Beiträge von Gaby

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Die kurze Inhaltsangabe macht Lust das Buch zu lesen.
    Hier stelle ich anschließend meine Rezension ein:


    Literaturschock und Großes Bücherforum; amazon; lovelybooks; was liest du; lesejury.de; Blogger: Krimi und mehr; bücher.de; thalia; hugendubel; weltbilt; jokers.de; pustet.de; lehmanns.de; heyn.at und
    heymann-buecher

    Das wäre mein erster Kanada-Krimi. Das reizt mich schon sehr und ich würde das Buch sehr gerne lesen.
    Hier stelle ich meine Rezis dann ein:


    Literaturschock und Großes Bücherforum; amazon; lovelybooks; was liest du; lesejury.de; Blogger: Krimi und mehr; bücher.de; thalia; hugendubel; weltbilt; jokers.de; pustet.de; lehmanns.de; heyn.at und
    heymann-buecher

    Es ist Herbst und die Blätter fallen von den Bäumen auf die Wege des Friedhofes, auf dem Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes arbeitet. Nachdem ihr schon ein Fuchs auf einem der Wege begegnet ist, findet sie unter einem Rhododendron eine blaue Babyschale mit einem kleinen Jungen. Erinnerungen an ihren eigenen toten Sohn werden wach.


    Draußen, vor dem Friedhof, an der Bushaltestelle wird eine nackte tote Frau gefunden. Ist das die Mutter des Kindes?


    Als ehemalige Kommissarin ist es für Gesine keine Frage, dass sie beginnt, nach den Eltern des Kindes zu forschen.


    Ich bin mir nicht sicher, ob das Kommissarin Marina Olbrich, die in dem Mordfall der toten Frau ermittelt, gefällt...



    2 Erzählstränge, die sich immer wieder überschneiden:


    Zum einen wird der Fortgang der Geschichte aus Sicht von Gesine Cordes erzählt. Zum anderen bin ich bei den Ermittlungen von Martina Olbrich dabei, die bis nach Georgien führen.


    Spannend ab der ersten Seite, mit einigen Wendungen und vielem Unvorhersehbarem hat das Lesen und mit ermitteln richtig Spaß gemacht. Doch auf den/die richtigen Täter bin ich erst sehr spät gekommen. Immer haben mir kleine Puzzleteilchen gefehlt.


    Ich mag die vielschichtigen Charaktäre mit ihren großen und kleinen Schwächen, Fehlern aber auch Stärken. Gerade Gesine Cordes ist eine Frau, die man gerne mal unterschätzt. Ich habe diese vom Schicksal stark gebeutelte Frau gleich in mein Herz geschlossen, obwohl ich mit ihrem Handeln nicht immer einverstanden war bzw. es nicht immer verstanden habe.


    Die Geschichte selbst hat ein sehr realistisches Thema und ist gut nachvollziehbar aufbereitet. Kinderhandel im Ausland, Prostitution, der Tod eines Kindes, 2 Halbwaisen, ein illegal geführter Verein mit illegal eingereisten Personen, und natürlich Mord – alles hat hier seinen Platz gefunden und wurde sehr gut in die Geschichte integriert. Aber auch eine beendete Liebe und eine vielleicht bald neu beginnende haben ihren Platz.


    Vielleicht sollte man, um schon an die Personen herangeführt zu werden, doch als erstes den ersten Band um Gesine Cordes lesen: Kaninchenherz. Und genau das werde ich jetzt nachholen.


    Ich habe sogar noch etwas gelernt:


    Zwischen den einzelnen Kapiteln werden heimische Giftpflanzen skizziert, vorgestellt und erklärt, die im voran gegangenen Kapitel erwähnt wurden: Falscher Amaryllis, Herbstzeitlose, Mistel, Christuspalme. Das lockert das ganze etwas auf und hat mir sehr gut gefallen.


    Wer eine interessante Geschichte mit charakteristisch starken, manchmal außergewöhnlichen Personen mag, die auch noch spannend und leicht zu lesen ist, der ist hier genau richtig.


