Beiträge von ysa

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Mir liefenn die Tränen vor Schock, Entsetzen und natürlich Traurigkeit. Wenn ein Autor/in das bei mir schafft, dann kann es kein besseres Kompliment geben. Das war sooo.... berührend.

    Mir ist es ähnlich ergangen - ich war sehr traurig, aber andererseits denke ich mir, dass Bernhard fast sterben musste. Ich glaube nicht, dass ein Happy End hier gepasst hätte.


    In der Zwischenzeit kam Viktor. Na der war mir sofort mit seiner hinterhältigen Art unsympathisch. Als Dr. Weiß sich seiner angenommen, hat es nicht lange gedauert und mich beschlich ein ungutes Gefühl. Immer wieder fragte ich mich ob er Juliane helfen, oder ob er Viktor nur für seine Absichten benutzen will. Leider war es dann letzteres.

    Stimmt! Ich hab mich das auch die ganze Zeit gefragt und ich finde es großartig, wie Melanie es schafft, im Leser die Zweifel zu sähen, diese unterschwellige Botschaft weiterzugeben und die Gedanken des Lesers zu lenken (zu manipulieren?;)) Großartig!

    Aber er bekommt eh nichts mit, da hätte er auch Tod sein können.

    Hmmm... da bin ich mir nun nicht ganz so sicher. Weil der Mensch seine Umwelt eben nicht nur über den Intellekt wahrnimmt, sondern wesentlich mehr Wahrnehmung völlig unbewußt abläuft.

    Und nur weil er sich nicht ausdrücken kann, heißt das nicht, dass er keine Schmerzen spürt oder gar nichts mitbekommt.

    In diesem Abschnitt überschlagen sich die Ereignisse und es wird immer sicherer, dass Dr Weiß tatsächlich ein gefährlicher Verbrecher ist, der andere Menschen manipulieren will.


    Alles wird aufgeklärt:

    Trudis Tod war Selbstmord und Alfons stirbt in einer Rauferei - es war Dr. Weiß, der die Leichen verstümmelt hat. Bernhard konnte allerdings nicht darüber sprechen. Dr. Weiß hat ihn tatsächlich als "Subjekt" ausgesucht. Ihn wollte er manipulieren - aber Bernhard mag zwar nicht mehr lesen und schreiben können, aber sein Bewusstsein für Recht und Unrecht ist stark ausgeprägt und lässt sich nicht so leicht manipulieren.

    Mir war da nicht ganz klar, warum er diese große Redehemmung hatte. Friederike spricht ja von der Möglichkeit einer Blockade - aber wie das tatsächlich funktioniert, ist mir leider entgangen (ich hab das Buch in der Nacht fertig gelesen, es ist also leicht möglich, dass ich etwas wichtiges überlesen habe. Soll ich also den letzten Abschnitt noch einmal lesen?)


    Aber nicht nur Bernhard war das Opfer von Dr. Weiß, auch Viktor wurde von ihm manipuliert. Aber hier wurde dieses System der Manipulation, die vielen kleinen Schlüsselreize, wirklich gut und verständlich erklärt! Danke Melanie Metzenthin !


    Juliane macht eine großartige Entwicklung durch. Sie ist in der Lage sich gegen ihren Bruder zu wehren. Als er sie umbringen will, rettet Bernhard sie. Viktor stirbt dabei.


    Und am Schluß stirbt auch noch Bernhard - leider. ;( Aber wie hätte er die gerichtlichen Untersuchungen miterlebt, wenn er überlebt hätte? Denn es hätte Untersuchungen geben müssen! Er ist als Held gestorben. Hätte er überlebt, wäre er nicht sicher vor Gerüchten und übler Nachrede gewesen. Schließlich war er an 2 Todesfällen beteiligt.


    Aber Friederike ist schwanger - ein Teil von Bernhard lebt somit weiter. Ein tröstlicher Gedanke!

    Dass sie ihr Studium beendet, finde ich ja sehr gut - allerdings vermute ich, dass es für sie nicht so einfach war, weil sie ja schwanger war. Nicht wegen der Schwangerschaft selbst, sondern wegen den Reaktionen der Männer der Universität! Durfte damals eine Schwangere überhaupt zur Uni?


    Dr. Weiß überlebt mit schweren Hirnverletzungen. Seine Intelligenz ist somit Vergangenheit. Er bleibt am Leben - als Pflegefall ohne Sprache und mit eingeschränkter Motorik. Hier hast Du Dir eine schicksalshaft gerechte Strafe für ihn einfallen lassen, liebe Melanie!


    Was mich bei Dr. Weiß jedoch sehr interessiert: er wollte ja seine Mitmenschen manipulieren. Weil er seine eigene Intelligenz als so überragend ansah und weil alle Menschen eigentlich Versuchsobjekte für ihn waren. Aus Machthunger? Aber warum dieser Machthunger? Was hat ihn zu so einem skrupellosen Menschen gemacht, der keinerlei Empathie für andere empfinden konnte? Oder ist er von seiner Persönlichkeit her eigentlich schon ein böser Mensch? :/

    Ich liebe Comics und Graphic Novels und ich finde eigentlich, dass es mittlerweile eine eigene Kunstform ist. Besonders liegt mir natürlich Asterix - den ich in mehreren Sprachen gelesen habe, weil hier die Übersetzer zum Teil wirklich großartige Arbeit geleistet haben.


