Beiträge von ysa

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ich bin in Minsk, habe gerade eine neue Wohnung gemietet. Meine Nachbarin Tatjana ist über 90 Jahre alt und leidet an Alzheimer Demenz.

    In ihrem Fall hätte es nicht anders enden können "Weil Gott Angst hat vor mir. Zu viele unbequeme Fragen kommen da auf ihn zu" Er muss seine Spuren verwischen.


    Und dann beginnt sie, ihre Geschichte zu erzählen...:leserin:

    Die Vergangenheit ist geschehen, die Zukunft lässt sich gestalten.

    Nachdem Tess und Zara wegen ein paar Sekunden jetzt 25 Jahre später auf Rosengarten landen, stellt sich bei mir natürlich die Frage, ob das in dieser Gedankenwelt auch in die andere Richtung möglich ist. Wäre ja ein interessantes Gedankenspiel...

    Tess‘ Handlungen bleiben für mich sehr impulsgesteuert und unüberlegt.

    Stimmt...

    Auch Zara bleibt für mich eine etwas blasse Person. Als erfahrene Aufständische hätte ich erwartet, dass sie mehr die Initiative ergreift und nicht einfach nur Tess folgt.

    Damit hast du eigentlich auch recht. So hab ich mir das noch nicht überlegt. Zara hat wirklich wesentlich mehr Erfahrung, sie ist die Coolere und auch die Mutigere. Sie hätte aktiver sein können. Es würde auch eher ihrem Charakter entsprechen.

    Ich muss mich jetzt ein wenig an meine Notizen halten und an Eure Kommentare... gelesen habe ich diesen Abschnitte letze Woche und mein Kopf ist vergrippt:abinsbett:


    Tess hat endlich ein wenig protestiert und sie sucht nach Wegen, aus dem "Vertrag" mit Interkosmika rauszukommen. Aber da gibt es sicher keinen legalen Weg! Interkosmika will ja unbedingt, dass Tess weiter für sie arbeitet. Ich frage mich allerdings, warum Tess so interessant für Interkosmika ist.
    Und Zara taucht genau im richtigen Moment auf.

    Die große Frage ist aber: Gehört Zara zu den Guten?

    Meine Frage war da aber auch, ob Tess eigentlich zu den Guten gehört. Als so selbstverständlich würde ich auch das vorerst nicht annehmen. Vor allem, weil Tess ja eigentlich nichts anderes möchte, als auf Harmonie Gesang zu studieren.

    Tess gerät immer mehr ins Hintertreffen. Wenn ihre Situation nicht völlig hoffnungslos werden soll, muss sie lernen, richtig zu reagieren und eigene Pläne zu schmieden. Doch dazu braucht sie Hilfe ...

    Die Frag ist, ob Zara diese notwendige Hilfe ist oder ob da noch ein anderes Wesen auftaucht!


    Was mich doch sehr wundert: es gibt keine anderen Spezies außer die Menschen?

    Stimmt! Ich warte auch noch auf das Auftauchen von fremden Wesen. Es kann doch nicht sein, dass nur Menschen (egal wie ausgebildet sie auch sein mögen) existieren.


    Ich merke, dass ich (als SF-Neuling) mich in Abwesenheit technischer Beschreibungen viel involvierter fühle. Da schwingt mein Esprit stärker mit


    Mir geht es ähnlich. Manchmal bin ich nur neugierig, wieviele all dieser technischen Selbstverständlichkeiten zur Zeit als möglich erachtet werden sind und wieviel davon reine schriftstellerische Freiheit sind.

    Guten Abend Andreas Brandhorst und alle anderen hier!


    Ich war jetzt mehr als eine ganze Woche lang kranheitsbedingt ausser Gefecht. Zwar konnte ich durchaus ein paar Seiten weiterlesen, aber hier so hinten-nach-diskutieren ist ehrlich gesagt ziemlich langweilig.

    Natürlich werde ich "Das Netz der Sterne" auch fertig lesen, obwohl ich wieder zur Erkenntnis gekommen bin, dass mir diese Art von Science Fiction nicht wirklich liegt. ;) Aber hin und wieder muss ich es einfach versuchen - vielleicht wird es ja noch mal was!:)

    Damit wünsche ich Euch allen noch viel Spaß und tolle Diskussionen! Bis bald!

    ysa

    Ich bin wieder in der Bretagne, genauer gesagt in Concarneau und versuche gerade zu erklären, warum ich meinen alten Wagen (nett geschätzt kaum 3000Euro) nicht gegen einen tollen Neuwagen tauschen möchte...

    nebenbei bin ich natürlich wieder auf Mördersuche.

    Es gibt einfach kaum eine Autorin, einen Autor bei dem mir wirklich alles gefällt.

    Da kann ich Dir voll zustimmen! Aber es wäre ja auch zumindest befremdlich, wenn mir von einem Autor alle gefallen könnte. Aber wenn mir ein guter Teil gefällt, dann versuche ich alle Bücher von diesem Autor zu lesen und behalte dann auch solche, die mir weniger gefallen. Nur der Vollständigkeit wegen. Ich bin was Bücher angeht Jägerin und Sammlerin.;) Aber ich kann keinen einzigen Autor nennen, dessen Bücher mir alle uneingeschränkt gefallen...


    Bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass ich in der Sammlungsliste einen ganz wichtigen vergessen habe - wie konnte ich nur auf John Irving vergessen? Und gerade bei ihm gibt es doch ein paar Bücher, die ich nicht so toll fand, aber trotzdem weiter behalten will.

    :)

    Mittlerweile hab ich auch ein paar vermutlich vollständige Sammlungen:


    Hermann Hesse - die Bücher stammen noch aus meiner Teeniezeit. Ich behalte sie, weil sie tolle Erinnerungen sind, aber ich möchte sie nicht noch einmal lesen. Zu groß ist die Gefahr, dass ich heute nicht mehr so viel mit ihnen anfangen kann und sie jetzt eher eine Enttäuschung wären.


    William Somerset Maugham - er gehört zu meinen all-time favorits. Diese Bücher kann ich immer und immer wieder lesen!


    J.K. Rowling - natürlich die HP-Reihe und Cormoran Strike (Wann kommt endlich der 5. Teil?), aber eigentlich gefällt mir "Ein plötzlicher Todesfall" am besten.


    Erich Kästner - natürlich!


    Goscinny/Uderzo :D


    Fast vollständige Sammlungen habe ich von Roger Willemsen, Stefan Zweig und Guy de Maupassant....


    Aber nachdem ich immer wieder tolle Autoren finde, wird diese Liste sicher noch viel länger werden...:/

    Dieser Abschnitt ist wie erwartet: Nur Fragen und null Antworten, aber das bin ich vom Autor schon gewohnt. ^^ Aber was da alles passiert, ist echt heftig.

    Dem kann ich mich nur anschließen! Sinclair bleibt weiter verschollen, die Chance, dass er noch lebt ist tatsächlich eigentlich gering. Horace stirbt unter sehr seltsamen Umständen. Wollte er Tess schützen, als er die Müdigkeit vorschob und ihre Expedition auf den Planeten noch um eine Stunde verschob? Hatte er einen Verdacht? Und was ist tatsächlich mit ihm passiert? Jedenfalls hat sich damit meine Frage nach der Sterblichkeit auch beantwortet. (Die Todesursache ist bis jetzt aber trotzdem noch nicht geklärt. Und wenn ein Mensch derart perfekt erneuert werden kann, wie es bei Horace schon der Fall war, frage ich mich doch, ob es da noch so etwas wie den "natürlichen Tod" gibt.) Und dann natürlich noch die Frage nach diesem dunklen Wesen, das auf dem Planeten lebt.


    Interessant war aber auch Tess Vision von der Zukunft. Zwar einerseits sehr düster und deprimierend, aber andererseits hat sie anscheinend die Fähigkeit aktuelle Realität und Visionen miteinander zu verbinden - wie sonst hätte sie denn plötzlich den Stein tatsächlich in Händen halten können. Eine interessante Verschränkung von verschiedenen Zeitebenen.


    Tirell hat anscheinend Karriere gemacht. Der Sprung vom Exekutor zum Ratsmitglied ist doch recht beeindruckend. Oder war er es schon vorher und damit beauftragt, Tess zu "engagieren"?

    Seine Beurteilung vom Tess Arbeit deutet für mich darauf hin, dass sie unbedingt weiterhin gebraucht wird. Seltsam diese "Gerichtsverhandlung" bei der Tess plötzlich für alles die Verantwortung übernehmen sollte.


    Wie Jaqui schon sagte: viele Fragen, null Antworten...

    Gut, zugegeben, die Geschichte mit dem Ausweichmanöver ging gut. Aber warum muss er immer eigenmächtig handeln und sich über Tess' Bedenken hinwegsetzen? Zwei Leute und ich sehe keinen Ansatz von Absprachen. Ich glaube, es ist genau diese Eigenmächtigkeit, gepaart mit einer "Ich kann alles, ich weiß alles!"-Einstellung, die Horace missfallen hat. Auch die Geschichte mit der Bestattung der Toten, bei der Tess und Sinclair auch gegenseitige Ansätze haben - langsam frage ich mich, was die beiden eigentlich verbindet. Tess erscheint mir klar die Überlegtere und Vernünftigere der beiden.

    Sinclair - er ist irgendwie (momentan noch) die farbloseste Figur hier und sicher nicht die sympathischste. Ich stimme ihm aber trotzdem in mancher Hinsicht zu: zum Beispiel was das Ausweichmanöver angeht. Da war keine Zeit zum Diskutieren, da musste gehandelt werden. Es hätte auch daneben gehen können. Und Tess hatte zwar Bedenken, aber keine Alternativlösung. Für mich war das einfach kein Moment zum Diskutieren.

    "Ich kann alles, ich weiß alles"-Einstellung? Ganz so hab ich das nicht empfunden. Mich hat allerdings seine aufkeimende Eifersucht genervt. Die war völlig entbehrlich.

    Und was die Bestattung der Toten angeht... da dachte ich mir eigentlich, dass es zwar gemacht werden sollte, aber aktuell nicht die oberste Priorität hat.


    Tess ist auch meiner Meinung nach die Vernünftigere, aber ich weiß noch nicht, wie weit Esprit die Ursache dafür ist!

    Ich liebe diese philosophischen Einsprengsel

    Ich finde sie auch sehr interessant, weil es ja eigentlich immerwährende, immergültige Fragen sind dementsprechend eigentlich immer diskutiert werden sollten.

    Und sie könnte in dem Roman durchaus noch eine Rolle spielen.

    Interessanter Hinweis... dann geh ich mal schnell weiterlesen!:)

    Ich vermute mal,

    Interessante Überlegungen. Wer weiß, ob sie in die richtige Richtung führen .. :zwinker:

    bedeutet in die uralte terrestrische Sprache noch lange vor der GRE übertragen, etwa soviel wie "Du bist auf dem Holzweg":err:


    "Transiting Exoplanet Survey Satellite", einem speziellen Planetenjäger der NASA. Abgekürzt nennt man das Teleskop TESS. Das ist ein guter Name für eine Entdeckerin von Welten, dachte ich mir.

    Ein perfekter Name!

    Horace ist bis jetzt die geheimnisvollste Figur für mich. Warum wird er Tess und Sinclair zur Verfügung gestellt?

    Hmmm ich hatte eigentlich eher den Eindruck, dass es umgekehrt ist: Tess und Sinclair werden Horace zur Seite gestellt. Sie brauchen alle einander um erfolgreich zu sein.

    Die Landung im Orion-Tunnel ist zeimlich daneben gegangen. Horace ist schwer verletzt und ich hoffe wirklich, dass er überlebt. Ich glaube nicht, dass Tess und Sinclair wirklich gute Überlebenschancen haben ohne den erfahrenen Kartographen. Außerdem ist er ein spannender Charakter - ich würde ihn vermissen! Aber Tess achtet ja genau darauf, dass er behandelt wird bzw dass die Möglichkeit einer Behandlung geschaffen wird.


    Das gefundene uralte Schiff ist auch sehr interessant. Wie konnte es im Orion-Tunnel landen? Zufall? Irrtum? Nach Plan?

    Und dass tote Menschen so zahlreich gefunden werden, macht die Situation auch nicht einfacher. Das stelle ich mir ziemlich gruselig vor. Vor allem weil offensichtlich ist, dass zumindest ein Mensch umgebracht wurde.

    Und natürlich muss der Planet untersucht werden - wir haben noch gut 400 Seiten vor uns. Es muss schon was passieren;) Außerdem bin ich neugierig, was da jetzt auf diesem Planeten ist, woher das Signal kommt und ob und wie ein paar Menschen überlebt haben.

    Sinclair kann doch nicht Tess losziehen lassen. Außerdem spürt man deutlich, dass es ihn sehr interessiert.

    Nicht nur wegen einer möglichen Strafverkürzung! Ich bin neugierig, ob Andreas ihn am Leben lassen wird!


    Interessant sind aber auch Ida und Hieronymus - beide sind von Interkosmika programmiert. Und da lautet die oberste Regel, dass die Mission nicht gefährdet werden darf. Tess muss unbedingt beim Printer bleiben und darf nicht auf den Planeten um Sinclair zu suchen.

    Ida ist nicht frei wie Autonome Maschinen, ihrer Freiheit sind Grenzen gesetzt. Interessanter Diskussionspunkt: das Thema Freiheit von Menschen bzw von Maschinenintelligenzen. Überhaupt gefallen mir die beiden recht gut, auch weil sie Emotionen wahrnehmen und darauf reagieren können.

    Gibt es nicht aktuell schon Forschungen in diese Richtung?


    Spannend - ich bin neugierig, wie es weitergeht!:)

    Die Leselisten in der Schule (lang, lang ist's her!) hab ich eigentlich größtenteils ignoriert. Ein Buch zwangsweise zu lesen - das ging damals so überhaupt nicht. Aber es hat meine Noten nicht wesentlich beeinflusst, weil ich einen guten Teil der Bücher sowieso schon vorher gelesen hab 8). Ja - ich hab auch viele Klassiker freiwillig und gerne gelesen. Es gab aber natürlich auch ein paar Bücher, die ich nur fertig gelesen habe, weil ich unbedingt wissen wollte, warum andere so begeistert davon sind. Nicht immer ist mir das dann klar geworden....


    Heute habe ich auch beruflich immer die Wahl zwischen mehreren Büchern. Und eigentlich habe ich noch kein Fachbuch gehabt, dass ich nicht mit Interesse gelesen hätte. Ich mag halt meinen Beruf;) Fachbücher sind ja nicht ganz günstig und folglich mach ich mich da wirklich schlau, bevor ich eines kaufe.


    Privat breche ich Bücher, die mich irgendwie enttäuschen, ohne schlechtem Gewissen ab. Da ist mir meine Zeit einfach zu wichtig um sie so zu verschwenden und mich zu ärgern. (Ich investiere nicht in Anit-Faltencreme!:belehrerin:)
    Ein wenig anders ist es bei den Leserunden: 2 oder 3 Bücher hätte ich am liebsten abgebrochen und da hab ich nur wegen der Leserunde weitergemacht. Und in meiner privaten Leserunde hab ich mich gerade durch so ein Buch gequält. Ich sollte wirklich mal mein Pflichtbewusstsein überdenken.:/

    Konstanze

    Wenn ich ehrlich bin, glaube ich weder an die eine noch an die andere unserer Deutungen und ich bin schon sehr gespannt, was Andreas dazu noch sagen wird.;)


    Eine Vorstellung, die auch mich staunen ließ: 14 bis 16 Normjahre entsprechen einem halben Tag.

    Diese Vorstellung war auch für mich eine Überraschung. Vor allem wenn ich bedenke, welche Auswirkungen das auf den Alltag hat. Schlafen die Menschen da mehr als 30 Jahre nicht? Die Rosen sind da ja nicht darauf eingestellt, sie müssen speziell geschützt werden. Weshalb ich auch wieder frage, wie alt Tess und ihre Familie werden können. Gibt es dann überhaupt so etwas wie einen natürlichen Tod?:/


    Es ist ein für mich in jeder Hinsicht fremdes Universum!

    Den ruhigen, nonkonformen Freidenker Horace (Horaz) und Hieronymus Bot (Bosch) glaube ich beispielhaft gefunden zu haben :-)

    Dem Philosophen Horaz hab ich auch im Verdacht, aber mir ist nicht ganz klar, wie Du auf Hieronymus Bosch kommst, abgesehen von dem Namen. Ich kann nur keine Übereinstimmung zwischen H. Bosch und diesem Bot finden:/

    Mir wäre noch der Hieronymus eingefallen, der die Bibel übersetzt hat und somit zum Schutzheiligen der Dolmetscher und Übersetzer wurde;) und der immer mit einem Löwen dargestellt wird. Aber ansonsten fallen mir keine bekannten Hieronymusse=O ein... zumindest niemand, der diesem Bot ähnlich wäre.


    Ich hoffe aber, dass Andreas da noch ein paar Erklärungen gibt!

    Spannend finde ich übrigens auch Tess' Esprit: ist das so eine Art Vorahnung oder 7. Sinn? Es könnte tatsächlich gut möglich sein, dass ihr Esprit ein Grund für Wayfare war, Tess diesen Job anzubieten

    Diesen Verdacht hatte ich auch, dass nämlich Tess durch diesen Esprit wichtig für Interkosmika. Aber genau deshalb halte ich es auch für möglich, dass Anita nicht geflüchtet ist, sondern dass dieser Konzern hinter ihrem Verschwinden steckt.

    Möglicherweise übe ich mich jetzt aber nur im Verschwörungstheoretisieren.


    Ihr habt ja auch noch das Verhältnis zwischen Tess und Sinclair erwähnt. Sinclair, der Tess liebt und für sie sogar als Kartograp arbeiten will und Tess, die ihn zwar mag, aber ihm gegenüber wesentlich zurückhaltender ist. Hat sie durch ihren Esprit vielleicht schon Konkreteres erfahren?

    Bis jetzt interpretiere ich den Esprit als starke Empathiefähigkeit, die teilweise in Vorahnung übergeht. Damit kann man sich als Leser*in ein Stück weit identifizieren.

    Diese Erklärung von Esprit gefällt mir gut! Zum Teil Vorahnung und zum Teil die Fähigkeit, andere Menschen zu verstehen. Keine schlechte Kombination!


    Nachtdienstliche Grüße!:S