Beiträge von Gaby

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

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    Auf den Spuren von Trüffeln


    Auf der Suche nach einem noch nicht geklonten Trüffel auf seiner Plantage in der Nähe von Sinzig im Ahrtal in der Eifel macht Unternehmer Peter Siedenburg eine schreckliche Entdeckung. Eine skelettierte Hand umschließt ein großes Exemplar dieser köstlichen unterirdisch wachsenden Pilze. Schnell stellt sich heraus, wer dieser Tote ist, und Peter Siedenburg rückt in den Fokus der Polizei.

    Die junge Journalistin Greta Schönherr wollte eigentlich nur ein Portrait des Unternehmers schreiben. Obwohl Greta ihm nicht traut, wittert sie eine große Story und willigt ein, ihm bei dem Beweis seiner Unschuld zu helfen.



    Marion Demme-Zech und Frank Krajewski nehmen mich mit in die Zukunft in das Jahre 2034, und in Rückblicken in die Jahre 2005 und 2022. Und zwar nicht verrückt und abgedreht, sondern sehr realistisch, dass ich mir die meisten Situationen sehr gut vorstellen und nachvollziehen kann. Dadurch, dass Ort, Datum und Zeit vor jedem neuen Kapitel angegeben sind, habe ich mit den Zeitsprüngen überhaupt keine Probleme. Im Gegenteil finde ich es gut, dass ich durch die Zeitsprünge zurück in die Vergangenheit noch mehr Informationen bekomme.

    Wie der Titel schon verrät, geht es um Trüffel, von denen ich sehr viel Wissenswertes über deren Vermehrung und den Schutz erfahre. Durch die ausschweifende Behandlung dieses Themas geht allerdings sehr viel an Spannung, die sich zwar immer wieder aufbaut, verloren. Der Mord tritt immer wieder in den Hintergrund.


    Die Protagonisten sind sehr farbig und bildhaft beschrieben, haben ihre Ecken und Kanten und sehr unterschiedliche und vielfältige Charaktere.

    Besonders Greta, die anfangs noch schüchterne und mit wenig Selbstvertrauen ausgestattete Journalistin mit ihrer offenen und ehrlichen Art, habe ich schnell ins Herz geschlossen. Durch Sean, den sie aus ihrem Technik-Journalismus-Studium in Bonn kennt und sehr mag, entwickelt sie sich sehr positiv.

    Das krasse Gegenteil dazu sind der manipulative, überhebliche und verlogen Unternehmer Peter Siedenburg, seine Frau Monica und der ehemalige Teilhaber. Die Drei haben sich gesucht und gefunden, unsympathisch ab unserem ersten Zusammentreffen.


    Der Kriminalfall ist schon sehr interessant, vor allem, weil hier die Polizeipräsenz fast gänzlich fehlt und von einer jungen Frau „ermittelt“ wird. Es gibt einige unverhoffte Wendungen, die mich immer wieder von meiner eigenen Spur abgebracht haben. Auch das Ende hatte ich so nicht erwartet.

    Ein lesenswerter Krimi mit ein bisserl zu viel Trüffel, den ich aber trotzdem gerne weiter empfehle.

    4ratten

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    Filmfestival mortale


    Von seinem Freund Flavio hat sich Matteo Basso breitschlagen lassen und ist mit ihm nach Locarno zum Filmfestival gefahren. Hier hofft Flavio auf ein Zusammentreffen mit seiner Jugendliebe Karlotta Tramboni, die als Schauspielerin Karriere gemacht hat. Tatsächlich erkennt Karlotta ihren Jugendfreund wieder und lädt ihn zur After-Party ein. Nur darauf hat nach dem Film niemand mehr Lust. Warum: die talentierte Jungschauspielerin Simona Morelli wird vor den Augen der 8000 Filmgäste erschossen.

    Kommissar Alberto Orler von der Polizei in Locarno ist gleich vor Ort und da in diesem Fall, der die Schweiz und auch Italien betrifft, der grenzüberschreitende kleine Dienstweg am einfachsten zu handhaben ist, spannt er Matteo Basso sofort für seine Zwecke mit ein. Matteos Freundin die Kommissarin Nina Zanetti aus Mailand ermittelt ebenfalls mit. Zusammen suchen sie nach einem Mörder.



