Beiträge von *Sternenstauner*

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.


    Was mich etwas stört, ist, dass die Autorin für meinen Geschmack etwas zu bemüht versucht, Elemente der Jugendkultur einzubringen. Seien es Bands (merkwürdig gemixten Musikgeschmack hat diese Hauptfigur... :rollen:) oder auch populäre Fernsehsendungen und ähnliches...


    Mir gefällt sowas eigentlich immer sehr gut, weil ich denke, dass jugendliche Leser sich noch leichter mit den Figuren identifizieren können, wenn diese dieselbe Musik hören/Filme sehen etc. Mir bringen diese Infos die Personen auch immer gleich noch näher. Blöd ist nur, dass manche Sendungen in ein paar Jahren wahrscheinlich von anderen abgelöst werden und dann natürlich nicht mehr aktuell sind. Auf mich würde das Buch dann vermutlich etwas veraltet wirken.



    das einzige was mich stört ist das mit den englischen Texten :grmpf: war in englisch nämlich eine Null.


    Ich habe mich auch gefragt, ob so manch Leser nicht seine Probleme damit haben könnte. Aber meist wird ja nur auf Englisch geflucht oder es sind kurze, einfach gehaltene Sätze. Ein zitierter Liedtext ist zwar etwas länger, aber dessen Übersetzung findet man zur Not auch im Netz, denk ich.
    Wenn du allerdings Fragen haben solltest, Noiri, nur zu! Ich helfe dir gerne, wenn es unklar geblieben sein sollte.

    Ich hab das Buch wirklich sehr gerne gelesen. Zum Glück bin ich - mehr zufällig - überhaupt darauf aufmerksam geworden. Ich glaube, Isabel Abedi zählt bald wirklich zu meinen absoluten Top-Autoren.
    Das Buch ist schon Phantastik irgendwo, aber anders halt. Das gefällt mir wahnsinnig gut.

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    Kurzbeschreibung


    Es fühlt sich an wie ein Riss. Ein hauchfeiner Riss, tief in Rebeccas Innerem. Als ob ihr jemand mit der Pinzette ein Härchen ausgerupft hätte. Was bleibt: ein sonderbares Gefühl von Leere und der Angst. Doch dann taucht Lucian auf, wie aus dem Nichts. Ein Junge ohne Vergangenheit, jemand, der sich nicht erinnern kann, wer er ist oder wo er herkommt. Aber Lucian gibt Rebecca mit einem Mal das Gefühl, dass sie nicht mehr allein ist…



    Rezension


    Es war ein zutiefst unheimliches Bild, aber ich hatte merkwürdigerweise keine Angst. Im Gegenteil, ich sah auf die fremde Gestalt unter der Laterne und fühlte, wie etwas in mir zur Ruhe kam. (Seite 24)


    Es beginnt an einem gewöhnlichen Mittwochabend. Ganz plötzlich verspürt Rebecca tief in ihrem Inneren einen zarten Riss und eine unaussprechliche Leere bleibt zurück. In der Nacht träumt sie das erste Mal von ihrem eigenen Tod, ein Albtraum, der fortan immer wiederkehrt.
    In derselben Nacht sieht sie einen fremden Jungen vor ihrem Fenster stehen – Lucian, der sich an nichts und niemanden erinnern kann. Außer an Rebecca. Ihre Gedanken scheinen verknüpft, sie brauchen die Nähe des anderen und oft weiß Lucian Dinge aus Rebeccas Leben, die er eigentlich gar nicht wissen kann. Obwohl Lucian befürchtet, er könne eine Gefahr für Rebecca darstellen, können die beiden nicht voneinander lassen. Bis sie letztlich gewaltsam getrennt werden und bestürzt erkennen müssen, woher die Gefahr tatsächlich droht…


    Bis dahin dauert es allerdings eine ganze Weile, denn der fantastische Teil des Buches webt sich zunächst eher als zartes Band durch die Geschichte. So zart, wie die auf dem Schutzumschlag abgebildete Feder vermuten lässt.
    Zunächst einmal lernt man die Figuren näher kennen: Rebecca, ihre beste Freundin Suse, ihren (Ex)Freund Sebastian und ihre Mutter Janne, eine Psychologin, sowie deren Lebensgefährtin, die Künstlerin Spatz. All diese sind zu einem intensiven, emotionalen Geflecht verwoben, das im Laufe der Zeit einige Brisanz aufweist.
    Lucian spielt dabei vorerst keine große Rolle. Er taucht immer nur am Rande auf, während andere Themen wie Freundschaft, erster Herzschmerz und familiäre Probleme im Vordergrund stehen. Doch nach und nach sondert sich Rebecca immer mehr ab, verzweifelt geradezu in ihrer Sehnsucht nach Lucian und ist schließlich gezwungen, ihr altes Leben komplett aufzugeben.


