Beiträge von Firiath

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Nr.22: Lies ein Buch, dessen Cover vorwiegend blau ist.

    >>>>"Lagune" von Nnedi Okorafor

    Blau, eindeutig

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    Nr.11: Lies ein Buch, dessen Cover hauptsächlich schwarz oder grau ist.

    >>>>"Die Farbe von Milch" ovn Nell Leyshon

    Hauptsächlich grau würd ich sagen:

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    Damit sind schon 4 Bücher aus der Liste gelesen

    Die Idee ist durchaus faszinierend, teilweise ging es mir ja auch so aber ich fands teilweise wirklich mühsam zu lesen und finde die Geschichte zersplittert zu sehr, ein bisschen weniger wäre vielleicht mehr gewesen - Das Chaos das die Autorin vermitteln wollte, hat bei mir vielleicht zu gut funktioniert.

    Zitat

    Und auch dass es mal so gar nicht in einer westlichen Welt spielte sondern die Aliens in Lagos gelandet sind, fand ich erfrischend.Gerade deshalb bin ich auf die Autorin gestoßen, weil ich auch gern mal was abseit gewohnter Pfade lese :) , wie gesagt die "Binti"-Bücher fand ich richtig gut.


    "District 9" kenn ich nur dem Namen nach, hab ihn aber nicht gesehen. Im Nachwort bzw. den Danksagungen von "Lagune" steht: "Danke an den südafrikanischen SF-Film District 9, der interessant war, mich gleichzeitig aber so verärgerte, dass ich mich in Tagträumen mit der Frage bechäftigte, was Außerirdische wohl in Nigeria tun würden. Dieser Roman entstand aus meiner Verärgerung über District 9, nahm aber rasch eine eigene Gestalt an." Leider schreibt sie nicht was sie so verärgert hat.

    Lagune

    von Nnedi Okorafor



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    Klappentext und Buchrückseite:


    Ein Stern fällt vom Himmel.

    Eine Frau erhebt sich aus der See.

    Die Welt wird nie wieder dieselbe sein.

    Drei Fremde, jeder durch seine eigenen Probleme isoliert: Adaora, die Meeresbiologin. Anthony, der in Afrika berühmte Rappe. Agu, der sorgengeplagte Soldat. Während sie über den Strand von Lagos, Nigerias legendärer Mega-City, wandern, sind sie einsamer, als sie es jemals zuvor waren.

    Doch nachdem ein Meteorit in den Ozean stürzt und eine Futwelle über sie hinwegspült, finden sich diese drei Leute auf eine Weise miteinandner verbunden wieder, die sie nie erwartet hätten. Sie treffen auf Ayodele, einen Besucher von jenseits der Sterne. Und plötzlich verändert sich die ganze Welt - und sie sind der Schüssel, die Verbindung zur Rettung allen Lebens.


    "Lagune" vermischt ein traditionelles SF-Thema - Erstkontakt mit Besuchern von den Sternen - mit afrikanischem magischen Realismus und erzeugt so einen lyrischen, poetischen Mix, der einen Bick wirft auf sozialen Mangel, religösen Überschwang und die Macht von Geschichten auf unsere Leben." (Eric Brown - The Guardian)


    "Es steckt mehr lebendige Vorstellungskraft in einer einzigen Seite von Nnedi Okorafors Romanen als in ganzen Bänden gewöhnlicher Fantasy-Epen." (Ursual K. LeGuin)