    Dies ist nun schon das 4. Mal, dass ich mit Matteo und Nina auf Ermittlungstour gehe. Ich mag diesen Mann mit seiner Macelleria in Cannobio am Lago Maggiore mit einer seltenen Mischung aus Fleischer und Polizeipsychologen, der die Hektik Mailands gegen die beschauliche Provinz eingetauscht hat und seinen Tag mit einem Bad im Lago beginnt. Auch Nina ist mir in den letzten Fällen sehr ans Herz gewachsen. Genau so wie die drei Alten, Flavio, Luigi und Beppo, die drei Auto-Doctores, die Matteos Macelleria am Laufen halten, wenn er mal wieder auf Mörderjagd geht. Ihre Sprüche zaubern mir jedes Mal ein Schmunzeln ins Gesicht.


    Diesmal lerne ich Locarno und die Gegend um den Comer See kennen. Nach den Beschreibungen sollte mein nächster Urlaub auch mal dorthin führen. Nicht nur wegen der wunderschönen farbenfrohen Flora, den kleinen wie gemalten Ortschaften, sondern auch wegen dem Essen, bei dessen Beschreibung mir jedes mal das Wasser im Mund zusammen läuft.


    Dieser Fall hier ist etwas knifflig. Es dauert schon eine Zeit, bis die Ermittler nach einigen Wendungen endlich auf der richtigen Spur sind. Wobei ich schon einen Täter fest im Blick hatte, der es dann aber doch nicht war. Mit der absolut nachvollziehbaren Lösung des Falles und dem dann endlich gefassten Mörder hatte ich so nicht gerechnet.

    Aber das macht halt einen guten Krimi aus.


    Einen gut recherchierten, glaubhaften Krimi mit interessanten Protagonisten und einem nachvollziehbaren Motiv, den habe ich hier vorgesetzt bekommen und empfehle ihn gerne weiter.

    5ratten

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    Spannend und absolut lesenswert


    Auf seine erste Klassenfahrt geht der junge Lehrer Felix Schäfer mit gemischten Gefühlen. Zusammen mit seiner Kollegin Carina Brinkmann und 25 Schüler und Schülerinnen der 10c der Jahn-Realschule in Bad Cannstatt geht es nach Überlingen an den Bodensee. Hier soll auch die Landesgartenschau besucht werden. Und wie schon fast erwartet tanzt eine der 17-jährigen Mädchen dauernd aus der Reihe. Flora von Bornstedt, von allen nur Lola genannt, kommt nachdem sie schon einige Male zu spät gekommen ist, nach dem Baden am Abend nicht zur vereinbarten Zeit zum Treffpunkt. Sie bleibt verschwunden. 5 Tage lang.

    Kriminalhauptkommissar Michael Harter und Kriminalkommissarin in Ausbildung Bahar Yilmaz versuchen mit ihren 3 Kollegen der Kripo Friedrichshafen alles um die junge Frau zu finden. Als sie zu einem frischen mit Mondblumen geschmückten Grab auf der Landesgartenschau gerufen werden, ahnen sie Schlimmes.



    Schon der Prolog hat mich gefesselt, in die Geschichte hinein gezogen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Es geht schon so spannend los, der Spannungsbogen ist ziemlich hoch und hält sich konstant, obwohl es insgesamt eher ruhig zugeht. Für die Ermittler gestaltet sich dieser Fall sehr schwierig. Immer wieder scheint es kleine Erfolge zu geben. Immer wieder müssen sie diese wieder ad acta legen. Es ist so interessant zu lesen, wie sich die 3 Männer und 2 Frauen plagen müssen, um wenige Schritte vorwärts zu kommen um dann fast durch Zufall in die richtige Richtung zu kommen. Ich war mir ein paar Mal sicher, dass es jetzt dem Täter an den Kragen geht. Aber eine neue Wendung, neue Einsichten haben mich eines besseren belehrt.


    Da man die Tote im See vermutet, erfahre ich zum einen einiges sehr Interessantes über das Tauchen im See, vom Bodensee selbst und über die Taucher. Zum anderen über die Suche an Land mit extra geschulten Hunden, die auf die Suche nach Menschen gehen und dabei ihre unwahrscheinlich gute Spürnase zeigen. Im Zuge der Ermittlungen bekomme ich erschütternde Einblicke in das Frauengefängnis Hoheneck und einen Jugendwerkhof in der DDR.