    Der Verlag schreibt «Ein Zauberwerk über die Schönheit der Liebe». Ja, es geht um Liebe. Wunderschön beschriebene Liebe; nicht nur zwischen Rebecca und Lucian, sondern auch um die Liebe zwischen Eltern und Kindern, gute Freunden, gestohlene Liebe und die Liebe zur Literatur. So versprüht der Roman einerseits eine wohlige, warme Atmosphäre, die andererseits aber immer bedrohlicher wird. Die Gefühle der Personen sind dabei sehr eindringlich geschildert und auch wenn man ihr Verhalten nicht immer gutheißt, so kann man ihre Beweggründe doch nachempfinden.


    Sprachlich ist der Roman, auch wenn er sicherlich auch gut von älteren Lesern gelesen werden kann, der Zielgruppe angepasst. Die Dialoge sind sehr jugendlich gehalten, es wird (gerne auch mal auf Englisch) geflucht, Liedtexte zitiert und Soaps umbenannt. Jugendliche Leseratten dürften sich entsprechend leicht in der Geschichte zurechtfinden.
    Das fantastische Konstrukt, auf das die Handlung aufbaut, ist allerdings nicht ganz so leicht zu durchblicken. Zwar ist es gut durchdacht und gegen Ende laufen verschiedene Fäden zur großen Auflösung zusammen; vieles, was einem verdächtig vorkam, ist tatsächlich von Bedeutung, ohne dass man die genauen Zusammenhänge von alleine hätte erahnen können. Doch um diese zu verstehen, muss man sich Zeit nehmen und teilweise etwas um die Ecke denken. Hier hätte ich mir etwas mehr Klarheit gewünscht. Außerdem sind manche Geschehnisse des nicht-fantastischen Komplexes etwas unrealistisch.
    Dank der tollen Idee, des flüssigen Schreibstils und der kantigen, mal mehr, mal weniger sympathischen Charaktere kann man darüber aber getrost hinwegsehen.


    FAZIT: Empfehlung!


    Wertung: 5ratten

    Interessant ist Emmi auf jeden Fall und sicherlich auch menschlicher als manch andere Romanfigur. Leider ändert das aber nichts daran, dass sie mir irgendwann auch ziemlich auf den Zeiger gegangen ist. Fragt sich nur, warum ich - ebenso wie kleinbrina, die das Buch scheinbar noch schlechter fand als ich - trotzdem nicht abgeneigt bin, die Fortsetzung zu lesen? Muss die Neugierde sein... :breitgrins:

    Wie gesagt, ich filtere und fahre damit für mich persönlich auch sehr gut. Zumal ich eh nur wenigen Privatzwitscherern folge. Solange die mir nicht nur alle drei Stunden erzählen, dass ihnen langweilig ist, dürfen sie auch gerne auf meiner Liste bleiben. Wer mich nervt, kommt allerdings weg - klar.
    So wie ich sehr wahrscheinlich auch entfollowed werde, wenn ich nur Mist verzapfe. ;) Ist doch völlig in Ordnung.
    Ich verstehe - für mich - Twitter vielleicht anders als es meinetwegen gedacht war (mehr Information, Privates ab und an zum Vergnügen), aber letztlich mache ich daraus eben nur das, was mir gefällt - und was ich vor allem brauchen kann.

    Die Freude kann ich auch gut verstehen. :) Und ich mag Popcorn-Bücher hier und da auch sehr gerne. Aber letztlich hat mich deine Anna in dem Fall tatsächlich mehr interessiert als dieses neue Langdon-Dings, denn mit dem habe ich nach den ersten beiden Teilen für mich persönlich abgeschlossen.


    Aber, liege ich denn richtig mit meiner Vermutung, dass Anna zumindest rechts hinter Herrn Lübbe steht? ;)

    Mag sein, dass das so ist. Mich interessiert aber trotzdem nicht, wer wann wo und wie seinen Kaffee trinkt oder ob er gerade auf dem Pott oder in der U-Bahn sitzt. _Ab und an_ mag ich persönliche Beiträge, weil ich mir dann ein besseres Bild von der Person dahinter machen kann, letztlich filtere ich für mich aber nur mehr oder weniger wichtige Informationen raus, mit denen ich auch etwas anfangen kann.


    Chatten gehört für mich - soziales Netzwerk hin oder her - definitiv nicht dorthin. 2-3 Tweets hin und her ist ja in Ordnung, aber wenn ich mich (privat) unterhalten möchte, kann ich das auch via ICQ, MSN oder zur Not auch eMail und Telefon machen. Ausführlichere Gespräche zwischen zwei Leuten interessieren mich nämlich herzlich wenig und müllen mir nur meine Timeline (Heißt das so?) zu.


    Ich wechsle meine Twitter-Sprache ab, mal Englisch mal Deutsch. Was mich besonders stolz macht ist, dass Sebastian Fitzek zu meinen Followern gehört :sonne:


    ...und Calli und Fran Drescher sowie ein paar andere deutsche Autoren. :) Wobei ich mich da ja frage, wie viele meiner Tweets die tatsächlich schon gelesen haben.


    Vor ein paar Wochen fand ich Twitter noch unsinnig und doof, aber mittlerweile finde ich das eine lustige Sache. Überwiegend folge ich Autoren, Verlagen oder sonstigen Leuten aus der Buchbranche und erhasche so etliche Informationen, die mir sonst entgangen wären.
    Ein paar Promis verfolge ich spaßeshalber auch und manche Privatpersonen zwitschern so poetisch oder ulkig, dass es - nebenbei, wenn ich eh am PC sitze - eine nette Bereicherung ist. Einzig etwas nervig finde ich, wenn zu viele Belanglosigkeiten mitgeteilt werden. Oder Leute Twitter mit einem Chat verwechseln und sich ellenlang dort unterhalten.

    Weißt du was, Borz? Deine Anna war jetzt sogar der einzige Grund, weshalb ich mir das Video überhaupt angesehen habe. Der neue Dan-Brown interessiert mich sonst nämlich nicht die Bohne.
    Wirklich sicher gesehen habe ich die Anna zwar nicht, aber ich habe zumindest eine Vermutung. ;)

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    Kurzbeschreibung


    Die 17-jährige Sydney kommt eines Abends nicht von ihrem Sommerjob in einem Hotel nach Hause. Sie ist nicht über Handy zu erreichen. Ihr Vater macht sich große Sorgen. Er fährt los, um sie abzuholen. Doch die Angestellten des Hotels haben noch nie von einem Mädchen namens Sydney gehört…


    Rezension


    Ich fühlte mich wie eine Maus im nächtlichen Wald, die sich fragt, wie viele Eulen in den Ästen über ihr sitzen. (Seite 242)


    Nach der Scheidung ihrer Eltern lebt die 17jährige Sydney Blake bei ihrer Mutter. Nur in den Sommerferien zieht sie kurzzeitig zu ihrem Vater Tim und nimmt in einem nahe gelegenen Hotel einen Ferienjob an.
    Eines Abends kommt sie nach Feierabend jedoch nicht nach Hause. Zunächst denkt sich Tim nichts weiter, zumal er am Morgen einen kleinen Streit mit Sydney hatte und vermutet, sie wolle ihm nun eins auswischen. Doch die Stunden vergehen und Sydney lässt sich weder blicken, noch ist sie auf ihrem Handy erreichbar. Tim beschließt, im Hotel nach ihr zu fragen, aber dort will sich niemand an eine Mitarbeiterin namens Sydney erinnern können.
    Warum hat sie ihren Vater angelogen? Und wo ist sie? Auf der Suche nach ihr gerät Tim nicht nur selbst in den Fokus der Ermittlungen, sondern bald schon in Lebensgefahr…


    War ich von den beiden ersten Barclay-Thrillern «Ohne ein Wort« und «Dem Tode nah» noch restlos begeistert, so waren meine Erwartungen diesmal wohl etwas zu hoch.
    Die Geschichte beginnt am Tag von Sydneys Verschwinden. Erzählt wird sie aus der Perspektive von Tim, einem Autohändler, der sogleich alles daran setzt, seine Tochter wieder zu finden. Doch trotz groß angelegter Suchaktion inklusive einer extra eingerichteten Website fehlt von Sydney jede Spur.


    Neben Tims Sorgen werden am Anfang erst einmal ausgiebig seine Familien- und Arbeitsverhältnisse geschildert. Wer schon mal ein Buch von Linwood Barclay gelesen hat, weiß jedoch, dass selbst solche Ausführungen alles andere als langweilig sind, da alle auftretenden Personen irgendwie verdächtig scheinen und man eifrig nach möglichen Hinweisen sucht.
    Einzig bei der Auflistung diverser Automodelle hätte sich der Autor etwas einschränken können, denn irgendwann drängt sich einem fast der Verdacht auf, er mache gezielte Werbung für bestimmte Automobilhersteller, was mit der Zeit etwas nervig ist. Ebenso wie die Tatsache, dass sämtliche Figuren jeden zweiten Satz mit «Tja» beginnen.


    Nichtsdestotrotz fliegen die Seiten nur so dahin, denn Linwood Barclay ist ein Meister darin, seine ohnehin recht kurzen Kapitel mit fiesen Cliffhangern zu beenden, sodass man einfach weiter lesen muss. Immer wieder stellt man sich die Frage, ob Tim seine Tochter womöglich weniger gut kannte, als er dachte, und sie vielleicht einfach abgehauen ist. Aber warum findet die Polizei dann Blutspuren in ihrem Wagen?


    Die Charaktere, allen voran Tim, sind zwar nicht sonderlich vielschichtig gezeichnet, aber es reicht aus, um ihre Geschichte gerne und gebannt zu verfolgen. Zumindest, bis sich die Dinge ab etwa der Hälfte plötzlich überschlagen und Tim vom besorgten Vater zum wahren Superhelden mutiert. Die Story wird nun immer abstruser und viel zu unglaubwürdig konstruiert.
    Besonders der Handlungsstrang um Sydneys beste Freundin Patty wirkt völlig an den Haaren herbeigezogen und der barclay-typische Showdown ist unnötig und verwirrend. Irgendwann kommt man - bei der Vielzahl an Personen und deren verworrenen Beweggründen - gar nicht mehr dazu, gedanklich nachzuverfolgen, was denn nun überhaupt noch logisch ist und was nicht. Hier ist der Autor leider deutlich über das Ziel hinausgeschossen und lässt den von ihm sonst so verwöhnten Leser eher unzufrieden zurück.


    FAZIT: Alles in allem ist «In Todesangst» zwar immer noch ein spannender Thriller voller überraschender Wendungen, manchmal sind diese aber gar zu überraschend, sodass das Buch insgesamt leider hinter seinen beiden Vorgängern zurück bleibt.


    Wertung: 3ratten

    Rezension


    «Was für den einen eine Lektion ist, ist für den anderen einfach nur eine Geschichte. (Seite 357)«


    Für den Leser von «Zeit deines Lebens» beginnt die Geschichte an einem besinnlichen Weihnachtsmorgen, der durch den Fensterflug eines tiefgefrorenen Truthahns ein jähes Ende findet. Kurz darauf sitzt der Übeltäter, ein verloren wirkender Teenie, der im Folgenden nur «der Truthahnjunge« genannt wird, auf der Polizeiwache.
    Während er dort auf seine Mutter wartet, erzählt ihm der wachhabende Officer die unglaubliche Geschichte von Lou Suffern, einem Geschäftsmann im mittleren Alter, der rücksichtslos und gefühlsblind durch sein Leben hetzt, am liebsten immer zeitgleich an zwei Orten wäre und erst mit Hilfe eines Obdachlosen, dem er aus einer Laune heraus einen Job in seiner Firma verschafft, seine ganz persönliche und doch eigentlich ziemlich allgemeingültige Lektion lernt.


    In ihrem mittlerweile sechsten Roman verpackt Cecelia Ahern eine an sich simple Aussage in eine emotionsgeladene Geschichte, die innerhalb weniger Stunden weggeschmökert ist.
    Und das, obwohl die Hauptfigur – zumindest zunächst – alles andere als sympathisch ist; betrügt Lou doch seine Frau und setzt – ohne Rücksicht auf Verluste - alles daran, seine Karriere mehr und mehr voranzutreiben. Dabei stößt er seiner Frau, den Kindern, Geschwistern und Eltern immer wieder rüde vor den Kopf und verletzt sie mit seinem egoistischen Handeln zutiefst. In diesen Momenten möchte man ihm als Leser eigentlich nur eine saftige Ohrfeige verpassen.
    Andererseits gibt es aber auch Situationen, in denen er einem fast schon leid tun kann. Etwa wenn er sich in Zwickmühlen hineinmanövriert hat, aus denen er gar nicht entkommen kann, ohne dabei die falsche Entscheidung zu treffen.


    Das Auftreten von Gabe, dem Obdachlosen, dem Lou spontan einen Kaffee ausgibt und später einen Arbeitsplatz in der Postverteilerstelle seines Unternehmens verschafft, öffnet Lou nicht nur die Augen und bringt dadurch eine Veränderung in dessen Leben, sondern gibt der Geschichte auch eine übersinnliche Komponente. Diese macht den Roman - in Kombination mit der teils vorwegnehmenden Erzählweise – fast schon zu einem modernen Märchen, auf das man sich einlassen muss, um es zu mögen. Wer eine durchweg realistische Geschichte lesen möchte, ist bei «Zeit deines Lebens» daher an der falschen Adresse.
    Ebenso wie Leser, die mit ein bisschen Kitsch nicht viel anfangen können. Denn das Ende ist – so sehr es auch zu Tränen rührt – nahezu von Beginn an abzusehen und noch dazu reichlich dick aufgetragen.


    Trotzdem hat mich das Buch nicht nur gut unterhalten, sondern auch ziemlich berührt. Marian Keyes sagte über die Geschichte, dass sie «uns retten kann, wenn wir genau hinhören». Letztlich ist zwar schnell erraten, welches geheimnisvolle Geschenk, das im englischen Original sogar titelgebend ist, Lou von Gabe bekommt und phasenweise hebt Cecelia Ahern den Zeigefinger doch etwas arg hoch, aber trotz allem ist die Moral der Geschichte einfach so wahr, dass sie sich ganz tief in die Köpfe der Leser eingraben sollte. Denn wer sich diese zwar nicht neue, aber immens wichtige Erkenntnis wirklich zu Herzen nimmt, hat definitiv etwas gewonnen. Oder vielleicht auch geschenkt bekommen. Es kommt nur darauf an, was er daraus macht.


    FAZIT: Ein gefühlvoller Roman, der sich nicht nur durch das überraschend rote Cover von seinen Vorgängern unterscheidet, sondern auch dadurch, dass man ihm die neu gewonnene Reife der Autorin deutlich anmerkt und in dem ausnahmsweise mal nicht ein Liebespaar im Vordergrund steht, so dass auch männliche Leser einen Versuch wagen könnten.


    Wertung: 4ratten

    Hätte der Postbot geklingelt, statt das Buch einfach auf die Vortreppe zu legen, hätte ich mir den obigen Post sparen können. ;) Bei mir ist es nun also angekommen und ich freu mich auf ein paar spannende Thrillerstunden.


    Drücke allen, die das Buch noch nicht haben, die Daumen, dass es bei euch auch ganz schnell ankommt! :winken:

    Ist bei einem von euch eigentlich schon der neue Barclay eingetrudelt? Immerhin sind mittlerweile schon 2 Wochen seit Versenden der Gewinn-mails vergangen. Nicht, dass ich es eilig hätte, aber in der mail stand ja, dass man sich melden soll, wenn das Buch nach 2-3 Wochen noch nicht eingetroffen ist.
    Wenn ich allerdings nicht die Einzige bin, die noch ohne Buch ist, dann würde ich mit der Meldung noch ein paar Tage warten.

    @ Doris
    Ich kenne das Buch, habe auch oft schon kurz davor gestanden, es zu bestellen, aber letztlich dann doch davon abgesehen. Wenn ich die Kritiken so lese, kommt es mir doch wieder recht überladen vor.
    So als ob Picoult sich ein schwieriges (und daher verlockendes) Thema aussucht, um dann durch unzählige andere Nebengeschichten davon abzulenken, weil es einfach zu manchen Fragen, die sie aufwirft, keine richtige Antwort gibt. In «Beim Leben meiner Schwester» hat sie sich mE davor gedrückt, eine Antwort zu geben, und in «Die Macht des Zweifels» eine sehr fragwürdige gegeben.
    Wenn ich denn aber doch noch mal eines ihrer Bücher lesen werde, dann wird es sicher '19 Minuten' sein.



    Die wunderbare Kaugummivermehrung klingt ja schon eher unfreiwillig komisch als glaubwürdig dramatisch :entsetzt:


    Das spricht für mich nämlich u.a. auch ganz schön gegen 'Das Herz ihrer Tochter'.

    Obwohl ich mich anfangs gegen den Buch entschieden hatte, habe ich in den letzten Tagen immer wieder mit dem Gedanken gespielt, Jodi Picoult doch noch mal eine Chance zu geben und es mit «Das Herz ihrer Tochter » zu versuchen. Der Plot klingt einfach extrem verlockend.
    Eure Rezis haben mich jetzt allerdings endgültig dazu gebracht, mich von der Autorin abzuwenden, da sie scheinbar immer wieder denselben Fehler macht und eine eigentlich spannende Geschichte mit viel zu vielen weiteren Konflikten vollstopft. Schade, denn ihre Themenwahl finde ich immer wahnsinnig interessant. Sowohl von «Beim Leben meiner Schwester» als auch «Die Macht des Zweifels» war ich aber am Ende - aus denselben Gründen - enttäuscht und bin mir jetzt einfach ziemlich sicher, dass es mir auch mit ihren anderen Büchern ebenso gehen würde.
    Danke also für die Entscheidungshilfe! :winken: