Beiträge von ysa

Leserunde mit Tobias O. Meißner ab 06.09.2019: Evil Miss Universe [Gesellschaftskritische Romantic Comedy]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Mittlerweile bin ich - wieder einmal - in Yorkshire gelandet, genauer in der fiktiven Stadt Darrowby.

    In Wahrheit war es die Stadt Thirsk, die heute übrigens auf den Ortschildern einen Untertitel hat, nämlich "Home of James Herriot"


    Ich liebe diese Bücher und sie sind Teil meiner persönlichen literarischen Apotheke.

    Ich hab wirklich lachen müssen, als ich diese Diskussion las - eine ähnliche hatte ich nämlich mit meiner liebsten Freundin. Sie hat alle möglichen Genres durchgefragt.

    "Krimi?"

    "Nein, nur Dein Lieblingsbuch"

    "Historischer Roman?"

    "Nein. Lieblingsbuch"

    "Reisebericht?"

    "Nein...."

    ...

    irgendwann meinte diese kluge, wunderschöne, liebevolle und großartige Frau dann:

    "Weißt Du, ein wenig genauer solltest Du Dich schon ausdrücken, wenn ich die Frage beantworten soll!":herz:



    Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass diese Frage für Leseratten tatsächlich nicht zu beantworten ist...

    Dass Hermine so unverblümt ohne Not einen Zauber gegen jemand einsetzt um einen Freund zu helfen, kannte ich bis jetzt nicht von ihr.

    Aber das fand ich richtig sympathisch von ihr! Dass sie eben nicht immer 1000%ig nach den geltenden Regeln arbeitet, sondern eigentlich Freundschaft über alles stellt!

    Merope Gaunts Geschichte zeigt, dass es nicht immer gut ist, wenn sich Wünsche erfüllen

    Na ja, ihr Wunsch von Tom Riddle geliebt zu werden, hat sich ja nicht erfüllt - ohne Zauberei war da gar nix.

    Ich vermute mal, dass sie nicht die Kraft hatte, für ihren Sohn zu überleben, denn durch den Zauber hat sie ja erlebt wie ihr Leben sein könnte oder sollte. Die Realität war dann umso unerträglicher für sie.

    Und somit wurde das Waisenhaus zu Tom jr. einziger Möglichkeit.


    Ich kann mir nicht vorstellen dass sie wusste, was für ein Mensch er werden würde.

    Ich glaube nicht, dass sie sich das auch nur eine Sekunde lang überlegt hat! Denn bei diesem Genpool lernt man das Grausen!

    Ich habe heute bei meinen Freunden eine Umfrage gestartet - kein einziger konnte mir DAS Lieblingsbuch sagen. Alle hatte gleich mehrere Bücher bzw Autoren, die sie wirklich schätzen.

    Monsieur ysa liebt so ziemlich alle Bücher von JRR Tolkien - er hat sie schon mehrfach gelesen.

    Meine beste Freundin liebt Reiseberichte der besonderen Art und war begeistert von Jon Krakauers "In eisige Höhen" (Ein Buch, das mir auch gut gefallen hat, obwohl ich sonst nicht so der Fan solcher Berichte bin!). Aber sie nannte noch einige andere Titel.

    Und mein Lieblingsfreund hätte diese Frage schlichtweg als Zumutung empfunden ;)- er war der größte Büchernarr (in positivem Sinn) aller Zeiten. Er ist vor ein paar Jahre verstorben und ich frage mich heute noch bei jedem einzelnen Buch, was er wohl davon gehalten hätte.

    Ich hab Euch angelogen!:redface:


    Ich war ja heute wieder in der Bibliothek und hab mal nachgefragt... mittlerweile (seit ein paar Jahren:verlegen:) darf man 10 Medien mitnehmen. Irgendwie hab ich da was verpasst:autsch:


    Aber ich hab trotzdem nur 5 mitgenommen.... alte Gewohnheit... und ich geh halt gerne Bücher-Stöbern...

    Ich bin soeben an einen neuen Job gekommen und darf mich 3 Wochen lang um eine Bibliothek kümmern, die seit Jahrhunderten gewachsen ist: In einer alten Burg in Irland, yep!!!

    Ich hab kurz nicht dran gedacht, dass wir hier unsere aktuelle Lektüre geographisch beschreiben und ich dachte, dass Du Sagota diese Arbeit machst... mir war kurz ganz schwindlig vor Neid:entsetzt: (Sorry!)