    Mit Christine Rath war ich schon einige Male am Bodensee. Ich war dabei, als Maja Winter ihr kleines Café Butterblume am Seeufer in Nußdorf bekommt, wie dieses abgebrannt ist und wieder aufgebaut wurde. Daher habe ich mich sehr gefreut, sie, ihre Tochter Nini und Ruth, die Frau von KHK Harter hier wieder zu treffen.

    Aber wie im richtigen Leben gibt es auch hier Menschen, die ich gar nicht mag. Lolas Vater, der Felix Schäfer und die Polizei für den Tod seiner Tochter verantwortlich macht, hat sich meine Sympathie schon bei seinem ersten Auftreten verscherzt. Alle Protagonisten sind sehr menschlich und mit eigenen Charaktereigenschaften ausgestattet beschrieben. Bei den meisten habe ich mich wohlgefühlt und würde den ein oder anderen gerne am Bodensee wiedertreffen.


    Ein sehr spannender, eher leiser, sehr interessanter und vielfältiger Krimi, der auch das Thema Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit nicht ausspart. Der einige Wendungen parat hält. Und der mich sehr gut unterhalten, an einigen Stellen auch verstört hat und den ich sehr gerne weiter empfehle.


    5ratten

    Krimilektüre vom Feinsten


    Strafverteidiger Heribert Döllinger findet für die allermeisten seiner meist sehr zahlungskräftigen Mandanten immer noch ein klitzekleines Schlupfloch am Gesetz vorbei. Moral oder Skrupel kennt er nicht. Seine Erfolgsquote ist extrem hoch. Das alles nutzt ihm nichts, als er nach einem sehr erfolgreichen Casinoabend auf der Fähren zwischen Konstanz und Unteruhldingen durch den Bolzen einer Armbrust stirbt.


    In einer Woche ist wieder Jagd im Privatwaldgebiet der Familie Waldegg-Haunstetten. Ausgangspunkt hierzu ist das Jagd- und Lustschloss Adelheid mitten im Wald. Als sich Elise und ihr Bruder Eduard den Zustand des Schlösschens nach einem orkanartigen Sturm ansehen wollen, werden sie von einem Armbrustschützen in einem Lieferwagen entführt.


    Hauptkommissar Max Madlener und seine Kollegin Harriet Holtby von der Kripo in Friedrichshafen erkennen schnell, dass die beiden Verbrechen irgendwie zusammen gehören. Eine Jagd beginnt, bei der die beiden Ermittler von höherer Stelle nicht nur dauernd Steine in den Weg gelegt bekommen....



    Die ersten 37 Seiten sind gute Unterhaltung bei der ich Rechtsanwalt Döllinger, Hauptkommissar Max Madlener und seine Kollegin Harriet Holtby, die sich gegenseitig Mr. Crawfort und Agent Starling nennen, etwas näher kennenlerne. Aber dann die Entführung der hoheitlichen Geschwister - und die Spannung steigt rapide an, hält sich durch das ganze Buch mal sehr hoch, dann wieder unterschwellig, ist aber immer da. Bis der Bogen zum Ende hin zum zerreißen gespannt ist und dann mit einem Knall in sich zusammen fällt.


    Dies ist schon der sechste Fall für Max Madlener. Für mich ist es der erste, wird aber bestimmt nicht das einzige Buch bleiben, das ich von diesem mir bisher unbekannten Autor lesen werde.

    Walter Christian Kärger hat eine Schreib- und Erzählweise, die mich sofort eingefangen hat. Egal, ob es gerade richtig spannend zur Sache geht, ob er die reizvolle Landschaft um den Bodensee herum beschreibt, ob er kurz auf die Entführung Paul Gettys eingeht oder ob er Passagen, bei denen ich auch mal schmunzeln kann, schreibt. Immer hänge ich wie gebannt an seinen Worten um nur keines zu verpassen. Das hatte ich so schon länger beim Lesen nicht mehr.

    Mit Walter Christian Kärger hat es seit langem mal wieder ein Mann auf die Liste meiner Lieblingsautoren geschafft.


    Sehr schnell sind mir der unkonventionelle Kommissar und seine taffe Assistentin ans Herz gewachsen. Die Beiden ergänzen sich großartig und man merkt, wie gut sie aufeinander eingespielt sind. So hart sie sich auch manchmal geben, kommt doch immer wieder auch ihr weiches Herz ans Licht.

    Alle Protagonisten erscheinen mir, als würde ich sie irgendwoher kennen. Menschlich mit ihren Schwächen, Ängsten, ihrem Mut und ihrer Verzweiflung kann ich sie mir sehr gut vorstellen. Mit einigen hatte ich anfangs Mitleid, das sich dann in Wut gewandelt hat. Sogar dem Täter habe ich Verständnis entgegengebracht, bis er mir dann doch zu weit ging. Aber das alles muss man selbst lesen.

    Da ich ja in den Gedanken des Entführers mit dabei bin, bin ich den Kommissaren immer einen Schritt voraus. Hier hätte ich ihnen so gerne hin und wieder einen Tipp gegeben. Aber auch, wenn ich sehr bald weiß, was hinter dem Fall steckt, war er nicht weniger spannend.


    Jeder, der mal wieder so richtig gut kriminell unterhalten werden will, sollte hier unbedingt zugreifen. Ich bin auch zwei Tage nach dem Lesen immer noch ganz fasziniert und begeistert.

    5ratten

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    Sehr gut gelungene Fortsetzung mit Vibeke und Rasmus


    Am Sockel des Idstedt-Löwe im Alten Friedhof in der Fördestadt Flensburg wird der 73-jährige pensionierte Stadtrat Karl Benthien tot aufgefunden, das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit zertreten. Er gehörte zur dänischen Minderheit in Schleswig Holstein und befasste sich in den letzten Jahren mit den Flüchtlingslagern in Dänemark.

    HK Vibeke Boisen, Leiterin der Flensburger Mordkommission, und ihr dänischer Kollege Rasmus Nyborg werden für die Mordermittlungen abgestellt. Als sie im Haus des Opfers eine versteckte Kammer entdecken, führen plötzlich einige Spuren nach Oksbøl, zu einem dieser ehemaligen Flüchtlingslager. Ob man hier ein Motiv für die grausame Tat findet?



    Mit Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg habe ich schon den Fall „Die Tote am Strand“ gelöst. Ich habe mich sehr gefreut, dass die Beiden so gegensätzlichen Ermittler auch hier wieder zusammen arbeiten. Die verschiedenen Ausflüge nach Dänemark haben mir wieder sehr gut gefallen. Sie machen richtig Lust auf Land, Leute und Meer.


    Dadurch, dass man den Toten direkt auf den ersten Seiten des Buches findet, bin ich sehr gut und schnell in den Fall eingestiegen. Immer wieder pendle ich zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark hin und her. Da kommt es mir sehr gelegen, dass ich dank der Kapitelüberschriften immer genau weiß, wo ich gerade bin. Auf der vorderen Klappeninnenseite finde ich zum besseren Verständnis auch noch eine Karte Deutschland / Dänemark mit einem Stadtausschnitt von Flensburg. Hier habe ich öfters nachgeschaut, wo ich mich gerade befinde.


    Schön finde ich, dass ich hier Vibeke und Rasmus wieder ein Stück näher kennenlerne. Endlich hat Rasmus seinen alten VW-Bulli gegen eine kleine Wohnung eingetauscht. Ein sehr persönliches, privates Ereignis wirft ihn zuerst ein kleines bisserl aus der Bahn. Mehr verrate ich aber nicht.

    Alle Personen, die ich hier nach und nach kennenlerne sind sehr verschiedene Typen mit ganz unterschiedlichen Charakteren. Für mich kommen sie sehr menschlich, teils sympathisch rüber. Andere mag ich gar nicht – wie im richtigen Leben.


    Der Spannungsbogen steigt in den ersten Seiten steil an und hält sich dort oben bis zum Schluss. Vor allem auch, weil sich nicht nur Vibeke mit ihrem eigenmächtigen Handeln in große Gefahr begibt. Und das nicht nur einmal. Ein spannender und actionreicher Abschluss einer stark emotionsgeladenen Geschichte.


    Auf der hinteren Kartenklappe erwarten mich vier Fotos von Stellen, die ich auch im Buch wiederfinde.


    Alles in allem habe ich hier einen spannenden, sehr interessanten Fall mit authentischen Personen und sehr engagierten Ermittlern gelöst. Genau so muss Krimi sein!

    5ratten