Beiträge von Kessi69

Leserunde mit Tobias O. Meißner ab 06.09.2019: Evil Miss Universe [Gesellschaftskritische Romantic Comedy]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Bei der Frage muss ich passen, mein Umfeld ist sehr Lese-faul. Ich hab immer das Gefühl , dass kann nicht meine Familie sein:D

    Meine Freundinnen lesen quer Beet, ohne sich auf einen Autor festzulegen. Das kann ich gar nicht verstehen.

    Ich gehe ja nun gar nicht in die Bibo und kann also nicht mitreden. Aber man liest doch eh keine 50 Bücher gleichzeitig. Warum also so viel ausleihen. Wie gesagt ich hab keine Erfahrungen. Ist es weil manche Bücher zu schnell wieder verliehen sind, oder warum diese Menge?

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    Das Geheimnis der Fjordinsel

    Prolog

    Ostfriesland, 1980. Für die junge Rike bricht nach dem Tod ihres geliebten Großvaters eine Welt zusammen. Gleichzeitig erfährt sie, dass ihre Großmutter nicht vor langer Zeit gestorben ist - wie sie angenommen hatte -, sondern eines Tages plötzlich verschwand. Warum hat sie ihre Familie damals so überstürzt verlassen? Eine erste Spur führt Rike nach Norwegen, auf eine kleine Insel im Oslofjord, wo sie auf ein Geheimnis stößt, das zurückreicht in die Zwanzigerjahre - in die Zeit der Prohibition und die gefährliche Welt der Schmuggler ...


    Zum Inhalt

    Der Roman ist in zwei Erzählsträngen aufgeteilt, in den man den Einblick von zwei starken Frauen erfährt.

    1980, ein Schicksalsschlag in Rickes Leben führt sie nach Norwegen, dort stößt sie gleich bei ihrer ersten Station, auf der Insel Oslofjord, auf ein Geheimnis, welches viele Fragen aufwirft. Ihr Verhältnis zu ihrer Mutter ist zerrüttet, sie weiß nicht wer ihr Vater ist, und hat keine Ahnung das sie noch eine Großmutter in Norwegen hat.

    Nach dem Tod ihres geliebten Großvaters entdeckt sie ein Kiste mit Unterlagen und alten Briefen. Diese veranlassen sie, sich auf die Spuren ihrer Großmutter zu begeben.


    1929 in Norwegen, hat Johanne ihren Vater verloren. Keiner hat damit gerechnet und so liegt es an Johanne die Existenz der Familie zu retten. Das Geschäft ihrers Vaters ist bedroht, sie will das Lebenswerk ihres Vaters nicht aufgeben, das hätte ihr Vater nicht gewollt.

    Bei ihren Bemühungen, alles zu geben, bekommt sie von einem jungen Mann ganz unverhofft Hilfe. Es dauert nicht lange und sie verlieben sich und wünschen sich eine gemeinsame Zukunft. Doch das Ziel , Sven Gravdal einen miesen Wiedersacher, das Handwerk zu legen, hat oberste Priorität. Wird es ihnen gelingen und gibt es für Johanne und Leif eine gemeinsame Zukunft?


    Meine Meinung

    Die Autorin hat wieder einen tollen Norwegen Roman geschrieben. Die Protagonisten sind sehr authentisch und die historischen Hintergründe interessant. Doch dieses Mal haben mich die ausführlichen Landschaftsbeschreibungen etwas gestört. Ich fühlte mich dadurch immer wieder aus der eigentlichen Geschichte raus gerissen. Auch wenn es dazu gehört, ist weniger manches mal mehr.

    Was mir jedoch sehr gefallen hat, sind die zwei Erzählstränge in denen wir das Leben der beiden Hauptprotagonisten kennen lernen und sich zum Ende alles zusammenfügt. Der Schreibstil ist spannend und wie schon erwähnt sehr bildlich.

    Der Leser begleitet Johanne und Rike auf einer aufregenden Reise und gibt einem einen Einblick in ihr Gefühlsleben.

