Beiträge von Firiath

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Hafermilch
    Ich wünsch Dir daß es Dir so gut gefällt wie mir :smile:


    Jaqui
    Der Aufbruch zur ersten Weltumseglung! Na, wenn das kein Anfang wäre...
    Ich muß in das Buch mal reinlesen, ich erinnere mich als junges Mädchen ein Buch über Magellan gelesen zu haben, das mich sehr fasziniert hat. Leider war es aus der Bücherei und ich weiß im Nachhinein nicht mehr genau welches der vielen vielen Magellan-Bücher es war. Wär ein schöner Zufall wenn es jetzt diese hier wäre.


    Saltanah
    Danke fürs Verschieben!

    Freut mich wenn Euch das Thema gefällt :smile:


    Alle Bücher die bisher gemeldet wurden sind genehmigt und eingetragen.


    Hafermilch
    Seeehr gute Wahl, ich hab den Carr erst kürzlich gelesen und war begeistert :herz:



    @Holden
    Ja... so ging es mir auch, deshalb kam auch die Idee die Erinnerung an all diese Menschen noch in den Anfang des neuen Jahres miteinzubeziehen...





    Ich melde an "Wenn der Schläfer erwacht" von H.G. Wells
    Graham erwacht aus einem 203-jährigen totenähnlichen Schlaf und erwacht in einer für ihn völlig fremden Welt der Zukunft, für ihn beginnt ein neues Leben.


    Und von Ilse Aichinger "Die größere Hoffnung" , was ich schon einige Jahre auf meinem SuB habe und schon längst lesen wollte, es aber wie so oft nie dazu kam.


    "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben."


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    Dieser Satz aus Hermann Hesses Gedicht "Stufen" soll unser Motto für die erste Monatsrunde im Jahr 2017 sein. Neujahr ist ja auch wieder ein Beginn, der Anfang eines neuen Jahres dem wir mit unseren Hoffnungen, unseren Erwartungen, unseren Wünschen entgegensehen und das frisch und im Zauber des Neubeginns am 1. Januar vor uns liegt.


    Und genau darum sollen sich unsere Bücher für den ersten Monat des neuen Jahres drehen, um einen Beginn, einen Aufbruch, einen Anfang und all die Gefühle, Erlebnisse und Gedanken die damit zusammenhängen. Vielleicht steht das Wort Anfang oder Beginn im Titel, möglicherweise geht es darin um den Aufbruch zu einer großen Reise, den Ausbruch aus einem alten, zu eng gewordenen Leben in einen neuen Lebensabschnitt, den Anfang einer großen Liebe, ein neuer Berufsstart, was auch immer. Ich denke da müßte sich etwas finden lassen auf unseren SuB's und Listen; wie immer ist vieles Argumentationssache :zwinker:


    Weil aber zu jedem Anfang und zu einem Neubeginn auch immer eine Rückschau und Erinnerung gehört, möchte ich dementsprechend im Januar auch Bücher zulassen, die in Zusammenhang mit einer Person stehen, die im Jahr 2016 gestorben ist und an die man erinnern möchte, dessen Andenken man ehren möchte.


    Um aus dem öffentlichen Leben einige Schriftsteller, Sänger, Schauspieler und Politiker zu nennen die besonders bekannt sind und dieses Jahr gestorben sind: Harper Lee, Ilse Aichinger, Leonard Cohen, Umberto Eco, Roger Willemsen, Elie Wiesel, William Trevor, Roger Cicero, George Michael, Fidel Castro, Guido Westerwelle, Hans Korte, Hans Dietrich Genscher, Oleg Popow, Muhamed Ali, Manfred Krug, David Bowie, Alan Rickman, Peter Lustig, Prince, Uwe Friedrichsen, Götz George, Bud Spencer, Gene Wilder, ZsaZsa Gabor, Ricard Adams, Carrie Fisher, Debbie Reynolds .... --> Hier gibt es eine Rückschau zur Erinnerung.

    Dem möchte ich noch einen kleinen Ausschnitt aus "Stufen" anfügen:


    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
    Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...