    Ich hoffe, die Bibliothekare überleben alle... :heybaby:

    Ron und Hermine glaubten Harry hätte Felix Felicis in den Kürbissaft gemischt. Ich auch. :redface:

    Ja! Ich war auch dieser Meinung und dachte damals noch, dass Harry den Zaubertrank wirklich besser verwenden sollte. Abgesehen davon, dass es ja eigentlich verboten war. Es hat mich dann ein wenig erstaunt, dass Harry zu so einer klugen Manipulation fähig war - ich hätte es eher Hermine zugetraut. Vor allem, weil Harry ja nicht wirklich der große Psychologe und Menschen-Versteher ist^^

    Jedenfalls war ich froh, dass er nicht wegen Quidditch etwas so wertvolles wie den Felix Felicis verschwendet oder ein Gesetz bricht.


    Der neue Zaubereiminister hätte es kaum plumper angehen können. Ich finde, Harry hat sich da vorbildlich geschlagen. Er hat die Ruhe bewahrt und diesen Herrn ordentlich in seine Schranken gewiesen.

    Dieser plumpe Versuch von Scrimgeour hat mich überrascht. Ich hätte ihm mehr Diplomatie oder Einfühlungsvermögen zugetraut, auf alle Fälle bessere Fähigkeiten, andere Menschen zu manipulieren.

    Hat er erwartet, dass Harry vor Ehrfurcht vor dem Minister erstarrt?

    Dass Harry sich so vorbehaltlos als "Dumbledores Mann" bezeichnet ist eine sehr schöne Szene.:*


    Gerade an diesen beiden Kapiteln - die Geschichte mit dem Felix Felicis und der Weihnachtsspaziergang mit Scrimgeour - sieht man, wie erwachsen Harry mittlerweile geworden ist. Es ist nicht mehr viel übrig von dem aufbrausenden und jähzornigen Harry aus dem letzten Band.

    Nur 5 Medien??? Das ist ja echt ein Witz. Damit käm ich nie über die Runden.

    Na ja... es geht schon. Ich bin halt öfters dort. Abgesehen davon kaufe ich auch noch recht viele Bücher...

    Ich komm jedenfalls ganz gut klar damit!;) Es ist einfach eine Sache der Einteilung!

    Und Du darfst ja auch nicht vergessen, dass ich die Bücher nicht für irgendwelche Arbeiten/Studien benötige. Einfach nur zum Vergnügen.

    Ich weiß nicht, wie die Obergrenze in der Uni-Bibliothek ist - aber sicher weit über 5!

    :totlach:50 Bücher? Boah... ich bin perplex


    Also: meine Bibliothek ist nicht die allerkleinste und ziemlich gut sortiert - aber mehr als 5 Medien (Bücher, DVD, Hörbücher, Zeitschriften) darf ich nicht ausleihen. Frist ist ein Monat.


    Ich muss auch immer mit Bus oder Rad hinfahren, aber das finde ich eigentlich nicht so schlimm umständlich.

    Allerdings hab ich ja kein Sprachenprojekt - ich entleihe eigentlich rein zu meinem Vergnügen. Fachliteratur stellt ja meine Firma (Krankenhaus) genug zur Verfügung:daumen:

    Kürzlich hatte ich eine Rezension zu einem Krimi (!) in der es hieß "... und als sie dem Täter XY auf der Spur war …" Arrrgggh!;-).

    Das ist wirklich bitter! Eigentlich eine Gemeinheit - Dir gegenüber und allen, die sich für das Buch interessieren.


    Ich freue mich schon auf die nächste Leserunde (und wenn es ein zu romantisches Buch ist, dann warne mich bitte vor... ;))

    Was ich eigentlich noch fragen wollte: welche literarischen Pläne hast Du bzw woran schreibst Du gerade?

    Kannst Du diesbezüglich schon etwas verraten?

    :leserin:

    Luna kann man einfach nur gern haben. Ich hab aber auch mit Neville mitgefühlt, er vermisst die DA und die damit einhergehenden regelmäßigen Treffen ebenfalls.

    In einem anderen Post habe ich schon gesagt, dass ich es nicht ganz logisch fand, dass sie ausgerechnet jetzt beschließen mit der DA aufzuhören bzw. nicht mal darüber diskutieren.

    Ich fand es auch überhaupt nicht logisch, dass Harry mit der DA jetzt nicht mehr weitermachen will. Er ist ja mehr den je davon überzeugt, dass Voldemort die Herrschaft übernehmen will. Dann sollte doch jeder einzelne bestmöglich gerüstet sein, oder?


    Luna... stimmt! Man muss sie einfach nur gern haben. Ihre Art, immer wieder ganz ohne Scheu, die Wahrheit auszusprechen, ist beeindruckend. Ich finde, sie ist eine perfekte "Randfigur" neben dem Trio. Mir gefällt auch ihre Darstellung in den Filmen! Ihre etwas durchgeknallten Ansichten sind auch immer wieder erheiternd. ^^

    Herzlichen Dank für die tolle Leserunde - es war wirklich sehr informativ und spannend!

    Rebecca Michele Danke für Deine Begleitung!


    Ich bin die nächsten paar Tage wieder unterwegs, daher erst einmal der Link zum Literaturschock Forum. Gepostet habe ich noch auf Heyn.at, LB und Amazon - allerdings warte ich da noch auf die Freigabe!


    Literaturschock Forum

    ysa : ich hatte früher mal den einen oder anderen Ausflug ins Komik-Genre (Tommy Jaud und so), aber das war nix für mich. Ich mag meinen Humor lieber subtil und ironisch und unterschwellig.

    Versteh ich völlig - diese Bücher habe ich auch abgebrochen. Ging gar nicht! Ist einfach nicht meine Art von Humor!;)

    Rebecca Michéles neuester Roman hat ein grausames und gerne vergessenes Kapitel katholischer Kirchengeschichte in Irland zum Thema: Magdalenen-Wäschereien. Katholische Besserungsanstalten für „gefallene Frauen“. Die Realität? Harte Arbeit, Hunger, Schläge, grausame Strafen, physische und psychische Folter wie auch Vergewaltigung durch Priester waren an der Tagesordnung. Tatsache ist, dass es solche Wäschereien von ung 1830 bis 1996 tatsächlich gab! Es waren allgemein anerkannte soziale Einrichtungen und die Vorgänge in den Heimen kamen nur selten ans Tageslicht. Die Rolle der katholischen Kirche durfte nicht in Frage gestellt werden.


    Die Autorin erzählt die Geschichte von drei jungen Frauen, die sich in einer Magdalenen Wäscherei in Dublin kennenlernen, dort glücklicherweise fliehen können und sich dann noch am irischen Freiheitskampf beteiligen.


    Es ist ein schonungsloser und oft wirklich schwer erträglicher Bericht über die Vorgänge in diesen Klöstern. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Autorin zwar die drei Frauen erfunden hat, aber keineswegs ihre Erlebnisse. Diese basieren auf gut recherchierten Tatsachen, die einen fassungslos zurücklassen. Eine Aufarbeitung dieses grausamen Kapitels katholischer Geschichte beginnt nur sehr zögerlich. Auch deshalb ist es positiv, dass durch dieses Buch, die Magdalen Laundries einer größeren Öffentlichkeit bekannt werden.


    Rebecca Michéles Stil ist flüssig, gut lesbar, die einzelnen Charaktere lebendig und glaubwürdig gezeichnet. Ein Buch, das man nur schwer aus der Hand legt.


    Warum also nicht die volle Punktzahl? Ungefähr 80% sind wirklich lesenswert. Das Ende passt allerdings meiner Ansicht nach überhaupt nicht zum Buch. Dies weiter auszuführen wäre ein ganz gemeiner Spoiler. Nur noch soviel: in der Leserunde war ich die einzige, die das so empfunden hat.


    Jetzt – knapp eine Woche nach Beenden der Lektüre – hab ich das unpassende Ende bereits wieder verdrängt und übrig bleibt das Wissen um die Magdalen Laundries, um die „Maggies“, die es zweifelsohne verdienen, dass ihre Schicksale endlich bekannt werden!


    :marypipeshalbeprivatmaus:3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Und was ich auch überhaupt nicht brauche: polternder Brachial"witz", gerne auch sexistischer Natur. Da breche ich ganz schnell ab.

    Stimmt! Das wäre ein Grund, ein Buch sofort abzubrechen! Allerdings... wenn ich es mir so überlege: so ein Buch kenn ich gar nicht;)

    die ganzen Shades-of-Grey-Imitate

    ...und dabei war das Original schon schlimm genug! :wegrenn:

    Genau so ist es.... ich verzichte da auf Original und auf die Imitate - muss nicht sein!


    Abgesehen davon nerven mich unlogische und durchsichtige Konstruktionen in Krimis oder kitschige Liebesgeschichten. Ich finde es auch nicht gut, wenn eine dramatische Geschichte in einem zuckersüßen 1000% Happy End mündet.


    Und speziell nervig finde ich, wenn der Autor sich gezwungen intellektuell gibt.

    Wenn ein Autor schlecht recherchiert ist das auch ein Vergraulfaktor - und da bin ich dann manchmal sehr unangenehm mit "Kleinigkeiten" wie z.B. Diagnosen, die nicht stimmen oder vielleicht auch zeitlich unmöglich sind.


    Wenn zu viele Klischees bedient werden, wird ein Buch schnell langweilig.

    Ich habe quasi ein paar Jahre lang nichts gelesen, weil mir kein einziges Cover in dieser Zeit gefallen hat.

    Ich ärgere mich zwar manchmal über zusammenhanglose Cover, aber ich beurteile ein Buch nicht nach dem Cover ;) Ich fürchte, ich würde mir damit selber viel Lesevergnügen nehmen.


    :)