    Ich glaube nicht, dass der Vergleich mit einem Buch wirklich zulässig ist - es sind zwei verschiedene Kunstformen und so wie es mieserable und geniale Bücher gibt, gibt es eben auch gute und schlechte Comics bzw Graphic Novels.


    Erinnert sich noch jemand hier an "Die große Macht des kleinen Schninkel"? Oder "La légèreté"? Ich war und bin noch immer begeistert! Aktuell lese ich "Wer die Nachtigall stört" (immerhin eines meiner Lieblingsbücher) als Graphic Novel und ich finde es recht gut umgesetzt!


    Was ich bis jetzt noch nie als Comic gelesen habe, sind Sachbücher, aber auch hier finde ich den Grundgedanken durchaus in Ordnung.

    Letztlich kam für Walter und Friederike bei den Recherchen erschwerend hinzu, dass sie nur lauter Gerüchte aus zweiter Hand zu hören kriegten

    Stimmt - ich habe nicht bedacht, dass da auch Falschmeldungen dabei sein können!

    Das macht die ganze Recherche keineswegs leichter. Denn es bleibt immer die Frage, was man glauben soll und wer eventuell geschädigt wird. Nicht einfach!


    Kunos Tod hat mir schrecklich leid getan. Er ist ein tragisches Opfer des Mörders, denn dass Kuno nicht der Mörder Trudis ist, ist ja mittlerweile klar. Mit dem Kopf gegen die Wand zu schlagen, bis man so schwer verletzt ist - wie verzweifelt muss Kuno gewesen sein;(

    Ihr ahnt nicht, wie neugierig ich bin, wie euch wohl die Auflösung und das Ende gefallen.

    Du ahnst nicht, wie neugierig ich bin!;)

    Glaubst du, Bernhard würde sich von Doktor Weiß manipulieren lassen?

    Doch! Ich glaube schon, dass Bernhard sich manipulieren lassen könnte. Er möchte andere beschützen, allen voran Friederike. Außerdem gab es schon immer einen Bereich, wo bei ihm jeder Spaß aufhörte und das waren seine Pferde (ein Zug, der ihn noch sympathischer macht). Das sind "Herzensbereiche" für ihn und damit wird er manipulierbar. Oder?:S

    Was ich noch für eine Frage an euch habe - wer ist euch eigentlich 1917 sympathischer? Wolfgang oder Bernhard? Mit wem würdet ihr lieber ein Bier trinken gehen?

    Wirklich schwer zu entscheiden - beide sind auf ihre Art wirklich sympathisch. Also wäre mir ein Thekentratscher bei zwei oder drei Glas Wein zu dritt am liebsten! Das wäre dann interessant und auch lustig!


    Was mich noch interessieren würde - wie seht ihr Bernhard in diesem 3. Abschnitt in seiner gegenwärtigen Verfassung? Mehr kindlich oder doch schon wieder als erwachsenen Mann?

    Eigentlich passen Worte wie "kindlich oder erwachsen" nicht zu Bernhard. Er ist ein ehrlicher und sensibler Mensch (auch wenn ich das Gefühl habe, dass er mehr über die Morde weiß, als er bis jetzt gesagt hat), der seinen Platz in dieser Gemeinschaft hat und Menschen um sich hat, die ihn so schätzen, wie er ist.

    :*

    Kann es sein, dass Dr. Weiß der Drahtzieher hinter den beiden Morden ist? Dass er einen Patienten von Gut Mohlenberg dazu gebracht hat, Trudi und Alfons umzubringen? Und könnte es sein, dass er sich dafür ausgerechnet Bernhard ausgesucht hat? =O

    Leider befürchte ich das auch - und der Gedanke gefällt mir gar nicht. Aber So wie Melanie es schon gesagt hat: Bernhardd wäre für Dr. Weiß eigentlich das ideale Studienobjekt. Er kannte ihn schon vorher und erlebt ihn jetzt mit seiner Beeinträchtigung wieder. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass Bernhard Trudi umgebracht hat=O Das passt so gar nicht zu ihm. Aber ich bin mir sicher, dass er mehr darüber weiß, als er bis jetzt gesagt hat! Dieses "Ich konnte ihr nicht helfen" ist doch wirklich ein Hinweis. Fast möchte ich Friederike sagen, dass sie ihm zuhören soll, eventuell weiterfragen. Sie macht das doch bei den anderen so klug!:/


    Übrigens <3 für Bernhard - weil er stolz auf Friederike war, weil sie Medizin studiert hat und nicht so sehr, weil sie hübsch war<3 Spätestens bei dieser Szene hat er mein Herz gewonnen.


    Die Rückblenden sind sehr interessant - zu erfahren, wie Walter, Bernhard und Dr. Weiß früher waren. Und wir haben auch erfahren, wie es dazu kam, dass Bernhard und Walter im Waffendepot waren, als dieses explodierte. Dass Walter sich schuldig fühlt am Zustand von Bernhard ist zwar nicht logisch, aber verständlich.

    Was mich wirklich irritiert hat war der französische Spion. Durchaus möglich, dass ein französischer Spion die Explosion verursacht hat - aber kein einigermaßen intelligenter Spion hat die wirkliche Uniform an, wenn er so einen Anschlag durchführt, oder??? Woher also die gefundenen Stoffreste?