    Für Liebhaber von Christine Kabus ein Muss.

    Kessi69 Das stört mich tatsächlich gar nicht so sehr bei ihr. Ich hab ein Problem damit, das sie noch nie in Norwegen war und ihr wissen nur aus Bildbänden, Reiseführern und dem Internet hat...

    Ja, das habe ich auch schon gehört und mich gefragt, ob es dann möglich ist, solch ausführliche Landschaftsbeschreibungen zu schreiben. Mit anderen historischen Fakten kann ich mir das gut vorstellen, aber damit nicht.

    Ich habe die ganze Woche überlegt was mich so richtig nervt. Jetzt hab ich's, denn ich lese gerade ein Buch von Christine Kabus " Das Geheimnis der Fjordinsel" eigentlich mag ich ihre Bücher aber schon beim letzten Mal störte mich etwas sehr stark. So auch jetzt.

    Diese ewig langen Naturbeschreibung und wann was geschehen ist, dass nervt mich ungemein, denn es schweift immer wieder zu sehr ab und reißt mich aus der Geschichte. Ich habe nichts dagegen etwas über die Geschichte Norwegens zu lesen, ich mag es sogar wenn man historisches Hintergrundwissen bekommt, aber nicht in dem Maße. Mittlerweile überspringe ich diese Passagen, wenn ich das nicht machen würde, hätte ich schon abgebrochen. Und im Moment schleppe ich mich zum Ende, da die Spannung natürlich nachlässt, wenn immer noch etwas dazwischen geschoben wird.

    Gabriele Nicoleta, Das Gift der Narzisse

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    Das lese ich, da ich auch eine narzisstische Mutter habe ( für mich hatte) die mir ein schweres Trauma zugefügt hat. Es ist interessant zu lesen, wie andere Betroffene unter so einer Mutter gelitten haben und wie sie es verarbeiten konnten. Und, wie sie damit ihr heutiges Leben leben können.

    Prolog

    Irland, 1912: Weil sie immer wieder gegen die Regeln verstößt, wird die junge Nonne Rose in ein Kloster nach Dublin versetzt, dem eine Wäscherei angeschlossen ist, die angeblich missratenen Mädchen Arbeit gibt. Rose erkennt schnell, dass die Magdalen-Frauen rücksichtslos ausgebeutet werden, Schläge und Misshandlungen sind an der Tagesordnung. Als Rose feststellt, dass die Magdalen-Frauen von Priestern missbraucht werden, lehnt sie sich gegen die Mutter Oberin auf und steht nun selbst unter strenger Bewachung. Zusammen mit zwei jungen Arbeiterinnen flüchtet Rose aus dem Kloster. Draußen erwartet sie allerdings kein besseres Leben, denn alle drei werden in die Wirren des irischen Freiheitskampfes verstrickt …


    Zum Inhalt

    Drei Frauen, unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Charaktere begegnen sich in der Magdalen Wäscherei in Dublin. Hier kommen gefallene Mädchen, sowie Frauen hin die der Sünde bezichtet werden. In den Augen der Kirche sind es schlicht und einfach nur Sünderinnen, der Dreck der Gesellschaft, die man bis auf's Blut ausbeuten kann.

    So ergeht es Cindy, die in dem guten Glauben, die Oberin und der Priesteres meinen es gut mit ihr und ihr wird geholfen, einen neuen Start in Leben zu bekommen. Fiona, diesewird von ihrem Vater in diese Anstalt abgeschoben , da sie den Wünschen des Vaters nicht nachgekommen ist. Diese beiden Frauen sind dazu verurteilt, die Magdalen Wäscherei nie wieder zu verlassen.

    Rose, die vor den Türen eines Klosters von Nonnen gefunden wurde, wuchs in der Gemeinschaft liebevoll auf. Als junges Mädchen nimmt sie den Schleier und gibt sich ganz dem Glauben hin. Doch mit ihrem Gehorsam ist es manches Mal nicht weit her und so entscheidet sich die Oberin, sie nach Dublin in die Magdalen Wäscherei zu versetzen.

