Beiträge von LizzyCurse

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Okey, die Bibliothek ist echt nice und ich würde dort selbst mal gerne auf Streifzug gehen (denke aber nicht, dass Ray oder die Bibliothek mich einstellen würde *seufz* So ein Mist!). Mit all den magischen Wesen, die dort rum streunen ;) Ich mag sowas - die Bibliothek hat mich ein bisschen an Kai Meyers Bücher-Saga erinnert.


    Für meine Begriffe ging das ganze ein bisschen schnell (ich bin aber auch eher der High Fantasy Leser, für das Format muss es meist schnell erzählt sein), trotzdem hätte ich mir ein bisschen mehr Zeit gewünscht. Vielleicht ein paar Tage zusammengefasst zum Kennenlernen und zum Zurechtfinden in der Bibliothek, dann hätten Ray und Cassy sich auch besser Kennenlernen können. Ich finde die beiden witzig und Cassy ziemlich schlagfertig, aber die Gefühle füreinander werden aus dem nichts heraus geboren. Außerdem wittere ich da eine Dreiecksgeschichte zwischen Finn, Cassy und Roy. Und mein Näschen hat mich in solchen Fällen höchst selten getrogen.


    Spannend fand ich es allemal, dass das Geheimnis aus dem Prolog gelüftet worden ist - und auch wie es gelüftet wurde. John Lancester (really? Wie die Englische Königsfamilie? Da musste ich ja schon Schmunzeln xD) hat sich also für die Wispernden Bücher bzw für das wispernde Buch geopfert und er hat mehr Grund, die Flüsterer zu hassen als andere? Woher rührt denn sein Hass? Dass Roy ... so schnell wieder in der Spur ist, nachdem ein Freund gestorben ist, war übrigens auch für mich ein bisschen unglaubwürdig. Andererseits hat er ja eine Aufgabe ...


    Übrigens fand ich die Whiskeyszene sehr Bildhaft beschrieben. Ich konnte mir die beiden wunderbar vorstellen auf dem Schreibtisch hockend =)

    Irgendwelche Kobolde klauen Sachen und legen sie dann an anderen Orten wieder ab.

    Ja, das ist so direkt aus dem Leben gegriffen. ;) Ich kenne das selbst nur zu gut. Ich "verlege" auch immer irgendwas und muss es dann suchen, übersehe es mehrmals und am Ende liegt es dort, wo ich schon gesucht habe. Manchmal zum Verzweifeln ...


    Ich will das Michael auch überhaupt nicht unterstellen, aber auf dem worldcon haben wir erfahren, dass dies eine Bedingung ist für ein "gutes" Buch, so wie die Wellen: Vampire, Einhörner, Edelsteine usw. und jetzt fällt mir auf, dass zunehmend in Büchern die Protagonisten homosexuell sind.

    Das ist interessant. Mir ist aufgefallen, dass homosexuelle Charaktere sich in der Literatur häufen. Dass das inzwischen aber gefordert sein könnte, wäre mir nicht in den Sinn gekommen. Interessanter Hinweis. Ich finde es auch gar nicht schlimm, dass du das schreibst. Mir war das zum Beispiel gar nicht klar. Allerdings war es auch schon vorher so, dass homosexuelle Charaktere in meinen Büchern auftauchen. Nicht in allen, aber in ein paar. :):)

    Rhea Ja, im Bereich der Instrumentalisierung von Homosexualität stimme ich dir zu. Das gehört mittlerweile zum "guten Ton". Ich bin ehrlich, ich mag es sehr, von solchen Charakteren zu lesen und ich kann nicht einmal ordentlich begründen, warum ich es so mag. Es kann damit zusammenhängen, dass sie meist ein bisschen "erwachsener" dargestellt sind, als Boy meets Girl Lovestorys. Vielleicht habe ich aber auch schon zu viele BoyxGirl Storys gelesen, die einfach nur sehr kitschig sind (ich rede jetzt nicht über Michael Hamannt, hier ist die LoveStory im Plot ja noch nicht angelaufen ;)). Ich lese auf jedenfall gern von ihnen und auch Nick passt wunderbar in die Geschichte. Ich denke auch nicht, dass er zum "Quotenschwulen" (Entschuldigt den Ausdruck) wird, der einfach durchs Bild läuft um da zu sein. Er ist ja


    Auf der anderen Seite waren LGBT-Charaktere vor wenigen Jahren in Jugendbüchern ziemlich unterrepräsentiert. Solche Literatur war nach meinem Empfinden eine absolute Nische, nach der man mit der Lupe suchen musste. Wir haben sozusagen zwei Extreme.