    Ich bin gespannt auf Eure Bücher für den Januar 2017 :smile:



    ***




    Die Bücher:


    bird * "Ein ganzes halbes Jahr" - Jojo Moyes :lesen:
    .
    dodo "Das große Buch der Weltgeschichte; Von der Urzeit bis zur Gegenwart." :leser:
    . von Dr. Uwe Paschke
    . "Der Aufstieg des Hauses Habsburg" - Gerhard Herm :lesen:
    .
    Doris * "Die Geschichte eines schönen Mädchens" - Rachel Simon :lesen:
    .
    Firiath * "Wenn der Schläfer erwacht" - H.G. Wells :lesen:
    . "Die größere Hoffnung" - Ilse Aichinger :leser:
    .
    finsbury [url=http://literaturschock.de/literaturforum/index.php/board,390.0.html]" Ein Tanz zur Musik der Zeit - 1. Eine Frage der Erziehung" - Anthony Powell[/url] :lesen:
    . "Ein ganzes Leben" - Robert Seethaler :lesen:
    .
    Hafermilch "Ein Monat auf dem Land" - J.L. Carr :lesen:
    .
    illy "Die Unvollendete" - Kate Atkinson :lesen:
    .
    Jaqui * "Magellan, Der Mann und seine Tat" - Stefan Zweig
    . "Von der Erde zum Mond" -Jules Verne :leser:
    .
    kaluma "Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" von Sabaa Tahir :lesen:
    .
    Kiba "Das Ende ist mein Anfang" - Tiziano Terzani :lesen:
    .
    Kirsten "Die Nacht" - Elie Wiesel :lesen:
    .
    Knödelchen "A Dance zu the Music of Time - A Question of Upbringing" - Anthony Powell :lesen:
    . "Harry Potter and the Order of the Phoenix" - J.K. Rowling :lesen:
    .
    louzilla "Der Ursprung der Schönheit, Darwins großes Dilemma" - Josef H. Reichholf [Blockierte Grafik: http://www.smiley-paradies.de/…nnen/muelltonnen_0011.gif]
    . "Ein Tanz zur Musik der Zeit - 1. Eine Frage der Erziehung" - Anthony Powell :lesen:
    .
    Martina "Nie weit genug" - Gabi Dallas :lesen:
    . " Das Geheimnis der Wellen" - Nora Roberts
    . "Das Erbe der Fonteroys" - Theresa Revay
    .
    SABO * "Spock und ich" - William Shatner
    .
    Saltanah * "Die Geschichte vom Prinzen Genji" - Hofdame Murasaki :leser:
    . "A Dance zu the Music of Time - A Question of Upbringing" - Anthony Powell :leser:
    .
    SunshineSunny * "Bridget Jones' Baby" - Helen Fielding :lesen:
    .
    Valentine "Born to Run" - Bruce Springsteen :lesen:
    .
    yanni * " Ein Tanz zur Musik der Zeit - 1. Eine Frage der Erziehung" - Anthony Powell :lesen:
    .
    [color=maroon]Zank




    [Blockierte Grafik: http://www.smiley-paradies.de/…nnen/muelltonnen_0011.gif] = abgebrochen
    :lesen: = gelesen
    :leser: = noch dran


    * = nicht in den Lostopf


    Also doch ein Chaos außerhalb der Bücher :breitgrins:.


    ... ich versuche das Chaos tunlichst zu vermeiden, aber so kurz bricht es doch immer mal wieder durch :buchalarm: <-- bisschen wie der hier, aber zwischen Christbaumschmuck, Geburtstagskuchen, Tischdecken und Essensvorbereitung xd


    Aber.. alles wird gut und schön und richtig und ich wünsch Euch von Herzen harmonische, friedvolle Weihnachtstage! [Blockierte Grafik: http://www.cheesebuerger.de/images/smilie/xmas/f050.gif]




    @Holden
    .. ich glaub ich hab schon eine Idee, aber die lass ich im Hinterkopf noch ein bisschen reifen :zwinker:
    Ich hoffe auch daß ich im Januar wieder ein bisschen mehr zum Lesen komm

    Oha !



