Beiträge von Nomnivor

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Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ein herrlicher Verriss!


    Ich liebe deine Verrisse ;)

    Äh, danke? ^^

    Fazit: Suzanne Collins hat mit den Hungerspielen noch nicht genug Geld verdient. Deshalb muss sie lieblos eine unzusammenhängende Geschichte hinterher werfen, von der ich mich frage, wen sie überhaupt interessieren soll.

    Ich mochte die ersten beiden Teile der Original-Trilogie, den dritten dann nicht mehr so.

    Aber aus genau dem Grund reizt mich dieser Teil gerade recht wenig, wie übrigens auch die meisten anderen Prequels und Sequels von beliebten eigentlich abgeschlossenen Reihen. Manchmal gelingen diese Anknüpfungen, aber sehr oft leider nicht.

    Oft frage ich mich auch, wie viel Mitspracherecht die Autoren selbst haben, ob sie überhaupt voll und ganz hinter der Idee stehen oder sich ihren Agenturen beugen müssen und dann eben ein liebloses Werk herauskommt.

    Keine Ahnung. Als Leserin interessiert mich das allerdings auch nicht wirklich. Ich kenne nur das Endprodukt und weiß nur selten, was hinter den Kulissen abgeht. (Allerdings frage ich mich, was für Knebelverträge dann manche Schreiberlinge haben müssten, wenn sie 10-15 Jahre später noch einen Teil der Serie raushauen müssen, obwohl diese eigentlich schon beendet ist.)

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    Worum es geht: Ehrgeiz treibt ihn an. Rivalität beflügelt ihn. Aber Macht hat ihren Preis. Es ist der Morgen der Ernte der zehnten Hungerspiele. Im Kapitol macht sich der 18-jährige Coriolanus Snow bereit, als Mentor bei den Hungerspielen zu Ruhm und Ehre zu gelangen. Die einst mächtige Familie Snow durchlebt schwere Zeiten und ihr Schicksal hängt davon ab, ob es Coriolanus gelingt, seine Konkurrenten zu übertrumpfen und auszustechen und Mentor des siegreichen Tributs zu werden. Die Chancen stehen jedoch schlecht. Er hat die demütigende Aufgabe bekommen, ausgerechnet dem weiblichen Tribut aus dem heruntergekommenen Distrikt 12 als Mentor zur Seite zu stehen – tiefer kann man nicht fallen. Von da an ist ihr Schicksal untrennbar miteinander verbunden. Jede Entscheidung, die Coriolanus trifft, könnte über Erfolg oder Misserfolg, über Triumph oder Niederlage bestimmen. Innerhalb der Arena ist es ein Kampf um Leben und Tod, außerhalb der Arena kämpft Coriolanus gegen die aufkeimenden Gefühle für sein dem Untergang geweihtes Tribut. Er muss sich entscheiden: Folgt er den Regeln oder dem Wunsch zu überleben – um jeden Preis.



    Meine Meinung:

    Ich mochte die Original-Bücher ganz gerne, von daher war ich schon neugierig auf das Prequel. Aber das war ein Schnarchfest.


    Oh mann, wo fange ich an.


    Coriolanus wird hier konstant als Opfer hingestellt.

    Er findet die Hungerspiele ganz, ganz schlimm, und die Politik in seiner Welt auch, und er kann so gar nix dagegen machen, und er muss uns ganz arg leid tun.



    Coriolanus ist auch kein Bösewicht oder geschickter Schachspieler.

    Sorry, aber warum lese ich ein Buch aus der Sicht des jungen Big Bad aus den Originalen? Weil ich entweder darüber lesen will, wie er ist, oder wie er dahin kam. Beides ist nicht der Fall.



    Ständig leidet Coriolanus, weil andere leiden.

    Das ist echt der schlimmste Punkt. Und auch der, warum das Buch so langweilig ist. Coriolanus leidet, weil er als Mentor bei den Hungerspielen zusieht, wie andere sterben. Er leidet, weil er zusieht, wie die Tribute schlecht behandelt werden. Er leidet, weil er dabei zusieht, wie seine Cousine sich für ihn abrackert. Er leidet, weil er dabei zusieht, wie seine Klassenkameradin mit Schlangenbissen gequält wird. Er leidet, leidet, leidet... nur irgendwie immer aus zweiter Hand.



