Autor Thema: 04 - Seite 294 bis Ende (ab Kapitel 14)  (Gelesen 1988 mal)

Offline Zank

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Man hätte das Buch ruhig am Ende noch verlängern könne, vielleicht auch mehr aus Lolas Sicht schreiben oder so.
Eine sehr schöne Idee. Dann wäre evtl. auch ihr Handeln besser verständlich gewesen.
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Online Skyline

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So, ich bin durch. Und ich bin enttäuscht. Gerade wo ich mich etwas mit dem Buch angefreundet hatte, endet es so!
Lola stirbt bzw. bringt sich um. Das Ende hat mir somit wirklich gar nicht gefallen, weil ich überhaupt nicht verstanden habe, waurm Lola so handelt. Die Begründung, dass sie denkt, es sei der einzige Ausweg, habe ich nicht nachvollziehen können. Und was tut sie damit bitte Matt an!? Ich fand das wirklich sehr egoistisch von ihr.

Sie geht ja direkt davon aus, dass er sie nun mit anderen Augen sieht und nicht zwischen ihr und ihrem Vater trennen kann. Woher meint sie das denn bitte zu wissen, wenn sie sich nicht richtig mit ihm ausspricht?
Für mich ruiniert dieses Ende gerade alles. Ich fand es so toll, dass die Autorin sich mit dieser "totgeschwiegenen" Thematik auseinandersetzt und dann kommt das!

Ich hätte kein Happy End gebraucht, wirklich nicht, aber zumindest einen realistischeren Weg. Von mir aus eine Trennung, die von Lolas Seite ausgeht oder sonst was, aber doch bitte kein Selbstmord. Das ging mir zu weit. Denn das Thema des Buches war schon so krass, da muss nicht noch eine heftige Thematik angerissen werden, um noch mehr Drama in die Geschichte zu streuen.

Ich bin echt enttäuscht von Lola und dem Ende.  :sauer:

Online Skyline

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Man hätte das Buch ruhig am Ende noch verlängern könne, vielleicht auch mehr aus Lolas Sicht schreiben oder so.
Eine sehr schöne Idee. Dann wäre evtl. auch ihr Handeln besser verständlich gewesen.
Naja nicht unbedingt. Es kommt drauf an, wie Lola ihr Handeln und ihre Gedanen begründet hätte. Und da könnte ich mir gut vorstellen, dass sie es nicht verständlich erklärt, weil ihr Selbstmord auf mich eher wie eine Kurzschlussreaktion wirkte. Sie war schockiert und kopflos.

Online Skyline

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Ich glaube, dass Lola sich da in einem Zwiespalt befindet. Natürlich liebt sie ihren Vater und auch Matheo. Ich würde in dem Fall, wäre ich in ihrer Lage, vermutlich auch erstmal denken, dass mein Vater unschuldig ist. Die Beziehung zwischen ihnen ist so eng und besonders. Da wäre wahrscheinlich ein Freund, den ich zwei Jahre habe, außen vor. Ich wäre auch entsetzt, aber ich glaub schon dass ich erstmal zu meinem Paps halten würde. Ich denke niemand kann sich vorstellen, dass eines der eigenen Elternteile andere Menschen brutal vergewaltigt.
Wenn einem, so wie Lola, von den Eltern (ob nun Vater oder Mutter) nie Gewalt erfahren hat, sondern eine enge Beziehung hat und Liebe spürt, dann kann man das vermutlich nie so ganz erfassen und begreifen. Ich glaube auch, man würde dann erstmal das Gehörte verleugnen und verneinen. Aber dennoch wäre man vermutlich auch verunsichert, weil man nicht weiß, wem man glauben soll, denn das Gehörte und die eigenen Erfahrungen driften so weit außeinander.
Ich habe mich schon gefragt, was wohl gewesen wäre, wenn Lola ein Junge wäre...? Jerry hat sie ja nicht vergewaltigt, aber was wäre,wenn sie ein er gewesen wäre..?