    5ratten

    Amadeo, *1875, Findelkind wie viele Andere auch zu dieser Zeit im italienischen Florenz, wird unter die Obhut von Dr. Alfredo Esposito gestellt. Von klein auf mag er Geschichten. Von seinem Mentor bekommt er eine rote Kladde , geziert von einer goldenen Lilie, geschenkt. Nach seinem Berufswunsch gefragt, möchte er Arzt werden. Nachdem ein Uhrmacher, ein Bäcker und ein Drucker ihn nicht brauchen können, sitzt er wieder auf der Schulbank und und wird wirklich Arzt. Da er in Italien keine Anstellung findet, nimmt er 1914 die Stelle des Arztes auf der kleinen vor Sizilien liegenden Insel Castellamare an. Hier lernt er seine Frau Pina kennen, bekommt mit ihr drei Söhne und eine Tochter. Aber auch mit der Frau des Conte hat er einen gemeinsamen Sohn. Als dieser ihm die Stelle des Inselarztes aberkennt, nimmt sich Amadeo eines verfallenen Hauses an, dem „Haus am Rande der Nacht“, wie es die Einheimischen nenne und macht hier eine kleine Bar auf.
    Auf der kleinen Insel, auf der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, fühle ich mich gleich wohl. Catherine Banner beschreibt die kleine Insel mit ihren Bewohnern, ihren Bräuchen, ihren Mythen und Eigenarten so liebevoll, dass es mir geht wie drei Generationen der Familie Esposito. Ich wäre auch dort geblieben. Zumal im Laufe der Jahre ganz langsam die Modernisierung kommt. Das erste Auto fährt über die Insel, die Häuser bekommen Strom, der erste Computer wird noch misstrauisch beäugt. Amadeo hält die vielen kleinen Geschichten der Insel in seiner roten Kladde fest. Aber auch die Nöte und Sorgen der Familie bleiben nicht unerwähnt.
    So wird die Bar im Haus am Rande der Nacht von einer in die andere Hand gegeben. Ist immerwährender Ort, wo sich die Bewohner treffen, ratschen, tratschen und ein paar ungezwungene Stunden mit Reisbällchen und Limoncello verbringen.
    Ich bin tief eingetaucht in die Geschichte der Familie Esposito und durfte sie bis ins Jahr 2009 begleiten. Die Insel hat sich in den Jahren stark verändert. Aber die Verehrung der Heiligen Santa Agatha bleibt.
    Ich habe einen wundervoll ausgestalteten Familienroman gelesen. Gerne wäre ich noch länger auf Castellamare geblieben. Vielen Dank für ein paar wundervolle Lesestunden.


    5ratten

    Die Nordseeinsel Pellworm wird im Februar mal wieder von einem Sturm heimgesucht, als der siebzehnjährige Jan Harms, der zusammen mit anderen Jugendlichen in einem alten Mädchen-Internatsgebäude herum stromert, auf eine Leiche in der Zisterne stößt. Allerdings wird es nicht die einzige Leiche bleiben. Seine Mutter, Gesa Harms, seit kurzem die einzige Polizistin der Insel, muss sich in den nächsten Tagen nicht nur um diese Leichenfunde, die zeitlich ca. 40 Jahre auseinander liegen, kümmern, sondern sich auch gegen einen unsympathischen Kollegen vom Festland zur Wehr setzen.


    Dies ist das erste Buch, das ich von Thomas Finn gelesen habe. Und ich hoffe, dass es nicht sein letzte Krimi sein wird.


    Ich kenne die kleine Nordseeinsel Pellworm noch nicht. Aber die Beschreibungen der Insel, seiner Bewohner, der widrigen Wetterverhältnisse im Februar und der Brauch des Biikebrennens haben bei mir einen absolut positiven Eindruck hinterlassen.
    Die Charaktäre haben alle ihre kleinen und großen Macken, kommen alle lebensecht und nicht überzogen rüber. Besonders Gesa, Jan und der Reporter/Fotograf Arne haben sich meine Sympathien sehr schnell gesichert. Aber es gibt auch Menschen auf der Insel, mit denen ich nicht so klar gekommen bin: der 2. Bürgermeister Gustav Freese z.B.


    Die Geschichte ist logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Immer wiederkehrende Wendungen haben mir das mitermitteln nicht immer leicht gemacht. Neue Erkenntnisse, neue Verdächtige - aber nichts führte bei mir endgültig zum Täter. Kleinigkeiten, leicht zu überlesen, haben bei mir die Spannung bis zum Schluss auf einem sehr hohen Level gehalten. Die Dramatik am Schluss wird durch einen wunderbar positiven Abschluss der Geschichte etwas gemildert.


    Ich hatte einige sehr spannende und interessante Lesestunden. Mordstrand bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.


