Autor Thema: 02 - Kapitel 12-19 (Amos Oz - Eine Geschichte von Liebe und Finsternis)  (Gelesen 567 mal)

Online Valentine

  • Ich will ans Meer!
  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 17772
C'est pas l'homme qui prend la mer, c'est la mer qui prend l'homme.
Renaud, Dès que le vent soufflera

Offline Tina

  • Hardcover-Fetischist
  • Mitglied
  • Beiträge: 7769
Als Amos Oz hier über seine Großeltern erzählte, welche erst nach Amerika auswanderten um dann, nach ein paar Jahren wieder zurück nach Odessa zu gehen, fand ich das sehr mutig, aber ich weiß nicht wie stark das Heimweh war und wie fremd die Fremde. Ja, Amos Oz hätte durchaus ein Amerikaner sein können, wären die Großeltern dort geblieben, aber ich bin mir nicht sicher, ob er dann der Schriftsteller geworden wäre der heute ist und damit meine ich nicht nur den Inhalt seiner Bücher, sondern auch vor allem die Quallität. Sein Leben wurde, wie wir schon im ersten Abschnitt gesehen habe, maßgeblich von den Menschen in Israel geprägt, deren Leidenschaften ebenfalls die Geisteswissenschaften und die Literatur waren.
ich musste schmunzeln bei der Antwort auf die Frage, warum sie denn wieder aus Amerika zugekehrt seien:

Nu, alles voll. Zu viele Pferde und Indianer.

Unglaublich und das in New York.  :breitgrins:

Offline Kandida

  • Mitglied
  • Beiträge: 1419
Kapitel 12
habe ich heute morgen beendet.
Zusammengefasst sagt der letzte Satz de Kapitels schon alles.  :zwinker:
Die Besuche und Gespräche mit Agnon finde ich sehr interessant.
Obwohl ich nicht sicher bin, ob er mir sympathisch ist.

Kapitel 11
Diesen Reinigungswahn der Grosmutter finde ich irgendwie beängstigend. Die Vorstellung, wer was schon alles angefasst und mit was auch immer kontaminiert haben könnte, würde mich verrückt machen
(ich bin allerdings auch immer schon der Auffassung gewesen, ein zu großer Hygienewahn kann nicht gut sein. Man muss seinen Körper Dingen aussetzen, damit er sich selbst lernt zu schützen, Abwehrkräfte bilden kann)

Du hast recht Doris, wenn du schreibst, dass Oz evtl ein anderer Mensch gewesen, wäre, ein anderer Schriftsteller.
Aber vermutlich hätte er auch in Amerika Kontakt zu Literaten gehabt.
Ich erinnere mich gelesen zu haben, dass sich auch in den USA während bzw nach dem Krieg Kolonien der ausEuropa geflohenen Künstler und Geisteswissenschaftler gebildet hatten . Und ich kann mir vorstellen, dass auch die Klausners dort "ihre" Leute gefunden hätten. Nur waren dieThemen dort ganz andere, als in Israel und somit wäre Amos Oz ganz anders geprägt worden.   

Es ist immer wieder spannend, darüber zu spinnen, was gewesen wäre, wenn man irgendwann im Leben eine andere Abfahrt genommen hätte.
Eine winzige Abzweigung bei mir und ich hätte meinen Mann nicht lennengelernt. Katastrophe!
🐌

 

Weblinks

Literaturschock Facebook Twitter

Internes

Mediadaten & Presse Impressum & Kontakt Datenschutzerklärung