    Diese "Flüsterer" sind unheimlich. Wobei ich ja ein großes Problem mit dem Ausdruck "Flüsterer" habe, liegt aber daran, dass ich zuviel "The walking dead" schaue . Auf jeden Fall sind sie sehr anschaulich beschrieben, ich habe sie direkt vor Augen.

    Stimmt, unheimlich sind sie wirklich. Walking dead hab ich nie gesehen - lustig, dass da auch Flüsterer drin vorkommen


    Geplant sind vier Teile, sodass die Story insgesamt dann doch an die 550 bis 600 Seiten haben dürfte. :):)

    Ich hoffe auf ein schnelles Erscheinen. Wenn die Geschichte ein dickes Buch geworden wäre, würde ich sie wohl einfach weg inhalieren xD Der Beginn sagt mir sehr zu!



    Cassy ist toll - ein wenig nerdy, so kann man sich gut identifizieren! Und das "Hot & Sweet" kann ich mir schon gut als Dreh- und Angelpunkt der Geschichte vorstellen mit dem netten Cousin als Auffangperson.

    Ja, auf jeden Fall. Ich fühl mich im Hot and Sweet auch so richtig wohl.



    Zitat

    Der 2. Teil kommt Anfang Juli raus. Ich habe geplant, alle drei Monate einen Band herauszubringen. Gerade stecke ich mitten in der Bearbeitung von Band 2. Wir können auch gerne, wenn wir mit der Leserunde durch sind und ihr dann noch Lust habt, im Juli / August mit Band 2 weitermachen. :):):):saint:

    Juhu! Ich wäre auf jedenfall bei den nächsten Teilen wieder mit von der Partie ;)

    Hallo ihr Lieben,

    verzeiht meinen späten Einstieg. Die Woche hatte einfach zu wenig Stunden oder die Zeitdiebe waren mal wieder unterwegs, wer weiß das schon so genau.


    Ich amüsiere mich auf jedenfall immer noch köstlich über den ersten Abschnitt. Nicht einmal weil er auf Teufel komm raus witzig sein wollte. Nein, die Dialoge haben für mich einfach gestimmt. Nick und Cassy sind ein tolles Team und Nicks Cafe - nun, es wäre ein Traum, da zu sitzen und einen Kaffe nach dem anderen zu schlürfen und einen Käsekuchen dazu zu probieren. Nomm nomm. Da könnte ich Nachmittage zubringen - und das macht mir Nick gleich sympathisch.


    Cassy ist ein toughes Mädchen (und auch nicht die berühmt berüchtigten siebzehn Jahre alt, sondern in ihren 20ern, was definitiv ein Pluspunkt ist - Michael, ich danke dir xD). Sie auf ihrer Jobsuche zu begleiten, war super witzig ;) Ich fand auch ihre Begegnung mit Finn spannend. Er ist ja nun definitiv nicht ganz menschlich, und auch nicht ganz urban - er ist ein spannender Charakter und ich freue micgh schon drauf, mehr über ihn heraus zu finden.