    Gratulation Firiath :winken:! Bin schon sehr auf das neue Thema gespannt!


    Ich auch :elch:


    Ich denke darüber nach, kann aber sein daß ich erst am 2. Weihnachtsfeiertag wirklich den Kopf dafür frei habe, aber mal sehen. Heute ist noch Vorbereitungs-Marathon :putzen:, für morgen hab ich das Haus hier voll und am Tag drauf steht auch noch ein Geburtstag in der Familie an. Aber nachdenken kann man auch nebenher :zwinker:

    :herz:


    Ich habe mir dieses Jahr ja auch eine Sammlung von seinen Liedern und Gedichten gekauft und bin gespannt, ob Du auch bei den nicht vertonten Sachen seine Stimme im Ohr haben wirst ;)


    ... es kam wie es kommen mußte, leise brumpfelt es im Hinterkopf ...
    ich glaub da kann man gar nicht anders


    Uh... und dieser Bildband den du da aufgetan hast .... :flirt:



    und


    "Inkompetenzkompensationskompetenz" WAS für ein Wort :geil:


    "Ist die Grammatik auch nicht richtig -
    dass man sich liebt, nur das ist wichtig!"


    So ist es :smile: und mit so einem ähnlichen Mantra (nur ohne Grammatik ^^) zieh ich mich früher oder später auch immer aus so manchem Alltagssumpf in dem Ärgerlichkeiten mal wieder eine Größe annehmen die ihnen nicht zusteht :zwinker:




    Valentine

    Zitat

    Meine Eltern haben sich übrigens unsere Hausaufgaben nie angeschaut, es sei denn, wir haben sie drum gebeten, weil irgendwas nicht klappte.


    Bei mir auch nicht und komischerweise geht das heute aber nicht mehr, jedenfalls nicht ohne Nachteile fürs Kind in der Grundschule.
    Im Grunde wird von den meisten Lehrern auch erwartet das man das tut.

    Es war Standard, ich hatte aber das Gefühl gegen Ende der Grundschulzeit meiner Kinder, kam man langsam wieder davon ab. Naja... , was ich eben so von anderen Eltern mitbekam. Ich hab ja schon beim 2. Kind zuhause gegengesteuert und da hatte ich das Gefühl, die Lehrerin war von dem vorgegebenen Konzept nicht mehr ganz so überzeugt, wie noch bei meinem ersten Kind. Was aber jetzt gerade aktuell Stand ist weiß ich nicht. Momentan ändert sich sowas ja ziemlich schnell...


    Kirsten hat aber grad aktuell ein Kind in der Grundschule und hat das hier geschrieben:


    Das erlebe ich bei uns gerade. Unsere Tochter bekommt immer wieder Hausaufgaben, bei denen sie Bilder beschreiben oder kleine Geschichten schreiben soll. Da geht es mehr darum, wie die Kinder Dinge beschreiben und wie groß der Wortschatz schon ist als dass sie die Worte richtig schreiben und so gibt es viele Fehler. Aber ich sehe auch, dass sie viel ausführlich schreibt als ich in ihrem Alter und dass sie auch schon seit den ersten Worten, die sie schreiben kann beim Spielen viel schreibt. Von daher kann ich diesen Ansatz nachvollziehen, auch wenn ich gerade zu Anfang der Dritten, wenn Rechtschreibung plötzlich wichtig ist, einiges an Stress erwarte.


    Auf der anderen Seite werden jede Woche Übungswörter und Diktate geschrieben. So ganz ist die Rechtschreibung doch nicht außen vor.


    Ob der Ansatz jetzt richtig oder falsch ist: für uns funktioniert er.


    Dazu hab ich noch anzumerken, daß "Rechtschreibung" bei uns dann auch schon ab der 2. Klasse wichtiger wurde.