Online Skyline

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Ich kann mir kaum vor stellen wie man überhaupt nach gleich zwei so dramatischen Erlebnissen weiter Leben kann, da fand ich ein Jahr Auszeit eher sehr wenig, echt erstaunlich das er jetzt sogar Studiert neue Freunde gefunden hat und irgendwie klar zu kommen scheint.
Mir erschien das eher so als Nothandlung der Autorin, damit das Ende halbwegs befriedigend ist. Ich kann mir nämlich auch nicht vorstellen, dass er nach nur einem Jahr wieder so offen sein kann und sich so mit seinem Leben arrangieren kann...manche Menschen knabbern ihr Leben lang an Erlebnissen, die weniger traumatisierend waren und Matt geht es nach nur einem Jahr besser...ich bin da skeptisch.

Offline Zank

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Es kommt drauf an, wie Lola ihr Handeln und ihre Gedanen begründet hätte. Und da könnte ich mir gut vorstellen, dass sie es nicht verständlich erklärt, weil ihr Selbstmord auf mich eher wie eine Kurzschlussreaktion wirkte. Sie war schockiert und kopflos.
Also für mich ist es kein reiner "Kurzschluss", denn dann hätte sie nicht noch so einen ausführlichen Brief geschrieben und einen Kranich gefaltet. Und deshalb denke ich, aus ihrer Perspektive hätte uns die Autorin vielleicht auch das Motiv für den Suizid verständlicher machen können. Vielleicht. Aber auch ich hätte mir lieber ein komplett anderes Ende gewünscht. Egal ob nun positiv oder negativ, aber bitte nachvollziehbar.
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Offline BlueOcean

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Man hätte das Buch ruhig am Ende noch verlängern könne, vielleicht auch mehr aus Lolas Sicht schreiben oder so.
Eine sehr schöne Idee. Dann wäre evtl. auch ihr Handeln besser verständlich gewesen.

Oder gleich abwechselnd aus der Perspektive von Lola und Matheo? Hätte ich gegen Ende definitiv auch spannend gefunden. Man hätte auf jeden Fall ihre Verzweiflung in der Lage intensiver miterlebt, spüren können. Die sieht man ja eigentlich dann "nur" durch ihren Selbstmord :-(

Online Skyline

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Also für mich ist es kein reiner "Kurzschluss", denn dann hätte sie nicht noch so einen ausführlichen Brief geschrieben und einen Kranich gefaltet. Und deshalb denke ich, aus ihrer Perspektive hätte uns die Autorin vielleicht auch das Motiv für den Suizid verständlicher machen können. Vielleicht. Aber auch ich hätte mir lieber ein komplett anderes Ende gewünscht. Egal ob nun positiv oder negativ, aber bitte nachvollziehbar.
Naja es kommt vermutlich darauf an, wie lange eine Kurzschlussreaktion für einen geht. Auch einen Brief kann man aus dem Affekt heraus schreiben und sich im Anschluss daran umbrinen. So erschien es für mich jedenfalls so, als ob Lola gar nicht richtig über ihr Handeln und ihre Gründe nachgedacht hat. Das waren nur die ersten Gedanken, die sie im Brief niedergeschrieben hat. Hätte sie intensiver darüber nachgedacht und sich Zeit genommen, wäre es vielleicht nicht zum Selbstmord gekommen.
Und ja, definitiv, ein nachvollziehbareres Ende wäre mir auch viel lieber gewesen und dabei wäre es egal, ob es ein gutes oder weniger gutes Ende ist.

Offline BlueOcean

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Ich glaube ganz ehrlich, dass man wenn einem Menschen wie Matheo, gleich zwei so traumatische Erlebnisse hintereinander passieren, braucht man sehr sehr lange um das überhaupt irgendwie verarbeiten zu können.