    Wer oder was sind die Flüsterer? Hinter Cassy muss ja mehr stecken, als das bloße Auge sieht, wenn sie auf sie aufmerksam geworden sind. Du eröffnest Baustellen, lieber Michael, aus denen Wolkenkratzer entstehen kömnnen oder rustikale Blockhütten, ich lese gleich - weil ich weiter wissen will, was daraus entsteht!

    gagamaus

    Man kann ja such manches ganz subtil einbauen ohne das es die Handlung selbst offensichtlich politisch macht. Zb wenn man ohne Diskussion darüber die Figuren divers gestaltet und Mädchen mal nicht die ganze Zeit gerettet werden müssen. Und ohne das die weibliche Hauptfigur nur deshalb so toll ist, weil andre Figuren dümmlich oder unsympathisch sind. Das wäre auch mal Haltung zeigen. Mir fiel es bei Cassardim wohl auch so extrem auf, weil ich zur Zeit eher englisch sprachige Fantasy lese und die Diskussion dort viel viel weiter ist. Zb Katherine Arden Der Bär und die Nachtigall. Wasja kommt gar ganz ohne Love interest aus im ersten Band! (die weiteren Bände kenn ich. Ich nicht).

    Stimmt, das ist ein ziemlich gutes Beispiel dafür. Was mir auch sofort einfällt ist "A guide for peticote and piracy" von M. Lee - total cooles, frisches Historybuch mit einem mal ganz anderem Lebensentwurf für das Zurechtkommen in der (damaligen) Welt, die eigentlich nur nach dem Prinzip "Wie verheirate ich mich möglichst Gewinnbringend" funktioniert.

    Ich finde es schon wichtig, dass Dinge angesprochen werden, die die Jugendlichen (oder die Erwachsenen) zum Nachdenken bringen. Unsere Welt besteht nun mal nicht nur aus Likes ... und ja, solche Dinge sollen manchmal auch sperrig und unbequem sein!

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    Das neunte Haus von Leigh Bardugo


    Galaxy Stern erwacht im Krankenhaus und bekommt ein Angebot, dass sie nicht abschlagen kann. Eine neue Chance, ein neues Leben, um ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Galaxys Welt ist nicht nur von Menschen bevölkert, sondern auch von Grauen. Den Geistern, die gewöhnliche Menschen nicht sehen können. Doch Galaxy – Alex – hat diese Gabe und ist für die Häuser an der Universität somit Gold wert. Denn ihr fällt es leicht, aufzupassen, ob die Geister keine Unruhe stiften, während die betuchten Mitglieder der verschiedenen Häuser ihre Rituale oder Vorhersagen durchführen – bis ein Mord geschieht …


    „Das Neunte Haus“ ist der erste Roman von Leigh Bardugo ganz abseits des Grishaverses – und vorweg genommen: Es ist super coole dunkle Urban Fantasy vom Feinsten. Ich ging recht skeptisch an ihr neustes Werk heran, da mich „King of Scars“ nicht wirklich packen und überzeugen konnte, obwohl ich die Charaktere wirklich mochte. Aber beim „Neunten Haus“ stimmt einfach alles – beginnend bei den Charakteren bis hin zur düsteren Collegeatmosphäre. „Das neunte Haus“ ist übrigens der Beginn einer mindestens zweibändigen Reihe. Die Ankündigung des zweiten Bandes findet ihr schon auf goodreads.com – leider noch ohne Erscheinungsdatum. Doch, dass ich mich auf mehr freuen kann, erhellt mein Bardugo-Fanherz.


    Der Anfang macht schon einmal sehr neugierig – und er macht deutlich, dass wir es hier nicht mit einer College-Romance-Story mit leichtem Phantastik-Glamour zu tun haben. Schließlich wäscht sich Alex nicht umsonst das hartnäckige Blut aus ihrem guten Wollmantel. Die Kapitel sind immer mit Jahreszeiten überschrieben. Herbst, Winter, Vorfrühling, Frühling – die Zeitangaben sind bedeutsam, folgt die Erzählung doch nicht einer strengen Linie, sondern springt des Öfteren mal in der Zeit umher – was ich sehr angenehm finde, verleiht diese Asymmetrie dem Buch noch einen Spritzer Komplexität. Ich fand mich jedenfalls sehr schnell zurecht.