    5ratten

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    Jasper Erikson, 50, hat durch seine Surfschule auf der Nordseeinsel Amrum immer wieder Gelegenheit Frauen kennenzulernen. Und denen ist er absolut nicht abgeneigt, was die ganze Insel und auch seine Frau Göntje weiß. Sie hat im Laufe der Jahre resigniert, ist verbittert und einsam. Obwohl kurz hintereinander zwei Mordanschläge auf Jasper ausgeübt werden, lehnt er Polizeischutz ab. Und obwohl Jaspers Ferienliebe Bele von vor 19 Jahren auf die Insel zurückgekommen ist, hier mit ihm leben will, kann er es nicht lassen und flirtet ungeniert weiter.


    Hauptkommissar Kuno Knudsen und sein Assistent Arne Zander haben es nicht leicht bei ihren Ermittlungen. Sie treten lange Zeit auf der Stelle bis sie den entscheidenden Hinweis bekommen und den „Mörder“ dingfest machen können.


    „Jaspers letzter Flirt“ von Ulrike Busch ist das erste Buch der Autorin, das ich lesen durfte. Es wird mit Sicherheit nicht das letzte sein. Ich durfte eine deutsche Autorin kennenlernen, die genau so schreibt, wie ich es gerne lese.


    Spannung, die ohne viel Blutvergießen auskommt und stetig steigt; ein Mordfall, der durch seine Wendungen und seine Undurchsichtigkeit besticht; Landschaftsbeschreibungen, die Lust machen, diese Insel zu besuchen; kleine norddeutsche Worte z.B. Klönschnack, die das Regionale verkörpern – das alles macht das Buch zu einem absoluten Lesegenuss. Ich bin gleich nach den ersten Seiten mittendrin in der Geschichte und auf dieser wunderbaren Nordseeinsel angekommen.


    Die Protagonisten beschreibt die Autorin so lebensecht und farbig mit ihren ganz eigenen Charakterzügen, dass ich sie mir bald sehr gut vorstellen kann. Vor allem die prägnanten Namen bleiben mir sofort im Gedächtnis. Meine Sympathien und Antipathien habe ich schnell vergeben.


    Die leichte, lockere Schreibweise hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Durch die Unterteilung des Buches und der Ermittlungen von Samstag bis Samstag konnte ich doch hier und da eine kleine Pause einlegen und mir meine eigenen Gedanken zu den Ermittlungen machen.


    Endlich habe ich mal wieder einen Kriminalroman lesen dürfen, der mich sehr gut unterhalten hat und wo ich mitfiebern konnte und den ich sehr gerne weiter empfehle.


    5ratten:tipp:

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    Leonie Schiller, Mitte 20 liebt ihre Arbeit bei Cosmic Internet, einer Agentur, die jungen Start-Up-Unternehmern finanziell unter die Arme greift. Heute wartet sie auf zwei Jungunternehmer, Emil und Benjamin Rau, die übers Internet mit ihrer Firma SubSox Socken im Jahres-Abonnement vertreiben. Die Verhandlungen laufen leider nicht so, wie es Leonie sich vorgestellt hat.
    Als anschließend die Daten der jungen Firma von ihrem Rechner aus geklaut werden, steht sie erst einmal vor den Trümmern ihrer noch so jungen Karriere als Powerfrau Leonie 2.0.
    Aber sie gibt nicht auf und will die Lage mit den Brüdern Rau klären. Dazu reist sie in den kleinen Ort Weißnich in der Eifel…


    Nach „Jetzt oder Nils“ ist dieses Buch das zweite der Autorin, das ich gelesen habe und auch diesmal bin ich restlos begeistert.


    Die kleinen To-do-Listen, die Leonie schreibt, lockern den humorvollen Schreibstil noch mehr auf. Die Geschichte lässt sich locker und flüssig lesen. Ich habe beim Lesen schon lange nicht mehr so viel und so herzhaft gelacht.


    Die Protagonisten mit ihrem ganz eigenen Charme, allen voran Leonie, die ich gleich ins Herz geschlossen habe. Auch ihre russische Putzfrau Olga, die beim putzen die Sockelleisten vergisst und sehr weise Ratschläge gibt und Tante Ellen, die liebenswerte Tante von Emil und Benjamin, die als Anti-Aging-Managerin die Damen des Dorfes verschönert, was auch Leonie von ihr lernen soll, mag ich sehr. Sogar Leonies Mutter, Investmentbankerin,eine absolute Karrierefrau, die außer ihrer Arbeit nichts kennt, und meint, Leonie müsse ihr absolut nacheifern, hat ihre netten Seiten gezeigt.


    Ganz klar, dass sich in den wenigen Tagen, die Leonie auf dem Land weilt, bei der Erdbeerernte hilft und sich wahrhaftig traut, mal in den Tag zu träumen, eine kleine Liebesgeschichte mit Emil anbahnt.


    Das Landleben in der Eifel hat mich gleich gefangen genommen. Beim Lesen spüre ich die Ruhe, die dieses Leben ausstrahlt, auch wenn es mal hektisch werden sollte. Den Geruch der Erdbeeren auf dem Feld habe ich jetzt noch in der Nase und das tuckern des Porsche-Traktors höre ich jetzt noch. Emils zerschundenes Gesicht nach Leonies Gesichtsbehandlung steht mir immer noch vor Augen.


    Ging mir auf den ersten Seiten Leonies Kollege Marc mit seinen englischen Sprüchen etwas auf die Nerven, begann anschließend absolutes Lesevergnügen. Und das hielt sich bis zum Schluss. Und bis dahin hatte ich ein wie eingemeißeltes Grinsen im Gesicht, dass ich immer wieder hervorzaubern kann, wenn ich an manche Begebenheiten in dieser
    Geschichte denke.


    Danke Nikola Hotel für diese wunderbaren Lesestunden. :tipp:


    5ratten

    Pieter Posthumus, 47, von seinen Freunden PP genannt, arbeitet bei der Stadtverwaltung Amsterdam in der Abteilung für Bestattungen. Zusammen mit seinen Kollegen Sulung und Maja widmet er sich speziell den „einsamen“ Toten, die keine Angehörigen haben bzw. er versucht, deren Angehörige ausfindig zu machen. Auch die Begräbnisse versucht er einigermaßen würdevoll z.B. mit kleinen Gedichten zu gestalten.


    Von Mittwoch, dem 11. Mai bis Mittwoch, den 15. Juni bin ich mit PP in Amsterdam unterwegs. In dieser Zeit lerne ich besonders ihn und sein Umfeld etwas näher kennen und bin ganz nahe dran an den Ermittlungen, von denen er mit seiner Akribie nicht die Finger lassen kann.
    Diesmal beißt er sich an einem jungen Ausländer fest, der eine Djellaba trägt und in einer Gracht ertrunken ist. Fremdverschulden wird zunächst ausgeschlossen, woran PP aber nicht glaubt. Und er sollte Recht haben...


    Die Autoren nehmen mich mit in eine Stadt, die ich schon einmal kennenlernen durfte. Daher kam es hier und da vor, dass ich eine ungenaue Vorstellung hatte, wo die Geschichte gerade spielte. Der auf den Innenseiten des Buches abgedruckte Stadtplan hat mir da sehr weitergeholfen und ich war immer direkt am Geschehen dabei. Die Stadt mit ihrem ganz eigenen Flair, mit ihren vielen Fahrradfahrern, den wunderschönen alten Häusern, den Grachten, Brücken, den Menschen, aber auch den weniger sehenswerten Teilen der Stadt bekomme ich in diesem Buch sehr gut vermittelt. Ich kann mir vorstellen, dass man da „Appetit“ bekommt, die Stadt einmal selbst zu besuchen.
    Pieter Posthumus ist mir von Anfang an sehr sympathisch. Mit seiner etwas behäbigen, sich zeit lassenden Art kann ich ihn mir sehr gut vorstellen. Aber auch die anderen Protagonisten kann ich mir recht bald vor mein inneres Auge aufrufen.


    Die Geschichte, in der es hauptsächlich um Emigranten aus Marokko und terroristische Aspekte geht, bekomme ich aus zwei verschiedenen Gesichtswinkeln zu sehen. Einerseits bin ich mit PP unterwegs, andererseits ermittelt aber auch der Geheimschutz NASD. Hier sind es besonders Onno Veldhuizen, der Chef, der nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht, und Lisette Lammers, die meine Sympathie auch schnell gewinnen konnte.


    Obwohl dieser Krimi nicht durch Rasantheit oder undurchsichtige Wendungen besticht, sondern durch sehr genaue Recherchen des Hauptprotagonisten, leise, hintergründige Töne und eine Geschichte, die heute aktueller ist denn je, habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen und es bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.


    5ratten