    ***


    Mit diesen Vorinformationen bin ich in die Geschichte gestartet, ich war sehr gespannt und hatte mich auch richtig auf das Buch gefreut, zumal ich "Binti" von dieser Autorin sehr gern gelesen habe. Es begann interessant, aber sehr bald tat ich mich mit der Geschichte schwer, sodaß ich das Buch erstmal für längere Zeit liegen lies. Dieses Mischmasch aus Alienlandung, nigerianischem Großstadt-Hexenkessel, völlig durchgeknallten religösen Fanatikern, zum Leben erwachenden Mythen aus Lagos (vermutlich), allgemeinen sozialen Problemen, Korruption, Armut, Gewalt hat mich völlig überfahren. Die Protagonisten fragen sich immer mal wieder, warum sich die Wesen aus dem All ausgerechnet Lagos ausgesucht haben um zu landen und ich mich mit ihnen. Ich brauchte eine Pause und hab mir während dieser Pause einen kurzen Überblick über die Stadt Lagos bei Wikipedia angeeignet, was durchaus hilfreich ist.

    Die Geschichte ließ mich nicht ganz los und so gab ich dem Buch eine zweite Chance und hab es nun doch noch beendet.


    Ich pflichte Frau LeGuin in ihrem Statment bei, es steckt unglaublich viel Vorstellungskraft in dem Buch. Sowohl das Setting, als auch die Herangehensweise an die Besucher aus dem All sind völlig anders, als man das üblicherweise kennt. Gleichzeitig wird man tief in die für uns sehr ungewohnte afrikanische Lebenswirklichkeit geworfen, die als eine Art Mischung aus Neuzeit meets Mittelalter, Machotum, Armut, extremen Gegensätzen und zutiefst verwurzeltem Aberglauben dargestellt wird. Gewalt scheint an der Tagesordnung zu sein. Bezogen auf die Aliens ist eigentlich - bis auf unsere drei Protagonisten - jeder nur darauf aus, sich zu überlegen wie er die neue Situation und die "Aliens" für sich nutzen kann.

    Das Chaos, das in dieser Stadt, so wird es erzählt, an der Tagsordnung zu sein scheint, nimmt nach der Alienlandung immer größere Ausmaße an und inmitten dieses Durcheinanders agieren Adaora, Ago und Anthony als Botschafter der mysteriösen Besucher und versuchen allerschlimmste Eskalationen zu verhindern. Gleichzeitig stecken zumindest Adaora und Ago knietief in eigenen ganz irdischen Problemen.


    Die Geschichte ist keinem Genre zuzuordnen, ein bisschen SF, ein bisschen Fantasy, ein bisschen zeitgenössischer Roman, von allem etwas dabei. In die ganze Geschichte wird auch noch die Verschmutzung der Meere und die Emanzipations- und Frauenrechteproblematik Afrikas mit eingewoben.


    Durchaus interessant, man bekommt bei längerer Betrachtung der Ereignisse eine Art Stimmungsbild der gesellschaftlichen Schwierigkeiten Nigerias vor Augen geführt. Erzählerisch gab es wirklich gute Momente und überraschende Einfälle, sprachlich war von Comicsprache, über afrikanischem Slang bis beinahe poetischen Formulierungen alles vorhanden, auch das teilweise etwas gewöhnungsbedürftig.


    Insgesamt war es mir zu viel Durcheinander und für mein Gefühl wurde einfach zu viel reingepackt, ich hab mehr als einmal den roten Faden verloren.


    Wegen der überbordenden Phantasie, den interessanten Stimmungsbildern und der Faszination die die Geschichte aufgrund ihrer Andersartigkeit ausübt gebe ich smiley36.gif

    Empfehlenswert für Leute die mal was ganz anderes lesen wollen, als man sonst so üblicherweise als SF oder Fantasy kennt.

    „Die Farbe von Milch“ hat mich aufgrund des ungewöhnlichen Erzählstils, einer realistischen Geschichte und der überraschend zielstrebigen Heldin beeindruckt. Nell Leyshon hat einen erschütternden Roman vorgelegt, der gleichzeitig auch voller Hoffnung ist. Eindringlich und berührend kommt die Geschichte daher - und klingt noch lange nach.

    Hab das Buch auch vor ein paar Tagen gelesen und denke noch darüber nach. Besonders gut gefallen hat mir die geradlinige Art von Mary, wie sie das Leben und die Vorgänge um sich herum genau beobachtet und bewertet, manchmal fast poetisch beschreibt und wie mutig und direkt, trotz des harten Lebens und der uneingeschränkten Dominanz der Männer, sie ihre klare Sicht der Dinge auch äußert , trotz der zu erwartenden Konsequenzen. Eine Protagonistin die man nicht so schnell vergißt!


    „Und dann schloss ich die Augen doch mein Herz schlug schnell vor Aufregung und obwohl mein Körper ganz still im Bett lag tobte mein Geist wild herum und wollte nicht stillstehen, als wäre er eine Biene im Sommer.“ (S. 79)


    Dieser Satz den auch bücherbelle zitiert hat, steht für ihren Verstand und ihr ganzes Wesen - Mary ist in den Konventionen und Machtgefügen ihrer Zeit gefangen und an ihr vorgegebenes Leben gekettet, aber sie spürt, daß dies nicht alles ist was die Welt ihr geben könnte.



    Gut gefiel mir auch der sprachlich enge Bezug zu den Jahrezeiten und der Natur, die Welt die Mary nunmal am Besten kennt.

    Auch Marys Schwestern, ihre Eltern, natürlich der Großvater, die Leute im Pfarrhaus werden obwohl teilweise nur skizzenhaft angelegt mit der Zeit als Persönlichkeiten sehr lebendig und prägen sich ein. Viele Gedanken und Gefühle der Protagonisten muß man erahnen, vieles bleibt ungesagt, auch das macht den Reiz der Geschichte aus und macht sie umso glaubhafter.


    Die Erzählweise aus Marys Sicht und in ihren Worten passte hervorragend zur Geschichte, mich haben deshalb die fehlenden Kommata und die teilweise etwas umständliche Art Sätze zu bilden nicht gestört.


    Eine der einprägsamsten Szenen ist der Morgen, an dem sich die Schwestern einige verbotene Minuten stehlen und gemeinsam den Sonnenaufgang auf einem Hügel nahe ihres heimtlichen Bauernhofs erleben. Immer wieder, an verschiedenen Stellen der Geschichte, wird einem vor Augen geführt, wie eng der den Frauen zugewiesene Teil der Welt und des Lebens zur damaligen Zeit war und wie wenig Möglichkeiten sie hatten diesem Leben zu entkommen.


    Einziger Kritikpunkt ist, daß ich leider sehr früh ahnte, worauf das Ganze hinausläuft - andererseits wollte das Buch vielleicht eben genau diese Unausweichlichkeit thematisieren.


    Eine Geschichte die unter die Haut geht und nachwirkt.


    4ratten


    Zitat:

    "Was würde ich mir wünschen wenn ich mir etwas wünschen dürfte und der Wunsch in Erfüllung gehen würde? Ich wußte es nicht. Ich wußte daß ich Wünsche und Träume hatte aber ich wußte nicht was für welche."




    Grisel

    Mein Bücherregal-Zoo ist auf den ersten Blick nicht so groß, aber wenn man dann genauer schaut werdens doch immer mehr Viechereien.

    Ich melde an:


    "Der Ruf des Kuckucks" von Robert Galbright aka J.K. Rowling


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    Als Redewendung gibt es da "Das weiß der Kuckuck!"

    und wen es interessiert woher der Spruch kommt: hier nachzulesen


    Ich hab noch ein paar Tiere gefunden zwischen meinen Regalen, aber mal sehen, erstmal dieses Buch lesen :)

    Ich hab mein zweites Buch für die Liste gelesen:

    Nr 18: Lies ein Buch passend zu einer Jahreszeit, oder einem Feiertag.

    >>>>"A long way down" von Nick Hornby 


    Die vier Protagonisten stehen in der Silvesternacht auf dem Dach eines Hochhauses .... , passend also fürs Jahresende und die Zeit um Silvester herum.

    Leider hat mich das Buch nicht so wirklich überzeugt, aber immerhin ist eins meiner älteren SuB-Bücher endlich gelesen.

    Vor längerer Zeit hab ich hier Forum den Tip bekommen, dieses Buch zum Jahresende hin zu lesen. Das wäre hiermit geschafft.


    Die Geschichte um die vier aus verschiedensten Gründen Lebensmüden, begann ganz interessant, aber recht bald hab ich leider das Interesse an den Figuren verloren, ihre Geschichte konnte mich nicht fesseln. Es gab immer wieder einzelne gute Momenten, Sätze oder Abschnitte, aber dazwischen oft über Seiten uninteressante, überspitzte Entwicklungen, viel Vulgärsprache, nicht nur als Stilmittel für Jess.


    Häufig werden die guten Sätze so lang ausgeführt, daß ihre Wirkung verpufft, gehen unter Gestreite und ständiger - nur manchmal lustiger - Ironie leider unter. Scheinbar hatten auch alle vier Protagonisten die selbe Art von Humor, auch das fand ich eher irritierend und dieses beinahe ständig "Flapsige" in Gedanken und Worten und das ewig Gezänk fand ich oft aufgesetzt.


    Die Art, die Geschichte abwechselnd pro Kapitel von einem der Charaktere erzählen zu lassen, war hier passend, allerdings erschienen mir die Vier eher wie verschiedenen Facetten einer Person, weniger wie eigenständige, für sich handelnde Charaktere, sie blieben farblos. Ich konnte am ehesten noch Maureen die tiefe Verzweiflung, Einsamkeit oder Depression abnehmen, die es wohl benötigt um Suzidgedanken zu entwickeln, bei den anderen drei Protagonisten gelang das nicht. Es geht mir dabei nicht um eine Bewertung der Gründe für den Suizid, die können von außen betrachtet, für andere belanglos wirken oder nicht nachvollziehbar sein, es geht mir darum den inneren Punkt zu erkennen, der jeden von ihnen in dieser Nacht aufs Dach getreiben hat und dies gelang dem Autor bei dreien nicht und damit geht auch der Versuch die "Wandlung" im Verlauf des Buches zu beschreiben ins Leere.


    Für mich bleib der Versuch ein schwieriges Thema auf eine mutige Art anzugehen leider im Ansatz stecken.

    Für einige gelungene Momente, die mich immerhin darüber nachdenken lassen, es vielleicht mit einem anderen Buch des Autors zu versuchen und die interessante Grundidee


    2ratten


    P.S. Obwohl ich von dem Buch insgesamt also wenig begeistert bin, hab ich aber darüber nachgedacht, daß es guter Stoff für einen Film wäre. Eine kurze Recherche hat ergeben, daß es so einen Film gibt, hat den jemand gesehen ?

    Ja schade, dass es bei Dir auch nicht besser klappt! Ich habe in Band 6 u.a. festgestellt, dass mich die Befindlichkeiten von ganz Fraser's Ridge einfach nicht die Bohne interessieren

    So unterschiedlich kann das sein, dieses "Siedlerleben" fand ich zum Beispiel ganz schön zu lesen. Ich tat mich dann später bei so manchen allzuführlich ausgeführten Kriegsfeldstrategien schwer, das war mir dann oft zu mühsam (weiß aber grad nicht mehr in welchen Bänden das war) .


    Die neue Folge hab ich noch nicht gesehen, weiß aber ja was da auf uns zukommt.

    HoldenCaulfield

    Naheliegend, aber nein Margaret Atwood ist es nicht. Die gesuchte Autorin ist sehr viel jünger.


    Hafermilch

    Es ist leider auch nicht Alice Munro

    Das gesuchte Buch ist ein Roman und die Autorin ist nicht Literaturnobelpreisträgerin.



    Tipp: Bisher ist nur ein Buch der Autorin ins Deutsche übersetzt worden, veröffentlicht hat sie vier.