    Man müsste schon die Gene eines Maulwurfes besitzen, um nicht von Beginn an zu merken, dass Alex viel durchgemacht hat. Ihre Geschichte wird im Laufe des Buches aufgerollt und erläutert – und ich konnte ihre Wut, ihre Zurückhaltung und ihre Furcht im Bezug auf Menschen nur zu gut verstehen. Und doch ist sie nicht auf den Mund gefallen, kann sich durchsetzen und ich empfand ihren Charakter nicht ein einziges Mal nervig, was ja bei mir sehr schnell mit weiblichen Protagonisten geschehen kann. Derjenige, dem der zweite Point of View gehört, ist Darlington – ein Angehöriger von Lethe – dem Neunten Haus. Er ist Alex‘ „Mentor“ – und zu Beginn nicht sehr amüsiert, dass seine Meinung bei der Auswahl des „Dante“ – Alex‘ Position – nicht berücksichtigt wurde. Armer Kerl, er kann einem leid tun ;)

    Ich mochte Darlington sehr, er weiß was er will, ist treu und klug und er bewohnt ein schickes altes Haus, das er vor dem Verfall bewahren will – und ist tief verstrickt in die Tätigkeiten der Häuser. Mein Herz gehört aber wie eigentlich fast immer den Nebencharakteren, Dawes und Detective Turner. Ich will an dieser Stelle noch nicht zu viel Preisgeben, aber mir sind sie während der Lektüre sehr ans Herz gewachsen. Mit Turner hatte ich auch das ein oder andere Mal ein bisschen Mitleid. Die Yaleschen Umtriebe können einen schon zur Verzweiflung treiben.


    Wie ist nun die Magie mit eingeflochten? Ganz einfach: Sie ist da – sie fällt nicht aus dem Rahmen, springt dich nicht an, sondern entfaltet sich von Seite zu Seite ein bisschen mehr, Zunächst nimmt man nur die Geister wahr, dann kommt immer mehr dazu und plötzlich ist man verzaubert, obwohl man sich doch eigentlich mit Alex durch den Collegealltag schlägt. Die acht Häuser mit dem neunten – Lethe – als Wächter sind klug erdacht und spezifiziert, doch ihre Beschreibung wirkt nie oberlehrerhaft. Und ich hatte immer das kitzelnde Gefühl, dass sich hinter den Häusern noch eine Schicht mehr verbergen könnte. Bardugo hat diesen Aspekt der Geschichte einfach nur großartig in Szene gesetzt.


    Das I-Tüpfelchen war für mich der Kriminalfall, der sich wie eine zweite Haut über die Handlung legt und sie von Seite zu Seite mehr bestimmt. Alex ermittelt heimlich, da sie der Mord nicht loslässt. Und Ich liebe Phantastik mit Krimielementen, die nicht zu starr in der Handlung erscheinen. Das trieb mich heute dazu, den Tag lesend und nägelkauend im Sessel zu verbringen, weil sich Puzzleteil um Puzzleteil für mich zu einem Ganzen fügte.


    Doch seid gewarnt, das Buch ist ebenso blutig wie fantastisch – Der Mensch ist ebenso monströs wie die Monster selbst. Von mir erhält das Buch fünf Sterne – Danke, Bardugo für dieses fantastische tiefgreifende Werk.


    5ratten

    3 Jahre sind vergangen, seit dem Ophelia Thron das letzte Mal gesehen hat – und ihre Freunde vom Pol. Nun ist das Geheimnis der Windrose endlich entschlüsselt und Ophelia kann ihrer Arche entkommen und sich selbst auf die Suche nach Antworten – und nach Thorn – begeben. Die Hinweise führen sie nach Babel. Auf der Arche schreibt sie sich als „Lehrling“ ein und sieht sich alsbald mit Geheimnissen, Intrigen und Verstrickungen konfrontiert. Und über allem schwebt immer noch die Gefahr der Zerstörung der Archen …


    „Das Gedächtnis von Babel“ stellt den dritten Band in der vierbändigen Reihe rund um die Spiegelreisende Ophelia dar. Der vierte Band soll Mitte Mai diesen Jahres erscheinen (und ich bin schon ziemlich gespannt darauf, so viel vornweg ;))

    Nachdem uns Band 1 und 2 auf die Arche des eisigen Pols verschlagen haben, geht die Reise in diesem Band auf die Arche Babel, voller strikter Regeln und mehr Technik, als ich im ersten Moment vermutet hatte. Die Arche erinnert ein bisschen an eine Mischung aus Steampunk-Fantasien und dem Stand der Forschung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ich fand es ziemlich erfrischend, wurde Ophelia doch im letzten Band vorzugsweise mit Illusionen der realen Welt konfrontiert.