    Kirsten

    Zitat

    Ich war angenehm überrascht, wie lebendig der Unterricht meiner Tochter von Anfang an war im Gegensatz zu dem Unterricht, an den ich mich erinnern konnte. Sie hat das Glück, eine Lehrerin zu haben der die Schüler wirklich am Herz liegen. Sie fordert viel (für manche Eltern zu viel), aber es zahlt sich aus.


    Das ging mir anfangs auch so, grad in der ersten Klasse wurde noch viel Wert darauf gelegt die Sitzerei nicht zu übertreiben, das fand ich wirklich gut.
    Und mit den Lehrern steht und fällt vieles in der schulischen Entwicklung, je jünger die Kinder desto mehr. Schön daß ihr da für den Anfang schon mal Glück gehabt habt :smile:



    louzilla

    Zitat

    Das stimmt so (in Baden Württemberg) nicht. Im Gegenteil: Die Grundschulen haben die Vorgabe, keine benoteten Diktate zu schreiben. Die dort geschriebenen Diktate sind geübte Diktate, Lückentexte, Abschreibdiktate oder Ähnliches. Deshalb fallen Schüler wie Eltern in Klasse 5 nach "echten" Diktaten aus allen Wolken, wenn beide Seiten feststellen, dass Rechtschreibung kaum beherrscht wird.
    Auch wenn ab Klasse 8 keine Diktate mehr geschrieben werden, in Aufsätzen (und Klassenarbeiten in anderen Fächern) geht die Rechtschreibung sehr wohl in die Bewertung ein.


    Was Vorgabe ist weiß ich jetzt nicht und meine Erfahrungswerte bzgl. Grundschule sind nun auch schon wieder ein paar Jährchen her, aber in der Grundschule wurden spätestens ab der 2. Klasse definitiv benotete Diktate geschrieben. Später am Gymnasium dann eher nicht mehr, allenfalls noch als "mündliche" Note . In anderen Fächern außer Deutsch zählt aber Rechtschreibung bei uns sicher nicht zur Bewertung und in Deutschaufsätzen selbst, fließt sie zumindest nicht sehr hoch ein.
    Da es jetzt allerdings insgesamt kein Problem mehr ist, krieg ich vielleicht auch nicht mehr alles mit in der Richtung. Davon abgesehen muß mindestens einer meiner Söhne jetzt schon langam selbst wissen wie er es angehen muß :zwinker: , da find ich ja auch Wichtig das man sich da langsam aber sicher zurückzieht, wenn man sieht es läuft.


    Zitat

    Und genau das stimmt nicht! Das legt Winterstein auch dar. Sprache wandelt sich, Rechtschreibung wurde schon immer diesem Wandel angepasst, dies und der technische Fortschritt ist aber unabhängig von der Rechtschreibkompetenz. Deren Bedeutung ist nicht hoch genug anzusiedeln.


    Vielleicht les ich ja doch mal rein. Ich versuch mit solchen Überlegungen oftmals auch meinen eigenen Standpunkt zu überprüfen, frei nach dem Motto "Wie recht habe ich mit meinen Gewissheiten oder mit dem was mir Wichtig ist, ist es das auch wirklich für meine Kinder, wird es in Zukunft wirklich noch so wichtig sein, wie ich es jetzt als Wichtig erachte...?"


    Zitat

    Das dachte ich auch, aber ich bin gelassener geworden, einfach weil so viele Faktoren zusammenspielen, dass der einzelne nur eines machen kann: Ein gutes Vorbild sein.


    Und ja, Vorleben, vielleicht auch mal drüber reden, wenn einem in Zeitung oder Buch oder sonstwo was auffällt, ist sowieso wichtiger als jedes lamentieren und predigen. Inzwischen fallen den Jungs auch schon Fehler in der Zeitung auf :elch:

    Oweih... das leidige Thema Deutschunterricht und Rechtschreibung....
    Wir haben ja nun auch einige Jährchen aktuell deutsches Schulsystem hinter uns und grad zu dem Thema könnt ich einen Roman schreiben. Aber ich belass es dabei, zu sagen, daß dieses "schreiben wie hören" im ersten Jahr einen laaaaangen Rattenschwanz hinterhergezogen hat. Wenn man einem Kind diesen Gedanken mal in den Kopf pflanzt und er noch ein bisschen logisch/analytisch veranlagt ist, dann dauert es lang ihn danach davon zu überzeugen, daß es jetzt doch plötzlich wichtig ist WIE man es schreibt. Irgendwann hat er es akzeptiert, versteht jetzt auch den Sinn dahinter und da er viel liest, hat sich das Problem letztlich einigermaßen von allein erledigt, aber es hat weit bis in die ca. 6. Klasse hinein ausgestrahlt. Beim 2. Kind hab ich dieses Lernexperiment nicht mehr so hingenommen, sondern hab ihm gesagt, daß ich zwar wisse, er dürfe es momentan schreiben wie er wolle bzw. wie er es höre, aber richtig geschrieben wäre es so nicht. Ich hab ihm zuhause völlig ohne Streß einfach immer nach der Hausaufgabe gezeigt wie man es richtig schreibt. Er hatte sehr sehr sehr viel weniger Umstellungsprobleme zu dem Thema.
    Was ich ja immer so krass fand, da sagt man ihnen monatelang, ihr dürft schreiben wie ihr wollt und dann von heut auf morgen sollten sie plötzlich wissen wie man es wirklich schreibt :vogelzeigen:


    Zitat

    Der Stellenwert der und die Einstellung zur Rechtschreibung nehmen weiterhin ab.
    Man geht damit dem Problem aus dem Weg (und verzögert damit eine Trendwende), dass Schüler immer weniger die Rechtschreibung beherrschen.


    Ja.. so ist es, es wird zwar theoretisch schon noch Wert gelegt auf richtig Schreibweise, es wird auch verbessert ABER ! in die Bewertung der Aufgaben fließt es ab ca. der 6. Klasse nicht/kaum mehr ein. Kein Wunder das es manchen Schülern dann egal ist.


    Und diese fürchterliche neue Schreibschrift, die auch ganz sicher nie zu einer flüssigen Handschrift führen wird (kein Wunder wenn man bei jedem ca. dritten Buchstaben absestzen muß) . Aber da ist man völlig machtlos, ich kann ja dem Kind nicht sagen, wie unschön das aussieht, wenn es sich von Herzen bemüht das so zu schreiben wie die Lehrerin es ihm beibringt und wie es dann auch verbessert und bewertet wird ....
    Das Schlimme... selbst eine (ehrliche) Lehrerin gibt zu, daß es ihr nicht gefällt und sie es auch nicht für richtig und besser hält, sie es aber so lehren muß. Noch so ein Thema war bei uns diese komische Minus-Rechnung beim schriftlichen Minusrechen, total chaotisch, ein einziges Rumgeschmiere und Durchgestreiche. Ich verstehe bis heute nicht warum man etwas ändern muß was gut ist und jahrzehntelang gut funtioniert hat. Beide Kinder rechnen es inzwischen nach der ganz üblichen alten Rechenweise, die ihnen viel eingänger war.


    Seit Jahren wird an den Kindern bildungsmäßig herumexperimentiert und wir haben die meisten dieser Experimenten zwangsweise mitgemacht, weil meine Kinder grad in dieser Phase eingeschult wurden. Jedes Jahr was anderes, jedes Jahr Hü und Hott, keinerlei Kontinuität mehr, was besonders auffällt wenn man mehrere Kinder in kurzem Abstand hintereinander begleitet.


    Naja... aber man muß aus dem was man bekommt, das Beste machen und halt einen kritischen Blick bewahren auf das was in der Schule so erzählt wird, das Glück haben auf gute, engagierte, ehrliche Lehrer zu stoßen, die diesen vorgegebenen Experimenten (die ihnen teilweise aufgezwungen werden) mal ein bisschen gegensteuern bzw. unterstützen und selber halt dabeibleiben, besonders in den Anfangsjahren. Ich glaub das man sich jetzt als Eltern mehr um die Kinder in den ersten Schuljahren kümmern muß als früher (obwohl genau das Gegenteil propagiert wird und angeblich alles darauf ausgerichtet ist, daß alle die gleichen Chancen haben. Mindestens in der Grundschule sieht man ganz genau wo sich zuhause um die Kinder und die schulischen Belange gekümmert wird und wo nicht, d.h. im Umkehrschluß aber eben auch daß letzere eben keine so guten Chancen haben und oft schon von vorneherein hinterherhinken) .


