anscheinend keine Gemeinsamkeiten bis auf die Bekanntschaft zu Esma, eine der bedeutendsten Flamencotänzerinnen in Wien. Und auch die Ehefrauen der Beiden tanzen Flamenco. Doch Esma ist nicht auffindbar.
    Ein neuer Fall für den Wiener Chefinspektor Karl Maria Katz und Gruppeninspektorin Daniela Mayer.


    Dies ist bereits der 4. Fall ist, bei dem ich mit Katz und Mayer mit ermitteln darf. Da ich vom ersten Fall an mit dabei bin, habe ich die Beiden und ihr Team schon so gut kennengelernt, dass es ist, wie zu Freunden nachhause zu kommen. Ich liebe Schmitz mit seinem kölschen Dialekt, Kevin, der sich immer besser ins Team integriert und langsam auftaut oder die Zahnstocher, die Dani dauernd kaut. Aber auch ohne die Kenntnisse aus den ersten Fällen kann man den neuen Fall gut lesen.


    Ich finde es gut, dass die beiden Ermittler so normal sind. Obwohl Karl Maria mit seinem Freund Alex Ritter, einer sehr schillernden Persönlichkeit und Danielas Vermieter, zusammen ist und auch Daniela eher die Frauen liebt. Sabina Naber geht mit dem Thema der andersartigen Geschlechtlichkeit ganz normal um. So sollte es ja eigentlich auch sein. Witzig wie immer die kleinen Kabbeleien zwischen Katz und Mayer. Sabina Naber hat überhaupt die Gabe, ihren Personen und auch den Schauplätzen richtig Leben einzuhauchen. Ich fühle mich immer wie mittendrin.


    In diesem Fall spielt der Flamenco eine sehr große Rolle. Bis auf einen Auftritt in Spanien hatte ich bisher keine weiteren Bezugspunkte zu diesem Tanz. Aber wenn Sabina Naber darüber schreibt und man darüber liest, steckt es einen an. Sehr interessant fand ich die Unterschiede zwischen dem traditionellen Flamenco und der sehr modernen Ausführung. Der Abend der Fiesta hat mich mit allen Sinnen mitgerissen.


    Der Kriminalfall selbst ist gut nachvollziehbar und spannend aufgebaut. Ich habe mich immer wieder auf neue Fährten eingelassen, musste aber bis zum Schluss einsehen, dass ich mich dank Sabinas Verführungskunst immer wieder verlaufen hatte.


    Auch diesmal greift die Autorin das ein oder andere gesellschaftliche Thema auf - z.B. Rauchfreiheit in Lokalen - was gut in die Geschichte eingewoben ist. Auch die wienerischen Ausdrücke kann man sehr gut verstehen. Wenn nicht, sind sie am Fußende erklärt.


    Leider wurde auch dieser Fall wieder viel zu schnell aufgeklärt. Aber es gibt ja ein Wiederlesen. Und darauf freue ich mich schon heute.


    5ratten

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    Als Reent Dönnerschlach vom Schlickschlittenrennen in Greetsiel zurückkommt, wo er mit seinen Freunden diesmal sogar den dritten Platz geschafft hat, findet er seine Frau Aleke tot in einem seiner Fischbecken. Sind hier die Tierschützer einen Schritt zu weit gegangen? Als nur drei Tage später wieder eine junge Frau ums Leben kommt, hat die Kripo Wittmund sehr schnell einen Täter auf ihrer Liste. Aber Rudi, Henner und Rosa glauben nicht an diesen Täter und eritteln auf eigene Fraust.


    Nach "Krabbenbrot und Seemannstod" und "Der letzte Heuler" ist dies der dritte Fall, an dem ich mit Rudi, Henner und Rosa mit ermitteln darf. Vor allem Rosa, die ihre Nase überall hinein steckt und so manches erfährt, was die Polizei noch nicht weiß. Ob im Bäckerladen, beim Frisör oder in der Kneipe - sie hat ihre Ohren immer offen und stellt die richtigen Fragen. Ganz im Gegensatz zu ihren beiden Freunde Henner und Rudi, die nach ostfriesischer Art nicht so viel reden.


    Henner Steffens, Rudi Bakker und Rosa Moll, die für mich schon fast Freunde geworden sind, kenne ich nun schon sehr gut. Aber auch die anderen Protagonisten sind liebevoll und ausführlich gezeichnet. Im Glossar am Ende des Buches finde ich die Hauptpersonen alle nochmal aufgelistet, was mir hilft, den Überblick zu behalten.


    Sehr gerne würde ich zusammen mit den Dreien an Mutter Steffens Tisch sitzen und den Brathering mit Bratkartoffeln genießen. Die Rezepte zu Henners Leibgerichten gibt es ebenfalls im Anhang des Buches zum Nachkochen.


    Der Kriminalfall an sich ist schlüssig ausgearbeitet und erst fast zum Schluss wird auch mir klar, wer der Mörder der beiden jungen Frauen nur sein kann. Falsche Fährten, viel Herz und immer wieder ein Schuss Humor lassen die Zeit beim Ermitteln wie im Flug vergehen.


