Beiträge von Caren

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ich bin auch mit dem ersten Abschnitt durch und musste mich zügeln, nicht weiterzulesen! Selten bin ich bei einem Buch von Anfang an derart gefesselt und mitten drin im Geschehen!


    Der Anfang hat mir gleich die Tränen in die Augen getrieben! Die kleine Anna stirbt und kurz darauf auch die Mutter. Bewundernswert, wie Martha in ihrem Alter die Familie aufrecht erhält! Was wäre wohl passiert, wenn sie nicht so engagiert gewesen wäre? Nicht auszudenken....


    Der Vater hat die Schicksalsschläge leider nicht verkraftet. Das muss für Martha besonders schlimm sein, da sie ja ein besonderes Verhältnis zu ihm hatte.


    Erschütternd, dass die „Pfeffersäcke“ :D die Cholera nicht aufgehalten haben. Hätten sie sich und der Bevölkerung früher eingestanden, dass die Cholera grassiert, wäre viel Elend vermeidbar gewesen.


    Martha hat ihre Berufung gefunden. Sie hat Glück, dass sie an die richtigen Leute gerät, wenn mal man von dem feinen Herrn Probst absieht. :evil:


    Zitat von Kessi69

    Ich könnte mir vorstellen das der Zustand noch schlimmer wird.

    Bestimmt! Der erste Weltkrieg ist nicht mehr weit weg, den zweiten wird Martha auch noch miterleben.


    Melanie Metzenthin verrätst du uns, bis zu welchem Jahr das Buch geht?


    Das Cholerapflaster kam mir auch vor wie ein Placebo. Das hilft nur denen, die es verkaufen.

    Milli tut mir sehr leid. So cool, wie sie tut, ist sie bestimmt nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das einfach so wegsteckt. Moritz tut ihr augenscheinlich gut. Hoffentlich wird aus den beiden ein Paar und Milli schafft den Absprung.

    Ihr Lieben,


    ab dem 16.09.2019 lesen wir gemeinsam "Die Hafenschwester" von Melanie Metzenthin.


    Liebe Melanie, wir freuen uns sehr, dass du unsere Runde begleitest!


    Hier können wir zu den Kapiteln 1-10 (bis Seite 100) diskutieren. Wenn unbedingt nötig - es gibt auch eine Spoilerfunktion. Und da wir alle das gleiche Buch lesen, brauchen wir auch keine großen Nacherzählungen vom Inhalt sondern können gleich mit diskutieren loslegen.


    (Die Seitenzahlen beziehen sich auf die Print-Ausgabe)


    Ich freue mich schon sehr auf diese Runde und den Austausch mit euch.

    (Falls Ihr Fragen an Melanie habt - nur keine Hemmungen.)

    Bitte denkt daran, dass ein wichtiger Teil der Leserunden eure Rezensionen sind und stellt diese am Ende der Runde hier im Forum ein.


    Außerdem sind zahlreiche Rezensionen hier im Forum und die Streuung auf anderen Seiten für die Autorin ein „Dankeschön“ für ihre erfahrungsgemäß überaus engagierte Begleitung der Leserunde.


    Es wäre schön, wenn ihr hier lediglich eure Rezensionslinks gesammelt postet, nicht aber euer Fazit selbst. Vielen Dank!

    Ich habe alle meine eBooks auf dem PC in dem Programm Calibre gespeichert. Da kann ich auch Formate unwandeln. Außerdem kann man Sammlungen erstellen, die dann auch auf dem Tolino so erscheinen.

    Zitat von Kritty

    Es liest sich ein kleines bisschen wie ein Kriminalroman, aber eben mit diesen vielen anderen Sachen drumherum, sodass es mir dann doch nicht wie ein richtiger Kriminalroman vorkommt (wie ja Melanie Metzenthin schon geschrieben hat stehen hier andere Dinge im eigentlichen Fokus).

    Das ist u. A. etwas, was mir an dem Buch so gut gefällt!

    Ihr Lieben, so langsam sind wir alle mit dem Buch durch. Bitte denkt an die Rezension und stellt die Links ein.


    Dir, liebe Melanie Metzenthin , vielen lieben Dank für deine tolle Begleitung dieser Leserunde! Es hat riesigen Spaß gemacht! Dein Wissen, das du an uns weitergegeben hast, ist ja schier unerschöpflich. Es war wirklich eine besondere Leserunde und ich freue mich sehr auf die nächste. :)


    Dir alles Liebe und viel Kraft für die kommende Zeit! :*

    Spannend und sehr berührend


    Inhalt:

    Friederike von Aalen arbeitet auf Gut Mohlenberg, einer Einrichtung für psychisch kranke Menschen. Eigentlich wollte sie ihr Medizinstudium beenden, das hat sie aber abgebrochen, um sich um ihren Mann zu kümmern, der im ersten Weltkrieg schwer verwundet wurde. Eines Tages stellt sich eine neuer Mitarbeiter vor, der sich schnell in das Team integriert. Kurz darauf geschehen zwei grausame Morde. Hat dieser geheimnisvolle „Neue“ etwas damit zu tun?


    Meine Meinung;

    Nach "Im Lautlosen" und "Die Stimmlosen" war dies für mich das dritte Buch von Melanie Metzenthin. Wieder war ich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und tief berührt. Zum einen die Morde - die Ermittlungen konzentrieren sich zuerst auf die Patienten von Gut Mohlenberg, die „Irren“ sind die ersten, die in Verdacht geraten. Es ist bis zu letzten Seite spannend, die Auflösung ist überraschend und erschreckend.

    Neben dem Mordermittlungen spielen noch andere Dinge eine große Rolle. Die Geschichte spielt um 1920, also kurz nach dem ersten Weltkrieg. In einigen Rückblenden werden wir in das Jahr 1917 versetzt. Melanie Metzenthin vermittelt uns „nebenbei“ viel historisches und medizinisches Hintergrundwissen. Ich hatte das Privileg, an einer autorenbegleiteten Leserunde teilzunehmen (sehr zu empfehlen!), dadurch haben wir noch mehr an dem fundierten Wissen der Autorin teilhaben dürfen. Sie versteht es, komplizierte und komplexe medizinische Fakten in leicht verständliche Sprache zu bringen.

    Die Charaktere sind sehr facettenreich und authentisch gezeichnet. Friederike von Aalen ist eine starke, liebevolle Frau, die weiß, was sie will. Sie setzt ihren Kopf durch. Ihr Einfühlungsvermögen kommt den Patienten zugute, sie schafft es, Leute zum Reden zu bringen, die bei den studierten Ärzten den Mund nicht aufmachen. Rührend auch, wie sie sich um ihren Mann kümmert, der nach seiner Verletzung geistig auf dem Stand eines Kindes ist.

    Auch die anderen Protagonisten haben mich überzeugt. So manchem hätte ich gerne den Hals umgedreht.

    Das Ende war sehr überraschend und leider nicht (nur) happy. Ich weine ja nicht oft beim Lesen, aber da liefen mir auch die Tränen. Das Leben ist eben nicht fair.

    Bei diesem Buch hat das „Sacken lassen“ sehr lange gedauert. Noch immer beschäftigen mich Fragen, die das Geschehen bei mir aufgeworfen hat. Wann ist Leben lebenswert? Oder nicht mehr lebenswert? Wer entscheidet, ob ein Leben lebenswert ist?


    Fazit:

    Unbedingt lesenswert!


    5ratten