Beiträge von Myosotis

Literaturschock & das Forum machen eine (Sommer)Pause! Deaktivierung der Seiten vom 01.07. bis mindestens 30.09.!

    Josie ist 16 und lebt mit ihrer Familie auf einer Farm.
    Eigentlich wollte sie während der Sommerferien auf der Farm helfen und dann noch ein paar Tage mit ihren besten Freunden, Dana und Gabe, etwas unternehmen. Aber auf einmal passieren merkwürdige Dinge in Angels Keep und dann taucht auch noch Ray auf, der Josies Herz zum schlagen bringt.
    Und auf einmal ist nichts mehr wie es war...


    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Man konnte gut in die Geschichte einsteigen und folgen. Leider kann ich daher nicht so ganz sagen, was mich darum daran gehindert hat, total mit Josie und Ray mitzufiebern. Aber irgendwie hat mich die Liebe der beiden nicht vollkommen erreicht.
    Die Geschichte war schön und hatte auch einige spannende Momente und überraschende Wendungen/Auflösungen parat. Aber letztendlich konnte sie mich leider nicht hundertprozentig berühren.


    Einige der Fragen, die während des ersten Teils aufkamen, konnten gelöst werden. Allerdings bleiben auch noch einige Fragen ungelöst, Zusammenhänge müssen aufgeklärt werden..., sodass ich mir sicherlich auch noch den zweiten Teil durchlesen werde.


    Manche Einfälle fand ich richtig gut, andere vielleicht widerum ein bisschen 'abgedreht', auf diese Szenarien musste ich mich erst einlassen. Aber trotzdem hat die Geschichte an sich für mich schlüssig gewirkt und ich habe das Buch sehr gerne gelesen und bewundert, wie einfallsreich doch manche Dinge ausgedacht waren.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch jugendlichen Lesern sehr gut gefallen wird. Einmal natürlich die Arbeit mit Pferden, das Leben auf einer Ranch, ein Dreiergespann aus besten Freunden, die zusammenhalten, mysteriöse Geschehnisse, moderne Technik und dann natürlich noch der Aspekt der Liebesgeschichte.


    4ratten

    Äm... blöde Frage : kann es auch sein, dass man sich nicht mehr dort anmelden kann, um Rezensionen zu schreiben im Moment?
    Bei mir kommt eine Nachricht nach dem Einloggen
    'Ihre Anfrage wurde zurückgewiesen, da der Sicherheitstoken ungültig ist.' (Ich habe leider keine Ahnung was das ist, noch wie und ob ich es ändern könnte...?)
    :winken:

    Nachdem ihr Mann sie zum Kräuter-der-Provinz-Festival verlassen hat, lebt Christine alleine in ihrem Haus.


    Doch Herbert, ihr Ex, ist noch genauso widerlich wie eh und je und möchte sie am liebsten dazu "überreden" das Haus zu verkaufen oder ihm zumindest seinen Teil daran auszuzahlen.


    Findig, und einsam, wie Christine ist, fällt ihr jedoch eine Lösung ein, um Geld für den Unterhalt zu erzielen. Kurzfristig macht sie einfach aus ihrem schönen Heim ein Bed & Breakfast. Schließlich ist immer etwas los in Maierhofen, seitdem Greta sich um das Marketing kümmert. Und so wundert es auch nicht, dass zum großen "Meine Landliebe" Koch-Event ganz Maierhofen schon wieder auf den Beinen und somit fast ausgebucht ist.


    Bei der neugebackenen Pensionswirtin wohnt auch noch das Single-Koch-Team... und das verspricht, dass es trubelig zugehen wird.


    Dem Zauber mancher Bücher kann man sich einfach nicht entziehen. Zu real sind die Gefühle, die man mit den Protagonisten der Geschichte verknüpft. Fast meint man, sie alle zu kennen und direkt nach dem Ende der Geschichte fängt man an, sie zu vermissen.


    Umso schöner, wenn die Geschichte dann weitergeht. So auch in Maierhofen...


    Wie schon der Titel andeutet, dreht sich dieses mal die Geschichte hauptsächlich um Christine, die Blütensammlerin.


    Die Anthipatie gegenüber Herbert ist deutlich greifbar. Er ist so gekonnt widerlich dargestellt, dass man Christine einfach nur in den Arm nehmen und drücken und ihr, wie ihre treuen Freundinnen auch, beistehen möchte. Umso mehr kann man sich an ihrem Erfolg als Pensionswirtin erfreuen.


    Die Beschreibungen der Zimmer, die Mühe, die sie sich mit der Deko und dem Herrichten der Räume gibt, alles wirkt richtig präsent und man kann sich die Bilder sehr gut vorstellen (und wünscht sich auch einmal, in einer solchen Pension zu sein).


    Ihre Verzweiflung, ihre Trauer und Wut sind so gut spürbar und man brennt geradezu darauf, die kleine Kochgruppe näher kennenzulernen. Dass dann auch noch Armor Einzug halten könnte, vermutet man schon von Anfang an. Aber wie sich alles dreht und wendet ist einfach nur schön. Richtig große Überraschungen gibt es keine und auch keine große Action. Aber da Maierhofen ein Genießerdorf und dieses ein Wohlfühlroman ist, kann man sich auch von den kleinen, großen Überraschungen so richtig mitreißen lassen..


    Die Charaktere sind, genau wie im richtigen Leben, mal sehr sympathisch, mal weniger sympathisch dargestellt.


    Ebenfalls gefällt mir, dass die Maierhofen Geschichten, zum Leben und Lesen einladen.


    Beim Lesen kann man auch noch mal den ein oder anderen eigenen Denkanstoß mitnehmen und das nächste Mal vielleicht auch ein klein wenig achtsamer über eine schöne Blumenwiese gehen und einfach nur genießen. Ohne Termindruck, ohne Alltagsstress.


    Am Ende des Romans stand auch hier wieder ein wohliges Aufseufzen bei mir, jedoch gepaart mit einem groen Schuss Wehmut. Nach schönen Geschichten fällt es mir immer schwer, wieder Abschied zu nehmen. Vor allem, wenn man die Bekannten so liebgewonnen hat wie "meine Maierhofener". Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Geschichte!


    Wie bei den Vorgängern auch, waren dieses mal ebenfalls wieder schöne Rezepte (nun für Liköre, Cocktails und Sirup - ganz passend zur Jahreszeit) angegeben.


    5ratten

    Ana ist 18 und in allem eine Überfliegerin. Ihre Tage taktet sie ganz genau, jeder Schritt ist ge- bzw. verplant und ihre Noten sind hervorragend.
    Zeit für Freunde hat sie keine - das ist aber an und für sich auch nicht wirklich schlimm; denn Freunde hat sie keine. Überraschungen im Tagesablauf kann sie nicht leiden, denn sie bringen ihren Plan durcheinander. Das einzige wofür sie lebt, ist die zukünftige Uni-Wahl. Denn dadurch erhofft sie sich, frei zu werden. Doch wovon?


    Zak ist an und für sich das genaue Gegenteil, lebt er doch gerne mal in den Tag hinein.
    Wenn irgendwie möglich versucht er, seinem Stiefvater Roger aus dem Weg zu gehen. Ambitionen hat er keine, jedoch ist die jährlich stattfindende Comic Convention seine große Leidenschaft. Denn mit ihr verbindet er schöne Erinnerungen.


    Zak hat Ana schon in der Schule bemerkt; aber Ana scheint zu denken, dass er eine hohle Nuss ist und seine Zeit nur vergeudet. Umso überraschter sind beide, als sie sich, gezwungenermaßen, gemeinsam auf einem Wochenendausflug wiederfinden...


    So richtig konnte ich mir unter dem Buch eigentlich nichts vorstellen und hatte keine besonderen Erwartungen an die Lektüre. Umso überraschter war ich deshalb nach der Lektüre.


    Es wimmelt nur so von irgendwie schrägen Einfällen.


    Ana und Zak sind so unterschiedlich, wie sie sich dann widerum im Herzen eigentlich doch ähnlich sind. Beide sind relativ einsam und traurig.


    Ana hatte ich einen solchen Wortwitz und eine Spontanität gar nicht zugetraut. Umso erfrischender war es dann, sich den Wortgefechten von Ana und Zak hinzugeben.


    Das Event der Comic Convention war so grandios beschrieben, dass man regelrecht einen kleinen Film vor seinem inneren Auge ablaufen sah. Die äußerst schrägen Charaktere, die Vorfälle und Begebenheiten... Alles war zwar ziemlich überspitzt (hoffe ich ;-)) dargestellt, aber gerade das hat die Erzählung so liebenswert, rasant und lebendig gemacht. Die Geschichte hat eine richtige Dynamik und die Nacht, die die beiden auf der Suche verbringen, war regelrecht greifbar. Ich kam mir vor, als wäre ich immer mit dabei gewesen und wüsste genau, welche Typen sie meinten, wen sie trafen etc.


    Man könnte fast meinen, dass man selbst unbedingt mal zu einer Comic Convention fahren müsse, um all das bzw. nur einen Bruchteil dessen, selbst einmal zu erleben.


    Zaks Trauer war sehr berührend und real und von seinem Standpunkt aus gesehen konnte man seine Reaktionen irgendwie sehr gut nachvollziehen. Seine spätere Haltung war vor dem Hintergrund der Geschichte ebenfalls sehr gut verständlich.


    Bei Ana`s Situation fand ich es sehr spannend, dass auch andere Blickwinkel hinterher erklärt wurden und sich somit ein ziemlich rundes Bild der Situation ergab.


    Das Ende der Geschichte hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Erstens war es unerwartet und ich hätte Ana das nicht zugetraut. Zweitens hat mir die Annäherung der beiden als auch die Entwicklung innerhalb ihrer Familien sehr gefallen. Es war keine abwegige Entwicklung bzw. kein abwegiges Ende.


    Alles in allem hat mir diese skurille Geschichte ziemlich gut gefallen und der Irrwitz und das Tempo der Geschichte haben mir einige Stunden gute Unterhaltung beschert.


    4ratten

    Edith Scholz und Christel Jacobi sind beide schon 70 und "müssen" zur Reha nach Usedom.


    Während die Eine schon immer ein Nordlicht war und das Meer gewohnt ist, Christel lebt in Husum, ist die Andere eine typische Berliner Stadtpflanze. Ruppig, direkt und derb. Sie redet frei von der Leber weg und hält nichts davon, Dinge zu verschönen oder Rücksicht zu nehmen.


    Christel widerum macht einen eher zartbesaiteten und angepassten Eindruck. Sie liebt die schönen Dinge, hat einen Hang zu Romantik und Ästhetik und versucht immer wieder, sich neu zu erden.


    Die beiden Frauen könnten unterschiedlicher kaum sein und haben trotzdem eines gemeinsam. Denn irgendwie sind beide einsam.
    Edith hat keinen Kontakt zu ihrem Sohn, wohingegen Christel mit ihrer Tochter regelmäßig zusammen ist. Aber auch hier kommt es zwischen Mutter und Tochter zu Reibereien, da die Tochter die Mutter gerne in einem Heim unterbringen lassen würde.
    Das jedoch stößt nicht auf Zustimmung. Und so lädt Christel die Zufallsbekanntschaft Edith nach dem Ende der Reha kurzerhand zu sich nach Husum ein und die Geschichte nimmt ihren Lauf...


    Die Figuren im Roman waren alle liebevoll beschrieben und zum Leben erweckt. Ich als Leser konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und mitfühlen. Die Geschichte hatte einige etwas skurille Einfälle, die mir gut gefallen haben. Die unterschiedlichen Charaktere der beiden Heldinnen haben sich gegenseitig gut ergänzt und haben die Handlung sehr lebendig werden lassen.


    Aber auch die Nebendarsteller haben mir sehr gut gefallen. Im Prinzip hätte sich die Geschichte genauso oder zumindest sehr ähnlich heute irgendwo in Deutschland zutragen können. Die Begebenheiten waren allesamt so gewählt, dass sie durchaus realistisch gewirkt haben. Das hat die Geschichte für mich ebenfalls sehr gut nachvollziehbar gemacht.


    Mit seinen gut 260 Seiten hat sich das Buch recht schnell und flott lesen lassen und ich habe mich einige Stunden gut damit amüsiert.


    Das war zwar ein Roman ganz nach meinem Geschmack, allerdings hätte ich mir ein leicht verändertes Ende gewünscht.


    4ratten

    Meike hat ihren Job verloren, ihr Freund hat sich von ihr getrennt und sie wohnt vorübergehend wieder bei ihren Eltern.
    Und dann verschwindet auch noch ihre recht rüstige, 70-jährige Oma von heute auf morgen.


    Oma lässt den Mann mit frischem Butterkuchen und einem Lebewohl-Brief zurück. Jedoch scheinen weder Opa noch ihr Sohn sonderlich besorgt. Meike widerum, die ein sehr inniges Verhältnis zu ihrer Oma hat, gibt sich nicht mit dem Brief zufrieden und recherchiert auf eigene Faust, warum Oma wohl so Hals über Kopf aus ihrem gut situierten Leben geflohen und vor allem, wohin sie gegangen ist.


    Die Reise führt sie nach Amrum. Dort lernt Meike nicht nur die Insel kennen und lieben, sie fühlt sich sofort heimisch und lernt auch noch viele nette und einige skurille Menschen kennen. Bis sie hinter Oma`s Geheimnis kommt, dauert es allerdings ein kleines bisschen...


    Ich muss gestehen, dass mir das Buch alleine deswegen schon gefallen hat, da es von Amrum erzählt. Selbst bin ich dort noch nicht gewesen, aber ich habe jetzt das Gefühl, die Insel schon zu kennen. Die Beschreibungen der Inselbewohner, ihrer Mentalität, die Beschreibungen der Insel selbst.... alles das hat mir das Gefühl vermittelt, dass es sehr authentisch ist und ich mir ein richtig gutes Bild der Insel machen konnte.