    Auf ihrer Suche nach der Wahrheit, nach Thorn und nach Gott, begibt sie sich in unbekanntes Terrain – als Lehrling, um am Konservatorium der guten Familie arbeiten zu dürfen – wir durchleben die Lehrlingszeit, die alles andere als einfach ist und ihre verzweifelte Suche nach Thorn. Denn nur als Vorbote hat sie Zugang zu Informationen aus der Vergangenheit, die unter Verschluss gehalten werden.

    Ophelia selbst empfand ich wie auch schon im letzten Band angenehm. Sie hat ihre Naivität abgelegt und kämpft gegen ihre eigene Zurückhaltung. Dabei gelingt es der Autorin richtig gut, Ophelias Entschlossenheit und Zerrissenheit zu skizzieren, ohne zu übertreiben. Auch ein Widersehen mit Thorn bleibt nicht aus ;) Ich persönlich habe mich darüber gefreut. Wir lernen neue Figuren kennen, und am Anfang waren Ophelia und ich uns alles andere als sicher, ob wir ihnen unser Vertrauen schenken sollen oder nicht – Misstrauen ist in dieser Welt vorprogrammiert. Aber ich habe mit Ophelia gezweifelt und gelitten. Die Figuren sind der Autorin exzellent gelungen, und ihre Entwicklungslinien konnte ich sehr gut nachvollziehen. Auch der Schal (mein heimlicher Liebling!) ist wieder mit von der Partie.

    Die Spannung ist zu Beginn hintergründig vorhanden und der Bogen gewinnt an Höhe, sobald man die Mitte überwunden hat. Doch ich empfand die mittelmäßige Spannung keinesfalls als Makel. Das Buch lebt von seinen Geheimnissen, die aufgedeckt werden wollen und von den eben schon erwähnten Figuren. Keine Angst, auch Actionfans kommen auf ihre Kosten – doch dies ist kein Buch, in dem es alle paar Seiten richtig zur Sache geht – nur um das vorn Weg zu nehmen. Intrigante Angriffe findet man hier jedoch des Öfteren.

    Die Liebesgeschichte zwischen Ophelia und Thorn hält sich angenehm im Hintergrund. Ständiges Aneinanderkleben und säuselige Liebesbekundungen hätten in dieses Buch, vor diesen Hintergrund in keiner Weise gepasst – und trotzdem gehören einige Dinge zwischen den beiden ausgesprochen.

    Ich habe zudem einiges über die alte Welt erfahren (ich giere förmlich nach Informationen darüber, aber da alles über den Krieg auf dem Index steht, erfährt auch der Leser nur Bruchstücke der Geschichte – Gemeinheit!).

    Ich bin begeistert von dem Buch und liebe diese fantastische Andersartigkeit, mit der die Bücher daher kommen. Ich hoffe sehr, im letzten Band einige Antworten zu erhalten und lasse diesen gerne mit voller Punktzahl zurück.


    5ratten:tipp:

    Lieber Ulf =) Ich habe die Rezi geschrieben und auf einigen Plattformen gestreut, auf Amazon ist es mir leider nicht möglich, da ein Algorhythmus auf dieser Seite meine Rezis nicht mehr annimmt. Ich habe keine Ahnung was der Grund ist, habe mijch diesbezüglich auch schon mit dem Kundendienst auseinandergesetzt, leider ohne Erfolg.

    Das ist aber seltsam. Habe ich kürzlich auch von jemand anderem mitgeteilt bekommen.

    Trotzdem, danke für den Versuch.

    Ja ... es geht leider einigen so :(

    Lieber Ulf =) Ich habe die Rezi geschrieben und auf einigen Plattformen gestreut, auf Amazon ist es mir leider nicht möglich, da ein Algorhythmus auf dieser Seite meine Rezis nicht mehr annimmt. Ich habe keine Ahnung was der Grund ist, habe mijch diesbezüglich auch schon mit dem Kundendienst auseinandergesetzt, leider ohne Erfolg.