    Naja... aber genug geschimpft, nicht alles ist schlecht und viele Neuerungen seit unserer Schulzeit sind auch wirkich begrüßenswert, vieles ist kindgemäßer und offener, auch interessanter, es gibt auch viele wirklich gute, engagierte Lehrer, denen etwas an den Kindern liegt.
    Was wirklich gut funktioniert ist die Art des Lesenlernen über die Silben, nicht nur über die einzelnen Buchstaben, wie bei uns früher noch. Bis Weihnachten können alle Kinder im Großen und Ganzen einfache Texte flüssig lesen, auch die, die vorher noch kein Interesse daran gezeigt haben.



    P.S. .. jetzt ist es ja doch fast ein Roman geworden :wegrenn:



    louzilla
    Das Buch klingt interessant, würde bei mir wahrscheinlich auch offene Türen einrennen. Aber ich glaub .. ich les es nicht, ich muß mich dann bloß wieder so aufregen ,wir hatten viel davon schon im direkten Anschauungsunterricht des Lebens :breitgrins:


    Andererseits - und darüber denke ich schon auch manchmal nach - Schrift und Sprache haben immer Änderungen unterlegen, wahrscheinlich sind solche Prozesse nicht aufzuhalten auch wenn es um unsere schöne Sprache schade ist, aber das Computer-Zeitalter wird die Sprache und alles was damit zusammenhängt verändert, genauso wie der technische Fortschritt ethische Grundsätze ändern wird - Das find ich in vielerlei Bereichen nicht schön und richtig, aber es wird so kommen.... und irgendwann sind wir die "alte" Generation.
    Für nachfolgende Generationen ist sowas wie Rechtschreibung und Schreibschrift vielleicht irgendwann genauso antiquiert wie für uns die Tatsache das die Erde mal eine Scheibe war, überspitzt forumliert.

    Der Walfisch ist inzwischen durch London geschwommen und es ging tatsächlich um die echte Story dahinter, als sich wirklich ein Walfisch in die Themse verirrt hatte. (und ja... das Verkehrschaos, um zum Thema unserer Monatsrunde zurückzukommen, auf der Themesbrücke war perfekt :breitgrins:) .
    Eine sehr schön beschriebene Szene, aber mehr möcht ich darüber auch gar nicht verraten.


    Anna verliert immer mehr den Halt im Leben, der Verlust ihres Lebensgefährten hat etwas in ihr zerbrochen. was wohl nie wieder ganz werden wird. Das absolut Besondere an dem Buch ist das man wirklich nur die Innensicht von Anna miterlebt und sich nur anhand dessen was bei ihr ankommt, was sie sich zusammenreimt, wie sie es empfindet, ausmalen kann, wie sich wohl die Menschen um sie herum fühlen und was sie sehen.


    Zu analytisch dürfte man sicherlich nicht vorgehen, man könnte auch bestimmt gut darüber referieren, welche psychischen Krankheitsbilder angesprochen werden oder darüber diskutieren, daß doch jemand etwas hätte tun müssen, aber ich glaub, das wäre die falsche Herangehensweise und würde den Zauber der Geschichte zerstören. Die Geschichte will eher aufzeigen wie es Anna sieht, nicht wie die Welt drumrum die Dinge beurteilt. Davon abgesehen erfährt man ja nur Ausschnitte des Lebens, nur das woran Anna sich als alte Frau noch erinnert oder erinnern möchte...