    Die haben im Original überhaupt nix gelernt?

    Mild spoiler. Die Mentor:Innen, die damals noch aus Kapitol-Kindern bestanden, versuchen sich mit ihren Tributen anzufreunden... und ein Tribut tötet eine der Mentorinnen. Und dennoch konnte Katniss 64 Jahre später einfach einen Pfeil zu den Spielemachern schießen? Die haben immer noch keine Vorkehrungen für die Sicherheit der Kapitol-Menschen? Echt jetzt?



    Die Hungerspiele haben noch keine Regeln.

    Ein Teil der Langeweile kommt daher, dass das eins der ersten Hungerspiele ist, und die noch keine Ahnung haben, was sie tun. So kriegen wir eine Arena, die komplett untertunnelt ist. So wissen nicht mal die Mentor:Innen, wo ihre Tribute gerade sind und sitzen meist einfach nur da und starren ein leeres Feld an. Coriolanus hat da viel Zeit zu denken. Wie sehr er leidet. Weil andere leiden. *starrt der Kamera direkt in die Pupille*



    Was... was ist das? *wackelt mit der Hand in Richtung der Liebesgeschichte*

    Coriolanus verliebt sich in seinen Tribut aus District 12. Muss ich mehr sagen? Natürlich leidet er darunter auch sehr. Weil sie ja demnächst sterben muss.



    Das Buch ist viel zu lang.

    Ich kann nur so viele Seiten darüber lesen, dass Coriolanus nix mit seinen Kameraden anfangen kann, weil sie zu *hier irgendeinen Charakterzug, den ein Mensch haben kann* sind.



    Irgendwas mochte ich.

    Aber ich hab's nach 500 Seiten oder so wieder vergessen. Kann nicht so wichtig gewesen sein.



    Fazit: Suzanne Collins hat mit den Hungerspielen noch nicht genug Geld verdient. Deshalb muss sie lieblos eine unzusammenhängende Geschichte hinterher werfen, von der ich mich frage, wen sie überhaupt interessieren soll.


    Ratten: 1ratten(1 Ratte)

    Hach ich hatte ja irgendwie gehofft Du würdest das Buch lesen :err:

    Wieso das denn? :whistling:


    Zitat

    Wundert mich auch nur eine Aussage?? Nö. Das alles trifft auch schon auf die Originalserie zu :elch:

    Stimmt. Wobei ich gehofft hatte, dass sie einiges ausmerzt. Immerhin ist ihr die Kritik an den Originalen ja wohl zu gut bekannt. Nuja, war nicht so.


    Zitat


    Im allgemeinen finde ich es so nervig und unglaublich, das es sich ja wohl ziemlich zu lohnen scheint, einfach das gleiche Buch noch mal zu schreiben. Und dann halt einen anderen Blickwinkel drauf zu klatschen.

    War Meyer nicht die erste, die damit angefangen hat? Dieses Buch hatte sie ja damals paralel mit den Originalen angefangen. Ihr Pech war aber wohl, dass sie das Projekt auf ihrer Homepage angekündigt hat, und alle anderen AutorInnen haben die Idee gesehen und sind damit davon gerannt. Und dass sie dadurch die Lust verloren hat, wissen wir ja alle ^^

    Zitat

    Das hat ja bei Fifty Shades auch schon großartig geklappt. Für die Verlage und Autorinnen wunderbar. Für alle anderen halt gelinde gesagt Verarsche und Abzocke. Aber joa, wird ja wieder fleißig gekauft.

    Jupp. Wobei das Buch so ziemlich jede Bücherei haben dürfte. Da ist mein Exemplar auch her :) Vermutlich kaufen sich das nur Fans, die ihre Sammlung vervollständigen wollen. (Wobei die auch nicht so begeistert zu sein schienen. Ich bin in ein amerikanisches Fanforum gegangen und die meisten Threads hießen "Hier ist eine Liste mit Grammatik- und Rechtschreibfehlern, die ich bisher gefunden habe." (Und ja, da sind auch in der deutschen Version einige drin!))

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    Worum es geht:

    Die Geschichte von Bella und Edward ist weltberühmt! Doch bisher kennen Leser*innen nur Bellas Blick auf diese betörende Liebe gegen jede Vernunft. In Biss zur Mitternachtssonne erzählt nun endlich Edward von ihrer ersten Begegnung, die ihn wie nichts zuvor in seinem Leben auf die Probe stellt, denn Bella ist zugleich Versuchung und Verheißung für ihn. Der Kampf, der in seinem Innern tobt, um sie und ihre Liebe zu retten, verleiht dieser unvergesslichen Geschichte einen neuen, dunkleren Ton.


    ________________________________________________________________________


    Meine Meinung:


    Ich bin echt stinkig, dass ich dieses Buch mit meinen eigenen Augen lesen musste.


    Es ist alles nur übernommen? Von ihr selbst?

    Okay. Ich habe auf Vorbereitung zu Biss zur Mitternachtssonne noch mal die Original Hörbücher gehört. Großer Fehler. Denn viele Stellen waren 1 zu 1 übernommen, ohne auch nur die Wortwahl zu verändern. Wieso hat es 15 Jahre gebraucht, um dieses Buch zu schreiben?



    Edward ist ein Stalker und das Buch sehr angsteinflößend.

    Es war gruselig, wie einfach ich mir vorstellen konnte, gerade die Gedanken von Joe aus You zu lesen... oder die von Christian Grey aus 50 Shades of Grey. Aber keine Sorge! Denn er weiß, dass er ein Stalker ist, und deshalb ist es gar nicht so schlimm. Und außerdem hat er ja gute Gründe.



    Alle Charaktere, die auch nur ein bisschen mögbar waren, werden total versaut. (Nicht du, Emmett. Du bist toll.)

    Ich bin ja ganz offen Team Rosalie. Sie ist die einzige, die nicht vollkommen gedankenlos durch die Geschchte stolpert. Deshalb bin ich auch nicht der einzige Rosalie-Fan. Das war offensichtlich auch Stephenie Meyer klar, die einen Kreuzzug gegen Rosalie gestartet hat, bei dem ich mit offenem Munde dasaß.



    Sie hasst Bella, weil Edward in sie verliebt ist, und nicht in Rosalie. Und dabei ist Bella noch nicht mal hübsch! Deshalb will sie Bella aus Eifersucht umbringen. Öhm...



    Jasper will auch Bella töten. Aus anderen Gründen, aber dennoch.



    Alice nervt, weil sie sich mit Bella anfreunden will, aber Edward erlaubt es nicht.



    Diese Behandlung bekommen viele Figuren, die ursprünglich mal ganz okay waren.



    Action ist Mangelware.

    Man sollte es kaum glauben, aber Bella bekommt all die Action ab, während Edward im Auto oder Flugzeug hockt. Und wenn er mal was abbekommt, dann ist es in einer halben Seite abgehakt, weil Meyer durch hechtet, um schnell wieder zum Grübeln zurückzukehren.



    JAMES! WHRE ART THOU?!

    James taucht das erste Mal auf Seite 641 auf. Er redet nicht, rennt weg, und dann sieht man ihn das nächste mal wieder im Tanzstudio, wie Emmett und Jasper seine Einzelteile aufsammeln. So viel zum Big Bad.



    Der ganze Sarkasmus ist weg.

    Früher (jaha, ich bin ein alter Sack.) als Twilight neu war, konnte man schon den ersten Teil von Biss zur Mtternachtssonne auf Stephenie Meyers Homepage lesen. Und Edward war da echt witzig und sarkastisch. Jetzt ist er das nicht mehr. Sondern nur noch leidend. Der Typ, der Bella den Spitznamen "Märtyrer" gibt, hat mehr Türen als 20 Adventskalender, ich sag's euch.



    Rassismus, der.

    Habt ihr gedacht, da die Quileute in diesem Buch nicht auftauchen würden, kommt, na ja, der Rassismus, der sich durch die anderen Bücher gezogen hat, dann auch nicht vor. Oder? ODER? Na Edward hat's trotzdem geschafft. Als er von Bella hört, dass diese Generation Quileute Vampire nur für eine Legende der Großeltern hält, freut er sich. Denn jetzt kann er, wenn er möchte, einfach dort hingehen und den ganzen Stamm abschlachten. Aber nur, wenn er gerade Lust dazu hat.

    Man... man konnte einfach nicht ohne, ja?



    Ich mochte kleine Lösungen zu Plotproblemen, die es in Biss zum Morgengrauen gab.

    Nein, leider nicht zu dem Problem, warum sie James nicht einfach in Forks getötet haben, anstatt erst mal nach Phoenix zu reisen und Bella beinahe umbringen zu lassen. Sorry. Aber z.B. zu dem Plotloch, warum er Bella nicht sofort als Mensch erkannt hat: Jasper hat sie so langweilig aussehen lassen, dass sie niemand angesehen hat, weil es einfach zu langweilig gewesen wäre. Wäre da nur nicht diese Brise gewesen. Nuja.



    Das Vorwort war echt sweet?

    Stephenie Meyer adressiert direkt die LeserInnen von vor 15 Jahren (denn echt, wer wird denn sonst die Zielgruppe sein? Gut erkannt.), freut sich, dass sie jetzt erwachsen sind, und hofft, dass es ihnen gut geht. Sehr nett von ihr.



    Fazit:

    Eine sehr blutleere Angelegenheit, das.



    Ratten: 1ratten(1 Ratte)

    Sehr "bestätigend", meinen eigenen Eindruck der Hülsmann-Bücher bei Dir wiederzufinden, Nomnivor - ich fand ja auch, dass sich die neuesten beiden auf einem völlig anderen höheren Niveau bewegen als die älteren.

    Japp. Ich frage mich wirklich, ob sie sich sprunghaft weiter entwickelt hat, oder ob sie sich einfach nur nicht mehr reinquatschen lässt, jetzt wo sie etabliert ist.

    Triggerwarnungen für das Buch: Kindesmissbrauch und -Vernachlässigung, häusliche Gewalt, Ableismus, Mobbing, Armut


    Das Buch war lang. 15 Stunden und 40 Minuten lang, um genau zu sein. Und das war das Problem. Viele Dinge haben sich ständig wiederholt, bis zu dem Punkt, an dem ich dachte, ich hab aus Versehen Shuffle eingestellt und würde Kapitel hören, die ich schon kannte, und auch ansonsten wäre das Buch ungefähr 6 Stunden kürzer gewesen, wenn Annikas Backorgien und Kochgelage gekürzt worden wären.


    Die Themen waren viel ernster, und auch nicht so leicht eingewoben wie in Meistens kommt es anders, wenn man denkt, was nicht störend ist, aber unerwartet kam.


    4ratten

    Trigger Warnungen für das Buch: Rassismus, Sexismus, Brustkrebs, Ableismus, Fehlgeburt


    Zunächst sei gesagt: Marie und Daniel sind furchtbare Menschen, und vermutlich haben sie sich deswegen verdient. Mögen konnte ich sie nicht und bei jeder Szene mit den beiden hätte ich gerne etwas in Flammen gesetzt. Vornehmlich ein Boot. Ich hasse Bootfahren.


    Wie auch immer.


    Ansonsten war mir das Buch einfach zu schwer; Marie kümmert sich um ihre Schwester, die an Brustkrebs erkrankt ist, und deren Kinder, und es war einfach sehr heftig und nicht wirklich etwas, das ich bei so einem Cover vermutet hätte.

    Was bin ich froh, dass ich als erstes das sehr geniale Meistens kommt es anders, wenn man denkt von Petra Hülsmann gelesen habe, denn wenn ich die Autorin mit Hummeln im Herzen kennen gelernt hätte, hätte ich sie abgeschrieben und Fans erst mal ein prüfendes Stinkauge zugeworfen.


    • Ben ist ein Mistkerl und sollte sich von Frauen fern halten.

    • Jens ist ein Mistkerl und sollte sich von Frauen fern halten.

    • Der Verlobte, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe, ist ein Mistkerl und sollte sich von Frauen fern halten.

    • Lena fatshamed ein Kind.

    • Ben ist Transphob.

    • Aber auch nur, weil er Transsexuelle mit Drag Queens verwechselt, weil es das so viel besser macht :jaDasWarSarkasmus:

    • Ableismus war mal wieder gut gegeben. Was fällt Menschen auch ein, (psychisch) krank zu werden.


    Und dennoch. Es war schön kurz und der Schreibstil war sehr angenehm. Lenas Geschichte, wie sie sich ein neues Leben aufbaut, war gut umgesetzt, und dass dabei nicht immer alles so läuft, wie gedacht, war auch nett zu lesen. Nur gerettet hat es das Buch nicht.


    2ratten

    Gibt's eigentlich unblutige Krimis und Thriller?

    Unblutige Krimis und Thriller oder ein Buch, in dem niemand stirbt?

    Weder Blut, noch Tod findet man oft in Psychothrillern.

    Zb. Die Nanny von Gilly McMillan oder Die Therapie von Sebastian Fitzek ...

    Danke. Die Nanny habe ich mir gleich in der Bücherei vorgemerkt. Die Therapie habe ich vor Jahren mal gelesen und fand's nicht so gut.

    Nomnivor

    Ich hab auch TKKG gelesen oder gehört, aber tatsächlich nicht ganz so gerne wie die drei Fragezeichen. Die hör ich auch heute noch und manchmal les ich sie sogar^^

    Da muss ich wohl mal reinhören :)

    Das klingt echt lustig! :) Danke für den Tipp.

    Danke für die Empfehlungen! :)

    Muss nicht sein. Tod generell ist momentan nicht so meins.

    Okay....dann brauche ich meine Thriller und Krimis nicht zu durchsuchen...

    :-) (Gibt's eigentlich unblutige Krimis und Thriller? Ich war mal in der Bücherei, und eine Frau hat einen Thriller gesucht, in dem keiner stirbt, weil sie "nicht möchte, dass nur für ihre Abendunterhaltung 6 Menschen gemeuchelt werden." Da war sie aber jenseits von Agatha Christie und Sherlock Holmes irgendwie nicht so erfolgreich :-))

    In so einem Fall würde ich ja zu Zeug wie "Das grosse Buch der Päonien" oder ähnlichem greifen. Da gibt's höchstens Sachen wie Blattlausbefall, was vermutlich nicht stören würde.

    Aber Pflanzenbücher sind nicht jedermenschs Ding.


    Wie wär's mit Reiseführern? Ein dicker Bildband über dein Traumland vielleicht. Macht nichts, wenn du weisst, dass du da nie hinfahren wirst - träumen tut gut.

    Sowas habe ich tatsächlich noch nie zum Spaß gelesen ^^

    Ich hab grad echt űberlegen müssen, gar nicht so einfach 😂 ich bin grad in der Straßenbahn, ich geb Dir nachher ein paar Vorschläge, am Handy ist es etwas umständlich. Irgendein Genres das ich nicht berücksichtigen soll?

    Genre ist total egal :-) Ich lese alles.

    Mir ist spontan auch nichts eingefallen, bei dem ich es komplett ausschließen hätte können ... ich geh auch noch mal in mich.

    Danke :-)

    Tag auch,


    ich bin gerade gesundheitlich angeschlagen und lenke mich mit Büchern ab. Oder zumindest versuche ich es. Aber leider kommt in jedem Buch, das ich in die Hand nehme, unweigerlich jemand ins Krankenhaus, Prota pflegt kranke Verwandte, oder es gibt eine schlimme Diagnose vom Arzt. Wenn nicht gar gleich eine Figur tot umfällt.


    Der Entspannungsbogen geht bei mir also ungefähr auf -40.


    Gibt's auch Bücher, in denen niemand körperlich krank ist/wird? Genre ist egal. Fluff ohne Drama ist sehr willkommen.

    CN für das Buch: Ableismus, vom Partner betrogen werden, von einem Hund gebissen werden, Herzkrankheiten, Krankenhaus


    Was ich mochte:

    • Die beiden Loveinterests hatten eine schöne Chemie.

    • Und sie waren auch nicht toxisch miteinander.

    • Ich möchte Lenny einen Fistbump geben.

    • Ein Hund hat eine Hauptrolle. Hallo? Wo war dieses Buch mein Leben lang?

    • 2 Charaktere haben das Down Syndrom. ZWEI!

    • Nele ist fast 29, ist aber gerade erst bei ihren Eltern ausgezogen und lebt in einer WG. Mehr Millenial ginge nur, wenn sie sich nichts zu Essen hätte leisten können.

    • Drama ist in 2 Seiten geklärt oder kommt gar nicht erst richtig auf.


    Was ich nicht mochte:

    • In dem Buch wird schwer darauf geachtet, dass Behinderte inkludiert werden, was auch wundervoll funktioniert. Trotzdem werden freizügig Wörter wie "schwachsinnig" als Beleidigung beim geringsten Anlass benutzt. Öhm? Woher kommt der Begriff noch mal? Ach ja.

    • Es war sehr lang.

    • Den Subplot mit der Hochzeit der Eltern hätte es nicht gebraucht.


    Fazit: Trotzdem mochte ich das Buch gerne und es hatte ernstere Themen, als erwartet. Diese wurden jedoch gekonnt leicht verpackt, und ich wurde damit nicht erschlagen. Ich würde es jedem empfehlen, der eine lockere Romanze, bei der es nicht nur ums verliebt sein geht, sucht.


    5ratten(5 Ratten)

    Nomnivor

    Stelle gerade fest, das ich die Angsterkrankung total überlesen habe... Für mich hat sich diese im Roman überhaupt gar nicht wirklich gezeigt. Also sie zeigt ja soweit ich das noch in Erinnerung habe nicht mal richtige Symtome, die über ich sag mal eine "normale" Angstreaktion hinausgehen (im Sinne von, im Gegensatz zu einer Reaktion mit Angststörung.).

    Ja, die waren mehr so "ich fühle mich unwohl" als, na ja, echte Panik ^^

    Prota hat eine Angsterkrankung. Mit Panikattacken. Dennoch ernährt sie sich von Kaffee, als wärs der Zaubertrank aus Asterix. Einmal hat sie Panik, und macht sich einen Espresso zur Beruhigung. Mit einer Angsterkrankung sollte man kein Koffein zu sich nehmen.

    Zwischen nicht sollen und nicht tun ist leider ein grosser Unterschied.

    Ich arbeite mit Menschen mit einer Beeinträchtigung. " Man " sollte zb mit Epilepsie regelmässige Ruhezeiten einhalten. Trotzdem habe ich einen Schützling, der unter Epilepsie leidet, der bis morgens um 4 in den Bars herumhängt. " Man" sollte mit einer Schizophrenie und Angsterkrankung keine Aufputschmittel konsumieren. Trotzdem trinkt eine Bewohnerin der WG jeden Morgen 3 Espresso und abends RedBull. " Man" sollte mit Diabetes Diät halten. Auch da: Schokokuchen à Discretion mit Diabetes.

    Was ich damit sagen will, ist, dass das nicht schlechte Recherchen der Autorin sind, sondern ganz einfach Realität. Jeder von uns kennt doch dieses " man sollte"...hält uns das davon ab, es trotzdem zu tun oder nicht zu tun?

    Darum geht's nicht. Sondern darum, dass die Protagonistin dadurch nicht beeinträchtigt wird.

    Fragt mich bitte noch mal, warum ich bei Büchern mit psychischen Krankheiten immer nur Own Voice-Bücher lese, obwohl alle Schreiberlinge doch so gewissenhaft jahrelang recherchieren. WEGEN SOWAS HIER.


    Prota hat eine Angsterkrankung. Mit Panikattacken. Dennoch ernährt sie sich von Kaffee, als wärs der Zaubertrank aus Asterix. Einmal hat sie Panik, und macht sich einen Espresso zur Beruhigung. Mit einer Angsterkrankung sollte man kein Koffein zu sich nehmen. Es wirkt im selben Bereich des Hirns, wodurch die Symptome schlimmer werden. Prota müsste ein Nervenbündel, das weinend in der Badewanne liegt, sein. Wenn ihr Herz die ständigen Attacken überhaupt mitmacht. SOWAS LÄSST SICH MIT 5 SEKUNDEN GOOGELN HERAUS FINDEN.


    Und das ist nur die Spitze. Bitte, liebe Schreiberlinge. Hört auf, über psychische Erkrankungen zu schreiben, wenn ihr sie nicht selbst habt und/oder PsychologINNen seid. Entweder verletzt ihr damit diejenigen, die psychisch krank sind, oder ihr verteilt Missinformationen. Meistens allerdings beides. Unsere Erkrankungen sind kein Entertainment. Und auch kein interessanter Charakterzug für eure Figuren.


    1ratten