Beiträge von Doscho

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Kapitel 26 war wirklich schön spannend geschrieben, sowas mag ich ja :-) Bei Sophias Geburt habe ich wirklich gezittert, das klang ja fast so, als würden beide das Ganze nicht überleben...


    Schumann weiß mir definitiv zu viel, auch wenn Idermann wohl nicht der beste Spitzel ist. Er ist einfach zu schlau und intrigiert zu gut.


    Jetzt, wo Moses in Wittenberg ist, frage ich mich, wie er wieder zurück nach Pirna kommt? Er sollte doch seine Erinnerungen auffrischen, zumindest hoffe ich, dass ihm das gelingt! :-)


    Zu Lucas Cranach habe ich eine schöne Geschichte, da ich mal zur Schulzeit eine Exkursion nach Weimar (sehr schöne Stadt übrigens!) mitgemacht habe und wir dabei auch in der Herderkirche waren. Von außen eher unscheinbar, hat mich das Altarbild von Lucas Cranach doch sehr beeindruckt: https://de.wikipedia.org/wiki/…ei:Weimaraltar-1555-B.jpg


    Hidwigk... wie kann man so voller Hass sein? Die handelt ja überhaupt nicht mehr rational und will wohl weder auf Sophia noch auf Hannes hören. Aber offenbar wurde sie zur Aussage angestiftet, nach der Reaktion von Maria frage ich mich aber, ob wirklich Schumann oder nicht doch eher Martens Vater hier seine Finger im Spiel hat.

    Tut mir leid - das hab ich glatt vergessen. Es tut mir sowieso leid, dass ich vor dieser Runde nicht die Zeit fand, den ersten Band noch einmal zumindest querzulesen! Und ich hab leider tatsächlich schon viel vergessen... ;(

    Tröste dich, das geht mir leider ähnlich... :-(


    Und dann bleibt noch die große Frage, was auf dem Zettel steht, den Magister Fuchs aus dem Kloster mitgenommen hat und der noch immer im Cicero steckt. Ich hoffe doch, dass er das Buch nicht in der Schule liegen ließ, als er so rasch nach Hause lief. Aber dieser Zettel ist bei all den Ereignissen glatt irgendwie untergegangen!

    Stimmt, an den Zettel hab ich gar nicht mehr gedacht, ich hoffe, das wird noch aufgelöst und das, was draufsteht, ist keine Enttäuschung...

    Oh Mann, und dann steht er nur wenige Meter von Sophia entfernt, aber leider dreht sie sich nicht vollständig zu ihm um, dass er sie gesehen hätte. Das war so ein Moment, in dem ich Moses/Niklas am liebsten geschubst hätte, dass er der schwangeren Frau gefälligst folgen soll :D

    Oh ja, das war so eine ernüchternde Szene... Ich dachte mir auch nur "Jetzt kommt schon" und dann passiert einfach nichts und beide gehen ihrer Wege. Und nun hockt Moses in Wittenberg fest, was das Ganze nicht einfacher macht.

    So, dann mal den ersten Teil bis einschließlich Kapitel 25.


    Ich finde die Ansichten von Storch persönlich nicht mal verkehrt, wenn auch für die damalige Zeit wohl zu revolutionär. Eine Religion losgelöst von der Kirche, die Frau ist dem Mann gleichberechtigt - was spricht dagegen? Gut, über freie Liebe kann man sich streiten, aber hey, in den 60ern gab's zu dem Punkt quasi ein "Revival" ;-) Der gute Storch war seiner Zeit also wohl sehr weit voraus.

    Umso mehr kann ich auch nicht verstehen, was Heinrich so wütend macht. Steht noch mehr zwischen ihm und Storch, als er Sophia erzählt hat? Ich finde, in dem Punkt ist er eher unsachlich.

    Interessant, dass sich Heinrich dann doch von Sophia umstimmen lässt, im Kloster zu arbeiten, um an das Codebuch zu gelangen. In dem Zusammenhang ist es wenig verwunderlich, dass Schumann gegen die Besetzung der Stelle mit Heinrich stimmt - ich hatte sogar den Schreckmoment, er kommt damit durch. Das war ein spannendes Kapitel, Heike! :-)

    Ich glaube, Marthe steht Moses auf seiner Suche nach seinem Niklas-Ich nicht im Weg, ganz im Gegenteil, sie will ja, dass er sich erinnert. Und siehe da, die beiden treffen sich flüchtig an der Kirche und es passiert... nichts. Das war für mich erstmal recht ernüchternd, aber es braucht dann wohl noch ein wenig.

    Die Gruselgeschichten um Pater Johannes waren auch spannend, daher war ich auch ziemlich erstaunt, dass Schumann wohl dessen unehelicher Sohn sein soll? Nun, allgemein war auch das ein interessantes Kapitel, zwar bewerte ich Schumann dadurch nicht besser, aber ich mag es, etwas von seinem Hintergrund zu erfahren.

    Marias Einkerkerung ist dann doch sehr verwirrend und ich fürchte, Hidwigk steckt tatsächlich mit Schumann unter einer Decke, das kann mir ja keiner erzählen, dass sich dann doch "zufällig" eine Zeugin gefunden hat...

    es geht spannend weiter und ich denke, schon die ersten dunklen Wolken am Himmel zu erkennen.

    Auf jeden Fall, ich denke mir auch bei manchen Konstellationen "Das wird nicht gut gehen..."


    Währenddessen fallen Sophia Holzfiguren in die Hand, die denen von ihrem Niklas verblüffend ähneln, aber sie hat nach dem, was sie damals gesehen hat, keinen Grund, an Niklas' Tod zu zweifeln, da muss schon noch mehr kommen, als die Holzfiguren.

    Da frage ich mich, wie Heike das macht, denn ich glaube, es werden sich Situationen häufen, in denen Sophia merkt, das Niklas noch lebt bzw. Moses merkt, dass er Niklas ist. Entweder, ihnen wird das mehr und mehr bewusst oder sie treffen sich und es überkommt beide die Erinnerung. Ich glaube aber eher an Ersteres.
    (Dass Heike uns alle foppt und Moses gar nicht Niklas ist, glaube ich jetzt mal weniger. Zumal ich die dann aufkommende Frage, wer es sonst sein soll, auch nicht beantworten könnte.)

    So, jetzt noch der Rest des Abschnitts:


    Fuchs hatte eine tragische Vergangenheit, klar, dass er darüber nicht sprechen will, aber Storch hat wohl auch Schuldgefühle.

    Eine Frage an Bücherskorpion : Sind die Tipps zur Schwangerschaft, die Sophia im Spital erhält, realistisch oder eher Aberglaube der damaligen Zeit?

    Das mit dem Codebuch fand ich sehr spannend zu lesen, allgemein bin ich ein großer Mystery-Code-Entschlüsselungsfreund und finde sowas immer sehr faszinierend. :-)

    Margaretha von Bünau bzw. die Verbindung Schumann gegen Carlowitz kann noch interessant werden. Genauso Marthe und Sophia, sollte sich Moses wieder an sein Niklas-Ich erinnern...

    Und die Kapitel 6 mit 10:


    Ja, es wird immer wahrscheinlicher, dass Moses Niklas ist, da gibt es wieder Hinweise, etwa, dass er gröbere Arbeit nicht gewohnt zu sein scheint und das Bild einer Kirche, das immer wieder auftaucht - er hat ja in St. Marien gearbeitet.

    Ein Glück hat Schumann nichts bei Sophia gefunden und auch Sophias Trick mit dem Schwein scheint noch glimpflich ausgegangen zu sein. Und erneut zeigt sich, wie unfassbar dreist Schumann einfach ist, ich meine, glaubt er wirklich, dass sich Fuchs und Sophia eine Magd einstellen und dann noch eine, die offensichtlich unter Schumanns Fuchtel steht? Bitte, wie naiv kann man eigentlich sein?

    Spannend ist auch die Frage, warum Fuchs ausweicht, als in Sophia über Storch ausfragen will und wer die Dame im roten Kleid ist, auf die Schumann trifft :-)


    Schade das Niklas nicht nach Pirna gegangen ist, dass fand ich auch. Andererseits wäre die Spannung zu schnell raus gewesen, da ist es so wie es ist gut. Ich hoffe nur, Heike lässt uns nicht bis zum dritten Teil warten ^^


    Glaub ich nicht, zumal Melchior auch Moses gesagt hat, dass es sich bei der Kirche, die ihm immer wieder erscheint, um St. Marien handelt. Er wird nachforschen und sich erinnern, da bin ich mir recht sicher.


    Bücherskorpion Witzige Geschichte! Wobei mich Hans Hohlfeld an den Maler Hans Holbein (man kennt vielleicht das Bild "Die Gesandten" mit dem verzerrten Totenschädel) erinnert. Aber gut, wenn der Name verbürgt ist, schadet es wohl nicht, ihn auch zu verwenden :-)

    Moses alias Niklas kann sich bisher an überhaupt nichts erinnern. Und vor lauter Frust, weil ihm in Dresden nichts bekannt vorkam (und wegen seiner Migräne), verzichtet er ausgerechnet in Pirna darauf, in die Stadt zu gehen. Evtl. wäre ihm dort etwas bekannt vorgekommen? Vor allem als die anderen ihm vorschlagen, zu Meister Arnold zu gehen, habe ich die Luft angehalten und dachte, das ist die Chance!


    Im Gegensatz dazu erzählt ja Arnold Sophia und dem Bader von den Flößern und es interessiert sie überhaupt nicht. Ich fürchte mal, es dauert noch etwas, bis die beiden zusammenkommen.


    Ich habe noch vergessen, die Begegnung mit Hidwigk zu erwähnen - die könnte Schumann nämlich gut auf seine Seite ziehen. Er denkt ja gerne über viele Ecken und ich finde, Hidwigk sucht sicher aufgrund ihrer Eifersucht nach einer Möglichkeit, Maria zu schaden. Und da Maria und Sophia Freundinnen sind, könnte das auch auf sie zurückfallen. Ich fürchte, Schumann wird sich da was ausdenken...

    So, ich habe mir das Ganze dreigeteilt, Fünferschritte scheinen mir für mein Lesetempo ganz in Ordnung zu sein.


    Ich mag es, wie das Buch mit einem Charakter anfängt, den wir - scheinbar - nicht kennen: Moses. Irgendwie musste ich auch über die Verbindung von Caspar und Melchior schmunzeln - fehlt nur noch ein Balthasar :-D

    Wir scheinen uns aber alle einig zu sein, dass Moses Niklas ist, dieser also tatsächlich noch lebt. Ich hatte ja am Ende der "Fallstricke" noch den Verdacht, dass Heike sich ein Schlupfloch offen lässt, da nie geklärt wurde, ob Niklas wirklich tot ist und siehe da, sie hat es wohl genutzt ;-) Ich meine, wer soll es sonst sein? Kennt Sophia, ist gut im Schwertkampf und hatte eine Begegnung mit einem Schwein - da gab's ja diese lustige Szene recht am Anfang der "Fallstricke", wenn ihr euch erinnert.
    Mal wieder schön sind die Hintergrundbeschreibungen, hier vom Flößerwesen.

    Dann kommt Sophia und ich mag ihren Alptraum als erzählerische Rückblende auf den ersten Teil bzw. auch allgemein, wie immer wieder fast schon unbewusst Rückblenden eingeflochten werden, beispielsweise auch bei Sophias Gespräch mit Maria in Kapitel 5.
    Beim Disput mit Magister Fuchs kann ich irgendwie beide Seiten verstehen, klar reizt es, weiter an der Entschlüsselung des Buches zu fordern aber Sophia wäre unklug, wenn sie jetzt durch Unachtsamkeiten die Aufmerksamkeit wieder auf das Buch und damit auch auf sich ziehen würde.

    Zu Schumann kann ich bislang noch nicht so viel sagen, dem wurde bislang nur ein Kapitel gewidmet - ja. Er ist halt Schumann, ich erwarte eh, dass wir mit dem auch in diesem Band viel "Spaß" haben werden. Er schleimt sich ja gerade wohl bei den Ratsherren schön ein, um einen besseren Posten zu bekommen, hat aber gleichzeitig den Druck von von Carlowitz. Das wird sicher noch spannend.

    Ein letztes Mal brechen Tarean und seine Gefährten zu einem Abenteuer auf. Diesmal geht es nach Gongathar, wo finstere Mächte versuchen, das Gleichgewicht Endars zu zerstören.


    Auch im letzten Teil der Tarean-Trilogie lässt sich mal wieder das sagen, was ich schon zuvor gesagt habe: Es handelt sich auch hier um typische, aber spannend geschriebene Fantasy, die sich theoretisch als abgeschlossener Einzelband lesen lässt. Meiner Meinung nach sollte man jedoch, wie ich auch in meiner Rezension zum Vorgängerband erwähnt habe, die vorherigen Bände gelesen haben.

    Dies liegt zwar ebenfalls an den zwischenmenschlichen Beziehungen, aber auch am Beginn des Buches. Die Verknüpfung mit dem Vorgängerband ist hier nämlich wesentlich besser gelungen als noch bei „Erbe der Kristalldrachen“. Anders gesagt: Wer das Ende von Band zwei aufmerksam gelesen hat, weiß die grobe Handlung dieses Buches. Das wirkt flüssig und in sich stimmig.

    Mein größter Kritikpunkt liegt hier wohl bei mir selbst. Denn ich habe alle Bände der Trilogie hintereinander weg gelesen, ohne Unterbrechungen dazwischen. Normalerweise ist so ein Vorgehen sogar ratsam – hier nicht. Ich ertappte mich öfter als einmal bei dem Gedanken, froh zu sein, dass die Reihe nach dem Band vorbei ist und froh zu sein, dass es sich bei Tarean „nur“ um eine Trilogie handelt.


    So handelt es sich bei der Tarean-Reihe zusammengefasst um grundsolide, aber dennoch spannende und gutgemachte Fantasy, die man jedoch eher mit Pausen lesen sollte. Ich hatte trotz mancher Kritik aber auch hier meinen Spaß und kann sowohl Reihe, als auch Autor jedem Fantasyfan empfehlen.


    4ratten

    Hmm, hab da einiges, ich weiß nicht, ob es das schon gibt...


    Im Bereich der Historischen Romane mehr Geschichte von Ländern/Kulturen, von denen man sonst wenig erfährt. Südamerika, Afrika, Asien, vielleicht sogar kleine polynesische Inselstaaten. Auf jeden Fall nicht immer nur europäische Geschichte oder die alten Griechen/Römer/Ägypter... ;-)


    Im Bereich Science Fiction würde ich mir mehr Anti-Mensch bzw. Post-Mensch-Romane wünschen. Also am Besten davon ausgehen, dass die Menschheit ausgestorben ist und sich Tiere/Natur/andere Erdbesetzer die von den Menschen zerstörte Erde zurückerobern...


    Gibt's wahrscheinlich alles schon, ist mir bloß noch nie untergekommen :-)