    ***




    Suse
    Es ist wirklich wunderbar, aber auch sehr tief berührend und schmerzhaft, nicht für jede persönliche Lebenssituation wahrscheinlich das richtig Buch, die "Kloß im Hals" - Frequenz wird höher .... und hatte schon Zeiten in denen ich das Buch wohl nicht hätte lesen können.
    Ich bin aber wirklich sehr begeistert von dem Buch, so etwas in der Art hab ich noch nie gelesen und ich glaube (obwohl es bei weitem nicht nur um dieses Thema geht) , jeder der mit Leuten zu tun hat die selbst Gedächtnisstörungen haben, aus welchen Gründen auch immer (Depression, Demenz etc.) könnte von dem Buch profitieren.
    Gleichzeitig ist das Buch aber sprachlich wunderschön, geradezu poetisch.


    Das liegt auch an der Aufmachung der Bücher: zweisprachiger Text auf gegenüberliegenden Seiten zum direkten Vergleich, Essays zu Ursprung und historischer Einordnung der Stücke, Grafiken, und nicht zuletzt Günthers sehr umfangreiche Anmerkungen zum Text und zu seiner Übersetzung, die manchmal erheblich abweicht von Schlegel, Tieck & Co.


    ... meine ersten Shakespeare-Stücke hab ich recht spontan gekauft, u.a. damals auch weil mir diese schönen Taschenbücher mit dem zweisprachigen Text aufgefallen waren und genau die Bücher haben mich dazu gebracht immer "noch einen Shakespeare" zu lesen. Diese Gegenüberstellung englisch/deutsch macht echt Spaß, weil im englischen die Verse einfach schöner klingen. Das hat mir beim letzten Stück tatsächlich gefehlt, vermutlich werd ich mir die Günther-Überrsetzung zu "Zwölfte Nacht" doch auch noch kaufen und irgendwann nochmal lesen.



    Doris
    Schön wärs wenn du mitlesen würdest, aber ich kann es gut verstehen. Seit ich wieder hier bin muß ich auch ziemlich aufpassen mich nicht zu "verzetteln" oder unter Druck zu setzen und das wär ja der Tod jeder Lesefreude.
    Ich bin echt schon gespannt wie das mit mir und meinem dem ersten SLW klappt. Ich bin eigentlich überhaut kein Listentyp, schreib ja nicht mal die Bücher auf, die ich gelesen habe (allerdings nehm ich mir genau das grad mal wieder vor :popcorn: . Ich schreib ja nicht mal Einkaufslisten und wenn vergess ich sie zuhaus :breitgrins: , andererseits macht das grad Spaß hier sich so gezielt einen SuB-Abbau vorzunehmen, was ich ja (mal wieder) echt vorhabe. Vielleicht hilfts ja.



    Hafermilch

    Zitat


    Leider ist mein Englisch nicht gut genug, um das Original zu lesen - daher muss ich auf alle Fälle auf Übersetzungen zurückgreifen. Ich bewundere jeden, der das Original lesen kann.


    Geht mir genauso. Hier sind ja viele die bei vielen Autoren sagen das Original wäre so viel besser und sie lesen lieber das; ich bin aber schon froh wenn es eine (hoffentlich gute) Übersetzung gibt. Aber mit der zweisprachigen Shakespeare Ausgabe kann man das Original auch genießen und muß sich nicht so mühen mit dem Verständnis.
    Ich les fast immer nebenher noch was Englisches (zur Zeit "The invisible man" von Wells ) , aber das geht immer nur Häppchenweise, weil ich da halt so viel langsamer bin und das nervt mich beim Lesen dann doch recht schnell. Es ist dann halt einfach nicht so dieses "tief Eintauchen", wie ich es hab wenn ich in deutsch lese, hat häufig mehr den Lern-Charakter von früher in der Schule :entsetzt: , aber der Wells geht jetzt grad eigentlich recht gut).


    Ich habe nun doch noch die dtv-Ausgabe bei meinem Buchhändler bestellt. Ist vielleicht auch ganz spannend, beide Übersetzungen parallel zu lesen.


    Oweih nun hast du zwei Übersetzungen daheim, andererseits kann das auch mal ganz interessant sein. Ich hab ja bei "Zwölfte Nacht" auch in eine andere Übersetzung reingelesen und die war schon erheblich anders.