    Die Szenen mit Walter und Suzanna haben mir sehr gefallen, waren sie auch noch so merkwürdig oder surreal. Irgendwie hat man die beiden lieb gewonnen und wünscht sich glatt, man würde so etwas auch einmal erleben und könnte somit die Kraft und Besonderheit von Amrum spüren. (Vielleicht muss man es daher auch einfach dieser Kraft zusprechen, dass ein paar Zufälle dabei waren, die doch eher unglaubwürdig waren...)


    Einziger Wermutstropfen für mich war, dass Oma und Opa mir leider trotz der herzlichen Geschichte irgendwie zu fremd blieben. Gerne hätte ich Ische noch näher kennengelernt. Bei allem was sie erlebt und bei allem, was sie mitgemacht hat, hätte ich mich gefreut, sie irgendwie noch intensiver kennenlernen bzw ins Herz schließen zu können.


    Das Ende des Buches hatte für mich doch noch einige Überraschungen parat, auch wenn man das Gefühl hatte, dass zum Schluss alles relativ flott gehen musste. Das fand ich schade. Viele der Beweg- und Hintergründe hätten meinetwegen gerne noch genauer ausgeführt werden dürfen.


    Alles in allem hat mir das Buch jedoch recht gut gefallen und alleine schon wegen der Liebe zur Insel, die man dem Buch anmerken kann, fand ich die Geschichte recht liebenswert.


    4ratten

    Lilian macht eine unerwartete Erbschaft und begibt sich auf den Weg nach Wales. Dort, vor der Insel Bardsey, soll ihr ein bis dahin unbekannter Gönner ein kleines Cottage hinterlassen haben.
    Da sie ihr Café, welches sie bis dato in Schottland betrieben hat, schließen musste und somit nichts mehr hat, was sie hält, macht sie sich mit ihrem Hund Fizz auf den Weg nach Wales.
    Dort angekommen spürt sie sofort, dass dieser Ort sie berührt, dass sie hier eine neue Heimat finden kann. Kurzerhand nimmt sie das Erbe an und kümmert sich um die Renovierung des Cottages. Doch was wollen ihr die mysteriösen Bilder, die sie manchmal vor ihrem geistigen Auge sieht, wohl vermitteln. Und welcher der Dorfbewohner ist ihr vielleicht nicht ganz so gut gesonnen…


    Für mich war dieses Buch das erste, welches ich von Constanze Wilken gelesen habe. Aber schon jetzt kann ich behaupten, dass es nicht das letzte gewesen sein wird.
    Ihre wunderschönen Beschreibungen der Landschaft und der alten Bräuche in Wales waren so plastisch und greifbar. Ich habe mich sehr gut in die Zeit und die Gegend hineinversetzen können.
    Die Geschichte um Lilian auf der einen Seite und die Geschichte um die Heilerin Lileas/Meara und den Mönch Cadeyrn, im Wales um 614, waren geschickt miteinander verwoben.
    Die Auswahl der Namen, das Erleben der Gefühlswelten der einzelnen Personen… es wurde einem so nahe gebracht. Noch dazu das Gefühl, dass hier jemand wirklich viel Herzblut, viel Recherche um die damalige Zeit und deren Gebräuche in den Roman gesteckt hat. Ich hatte das Gefühl, dass hier ein enormes Wissen und eine große Liebe zu einem besonderen Landstrich mit in das Buch eingeflossen sind.


    Ich kann gar nicht sagen, welche Handlung mich mehr angesprochen hat. Beide Geschichten waren durchweg fesselnd und sehr greifbar. Wenn der eine Abschnitt zu Ende ging, konnte ich es kaum erwarten, bis die Geschichte fortgesetzt wurde. Auf der anderen Seite konnte mich gerade dann der „Ausflug“ in die andere Zeitebene auch sofort wieder gefangen nehmen. Letzten Endes war ich regelrecht traurig, als beide Zeitstränge und somit auch das Buch endeten. Ich war komplett in der Geschichte drin und habe keine Sekunde dieser Zeitreise bereut.


    Das ist auf jeden Fall ein Buch, welches mir wieder einen weiteren Ort auf meiner „möchte ich gerne mal sehen“ Liste beschert hat. Ich möchte selbst sehen und fühlen, wie dort in Wales die Vergangenheit und die Gegenwart verschmelzen und am liebsten würde ich bei Lilian im Pilgercottage eine kurze Pause einlegen…


    5ratten