Beiträge von Gaby

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    Als ich die grünen Gummistiefel auf einem Leserundenbuch gesehen habe, war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Und ich habe es, obwohl es mich stark aufgewühlt und berührt hat, sehr gerne gelesen.


    Die Hauptperson in Alina Herbigs Debütroman heißt Christin, ist Mitte Zwanzig, und lebt bei ihrem Freund Jan und dessen Vater mit seiner neuen Lebensgefährtin im kleinen Ort Schattin auf einem Bauernhof für Vieh- und Milchwirtschaft im Norden von Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Mutter hat sich, als Christin noch sehr jung war, für ein Leben ohne den alkoholkranken Mann und Vater entschieden und die beiden allein gelassen. Christin blieb bei ihm bis auch sie nicht mehr konnte.


    Mit Zeitschriften wie Landlust, LandIdee, mein schönes Land oder Landgenuss, die mir mit ihren tollen Fotos und Berichten ein idyllisches Landleben vorgaukeln – das es bestimmt genau so geben wird – hat die Geschichte, die mir Christin erzählt absolut nichts zutun. Ihre Welt besteht aus Frust, vielzuviel Alkohol, Schlägen, Erniedrigungen und Lügen. Sie lässt sich kontrollieren und erniedrigen. Aber sie hat ja auch nichts anderes gelernt.


    Sie hat so überhaupt kein Händchen für die Landwirtschaft – weder für die Tiere noch für die Arbeit im Haus; wird von Jan´s Vater, der mit der Wahl seines Sohnes überhaupt nicht einverstanden ist, immer nur zu den Depperldiensten eingeteilt und will eigentlich nur weg aus diesem Kaff. Sie träumt von einem Bürojob in der Stadt, von schicken Kleidern, Longdrinks. Aber ohne Ausbildung, ohne Geld, ohne Anlaufstelle in der Stadt, wo sie gerne hin möchte, nur mit einem Koffer und ihrem Auto – sie weiß selbst, dass das schwer werden wird.


    Anfangs war mir Christin mit ihrer faulen, nur auf sich gerichteten Art nicht sonderlich sympathisch – eher im Gegenteil. Aber nach und nach, als ich mehr über ihre Kindheit und Jugend erfahren habe, hat sich das Bild etwas gewandelt. Ich bekam Mitleid mit der jungen Frau, die für sich so gar keine Perspektive sieht und daher manchmal sehr impulsiv und brutal reagiert.


    Niemand ist bei den Kälbern ist eine Geschichte, wie sie in bestimmt manchem ländlichen, nur von Landwirrtschaft geprägtem Gebiet vorkommen kann. Und Christins gibt es bestimmt auch mehr als eine.


    Mit hat aber auch der sprachliche Ausdruck hier sehr gut gefallen. Ich bin sofort mittendrin und kann die glühende Sommerhitze spüren, die Mücken surren hören und den Gestank im Stall bei der Hitze riechen. Auch die Hoffnungslosigkeit und im letzten Satz die Hoffnung, die zwar nicht direkt angesprochen werden, spüre ich beim Lesen sehr gut.


    Es gibt aber nicht nur Arbeit, Dreck und Perspektivlosigkeit. Immer wieder mal kommt ein kleiner humoristischer Einschlag, wo sich meine Mundwinkel nach oben ziehen.


    Vor allem aber hat mich dieses Buch gut unterhalten und wird noch lange nachwirken.
    5ratten

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    Bei der Einweihungsfeier des neuen Firmensitzes des Gastroführers „Guide Gabin“ in Paris durch Xavier Kieffers Freundin Valerie Gabin stellt man nach einem kurzen Stromausfall fest, dass die Ausgabe eines seltenen Buches aus dem Jahr 1939, eine Leihgabe der Nationalbibliothek entwendet wurde. Nach einem Mord schaltet sich sogar der französische Präsident ein und Kieffer bittet, sich auf die Spuren nach dem 1939er Gabin zu begeben. Dabei wird es turbulent und Kieffer muss nicht nur einmal um sein Leben fürchten.
    Neben der Geschichte, die im Hier und Jetzt spielt, gibt es auch immer wieder Berichte von Captain Jonathan Fisher und Sergeant Richard „Ricky“ Grünbaum, von den letzten Tagen des Kriegsjahres 1944 in Frankreich.
    Der luxemburgische Koch und Restaurantbesitzer Xavier Kieffer muss tief in die französische Geschichte hinein schnuppern um die Zusammenhänge zu erkennen.


    Obwohl es in der Geschichte einige Tote gibt, liest sich dieser 5. Fall für Xavier Kieffer relativ leise und unaufgeregt, was ich persönlich mag. Spannung baut sich immer wieder auf, kann sich aber für mich nicht durchgängig halten. Der Abschluss und die Aufklärung des „Falles“ kam für mich zu explosionsartig und etwas konstruiert rüber.


    Dafür lerne ich etwas über den Ablauf in einer Gourmetküche. Bei der Aufzählung der vielen Köstlichkeiten aus der luxemburgischen und französischen Küche und dem Küchenlatein am Ende des Buches läuft mir das Wasser im Mund zusammen.
    Die Zusammentreffen mit seiner Freundin Valerie lockern die Geschichte immer wieder auf.


    Bei Kieffers Abendspaziergang und bei der Fahrt vom TeleLux-Gebäude zum Lokal lerne ich seine Stadt ein klein wenig kennen und mein Interesse ist geweckt. Vielleicht fahre ich auch mal nach Luxemburg.


    Ich habe mich gefreut, dass ich auch mal wieder etwas von Kieffers Nichtfreund Esteban zu lesen bekam. Die Roboter seiner neue Gastrokette müssen allerdings noch etwas geschult bzw. nachgebessert werden.

    In meinen Augen reicht dieser 5. Fall nicht an die vorhergehenden Abenteuer von Xavier Kieffer heran. Trotzdem hatte ich einige interessante Lesestunden, die sich jeder mit diesem kulinarischen Krimi mal gönnen sollte.


    4ratten



    Serieninfo in Titel hinzugefügt, LG illy

    Eine Geschichte, die in meinem Lebensmittelpunkt München angesiedelt ist würde ich sehr gerne lesen, rezensieren und die Rezi dann hier einstellen:


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    Liebe Grüße
    Gaby

    Ein Buch aus meinem Lieblingsverlag. Und da mir auch die Inhaltsangabe zusagt, würde ich dieses Buch gerne lesen, rezensieren und die Rezi hier einstellen:


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    Liebe Grüße
    Gaby :winken:

    Die Inhaltsangabe klingt interessant. Dieses Buch würde ich sehr gerne lesen, rezensieren und die Rezis hier einstellen:


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    Josephine Rupert gibt es nicht mehr. Warum und was sie hat erleiden müssen, erfahre ich in immer wieder vorkommenden kleinen Andeutungen. Unter ihrer neuen Identität Emma Klar betreibt die ehemalige LKA-Beamtin heute eine kleine Privatdetektei um von hier aus ihre ehemaligen Peiniger zu ermitteln. Bei ihrem ersten Fall kann sich ein Vater nicht damit abfinden, dass seine 16-jährige Tochter Selbstmord begangen haben soll. Bei ihren Recherchen stößt Emma auf weitere verschwundene Mädchen im gleichen Alter und auch auf einen Namen, der ihr die Haare zuberge stehen lässt: Bruno Teith, der sich heute Jakob Thal nennt und alles tun wird, um sie zu finden.


    Mit ihrem leichten und flüssig zu lesenden Schreibstil hat mich die Autorin sofort in die Geschichte hineingezogen. Nach den ersten Seiten ist es mir nicht leicht gefallen, das Buch mal zur Seite zu legen. Die Autorin versteht es hervorragend mein Kopfkino und meine Gefühle durch ihre Beschreibungen anzufachen. Es bleibt aber mir überlassen, wie brutal und blutig ich mir die Geschehnisse vorstelle. Wut, Hass, Angst, Gefühlskälte, Hoffnung, langsam entstehendes Vertrauen und Verliebtheit kann ich mir sehr gut vorstellen. Der Spannungsbogen steigt stetig an und zieht sich durch bis zum guten Ende, das für mich allerdings noch etwas ausführlicher hätte sein dürfen. Es stört absolut nicht, dass ich die "Bösen" von vorn herein kenne. Hier ist eher das Gegenteil der Fall. Ich fiebere mit den Ermittlern mit, bis sie endlich am Ziel sind.


    Es geht um Mädchenhandel und vor allem um die Männer, die hier ihre sexuellen Praktiken ausleben wollen. Hierbei wird der Tod der Mädchen in Kauf genommen und gekonnt verschleiert.


    Besonders gut gefällt mir hier die eigenwillige Ermittlertruppe: Emma Klar mit ihrer Provatdetektei in Wismar; Johanna Krass, Sonderermittlerin des BKA Berlin arbeitet zusammen mit den beiden Privatdetektiven Kirch und Bormer von einer Detektei in Rostok aus. Verbunden mit dem BKA können sie ihre Ermittlungen frei gestalten, haben aber die gesamten BKA-Resourcen im Rücken und können jederzeit darauf zugreifen.


    Emma Klar ist mir mit ihrer anpassungsfähigen, pragmatischen und liebenswerten Art sofort ans Herz gewachsen. Aber auch von den anderen Protagonisten, charakteristisch und farbig mit Ecken und Kanten gezeichnet, hatte ich bald ein lebendiges Bild vor Augen. Anders, als bei vielen anderen Krimis, bekomme ich von ihnen nur sehr wenig Privates zu lesen. Als Emma ihr geschundenes Herz verliert, habe ich mich sehr mit ihr gefreut und hoffe, dass ich davon und von einem neuen Fall bald mehr lesen darf.


    Ich würde mich sehr freuen, wenn dies nicht Emmas letzter Fall gewesen wäre. Sie hat viel Potential mich sehr gut zu unterhalten und mir spannende Lesestunden zu bieten.


    5ratten