    Wegen dem parallel lesen kauf ich mir die zweisrachigen Ausgaben hauptsächlich. Im Englischen ist der Sprachklang so schön, aber inhaltlich würd ich halt nur die Hälfte wirklich verstehen fürcht ich. So les ich meistens erstmal die deutsche Seite und dann das Ganze nochmal in Englisch (wenn ganz gut drauf bin auch mal umgekehrt :breitgrins: )



    schokotimmi
    :klatschen: Das wär schön, dann wären wir schonmal zu Dritt !

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    Ich bin inzwischen etwas über der Hälfte bei diesem kleinen, feinen Buch, das flüssig zu lesen ist, dem man aber dennoch Zeit geben muß um zu wirken. Man taucht ein in die Gedankenwelt der Finnin Anna, die sich als alte Frau an ihr Leben teils in Finnland, teils in England erinnert. Aber schon das wird nicht direkt so gesagt, sondern erschließt sich allmählich über ihre Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, deren Lücken und den irrealen Dingen mit denen sie versucht diese Lücken zu schließen.
    Die Erinnerungen müssen aufmerksam gelesen werden, es gibt viele Sprünge in den Gedanken, den Zeiten und den Orten und oftmals muß man sich selbst überlegen was nun wahr und was Einbildung ist. Wahrheit ist aber auch etwas sehr Relatives in dieser Geschichte, den für Anna ist alles wahr.


    Gerade war ich bei der Stelle in der sie ihre große Liebe verloren hat, ihr Lebensgefährte ist gestorben .... ich habe lange keine so ehrlichen Worte mehr über den Tod eines geliebten Menschen gelesen, frei von jedem Pathos und frei von allem "was sich gehört" , frei von allem was "man" sich so vorstellt. Man sitzt im Kopf und im Herz von Anna und verfolgt ihre teils verwirrten, teils völlig klaren, aber verstreuten, selektiven Gedanken. Sehr berührend, ich hatte schon ein paarmal einen dicken Kloß im Hals.


    Vieles nur ein Eindruck, man muß mehr mit dem Herzen lesen, sich dem Fluß dieser Erinnerungen hingeben und das Vergessen und die Nöte von Anna mit aushalten, aber auch ihre Kraft bewundern, sich ihrem Schicksal zu stellen.


    Im Klappentext steht u.a. irgendwas von Tragikkomödie, den Begriff find ich falsch gewählt, Tragik gibt es im Leben von Anna genug, manche ihre Gedanken sind auch so ehrlich, direkt und bodenverhaftet, das man auch durchaus mal schmunzeln kann, aber im selben Moment beginnen ihre Gedanken wieder zu fliegen oder sich einzusperren und in eine Ecke zu verkriechen.

    Ich weiß auch nicht welche Ausgabe man besonders empfehlen kann.
    Bisher hab ich meistens die Übersetzungen von Frank Günther gelesen, erstmals bei "Was ihr wollt" mal eine von Erich Fried.
    Othello hab ich wieder in der zweisprachigen Ausgabe hier, aus der Reihe hab ich auch Hamlet, Der Sturm und Macbeth gelesen und kam gut damit klar.

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    Es gibt aber viele verschiedene Übersetzungen von Shakespeare und ich hab wirklich keine Ahnung welche da die Besten sind. Was ich so gelesen hab bisher, gehen da die Meinungen in allen möglichen Rezensionen und Besprechungen auch himmelweit auseinander und sind im Grunde auch keine Hilfe. Die einen verteufeln Günther und loben Schlegel, andere machens wieder anders rum. Auch über Fried hab ich unterschiedliches gelesen. Wahrscheinlich gibts für jeden Übersetzer Befürworter und Gegner.
    Ist echt schwierig, ich glaub da entscheidet man am Besten einfach spontan. Ich hab gesehen daß es von Reclam auch eine zweisprachige Ausgabe gibt, da ist der Übersetzer ein Dieter Hamblock.