Beiträge von Weratundrina

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Broschiert: 224 Seiten
    Verlag: Albrecht Knaus Verlag (11. März 2013)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3813505421


    Inhalt laut Amazon

    Ein Hase will uns retten!
    Jochen, der sprechende Hase, will die Menschen retten. Da er unsere Sprache spricht, gibt es nichts, was ihn aufhalten könnte, so lange es genug Löwenzahn gibt und Menschen, die sich retten lassen wollen. Bei seiner Mission wird Jochen zum Star, zum Messias, zum Heilsbringer. Als er erkennt, dass er selbst und die Menschheit sich damit auf einem Irrweg befinden, steigt er aus. Michael Gantenberg erzählt anspielungsreich und mit hintersinnigem Humor ein fabelhaft-satirisches Märchen und hält unserer hysterischen Medienwelt ganz unangestrengt den Spiegel vor.
    Jochen ist anders als seine zahlreichen Hasen-Geschwister. Jochen ist belesen, er liest alles, was die Nachbarn im Garten vergessen. Eines Tages nimmt er seinen ganzen Mut zusammen und spricht seinen jungen Nachbarn Nils direkt an. Bald hängen Nils und seine Freunde an Jochens Hasenlippen, denn alles, was Jochen erzählt, macht so unglaublich viel Sinn, dass man gar nicht anders kann, als in Jochen den Retter der Menschheit zu sehen. Jochen kennt die Probleme der Zeit und er kennt die Lösungen. Jochens Sicht auf die Dinge geschieht aus der Hasenperspektive. Hasen müssen nicht unter einen Rettungsschirm, Hasen kennen keine Diktaturen, keine Eingreiftruppen, keine Energiewende, keine größten anzunehmenden Unfälle, keine Fleischskandale, keine Hooligans, keine Piraten, keine Liberalen, keine Salafisten, noch nicht einmal Gegner des Urheberrechtes. WARUM WOHL? Weil Hasen das perfekte Lebensmodell gefunden haben – leider haben sie es jahrhundertelang für sich behalten. Aber wenn die Menschheit will, dann kann man da ja jetzt mal drüber reden!


    Meine Meinung
    Erst mal - kein Wunder dass es dieses Werk sehr schnell sehr schnell auf die Grabbeltische der Buchhandlungen geschafft hat. Selbst bei amazon kostet es nur 5 Euro (statt 15). Ich glaub ich habe dafür 2 Euro verschwendet. :breitgrins:


    Den Autor kenne ich als Radiomoderator des WDRs - wäre er mal dabei geblieben...


    Selten habe ich eine Inhaltsangabe/einen Klappentext gelesen der derartig irreführend ist.
    Ich habe erwartet, dass es es um die oben erwähnten Dinge aus der Sicht eines Hasen geht und was er eben für Vorschläge hat die Welt zu verändern. Dabei dachte ich die Satire wäre eben der sprechende Hase an sich.
    Statt dessen wird dieses Thema in zwei drei Sätzen auf Seite 200+ abgehandelt.
    Der Rest des Buches - es wird in zwei Zeitsträngen geschrieben, einmal die Gegenwart (Hase ist auf dem Dach eines Berliner Hochhauses) und wie es dazu kam - ist voll von infantilem Humor, sinnlosen Handlungen von ein paar Zwanzigjährigen und Polizisten die irgendwie neben sich stehen. :rollen:
    Ächtz.
    Also wirklich - ab ins Altpapier damit. :breitgrins:


    :marypipeshalbeprivatmaus: (für's Cover) :flop:

    Wir haben das Buch dann ja sehr ausführlich an einem Abend besprochen.


    Was uns dabei besonders aufgefallen war ist

    .


    Dieses Buch war auf jeden Fall eine der "positiven" Dystopien. Die anderen Vier des Halbjahres waren deutlich negativer.


    Im Endeffekt ein nettes Büchlein, aber nichts, was dauerhaft im Gedächtnis bleiben wird.
    Ich kann mich jetzt schon kaum noch an Details erinnern.
    Mir hat gefallen, dass es so viele verschiedene Ansätze gab, sich mit der Situation abzufinden und das Beste draus zu machen.


    Ich würde jetzt so


    3ratten vergeben.

    Meine Meinung


    Ich habe mir das Buch vor einiger Zeit besorgt, weil der Autor im Dorf eine Lesung hielt, die ich dann aber verpasst habe.
    Nun habe ich den kleinen Krimi mal hervor geholt, weil er nur 200 Seiten hat und daher in die Monatsrunde passte.
    Ansonsten hatte ich nicht so viel Lust darauf, weil ich schon befürchtete, dass ich öfter mal würgen muss - nicht wegen den grausamen, brutalen Morden

    , sondern weil es naturgemäss, wenn der Koch der Detektiv ist, andauernd um Essen (und Wein, wegen der Lage im Ahrtal) geht. Das ist als Veganer sehr schwer zu ertragen.


    Julius war mir nicht sonderlich sympathisch, auch wenn das in der ABsicht des Autors liegt ihn so darzustellen. Katze kraulen und so - das kennt man ja alles schon.


    Die Mordserie (Taten, Motive...) war meiner Meinung nach total an den Haaren herbei gezogen, die Auflösung hat sich gezogen wie Kaugummi. Die Nebendarsteller haben mir auch alle samt nicht besonders gefallen - das mag an meinen Vorurteilen gegenüber solch eingeschworenen Dorfgemeinschaften gegenüber liegen. So ein Klüngel - das ist einfach nicht meins, da habe ich zu viele persönlich schlechte Erfahrungen gemacht.
    Diese Personen werden wohl laut der obigen Rezension wieder auftauchen - also ich muss kein weiteres Buch des Autors mehr lesen! Aber für Leser mit anderen Vorzeichen kann es bestimmt interessant sein.


    3ratten

    Meine Meinung
    Im Gegensatz zu Holden hat mir das Buch sehr, sehr gut gefallen.

    Es dauerte einige Seiten bis ich hineingekommen bin und mir klar wurde, dass die einen Szenen in der Gegenwart ablaufen und die anderen nach und nach die Geschichte erzählen, wie es dazu kam, dass Synne dort "festsitzt". Den wirklichen Grund hat man tatsächlich erst auf den letzten Seiten erfahren.
    Die Stimmung - die Einsamkeit, die Hitze und die einzigen Kontakte zur Putzfrau und deren Sohn - dort waren sehr plastisch erfühlbar.
    Dann immer der Schwenk in den kalten Norden.
    Hat mir als Stilmittel sehr gut gefallen.


    Die Ehe von Rebecca ist meiner Meinung nach erst nach der Begegnung mit Synne zerbrochen.
    Da haben sich einfach zwei Menschen getroffen, die das Schicksal füreinander bestimmt hat. Wie sie beschreibt - die Figuren, die genau ineinander passen. Dabei war eigentlich egal ob es sich nun um eine lesbische Beziehung handelte oder nicht.
    Rebecca sagte ja einmal - "ich liebe nicht Frauen, ich liebe dich" (oder so ähnlich, denn das Wort Liebe nimmt sie ja nicht in den Mund).
    Dummerweise ist Synne eben für Rebecca immer nur die Nr. 5 nach deren Kindern.
    Trotz dieser Hindernisse ist es eine sehr reine Liebe. Ich habe das sehr genossen, wie die beiden miteinander umgehen.


    An keiner Stelle hatte ich den Eindruck dass hier etwas an den Haaren herbei gezogen ist.


    Einzig eine Stelle hat mir das Buch ein wenig vergrault


    Zum Glück kam das relativ weit hinten.


    Ich gebe
    5ratten