Ich kann mir kaum vor stellen wie man überhaupt nach gleich zwei so dramatischen Erlebnissen weiter Leben kann, da fand ich ein Jahr Auszeit eher sehr wenig, echt erstaunlich das er jetzt sogar Studiert neue Freunde gefunden hat und irgendwie klar zu kommen scheint.
Ich glaube schon, dass man, nachdem man gleich zwei solcher traumatischen Erlebnisse mitgemacht hat, weiterleben kann. Aber um alleine die Vergewaltigung zu verarbeiten, braucht es Zeit. Wenn dann auch noch der Mensch, der quasi dein Lebensinhalt, derjenige, der dir am wichtigsten im Leben ist, so abrupt, stirbt, braucht es Jahre? Und selbst dann geht das meiner Meinung nach, nur mit guter therapeutischer Betreuung. Dass er nach einem Jahr schon wieder soweit ist, empfinde ich leider als nicht realistisch.

claire

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So, ich habe es dann auch (endlich) geschafft.

Boah, was für ein Schluss! Ich weiß ehrlich gesagt noch gar nicht wie ich den so finden soll.
Gut, dass der vergewaltiger Jerry war, hat mich jetzt nicht mehr so gewundert. Da war ich durch einige Ausschlüsse ja schon von alleine drauf gekommen. Wie die Tat dann letztendlich passiert ist, fand ich, entschuldigt bitte in diesem Zusammenhang den Ausdruck, unrealistisch und total konstruiert. Meiner Meinung nach, hätte man die Vergewaltigung auch gar nicht beschreiben müssen. Ein HInweis darauf, dass Jerry Matheo in den Wald lockt mit Lola als Lockmittel, wäre mir genug gewesen.
Und ganz ehrlich Lolas Selbstmord finde ich auch sehr extrem. Nun kann man als Außenstehender ja nun wirklich nicht sagen, was die Beteiligten fühlen sollten oder wie man selbst reagieren würde. Aber sich sofort umzubringen ohne noch mal mit Mattie Kontakt aufzunehmen? Lola kam mir während des kompletten Buches eigentlich rational vor, so dass mich diese, doch recht irrationale Handlung schlimm überrascht hat.
Dass Matheo versucht sich irgendwie durch sein Leben zu wurschteln dagegen kann ich mir wieder eher vorstellen. Er hat Therapien gemacht und nimmt ja z.Z. noch Medikamente. Ganz verdrängen wird man solche Ereignisse wohl kaum können.

Mit meiner Rezi warte ich wohl noch bis morgen. Das Ende muss ich jetzt erst mal sacken lassen.

Offline coco_90

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Ich hatte nun einige Tage Zeit, das Gelesene sacken zu lassen.

Leider war für mich die gesamte Geschichte sehr vorhersehbar. Insbesondere, dass Jerry der Täter ist, war mir von Beginn an klar. Etwas schade finde ich, dass die Autorin erst sehr viel über ihn schrieb und ihn nach einigen Seiten komplett fallen lies. Ich hatte beinahe das Gefühl, dass sie sich dachte "So. Jetzt muss ich mich Jerry nicht mehr widmen, denn sicherlich habe ich nun jeden Leser überzeugt wie toll und lieb er doch ist." Das hat mich sehr gestört.

Lolas Selbstmord hab ich zwar nicht erwartet, doch auch mit dieser Entwicklung bin ich leider überhaupt nicht glücklich. Und das hat nichts das damit zu tun, dass ich mir ein Happy-End gewünscht hätte. Viel mehr habe ich mir für "Broken" ein Ende zwischen "überdramatisiert" und "Happy End" gewünscht. Lolas Tod konnte mich leider nicht berühren, da ich hier das Gefühl hatte, dass die Autorin noch ein bisschen mehr Drama in die Geschichte packen möchte. Nachdem sie Matheos Geschichte so einfühlsam und gefühlvoll beschrieben hat, ist das Buch an der Stelle von Lolas Tod leider doch ins "Überdrama" abgerutscht.

Außerdem fand ich das Ende sehr plötzlich, kurz und abrupt. Hier hätte ich gerne noch etwas mehr über Matheos Gedanken, Lolas Gefühle und vor allem Jerry gelesen. Mir ging das alles leider viel zu schnell.

Kurz: Mir hat das Ende leider überhaupt nicht gefallen :(

Offline coco_90

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Mir hat das Ende nicht gefallen. Ich hasse Selbstmord in Jugendbüchern.

Ich hasse es, wenn mit Selbstmord um sich geworfen wird um noch ein bisschen mehr Drama zu erzeugen. Wenn es gefühlvoll beschrieben und angemessen behandelt wird, finde ich das Thema (auch in Jugendbüchern) sogar wichtig.

Vor allem ging das so schnell. Von ihrer absoluten Weigerung, ihm zu glauben, dann ihre "Flucht" nachhause und dann findet er sie schon tot auf. Für mich klingt das stark nach einer Kurzschlusshandlung ihrerseits und so was kann ich nicht gutheißen.

Ja, viel zu schnell :/

Ich finde es toll, dass Matt danach sein Leben ändert und halbwegs auf die Reihe bekommt, aber ich glaube dennoch, sie hätten es vielleicht auch zusammen schaffen können.
Den Part habe ich ehrlich gesagt nur noch halbherzig gelesen, weil ich mich so geärgert habe...

Warum steht Jerry da so nervös vor dem Gebäude, wo doch jeder sehen kann, dass er mit Matt weggeht? Ist er nun betrunken gewesen oder nicht? Warum bringt er ein Messer mit, wenn er doch denkt, dass Matt es auch will? Und dann diese klischeehaften Drohungen, er werde Lola etwas antun. Und Loic. Und überhaupt. Sorry, ich fühle mich selbst total schlecht, dass ich bei diesem ernsten Thema so denke, aber ich war wirklich enttäuscht von der "Auflösung".
Das mit dem Messer hatte ich mich auch gefragt. Sehr seltsam. Und schlecht fühlen brauchst du dich nicht, finde ich. Es ist ja kein echter Fall und auch ich fand die Stelle nicht besonders authentisch.

Klingt interessant. Die Autorin scheut sich offenbar wirklich nicht vor schwierigen Themen.

Nein, und das finde ich klasse. Es ist nicht immer die gleiche Story die man aus vielen anderen Büchern kennt.
Es gibt auch noch ein Buch, in dem ein Junge sich ins Ballett flüchtet. Das klingt auch super spannend.

"A note of madness" klingt wirklich interessant. Allerdings weiß ich nicht, ob ich von der Autorin noch ein Buch lesen mag. "Forbidden" habe ich auch von der WuLi gekickt.


Offline Zank

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Allerdings weiß ich nicht, ob ich von der Autorin noch ein Buch lesen mag. "Forbidden" habe ich auch von der WuLi gekickt.
Das solltest du nicht - "Forbidden" ist ein superschönes Buch mit einem angemessenen Ende und überhaupt nicht mit "Broken" vergleichbar  :winken:
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Offline Dinchen´s Welt

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Allerdings weiß ich nicht, ob ich von der Autorin noch ein Buch lesen mag. "Forbidden" habe ich auch von der WuLi gekickt.
Das solltest du nicht - "Forbidden" ist ein superschönes Buch mit einem angemessenen Ende und überhaupt nicht mit "Broken" vergleichbar  :winken:

Da muss ich Zank zustimmen. Forbidden ist wirklich ein ganz bemerkenswerter Roman den man lesen sollte.
Ich werde definitiv auch weitere Romane der Autorin lesen.  :smile:

Offline coco_90

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Das solltest du nicht - "Forbidden" ist ein superschönes Buch mit einem angemessenen Ende und überhaupt nicht mit "Broken" vergleichbar  :winken:

Da muss ich Zank zustimmen. Forbidden ist wirklich ein ganz bemerkenswerter Roman den man lesen sollte.
Ich werde definitiv auch weitere Romane der Autorin lesen.  :smile:

Hmm...dann vertraue ich euch mal und packe das Buch wieder drauf ;)

 

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