    Alle drei Frauen erleben die Qualen, Demütigung und Schläge auf ihre ganz eigene Weise. Rose auf der einen Seite und Fiona und Cindy auf der anderen. Sie erleben Folter von den Nonnen und Vergewaltigungen von den Priestern, müssen bis zur Erschöpfung arbeiten und werden nur mit dem Allernötigsten verpflegt. Alles lassen sie über sich ergehen, bis zu einem Moment...

    Denn, auch wenn die Quälereien und Demütigungen kaum auszuhalten sind, sie schaffen es nicht den Willen von Cindy zu brechen. Diese drei Frauen, so unterschiedlich und doch vereint.


    Meine Meinung

    Dieses Kapitel von Irland, welches sich über Jahunderte abspielte, war mir in Gänze unbekannt. Darum war ich auch so erschrocken, was sich in den Magdalen-Heimen abspielte. Selbst noch 1912( und später), in dem der Roman seine Handlungen hat, wo es schon in anderen Ländern die ersten Frauenrechtlerinnen gab, betreiben die Nonnen unter dem Deckmantel der katholischen Kirche dieses perfide Spiel mit den Frauen.

    Rebecca Michéle hat mich mit diesem Roman in ihren Bann gezogen. Obwohl es an manchen Passagen, wie mit den Protagonisten umgegangen wurde, für mich kaum auszuhalten war, hat die Autorin mich mit ihrem spannenden Schreibstil gefesselt. Da ich in einer Leserunde, mit Begleitung der Autorin, diesen historischen Roman lesen konnte, habe ich noch einiges an historischen Hintergrundwissen erfahren. So grausam dies alles ist, wurde nichts beschönigt. Ihr war es wichtig nichts zu verfälschen. Was ihr sehr gut gelungen ist. Die Charaktere und das Geschehen werden sehr real beschrieben, dass ich mich in dies Zeit versetzt fühlte, so sehr hat es mich mitgerissen. Zum anderen hat es mein Interesse an Irlands Geschichte geweckt.Rose, Fiona und Cindy sind mir so ans Herz gewachsen das ich sie vermissen werde, denn es sind drei Frauen die an ihrer Stärke gewachsen sind.

    Ich kann diesen tollen Roman nur meine absolute Leseempfehlung geben.

    Tolle Ergänzung zum Film


    Endlich hat Otto Ferien und kann seinen Freund Benjamin im Neustädter Zoo besuchen. Es erwartet ihn ein großes Abenteuer, bei dem sie den Zoo retten müssen. Damit hat Otto nicht gerechnet, er wollte Spaß mit Benjamin haben und nun das.

    Da hat er gerade ganz mutig ein Mädchen gerettet, welches ohne seine Hilfe wohl in den Himmel geflogen wäre. Da kommt schon das nächste.

    Als der Bürgermeister erscheint, erklärt er , der Zoo habe eine Renovierung verdient, da dieser in die Jahre gekommen ist. Doch die Helfer die er dabei hat, Franz und Franz, und vor allem Zora Zack, haben sie böses im Sinn? Auch viele andere Figuren spielen eine große Rolle, die die ganze Geschichte abrunden.


    Meine Meinung

    Benjamin Blümchen, wer kennt ihn nicht als Trickfilmfigur oder in zahlreichen Geschichten in Büchern.

    Um so schöner ist es, nun auch ein Buch zum Film zu haben. Schön sind die Bilder zum Film die im Buch abgebildet sind. Es macht überhaupt nichts wenn man den Film nicht gesehen hat. Und wenn doch, ist es eine tolle Ergänzung. Die Charaktere und Protagonisten sind einfach zum verlieben toll beschrieben. Der Schreibstil ist so locker und frei und sehr bildlich, denn ich habe mich beim lesen wie im Film gefühlt. Es ist lustig und spannend geschrieben, dass selbst mein fast vierjähriger Enkel beim Vorlesen ganz gespannt zugehört hat. Ihm gefällt Benjamin ausserordentlich toll und möchte die Geschichte immer wieder vorgelesen bekommen.

    Absolute Leseempfehlung.

    Wie der Osteraufstand leider ausgeht, wusste ich schon, für die Beteiligten war es aber schon ziemlich frustrierend, so wenig Rückhalt aus der Bevölkerung zu haben. Wobei ich mich schon frage, ob sie das nicht früher mal abgecheckt haben, wie groß denn der Rückhalt tatsächlich ist, denn dass die Engländer zahlenmäßig ihnen überlegen sein werden, musste ihnen ebenfalls klar gewesen sein.

    Wie soll man aber den Rückhalt in der Bevölkerung schecken. Meckern tun viele, doch wenn es drauf ankommt...

    Nachfragen ging auch nicht, denn dann hätte man sich zu erkennen geben müssen und die Gafahr war groß, dass man verraten wurde.

    Da stimme ich dir zu, meckern tun viele, nur wirklich etwas unternehmen wollen wenige. Aber wenn die Verzweiflung und die Wut der Menschen zu groß geworden ist, kann es passieren das die Bevölkerung sich vereint. So wie bei uns in der DDR 1989. Das ist mir heute noch unbegreiflich, dass wir es friedlich geschafft haben aufzubegehren. Das hätte auch anders ausgehen können.

    Rose ihre Entwicklung ist glaube ich auch am schwierigsten, da sie so lange in ihrem Glaugen verankert war und jetzt alles weltliche auf sie einströmt. Damit muss man erst einmal fertig werden. Zumal sie zuvor schon in der Wäscherei so vieles erleben musste, welches nicht so ganz ihrem Bild entsprach.

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    "Der kleine Siebenschläfer" von Sabine Hohlmann ist das erste Vorlesebuch vom kleinen Siebenschläfer.

    Dieser ist so aufgeregt, denn zum ersten Mal kommt sein Freund die Haselmaus zu ihm, um bei ihm zu übernachten. Im Vorfeld gibt er sich so viel Mühe damit die kleine Haselmaus sich bei ihm wohl fühlt. Doch das ist gar nicht so einfach, denn die Haselmaus lebt ja ganz anders als der kleine Siebenschläfer. Letztendlich geht aber alles gut, wäre da nicht diese eine Sache. Die kleine Haselmaus kann nicht einschlafen. Wenn dies bei ihm zu Hause geschieht, erzählt ihm seine Mama oder Papa immer eine Geschichte. Er bittet den Siebenschläfer ihm eine zu erzählen, doch dieser kennt keine. Er überlegt kurz und macht sich sogleich auf den Weg um die Bewohner des Waldes nach einer Gutenacht Geschichte zu fragen.

    So kommt es, das er den Fuchs, den Specht, die Nachtigall und viele andere Tiere in dieser Nacht besucht. Nur eine, ganz am Ende seines Weges, hat die Eule eine Geschichte. Die Eule erzählte sie dem Siebenschläfer. Doch vor dieser hat die kleine Haselmaus Angst. Was nun?

    Der kleine Siebenschläfer hat bei seinen Besuchen so viel erlebt, dass er doch davon genug Geschichten erzählen kann....


    Meine Meinung

    Gedacht ist dieses Buch für meinen Enkel, aber im Vorfeld habe ich mir die Geschichte des kleinen Siebenschläfer alleine durchgelesen.

    Es ist eine so süße Geschichte, die man einfach lieben muss. Mein Enkel ist begeistert. Die Autorin hat hier ein kleines Meisterwerk für die ganz Kleinen geschaffen. Natürlich auch für die Größeren, denn die Geschichte ist nicht nur schön, sondern auch sehr lehrreich. Jedes Tier, welches der kleine Siebenschläfer aufsucht, hat viel zu erzählen. Die Kinder können dadurch ganz nebenbei etwas lernen.

    Ein zauberhaftes Kinderbuch, welches ich gerne weiter empfehle.