    Mailin hat das Land über dem gefrorenen Himmel immer für ein Märchen gehalten. Doch als ihre Freundin Silja aus ihrem Dorf Falun entführt wird, muss sie sich auf die Suche nach ihr begeben und lernen, dass auch eisige Märchen und Legenden bisweilen einen wahren Kern haben können. In das Schloss des Winterkönigs kann sie nur mit Schläue und der Hilfe ihrer neuen Freundinnen Toma von Clan der Elchreiter und Birgida, selbst eine Gefangene des Winterkönigs, eindringen. Und was ist mit dem toten Jungen, den sie immer in ihren Träumen sieht?


    Ich lese Nina Blazon nun schon seit vielen Jahren und ihre Bücher umgibt immer eine besondere Magie, die mein Herz für die Welt der Protagonisten und ihre Charakterzüge – jeder so einzigartig wie eine Schneeflocke - schlagen lässt. Ich konnte nicht anders, als mich auch auf „Rabenherz und Eismund“ mit hohen Erwartungen zu stürzen.


    Der Beginn vereinnahmte mich gleich voll und ganz. Wir lernen Mailin, aus deren Perspektive das Buch erzählt wird, und ihre kleine Schwester Run kennen – und ihr Lebensumfeld um Dorf Falun – und ich hatte gleich so ein warmes Gefühl im Bauch. Nina hat ein Händchen dafür, Sachverhalte und Situationen so zu beschreiben, dass oftmals das Kopfkino angeworfen wird. Bei mir war das vor allem im ersten Drittel der Fall – ich liebte das Dorf, die Apotheke, das Gasthaus, die Umgebung von Falun. Die Autorin nimmt sich genügend Zeit, die Protagonisten einzuführen und Handlungsfäden so stark zu weben, sodass sie einen unwillkürlich mitreißen. Welches Geheimnis verbirgt Silja? Und wird Mailin irgendwann ihrem Herz folgen oder doch nur der Vernunft folgen?

    Mit Mailin hat Nina einen spannenden Hauptcharakter geschaffen, der selbst mich nicht zum Augenverdrehen gereizt hat. Sie steht im Leben, hat aber ihre Träume und Sehnsüchte, die sie zugunsten ihrer Familie unterdrückt. Schließlich muss sie sich um sie kümmern! – und stolpert mal eben in das größte Abenteuer ihres Lebens.


    Das Land über dem gefrorenen Himmel übte einen ganz eigenen eiskalten Zauber auf mich aus. Nina spielt wirklich gekonnt mit eiskalten Motiven aus der Schneekönigin und webt andere magische Wesen mit ein, so bekommen wir es mit spitzzahnigen Nixen zu tun, Spiegelwesen, Feen und magischen Träumen – und alles so gekonnt verwebt, dass es nicht eindimensional wirkt, sondern so, als wären die Wesen geradewegs für Ninas Welt erfunden wurden. Neue Charaktere kommen hinzu – Toma, die Clanangehörige, fand ich mitsamt ihrer Kultur und ihrer gesamten Lebensweise einfach großartig. Und Birgida, die gerade erst entdeckt, dass es soetwas wie Freiheit gibt, ebenso.

    Der Spannungsbogen wächst in diesem verwunschenen Land rasant an und da tut es gut, dass es auch ruhige Szenen gibt, in denen die Charaktere ihre Fühler ausstrecken und sich sammeln können.

    Ich hatte in der Eiswelt, die so voller wunderbarer Ideen steckt, nur das Gefühl, dass ich eher Bilder sehe und kein Kopfkino mehr – es war so actionreich, dass ich bisweilen Mühe hatte, zu orten, welcher Gefahr die Charaktere gerade entkommen.


    Doch das schmälert den Lesegenuss keinesfalls. Ich habe den Roman sehr genossen und vergebe 4,5 Sterne für eine wunderbare Welt.


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus: