Beiträge von chil

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Bei mir sind mittlerweile 7 hohe Billyregale mit Aufsatz doppelreihig bestückt und voll, rund 500 Bücher (Kinderbücher) hab ich in meinem alten Zimmer in meinem Elternhaus gelagert und seit Jänner haben mein Freund und ich ja ein Haus - falls das Lesezimmer also unweigerlich voll wird, haben wir noch weitere 350 m2 Wohnfläche, die umgewidmet werden können und 7500 m2 Grundstück, wo wir dann halt Schuppen aufstellen werden. :breitgrins:


    (Nein, wir sind nicht wegen der Bücher umgezogen, aber es war ein netter Nebeneffekt, dass jetzt ein bisschen Platz für die Zukunft ist)

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    Autorin: M. C. Beaton
    Original: Death of a Gossip (1985)
    meine Bewertung: 3 von 5
    Serie: Hamish Macbeth, Band 1


    John und Heather Cartwright betreiben eine kleine Fischereischule in Lochdubh. Jeden Sommer kommen kleine Grüppchen an Menschen aus allen Teilen des Landes, um ein paar kapitale Fische zu fangen. John und Heather unterweisen die angehenden Fischer dabei nach bestem Wissen und Gewissen.


    Wieder einmal ist es soweit: ein neuer Kurs beginnt. Die beiden sind gespannt, aus welchen Menschen sich die Gruppe dieses Mal zusammensetzt. Es ist durchaus eine bunte Mischung: ein Colonel, die dicke und ständig quasselnde Lady Jane Winters, ein kleiner Junge, zwei junge Damen, ein junger Herr und ein amerikanisches Ehepaar. Abgesehen davon, dass sich die beiden jungen Frauen schon bald ein bisschen um den durchaus attraktiven Single-Mann streiten, scheint es eine erholsame Zeit zu werden.


    Doch dann fährt Lady Jane Winters die Krallen aus. Sie macht spitze Bemerkungen und Anspielungen und hat schon bald so ziemlich jeden aus der Gruppe bloßgestellt. Sie weiß viel aus der Vergangenheit der anderen Teilnehmer und spart nicht damit, dieses Wissen gegen ihre Mit-Fischer zu verwenden. Selbst der ortsansässige Polizist, Hamish Macbeth, bekommt ihre spitze Zunge zu spüren. Er wundert sich daher nicht, dass es schon bald Lady Jane Winters ist, die wie ein dicker Karpfen im Fluss treibt.


    Besonders traurig ist Hamish nicht, jedoch gehört es zu seiner Pflicht, auch diesen Mord aufzuklären. Er macht sich also in guter alter Highland-Manier daran, die Menschen zu befragen und ein bisschen Klatsch zu sammeln.


    Die Hamish-Macbeth-Bücher sind wie Agatha Christies Miss Marple Reihe: schon sehr bald schätzt man den Polizisten und findet ihn sympathisch, die Handlung ist weder besonders spannend noch ausgeklügelt, aber die Bücher überzeugen durch starke Charakterzeichnungen und viel Lokalkolorit. Im Endeffekt sind sie wie ausgeleierte Schlabberpullis: nicht besonders hübsch oder raffiniert, aber immer bequem und zum Wohlfühlen. "Death of a Gossip" ist der erste Band aus der Reihe rund um den kauzigen Highland-Polizisten und das kleine Städtchen Lochdubh, in dem man sich schon bald zuhause fühlt. Etwas für verregnete November-Abende!




    3ratten

    Naja, hat ja noch zwei Jahre gedauert, bis ich mich auch zu einer Lektüre und anschließender Rezension durchringen konnte. Eins vorweg: "Der Sumpf" hat mir bei weitem besser gefallen!


    Hier meine Meinung:
    Der Roman ist überwiegend spannend und auch unterhaltsam, hat aber doch ziemliche Längen aufzuweisen. Interessant ist die Erzählperspektive. Der Leser erfährt die gesamte Geschichte als eine Art Rückblende, die Francis dabei erlebt, als er die Geschichte seinens Lebens 20 Jahre später an die Wände seiner Wohnung kritzelt. Eine wesentliche Schwäche des Buches liegt meiner persönlichen Meinung nach darin, dass die Staatsanwältin ausgerechnet zwei tatsächlich psychisch kranke Menschen als Ermittler einstellt - man nimmt das Katzenbach einfach nicht ab. Muss man sich nicht unbedingt antun.
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    2ratten

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    Autorin: Christine Nöstlinger
    Original: Der ganze Franz (2011)
    meine Bewertung: 5 von 5


    Franz Fröstl geht in die zweite Klasse der Volksschule. Er hat dort einen Vormittagsfreund, den Eberhard Most. Am Nachmittag ist die Gabi Gruber seine Freundin, die geht in die Parallelklasse, wohnt aber in der Wohnung neben dem Franz. Nach der Schule kommt Franz immer mit zur Gabi, deren Mama kocht für ihn Essen und er bleibt bei ihr, bis seine Eltern von der Arbeit zurück kommen. Sehr schade ist, dass sich der Eberhard und die Gabi nicht besonders gut verstehen, so muss Franz immer versuchen, die beiden unter einen Hut zu bekommen.


    Doch das ist nicht das einzige Problem vom Franz. Er ist außerdem der kleinste Schüler in der Klasse und alle Menschen halten ihn für ein Mädchen. Noch dazu wird seine Stimme immer piepsig, wenn er sich aufregt. Mit dem Alter wird das zwar alles ein wenig besser, aber das ärgert ihn trotzdem.


    "Der ganze Franz" enthält alle 19 Franz-Bücher, beispielsweise die Fußballgeschichten, Hundegeschichten und auch die Feriengeschichten. Die einzelnen Bücher sind farblich unterschiedlich gestaltet, alle Geschichten haben ein paar sehr nette Illustrationen und sind meistens lustig. Christine Nöstlinger hat mit Franz einen ewigen Zweitklässler geschaffen, der bei fast allen Volksschülern Österreichs bekannt ist und wirklich Lust aufs Lesen macht. Einfach nur empfehlenswert, zum Vorlesen oder Selberlesen.


    * Gebundene Ausgabe: 508 Seiten
    * Verlag: Oetinger; Auflage: 1 (1. August 2011)
    * Sprache: Deutsch
    * ISBN-10: 3789143359
    * ISBN-13: 978-3789143359


    5ratten

    Ich spiel ja mit dem Gedanken, mir den Kindle und dazu ein Zeit oder FAZ Abo zu bestellen. Die beiden Zeitungen sind vom Format her sehr umständlich, wenn man sie in einem engen Zugabteil lesen möchte und Papiersparender wärs auch, die am Kindle zu lesen. Wer weiß, vielleicht ziehen ja österreichische Zeitungen auch mal nach? So könnt ichs mir schon vorstellen, dass mir ein Ebook Reader Nutzen bringt.

    Jetzt wirds aber endlich Zeit, dass ich mich auch mal dem Glöckner widme - noch ist er keine Leiche, aber auch nicht mehr taufrisch auf meinem SUB! Ich hab nur leider ein Exemplar mit einer ziemlich verschnörkelten (altdeutschen?) Schrift erwischt. Mal schauen, vielleiht kommt man da ja "rein", sonst muss ich mir ein anderes Exemplar besorgen.

    Wie ist das denn - hat der nun endlich eine integrierte Display-Beleuchtung? Das wär für mich als Stundenlang-Bahn-Fahrerin schon praktisch. Aber irgendwie mag ich meine Bücher anfassen können - ich kann mich nicht entscheiden. Einerseits mag ich so technische Spielereien, aber andererseits kann ich mir nicht vorstellen, keine Bücher mehr im Regal zu haben.

    Mich würde das interessieren, Nimue! Wie funktioniert das dann denn - wenn ich jetzt ein Buch gelesen hab und rezensiert hab, dann schreibe ich ja sowieso eine Rezension. Wie weiß ich dann, ob du die Rezension brauchen kannst?




    Aber das schaut doch eh gut aus!

    Neben meiner Pflichtlektüre für die Diplomprüfung (3. Oktober, 12 Uhr 30 - danach fängt mein Leben wieder an!) lese ich zum Ausgleich "Laienspiel" vom Klüpfel/Kobr. Ich finde, im Vergleich zu "Seegrund" ist der Stil sehr anders, der Humor mag nicht so durchdringen und wirkt eher aufgesetzt. Aber ich find den Klufti einfach sooo sympathisch :D

    Ihr seids so lieb, danke!
    Ja, ich wollte schon immer ein Pferd - jetzt hab ich eins, das direkt bei unseren Nachbarn wohnt und so geritten wurde, wie ich das gern hab :D Ich guck gleich mal in den Pferde-Fred :D