    Dr. Weiß... es wird immer klarer, dass er zumindest ein großes Geheimnis hat und dass er nicht die Person ist, die er vorgibt zu sein. Was steckt dahinter? Welche Verbindung hat er zu den Mordopfern? Ist er der Täter? Das kann ich mir zum Beispiel gar nicht vorstellen - Dr. Weiß macht sich sicher nicht die Finger schmutzig! Aber ich halte es für fast sicher, dass er einen anderen Menschen in die Richtung manipuliert hat.


    Juliane - auch über sie erfahren wir in diesem Abschnitt viel: ihr Bruder Viktor ist Schuld an ihrem Zustand. Er wurde von seinem Vater missbraucht und hat seinerseits seine Schwester missbraucht. Wie schrecklich! Lebt der Vater eigentlich noch? Bedrückend ist Julianes Aussage, dass sie "die Geisteskranke der Familie ist" und dass ihr damit niemand glaubt. Und sehr realistisch finde ich die einhellige Feststellung, dass kein Gericht Juliane glauben bzw helfen würde.;(

    Ich bin auch schon seit ewigen Zeiten ein Fan von Bibliotheken. Aktuell ist es wieder einmal die Stadtbibliothek, die ich regelmäßig besuche. Vor allem Bücher, von denen ich nicht überzeugt bin, ob sie mir gefallen, versuche ich erst mal über die Bibliothek zu bekommen. Hörbücher und Filme hole ich mir auch regelmäßig. Die Onleihe nütze ich fast gar nicht.

    Zum Lesen oder Arbeiten war ich auch schon lange nicht mehr dort, obwohl die angebotenen Möglichkeiten wirklich gut sind.


    Ein Treffpunkt ist sie aber leider nicht - ein Lesecafé zum Beispiel wäre eine tolle Idee! Das würde mir gut gefallen.

    Allerdings habe ich schon gemerkt, dass sie sehr viel für die ganz jungen Leser im Programm haben - mit Lese- und Spielstunden etc. Und diese Stunden sind immer sehr gut besucht!

    Juni schafft mit Mut, Optimismus und Energie alles was sie sich so vornimmt: die Pilotenlizenz, den Flug nach Peru. Großartig! Wobei... der Prüfer bei dem Flugschein war schon eine Klasse für sich! Abr auch er konnte sie nicht bremsen!

    Ihre Leidenschaft war ja schon früh geweckt worden und Bens Geburtstagsgeschenk für sie, der Flug, war wirklich passend. Ben ist überhaupt ein sehr netter Kerl! Einen netteren Vater kann sich Juni nicht wünschen! Und mit Henri und Caresse ist es eine perfekte Familie.


    Martha ist durch die Nachricht vom Tod ihrer Eltern am Boden zerstört, verfällt in Depressionen und macht sich selber Vorwürfe. Verständlich, dass sie Genaueres über ihre Eltern erfahren will und dass sie die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen will. Aber leicht wird das sicher nicht. Das zeigt auch schon ihr Zusammentreffen mit Bill Sloan. Er hat ja zu jenen gehört, die die Leichen in Nordhausen gefunden hat. So ein Erlebnis ist sicher traumatisch. Ebenso wie die Erkenntnis, dass die Raketenbauer zwar Schuld am Tod zahlreicher Menschen waren, aber nicht verurteilt wurden - obwohl er als Zeuge ausgesagt hat. Er hat diesen Kampf aufgegeben. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob er diesen Kampf tatsächlich schon aufgegeben hat - zu groß ist sein Zorn auf von Braun, der durch seine Arbeit in Amerika zu einem Nationalhelden wurde.

    Und so sympathisch Sloan trotz seiner Vorliebe für Alkohol auch sein mag - der letzte Satz "...sagte er ihr, dass er sie brauchte, er würde es ihr vielleicht doch einmal einprügeln müssen, damit sie es endlich verstand! hat wirklich alles geändert. So ein Idiot!


    Schön langsam wird es auch Zeit, dass Martha Juni etwas mehr über ihre Vergangenheit erzählt. Wenn sie es noch lange verheimlicht, wird Juni es wahrscheinlich über Umwege erfahren und das wäre eine wirkliche Belastungsprobe für das Vertrauen in ihrer Beziehung! Die Situation im Antoine's war schon knapp und Mr. Thibodeaux scheint auch mehr zu wissen. Natürlich ist es verständlich, dass Martha ihre Tochter schützen will, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie damit tatsächlich etwas Gutes tut, denn schließlich ist Juni auch eine Wahrheitsfanatikerin!

    Aber eigentlich ist ja auch Martha eine Wahrheitsfanatikerin: schließlich macht sie sich noch immer Vorwürfe wegen der Dokumentenfälschungen, die es erlaubt haben, dass sie und Juni nach Amerika kamen. Deshalb hätte ich keine Sekunde lang ein schlechtes Gewissen, für mich ist das eine Art "Notwehr" und ich vermute, dass ich noch stolz wäre auf so ein Bravourstück. Martha hingegen fühlt sich deshalb schlecht und verlogen.


    Es gefällt mir gut, dass neben Marthas und Junis Geschichte auch immer wieder die Geschichte der Raumfahrt erzählt wird, welchen Effekt der erfolgreiche Sputnik auf die Amerikaner hatte. Dass es damals auch einige Pilotinnen gab, die es aber keinesfalls leicht hatten. Jerrie Cobb war sicher eine faszinierende Persönlichkeit! Aber auch alles über Wernher von Braun, wie er lebte und arbeitete ist spannend.

    Und natürlich die Geschichte der Apollo 11 mit Armstrong, Aldrin und Collin an Bord.

    Die Geschichte der Mondlandung ist wirklich interessant. So viele Kleinigkeiten mussten bedacht werden, so viel hätte schief gehen können!

    Toll auch die Schilderungen über das Leben an Bord der Rakete.

    Martha verdient mehr Geld als Ethel, weil sie aus Ehtels Kunden ihre eigenen machen kann. Clever! Ethel ist so eine unangenehme Person. Da taucht sie einfach zu der Geburtstagsfeier auf, ohne eingeladen zu sein, und dann benimmt sie sich auch noch daneben.

    Diese Ethel ist wirklich eine unmögliche Frau. "Du bist viel zu gut für diese Welt"<X

    Aber glücklicherweise kann sich Martha in ihrer Arbeit viele Vorteile verschaffen und dass sie mehr verdient als Ethel sei ihr von Herzen vergönnt!


    Sloans Frau Geraldine ist ebenfalls Pilotin? Da bin ich doch gespannt, ob sie und Juni sich über den Weg laufen werden.

    Das hab ich doch glatt wieder vergessen! Wie gut, dass Du mich daran erinnerst. Denn ich bin fast sicher, dass es dieses Zusammentreffen geben wird!

    Ich hatte mal einen Film mit Robert de Niro über die Entdeckung des Dopamins für die Behandlung des Morbus Parkinson gesehen ( weiß leider den Titel nicht mehr ). Der spielt glaube ich in den 60er Jahren.

    Meinst Du vielleicht "Zeit des Erwachens"? Grundlage für den Film war Oliver Sacks Buch "Awakenings".

    Sacks Bücher sind übrigens ziemlich interessant! Finde ich halt. Ich weiß allerdings nicht, was Fachleute wie Melanie von seine Büchern halten:)

    Melanie Metzenthin

    Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen! Die vielen Hintergrundinformationen, die Du uns lieferst machen die Leserunden mit Dir noch spannender und interessanter! Danke dafür!


    Jetzt ist klar, dass Dr. Weiß Bernhard tatsächlich eventuell nicht kannte - aber dann hätte er ja erwähnen können, dass er bei dieser Explosion in der Nähe war, oder? Es macht ihn schon verdächtig, dass er nichts davon erwähnt. Verdächtig jetzt nicht im Sinne von tatverdächtig, was die Morde angeht, aber er hat ein Geheimnis und das versteckt er bis jetzt ganz gut!


    Mir hat kurz der Atem gestockt, als Friederike Julians zu ihm in die Cafeteria schickt, was, wenn ihre „lüsterne Seite“ aufgeflammt wäre? Aber das Gegenteil passiert, sie sieht ein Bild aus ihrer Kindheit.

    Ja, ich habe da erst mal auch Bedenken gehabt, aber ist Juliane da nicht selber erstaunt, dass Richard sie nicht "nur" als Frau, also Objekt, sieht? Folglich musste sie diese Rolle nicht erfüllen und konnte sich normal mit ihm unterhalten. Julianes Charakter ist ehr spannend: sie hat ein abwechslungsreiches Sexualleben - allerdings dient das keineswegs zu ihrer persönlichen Befriedigung, denn sie vergisst/verdrängt ja sofort wieder. Welche Rolle spielt sie dabei also bzw für wen macht sie das? Dr. Meinhardt spricht ja auch 2 Persönlichkeiten, die keine Verbindung zueinander haben. Spannend... und ich spekuliere so wahnsinnig gerne herum und dieses Forum ist ja diesbezüglich ein perfekter "Spielplatz" :)


    Die Kritik, dass dieser Roman vorhersehbar sei, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Für mich ist er in jeder Hinsicht spannend und ich habe keine Ahnung wer der Mörder ist bzw wer die Mörder sind.:gruebel:

    Und wie! Die Szene hätte ich nur zu gerne gelesen! Vermutlich hätte er das Ganze am Liebsten gefilmt um es sich mit Riesen-Begeisterung immer wieder ansehen zu können ^^

    (Heimlich natürlich, denn Molly wäre wohl nicht ganz so begeistert wie er...)

    Natürlich hätte Arthur es gefilmt - ein Denkarium wäre viel zu unmuggelhaft dafür. Und ich stelle mir gerade vor, wie er gegen einen alten Projektor kämpft... ich mag die Weasleys einfach so gerne!<3

    bei mir ist grad der große Stress ausgebrochen. Ich eile von Lesung zu Lesung und hab dazwischen oft eine schlechte Internetverbindung (vor allem in den Zügen der ÖBB funktioniert es leider nicht besonders gut).

    Ich habe Dich zwar ein wenig vermisst bei der Leserunde, aber natürlich freue ich mich, dass es für Dich momentan so stressig ist und so viele Dich lesen hören/sehen wollen. Leider bist Du nie in Kärnten unterwegs...


    Dein nächstes Buch "Unter Wölfen" klingt auch sehr interessant und ist somit schon auf meiner Wunschliste gelandet!

    @all - wäre das nicht auch ein Leserundenbuch?


    Winter gefällt mir immer besser. Jetzt hat er glatt vergessen, das Auto zurückzugeben.

    Das gefällt mir auch so gut. Dabei blitzt sein Humor vor und bei so einer Aktion merkt man, dass Emmerich mit seiner unkonventionellen Art doch sehr auf seinen Kollegen abgefärbt hat. Schön langsam könnten sie sich übrigens duzen, schließlich haben sie sich schon gegenseitig das Leben gerettet und sie wissen, dass sie sich aufeinander verlassen können.


    Obwohl die beiden schon wissen, was sie an der Grete und den anderen Frauen haben. Ich glaube, dass die das besser zu würdigen wissen, als die anderen Kollegen.

    Stichwort "Hühnerarmee" - zwar ist das ein reichlich despektierlicher Titel, aber Emmerich weiß sehr genau, dass da ein Netzwerk dahinter steckt, das keinesfalls unterschätzt werden darf. Ich vermute wie Du, dass seine anderen Kollegen das noch nicht erkannt haben. Lachen mußte ich allerdings, weil ausgerechnet Emmerich Winter zur Höflichkeit gegenüber den Damen anhält. Winter ist von Natur aus nie unhöflich oder ungeduldig! Und Emmerich verdankt Winters ruhiger und höflicher Art sehr viel! Ich denke, das weiß er aber auch!


    Hat er , aber er weiß auch schon lange, dass Emmerich mehr über seine Vergangenheit wissen will. Warum ausgerechnet jetzt? Ich tippe eher auf Alma.

    Alma wäre natürlich auch eine Möglichkeit - aber für sie wäre es eine Gewaltleistung in dieser kurzen Zeit so tief in Emmerichs Vergangenheit zu graben und einen brauchbaren Hinweis zu finden. Außerdem: sie hätte es ihm ja auch sagen können - ohne große Heimlichtuerei.

    Kolja (so sympathisch er auch ist) macht nichts ohne Gegenleistung und mit einer Information diesbezüglich wäre Emmerich wieder tief in seiner Schuld. Das wäre eine Möglichkeit. Aber so wirklich kann ich es selbst nicht glauben - er hätte Emmerich auch in so einer Botschaft nie und nimmer gesiezt.

    Gab es in der "roten Frau" oder im "zweiten Reiter" irgendeine Person, die gesellschaftlich höher gestellt ist und die Emmerich kennt, sein Leben irgendwie verfolgt?

    Herzlich lachen musste ich übrigens bei Friederikes Gedanken bezüglich Dr. Lessing:

    "Kleine, vorgealterte Männer mit Halbglatze waren vonn jeher mit Vorsicht zu genießen...Und Doktor Lessing hatte in ihren Augen durchaus das Zeug dazu, der König der Giftzwerge zu werden."


    Gewisse Dinge haben sich in den letzten 100 Jahren überhaupt nicht verändert!

    ;)

    Ein turbulenter Abschnitt - für mich hat er im Endeffekt mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet und ich nehme an, dass das ganz in Deinem Sinne ist, Melanie! Toll gemacht!


    Besonders gefreut hat mich natürlich das Wiederlesen mit Richard:herz: - wie schade, dass er seinem Bruder nicht helfen konnte. Dessen Schicksal ist tragisch!


    Alfons wurde ermordet - damit wird wenigstens klar, dass Kuno nicht der Täter sein kann.

    Alfons war ja im Verdacht, der Vater von Trudis Kind zu sein - ob da Rache für seine sexuellen Eskapaden war? Denn treu und schwer verführbar war der Herr ja nicht!

    Das würde aber bedeuten, dass Trudi von einer anderen Person ermordet wurde - eventuell von Alfons?

    Trudi wurde ja am See gefunden - irgendwie erscheint mir das ein guter Ort für ein Rendez-vous zu sein.

    Was den Täter angeht, bin ich ziemlich ratlos. Ehrlicherweise halte ich fast jeden für den möglichen Mörder - auch Juliane und auch Bernhard. Zwischendurch hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass er wesentlich mehr weiß, als er sagt, außerdem ist er ein Mann mit Kampferfahrung und ich bin überzeugt, dass er körperlich durchaus in der Lage wäre einen anderen erwachsenen Mann zu töten.

    Aber ein anderer Täter wäre mir lieber....:entsetzt:


    Julianes Schicksal ist berührend - ich bin sicher, dass sie sich durch diese Dunkelheit arbeiten wird und dass die Ursachen für ihre Aussetzer noch bekannt werden. Auch ich tippe auf Mißbrauch innerhalb der Familie - grauenhaft!

    Walter Pietsch wird immer geheimnisvoller! Wer ist er nun wirklich? Warum färbt er sich die Haare? Friederikes Misstrauen ist geweckt, dass sie sich mit ihren Bedenken und Zweifeln allerdings ausgerechnet an Dr. Weiß wendet, verstehe ich nicht. Ob das klug von ihr war?

    Er verweist mehrmals auf die Pflegeanstalt Langenhagen bzw Vorkommnisse dort.


    Und Friederikes Besuch dort wirft noch mehr Fragen auf: Dr. Weiß war in Bernhards Regiment? Wieviel Personen umfasst so eine Division oder ein Regiment? War es möglich, dass sie sich nciht gekannt haben? Und ist Walter Pietsch eigentlich Wolfgang Adler? Und was war wirklich mit Breuer? Welche Rolle spielte Dr Weiß? Von welchem Zwischenfall war die Rede? Und warum möchte Walter Pietsch unerkannt bleiben? Und irgendwo dazwischen ist ja auch noch ein französischer Spion. Das alles ist mir noch völlig unklar! Aber wir haben noch einige Seiten vor uns!


    Bei den Beschreibungen der einzelnen Therapien wie zum Beispiel der Wasserkur mit vermeintlichem Ertrinken musste ich schon heftig durchatmen - so grausam! Und das soll manchen Menschen geholfen haben? Ich könnte mir eher vorstellen, dass so eine Behandlung zusätzliche Traumata verursacht! Und die Kaltpackungen... auch nicht besser! Es ging darum, die Kranken "gut führbar" zu machen - mehr nicht.

    Aber ich finde diese Darstellungen wirklich sehr interessant. Was war die offizielle Erklärung, warum Wasserkuren hilfreich sein sollten?


    Kunos Schicksal ist erschreckend - er wird eigentlich nicht mehr als Mensch wahrgenommen. Denn sein Zustand wird ignoriert, Hilfe bekommt er erst als Friederike interveniert. Hat ihn den niemand angesehen?

    Ich fürchte, auch in Zukunft wird er nicht die medizinische Hilfe bekommen, die notwendig wäre. Melanie Metzenthin : Andererseits frage ich mich, was 1920 bereits gegen Hirnblutungen unternommen werden konnte? Abwarten oder wurde aktiv interveniert?


    Spannend.... und berührend!:lesen:

    Ein tolles und überraschendes Ende! Ich kann mich dubh nur anschließen: auch ich hätte gerne noch weitergelesen!


    Ich hatte ja schon den Verdacht, dass hier eine Frau mörderisch tätig ist, aber auf Fanni wäre ich nie im Leben gekommen. Es passt zu Emmerich, dass er die Suche nach ihr ein wenig vernachlässigt. Ich hoffe, dass sie sich irgendwo ein neues Leben aufbauen kann und nie als Täterin überführt wird.


    Luises Tod war eine sehr traurige Szene - auch wenn ich mit diesem Ende nicht unzufrieden bin. Emmerich taugt nicht wirklich zum Glücklich-sein und Luise war nicht mein Lieblingscharakter in diesem Buch.:( Es tut mir allerdings leid, dass Xaver Koch nicht auch sterben musste - jetzt muss ich einen Gefängnisausbruch und Rache fürchten! Wenigstens sind die Kinder bei Emmerich gut aufgehoben und dass ihm seine Vermieterin so hilfreich zur Seite steht, ist ganz besonders nett. Wenigstens ein kleines Happy-end!


    Dass Emmerich Kolja aktiviert hat, war genial - damit hat er gleich mehrere Probleme zufriedenstellend lösen können. Und Kolja ist zwar ein Gauner, aber er gefällt mir trotzdem sehr gut.


    Die Idee von den Briefen am Baum ist genial - ist das eine reine Erfindung von Dir oder gab es dazu irgendeine Vorlage? Schani Breitwieser wurde ja erwähnt und der hatte ja auch den Beinamen "Robin Hood von Wien".

    Fanni rächt Frauen, die unter Männern zu leiden hatten. Sie machte es nur ein wenig literarischer:daumen:


    Wirklich spannend war das Aufeinandertreffen von Emmerich und Fanni. Sie wußte ganz genau, dass er ihre Taten eigentlich nicht verurteilen kann und sogar Verständnis dafür aufbringt. Dass sie ihn am Schluss noch bittet, sich um den Baum bzw die Briefe zu kümmern, fand ich fast rührend - eigentlich war klar, dass Emmerich sowieso nicht anders kann. Ich hoffe nur, dass er zumindest diesbezüglich Winter einweihen wird. Die beiden sind ein gutes Team!


    Und Winter? Eigentlich hat ja er den Fall gelöst - und dafür hat er sich das Auto dann doch "redlich" verdient^^

    Gerade die Entwicklung seiner Person ist wirklich gelungen - Kompliment!


    Ich bin wirklich beeindruckt: spannende Kriminalfälle mit überraschenden (und phantasievollen) Lösungen, viel Zeitgeschichte, Fakten und geschichtliche "Nebensächlichkeiten", die man selten erfahren kann und eine Sprache, die die Atmosphäre Wiens 1920 lebendig werden lässt.

    Das Ende ist vielversprechend: es geht weiter! Und ich freue mich schon jetzt auf den vierten Teil!

    Wer mag wohl die Botschaft am Heiligabend für Emmerich verfasst haben? Alma Lehner oder Fanni Maruschek? Ich tippe auf die Reporterin, die von Emmerichs "Beichte" derart beeindruckt war. Mal schauen, ob der Ermittler mit seiner Vergangenheit noch seinen Frieden schließen kann...

    Auf Alma Lehner bin ich in diesem Zusammenhang nicht gekommen. Aber ich würde mir wünschen, dass sie eine größere Rolle in Emmerichs Leben bekommt. Seine "Beichte" deutet ja schon ein wenig darauf hin. Ich würde eher Kolja hinter dieser Botschaft vermuten - er hat die Beziehungen und die Informationsquellen. Aber das ist nur Spekulation!


    Alex Beer Auch mich würde es interessieren, wie lange die Recherche für so ein Buch dauert und natürlich bin auch ich neugierig, wann der vierte Band erscheinen soll.


    Eine Frage hab ich natürlich auch noch - am Ende der "roten Frau" haben wir unsere Wünsche und Ideen zu Emmerichs Zukunft angebracht. Hat Dich das tatsächlich irgendwie beeinflusst oder ist das Grundgerüst dieses Falles vorher schon festgestanden?


    :lesen:

    Melanie Metzenthin

    Wie gehts Dir? Alles ok nach dem Zahnarzt?


    Womit wir zur Frage nach Dr. Weiß kommen - der wurde eingestellt, weil er gute Referenzen hatte und bereit war, für das niedrige Gehalt dort zu arbeiten - das kommt später noch.

    Warum war er bereit für wenig Geld dort zu arbeiten? Hat diese Arbeit irgendwelche Vorteile für ihn? Forschungsmöglichkeiten? Möglicherweise spekuliert er auf Friederike?


    Das finde ich auch furchtbar!

    Ist der Mann nicht irgendwie fehl am Platz?

    Dr. Weiß und seine Weisheiten:vogelzeigen: (Weißheiten?:klugscheisser:

    Ich bin absolut nicht seiner Meinung, um das nur mal klar zu stellen. Aber ich weiß nicht, wie weit er einfach von seiner Zeit und dem Stand der Wissenschaft geprägt war. Ganz ehrlich? Ich arbeite in der Krankenpflege und bin mir sicher, dass in 100 Jahren vieles von dem, was wir heute tun, auch was unser Verhalten den Patienten gegenüber angeht, als veraltet, idiotisch, völlig sinnlos und eigentlich fehl am Platz angesehen wird.


    Ich vermute mal, dass Melanie hier einfach auch die verschiedenen Denkströmungen der Zeit wiedergegeben hat. Oder?

    Guten Morgen liebe Melanie, guten Morgen liebe Mitleserinnen!


    Hier ist ja schon viel los - kein Wunder bei so einem interessanten Thema! Das Buch ist ja von der ersten Seite an fesselnd, man kommt so richtig schnell in die Geschichte rein und kann fast nicht mehr aufhören zu lesen. Toll aufgebaut!


    Walter Pietsch ist ein wenig rätselhaft, weil er eben wenig über sich selber verrät. Was genau passiert ist, dass er so schwer verletzt wurde zum Beispiel oder wie das mit seinen Papieren ist. Diesbezüglich verstehe ich die Bedenken von Dr. Meinhardt durchaus. Aber Walter versteht es, Bernhards Freundschaft zu gewinnen. Außerdem bewährt er sich dann ja auch noch bei der Arbeit. Er hat ein Geheimnis - das ist klar, aber ich glaube nicht, dass er ein bösartiger Mensch ist!


    Friederike setzt sich für ihren Mann und die anderen Menschen auf Gut Mohlenberg ein. Es ist sicher bewundernswert, dass sie ihre eigenen Interessen für ihren Mann zurückgestellt hat, aber wirklich klug kann ich das nicht finden! Vor allem, weil ihr ja nicht mehr viel gefehlt hat! Ich hoffe, dass sie ihr Studium wieder aufnehmen und beenden wird. Schließlich wird ihr Vater ja nicht ewig das Gut leiten können.

    Aber sie hat die Möglichkeit, in einer für sich und ihren Mann optimalen Umgebung zu leben.


    Gleich zu Beginn werden ja zwei gänzlich verschieden Denkweisen der Psychiatrie diskutiert: einerseits der Versuch, geistig Behinderten auf Augenhöhe entgegenzukommen, ihre Talente zu fördern und ihnen einen Platz in der Gesellschaft zu geben und andererseits die Theorie von Prof. Hoche, dass der Tod manchmal Eoche hat ja in seinem Aufsatz 1920 auch von der Vernichtung lebensunwerten Lebens gesprochen und war damit Wegbereiter der organisierten Massenvernichtung in der Zeit des Nationalsozialismus.



    Bernhard... ich finde hier kommt sehr gut heraus, dass das Verhalten gegenüber geistig Behinderten zwiespältig ist: sie werden oft behandelt, als wären sie Kinder. Dabei haben sie oft durchaus erwachsene Bedürfnisse.

    Melanie Metzenthin Die Szene mit Friederike ist wirklich sensibel und gut beschrieben - so passt es einfach. Ich hab mir dann allerdings überlegt, ob ich das auch so empfinden würde, wenn die Rollen vertauscht wären, wenn also die Frau kognitiv beeinträchtigt wäre. Ich fürchte, da wäre es für mich schwieriger, Sex zu aktzeptieren.

    Und dass Bernhard keineswegs kind ist, zeigt sich ja auch in den Fragen die er wegen Kuno stellt - sie zeigen auch, dass er seine eigene Situation sehr wohl hinterfragt.


    Was mich fürchterlich aufgeregt hat, war Dr Weiß' Gerede von "seelisch verstümmelten Menschen":wand:


    Juliane Brunner - ihr Bruder ist wirklich ein Kind seiner Zeit und seine Aussage, dass Juliane dankbar sein kann, eine Frau zu sein... boah... da muss ich doch tief Luft holen:vogelzeigen: Schlimm, wie solche vielleicht sogar gut gemeinten Aussagen im Alltag, einen anderen Menschen treffen und verzwergen können!

    Julianes Schicksal it interessant, ihre Vorgeschichte werden wir sicher erfahren, denn ich hoffe ja, dass sie am Ende des Buches ein glücklicher und lebens- und liebesfähiger Mensch sein wird!:herz:


    Der Mord an Trudi ist grausam. Ich weiß nicht, ob Kuno damit irgendetwas zu tun hat - dem Mord traue ich ihm nicht zu, den Versuch, das Baby zu retten indem er es rausschneidet schon. Das wäre in seinen Gedanken vielleicht logisch und hilfreich.
    Kuno wird in eine Anstalt für gemeingefährliche Irre überstellt, weil er sein Messer nicht der Polizei aushändigen will. Ich fürchte, dort wird es ihm wirklich schlecht ergehen.


    Viele Fragen... ein tolles Thema! Und: herzlichen Dank, dass Du unsere Leserunde so toll begleitest Melanie!


    :blume:

    dass Hagrid bei Umbridge Inspektion nicht gut abschneiden würde, war von Anfang an klar

    Hagrid würde leider bei keiner Inspektion gut abschneiden - dazu ist sein Unterrichtsstil einfach zu unorthodox. Und seine Schwäche für "besondere Geschöpfe" teilt halt nicht jeder. Umbridge hat natürlich sofort erkannt, dass sie ihn bloßstellen kann und ihn so auch als Lehrer absetzen kann. Der eigentliche Grund dafür ist natürlich Hagrids Treue zu Dumbledore!

    Es muss sehr befremdend sein, wenn man träumt, man wäre jemand oder etwas ganz anderes. Harrys Traum war so real, dass er es errreicht ernst genommen zu werden

    Für Harry ist das ja auch schon deshalb erschreckend, weil er ja oft auch Ähnlichkeiten zwischen sich und Voldemort gesucht oder vermutet hat. Der sprechende Hut wollte ihn ja auch für Slytherin vorschlagen! Und dann noch solche verstörenden Träume - keine einfache Zeit für Harry. Logisch dass da mal der Gedanke auftaucht, dass er von Voldemort besessen sein könnte. Aber glücklicherweise ist er in dieser Zeit nicht alleine, sondern von der liebsten Familie der Welt umgeben! Das hilft ungemein!

    Und glücklicherweise wird Arthur ja wieder gesund - dank Harry!


    Habt ihr nicht auch lachen müssen, weil Arthur die Wunde nähen lassen wollte? Muggelkram halt - Arthur kann nicht anders:D!

    Auftritt Mrs. Longbottom. Ja, genauso hatte ich sie erwartet. Bestimmend, würdevoll und überrascht, dass Nevilles Freunde, über die sie einiges von ihm erfahren hat, überhaupt nichts über seine Eltern wissen. Ich hab mich gefragt, was er wohl geantwortet hat, falls mal jemand gefragt hat, wieso er bei seiner Großmutter lebt.

    Ich vermute mal, dass ihn niemand gefragt hat. Weil oft die naheliegenden Fragen nicht gestellt werden - er wohnt bei seiner Großmutter und damit basta. Wieviele von Euch haben diese Geschichte hinterfragt? Ich nicht!

    Deswegen fand ich schon das Gespräch zwischen Harry und Dumbledore nicht ganz so glücklich. Er musste ihm ja versprechen niemanden etwas zu sagen. Ich finde es ein bisschen schade, dass die allererste Idee ist, ein Geheimnis daraus zu machen (wobei es zu Dumbledore passt). Man hätte auch den Rat geben können, die Freundschaft zu Neville zu stärken und ihm mehr das Gefühl geben, dass er jemanden zum Reden hätte.

    Das wäre natürlich eine Möglichkeit gewesen. Aber ich weiß nicht, ob man eine Freundschaft wirklich so bewusst stärken kann oder soll. Deshalb finde ich hier Dumbledores Rat, dass Neville alleine entscheiden soll, ganz passend.

    Seine Freunde sind ihm sehr wichtig, er scheint auch zu Hause viel über sie zu sprechen und ich denke es hätte ihm vielleicht gut getan jemanden zum reden zu haben. Außerdem ist es sicher nicht angenehm permanent ein Geheimnis zu wahren.

    Ich fürchte, Nevilles Vertrauen in diese Freundschaften ist noch nicht sehr groß - zumindest noch nicht groß genug um eine so verletzbare Seite zu zeigen!

    Ich glaube er hat sich auch nicht getraut, weil er dachte, das würde ihn in den Augen seiner Freunde schwach und Hilfsbedürftig erscheinen lassen.

    Genau dieses Gefühl hatte ich auch bei ihm. Auch bei der Begegnung im Krankenhaus - er hat nicht damit gerechnet, dass seine Freunde so nett reagieren.


    Deshalb fand ich Dumbledores Rat von Anfang an nicht so berauschend. Ich glaube kaum, dass er Neville so gut kennt um einschätzen zu können, was das Beste für ihn ist.

    Damit wirst Du schon recht haben: Dumbledore kennt Neville nicht gut genug um entscheiden zu können, was das Beste für ihn ist.

    Deshalb finde ich es auch so klug und sensibel von Dumbledore, dass er Neville entscheiden lassen will. Er vertraut auf Neville, der nicht umsonst ein Griffindor ist!

    Gleichzeitig finde ich sie immer irgendwie cool. :err:

    Stimmt! Eigentlich ist sie kein Sympathieträger und mit Hut und Handtasche doch reichlich verschroben, aber auf ihre Art so richtig cool. Aber das kommt erst in den nächsten Bänden so richtig zum Vorschein!

    Eine meiner Lieblingsstellen in Harry Potter überhaupt ist die Szene am Ende des ersten Bandes, als Neville Extra-Punkte für sein Haus erhält, weil es - wie Dumbledore erklärt - nicht nur mutig ist, seinen Feinden entgegenzutreten, sondern manchmal auch seinen Freunden

    Ein sehr kluger Satz von Dumbledore... und ich hab immer Tränen in den Augen, wenn ich diese Stelle lese oder im Film sehe.;(