    Wer wie ich die Atmosphäre in Ostfriesland mag, gerne einen fast unblutigen Krimi schätzt und sich gerne gut unterhalten lässt, der ist hier genau richtig und sollte das Buch und auch seine Vorgänger unbedingt lesen.
    Ich warte schon gespannt auf den nächsten Fall, in den Henner, Rudi und Rosa ihre Nasen stecken werden.

    Gabriel, der für eine Sicherheitsfirma arbeitet fährt für einen Kollegen zu einem Alarm in einem Berliner Villenviertel. Eine Akte zu diesem Haus gibt es nicht mehr. Und das Haus ist alt und in alten Häusern sind die Alarmanlagen meistens im Keller...
    Es ist der 2. September, Liz´s 34. Geburtstag, an dem sie in einem Park ganz in der Nähe ihrer Wohnung von zwei betrunkenen Jugendlichen angegriffen wird. Sie setzt einen Hilferuf an Gabriel, ihren Freund, ab. Der alarmiert die Polizei. Aber es gibt keine verletzte Frau im Park - dafür aber einen toten Jugendlichen...
    Gabriel erhält eine Mitteilung, dass Liz entführt worden ist und er sie nur retten kann, wenn er sich an eine Zit zurück erinnert, die er ganz tief in seinem Innersten vergraben hatte...


    Marc Raabe hat es mit seinem Debütroman geschafft, mich von der ersten Seite bis zum Schluss zu fesseln und beim Lesen zu halten. Eine Geschichte, so unglaublich, dass sie schon wieder wahr sein könnte, in die ich eingetaucht bin und die mein Kopfkino eingeschaltet hat. Die einzelnen Akteure sind mit ihren sehr unterschiedlichen Charakterzügen so gut beschrieben, dass es meine Vorstellungskraft leicht hatte, sie sich vorzustellen. Und eine oftmals bildliche Sprache, die es zu einem Vergnügen werden lässt, dieses Buch zu lesen. Ausserdem habe ich lange kein Buch mehr gelesen, wo der Ausgang wirklich erst zum Schluss so klar wird.


    Der einzige Minuspunkt für mich ist die ab und zu übertrieben dargestellte Gewalt und Grausamkeit, was Andere vielleicht gerade so mögen.


    Fazit: Ein spannendes Buch, das mir ab und zu zu grausam war.
    4ratten

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    Da ich bereits alle anderen Krimis aus Kleinöd gelesen habe, ist es nett, wieder in die Dorfgemeinschaft mit ihren vielen unterschiedlichen Charaktären eintauchen zu können.
    Malwine Brunner, die mit ihrem Bauernhof, auf der neuerdings eine heiße Quelle gefunden wurde, zu Kleinöd eingemeindet wurde, liegt eines Morgens während ihrer Schwimmstunde tot im Becken. Herz- und Kreislaufversagen. Hieran will der Dorfpolizist, der sie gut gekannt hat, aber nicht glauben und legt Kommissarin Franziska Hausmann nahe, dem auf den Grund zu gehen...
    Die Schwester des Pfarrers hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, ihre beste Freundin, die zu Lebzeiten und auch noch danach Wunder vollbracht hat oder noch vollbringt selig sprechen zu lassen...
    Und dann wird auch noch der Verlobte von Gertrud Halber erschossen...


    Wieder ein netter, unterhaltsamer Krimi, der richtig Spaß macht und bei dem ich wieder mit rätseln konnte.
    4ratten

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    Famile Hutschendorf, wohnhaft in einem Anwesen im Godesberger Villenviertel, stellt in der 4. Generation Schnaps her. Nach einem heftigen Streit mit seiner Tochter Lucia verschwindet Walter Hutschendorf. Seine Tochter bezichtigt Walters blutjunge Ehefrau Chantal "Oma" Hutschendorf-Baumeister, eine ehemalige Schauspielerin mit "einem hübschen Kopf voller Puffreis", den Firmeninhaber aus dem Leben befördert zu haben. Die Matriarchin des Unternehmens, Agathe, setzt ihre Physiotherapeutin Britta Brandner, die sich Unterstützung von der Hauswirtschafterin Margot Pütz holt, auf das Verschwinden des Hausherrn an. Die beiden Frauen gehen beherzt ans Werk...


    Der Debütroman von Sabine Trinkhaus hat mich nicht aus seinen Fängen gelassen. Spritzig und zum Teil recht witzig geschrieben, leicht zu lesen, die Protagonisten ausführlich und detailliert beschrieben, hat mein Kopfkino diese Geschichte sehr gut verfolgen können.
    Eine Familiengeschichte, eingearbeitet in einen Krimi, die ich sehr gerne gelesen habe.
    4ratten

    "Schweinskopf al dente" ist nach "Winterkartoffelknödel" und "Dampfnudelblues" das dritte Buch, in dem der Niederkirchner Polizeibeamte Franz Eberhofer ermittelt!
    Hier nun wird er zum Kommissar ernannt, was ihn besonders stolz macht. Und Richter Moratschek braucht plötzlich seine Hilfe, weil ein Psychopath im Gerichtssaal entkommen ist und Moratschek für sein Dilemma verantwortlich macht. Und natürlich wird Eberhofer seiner Stellung gerecht und führt schlussendlich den Täter seiner Bestrafung zu.


    Was aber die Bücher von Rita Falk so besonders macht, sind die "Mitspieler". Da wäre zu allererst die Familie von Fanz Eberhofer: seine schwerhörige Oma, die sehr gut kocht und noch viel lieber einkaufen fährt. Sein aus den 70igern übrig gebliebener Vater, der immer mal wieder einen Joint raucht und nichts auf seine Beatles Schallplattensammlung kommen lässt; sein "schleimender" Bruder Leopold mit Thai-Frau Panida und Töchterchen Uschi genannt Sushi, die ihren "Ogiwans" (Onkel Franz) über alles liebt, was wiederum dem Leopold gar nicht gefällt. Und auch die Nachbarschaft bzw. die Freunde aus der kleinen Dorfgemeinde machen erst den Charme dieses Buches aus. Und natürlich seine Freundin Susi, die er nach einen kurzen Abstecher zu einem italienischen Gigolo wieder nachhause holt.


    FAZIT:
    Ein etwas anderer Krimi, sehr amüsant und zum Schmunzeln anregend und trotzdem spannend. Ich hatte zwei sehr amüsante Abende mit dieser Lektüre. Gut finde ich auch, dass sich einzelne Personen aus der Geschichte hier zum Schluss nochmal zu Wort melden - daran sollte man anknüpfen.
    4ratten

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    In Gunzenried im Allgäu will der schwäbische Baulöwe Hans-Joachim Rümmele einen gigantischen Freizeitkomplex, das "Event-Castle" errichten, um den Tourismus anzukurbeln. An diesem Objekt scheiden sich allerdings die Geister. Einerseits verheißt der Bau enorme Einnahmen, andererseits wird die Schönheit der Landschaft zerstört.
    Bei einem ihrer Ausritte mit Fjordwallach Falco findet die Tourismuschefin Dr. Johanna Kennerknecht den Baumogul mit einem Kopfschuss an einen Baum gelehnt. Gemeinsam mit ihrem Freund Polizeimeister Gerhard Weinzierl und dem von Augsburg nach Kempten versetzten Kommissar Volker Reiber gehen die Ermittlungen manchmal recht unkonventionelle Wege und einem unvermuteten Ausgang entgegen...


    Ein Allgäu-Krimi, wie ich ihn liebe: mit allen Facetten einer wunderbaren Landschaft und ihrer Bewohner. Nicola Förg hat es wieder einmal geschafft, mich zu begeistern.
    4ratten

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    Endlich, nach vielen Schlägen und Demütigungen, hat sich Pia Renner dazu aufgerafft, ihren prügelnden Freund Lukas Grimm zu verlassen. Ausgerechnet in dieser Nacht geht es ihrer Freundin Sabrina nicht gut und Pia bleibt allein in einer Bar zurück. Auf dem Weg zu ihrer Freundin in den frühen Morgenstunden begegnet sie ihrem Mörder. Die Polizei verhaftet Lukas, der in der Nähe des Tatortes gesehen wurde. Als ein paar Tage später eine weitere junge Frau den Angriffen des Messerstechers erliegt, muss Lukas wieder freigelassen werden. Kriminaloberrat a.D. Ferdinand Weber, ein Nachbar von Pia und Lukas, kann es nicht lassen und beginnt neben der Polizeiarbeit zu ermitteln.


    Ich finde, "Riesling und ein Mord" sollte nicht als Kriminalroman, sondern eher als Psychokrimi, bezeichnet werden. Es geht auch in weiten Strecken nicht um den Mord an Pia und einer weiteren jungen Frau, sondern eher um die Gesamtumstände, in denen die Protagonisten leben. Es geht um Männer, die ihre Frauen oder Freundinnen schlagen, misshandeln oder stalken. Um Frauen, die sich nicht wehren, sondern eher in Schockstarre verharren und trinken. Um zwei ältere Herren, die nach dem Tod ihrer Frauen versuchen, wieder ein eigenes Leben aufzubauen. Für mich war dieses Buch in weiten Strecken eher ein Einblick in die Seelen der Handelnden als ein Krimi.


    Der Fall an sich ist nachvollziehbar und hat mich ab ca. der Hälfte des Buches in seinen Bann geschlagen. Obwohl ich schon bald einen vagen Verdacht hatte, blieb der Täter für mich lange Zeit im Dunkeln.


    Die sehr verschiedenen Protagonisten mit ihren Stärken und Schwächen sind gut beschrieben. Ich hatte bald ein klares Bild von den meisten im Kopf.


    Besonders gefallen haben mir die Beschreibung von Speyer. Die Stadt ist gleich auf meine "will ich noch besuchen"-Liste gewandert. Bei einem Besuch von Weber in einem Restaurant ist mir bei der Aufzählung der köstlichen regionalen Gerichte das Wasser im Mund zusammengelaufen.


    Insgesamt gesehen hat mich das Buch sehr gut unterhalten, auch wenn ich die kriminalistische Arbeit etwas vermisst habe.
    4ratten